Aktuelles Archiv

Mitteilung vom 15.12.2020

Wertstoffhöfe im Landkreis Ostallgäu auch im Lockdown geöffnet

Auch während des verschärften Lockdowns ist die Abfallentsorgung sichergestellt. Sämtliche Wertstoffhöfe haben zu den gewohnten Zeiten geöffnet.

Die Kommunale Abfallwirtschaft weist darauf hin, dass es aufgrund der geltenden Abstands- und Hygieneregeln hin und wieder zu Wartezeiten kommen kann. Den Bürgerinnen und Bürgern wird empfohlen, Fahrten zum Wertstoffhof auf das notwendige Maß zu begrenzen und sich dort so kurz wie möglich aufzuhalten. Auf allen Wertstoffhöfen im Landkreis Ostallgäu gelten Abstandsgebote und die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Mitteilung vom 15.12.2020

Wertstoffcontainer werden immer häufiger als Müllhalde missbraucht

Um Altglas, Altkleider oder Weißblech zu entsorgen, müssen die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Ostallgäu nicht unbedingt zum Wertstoffhof fahren.

Wilde Ablagerung hinter Wertstoffcontainern. Foto: Petra Kranz

Wilde Ablagerung hinter Wertstoffcontainern. Foto: Petra Kranz

Sie können auch die wohnortnahen Sammelcontainer nutzen. Immer häufiger werden die frei zugängliche Containerstandorte jedoch als Müllhalde missbraucht. Abgeladen wird alles, was nicht mehr benötigt wird: Kaputtes Kinderspielzeug, altes Geschirr, aber auch Säcke mit alltäglichem Rest- oder Biomüll landen neben, hinter oder zwischen den Containern. Das erschwert nicht nur die ordnungsgemäße Entsorgung der Wertstoffe, die hier gesammelt werden sollen, sondern beeinträchtigt auch das Ortsbild. Das Landratsamt weist darauf hin, dass Personen, die Gegenstände neben Wertstoffcontainer hinterlassen, eine Ordnungswidrigkeit begehen. Ordnungswidrig handelt auch, wer andere als die auf den Containern angegebenen Abfälle einwirft.

Mitteilung vom 11.12.2020

Betreiber für Impfzentren in Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren gefunden

Der BRK Kreisverband Ostallgäu übernimmt die Aufgabe des Betriebes der beiden Impfzentren.

„Mit dem Roten Kreuz haben wir einen verlässlichen und kompetenten Partner gewonnen, der auch in der Lage ist flexibel auf die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen zu reagieren“, stimmen Landrätin Maria Rita Zinnecker und Oberbürgermeister Stefan Bosse überein.
 
Auch wenn es anderslautende Berichte über die Verfügbarkeit des Impfstoffs gibt, hält die Bayerische Staatsregierung am Auftrag an die Kreisverwaltungsbehörden fest, dass die Impfzentren und mobilen Impfteams bis Mitte Dezember betriebsbereit sein sollen. Im Landkreis Ostallgäu wird derzeit eine ehemalige Gewerbehalle in Marktoberdorf entsprechend umgebaut. In Kaufbeuren laufen die Umbauarbeiten in einem ehemaligen Lebensmittelmarkt in zentraler Lage in der Nähe von Busbahnhof und Parkhaus am Kunsthaus in der Alten Weberei. Der BRK Kreisverband Ostallgäu wird beide Impfzentren betreiben und hat dazu eine Vereinbarung mit den beiden Verwaltungsbehörden abgeschlossen.
 
Dezentrale Verimpfung über niedergelassene Ärzte in dritter Phase
 
Damit stehen in der Region zwei zentrale Impfzentren zur Verfügung. Daneben werden vom BRK mindestens zwei mobile Impfteams für den Landkreis und ein Impfteam für die Stadt aufgestellt. Die Bürgerinnen und Bürger im nördlichen Landkreis können sich im Impfzentrum in Kaufbeuren impfen lassen. Die mobilen Impfteams sollen die Impfungen vor Ort durchführen, in Einrichtungen wie beispielsweise Alten- und Pflegeheimen. In den Impfzentren und den mobilen Impfteams werden Ärzte, medizinisches Assistenzpersonal und Verwaltungskräfte eingesetzt. Es findet eine allgemeine und individuelle Impfaufklärung durch einen Arzt statt. Die Impfung selbst findet nach Delegation des Arztes durch medizinisch qualifiziertes Fachpersonal statt. Da die Impfung voraussichtlich im Abstand von zwei bis drei Wochen wiederholt werden muss, wird über die Impfzentren auch bereits ein Wiederholungstermin vereinbart. Die Bayerische Impfstrategie sieht in einer ersten Phase eine gezielte Impfung besonders vulnerabler Gruppen über die zentralen Impfzentren und mobilen Impfteams vor. Die Priorisierung richtet sich nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission und noch zu erstellenden Richtlinien des Gesundheitsministeriums. Diese werden dann vor Ort konkret umgesetzt. In dieser Phase wird es voraussichtlich noch nicht möglich sein, Termine ohne Vorauswahl an Impfwillige auf Anmeldung hin zu vergeben. Dies wird in einer zweiten Phase dann über die Impfzentren möglich sein. Erst in einer dritten Phase erfolgt dann auch eine breite, dezentrale Verimpfung über niedergelassene Ärzte. Der Zeitplan ist dynamisch und hängt maßgeblich davon ab, wieviel Impfstoff verfügbar ist.
 
In der Planung gehen die Verantwortlichen von rund 600 Impfungen täglich aus, die über die beiden Impfzentren und die mobilen Impfteams durchgeführt werden können. Es wird möglich sein, dass die Impfzentren an sieben Tagen in der Woche geöffnet sind. Die Öffnung und der Ablauf hängen aber auch von der Art und Menge des angelieferten Impfstoffs ab. Einer der Impfstoffe muss aufgrund besonderer Kühlbedingungen zum Beispiel in drei bis vier Tagen nach Anlieferung verimpft sein. Hier kann über einen gemeinsamen Betreiber und den Austausch zwischen den Impfzentren sichergestellt werden, dass kein Impfstoff verworfen werden muss.
 
Blumtritt wird gemeinsamer Ärztlicher Leiter für die Impfzentren
 
Als gemeinsamer Ärztlicher Leiter für die Impfzentren in Stadt und Landkreis wurde der Mediziner Gregor Blumtritt gewonnen. Blumtritt ist bereits seit Beginn der Corona-Pandemie als Fachberater in den Führungsstäben vertreten und als sogenannter Koordinierender Arzt für Stadt und Landkreis bestellt. Der Ärztliche Leiter ist Koordinator und Ansprechpartner der eingesetzten Ärzte und des medizinischen Personals und kümmert sich unter anderem um die Bestellung von Impfdosen und medizinischen Materials sowie den reibungslosen Ablauf des Impfprozesses in medizinischer Hinsicht.

Mitteilung vom 09.12.2020

Moderate Tariferhöhung im Ostallgäuer Buslinienverkehr

Die Verkehrsunternehmer der Ostallgäuer Verkehrs Gemeinschaft (OVG) erhöhen den Bustarif ab dem 1. Januar 2021 um durchschnittlich rund 3,5 Prozent.

Der Bus-ÖPNV im Ostallgäu wird um durchschnittlich rund 3,5 Prozent teurer.

Der Bus-ÖPNV im Ostallgäu wird um durchschnittlich rund 3,5 Prozent teurer.

Diese moderate Erhöhung nach 18 Monaten ist notwendig, um die Kostenentwicklung in der Busbranche abzufangen.

 

Die Tariferhöhung wurde bereits durch die Regierung von Schwaben geprüft und genehmigt. Die neuen Preise der einzelnen Fahrscheine können auf den Internetseiten der Busunternehmer (www.rba-bus.de  www.rva-bus.de, www.vg-kirchweihtal.de) eingesehen und im Service-Zentrum Kaufbeuren unter Telefon 08341 809519 erfragt werden.

Mitteilung vom 03.12.2020

Ab 13. Dezember: Fahrplanwechsel bei Bussen und Zügen im Ostallgäu

Auf den Bus- und Zug-Linien im Ostallgäu und in Kaufbeuren gilt ab Sonntag, 13. Dezember 2020, ein neuer Fahrplan.

Die neuen Fahrplanhefte sind bei den Verkehrsunternehmern und beim ServiceZentrum am Plärrer in Kaufbeuren erhältlich.

Auch auf der Internetseite des Landkreises unter www.ostallgaeu.de/oepnv und unter www.bahn.de sind die Fahrpläne zu finden. Neben den Abfahrzeiten ändert sich auf manchen Verbindungen auch der Streckenverlauf.

Mitteilung vom 03.12.2020

Inklusion – jetzt erst recht! Was die Lebenshilfe Ostallgäu zum Welttag für Menschen mit Behinderung fordert.

Der internationale Welttag für Menschen mit Behinderung wird seit 1993 jedes Jahr am 3. Dezember begangen.

Der internationale Welttag für Menschen mit Behinderung wird seit 1993 jedes Jahr am 3. Dezember begangen.

Die Lebenshilfe Ostallgäu begleitet in der Region Menschen mit Behinderung vom Kindesalter an über alle Lebensphasen hinweg.
 
Intensive Monate liegen hinter dem Team der Lebenshilfe. Pandemie-bedingt galt und gilt es, alle Dienste und Einrichtungen mit möglichst geringen Einschränkungen am Laufen zu halten. „Wir möchten aber nicht alles von diesem Thema bestimmen lassen, und vor allem nicht unser Kernziel aus den Augen verlieren: Die vollumfängliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung", beschreibt Ralf Grath, einer der drei Lebenshilfe-Geschäftsführer, die Haltung der Organisation in dieser Ausnahmesituation. Nicht trotz, sondern gerade wegen der Pandemie sei es wichtig, sich zu positionieren. „Wir haben an vielen Stellen die Erfahrung gemacht, dass im Zuge der Pandemie-Bekämpfung sehr viel über Menschen mit Behinderung gesprochen wurde – aber nicht mit ihnen.“ Daraus zeige sich schmerzlich, dass die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft noch längst nicht verankert sei. Auch der Bundesverband der Lebenshilfe wählt deutliche Worte zum Welttag am 3. Dezember: Die mühsam erreichte Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung dürfe durch Corona nicht in Frage gestellt werden.
 
Menschen mit Behinderung würden häufig pauschal als eine Gruppe erfasst und mit dem Label „Risikopersonen“ versehen. Dabei gerate aus dem Blick, dass jeder Mensch mit Behinderung ganz individuelle Ressourcen und Risiken hat. Und eben nicht einfach „behindert“ ist. Gleichzeitig sind aber viele Menschen mit Behinderung besonders vulnerabel – allein deshalb, weil immer noch viele Menschen mit Behinderung in größeren Einrichtungen gemeinsam leben und arbeiten. Und überall da, wo es viele Begegnungen gibt, steigt das Infektionsrisiko. „Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe bedeutet sowohl Chance als auch Risiko,“ argumentiert Klaus Prestele, weiterer Geschäftsführer, den Blick auf die Gesamtausrichtung der Lebenshilfe Ostallgäu, unabhängig von Corona.
 
Konkurrenz zum Bewährten
 
Im ganzen Ostallgäu gibt es die Sondereinrichtungen der Lebenshilfe, die einen besonderen und wertvollen Raum des Schutzes und der Förderung darstellen. „Und diese Räume braucht es auch weiterhin,“ darin sind sich die Geschäftsführer der Lebenshilfe sicher. Gleichzeitig baut die Lebenshilfe aber auch Alternativen zu diesen Sondereinrichtungen auf. Das klare Ziel: Inklusion von Anfang an verwirklichen und teilweise auch in Konkurrenz zum Bewährten stellen. So zum Beispiel die Projekte zur Inklusion am Arbeitsmarkt, die Menschen mit Behinderung dabei unterstützen, aus den Werkstätten hinaus in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis zu gelangen. „Dieses Spannungsfeld ist für uns als Organisation nicht einfach auszuhalten. Doch nur so können wir das wichtigste Ziel der Inklusion erreichen: Wahlfreiheit und Selbstbestimmung“, sieht Claudia Kintrup, Dritte im Bunde des Geschäftsführungs-Trios, dieses Verhältnis. Mit Spannungsfeldern und Unsicherheiten müsse man beim Thema Inklusion aber umgehen lernen. Denn Inklusion heißt auch, Grenzen und Kategorien zu überdenken und abgesteckte Felder zu verlassen. Hierbei setzt die Lebenshilfe Ostallgäu auf eine wichtige Ressource: Denn die Organisation ist nicht nur in dem abgesteckten Feld der Eingliederungshilfe, der klassischen Arbeit für Menschen mit Behinderung, tätig. Auch die Kinder- und Jugendhilfe macht einen großen Teil der Dienste aus. Diese haben mit dem Thema Behinderung nur bedingt Berührungen: Jugendsozialarbeit an Schulen, Unterstützung bei Erziehungsschwierigkeiten. Aber auch die verstärkte Tätigkeit als Kita-Träger im Ostallgäu oder die medizinisch-therapeutischen Leistungen, die in und außerhalb der Lebenshilfe angeboten werden. An manchen Einrichtungen wird auch klar, wie fließend die Übergänge zwischen Behinderung und Nicht-Behinderung sind. Klassisch sind hierbei die Interdisziplinären Frühförderstellen zu nennen, die mit Kindern zwischen der Geburt und sechs Jahren arbeiten. Die meisten dieser Kinder haben eine Entwicklungsverzögerung, die durch therapeutische Intervention behebbar ist und sich keine manifeste Behinderung entwickelt.
 
Gerade in dieser herausfordernden Zeit setzt sich die Lebenshilfe Ostallgäu für mehr Inklusion in der Region ein. Um Menschen mit Behinderung weiterhin den Rahmen geben zu können, den sie individuell benötigen, sei die Organisation auf Spenden angewiesen, so die Geschäftsführer. „Jede Unterstützung wirkt – direkt vor Ort in unserer Region und in dieser Ausnahmesituation mehr denn je.“

Mitteilung vom 03.12.2020

Sieben neue Elternbegleiterinnen beraten ab sofort Familien in der Region

Sieben neue Elternbegleiterinnen haben ihre Weiterqualifikation in Westendorf abgeschlossen.

von links, hintere Reihe: S. Oberhofer, D. Wittwer-Klotz, D. Schäfer, U. Schmalholz, A. Trautwein, Bank: Barbara Severin (Referentin), Rainer Keller (Referent), vordere Reihe: A. Zech, B. Berchtold

Elternbegleiter*innen fungieren auch in Zeiten der Corona-Pandemie als Bindeglied zwischen den Familien und den Bildungseinrichtungen. Ein Hauptmerkmal in der Beratung ist die „Ressourcenorientierung“. Es geht immer darum, die Stärken und Potenziale der Familien mit im Blick zu haben. Die bundesweite Weiterqualifizierung hat bereits zum dritten Mal in Folge im Ostallgäu stattgefunden, knapp 60 Teilnehmende wurden so in der Region qualifiziert. Auch in 2021 findet wieder ein Kurs in Westendorf statt.

Die neuen Elternbegleiterinnen sind Bettina Berchtold aus dem Kindergarten An der Buchel Marktoberdorf, Sandra Oberhofer aus der Katholischen Kindertagesstätte Herz Jesu Kaufbeuren, Daniela Schäfer aus der Katholischen Kindertagesstätte St. Anton Lechbruck am See, Anna Trautwein aus Buchloe, Doris Wittwer-Klotz aus dem Katholischen Kindergarten St. Gabriel Füssen und Anna Zech aus dem Kindergarten „Die Fußstapfen“ Günzach. Außerdem nahm Ursula Schmalholz aus der Inklusiven Kindertagesstätte Bavaria Kempten an der Weiterqualifikation teil.

Die Qualifizierung „Elternbegleiter*in“ wird im Rahmen des Bundesprogrammes „Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen“ durch das Bundesministerium für Familien, Senioren und Jugend und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Fragen zur Qualifizierung beantwortet Isabel Costian von der Familienbildungsstelle Ostallgäu (Telefon 08342 911-510, E-Mail familienbildung@lra-oal.bayern.de, www.familie-ostallgaeu.de)

Mitteilung vom 02.12.2020

Angehende Landwirt*innen leisten auf Schulgelände Beitrag zur Biodiversität

Die Landwirtschaftsschüler*innen haben vor ihrer Schule ein kleines Streuwiesenbiotop geschaffen.

Landwirtschaftsschüler*innen von der Staatlichen Berufsschule Ostallgäu haben kürzlich ihre Wildblumenwiese vor dem Schulgebäude um sechs Obstbäume alter Sorten ergänzt.

 

Landsberger Renette, Jakob Fischer, Roter Boskoop, Williams Christ, Große Grüne Reneklode, Mirabelle von Nancy – so heißen die Obstbäume, die einen neuen Platz am Mühlsteig in Marktoberdorf gefunden haben. Die Klasse AG 10b der Staatlichen Berufsschule Ostallgäu hat gemeinsam mit ihrem Lehrer Josef Herz das Fach Ökologie und Umwelt dazu genutzt, aktiv zur Förderung der Biodiversität beizutragen.
 
Flächen mit speziellem Saatgut eingesät
 
Streuobstwiesen sind sehr wertvolle Biotope. Sie bieten einer Vielzahl von Insekten Nahrung und Lebensraum. Das reiche Blütenangebot wird durch die extensive Pflege der Wiese noch unterstützt. Die Schüler*innen säten nach der Pflanzung hierfür extra noch Flächen mit speziellem Saatgut ein. Finanziert wurden die Bäume und das Saatgut im Rahmen eines Projekts des Landkreises zur Förderung der Artenvielfalt und Biodiversität an kreiseigenen Liegenschaften. „Ich freue mich sehr, dass die Schülerinnen und Schüler mit so einer Freude ans Werk gehen und hier einen aktiven Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leisten“, sagt Sarah Sagemann von der Unteren Naturschutzbehörde. Die Schulleiterin Ulrike Devries pflichtet ihr bei: „Die Ausbildung der Landwirte an der Berufsschule zeigt, dass heute Landwirtschaft Hand in Hand geht mit Landschaftspflege, Erhaltung von alten wertvollen Kulturpflanzen und mit Klimaschutz.“
 
Wenn die Bäume etwas größer sind, sollen auch noch Nistkästen für Vögel angebracht werden. Nun hoffen alle, dass die Bäume gut anwachsen und bald Früchte tragen, die wiederum von der Hauswirtschaftsklasse verarbeitet werden sollen.

Mitteilung vom 01.12.2020

Erste Weichenstellungen für Senioren- und Pflegeheim in Waal erfolgt

Das Senioren- und Pflegeheim eine grundlegende Sanierung, Modernisierung und Weiterentwicklung. Die Verwaltung soll nun mögliche Varianten evaluieren.

Der Ausschuss für Soziales hat sich in seiner heutigen Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Verwaltung mögliche Varianten für die künftige Entwicklung des Senioren- und Pflegeheims am Standort in Waal eingehender beleuchtet. „Der Standort in Waal stand nie zur Disposition, im Gegenteil wir planen hohe Investitionen. Gefragt sind innovative und zukunftsfähige Konzepte zum Wohl unserer Bewohner und Mitarbeiter“, stellt Landrätin Maria Rita Zinnecker klar.
 
Das Senioren- und Pflegeheim in Waal benötigt eine grundlegende Sanierung, Modernisierung und Weiterentwicklung. Hier kommt auch die aktuelle Pflegebedarfsermittlung des Landkreises ins Spiel, die moderne Wohnformen, neue Pflegekonzepte und Angebote fordert. Dies will der Landkreis in Waal auch umsetzen und hat dazu verschiedene Varianten als Planungsideen erstellen lassen. „Alle Varianten sehen eine Weiterentwicklung des Heimes in Waal vor, dies war von Beginn an die Grundvoraussetzung für die vorgestellten Konzeptentwürfe. Nun gilt es die Umsetzbarkeit detailliert mit Fakten und Fördermöglichkeiten zu untermauern, damit wir uns ein Bild über die Finanzierung machen können,“ erklärt Zinnecker die nächsten Schritte. Moderne und zeitgemäße Angebote sind gerade für die Bewerbung um Fördermittel unabdingbar.
 
„Angebot, das für unsere Bewohner bezahlbar bleibt“
 
Welche Variante tatsächlich umgesetzt werden soll, hängt dann von verschiedenen Parametern ab. Mitwirkung des Marktes Waal, Grundstücksfragen, Förderungen und natürlich den Baukosten, die sich auch auf die Pflegesätze auswirken, müssen intensiv und detailliert betrachtet werden. Dazu erklärt Landrätin Zinnecker: „Wir wollen modernisieren und innovative Konzepte verfolgen, müssen aber auch im Auge behalten, dass wir als Landkreis ein Angebot haben, das für unsere Bewohner bezahlbar bleibt.“
 
Nachdem nun umfangreiche Arbeiten für die Klärung anstehen, sollen im Laufe des Jahres 2021 die Ergebnisse vorliegen, die dann im Gremium diskutiert werden. Um die heutigen Ergebnisse zu verdeutlichen und auf die öffentliche Berichterstattung zu reagieren, verabschiedete der Ausschuss für Soziales am Ende der Sitzung eine Resolution, die ein klares Bekenntnis zum Standort in Waal ist und mit den bisher in Umlauf gebrachten Spekulationen über eine Schließung des Heims endgültig aufräumt.

Mitteilung vom 30.11.2020

Sammelstellen für Gartenabfälle machen Winterpause

Von Mitte Dezember bis Ende Februar bleiben die Sammelstellen in Buchloe, Friesenried, Marktoberdorf, Nesselwang, Obergünzburg und Roßhaupten geschlossen.

Gartenabfälle. Bild: Landkreis Ostallgäu

Gartenabfälle. Bild: Landkreis Ostallgäu

Der Endspurt für die Entsorgung von Laub und Schnittgut aus Privatgärten hat begonnen: Von Mitte Dezember bis Ende Februar bleiben die Sammelstellen für Gartenabfälle in Buchloe, Friesenried, Marktoberdorf, Nesselwang, Obergünzburg und Roßhaupten geschlossen. Gleichzeitig endet die Grüngutannahme an den meisten Wertstoffhöfen.
 
Bürgerinnen und Bürger, die während der Wintermonate Gartenabfälle entsorgen möchten, können sich an die Futtertrockungsanlage in Germaringen-Ketterschwang und an die Füssener Kompostieranlage wenden. Kleinmengen bis zu einem Viertel Kubikmeter nehmen auch die Wertstoffhöfe in Marktoberdorf und Oberostendorf entgegen.
 
Zwischen Weihnachten und 30. Januar werden an allen Wertstoffhöfen, die über die Sommermonate mit Grüngutcontainern ausgestattet sind, ausrangierte Christbäume gesammelt.
 
Sollte es vor dem 15. Dezember zu einem Wintereinbruch kommen, wird der Termin für die Schließung der Grüngutsammelstellen vorverlegt. Die Kommunale Abfallwirtschaft wird einige Tage zuvor darüber informieren.

Mitteilung vom 30.11.2020

Impfzentrum für das Ostallgäu entsteht im Marktoberdorfer Norden

Der Standort für das Corona-Impfzentrum für den Landkreis Ostallgäu ist gefunden: Im Marktoberdorfer Norden wird eine Gewerbehalle umgebaut.

Nach intensiver Suche ist Landrätin Maria Rita Zinnecker froh, dass die Standortfrage nun geklärt ist: „Die umgebaute Halle bietet das beste Gesamtpaket für die uns gestellten Anforderungen und liegt zentral im Landkreis.“
 
Laut Bayerischem Gesundheitsministerium könnten in Bayern schon Mitte Dezember Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 zur Verfügung stehen. Die Landratsämter in Bayern wurden daher beauftragt, bis Mitte Dezember je ein Impfzentrum pro Landkreis sowie sogenannte Mobile Impfteams aufzustellen. Die Mobilen Impfteams sollen die Impfungen vor Ort durchführen, in bestimmten Einrichtungen wie zum Beispiel Alten- und Pflegeheimen oder bei vulnerablen Personen an deren Wohnsitz.
 
Die Ausschreibung des Betriebs der Impfzentren und Mobilen Impfteams wird gemeinsam mit der Stadt Kaufbeuren erfolgen, die ebenfalls aufgefordert ist, ein Impfzentrum in der Stadt zu errichten. Eine Schwierigkeit bei den Vorbereitungen sind derzeit noch die sich ständig ändernden Vorgaben des Gesundheitsministeriums beispielsweise hinsichtlich Kapazität und Öffnungszeiten der Impfzentren. Die Impfzentren und Mobilen Impfteams übernehmen in der Anfangszeit staatlich gesteuert die Verteilung des zunächst noch nicht in großen Mengen verfügbaren Impfstoffs. Die Priorisierung richtet sich nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission und noch zu erstellenden Richtlinien des Gesundheitsministeriums. Diese werden dann vor Ort konkret umgesetzt. In einer späteren Phase soll dann die Impfung – wie üblich – durch die niedergelassenen Ärzte erfolgen. Die Impfzentren werden auch die vom Freistaat bereit gestellten Impfstoffe entgegennehmen und bis zur Impfung lagern.
 
Task-Force im Landratsamt übernimmt Vorbereitungen
 
Landrätin Zinnecker sieht in den angekündigten Impfstoffen eine Chance, wieder zu mehr Normalität zurückkehren zu können, wenngleich dies auch kein schneller Weg sein wird. „Es wird eine Zeit geben, in der die Beschränkungen zum Schutz und die Impfung der Bevölkerung parallel laufen“, sagt Zinnecker. Der Erfolg werde letztlich auch von der Bereitschaft von ausreichend Bürger*innen abhängen, sich in den kommenden Monaten freiwillig impfen zu lassen. Um die Herausforderung zu bewältigen, innerhalb von gerade einmal vier Wochen betriebsbereite Impfzentren zu errichten, begann eine Task-Force im Landratsamt umgehend mit den Vorbereitungen. „Die Hauptaufgabe war, einen Standort zu finden, der den Anforderungen des Ministeriums genügt“, sagt Zinnecker. Erreichbarkeit, Winterbetrieb, Größe, Einbahnsystem, Barrierefreiheit waren dabei die Kernthemen. Zudem gilt es einen Betreiber zu gewinnen, der das erforderliche Personal wie Ärzte, medizinisches Fachpersonal, Verwaltungsmitarbeiter und die Dokumentation gewährleisten kann.

Mitteilung vom 27.11.2020

Kranke Bäume: Landkreis sorgt für Sicherheit an Kreisstraßen und Radweg

Der Landkreis Ostallgäu gewährleistet als Unterhaltsträger für die Kreisstraßen und kreiseigenen Radwege die Verkehrssicherheit seiner Wege.

Daher müssen dort von Zeit zu Zeit kranke und beschädigte Bäume und Sträucher zurückgeschnitten oder entnommen werden. In den nächsten Wochen wird mit den Arbeiten begonnen. Neben Kreisstraßen wird ein Schwerpunkt der Dampflokradweg im Bereich der Gemeinde Kaltental bei Aufkirch und Frankenhofen und bei der Gemeinde Osterzell sein. Gefällte Bäume ersetzt der Landkreis durch die Pflanzung an anderer Stelle.
 
Die Dampflokrunde ist eine bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebte Radstecke auf der ehemaligen Bahnlinie zwischen Kaufbeuren und Schongau. Um die Verkehrssicherheit dieser mitunter stark frequentierten Strecke zu gewährleisten, erledigt der Kreisbauhof in der kommenden Zeit Baumpflege- und Fällarbeiten. Schwerpunkt der Arbeiten wird der Abschnitt zwischen Aufkirch und Osterzell sein. Entnommen werden vor allem Eschen, die durch das Eschentriebsterben – eine Pilzkrankheit, die zum Absterben der Bäume führt – geschwächt und daher nicht mehr verkehrssicher sind. Hierzu fand im Vorfeld auch eine Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde statt.
 
110 neue Bäume und 300 Sträucher gepflanzt
 
Der Landkreis kommt damit seiner Verkehrssicherungspflicht als Eigentümer nach. Die Maßnahmen dienen primär dem Schutz der Radwegenutzer. Außerdem unterstützt die Gehölzentnahme an dieser Stelle auch den Artenschutz. Denn an dem ehemaligen Bahndamm haben sich sogenannte Kalkmagerrasen entwickelt. Dieser vom Naturschutzrecht geschützte Lebensraum beherbergt eine Vielzahl an seltenen Tieren und Pflanzen, die perfekt an diesen mageren, trocken-warmen Standort angepasst sind. Wird der Bewuchs durch Bäume und Sträucher zu dicht, wird der Lebensraum dieser Arten beeinträchtigt. Die Böschung der ehemaligen Bahnlinie bildet außerdem auch eine wichtige Verbindungsachse für weitere trockenheitsliebende Tiere und Pflanzen, die hierüber neue Lebensräume besiedeln können. Diese Funktion wird durch ein zu starkes Gehölzaufkommen eingeschränkt.
 
Der Landkreis Ostallgäu hat sich in einer freiwilligen Selbstverpflichtung dazu bereit erklärt, gefällte Bäume an anderer Stelle zu ersetzen. So wurden allein diesen Herbst bereits 110 neue Bäume und 300 Sträucher gepflanzt.

Mitteilung vom 26.11.2020

Bauarbeiten an der Kreisstraße OAL 8 zwischen Halblech und Prem

Die Strecke ist daher vom von Dienstag, 1. Dezember, bis Freitag, 11. Dezember 2020, komplett für den Verkehr gesperrt.

Die Umleitung erfolgt über Lechbruck, Steingaden, Trauchgau und Halblech. Eine Umleitungsbeschilderung wird aufgestellt. Für Anlieger ist die Zufahrt möglich. Der Landkreis Ostallgäu bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis.

 

Bei schlechter Witterung kann sich die Maßnahme verschieben.

Mitteilung vom 24.11.2020

Mit 57 Obstbäumen die bedeutsame Streuobstkultur im Landkreis gefördert

Fünf Gartenbauvereine wurden bei der Anschaffung von Obsthochstämmen unterstützt. Jeder Baum wurde vom Kreisverband mit zehn Euro bezuschusst.

Streuobstwiese in Irsee. Bild: Landratsamt Ostallgäu

Streuobstwiese in Irsee. Bild: Landratsamt Ostallgäu

Zum zweiten Mal hat der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Ostallgäu seine Streuobstaktion in Zusammenarbeit mit der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Ostallgäu organisiert und fünf Gartenbauvereine bei der Anschaffung von insgesamt 57 Obsthochstämmen unterstützt. Mit der Aktion wird die kulturhistorisch und ökologisch bedeutsame Streuobstkultur im Landkreis gefördert.
 
Vor kurzem fand am Landkreis-Bauhof in Marktoberdorf die Verteilung der bestellten Obstbäume an die Gartenbauvereine statt. Es handelte sich vorwiegend um Apfelbäume und einige Birnbäume, die durch ihre robuste Art das relativ raue Klima mit den Höhenlagen des Ostallgäus gut verkraften. Im Angebot waren die Apfel-Sorten Schöner aus Herrnhut, Schöner aus Wiltshire, Josef Musch, Doppelter Prinzenapfel, Borowinka, Jakob Lebel, Jochenbacher und Rebella sowie die Birnensorten Köstliche aus Charneux, Madame Verté, Harrow Delight, Hofratsbirne und Bayerische Weinbirne. „Für Obstgehölze als Wurzelware ist im Herbst die beste Pflanzzeit, da der Boden noch erwärmt ist und so rasch viele neue Feinwurzeln gebildet werden. Somit ist der Anwachserfolg gut und der Gießaufwand wird geringer sein“, erklärt David Schäling von der Kreisfachberatung.
 
Große Bedeutung als Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen
 
Jeder Baum wurde vom Kreisverband mit zehn Euro bezuschusst. Sinn der nach 2017 nun zum zweiten Mal durchgeführten Aktion ist es, mit größeren Sammelbestellungen die Pflanzung von Obstbäumen und die Anlage neuer Streuobstbestände im Ostallgäu auszuweiten. Einst war das Landschafts- und Ortsbild der Region geprägt von zahlreichen Obstbäumen. Diese stellten nicht nur einen festen Bestandteil der Nahrungsmittelversorgung dar, sie haben vor allem bei älteren Bäumen und Beständen eine große Bedeutung als Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Zudem sind Obstwiesen nicht nur eine Augenweide, gerade viele der alten Sorten besitzen einen vorzüglichen Geschmack und sind dazu auch besonders verträglich, speziell für Allergiker. Über die nächste Streuobstaktion informiert die Kreisfachberatung die Gartenbauvereine rechtzeitig. Jederzeit berät die Kreisfachberatung alle Interessierten rund um die Themen Sortenauswahl, Standort, Pflanzzeit und auch die Pflege von Obstbäumen.
 
Kontakt: Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt, Schwabenstraße 11, 87600 Marktoberdorf – Birgit Wehnert: 08342 911-380, David Schäling: 08342 911-326

Mitteilung vom 23.11.2020

Projekt 1000 Schulen: Ostallgäuer Spender schenken Zukunft in Namibia

Für den Bau einer Schule in Namibia hat Landrätin Maria Rita Zinnecker 42.420 Euro Spendengeld an Reiner Meutsch von der Stiftung Fly & Help übergeben.

Reiner Meutsch und Landrätin Maria Rita Zinnecker, Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Reiner Meutsch und Landrätin Maria Rita Zinnecker, Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Die Spenden stammen zum größten Teil von Ostallgäuer Bürgern und der lokalen Wirtschaft. Der Schulbau ist für Zinnecker ein wichtiges Zeichen der weltweiten Solidarität und ein beeindruckendes Ergebnis dieser Aktion. 
 
Reiner Meutsch, begeisterter Hobby-Flieger und Initiator der Stiftung Fly & Help, freut sich über den Spendenscheck aus dem Ostallgäu. Damit kann im Norden Namibias ein Gebäude mit zwei Klassenräumen für eine Grundschule gebaut und die Bildungssituation der Kinder aus dem Dorf Ovijere und der weiteren Umgebung deutlich verbessert werden. Möglich wurde dieser Erfolg, weil sich in einer Gemeinschaftsaktion viele Ostallgäuer Bürger und die lokale Wirtschaft an dem bundesweiten Projekt: „1000 Schulen für unsere Welt“ beteiligten, betont Zinnecker. Besonders schön war für sie, dass dieser hohe Betrag nicht das Ergebnis weniger Einzelspenden war, sondern dass sich sehr viele Menschen an dieser Aktion beteiligt haben. Dies zeige, dass sich die Ostallgäuer Bürger mit den Nöten der Welt solidarisch fühlen und ihren Beitrag für eine gerechtere Welt leisten wollen.
 
Zinnecker hätte sich gerne bei allen Spendern persönlich bedankt. Aufgrund der staatlich gültigen Datenschutzrichtlinien ist es Fly & Help aber nicht möglich, die Namen der Spender dem Landratsamt mitzuteilen, da es sich um individuelle, personenbezogene Daten handelt. „Leider sind uns daher nur wenige Bürger und Unternehmen bekannt, die auf das Landkreis-Konto bei Fly & Help gespendet haben. Ich bedauere das sehr“, erklärt Zinnecker und ergänzt: „Unser ursprünglicher Plan war, dass wir uns bekannte Spender zur Spendenübergabe einladen und damit unsere vielen Spender zumindest stellvertretend würdigen, aber Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Auch Meutsch findet dies sehr schade und erklärt: „Hinter jeder Spende steht ja ein Mensch und eine Motivation, anderen zu helfen.“ Der Austausch sei daher immer für alle bereichernd. Durch die Corona-Krise besonders hart getroffen sind vor allem die Entwicklungsländer, wie Meutsch aus unzähligen weltweiten Kontakten weiß. Zinnecker will daher das Landkreiskonto bei der Stiftung Fly & Help nicht schließen, auch wenn die Aktion offiziell für den Landkreis beendet sei. „Es darf daher gerne weiter gespendet werden“, sagt Zinnecker und weist darauf hin, dass für weitere Maßnahmen schon der Grundstock gelegt sei, da die Spenden den benötigten Betrag für den Schulbau um 5.000 Euro übersteigen. Meutsch hat schon eine Idee für den Einsatz dieses Geldes: „Denn aufgrund der weiten Wege brauchen wir für die Region Ovijere, die mitten im afrikanischen Busch liegt, dringend ein Hostel und eine Schulküche.“ Seiner Erfahrung nach gibt es keine bessere Investition, als die in Bildung. „Jeder Euro kommt bei unserer Stiftung zu 100 Prozent in den Projekten an“, versichert Meutsch.
 
Spendenkonto des Landkreises Ostallgäu bei der Stiftung Fly & Help
 
IBAN: DE 94 5739 1800 0000 0055 50
BIC: GENODE51WW1, Westerwald Bank eG
Verwendungszweck 1: LK Ostallgäu
Verwendungszweck 1: Name und Adresse des Spenders
(Bitte zur Ausstellung einer Spendenbescheinigung angeben)
  
Die Reiner Meutsch Stiftung „Fly & Help” trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).
 
Weitere Informationen finden Sie unter:

 

Bestehende Schule in Ovijere 
 

  • Ovijere liegt im Norden von Namibia, ungefähr 18 Kilometer von Okanguati und ca. 124 Km von Opuwo entfernt mitten im afrikanischen Busch
  • Keine Infrastruktur, kein Handyempfang
  • Derzeit gibt es in Ovijere an der Schule zwei Lehrer*innen und rund 90 Schüler. Die Schule ist eine Grundschule, die von der ersten Klasse bis zur sechsten Klasse reicht. Die Schüler kommen zu 90 Prozent aus der Ovahimba Community, die restlichen 10 Prozent sind Zemba. Beide Bevölkerungsgruppen sind Halbnomaden.
  • Die bisherige Schule besteht aus einem Unterschlupf aus Holz und bietet keine sichere Lernumgebung. Auch verbleiben die Kinder nachts an der Schule und schlafen auf dem nackten Erdboden, da es keine sonstige Beherbergung gibt.
  • Das Gebäude mit den Klassenräumen stellt in Ovijere die erste Hilfsmaßnahme dar und sollte ursprünglich 39.200 Euro kosten, coronabedingt haben sich die Baukosten auf 37.400 Euro reduziert. Der Überschuss von 5.000 Euro wird für den weiteren Ausbau und damit den Bau eines Hostels/Schulküche weitergereicht.
  • Mit dem Bau wird jetzt im November begonnen, die Fertigstellung und die Eröffnung soll Anfang April sein.
Mitteilung vom 18.11.2020

„digiDEM Bayern“: Gemeinsam die Versorgung bei Demenz verbessern

Die Fachstelle Demenz am Landratsamt Ostallgäu beteiligt sich am Forschungsprojekt „Digitales Demenzregister Bayern“, kurz digiDEM Bayern.

Das Projekt zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert.
 
Im Landkreis Ostallgäu leben rund 2700 dementiell Erkrankte. Diese Zahl wird bei gleichbleibendem Erkrankungsrisiko in den kommenden 15 Jahren auf etwa 3700 weiter anwachsen. Die zukünftige Versorgung der Betroffenen stellt für die Gesellschaft eine der größten Herausforderungen dar. Dieser Herausforderung begegnet das Projekt digiDEM Bayern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, des Universitätsklinikums Erlangen und des Medical Yalley EMN e.V. mit digitalen Lösungen. digiDEM Bayern baut ein digitales Demenzregister auf, um den Langzeitverlauf der Erkrankung besser zu verstehen und einen Überblick über die Angebotslandschaft zu erhalten. Forschungspartner*innen aus allen sieben Regierungsbezirken Bayerns – darunter die Fachstelle Demenz des Landratsamtes Ostallgäu – befragen dafür Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen oder Demenz und ihre pflegenden Angehörigen zu ihrer Situation. So soll ein umfassendes Bild der Lebensbedingungen entstehen. Dadurch können mögliche Angebotslücken aufgedeckt und politische Entscheidungsträger über die notwendigen Versorgungsbedarfe informiert werden. Die Befragungen können persönlich, aber auch virtuell durchgeführt werden. digiDEM Bayern hat dafür weltweit anerkannte Demenz-Screening-Tests so angepasst, dass sie auch per Videokonferenz möglich sind. Dies bietet einen flexiblen, niedrigschwelligen und in Zeiten von Corona vor allem sicheren Zugang für Betroffene.
 
Darüber hinaus wird digiDEM Bayern Online-Angebote zur Demenz-Versorgung bereitstellen. Geplant sind unter anderem die digital basierte MAKS®-Therapie für Betroffene und die „Angehörigen-Ampel“, die pflegenden Angehörigen mittels gezielter Fragen den Grad ihrer persönlichen Belastung anzeigt und ihnen damit einen Anstoß zur Veränderung ihrer Lebenssituation geben kann. Zwei digitale Angebote stellt digiDEM Bayern bereits zur Verfügung: Regelmäßige Webinare und einen Newsletter bieten interessierten Bürger*innen evidenzbasierte, allgemeinverständliche Informationen aus der aktuellen Demenz-Forschung. Für diese kostenlosen Angebote können sich Interessierte unter https://digidem-bayern.de/ anmelden. Wer selbst von einer Demenzerkrankung betroffen ist oder regelmäßige Gedächtnisschwächen erlebt und Interesse an einer Studienteilnahme hat, kann sich an den Demenz-Beauftragten des Landkreises Ostallgäu, Stephan Vogt (Telefon 08342 911-624 oder per E-Mail unter stephan.vogt(at)lra-oal.bayern.de) wenden.
 
Interdisziplinärer Projektverbund
   
digiDEM Bayern bildet einen Verbund der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, vertreten durch das Interdisziplinäre Zentrum für Health Technology Assessment und Public Health (Leitung: Prof. Dr. med. Peter Kolominsky-Rabas) und dem Lehrstuhl für medizinische Informatik (Leitung: Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch), dem Universitätsklinikum Erlangen durch das Zentrum für medizinische Versorgungsforschung (Leitung: Prof. Dr. med. Elmar Gräßel) und dem Innovationscluster Medical Yalley Europäische Metropolregion Nürnberg (Vorstände: Prof. Dr. Ing. Erich R. Reinhart, Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Schüttler).
 
digiDEM Bayern ist ein Teil der bayerischen Demenzstrategie und auf fünf Jahre ausgelegt (2019-2023).

Mitteilung vom 13.11.2020

Öko-Modellregion Ostallgäu startet neue Initiative: Bio-Kalb aus der kuhgebundenen Aufzucht in Hörmanshofen

Beim Pilotprojekt arbeiten Landwirt Michael Filser, Gastwirt Clemens Höfle und der Lebensmittelladen „Bei Linders“ zusammen

Bio-Landwirt Michael Filser mit Kalb. Bildquelle: Öko-Modellregion Ostallgäu

Bio-Landwirt Michael Filser mit Kalb. Bildquelle: Öko-Modellregion Ostallgäu

Wie kann es sein, dass es in der Gastwirtschaft Stegmühle in Hörmanshofen im Ostallgäu kein Fleisch von Hörmanshofener Bauern gibt? Das fragten sich Landwirt Michael Filser und Gastwirt Clemens Höfle. So entstand die Idee zum Pilotprojekt „Hörmanshofener Bio-Kalb“. Zusammen mit Florian Timmermann von der Öko-Modellregion Ostallgäu entwickelten sie das Konzept zur Aufzucht und Direkt-Vermarktung vor Ort. Mit ins Boot holten sie den Lebensmittelladen „Bei Linders“ im benachbarten Biessenhofen.

 

Die meisten männlichen Kälbchen werden schon 14 Tage nach der Geburt an einen Mastbetrieb verkauft. Michael Filser lässt den Nachwuchs nun bei der Mutter – kuhgebundene Kälberaufzucht nennt sich das. Dabei bleiben Kuh oder in manchen Fällen auch eine Amme und das Kalb monatelang beieinander. Schneller als ihre flaschenaufgezogenen Artgenossen fangen sie an Gras und Heu zu fressen, was für ihre körperliche Entwicklung und Gesundheit nur positiv ist. Die ersten beiden Kälber aus der Aufzucht von Bio-Bauer Filser sind nun schlachtreif. Die Tiere werden im nur rund fünf Kilometer entfernten Schlachthäusle Ruderatshofen von Metzger Bene Fischer fachgerecht zerlegt und zugeschnitten. Clemens Höfle von der Gastwirtschaft Stegmühle in Hörmanshofen, nimmt ein ganzes Kalb. „Das ist schon was ganz besonderes, dass ein Koch noch ein ganzes Tier verwertet“, betont Timmermann. Der passionierte Koch Clemens Höfle freut sich auf die Herausforderung – auch in Corona-Zeiten. Seine Gerichte aus dem Hörmanshofener Bio-Kalb können ab Anfang Dezember „to go“ in seiner Gastwirtschaft bestellt werden. Gerichte und Zeiten sind aktuell auf der Homepage unter www.gasthof-stegmuehle.de zu finden.

 

Ein weiteres Kalb nimmt „Bei Linders“ in Biessenhofen ab. Interessierte Endverbraucher können hier ab sofort Bio-Fleisch aus dem Nachbardorf vorbestellen, die Auslieferung wird voraussichtlich ab dem 30. November stattfinden. Linder bietet verschiedene Kilopakete vom Hörmanshofener Bio-Kalb an, bei denen neben ganzen Fleischstücken auch immer bestimmte Mengen an Hackfleisch dabei sind. So wird die ganze Fleischmenge verwertet und vermarktet. „Ökologischer und regionaler geht’s nicht.“ So bringt es die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker auf den Punkt. Für sie ist das Pilotprojekt wegweisend, um so mit der direkten Umsetzung vor Ort etwas Greifbares zu schaffen, eine Bewusstseinsbildung beim Endverbraucher zu erreichen. Auch der Bioland Verband ist begeistert und begleitet das Projekt. „Kürzer kann die Wertschöpfungskette auf jeden Fall kaum sein“, freut sich auch Timmermann und hofft, dass dieses Beispiel viele Landwirte, Gastronomen und Dorfwirte animiert, auch in ihrem Ort solche Initiativen zu starten. Die Öko-Modellregion Ostallgäu steht dabei gerne mit Rat und Tat zur Seite. Alle Infos und Kontaktdaten unter www.oekomodellregion-ostallgaeu.de.

Mitteilung vom 12.11.2020

Mehr Bio und mehr regional: Coaching für Küchenchefs von Seniorenheimen

„Bei uns sind sogar die Dozenten regional“, freut sich Alexandra Hiebl vom Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung.

Gemeinsam mit den Öko-Modellregionen Ostallgäu und Günztal hatte sie zum Auftakt des Bio-Regio Coachings nach Kaufbeuren geladen. Ihr war es gelungen, den international tätigen Bio-Spitzenkoch Alfred Fahr für die Schulung zu gewinnen. Fahr ist gebürtiger Frankenhofener und ließ sich vor einigen Jahren wieder im Ostallgäu nieder.
 
Beim ersten Treffen ging es darum, den Leiter*innen der Senioren- und Pflegeheime des Landkreises Ostallgäu in Buchloe, Waal und Obergünzburg die grundsätzlichen Vorteile und Möglichkeiten des Einsatzes von regionalen Bio-Produkten in Großküchen aufzuzeigen. Im nächsten Schritt geht Coach Alfred Fahr direkt in die Großküchen der Einrichtungen und erarbeitet dort mit den Küchenchefs vor Ort konkrete Konzepte zur Umstellung.
 
Biologische Produkte aus der Region nachhaltig fördern
 
Anlass des Coachings war der vom Ausschuss für Kreisentwicklung und Umwelt gefasste Beschluss, künftig mehr biologische und/oder regionale Produkte in landkreiseigenen Einrichtungen einzusetzen. Ziel ist es, biologische Produkte aus der Region nachhaltig zu fördern und Nachfrage zu generieren. „Hier müssen alle Beteiligten zusammenarbeiten – Erzeuger und Kunden. So können wir Bio-Produkte in unserer Region produzieren, die auch Abnehmer haben“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Ein weiterer Schritt, um das vom Bayerischen Kabinett beschlossene Langzeitziel mit dem Titel Bio-Regio 2030, das heißt bis 2030 sollen 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Bayern ökologisch bewirtschaftet werden, zu verwirklichen.
 
Was die Region hier schon alles zu bieten hat, wurde den Teilnehmer*innen am Ende der Schulung mit Produktproben von Bio-Landwirten und Bio-Verarbeitern vorgestellt. Darunter zum Beispiel Käse von der Käserei Stich, Gemüse vom Grasserhof Aitrang sowie Müsli und Kekse von den Wertachtal Werkstätten. Aus der Partner Öko-Modellregion Günztal brachte die Projektleiterin Rebecca Schweiß Bio-Joghurt vom Biohof Lerf Ottobeuren und Bio-Kaffeesahne von der Firma Saliter aus Obergünzburg mit. Die Teilnehmer*innen waren begeistert von Vielfalt und Qualität. Bestens informiert und voller neuer Ideen und Anregungen freuen sie sich auf die nächsten sechs Monate Coaching und künftig mehr regionale Bio-Produkte in ihren Küchen. Alle Informationen unter www.oekomodellregion-ostallgaeu.de.

Mitteilung vom 10.11.2020

Schienenausbau in Pasing: Zinnecker und Bosse machen sich bei Verkehrsministerin für Allgäuer Interessen stark

Kernbotschaft war, dass beim geplanten Ausbau der Bahnstrecke zwischen Pasing und Eichenau die Allgäuer Interessen gewahrt werden müssten.

V. l.: Oberbürgermeister Stefan Bosse, Staatsministerin Kerstin Schreyer und Landrätin Maria Rita Zinnecker (Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu)

V. l.: Oberbürgermeister Stefan Bosse, Staatsministerin Kerstin Schreyer und Landrätin Maria Rita Zinnecker (Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu)

Auf Initiative von Landrätin Maria Rita Zinnecker haben mit der Bayerischen Verkehrsministerin Kerstin Schreyer erste Gespräche über den vom Freistaat geplanten Schienenausbau auf der Strecke nach München stattgefunden. Zinnecker übergab in ihrer Funktion als Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH einen Brief und eine fachliche Ausarbeitung an Schreyer. Begleitet wurde sie von Oberbürgermeister Stefan Bosse als Vorsitzender des Regionalen Planungsverbands Allgäu. Kernbotschaft der Allgäuer Delegation war, dass beim geplanten Ausbau der Bahnstrecke zwischen Pasing und Eichenau die Allgäuer Interessen gewahrt werden müssten.
 
Das Bayerische Verkehrsministerium plant für die Bahnlinie aus dem Allgäu Richtung München auf einem kurzen Abschnitt zwischen Pasing und Eichenau im Landkreis Fürstenfeldbruck den Ausbau von derzeit zwei auf zukünftig drei Gleise. Anlass für das Vorhaben ist die zukünftige Taktverdichtung im S-Bahnverkehr auf einen 15 Minutentakt für die dort fahrende S 4. Aus diesem Grund sollen zukünftig zwei Gleise für die S-Bahn und ein Gleis, das mittlere, für den Regional-, Fern- und Güterverkehr vorgesehen werden.
 
„Entwicklungschancen dürfen nicht verbaut werden“
 
Genau hier setzt die Initiative von Zinnecker und Bosse in Vertretung für das gesamte Allgäu an. Es soll aus Allgäuer Sicht sichergestellt werden, dass auch zukünftig Verbesserungen der Bahnverbindungen zwischen dem Allgäu und der Landeshauptstadt möglich sind. „Aus unserer Sicht darf ein S-Bahn optimierter Ausbau dieser Bahnlinie nicht zu einer Deckelung der Zugverbindungen mit dem Allgäu führen. Wir wollen kein Nadelöhr. Die Entwicklungschancen für die Einführung von Stundentakten zwischen München und den wichtigen Allgäuer Zielen Kempten, Memmingen und Füssen dürfen nicht verbaut werden.“
 
Von Seiten des Verkehrsministeriums wurde diese Allgäuer Initiative positiv aufgenommen und es wurde zugesichert, dass die Gutachten und Planungen beziehungsweise deren Ergebnisse in weiteren Gesprächsrunden diskutiert werden können, bevor dann in naher Zukunft das Planfeststellungsverfahren eingeleitet wird.

Mitteilung vom 06.11.2020

Jugendsozialarbeit an Schulen: Realschule Marktoberdorf erhält Unterstützung

Der Landkreis Ostallgäu setzt Ingrid Herz als erste Jugendsozialarbeiterin an einer Realschule im Ostallgäu ein.

V.l.: Landrätin Maria Rita Zinnecker, Schulsozialarbeiterin Ingrid Herz und Schulleiter Werner Epp

V.l.: Landrätin Maria Rita Zinnecker, Schulsozialarbeiterin Ingrid Herz und Schulleiter Werner Epp

Der Landkreis Ostallgäu setzt sich weiter für den Ausbau der Sozialen Arbeit an Schulen ein: Die Realschule Marktoberdorf kommt als erste Realschule im Landkreis zum Zug. Die Diplom-Sozialpädagogin Ingrid Herz, Fachkraft des Trägers Arbeiterwohlfahrt Schwaben und Kreisjugendring Ostallgäu, bezog im Oktober ihr Büro an der Schule. Die Schulleitung und das Schulteam sind über diese Unterstützung dankbar, denn auch an den Realschulen gibt es Bedarf.
 
Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) ist ein Angebot der Kinder- und Jugendhilfe am Lebens- und Lernort junger Menschen – den Schulen. Der sozialpädagogische Unterstützungsbedarf der Schüler*innen an den Schulen wird regelmäßig durch den Landkreis geprüft. Landrätin Maria Rita Zinnecker positioniert sich klar: „In den vergangenen Jahren wurde noch deutlicher, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler auch der weiterführenden Schulen Unterstützung in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung benötigen. Daher stattet der Landkreis die Realschule Marktoberdorf bedarfsorientiert mit einer Sozialpädagogin aus.“ Die Teilzeitstelle wird zudem durch das Sozialministerium gefördert und durch den Träger mitfinanziert.
 
Drittgrößte Realschule in Schwaben
 
Die Realschule Marktoberdorf ist mit 782 Schülern und Schülerinnen die drittgrößte Realschule in Schwaben. Die JaS-Fachkraft unterstützt Kinder und Jugendliche in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung und nimmt sich individueller Problemlagen an. Diese stellen Schulen zunehmend vor eine Herausforderung. Schulleiter Werner Epp hofft deshalb schon länger auf die Bewilligung einer sozialpädagogischen Fachkraft. Er bekräftigt: „Die Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe wird zunehmend wichtiger, und wir schätzen den Wert der Jugendsozialarbeit. Viele Kinder tragen Probleme mit sich herum, ohne damit im täglichen Schulbetrieb groß aufzufallen.“ Der Weg zur Jugendsozialarbeiterin stünde zwar allen offen, aber gerade diesen belasteten Schülerinnen und Schülern könne das nunmehr professionell unterstützte pädagogische Team der Realschule noch direkter helfen, sagt Epp und ergänzt: „Deshalb freuen wir uns sehr über die Zusage der staatlichen Förderung durch das Sozialministerium und über den Einsatz des Landkreises.“
 
Sozialpädagogische Fachkräfte begleiten und fördern im Ostallgäu bereits an 27 Schulen junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Dazu sind sie Anlaufstelle für alle Schüler*innen und ihre Fragen, Sorgen und Nöte. Auch Eltern können sich an sie wenden.