Aktuelles Archiv

Mitteilung vom 31.05.2013

Absage der 7. Allgäuer Radltour mit Eröffnung der Radrunde Allgäu

Aufgrund einer Unwetterwarnung für Sonntag, den 2. Juni 2013, muss die 7. Allgäuer Radltour in Seeg mit Eröffnung der Radrunde Allgäu leider abgesagt werden.

Ein Ersatztermin für die Radltour ist nicht geplant. Der Landkreis Ostallgäu will aber, zusammen mit der Allgäu GmbH, die Eröffnung der Radrunde an einem Alternativtermin im Landkreis veranstalten.

 

„Für den Landkreis Ostallgäu als Veranstalter der Allgäuer Radltour ist Sicherheit oberstes Gebot: für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und  besonders für die Familien mit Kindern. Ich danke allen Helferinnen und Helfern, die Bayerns größte Radbreitensport-Veranstaltung vorbereitet haben und hoffe, dass uns unsere „Radfamilie“ weiterhin die Treue hält“, sagt Landrat Johann Fleschhut.

 

Die 7. Allgäuer Radltour wäre gleichzeitig der Startschuss für die Radrunde Allgäu gewesen. „Damit die Auftaktveranstaltung für die Radrunde Allgäu nicht auch ersatzlos „ins Wasser fällt“, werden wir sie an einem späteren Termin im Ostallgäu stattfinden lassen“, schlägt Robert Frei, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ostallgäu, vor. Gespräche mit der Allgäu GmbH sind diesbezüglich bereits angelaufen.

 

Die amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes warnt für den Raum Ostallgäu für extrem ergiebigen Dauerregen in den nächsten 48 Stunden, der teilweise schauerartig fällt. Die Allgäuer Radltour unter Federführung des Landkreises Ostallgäu und der Aktienbrauerei Kaufbeuren ist mit jährlich rund 3.000 Teilnehmern eine der größten Breitensportveranstaltungen in Bayern. Erstmals muss diese nun aufgrund der Wetterprognose aus Sicherheitsgründen abgesagt werden.

Mitteilung vom 28.05.2013

Beste Wasserqualität: bedenkenlos baden in Ostallgäuer Seen

Der Sommer im Ostallgäu lässt zwar noch auf sich warten, für die Badesaison ist aber jetzt schon alles bereit:

Die EU-Badeplätze im Ostallgäu haben eine ausgezeichnete Wasserqualität – es kann bedenkenlos und unbeschwert gebadet werden. Die Überwachung der Badegewässer und der Freibäder durch das Gesundheitsamt am Landratsamt Ostallgäu ergab, dass alle EU-Badegewässer im Landkreis derzeit bakteriologisch einwandfrei sind.

 

Das Gesundheitsamt untersucht die Ostallgäuer Badeseen während der gesamten Badesaison von Anfang Mai bis Mitte September. Die EU-Badegewässer werden alle vier Wochen, die anderen Gewässer etwa zwei- bis dreimal während der Saison untersucht. Die Qualität fast aller EU-Badeplätze im Ostallgäu ist ausgezeichnet. Es handelt es sich allerdings um natürliche Badegewässer, das heißt kurzfristige Beeinträchtigungen der Wasserqualität, etwa durch extreme Starkregenereignisse, können nicht ausgeschlossen werden.

 

Aktuelle Informationen jederzeit im Internet

 

Informationen zu den EU-Badegewässern im Ostallgäu, insbesondere zur Wasserqualität werden regelmäßig aktuell im Internet veröffentlicht unter www.lra-ostallgaeu.de.

 

19 EU-Badeplätze gibt es im Ostallgäu. Im Regierungsbezirk Schwaben hat der Landkreis damit mit Abstand die meisten registrierten EU-Badegewässer. Bayernweit liegt das Ostallgäu auf Rang drei. Hier die 19 EU-Badeplätze im Ostallgäu:

 

  • Alatsee, Füssen
  • Alpsee, Schwangau
  • Bannwaldsee, Schwangau
  • Elbsee, Ruderatshofen
  • Ettwieser Weiher, Marktoberdorf
  • Faulensee, Rieden a. F.
  • Forggensee Badeplatz Brunnen, Schwangau
  • Forggensee Badeplatz Dietringen, Rieden a. F.
  • Forggensee Campingplatz Warsitzka, Rieden a. F.
  • Hopfensee, Füssen
  • Illasbergsee, Halblech
  • Mittersee, Füssen
  • Naturfreibad Hagenmoos, Obergünzburg
  • Obersee, Füssen
  • Oggenrieder Weiher, Irsee
  • Schmutterweiher, Roßhaupten
  • Schwaltenweiher, Seeg
  • Schwansee, Schwangau
  • Weißensee, Füssen 

 

Weitere Badegewässer, die in den vergangenen Jahren hygienisch einwandfrei getestet wurden sind unter anderen:

 

  • Attlesee, Markt Nesselwang
  • Bronner Weiher, Markt Waal
  • Dießener Weiher, Markt Waal
  • Hegratsrieder See, Gemeinde Halblech
  • Kögelweiher, Markt Nesselwang
  • Rettenbach Naturbad, Gemeinde Stötten
  • Roßhaupten Naturbad, Gemeinde Roßhaupten

 

Um als EU-Badeplatz ausgezeichnet zu werden, muss der Badeplatz bestimmte Kriterien erfüllen, beispielsweise Sicherheit durch die Wasserwacht bieten, einen Kiosk haben und ein Mindestmaß an täglicher Besucherfrequenz erfüllen.

 

Der jüngste EU-Badewasserbericht für die Saison 2012 stellt fest, dass alle Badestellen an Flüssen und Seen in Deutschland in einem guten oder sogar ausgezeichneten Zustand sind.

 

Für weitere Auskünfte, ob in einem bestimmten Gewässer aktuell ein Freibadevergnügen unter hygienisch einwandfreien Bedingungen möglich ist, steht das Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 08342/911-623 zur Verfügung.

Mitteilung vom 21.05.2013

Landratsamt bestätigt Bürgerentscheid in Eggenthal

Der Bürgerentscheid zur Breitbandversorgung in Eggenthal ist gültig. Das Landratsamt Ostallgäu hat dessen Bestand nach eingehender Prüfung nun bestätigt.

Drei Eggenthaler Bürger hatten den Bürgerentscheid per Antrag für ungültig erklären lassen wollen.

 

57,61 Prozent der Eggenthaler Bürgerinnen und Bürger hatten sich am 24. März in einem Bürgerentscheid gegen eine ausschließlich kabelgestützte Breitbandversorgung in der Gemeinde ausgesprochen. Anfang April beantragten daraufhin drei Eggenthaler beim Landratsamt, den Bürgerentscheid für ungültig zu erklären und dessen Wiederholung zu veranlassen.

 

Das Landratsamt hat sich eingehend mit den Vorwürfen, welche die Auseinandersetzung im Vorfeld des Bürgerentscheids betrafen, befasst. So hätten einzelne Gemeinderäte nicht Einsicht in die Listen mit den Unterschriften für das Bürgerbegehren nehmen dürfen. Diese Tatsache wurde bereits vom Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz festgestellt.
 
Nach Auffassung des Landratsamtes hat sich die Gemeinde im Rahmen der Informationen zum Bürgerentscheid bei einzelnen Formulierungen im Rahmen des noch Zulässigen bewegt. Zwar darf auch eine Gemeinde ihre Argumente auf den Punkt bringen und zugespitzt formulieren, sie ist jedoch in einem höheren Maß an den Grundsatz der Sachlichkeit gebunden. Gegen diesen Grundsatz wurde in einem Informationsblatt, das zwei Wochen vor dem Bürgerentscheid verteilt wurde, durch die unmittelbare Empfehlung an die Bürger mit "Nein" zu stimmen, verstoßen.

Die Gemeinde ist hier - im Gegensatz zu den Vertretern des Bürgerbegehrens - zur Zurückhaltung verpflichtet. Sie darf zwar deutlich machen, welche Position sie für richtig erachtet, unmittelbare Empfehlungen zur Abstimmung sind ihr aber nicht gestattet. Der Gesetzgeber will damit die "Waffengleichheit" bei der Information der Bürger gewährleisten.

 

Nach den bei Wahlen und Bürgerentscheiden geltenden Grundsätzen führen solche Verfahrens-verstöße aber nicht automatisch zur Ungültigkeit, sondern nur dann, wenn sie so erheblich waren, dass eine Beeinflussung der Abstimmenden konkret naheliegt und nicht nur theoretisch denkbar ist. Dahinter steht der Gedanke, dass der mit einer Wiederholung der Abstimmung verbundene sachliche und personelle Aufwand nicht bei jedem Verfahrensfehler gerechtfertigt ist.

 

Das Landratsamt Ostallgäu geht davon aus, dass sich - trotz der Verfahrensmängel - jeder Eggenthaler Bürger über die von beiden Seiten vertretenen Argumente umfassend informieren und unbeeinflusst seine Entscheidung in der Abstimmungskabine treffen konnte. Dies wurde auch durch die sehr hohe Wahlbeteiligung von 78,21 Prozent und das eindeutige Ergebnis bestätigt. Dass in einzelnen Orten oder Abstimmungsbezirken unterschiedliche Ergebnisse zustande kommen, ist bei Bürgerentscheiden nicht ungewöhnlich.

Mitteilung vom 17.05.2013

Unser Sauberes Ostallgäu blüht auf: 17.000 Quadratmeter Wildblumen

Mehr Wildblumen und weniger Abfall im Landkreis sind das Ziel der Aktion "Unser Sauberes Ostallgäu blüht auf".

Kinder der Don-Bosco-Schule Marktoberdorf bei der Saat. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Kinder der Don-Bosco-Schule Marktoberdorf bei der Saat. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

40 Schulklassen, mehrere Vereine und Gruppen beteiligen sich an der vom Landratsamt Ostallgäu ins Leben gerufenen Aktion. Sie wollen den Landkreis verschönern, indem sie achtlos weggeworfene Abfälle einsammeln und entlang von Straßen und auf öffentlichen Grünflächen Wildblumenwiesen anlegen.
Auch die Don Bosco Schule in Marktoberdorf ist bei "Unser Sauberes Ostallgäu blüht auf" dabei. Vor kurzem wurde mit der Aussaat der Wildblumen im Schulgarten begonnen. Schüler der 7. Klasse legten unter der fachkundigen Leitung des ehemaligen Schuldirektors Leo Hartmann eine rund 50 Quadratmeter große Blühfläche für Wildblumen an. Schulleiterin Jutta Mönninghoff und Eva Holl, Lehrerin für Berufs- und Lebensorientierung, betonten den hohen Wert der gärtnerischen Arbeit für die persönliche Entwicklung der Jugendlichen. Gleichzeitig soll die Blühfläche Nahrung für Bienen spenden, Passanten erfreuen und einen Beitrag dazu leisten, dass die Artenvielfalt im Ostallgäu erhalten bleibt. Im Vorfeld hatte es im Landratsamt Schulungen für das richtige Anlegen der Wildblumenflächen und die unterrichtsbezogene Einbindung gegeben.

 

"Unser Sauberes Ostallgäu blüht auf" ist eine Ergänzung zur "Aktion sauberes Ostallgäu" an der sich seit vielen Jahren weit über 100 Gruppierungen beteiligen und regelmäßig achtlos weggeworfenen Unrat sammeln. Das Saatgut für die Wildblumenaktion spendiert der Landkreis. Es stammt aus Mitteln, welche die Kommunale Abfallwirtschaft von den Dualen Systemen für die Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Verpackungsentsorgung erhält.

Mitteilung vom 14.05.2013

Lokale Aktionsgruppe Ostallgäu treibt Regionalentwicklung voran

Neben der "Mächlertradition Pfronten" werden drei Kooperationsprojekte verabschiedet.

Die Lokale Aktionsgruppe Ostallgäu (LAG) hat es sich ganz dick auf die Fahnen geschrieben, die Regionalentwicklung im Landkreis voranzutreiben. Mit Erfolg: Seit 2002 wurden im Ostallgäu mehr als 70 Leader-Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 9 Millionen Euro bewilligt. Das Ostallgäu hat mit einem Gesamtbudget von über 2,4 Millionen Euro eine Spitzenposition bei der Regionalentwicklung in Bayern inne. Nun kommen noch vier weitere Vorhaben dazu.

 

In ihrer jüngsten Sitzung brachte die LAG die vier Projekte "Mächlertradition Pfronten", "Qualitätsverbesserung der Fernwanderwege", "Offensive zur Vermarktung regionaler Produkte auf den Allgäuer Alpen" und "Altes Streuobst neu entdecken" auf den Weg. Nun kann beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten (zuständige Förderbehörde) Antrag auf Genehmigung der Fördermittel in Höhe von rund 160.000 Euro gestellt werden. Die Gesamtkosten für die vier Projekte belaufen sich auf rund 280.000 Euro.

 

"Mächlertradition Pfronten" soll Identität stärken

 

Mit dem Projekt will die Gemeinde Pfronten ihre Tradition stärken. Die Allgäuer Mentalität und Tradition der "Mächler" hat in Pfronten starke Wurzeln. Dieser Teil der Ortsgeschichte ist allerdings kaum aufbereitet und nicht öffentlich dargestellt – die Tradition drohte langsam verloren zu gehen. Diese Gefahr ist nun gebannt. Das Projekt, für das rund 70.000 Euro (50 % Förderung) vorgesehen sind, soll zur Sicherung, Bewahrung und Nutzung dieses einmaligen historisch-kulturellen Potenzials beitragen und auch die Pfrontener Identität stärken. Landrat Johann Fleschhut, Vorsitzender der LAG Ostallgäu, ist von diesem Projekt überzeugt: "Im gesamten Allgäu wird zwar stets die Mächlertradition als Wurzel wirtschaftlicher Stärke beschworen, aber Pfronten ist ein Beispiel dafür, wo sie ursprünglich beheimatet ist und dort soll sie zukünftig wieder erlebbar sein."

 

Offensive: Mehr Allgäuer Produkte auf Berghütten

 

Das Kooperationsprojekt "Qualitätsverbesserung der Fernwanderwege" hat zum Ziel, die Wanderwege deutlich attraktiver zu gestalten und damit mehr Gäste in die Region zu locken. Dies soll durch Verlagerung bestehender Wanderrouten (Lechhöhenweg, König-Ludwig-Weg und Jakobsweg) erreicht werden. Dadurch wird deutlich weniger auf Asphalt gewandert. Außerdem wird die Markierung der Wege somit aktualisiert. Bei diesem Projekt (Gesamtvolumen rund 100.000 Euro, davon 60 % Förderung) arbeiten die beiden Aktionsgruppen Ostallgäu und Auerbergland-Pfaffenwinkel (Projektträger) zusammen.

 

Das Vorhaben "Offensive zur Vermarktung regionaler Produkte auf den Allgäuer Alpen" (Gesamtkosten rund 50.000 € bei 60 % Förderung) ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt der Allgäuer Leadergruppen Ostallgäu, Oberallgäu und Westallgäu. Die Idee: Auf den Allgäuer Alpen und Berghütten sollen verstärkt Allgäuer Produkte etabliert werden. Dadurch sollen regionale Wertschöpfungspotenziale zum Wohle der Produzenten und der Alpen besser genutzt werden. Bei der Zielsetzung und Umsetzung durch den Projektträger Regio Allgäu e.V. sieht das Gremium allerdings noch Verbesserungsbedarf, speziell für das Ostallgäu. So müssten konkrete Ziele definiert werden, fordert die LAG. Beispielsweise müsse laut LAG eruiert werden, wie viele Partner im Ostallgäu zur Mitarbeit gewonnen werden sollen.

 

Das Kooperationsprojekt "Altes Streuobst neu entdecken2 (Gesamtkosten von 59.000 Euro mit 60 % Förderung) knüpft an ein Vorläuferprojekt an, bei dem allgäuweit mehr als 300 regionaltypische Apfel- und Birnensorten kartiert wurden. In der Versuchsstation für Obstbau in Schlachters wurden inzwischen jeweils 84 der gefährdetsten Apfel- und Birnensorten gesichert. Nun werden die Ergebnisse des Projektes im Rahmen einer Wanderausstellung veröffentlicht.

 

Allgemeine Informationen und Konkretes zu den einzelnen Leader-Projekten finden Sie auf der Internetseite der LAG Ostallgäu unter www.leader-ostallgaeu.de.

Mitteilung vom 14.05.2013

Servicestelle „EhrenAmt“ wird verstärkt

Das Ehrenamt hat im Ostallgäu einen besonders hohen Stellenwert. Das Engagement der Ostallgäuer Bürger liegt über dem Bundesdurchschnitt.

Die neue Ehrenamtsbeauftragte Brigitte Pal

Die neue Ehrenamtsbeauftragte Brigitte Pal

Die Förderung des Ehrenamtes ist für den Landkreis daher mit der seit 2006 bestehenden Servicestelle "EhrenAmt" ein besonderes Anliegen. Diese wird nun durch die Diplom-Pädagogin Brigitte Pal in Form einer Vollzeitstelle verstärkt.

 

Angesichts des demografischen Wandels wird die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements in der Gesellschaft immer wichtiger. Der Landkreis Ostallgäu hat als einer der ersten Landkreise die Förderung des Ehrenamtes als eine zentrale Aufgabe gesehen und bereits im Jahr 2006 die Servicestelle "EhrenAmt" eingerichtet. Der Landkreis baut nun sein Angebot für die Ehrenamtlichen mit der Schaffung einer Vollzeitstelle weiter aus – mit Unterstützung des Freistaates Bayern im Rahmen des Förderprojekts "Bürgerschaftliches Engagement".

"Ausbau und Vernetzung ehrenamtlicher Strukturen"

 

Die neue Ehrenamtsbeauftragte des Landkreises, Diplom-Pädagogin Brigitte Pal, bringt das ideale Rüst-zeug mit: Sie hat langjährige berufliche Erfahrung in der Erwachsenenbildung und Sozialberatung. Auch das Ehrenamt war für sie schon immer wichtig: egal ob sozial und kulturell oder sportlich. "Weiteren Ausbau und Vernetzung der ehrenamtlichen Strukturen in den Ostallgäuer Gemeinden und Städten sehe ich als eine meiner Hauptaufgaben.", sagt die Ehrenamtsbeauftragte Brigitte Pal.

 

Jeder zweite Ostallgäuer ehrenamtlich engagiert

Der Engagementbericht der Bundesregierung stützt sich auf den "Engagement-Atlas" der Prognos AG und Generali Deutschland Holding. Demzufolge gibt es im Allgäu überdurchschnittlich viele Menschen, die sich unentgeltlich für andere einsetzen. Zugleich sind überdurchschnittlich viele Bürger bereit, sich (auch) zukünftig zu engagieren. Dabei gibt es große regionale Unterschiede beim Engagement in Deutschland: der Süden ist insgesamt besonders aktiv. Das Allgäu liegt dabei weit über dem Bundesdurchschnitt, an vierter Stelle bei insgesamt 97 Genannten! Das Ostallgäu liegt im Vergleich mit an der Spitze der Allgäuer Land-kreise: Mehr als 50 % der Bürger sind ehrenamtlich tätig.

 

Landratsamt Ostallgäu, Schwabenstraße 11, 87616 Marktoberdorf
Servicestelle EhrenAmt
Tel.: 08342 / 911-290
Fax: 08342 / 911-563
brigitte.pal(at)lra-oal.bayern.de bzw. ehrenamt(at)ostallgaeu.de

Mitteilung vom 07.05.2013

Beginn der flächendeckenden TBC-Untersuchung im Ostallgäu

Die Veterinärbehörde hat in den vergangenen Tagen mit einer flächendeckenden Untersuchung aller Rinder über zwölf Monaten auf Rindertuberkulose begonnen.

Nachdem im Nachbarlandkreis Oberallgäu im vergangenen Jahr aufgrund mehrerer TBC-Ausbrüche eine Reihenuntersuchung eingeleitet wurde, hat das zuständige Staatministerium für Umwelt und Gesundheit Ende März ein Untersuchungsprogramm "Rindertuberkulose in den Landkreisen der Alpenkette" vorgestellt.

 

Für das Ostallgäu bedeutet das die Untersuchung von rund 110.000 Rindern in 2.500 Betrieben. Umgehend nach der Bekanntgabe des Untersuchungsprogramms hat die Veterinärbehörde im Landratsamt mit der Organisation der Untersuchungen begonnen. So wurde unter anderem eine Allgemeinverfügung für alle Rinderhalter erlassen und es wurden bislang rund 40 Tierärzte angestellt, die unter der fachlichen Anleitung des Veterinäramts die Untersuchungen durchführen. Dabei werden den Tieren in einem sogenannten Simultantest zwei Sorten Tuberkulin unter die Haut injiziert und nach drei Tagen wird die allergische Reaktion gemessen.

 

Der Simultantest, der wegen seiner relativ hohen Sicherheit im Ostallgäu seit Beginn der TBC-Ermittlungen eingesetzt wird, ermöglicht den Ausschluss unspezifischer Reaktionen auf Bakterienstämme, die dem Tuberkuloseerreger ähnlich sind. Verdächtige Ergebnisse werden dann durch eine molekularbiologische Untersuchung abgeklärt, die im Regelfall fünf bis sechs Tage dauert.

 

In den ersten beiden Wochen wurden bereits 46 Betriebe mit rund 2.100 Rindern untersucht. Der Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut lobt dabei ausdrücklich die "gute Kooperation zwischen Landwirtschaft, Verwaltung, Jägerschaft, Verbänden und Tierärzten".

 

Die Amtsveterinäre im Ostallgäu hatten schon Erfahrungen mit der TBC, da seit Jahresbeginn rund 2.600 Tiere in 150 Betrieben untersucht wurden, die über Viehhandel oder gemeinsame Benutzung von Alpweiden Kontakt zu den TBC-Ausbrüchen im Nachbarlandkreis hatten. Derzeit sind noch vier Betriebe gesperrt, in denen ein TBC-Ausbruch festgestellt wurde. Vier weitere Betriebe konnten nach Entfernung der erkrankten und verdächtigen Tiere und entsprechender Nachuntersuchung der gesunden Tiere wieder frei gegeben werden. 190 Tiere - davon 181 aus zwei Betrieben - mussten getötet werden, um eine weitere Verbreitung der TBC zu verhindern.

 

Die jetzt begonnene flächendeckende Untersuchung ist einerseits wichtig, um Klarheit über die tatsächliche Verbreitung der Tierseuche zu erlangen. Andererseits müssen die Folgen für die landwirtschaftlichen Betriebe, soweit es lediglich um die Abklärung eines verdächtigen Ergebnisses geht, so gering wie fachlich vertretbar sein.


Landrat Fleschhut fordert daher auch die Einhaltung der notwendigen Rahmenbedingungen für die flächendeckende Untersuchung. "Der Freistaat muss die zügige und effiziente Durchführung seines Untersuchungsprogramms sicherstellen. Die Ankündigung, die Untersuchungskosten nicht mehr zu übernehmen, ist unbedingt nochmals zu überprüfen und kann so nicht stehen bleiben", sagt Fleschhut. Der Landrat fordert zudem, dass die Kosten der für die Aufhebung der Sperrmaßnahmen erforderlichen Nachuntersuchungen von Jungrindern vom Freistaat oder der Tierseuchenkasse übernommen werden.

 

Eine beabsichtigte Verlängerung der TBC-Eilverordnung, welche die bisherige unflexible TBC-Verordnung aus dem Jahr 1997 abgelöst hatte, wird dabei als unerlässlich für die Durchführung der flächendeckenden Untersuchung begrüßt.