Aktuelles Archiv

Mitteilung vom 21.04.2020

Dringend Laptops für bedürftige Schüler*innen im Ostallgäu gesucht

Die Geräte werden für den Heimunterricht benötigt, den die Schüler*innen aufgrund der Corona-Pandemie aktuell haben.

Durch die aktuelle Corona-Pandemie und die damit verbundenen Schulschließungen haben auch Schüler*innen im Ostallgäu Heimunterricht. Dafür braucht es ab der fünften Klasse einen Computer – doch in manchen Familien fehlt das Geld für ein solches Gerät. Landrätin Maria Rita Zinnecker ruft alle Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger auf: „Bitte spenden Sie funktionsfähige, nicht mehr benötigte Laptops, um betroffenen Schülerinnen und Schülern in unserem Landkreis ein kontinuierliches Weiterlernen des Unterrichtsstoffs zu ermöglichen.“
 
Die Daten auf den Laptops werden datenschutzkonform gelöscht. Die Geräte erhalten danach ein Linux-Betriebssystem und weitere freie Software für den Unterrichtseinsatz. Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter leiten die Laptops an die Familien weiter. Desktop-Computer sind aufgrund logistischer Herausforderungen und der meist beengten Wohnverhältnissen bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen nicht geeignet.
 
Nachbarschaftshilfen in den Gemeinden holen die Laptops kontaktlos ab. Jeder Spender kann dazu einen Abholtermin ausmachen. Die Kontaktdaten der Nachbarschaftshilfe vor Ort gibt es auf folgender Internetseite: https://www.landkreis-ostallgaeu.de/corona-ehrenamt.html.
 
Bei einer Spende von mehr als zehn Laptops werden diese vom Landratsamt direkt beim Spender kontaktlos abgeholt. Hierzu und für alle weiteren Fragen hilft die Bildungskoordination des Landkreises unter Telefon 08342 911-511 oder per E-Mail: bildungsregion(at)lra-oal.bayern.de.

Mitteilung vom 21.04.2020

Coronavirus-Trend: Zahl der noch infizierten Personen in Landkreis Ostallgäu und Stadt Kaufbeuren nimmt tagesaktuell ab

278 Personen sind bereits wieder genesen. Dies bedeutet, dass aktuell 298 Personen an COVID-19 erkrankt sind.

Seit dem ersten gemeldeten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) Anfang März sind im Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren zum Sonntag insgesamt 576 COVID-19-Fälle festgestellt worden. 480 im Landkreis und 96 in der Stadt Kaufbeuren.
  
Davon sind 278 Personen bereits wieder genesen. Dies bedeutet, dass derzeit 298 Personen an COVID-19 erkrankt sind. Während die dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und dem Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldeten absoluten Zahlen der Infektionen weiter ansteigen, stellt man im Landratsamt in den vergangenen Tagen einen Trend zu einer Abnahme der tagesaktuell noch infizierten Personen fest.

 

Eine Übersicht über den Verlauf der insgesamt und aktuell Infizierten finden Sie hier.

Mitteilung vom 20.04.2020

Anträge einreichen: Finanzielle Unterstützung von bürgerschaftlichem Engagement während der Corona-Krise

Das Geld kann beim Landkreis beantragt werden und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales zur Verfügung gestellt.

Die ehrenamtlichen Initiativen im Landkreis Ostallgäu können ab sofort Finanzmittel für die anfallenden Aufwendungen im ehrenamtlichen Engagement rund um die Bewältigung der Corona-Krise beantragen.
 
Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales hat den Landkreisen und kreisfreien Städten im Rahmen im Rahmen der Initiative „Unser Soziales Bayern: Wir helfen zusammen!“  Finanzmittel zur Verfügung gestellt, um freiwilliges Engagement während der Corona-Krise zu unterstützen.
 
Die Förderung ist gedacht für das bürgerschaftliche Engagement zur Unterstützung vor allem von älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, aber auch Menschen in besonderen Lebenslagen, die Unterstützung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie benötigen. Die Finanzmittel können solange beantragt werden, bis das Geld aufgebraucht sind.
 
Finanzmittel beantragen
 
Das Antragsformular für die finanzielle Unterstützung steht auf www.landkreis-ostallgaeu.de/corona-ehrenamt zum Herunterladen bereit. Für Rückfragen oder postalische Anforderung des Antragsformulars steht Julia Grimm unter der Telefonnummer 08342 911-290 oder per E-Mail katastrophenschutz(at)lra-oal.bayern.de zur Verfügung.

Mitteilung vom 17.04.2020

Erweiterte Öffnungszeiten am Wertstoffhof Pfronten

Nachdem die Betriebszeiten an den Wertstoffhöfen Füssen, Buchloe und Obergünzburg ausgedehnt wurden, hat nun auch der Wertstoffhof in Pfronten länger geöffnet.

Wartezeiten aufgrund der aktuellen Einlassbeschränkungen werden damit reduziert.
 
Trotz längerer Betriebszeiten sollten Fahrten zum Wertstoffhof nur unternommen werden, wenn dies unbedingt notwendig ist. Das Landratsamt bittet alle Bürgerinnen und Bürger, auf größere Anlieferungen zu verzichten und Entrümpelungsaktionen aufzuschieben. 
 
Bis auf Weiteres gelten am Wertstoffhof Pfronten folgende Öffnungszeiten: 
 
Montag: 14 bis 17 Uhr (wie bisher)
Dienstag: 14 bis 17 Uhr (neu)
Mittwoch: 14 bis 18 Uhr (wie bisher)
Donnerstag: 14 bis 17 Uhr (neu)
Freitag: 14 bis 17 Uhr (wie bisher)
Samstag: 9 bis 12 Uhr (wie bisher)

Mitteilung vom 16.04.2020

Bürgerservice öffnet wieder für Frühjahrsbetrieb – nur mit Termin

Der Bürgerservice im Landratsamt Ostallgäu ist ab Montag, 20. April, wieder für alle Bürger*innen verfügbar – aber nur nach vorheriger Terminabsprache.

Ein Termin kann per Telefon unter 08342 911-444 oder online über die Homepage www.ostallgaeu.de vereinbart werden. Der Bürgerservice bietet wieder alle Dienstleistungen für den Frühjahrsbetrieb an. Das Landratsamt bleibt aber weiterhin für Vorsprachen ohne Termin geschlossen.

Vonseiten des Bürgerservice-Teams findet im Gegensatz zu den vergangenen Wochen keine Prüfung mehr statt, ob eine Dienstleistung tatsächlich notwendig ist. Trotzdem bittet das Landratsamt alle Bürgerinnen und Bürger, vor einer Terminvereinbarung selbst zu hinterfragen, ob die jeweilige Dienstleistung derzeit wirklich notwendig ist.

Unterlagen abgeben

„Sofern die Terminvergabe nach Eingabe der gewünschten Dienstleistungen trotzdem nicht möglich ist, kann das daran liegen, dass zu viele Vorgänge eingegeben wurden“, erklärt Thomas Haltmayr, Leiter des Bürgerservice. Es bestehe dann die Möglichkeit, die Unterlagen im Bürgerservice abzugeben. Die Unterlagen werden im Laufe des Tages bearbeitet und der Bürger wird anschließend informiert, wann er sie wieder abholen kann. Das betrifft normalerweise Zulassungsdienste und Autohäuser, die regelmäßig mehrere Vorgänge haben, kann aber auch beispielsweise einzelne Firmen betreffen, die ihren Fuhrpark gesammelt anmelden.

Der Bürgerservice bittet um Verständnis, wenn es zu Wartezeiten bei den Terminen kommt. „Die Leistungsfähigkeit ist derzeit eingeschränkt, weil einige Mitarbeiter weiterhin das Gesundheitsamt unterstützen“, sagt Haltmayr. „Trotzdem versuchen wir den Betrieb so weit wie möglich für unsere Bürgerinnen und Bürger im Landkreis aufrecht zu erhalten.“

Mitteilung vom 15.04.2020

Trotz Coronavirus: Ärzte und Krankenhäuser sind für alle Patientinnen und Patienten da und versorgen sie

Haus- und viele Fachärzte bieten fast wie gewohnt medizinische Versorgung an. Eine stationäre Behandlung in den Krankenhäusern ist vollumfänglich möglich.

„Trotz der durch die Pandemie angespannten Lage im Gesundheitswesen sollte auf keinen Fall die Behandlung anderer akuter oder chronischer Erkrankungen vernachlässigt werden“, sagt Gregor Blumtritt, Hausarzt und Koordinierungsarzt im Rahmen der Coronakrise für den Landkreis Ostallgäu und die Stadt Kaufbeuren. Blumtritt: „Die Hausärzte und viele Fachärzte bieten weiterhin fast wie gewohnt ambulante medizinische Versorgung. Auch die Rettungsdienste (112) arbeiten wie immer.“
 
Sollte eine stationäre Behandlung notwendig sein, ist auch diese in den Krankenhäusern vollumfänglich möglich. „Wir haben die Kapazitäten an allen Standorten unserer Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren so ausgerichtet, dass neben der Versorgung der Covid-Patienten natürlich auch alle anderen akuten Krankheiten vollumfänglich behandelt werden können“, ergänzt Andreas Fischer, Vorstand der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren.
 
„Ausreichend Zimmer und Stationen“
 
Dort stehen laut Fischer neben Ärzten und Pflege selbstverständlich auch ausreichend Zimmer und Stationen zur Verfügung, um die Behandlung aller für die Kliniken üblichen Krankheitsbilder sicherzustellen. Lediglich planbare Operationen finden momentan nicht statt. Fischer: „Notfälle wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte müssen – Corona hin oder her – sofort medizinisch versorgt werden.“
  
„Unsere Ärzte, Krankenhäuser und Rettungsdienste stehen jedem erkrankten Menschen auch zu Zeiten von Corona mit medizinscher Hilfe zur Seite. Vereinbaren Sie bei Krankheitszeichen einen Termin oder rufen in akuten Fällen auch den Notarzt“, appelliert Landrätin Maria Rita Zinnecker an die Bürgerinnen und Bürger.

Mitteilung vom 15.04.2020

Erweiterte Öffnungszeiten auch am Wertstoffhof Obergünzburg

Nachdem die Betriebszeiten in Füssen und Buchloe erweitert wurden, ist ab Montag, 20. April, auch der Obergünzburger Wertstoffhof länger geöffnet.

Aufgrund der aktuellen Einlassbeschränkungen kam es in den vergangenen Tagen immer wieder zu Wartezeiten.

  

Trotz zusätzlicher Öffnungszeiten sollten nur unbedingt notwendige Fahrten zum Wertstoffhof unternommen werden. Das Landratsamt bittet alle Bürgerinnen und Bürger, auf größere Anlieferungen zu verzichten und Entrümpelungsaktionen aufzuschieben. 

  

Bis auf Weiteres gelten am Wertstoffhof Obergünzburg folgende Öffnungszeiten: 

  

Montag: 14 bis 18 Uhr (bisher 15 bis 18 Uhr)
Dienstag: 14 bis 17 Uhr (neu)
Mittwoch: 14 bis 18 (bisher 15 bis 18 Uhr)
Donnerstag: 14 bis 17 Uhr (neu)
Freitag: 14 bis 18 Uhr (bisher 15 bis 18 Uhr)
Samstag: 9   bis 12 Uhr (wie bisher)

Mitteilung vom 15.04.2020

Jobcenter zieht um

Das Jobcenter Ostallgäu zieht am 20. April in die Iglauer Str. 3 in 87616 Marktoberdorf um.

Auch nach dem Umzug bleibt das Jobcenter unter der bisher bekannten Rufnummer weiter erreichbar (08342 9169-0). Aufgrund der aktuellen Situation (Corona-Pandemie) ist zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger bis auf Weiteres keine persönliche Vorsprache möglich. Bedingt durch die Umzugsaktivitäten ist das Jobcenter vom 17. bis 21. April auch telefonisch nur eingeschränkt zu erreichen.

  

Kontaktmöglichkeiten
Tel: 08342 9169-0
E-Mail: Jobcenter-LK-Ostallgaeu(at)jobcenter-ge.de 

Mitteilung vom 15.04.2020

Coronavirus: Entwicklungen in den Senioren- und Pflegeheimen und privaten Kliniken im Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren

Bis zum Dienstag stieg die Zahl der Infektionen im Landkreis und der Stadt auf insgesamt 521 Personen. Insgesamt sind nun 25 Todesfälle zu beklagen.

Das Hauptaugenmerk des Gesundheitsamtes liegt derzeit bei den Senioren- und Pflegeheimen im Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren. So sind im Hospitalstift in Kaufbeuren 11 Fälle aufgetreten, wobei es sich um 5 Bewohner und 6 Mitarbeiter handelt. Ein Bewohner ist verstorben.
 
Eine am letzten Donnerstag durchgeführte Testung aller 105 Bewohner und 120 Mitarbeiter im Senioren- und Pflegeheim in Buchloe ergab 27 positive Ergebnisse. Es handelt sich um 14 Bewohner und 13 Mitarbeiter. Die Angehörigen der positiv getesteten Personen werden von der Heimleitung informiert. Es konnten zehn externe Pflegekräfte über eine Personalagentur eingesetzt werden, die zusammen mit den 70 verbliebenen Kräften, davon 30 aus der Pflege und drei Freiwilligen, im Notfalldienstplan arbeiten. Dies erfolgt unter enger Einbindung des Heimarztes Dr. Albrecht.
 
Im Senioren- und Pflegeheim in Waal entwickelte sich die Lage über die Feiertage so, dass von 47 im Haus befindlichen Bewohnern 39 an Corona erkrankt sind und acht Bewohner negativ getestet wurden. Die negativ getesteten Personen sind weiterhin in einem eigenen Stockwerk isoliert. 11 Bewohner werden derzeit stationär im Krankenhaus behandelt. Leider ist auch die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 14 gestiegen. 12 der verstorbenen Bewohner waren zwischen 80 und 98 Jahren alt und litten unter Vorerkrankungen, die teilweise schwerste Verläufe hatten. Ein jüngerer verstorbener Bewohner litt ebenfalls unter einer schweren, unheilbaren Erkrankung. Nachdem sechs externe Vollzeitpflegekräfte ihre Arbeit aufgenommen haben und im Laufe der Woche weitere Stammkräfte aus der Quarantäne zurückkehren sind die Dienste abgedeckt.
 
Im Bereich der Kliniken ist eine private Einrichtung in Schwangau zu nennen. Dort wurden 18 Personen positiv (12 Mitarbeiter und 6 Patienten) getestet. Der Betreiber hat in Absprache mit dem Gesundheitsamt entschieden den Betrieb herunterzufahren. Das Haus würde aber als Entlastung für das Krankenhaus Füssen bei einer Verlagerung von Patienten zur Verfügung stehen.
 
Heute wird wieder Schutzausrüstung an die Krankenhäuser, Kliniken, Pflege- und Seniorenheime sowie ambulante Pflegedienste von der Führungsgruppe Katastrophenschutz über die Feuerwehren ausgeliefert. Insgesamt haben die Anstrengungen aller Verantwortlichen zum Ziel, dass die Ausbreitung des Virus in den Heimen und Kliniken verlangsamt wird.

Mitteilung vom 15.04.2020

Erweiterte Öffnungszeiten am Wertstoffhof Buchloe

Weil sich wegen der Corona-Pandemie höchstens zehn Besucher gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten dürfen, kam es in den vergangenen Tagen zu Wartezeiten.

Bis auf Weiteres hat der Wertstoffhof in Buchloe länger geöffnet. Hintergrund sind die Einlassbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. Weil sich höchstens zehn Besucher gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten dürfen, kam es in den vergangenen Tagen zu Wartezeiten.
 
Trotz längerer Betriebszeiten sollten nur unbedingt notwendige Fahrten zum Wertstoffhof unternommen werden. Das Landratsamt bittet alle Bürgerinnen und Bürger, auf größere Anlieferungen zu verzichten und Entrümpelungsaktionen aufzuschieben. 
 
Neue Öffnungszeiten am Wertstoffhof Buchloe inklusive Grüngutsammelstelle (gültig ab 15. April):
 
Montag: geschlossen
Dienstag: 9 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr
Mittwoch: 9 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr
Donnerstag: geschlossen
Freitag: 13 bis 18 Uhr
Samstag: 9 bis 15 Uhr

Mitteilung vom 09.04.2020

Coronavirus: Entwicklungen im Senioren- und Pflegeheim Waal sind ernst

Inzwischen sind 17 Mitarbeiter und 36 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden - sechs Personen sind gestorben.

Die vergangenen Tage haben für Bewohner und Mitarbeiter im Senioren- und Pflegeheim in Waal eine traurige Entwicklung gebracht. 17 positiv auf das Coronavirus getestete Mitarbeiter, 36 erkrankte Bewohner und mittlerweile insgesamt sechs Todesfälle zeigen den Ernst der Lage. „Die Entwicklungen in der Verbreitung des Coronavirus sind leider nicht planbar, wir müssen uns täglich auf neue Fälle und Schicksale einstellen. Unser Mitgefühl gilt vor allem allen Angehörigen der Verstorbenen“, zeigt sich Landrätin Maria Rita Zinnecker von der Entwicklung in Waal betroffen. Aufgrund der Entwicklung ist das Kriseninterventionsteam vor Ort, um den Mitarbeitern bei der psychischen Belastung beizustehen.
 
Bei den Verstorbenen handelt es sich um fünf Bewohner im Alter von 47 bis 99 Jahren, die unter schweren Vorerkrankungen litten, sowie einen Mitarbeiter des Heims. Derzeit sind zwei Mitarbeiter und zwölf Bewohner in stationärer Behandlung. Im Heim selbst wurde sofort nach Bekanntwerden der ersten Fälle eine Isolierstation eingerichtet, in der erkrankte Bewohner gepflegt werden.
 
Mittlerweile wurde im Rahmen der Notfallpläne des Freistaates Bayern für Alten- und Pflegeheime ein Heimarzt für Waal bestellt: Dr. Rainer Albrecht aus Oberostendorf ist als solcher für die beiden Einrichtungen in Buchloe und Waal benannt. Er betreibt seine Hausarztpraxis weiter. Seine Aufgabe besteht in der Koordination und medizinischen Betreuung und Beratung der Heimleitungen sowie in der Durchführung von Coronatests. Zudem entscheidet er in Absprache mit dem für den Landkreis Ostallgäu und die Stadt Kaufbeuren ernannten Versorgungsarzt Gregor Blumtritt und dem ärztlichen Koordinator Dr. Philipp Zimmermann, welche Bewohner aufgrund ihres Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus verlegt werden müssen.
 
Besondere Situation in Waal berücksichtigt
 
Die Senioren- und Pflegeheime werden von der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) mit Schutzausrüstung versorgt. Hierbei wird trotz allgemeiner Lieferengpässen insbesondere bei Schutzanzügen und Pflegekitteln die besondere Situation des Heims in Waal berücksichtigt. Insgesamt wurden in den vergangenen zwei Wochen 23 Liter Desinfektionsmittel, 50 Schutzkleidungen (Anzüge und Kittel) sowie 500 FFP2-Masken, 150 Schutzmasken und 190 Paar Handschuhe ausgeliefert. Die Verteilung an die Mitarbeiter übernimmt dann die Heimleitung vor Ort, die auch für die Bestellung und Verwaltung des Bestandes verantwortlich ist. Nach heutiger Aussage der Heimleitung ist ausreichend Schutzausrüstung für die Mitarbeiter vorhanden.
 
Lokale Unternehmer haben bereits Schutzkleidung gespendet. Zudem gibt es noch zahlreiche weitere Angebote, die derzeit abgearbeitet werden.
 
Neue Stelle „Heim-Koordination“ in der FüGK
 
Um die Situation in den Heimen und Pflegeeinrichtungen zu koordinieren, hat Zinnecker seit dem gestrigen Dienstag eine Stelle „Heim-Koordination“ in der FüGK installiert. Diese Einheit ist mit Fachkräften aus der Heimaufsicht und des Gesundheitsamtes besetzt und steht allen Heimen im Landkreis Ostallgäu als Ansprechpartner und Koordinator zur Verfügung. „Für den medizinischen Bereich hat der Freistaat die Ärztlichen Leiter an den Leitstellen eingesetzt, für den Pflegebereich fehlt bisher eine adäquate Struktur, daher habe ich mich auf Landkreisebene entschieden, diese einzurichten“, erklärt Zinnecker die neue Organisationseinheit im Rahmen der FüGK.
 
Der Betrieb des Senioren- und Pflegeheims in Waal wird von der Heimleitung organisiert. In der jetzigen Coronakrise erfolgt dies in Abstimmung mit dem Heimarzt und mit der nun eingerichteten „Heim-Koordination“. Die Sicherstellung der Pflege der Bewohner ist dabei die wichtigste Aufgabe. Hier gelte der besondere Dank den Mitarbeitern des Heims, die sich für die Pflegebedürftigen hochmotiviert einsetzen, so Zinnecker. Aufgrund der momentanen Situation sind die Verantwortlichen des Heims dabei, über den Pflegepool Bayern weiteres Personal zu rekrutieren.
 
Insgesamt gilt der Grundsatz, dass gesunde beziehungsweise nur leicht symptomatische Bewohner im Heim verbleiben sollen, da für ältere, vorerkrankte oder demente Personen ein Ortswechsel eine zu große Belastung ist. Allerdings gilt es die weitere Entwicklung der Erkrankungen genau zu beobachten. Die Heimleitung ist in Absprache mit dem Heimarzt und der Heim-Koordination dabei, Pläne für mögliche Szenarien von Personalausfall bis Verlegung der Bewohner in Krankenhäuser auszuarbeiten. Heute werden in Organisation des Landratsamts (Gesundheitsamt, FüGK) weitere Reihentestungen im Heim durchgeführt. 

Mitteilung vom 09.04.2020

Pflegepool: Dringend helfende Hände in Pflege und Betreuung gesucht

Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt in Einrichtungen für Senioren oder Menschen mit Behinderung für personelle Engpässe in der Mitarbeiterschaft.

Der Landkreis Ostallgäu ruft daher alle, die eine Ausbildung beziehungsweise Erfahrungen in den Bereichen Pflege oder Betreuung haben, dazu auf, sich im Pflegepool für Bayern anzumelden. Dieser wird derzeit eingerichtet.
 
Im Ostallgäu leben in 13 Seniorenheimen und vier Einrichtungen für Menschen mit Behinderung knapp 1100 Menschen. Sollte sich das Virus wie erwartet noch weiter ausbreiten, werden trotz aller Maßnahmen auch weitere Einrichtungen für Senioren oder Menschen mit Behinderung betroffen sein. Träger und Personal geben alles dafür, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Trotzdem können personelle Engpässe entstehen, etwa weil Mitarbeiter in häusliche Quarantäne müssen. In diesem Fall braucht es kurzfristig zusätzliche helfende Hände, denn die Bewohner müssen weiter versorgt werden.
 
Es wird deshalb gerade ein Pool an freiwilligen Helfern eingerichtet, auf die Einrichtungen im Bedarfsfall zugehen können. Interessierte melden sich zur Unterstützung der Ostallgäuer Einrichtungen online im Pflegepool für Bayern an unter www.vdpb-bayern.de/pflegepool-fuer-bayern/. Aufgerufen sind alle, die eine pflegerische oder pädagogische Ausbildung haben, aber aktuell nicht in diesem Bereich arbeiten. Außerdem alle, die bereits in der Betreuung oder Pflege tätig waren, die im privaten Umfeld Angehörige gepflegt haben oder die das Personal vor Ort durch Unterstützungstätigkeiten (Hauswirtschaft, Küche etc.) entlasten können. Die Koordination der Einsätze im Landkreis Ostallgäu übernimmt das Landratsamt. Wer Fragen hat oder Unterstützung beim Ausfüllen der Anmeldung benötigt, wendet sich bitte an die Info-Nummer 089 2620715-02 (Mo. bis Fr. jeweils von 8 bis 17 Uhr).
 
Da in Bayern derzeit kein Gesundheitsnotstand festgestellt ist, müssen alle Freiwilligen aus dem Pflegepool Bayern zu Beginn eines Einsatzes zwingend Mitglied einer Hilfsorganisation sein, damit die gesetzlichen Regelungen zur Absicherung oder auch Lohnersatz greifen. Sofern Personen noch kein Mitglied einer Hilfsorganisation sind, bietet das BRK aktuell eine kostenlose und auf die Zeit des aktuellen Katastrophenfalles befristete Mitgliedschaft an.
 
Hinweis zur Anmeldung im Pflegepool Bayern: Sollte beim Reiter „Art der Ausbildung“ zum Zeitpunkt der Anmeldung die jeweilige Qualifikation noch nicht aufgeführt sein, schreibt man diese in das Feld „Erläuterungen zu Ihren besonderen Kenntnissen“. Personen ohne einen beruflichen Abschluss wählen bitte den Reiter „Pflegehilfskraft“ aus. Für den Fall des Einsatzes weist der vdpb-Bayern darauf hin, dass der aktuelle Arbeitsvertrag bestehen bleibt und Freiwillige zu diesem Zweck unter Lohnersatz beziehungsweise Lohnfortzahlung freigestellt werden.

Mitteilung vom 09.04.2020

Coronavirus: Einschränkungen am Osterwochenende

Der Landkreis nimmt die juristischen Bedenken des Bayerischen Innenministeriums gegen die Allgemeinverfügung zur Kenntnis und wird diese akzeptieren.

Update zur Allgemeinverfügung Einschränkung am Osterwochenende


Der Landkreis Ostallgäu nimmt die formaljuristischen Bedenken des Bayerischen Innenministeriums gegen die Allgemeinverfügung zur Kenntnis und wird diese akzeptieren. Die Polizei ist angehalten die Verfügung nicht zu vollstrecken, wohl aber die Einhaltung der bestehenden bayerischen Regelungen zur Ausgangsbeschränkung zu kontrollieren. Die Beschränkung des Ausflugsverkehrs war ein beherzter und mutiger Schritt, um die Weiterverbreitung des Virus zu verlangsamen, die Einsatzkräfte (Bergwacht, Polizei) zu entlasten und die Kapazitäten der Krankenhäuser nicht zu belasten. Nichtsdestotrotz stimmt die Zielrichtung der Verfügung mit der bayerischen Linie, sich nur in unmittelbarer Nähe der eigenen Wohnung zu bewegen, absolut überein. Nach den Erfahrungen der vergangenen Wochenenden, dass bloße Appelle nicht von allen ernst genommen werden, war es der Versuch, die Polizei bei ihren Kontrollen und die Gemeinden im touristischen Süden bei ihren Bemühungen zu unterstützen. Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage, frohe Ostern und bleiben Sie gesund.

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Die Allgemeinverfügung gilt für alle, die außerhalb des Landkreises Ostallgäu wohnen, und kommt in folgenden Gemeindegebieten des Landkreises Ostallgäu zur Anwendung: Rückholz, Seeg, Roßhaupten, Lechbruck am See, Nesselwang, Eisenberg, Hopferau, Rieden am Forggensee, Halblech, Schwangau, Pfronten und Füssen. Ausgenommen sind nur Personen mit Wohnsitz im Landkreis oder in den Gemeinden Oy-Mittelberg, Wertach, Bad Hindelang, Bernbeuren, Steingaden, Prem, Wildsteig und Saulgrub.
 
Um die Ausbreitung und damit verbundenen Auswirkungen des Coronavirus zu verringern, hat sich die Führungsgruppe Katastrophenschutz zu diesem Schritt entschieden. Hintergrund ist auch die vorhergesagte gute Witterung für die Osterfeiertage und die bereits am vergangenen Wochenende aufgetretenen Unfälle in den Bergregionen des Landkreises. Bei diesen Unfällen wurden wieder Rettungskapazitäten gebunden, die im derzeitigen Kampf gegen das Coronavirus an anderer Stelle gebraucht werden.
 
Polizei kontrolliert Vorgaben
 
Mit dem Verbot soll die Möglichkeit, die Region als Wander- oder Freizeitziel zu besuchen, eingedämmt werden. In diesem Zusammenhang weist das Landratsamt darauf hin, dass auch die Ostallgäuer Bürgerinnen und Bürger dringend gebeten werden, zu Hause zu bleiben. Spaziergänge sollten nur in der näheren Umgebung des Wohnortes unternommen werden; auf Wanderungen in die Berge gilt es zu verzichten. Die Polizei wird das Einhalten der Vorgaben kontrollieren. Die Verfügung gilt bis einschließlich Ostermontag und das Landratsamt behält sich vor, an den kommenden Wochenenden gleich zu verfahren.

 

 

Mitteilung vom 08.04.2020

Coronavirus: Interaktive Karte mit aktuellen Zahlen aus jeder Gemeinde

Die Karte wird fortlaufend aktualisiert und zeigt die Infektionen in jeder einzelnen Ostallgäuer Gemeinde sowie in der Stadt Kaufbeuren an.

Der Landkreis Ostallgäu hat am Dienstag auf seiner Website eine interaktive Karte mit aktuellen Zahlen zu Corona-Infektionen in der Region veröffentlicht. „Diese Karte ist sehr übersichtlich und schafft für jeden Bürger Transparenz zum Verlauf der Pandemie in der Region“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Die Karte ist hier zu finden. Sie listet die registrierten Corona-Infektionsfälle je Gemeinde sowie die Fallzahl pro 1000 Einwohner auf, welche einen repräsentativen Vergleich unter den Gemeinden möglich macht.

Mitteilung vom 07.04.2020

Coronavirus: Zahl der Infizierten bei 363 – weitere Todesfälle

Stand heute, Dienstagnachmittag, sind insgesamt 363 Personen positiv getestet worden – 301 im Landkreis Ostallgäu und 62 in der Stadt Kaufbeuren.

Drei Personen mit schweren Vorerkrankungen sind unterdessen gestorben. Die Zahl der Todesfälle in der Region Ostallgäu-Kaufbeuren erhöht sich damit auf elf.
 
Auch im Senioren- und Pflegeheim Waal sind weitere Bewohner und Mitarbeiter vom Coronavirus betroffen. 36 Bewohner und 17 Mitarbeiter sind an COVID-19 erkrankt. Drei Bewohner sind verstorben.  Die Heimleitung hat die Erkrankten Bewohner isoliert. Die betroffenen Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne.
 
Schutzausrüstung für das Pflegepersonal
 
Ein aufgrund der neuen bayerischen Vorgaben bestellter Heimarzt ist für die medizinische Überwachung zuständig. Dieser entscheidet auch vor Ort über eine Verlegung von Bewohnern in ein Krankenhaus, wenn gesundheitliche Gründe dies erforderlich machen. 
 
Die Pflege der Bewohner ist mit dem verbleibenden Personal sowie Personen aus dem Pflegepool Bayern sichergestellt. Das Senioren- und Pflegeheim in Waal hat, wie andere Heime auch, in den vergangenen Tagen Schutzausrüstung für das Pflegepersonal erhalten und wird auch bei weiteren Lieferungen in der Verteilung berücksichtigt.

Mitteilung vom 07.04.2020

Coronavirus-Update: Weitere Erkrankte in der Region Ostallgäu-Kaufbeuren – weitere Todesfälle

Stand heute, Dienstagmittag, sind insgesamt 355 Personen positiv getestet worden. 295 im Landkreis Ostallgäu und 60 in der Stadt Kaufbeuren.

Über das Wochenende sind drei Personen mit schweren Vorerkrankungen verstorben. Die Zahl der Verstorbenen erhöht sich damit in der Region Ostallgäu – Kaufbeuren auf acht Personen.

Mitteilung vom 07.04.2020

Corona-Hotline: Neue Betriebszeiten

Die Hotline ist nun täglich von 8 bis 20 Uhr besetzt. Der Zeitraum von 20 bis 22 Uhr wurde mittlerweile kaum mehr genutzt wird.

Seit Einführung der Hotline am 5. März 2020 waren die Telefone von täglich von 8 – 22 Uhr besetzt. Diese Zeiten waren aufgrund der vielen Fragen von Rückkehrern aus Risikogebieten und Informationen zu den Ausgangsbeschränkungen erforderlich. Mittlerweile hat sich ergeben, dass der Zeitraum von 20 bis 22 Uhr kaum mehr genutzt wird.
   
Aus diesem Grund hat die Führungsgruppe Katastrophenschutz entschieden, dass die Hotline vom heutigen Montag an täglich von 8 – 20 Uhr unter der 08342 911-623 erreichbar ist.

Mitteilung vom 03.04.2020

Coronavirus-Update: Weitere Erkrankte in der Region

Stand Freitag, 3.4. sind insgesamt 288 Personen positiv getestet worden. 241 im Landkreis Ostallgäu und 47 in der Stadt Kaufbeuren.

Mitteilung vom 03.04.2020

Corona-Pandemie: 12. ABK Allgäuer Radltour verschoben auf 2021

Das haben die Veranstalter gemeinsam entschieden. Austragungsort wird Obergünzburg sein, die Veranstaltung soll Ende Mai oder Anfang Juni 2021 stattfinden.

Aufnahme der 11. ABK Allgäuer Radltour 2019 mit Start und Ziel in Lechbruck am See. Bildnachweis: Landkreis Ostallgäu / Christian Greither Photography

Aufnahme der 11. ABK Allgäuer Radltour 2019 mit Start und Ziel in Lechbruck am See. Bildnachweis: Landkreis Ostallgäu / Christian Greither Photography

Unter der Federführung des Landkreises Ostallgäu und der Aktienbrauerei Kaufbeuren ist die ABK Allgäuer Radltour mit jährlich rund 2.000 Teilnehmern eine der größten Breitensportveranstaltungen in Bayern.
 
„Gesundheit an erster Stelle“

 
„Wir bedauern die Verschiebung, sind aber angesichts der momentanen Situation überzeugt, dass die Entscheidung richtig ist. Die Gesundheit der Teilnehmer, Besucher und Helfer steht für uns an erster Stelle“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Aktuelle Informationen unter www.radregionallgaeu.de.

Mitteilung vom 03.04.2020

Coronavirus: Senioren- und Pflegeheim Waal – Testergebnisse liegen vor

Es sind insgesamt 29 Personen positiv auf Corona getestet, 15 Mitarbeiter und 14 Bewohner.

Nachdem diese Woche die ersten Fälle von Coronainfektionen im Senioren- und Pflegeheim Waal aufgetreten sind, wurden die Mitarbeiter und Bewohner des Heimes getestet. 
   
Die Heimleitung setzt den vorhandenen Notfallplan um und isoliert die weiteren positiven Bewohner innerhalb der Einrichtung. Nach Auskunft der Heimleitung geht es den erkrankten Bewohnern den Umständen entsprechend gut. Die positiv getesteten Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne. Die Pflege der erkrankten und gesunden Bewohner ist gewährleistet.