Aktuelles Archiv

Mitteilung vom 21.12.2018

Geld für Sportvereine und Denkmalpflege

Der Landkreis fördert 2018 Bauvorhaben der Sportvereine mit 98.000 Euro und die Denkmalpflege historischer Bauten mit 78.500 Euro.

„Damit unterstreichen wir die Wichtigkeit der Denkmalpflege und des Sports mit der Arbeit der Vereine“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Der Ausschuss für Kultur, Bildung, Sport und Ehrenamt hat die Vergabe der Investitionszuschüsse in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Bei der Förderung denkmalpflegerischer Maßnahmen wurde neben dem Haushaltsansatz für 2018 in Höhe von 50.000 Euro zusätzlich auf übertragene Mittel aus dem Vorjahr zugegriffen. Der größte Teil der Zuschüsse verteilt sich auf folgende Projekte:
 
Sportstättenbaumaßnahmen

  • 49.400 Euro TSV Biessenhofen für den Neubau einer Sporthalle (2. Rate von insgesamt 75.000 Euro
  • 25.000 Euro SC Untrasried für den Neubau eines Sportheimes (2. Rate von insgesamt 66.500 Euro)
  • 4.300 Euro TSV Hopferau-Eisenberg zum Bau eines Gerätestadels
  • 4.000 Euro Sportschützenverein Adler Beckstetten für den Neubau einer Schießstätte (2. Rate von insgesamt 22.800 Euro)
     

Denkmalschutz und -pflege

  • 12.000 Euro Renovierung und Umbau eines ehemaligen Bauernhauses in Nesselwang
  • 10.000 Euro  Sanierung der historischen Klostermauer des Schwäbischen Bildungszentrums Irsee
  • 7.000 Euro Sanierung eines ehemaligen Bauernhauses in Lechbruck
  • 6.000 Euro  Fassadeninstandsetzung der Villa Schwalten, Rückholz, mit Erneuerung der Fenster
  • 6.000 Euro Außen- und Inneninstandsetzung der Katholischen Pfarrkirche St. Ulrich Ebersbach

 

Zudem leistet der Landkreis für den Allgäuer Skiverband 2.000 Euro als jährlichen Betriebskostenzuschuss und wird 2019 zur Erneuerung der Skisprungschanzen in Füssen-Bad Faulenbach einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro gewähren.

Mitteilung vom 20.12.2018

Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte“ ab sofort erhältlich

Wer den Kauf eines neuen Haushaltsgeräts plant und Wert auf Energieeffizienz legt, sollte vorher einen Blick in die nun erschienene Broschüre werfen.

Sie ist ab sofort in allen Ostallgäuer Gemeindeverwaltungen erhältlich. Sie kann auch im Internet unter www.klimaschutz-ostallgaeu.de heruntergeladen werden.
 
Derzeit werden im Handel etwa 4500 verschiedene Kühl- und Gefriergeräte, 1100 Waschmaschinen, 2000 Spülmaschinen, 500 Wäschetrockner und 90 Waschtrockner angeboten. Doch nur wenige sind in Wasser- und Stromverbrauch auch wirklich sparsam. Verbraucher*innen sollten aber wissen, dass die Verbrauchsunterschiede zwischen den Geräten über einen Zeitraum von 15 Jahren Hunderte Euro an Mehrkosten verursachen können. 100 Kilowattstunden jährlicher Mehrverbrauch bei Kühl- und Gefriergeräten kosten über die Lebensdauer beispielsweise etwa 500 Euro zusätzlich.
 
Zahlreiche konkrete Kauftipps
 
In der Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte“ gibt es zahlreiche konkrete Kauftipps, welche Geräte Geldbeutel und Klima schonen. Die in den Kategorien „besonders sparsame Geräte“ und „sparsame Geräte“ aufgeführten Modelle sparen im Laufe der Jahre wesentlich mehr Strom- und Wasserkosten ein, als sie in der Anschaffung teurer sind.
 
Herausgegeben wird die Broschüre vom Büro Ö-quadrat GmbH aus Freiburg und ist unter anderem vom Bund der Energieverbraucher gefördert.

Mitteilung vom 20.12.2018

Ostallgäu ist „glyphosatfreier Landkreis“

Der Landkreis Ostallgäu wird auf seinen eigenen Flächen künftig auf den Einsatz von chemischen-synthetischen Unkrautbekämpfungsmitteln verzichten.

Bei der jüngsten Sitzung des Kreistages wurde ein gemeinsamer Antrag aller Kreistagsfraktionen für einen „glyphosatfreien Landkreis“ mehrheitlich angenommen.
 
Der Landkreis Ostallgäu darf sich ab sofort „glyphosatfreier Landkreis“ nennen. „Der Vorbildcharakter des Landkreises soll mit der Bezeichnung zum Ausdruck kommen“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Der mehrheitlich gefasste Beschluss sieht vor, dass auf den landkreiseigenen Flächen auf den Einsatz von glyphosathaltigen Spritzmitteln verzichtet wird.
 
Schon jetzt erfüllt der Landkreis den Antrag der Kreistagsfraktionen weitestgehend: Auf rund 90 Prozent der landkreiseigenen Flächen wird auf die Verwendung von Pestiziden verzichtet. Dabei handelt es sich etwa um ökologische Ausgleichs- und Ersatzflächen, Straßen, Wege und Plätze sowie Flächen im Vertragsnaturschutz. Rund ein Hektar verpachtetes Ackerland soll möglichst bald ohne glyphosathaltige Unkrautbekämpfungsmittel bewirtschaftet werden. Der Kreistag Ostallgäu untermauerte mit seinem Beschluss das Vorhaben. „Die Erfahrung zeigt, dass der bisherige Verzicht unseren Flächen nutzt“, betont Landrätin Zinnecker. Zudem sieht der Beschluss die Förderung eines ganzjährigen Blütenangebots und die Unterstützung der Tätigkeiten der Gartenfachberatung des Landkreises vor.

Mitteilung vom 20.12.2018

Moorallianz mitten in der Umsetzungsphase

Die Moorallianz hat bei der Sitzung der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe den Verlauf des Naturschutzgroßprojektes im zurückliegenden Jahr resümiert.

Bau eines Torfdamms mit Spundwand

Bau eines Torfdamms mit Spundwand

Zusammen mit den Vorsitzenden, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Landrat Anton Klotz, wurden am 12.12.2018 im Landratsamt Ostallgäu die Aktivitäten und Erfolge rund um Öffentlichkeitsarbeit und Flächenankauf beleuchtet. Einen besonderen Fokus legte Projektleiter Dr. Ulrich Weiland dieses Jahr auf die detaillierte Vorstellung der laufenden Renaturierungsmaßnahmen im Räsenmoos bei Marktoberdorf. Vertreter von Land- und Forstwirtschaft, Gemeinden, Fachbehörden und Verbänden sowie Zuständige der Förderstellen von Land und Bund konnten sich bei der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe des Naturschutzgroßprojekts über den diesjährigen Projektverlauf informieren.
 
In ihrer Einführung stellte Landrätin Maria Rita Zinnecker, Vorsitzende des Zweckverbands Allgäuer Moorallianz, fest, dass sich das Projekt nun mitten in der „heißen Phase“ der Maßnahmenumsetzung befinde. Trotz der hohen Auslastung werde jedoch immer noch ein besonderer Wert auf die Kommunikation der Projekthintergründe rund um Natur- und Klimaschutz gelegt. Zinnecker erinnerte an einige Veranstaltungen im Jahr 2018, etwa an Exkursionen mit den Kreisgremien der Landkreise Ost- und Oberallgäu oder die Abschlussveranstaltung eines Renaturierungsprojekts im Blauseemoos bei Oy-Mittelberg mit dem damaligen Umweltminister Marcel Huber. Dieses Projekt wurde federführend vom Landschaftspflegeverband Oberallgäu-Kempten e.V. mit einer Finanzierung über Landesfördermittel umgesetzt. Auch ein Landschaftspflegetag wurde im Herbst dieses Jahres gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Ostallgäu e.V. durchgeführt, sodass Zinnecker, wie auch Projektleiter Dr. Ulrich Weiland in seinem späteren Vortrag, nochmals hervorhoben, welche besondere Bedeutung diese enge Zusammenarbeit mit den Landschaftspflegeverbänden für den Projekterfolg habe.
 
Ein besonderer Tagesordnungspunkt war die Verabschiedung der bisherigen Geschäftsführerin des Zweckverbands, Ulrike Wörz. Die Landräte Klotz und Zinnecker bedankten sich bei Wörz sehr für ihr besonderes Engagement, das sich von der erfolgreichen Bewerbung für die Bundesförderung über die anspruchsvolle Gründung eines Zweckverbands bis hin zur jetzigen Phase der Projektumsetzung zog. Wörz‘ Nachfolger wird Andreas Zasche, der sie nach ihrem Wechsel in die Kreisrechnungsprüfung auch in ihrer bisherigen Funktion als Sachgebietsleitung der Unteren Naturschutzbehörde Ostallgäu beerbt.
 
Projektleiter Dr. Ulrich Weiland stellte in seinem darauf folgenden Vortrag zunächst wie üblich die Ausgaben des Naturschutzgroßprojektes, die Situation beim Flächenankauf und einige kleinere und größere Maßnahmen vor. Das Hauptaugenmerk legte Weiland dieses Jahr auf die Vorstellung einer Quellmoor-Renaturierung in Oy-Mittelberg und den detaillierten Bericht über die aktuell laufende Renaturierungsmaßnahme im Räsenmoos bei Geisenried (Marktoberdorf). Mit einer Reihe von Grabenverfüllungen und Holz-armierten Torfdämmen habe man hier vor kurzem damit begonnen, die hydrologischen Defizite dieses naturschutzfachlich überregional bedeutsamen Moores zu beheben. Die Baustelle werde im kommenden Jahr abgeschlossen, so Weiland. Die nächsten großen Renaturierungsmaßnahmen seien jedoch bereits in Planung und sollen 2019 in Angriff genommen werden.

Mitteilung vom 14.12.2018

Schulpartnerschaft: Landkreis und Realschule vereinbaren Zusammenarbeit

Ziel der langfristig angelegten Zusammenarbeit ist es, den Blick der Schüler*innen für die Arbeitswelt zu schärfen.

Landrätin Maria Rita Zinnecker und Werner Epp, Schulleiter der Realschule Marktoberdorf, zeigen im Beisein der zehnten Klasse der Realschule Marktoberdorf die Urkunden der geschlossenen Schulpartnerschaft. Zweite Reihe: Anja Heusel (IHK Schwaben) und Florian Klemm (stellvertretender Schulleiter).

Landrätin Maria Rita Zinnecker und Werner Epp, Schulleiter der Realschule Marktoberdorf, zeigen im Beisein der zehnten Klasse der Realschule Marktoberdorf die Urkunden der geschlossenen Schulpartnerschaft. Zweite Reihe: Anja Heusel (IHK Schwaben) und Florian Klemm (stellvertretender Schulleiter).

Der Landkreis Ostallgäu hat mit der Realschule Marktoberdorf eine Schulpartnerschaft geschlossen. Die Schüler*innen können mit den Angeboten des Landkreises wichtige Praxiserfahrungen sammeln und erleben. „Die Partnerschaft beruht auf Gegenseitigkeit, sodass für die Realschule und den Landkreis ein großer Mehrwert geboten ist“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Bei der Kreistagssitzung wurde von der IHK Schwaben, die als Schirmherr der Partnerschaft fungiert, die Urkunde für die Schulpartnerschaft unterzeichnet. Im Beisein der zehnten Klasse der Realschule Marktoberdorf übergab Anja Heusel (IHK Schwaben) die Urkunde an Landrätin Zinnecker und Schulleiter Werner Epp. Es ist die 275. Schulpartnerschaft, die in Schwaben geschlossen wurde und die erste mit einem Landkreis.
 
Mit der Schulpartnerschaft erhalten die Schüler*innen spannende Einblicke in die Kreispolitik und die Tätigkeiten des Landratsamtes. Der Landkreis und die Realschule Marktoberdorf vereinbarten dazu eine Vielzahl von Maßnahmen. „Durch die Schulpartnerschaft trägt der Landkreis Ostallgäu zu einem praxisnahen Unterricht bei“, sagt Landrätin Zinnecker. Die zehnten Klassen der Realschule besuchen Sitzungen des Kreisausschusses und des Kreistags. Dadurch vermittelt der Landkreis ergänzend zum Sozialkunde-Unterricht politisches Wissen. Der Startschuss fiel bereits bei der jüngsten Kreistagssitzung. Bei dem Projekt „abfallarmes Frühstück“ wird in den siebten Klassen der bei einem Einkauf entstandene Müll begutachtet und die Thematik eines abfallarmen Frühstücks mit Mitarbeitern der Kommunalen Abfallwirtschaft herausgearbeitet. Das Moor und den Lebensraum des Bibers erforschen die Schüler*innen der sechsten Jahrgangsstufe im Mai 2019 am Elbsee. „Die Schülerinnen und Schüler erhalten frühzeitig realistische Einblicke in die Arbeitswelt. Der Landkreis ergänzt die bestehenden Partnerschaften mit den produzierenden Unternehmen optimal“, sagt Werner Epp, Schulleiter der Realschule Marktoberdorf.
 
„Die Partnerschaft intensiviert die bisher schon bestehende sehr gute und enge Beziehung“, sagt Landrätin Zinnecker und ergänzt: „Die Ausbildung junger Menschen liegt uns am Herzen. Für uns als attraktiver Arbeitgeber ist es wichtig, junge Bewerber mit dem Landratsamt frühzeitig bekannt zu machen.“ Das Landratsamt bietet jährlich fünf Ausbildungsplätze als Verwaltungsfachangestellte*r und einen als Fachinformatiker*in an. Zudem stehen Plätze für Beamten-Anwärter der zweiten und dritten Qualifikationsebene zur Verfügung.

Mitteilung vom 12.12.2018

Adventszeit im Seniorenheim Buchloe eingeläutet

Mit einem kleinen Adventsmarkt und einem stimmungsvollen Nachmittag haben sich die Bewohner*innen des Seniorenheimes Buchloe auf den Advent eingestimmt.

Im dekorierten Speisesaal eröffnete Pflegedienstleitung Birgit König den Nachmittag.

Im dekorierten Speisesaal eröffnete Pflegedienstleitung Birgit König den Nachmittag.

Die Bastelgruppe des Seniorenheimes unter der Leitung von Marion Tomschik hat schon Monate vorher mit den Arbeiten begonnen. Es wurde Marmelade eingekocht, Socken gestrickt, Plätzchen gebacken, Holz geschliffen und bemalt, um liebevoll gefertigte Basteleien am Adventsmarkt anzubieten. Mit frischen Apfelküchle, Glühwein und heißer Schokolade wurden alle Besucher kulinarisch verwöhnt und von den Engeln mit einer kleinen Überraschung bedacht.

Mitteilung vom 11.12.2018

Sammelstellen für Gartenabfälle machen Winterpause

Wer auch im Winter kleine Mengen Gartenabfälle entsorgen möchte, kann das in Germaringen, Füssen, Marktoberdorf oder Oberostendorf tun.

Endspurt für die Entsorgung von Grüngut: Die zentralen Sammelstellen für Gartenabfälle in Buchloe, Friesenried, Marktoberdorf, Nesselwang, Obergünzburg und Roßhaupten haben am Samstag, 15. Dezember, zum letzten Mal in diesem Jahr geöffnet. Gleichzeitig endet die Grüngutannahme an den meisten Wertstoffhöfen.
 
Bürgerinnen und Bürger, die während der Wintermonate Gartenabfälle wie Laub, Zweige und kleine Äste entsorgen möchten, können sich an die Sammelstellen bei der Futtertrocknung in Germaringen-Ketterschwang und an der Füssener Kompostieranlage wenden. Auch die Wertstoffhöfe in Marktoberdorf und Oberostendorf nehmen bis zu einem Viertel Kubikmeter Grüngut entgegen. Zwischen Weihnachten und Mariä Lichtmess (2. Februar) werden an allen Wertstoffhöfen, die über die Sommermonate mit Grüngutcontainern ausgestattet sind, ausrangierte Christbäume gesammelt.

Mitteilung vom 11.12.2018

Das Ostallgäu am 13.12. im Bayerischen Fernsehen

Im Rahmen der Sendung "Winter in Schwaben" zeigt das Bayerische Fernsehen am Donnerstag, 13. Dezember um 15.30 Uhr, Geschichten aus dem Ostallgäu.

Die winterliche Ostallgäuer Landschaft ist Thema bei "Winter in Schwaben" des Bayerischen Fernsehens. Bild: Bayerischer Rundfunk

Die winterliche Ostallgäuer Landschaft ist Thema bei "Winter in Schwaben" des Bayerischen Fernsehens. Bild: Bayerischer Rundfunk

Zum einen werden der ERC Lechbruck in Vergangenheit und Gegenwart, zum anderen die sehr schönen winterlichen Landschaften rund um Schloss Neuschwanstein sowie vom Forggensee gezeigt.

 

Weitere Geschichten im Film spielen in den Nachbarlandkreisen. Im Landkreis Oberallgäu ist das Bayerische Fernsehen zu Gast beim Gebirgstrachten- und Heimatschutzverein Oberstdorf und zeigt schöne Impressionen aus verschiedenen Stellen im Landkreis. Außerdem werden aus dem Landkreis Unterallgäu die Kirche Maria Schnee bei Nassenbeuren sowie aus dem Landkreis Augsburg die Augsburger Domsingknaben vorgestellt.

Mitteilung vom 07.12.2018

Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren setzen positiven Trend fort

Bereits im Jahr 2021 wird der Klinikverbund nach jetzigem Stand ein positives Jahresergebnis einfahren.

„Wir sind auf einem wirklich guten Weg. Während die schwarzen Zahlen bald erreicht sind, investieren wir weiter fleißig in die Zukunft des Unternehmens und damit in die Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger“, sagt Maria Rita Zinnecker, Verwaltungsratsvorsitzende des Kommunalunternehmens. Das sei auch Verdienst von Klinikvorstand Ute Sperling, so Zinnecker weiter. Weiterhin große Herausforderungen für Krankenhäuser insbesondere im ländlichen Raum sieht Zinnecker dagegen in den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen.
 
Der Jahresfehlbetrag für das Jahr 2019 beträgt noch 1.614.514 Euro, davon trägt der Landkreis Ostallgäu 50 Prozent, also 807.257 Euro. Die Stadt Kaufbeuren übernimmt die andere Hälfte. Bereits im Jahr 2021 soll das Kommunalunternehmen ein leicht positives Jahresergebnis im Klinikverbund erreichen. „Gleichzeitig wird auch im Jahr 2019 kräftig und sinnvoll in den Gesundheitsstandort Ostallgäu-Kaufbeuren investiert“, sagt Zinnecker und nennt als Beispiele den Neubau einer Intensiv-Abteilung am Krankenhaus Buchloe mit Gesamtkosten von rund 3,6 Millionen Euro und den Neubau des Bettenhauses am Standort Füssen für rund 17 Millionen Euro (davon rund 5,42 Millionen Euro in 2019). Zusätzlich sollen rund 1,8 Millionen Euro in Brandschutzertüchtigungen fließen. Am Standort Kaufbeuren wird vor allem in die Medizin- und Gerätetechnik investiert. „So werden wir rund eine Million Euro in die Erneuerung der Endoskopieaufbereitung stecken und für die Neuanschaffung eines Kernspintomographen und eines Herzkatheterlabors rund 1,2 Millionen Euro ausgeben“, sagt Ute Sperling.
 
Pflege im Fokus
 
Ein besonderer Fokus wird neben der medizinischen Arbeit im ärztlichen Bereich auf die Pflege gelegt. Im Jahr 2019 sind rund 25 zusätzliche Vollzeitstellen beim Pflegepersonal vorgesehen. Damit werden die Anforderungen des Pflegepersonal-Stärkung-Gesetzes erfüllt. Vor allem die eigene Ausbildung von Pflegekräften wird künftig stärker in den Fokus gestellt. Zinnecker: „Mit der Gründung der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe in Buchloe in diesem Jahr haben wir hier ein wichtiges Zeichen gegen den Fachkräftemangel in der Pflege gesetzt, indem wir unsere Leute nun selbst ausbilden.“

Mitteilung vom 07.12.2018

Fahrplanwechsel bei Bussen und Zügen im Ostallgäu

Auf den Bus- und Zug-Linien im Ostallgäu und Kaufbeuren gilt ab Sonntag, 9. Dezember 2018, ein neuer Fahrplan.

Die neuen Fahrplanhefte sind bei den Verkehrsunternehmern und beim ServiceZentrum am Plärrer in Kaufbeuren erhältlich. Bürgerinnen und Bürger finden die neuen Fahrpläne auch auf der Internetseite des Landkreises www.ostallgaeu.de/oepnv und unter www.bahn.de. Neben den Abfahrzeiten ändert sich auf manchen Verbindungen auch der Streckenverlauf.

Mitteilung vom 06.12.2018

Welt-Aids-Tag 2018: Landratsamt veranstaltet Jugendfilmtage

225 Schüler*innen schauten die Filme „Themba“ und „Corinnes Geheimnis“. Anschließend gab es aufklärende Nachgespräche und Diskussionen.

Die Jugendfilmtage anlässlich des Welt-Aids-Tages fanden in der Filmburg Marktoberdorf statt.

Die Jugendfilmtage anlässlich des Welt-Aids-Tages fanden in der Filmburg Marktoberdorf statt.

Anlässlich des diesjährigen Welt-Aids-Tages hat das Landratsamt Ostallgäu zusammen mit der Filmburg Marktoberdorf Jugendfilmtage zum Thema HIV/Aids veranstaltet. 225 Schüler*innen achter und neunter Jahrgangsstufen aus Marktoberdorf und Biessenhofen waren dabei.
 
Gezeigt wurden die Filme „Themba“ und „Corinnes Geheimnis“, in welchen der oft schwierige Alltag und die Probleme von infizierten Jugendlichen erzählt werden. Im Anschluss an die Filmvorführungen standen Dr. Gisele Borelli-Montigny und Sozialpädagogen des Gesundheitsamtes für Nachgespräche und Diskussionsrunden zur Verfügung. Dabei wurde beispielsweise auf Ansteckungswege, Schutzmöglichkeiten und Risikosituationen eingegangen. Die Fachleute machten auch darauf aufmerksam, wie schwierig ein Leben mit HIV ist und wie wichtig daher Solidarität und Toleranz für HIV-infizierte Menschen sind. Dr. Borelli-Montigny stellte klar, dass HIV/Aids immer noch nicht heilbar ist, obwohl die Behandlungsmöglichkeiten sich in den vergangenen Jahren wesentlich verbessert haben.
 
Erhöhte Testbereitschaft
 
2017 lebten laut Schätzungen des Robert-Koch-Institutes mehr als 11.700 HIV-infizierte Menschen in Bayern. Die Zahl der Neuinfizierten belief sich auf 340. Im Vergleich zum Jahr zuvor sind die Neuinfektionen leicht rückläufig, was auf Präventionskampagnen, erhöhte Testbereitschaft und effektive frühere Behandlung von Infizierten zurückzuführen ist.
 
Am Landratsamt Ostallgäu besteht im Gesundheitsamt das ganze Jahr die Möglichkeit, sich kostenfrei und anonym auf HIV und auch einige weitere sexuell übertragbare Krankheiten testen zu lassen.  Außerdem bietet das Gesundheitsamt dazu Informationsmaterialien sowie eine ausführliche Beratung an. Terminvergabe ist unter Telefon 08342 911-623 möglich.

Mitteilung vom 06.12.2018

Elektromobilität interaktiv im Landratsamt erleben

Die Wanderausstellung „Elektromobilität Bayern“ vermittelt das Thema im Foyer des Landratsamtes Ostallgäu greifbar und verständlich.

Landrätin Maria Rita Zinnecker zeigt der Auszubildenden Theresa Eibel das Innere einer Ladesäule, die ein Modul von sieben interaktiven Ausstellungs-Exponaten ist.

Landrätin Maria Rita Zinnecker zeigt der Auszubildenden Theresa Eibel das Innere einer Ladesäule, die ein Modul von sieben interaktiven Ausstellungs-Exponaten ist.

Die Ausstellung informiert rund um die Themen elektrisches Fahren und Fahrzeugtechnik und beantwortet Fragen zur Ladetechnik und -infrastruktur. Landrätin Maria Rita Zinnecker eröffnete mit den Mitgliedern des Kreisausschusses die Ausstellung und sagte: „Wir verdeutlichen, dass Elektromobilität im Alltag sehr gut funktioniert.“
 
Die Wanderausstellung von „Bayern innovativ“ zeigt sehr anschaulich, wie E-Mobilität funktioniert. In sieben interaktiven Modulen werden beispielsweise der Zusammenhang zwischen Elektromobilität und Klimaschutz oder verschiedene Antriebskonzepte genau erklärt. Besucher erfahren, seit wann Autos elektrisch fahren, wie eine Ladesäule funktioniert und können einen Blick in das Innere einer Ladestation werfen. Die Exponate informieren und laden zum Mitmachen und Ausprobieren ein.
 
Die Ausstellung soll zudem helfen, Berührungsängste gegenüber der Elektromobilität abzubauen. „Wir machen viel, um die Hemmschwelle zu senken und zeigen, dass Elektromobilität absolut alltagstauglich ist“, sagt Landrätin Zinnecker und ergänzt: „Gut gemachte E-Mobilität ist ein entscheidender Baustein der Mobilität der Zukunft.“
 
In mehr als 65 Orten war die Ausstellung bereits zu Gast. Bis 30. Dezember 2018 können sich Interessierte kostenlos, während den Öffnungszeiten des Landratsamtes, über Elektromobilität informieren.

Mitteilung vom 29.11.2018

Verkehrsschulung für Geflüchtete: „Wer hat Vorfahrt an einer Kreuzung?“

Zur Vermittlung von Verkehrsregeln hat die Stelle Ehrenamt Asyl erneut eine Verkehrsschulung für Geflüchtete, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, veranstaltet.

Joachim Riedler von der Polizei Marktoberdorf (an der Tafel links) und der Laiendolmetscher Ali Alhamed. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Joachim Riedler von der Polizei Marktoberdorf (an der Tafel links) und der Laiendolmetscher Ali Alhamed. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Joachim Riedler von der Polizei Marktoberdorf führte in bewährter Weise durch die Schulung, die diesmal in den Räumlichkeiten des Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) stattfand. Die Schulung wurde von einem arabischen Laiendolmetscher begleitet, den Mitarbeiter*innen des Landratsamtes im Rahmen eines Modellprojektes gemeinsam mit anderen ausgebildet hatten.
 
Rege Diskussionen angestoßen
 
Angefangen mit der Frage „Wie muss mein Fahrrad aussehen, dass es am Verkehr teilnehmen darf?“ bis hin zu „Wer hat Vorfahrt an einer Kreuzung?“ wurde in den drei Stunden ein breites Spektrum an Wissen abgedeckt. An der Tafel aufgemalt und veranschaulicht durch Magnetbilder zeigte Riedler verschiedenste Situationen auf, die im Straßenverkehr alltäglich sind und verdeutlichte wie wichtig es ist, sich an die bestehenden Verkehrsregeln zu halten. Dadurch wurden rege Diskussionen angestoßen und für die Teilnehmer*innen klärte sich so manches Ammenmärchen auf. Auch auf den Aspekt, wer und vor allem wie Kinder mit dem Fahrrad mitgenommen werden dürfen, wurde gesondert eingegangen.
 
Von der Stelle Ehrenamt Asyl am Landratsamt werden auch weiterhin Verkehrsschulungen für Geflüchtete organisiert. Aktuelle Termine und viele weitere Informationen, auch zu den Ostallgäuer Laiendolmetschern, finden Sie unter www.ehrenamt-ostallgaeu.de/asyl.

Mitteilung vom 29.11.2018

Marktoberdorfer Gymnasiasten*innen testen Klimaschutzspiel

Ziel des Spiels ist es, durch das Lösen von Rätseln dem Klimawandel zu „entkommen“. Ab März 2019 wird es allen Schulen in Deutschland zur Verfügung gestellt.

Sogenannte Escape Games, also auf der Lösung von Rätseln und Aufgaben basierende Spiele, erfreuen sich unter Jugendlichen und Erwachsenen derzeit großer Beliebtheit. Die beiden Hamburger Initiatoren ECOMOVE International und GEO°BOUND haben dies zum Anlass genommen, damit das Thema Klimaschutz greifbarer zu machen und auf spielerische Art und Weise anzugehen. Schüler*innen des Gymnasiums Marktoberdorf durften das Spiel ESCAPE CLIMATE CHANGE auf Vermittlung des Klimaschutzbeauftragten im Landratsamt Ostallgäu bereits vor dem offiziellen Erscheinen testen.
 
Die Schüler*innen bekamen die Gelegenheit, das noch in Entwicklung befindliche Spiel vor dem offiziellen Erscheinen auszuprobieren und den Entwicklern Rückmeldung zu geben. Diese soll nun eingearbeitet werden, bevor das Spiel ab März 2019 allen Schulen in Deutschland zur Verfügung gestellt wird. Im ersten Durchgang waren zunächst die Lehrkräfte an der Reihe. Einer Auswahl engagierter Lehrer*innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen gelang es dann auch tatsächlich, die gestellten Rätsel um den Klimawandel zu lösen und diesem damit „zu entkommen“.
 
Escape Game: Schüler*innen sind schneller
 
Ein Testteam des Gymnasiums, allesamt Schüler*innen der elften Jahrgangsstufe, bewies im zweiten Durchgang, dass sich gute und konzentrierte Zusammenarbeit auszahlt. Die Gruppe der Schüler konnte die „Zeitkapsel“ aus der Zukunft nämlich um einiges schneller als ihre Lehrkräfte entschlüsseln, indem sie nacheinander verschiedene Aufgaben rund um den Klimawandel und Klimaschutz löste. Im Anschluss daran brachten die Spielteilnehmer Feedback und Verbesserungsvorschläge zum Spielkonzept ein.
 
ECOMOVE und GEO°BOUND ist es mit ESCAPE CLIMATE CHANGE gelungen, die Themen Klimaschutz und Klimawandel anschaulich und zielgruppengerecht aufzuschlüsseln. „Durch die neuartige Herangehensweise wird die Begeisterung der Schüler*innen geweckt und auch die Möglichkeit für eine tiefergehende Behandlung im Unterricht wird genutzt“, sagt Klimaschutzbeauftragter Johannes Fischer. Die Entwicklung von ESCAPE CLIMATE CHANGE wird dabei als Klimaschutz-Bildungsprojekt von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert.

Mitteilung vom 23.11.2018

Gedenktag „Nein zu Gewalt gegen Frauen“ am 25. November

Das Landratsamt Ostallgäu und das ökumenische Frauenteam Nesselwang beteiligen sich am Gedenktag an der „Terre des femmes“-Fahnenaktion.

Alle fünf Minuten wird in Deutschland eine Frau misshandelt, gestalkt oder bedroht. Fast 140.000 Fälle häuslicher Gewalt wurden 2017 gemeldet, in der überwiegenden Mehrheit waren die Opfer Frauen, so die aktuelle Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes. Das Ökumenische Frauenteam Nesselwang und die Gleichstellungsstelle des Landkreises Ostallgäu werden am Aktionstag die Fahne von „Terre des femmes“ hissen. Die abgebildete Frauenfigur und der Slogan „frei leben – ohne Gewalt“ symbolisieren ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben von Mädchen und Frauen weltweit.
 
Die Gleichstellungsstelle des Landkreises Ostallgäu engagiert sich durch persönliche Beratung sowie Aufbau und Pflege eines Hilfsnetzwerkes gegen Gewalt gegen Frauen. Regelmäßig organisiert und moderiert sie gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle in Kaufbeuren den „Runden Tisch Häusliche Gewalt/Gewalt gegen Frauen und Kinder“, einen Arbeitskreis der für diese Thematik zuständigen Behörden und Hilfsinstitutionen der Region Ostallgäu/Kaufbeuren. Ende November treffen sich im Landratsamt Ostallgäu wieder 34 Behörden und Institutionen zur Abstimmung über Verfahrensweisen in Fällen von Häuslicher Gewalt, Kindeswohlgefährdung und insbesondere sexuellen Missbrauches an Kindern.
  
Wo finden Frauen Hilfe?
 
Frauen aus dem Ostallgäu, die unter häuslicher Gewalt leiden, können sich jederzeit unter Telefon 08341 16616 beim Frauenhaus und/oder der Interventionsstelle für Opfer von Gewalt melden und bekommen dort Unterstützung, Beratung und Hilfe. Frauen und Mädchen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind, können sich an die Notrufstelle für Opfer sexueller Gewalt in Kaufbeuren wenden (Telefon 08341 9080313). An beiden Stellen herrscht 24-Stunden-Rufbereitschaft. Außerdem können sich Frauen auch an das bundesweite Hilfetelefon (08000 116016). Dort stehen rund um die Uhr Beraterinnen auch in den meisten Fremdsprachen zur Verfügung.
 
Für Informationen und Beratung steht auch die Gleichstellungsstelle des Landkreises Ostallgäu bereit: Telefon 08342 911-287 oder per E-Mail: gleichstellungsstelle(at)lra-oal.bayern.de.

Mitteilung vom 22.11.2018

Allgäuer Dorfausstellung in München: LEADER-Projekt zu lebenswerter Heimat

Gezeigt wird das LEADER-Projekt „Dorfkerne-Dorfränder“ aus den Landkreisen Unter- und Ostallgäu, das Gemeinden Hilfen bei der Dorfentwicklung bietet.

Sie freuen sich über die Eröffnung der Ausstellung in München, von links: Dieter Ofenhitzer, LEADER-Referatsleiter Landwirtschaftsministerium, Heiko Gansloser, Geschäftsführer Lokale Aktionsgruppe (LAG) Ostallgäu, Ethelbert Babl, LEADER-Koordinator AELF Kempten, Sonja Keck-Herreiner, Leiterin der LEADER-Bewilligungsstelle, Hans-Joachim Weirather, Landrat und LAG-Vorsitzender Unterallgäu, Prof. Dr. Dr. Lothar Zettler, Dr. Alois Kling, Leiter des AELF Kempten, Maximilian Geierhos, Abteilungsleiter im StMELF und Michael Stoiber, Geschäftsführer der LAG Unterallgäu

Sie freuen sich über die Eröffnung der Ausstellung in München, von links: Dieter Ofenhitzer, LEADER-Referatsleiter Landwirtschaftsministerium, Heiko Gansloser, Geschäftsführer Lokale Aktionsgruppe (LAG) Ostallgäu, Ethelbert Babl, LEADER-Koordinator AELF Kempten, Sonja Keck-Herreiner, Leiterin der LEADER-Bewilligungsstelle, Hans-Joachim Weirather, Landrat und LAG-Vorsitzender Unterallgäu, Prof. Dr. Dr. Lothar Zettler, Dr. Alois Kling, Leiter des AELF Kempten, Maximilian Geierhos, Abteilungsleiter im StMELF und Michael Stoiber, Geschäftsführer der LAG Unterallgäu

Das Ergebnis des Projektes ist ein Werkzeugkasten („Praxishandbuch zur Ortsbildpflege“) mit Lösungsansätzen, der Gemeinden bei einer gezielten Entwicklung ihrer Dorfkerne und Dorfränder helfen soll. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten hat das Vorhaben mit 72.000 Euro aus dem EU-LEADER-Programm unterstützt. Laut dessen Leiter Dr. Alois Kling geht es bei dem Projekt um eine Weiterentwicklung des ländlichen Raums, bei der die Identität der Dörfer gewahrt bleiben soll.
 
Auf Initiative von LEADER-Koordinator Ethelbert Babl wurde zu diesem Thema eine eigene Ausstellung konzipiert, deren erste Station das Bayerische Landwirtschaftsministerium in München ist und die anschließend im Allgäu und ganz Bayern auf Wanderschaft geht.

 

Das Praxishandbuch gibt es zum Herunterladen auf http://dorfkerne-dorfraender.de/

Mitteilung vom 22.11.2018

Besprechung im Landratsamt: Aktuelles für Planfertiger und Architekten

Knapp 90 Architekten und Planfertiger haben an der alljährlichen Planfertigerbesprechung im Landratsamt in Marktoberdorf teilgenommen.

Auf der Agenda standen die Themen „Nachhaltigkeit und Weiternutzung von Gebäuden“, die Architektur von Ställen sowie Neuerungen beim Abstandsflächenrecht. Die Besprechung ist ein Angebot des Staatlichen Bauamtes am Landratsamt an Planfertiger und Architekten, um zu ausgewählten oder aktuellen Themen fundierte Kenntnisse zu bekommen.
 
Immer knapper werdendes Bauland zwingt Städte und Gemeinden zunehmend, den zukünftigen Flächenbedarf weitgehend durch die Nutzung von innerörtlichen, bereits erschlossenen Flächen zu decken. Umbau und Erhalt von wertvollen Gebäuden im Innenbereich statt Bauen am Ortsrand lautet daher verstärkt die Devise. Das Bauen im Bestand mit seinem weiten Spektrum an Aufgaben hat heute eine mindestens ebenso große Bedeutung wie Neubauten. Regierungsbaumeister und Architekt Alfred Sunder-Plassmann stellte in seinem Vortrag „Nachhaltigkeit und Weiternutzung von Gebäuden“ Möglichkeiten zur nachhaltigen Umnutzung von Gebäuden vor, um sichtbare Werte des natürlichen und gebauten Erbes zu bewahren und für die Zukunft weiterzuentwickeln.
 
Die Architektur von Ställen war Thema des Vortrags von Mauritz Lüps (TU München). Seit jeher formte die Landwirtschaft unsere Kulturlandschaft mit ihren charakteristischen Bauten. Diese Gebäude zeichneten sich durch regionale Baumaterialien, Handwerkstechniken und Konstruktionen aus und wurden oft mit großem Anteil an Eigenleistung und lokalem Wissen realisiert. Der Wandel in der Landwirtschaft in Richtung industrielle Produktion führte in den vergangenen Jahrzehnten immer häufiger zu standardisierten Gebäudetypen und Baumaterialien. Grundlegende architektonische und landschaftliche Planungen für landwirtschaftliche Gebäude kommen dabei immer seltener zum Zuge. Lüps zeigte in seinem Vortrag viele Anregungen und Vorschläge zu neuer Stall-Architektur, zur Verbesserung des Tierwohls und zum landschaftsgerechten, kulturlandschaftlich sensiblen Bauen auf.
 
Im Juni dieses Jahres verabschiedete der Bayerische Landtag das Gesetz zur Änderung der Bayerischen Bauordnung. Es wurde darin die Prüfpflicht des Abstandsflächenrechts auch im vereinfachten Verfahren wiedereingeführt. Diplom-Ingenieur und Architekt Franz-Xaver Meggle stellte den Teilnehmer*innen ausgewählte, komplexe Themen des Abstandsflächenrechts vor und erläuterte diese eingehend.

Mitteilung vom 21.11.2018

Neuer Abfuhrkalender 2019 bald im Briefkasten

Einen Kalender mit den Abfuhrterminen für Bio- und Restmüll wirft die Post ab Montag, 26. November, in alle Briefkästen im Landkreis Ostallgäu.

Das Faltblatt informiert auch über die Öffnungszeiten der Wertstoffhöfe und Sammelstellen für Gartenabfälle, die Abgabefristen für Grüne Karten und Sperrmüll-karten sowie die Termine der mobilen Problemmüllsammlung im kommenden Jahr. Bürgerinnen und Bürger, die weitere Exemplare benötigen, können sich an das Landratsamt Ostallgäu wenden (Telefon 08342 911-382 oder -386). Alle Termine und Öffnungszeiten sind auch im Internet und in der Abfall-App Ostallgäu veröffentlicht.

Mitteilung vom 21.11.2018

Hecken und Feldgehölze: Kleine Strukturen – Großer Wert für die Artenvielfalt

Aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung für die heimische Landschaft sind Hecken und Feldgehölze nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz geschützt.

Biotopkartiertes Gehölz östlich von Hauprechts, ziemlich genau auf der Gemarkungsgrenze zwischen Ebersbach und Huttenwang.

Biotopkartiertes Gehölz östlich von Hauprechts, ziemlich genau auf der Gemarkungsgrenze zwischen Ebersbach und Huttenwang.

Es ist verboten, Hecken, lebende Zäune, Feldgehölze oder -gebüsche einschließlich Ufergehölzen zu roden, abzuschneiden, zu fällen oder auf sonstige Weise erheblich zu beinträchtigen. Dieses Verbot gilt auch für Gehölze, die nicht als Landschaftsbestandteile eingetragen sind.
 
Kleine Strukturen wie Hecken und Feldgehölze dienen als Erosions- und Windschutz, verringern Stoffeinträge in Gewässer und regulieren das Kleinklima. Außerdem sind sie für Hunderte von heimischen Tier- (bis zu 900) und Pflanzenarten (bis zu 600) von unschätzbarer Bedeutung. Vögel, Kleinsäuger und die verschiedensten Insekten finden dort Nahrung und Unterschlupf. Darüber hinaus gelten sie als die Strukturen der Biotopvernetzung schlechthin.
 
Untere Naturschutzbehörde des Landkreises informiert
 
Erlaubt sind eine angepasste Nutzung und Pflege vom 1. Oktober bis zum 28. Februar zur Bestandserhaltung; ein ausdrücklich schonender Form- und Pflegeschnitt zur Beseitigung des Zuwachses sowie Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit öffentlicher Verkehrswege oder der öffentlich-rechtlichen Verpflichtung zur Unterhaltung der Gewässer.
 
Werden Flurgehölze wie beispielsweise Hecken unerlaubt beseitigt oder beschädigt, nimmt der Verursacher nicht nur vielen heimischen Tieren und Pflanzen ihren Lebensraum, sondern auch ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro in Kauf. Bei Unklarheiten und Fragen gibt die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Ostallgäu unter Telefon 08342 911-365 Auskunft. In Kürze erscheint für Interessierte auch ein Merkblatt mit Informationen zur Heckenpflege.

Mitteilung vom 21.11.2018

Familienbildungsnetzwerk: „Eltern außer Rand und Band“

Rund 90 Fachleute haben am zweiten gemeinsamen Familienbildungsnetzwerk des Landkreises Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren teilgenommen.

Referent Stefan Grassmann vor den rund 90 Teilnehmer*innen

Referent Stefan Grassmann vor den rund 90 Teilnehmer*innen

Die Fachkräfte, die allesamt mit Familien arbeiten, waren der Einladung von Isabel Costian von der Familienbildungsstelle Ostallgäu und Elke Schad von der Abteilung Familienstützpunkt & Gleichstellung Kaufbeuren gefolgt. Nach der Begrüßung durch die Jugendamtsleitungen Ostallgäu und Kaufbeuren, Petra Mayer und Alfred Riermeier, wurde über den aktuellen Stand der insgesamt neun Familienstützpunkte im Ostallgäu und über die Projekte im Rahmen der gemeinsamen Familienbildungslandschaft informiert. Hier wurde unter anderem auf den Familienkalender Ostallgäu und die beiden Familienportale (www.familie-ostallgaeu.de und www.familie.kaufbeuren.de) aufmerksam gemacht.
 
Verschiedene „Typen“ von Eltern
 
Im zweiten Teil der Veranstaltung übernahm der Referent Stefan Grassmann aus Marktoberdorf das Mikrofon und zeigte mit Witz und Humor die vier verschiedenen „Typen“ von Eltern auf. Unter dem Motto „Eltern außer Rand und Band“ stellte er nachvollziehbar und überspitzt dar, wie unterschiedlich Erziehungsberechtigte das Wort „Sorge“ definieren und in deren Alltag umsetzen. Durch ausgeprägte Mimik, Gestik und Körperhaltung verdeutlichte Grassmann, wie sich welche Haltung auf das Gegenüber auswirkt. Die Teilnehmer*innen nahmen viele neue Anregungen für Ihren täglichen Alltag mit den Eltern mit.