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Mitteilung vom 15.07.2013

Zwei Ostallgäuer Orte nehmen am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ teil

Seeg und Aufkirch nehmen am Kreisentscheid des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" teil.

Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

Aufkirch

Seeg

Die Bewertungskommission ist in diesem Jahr zum ersten Mal allgäuübergreifend.

Seeg war beim Wettbewerb bereits in den Jahren 1938 und 1976 dabei. Aufkirch hat bis dato noch nicht teilgenommen. Die Bewertungskommission setzt sich in diesem Jahr erstmals aus Experten aus allen Allgäuer Landkreisen zusammen: In ihr sind beispielsweise Fachleute aus den Kreisverbänden für Gartenbau und Landespflege, aus der Landwirtschaft und den Gemeinden, aus dem Bauwesen und der Kreisheimatpflege vertreten.

 

Viele verschiedene Kriterien

Diese Allgäuer Kommission wird im September auch die beiden Ostallgäuer Orte Seeg und Aufkirch besuchen und sie bewerten. Zunächst wird dabei eine Bestandsaufnahme gemacht. Kriterien wie Bevölkerungsstruktur, Arbeitsplätze und Infrastruktur sind dabei genauso wichtig wie die Gestaltung der Gebäude und Gärten. Auch werden das Vereinsleben, die Kirchengemeinde und Aktivitäten für Jugendliche und Senioren erfasst. Mitentscheidend sind auch die Einbettung des Dorfes in der Landschaft und der Umgang mit vorhandenen Lebensräumen für seltene Tier- und Pflanzenarten.

 

Die weiteren Allgäuer Vertreter im Wettbewerb sind die Dörfer Wildpoldsried und Wertach (Oberallgäu) sowie Niederdorf, Traunried und Kirchheim aus dem Unterallgäu.

 

Der bayerische Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" (2013 bis 2016) ist ein Wettbewerb für alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde. Mit ihm sollen besondere Ideen zur Entwicklung der Dörfer herausgestellt und bestärkt werden. Jedes Dorf hat ganz unter-schiedliche Voraussetzungen, deshalb ist es wichtig, als Gemeinde die eigenen Stärken in allen Bereichen zu kennen.

 

Aufkirch ist ein Ortsteil des Marktes Kaltental mit circa 450 Einwohnern. Weitere Informationen über die Gemeinde gibt es im Internet unter www.markt-kaltental.de. Die Gemeinde Seeg im südlichen Ostallgäu mit rund 2800 Einwohnern nimmt dieses Jahr ebenso am Kreisentscheid des Landkreises teil. Mehr Infos unter www.seeg.de.
 
Kontakt und weitere Informationen zum Dorfwettbewerb:

Landratsamt Ostallgäu
Kreisfachberaterinnen für Gartenkultur und Landespflege
Friederike Scharpf, Tel. 08342/911-326
Friederike.Scharpf(at)lra-oal.bayern.de
Birgit Wehnert, Tel. 08342/911-380
Birgit.Wehnert(at)lra-oal.bayern.de

Mitteilung vom 11.07.2013

Vereinspauschale 2013: 217.000 Euro für 130 Sportvereine im Ostallgäu

Die Summe liegt in diesem Jahr um 17.500 Euro höher als im Jahr 2012.

Die Vereinspauschale dient den Ostallgäuer Sport- und Sportschützenvereinen zur Erfüllung ihrer vielfältigen Aufgaben. Ob für den Einsatz ihrer Übungsleiter oder die Beschaffung von Geräten – die Vereine bestimmen selbst über die Verwendung des Geldes.

 

Höhere Förderung als 2012

 

Die Ostallgäuer Sportvereine erhalten heuer vom Landratsamt eine um 17.500 Euro höhere Förderung als im vergangenen Jahr. Die vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus im Jahr 2013 zur Verfügung gestellte Förderung pro Mitgliedereinheit des jeweiligen Vereins beträgt 0,27 Euro (eine diesjährige Erhöhung von 0,005 Euro).

 

Anerkannte Übungsleiterlizenzen zählen 650-fach

Berechnungsgrundlage der Vereinspauschale sind Mitgliederzahlen und Übungsleiterlizenzen. Jugendliche Mitglieder bis 26 Jahre zählen zehnfach, Mitglieder ab 27 Jahre einfach. Anerkannte Übungsleiterlizenzen zählen 650-fach. Bestimmte Zusatzlizenzen und Lizenzen, die bei zwei Vereinen zum Einsatz kommen, werden 325-fach bewertet. Jeder Verein kommt so auf seine Mitgliedereinheiten, die mit der vom Kultusministerium festgesetzten Fördereinheit multipliziert den jeweiligen Förderbetrag ergeben. Mindestens 500 Mitgliedereinheiten muss ein Verein erreichen, um in den Genuss der Förderung zu kommen. 

Mitteilung vom 10.07.2013

Erste Kennzeichen MOD und FÜS ausgegeben

Gleich am ersten Tag haben sich Dutzende Ostallgäuer ihre neuen alten Kennzeichen in den Zulassungsstellen in Marktoberdorf und Füssen abgeholt.

Landrat Johann Fleschhut und Sven Dürr, Inhaber von "Hosp Weine", montieren gemeinsam ein neues altes MOD-Kennzeichen.

Seit dem heutigen Mittwoch gibt es sie wieder: Die MOD- und FÜS-Kennzeichen. "Unsere Identität als Landkreis hängt nicht an einem Kennzeichen und daher gibt es nun auf Wunsch der Bürger die Auswahl", sagt Landrat Johann Fleschhut. Bislang wurden 43 MOD- und 75 FÜS-Kennzeichen ausgegeben (Stand: 10. Juli, 16.30 Uhr).

 

Altkennzeichen aus Heimatverbundenheit

"Wir sind eine Marktoberdorfer Firma, da ist es doch klar, dass wir MOD-Kennzeichen an unseren Fahrzeugen haben", meinte Sven Dürr, während er sein neues Nummernschild montierte. Der Inhaber der Firma "Hosp Weine" hatte sich zuvor wie viele andere Ostallgäuer Bürger für seine Fahrzeuge mehrere Altkennzeichen reserviert. Das erste montierte er nun am Mittwochmorgen zu-sammen mit Landrat Johann Fleschhut an einen neuen Hosp-Lastwagen. Aus Heimatverbundenheit habe er sich die Kennzeichen gesichert, sagt Dürr.

 

Erstes Altkennzeichen für Ehrenbürger Köpf

Da geht es ihm wie vielen der rund zwei Dutzend Bürger, die am Mittwoch in aller Früh in die Zulassungsstellen nach Marktoberdorf und Füssen gekommen waren, um ihr neues altes Kennzeichen abzuholen. Auch Robert Schuller findet das MOD-Kennzeichen "historischer". Der junge Ostallgäuer  hat sich das MOD-Kennzeichen für sein frisch restauriertes, 30 Jahre altes Motorrad gesichert: "Ich finde einfach, das klassische Kennzeichen passt besser zu einem alten Fahrzeug."

In Füssen ging das erste Kennzeichen an Ehrenbürger Alfred Köpf. Seine Motivation für die Wahl hin zu FÜS ist, dass er damit als Füssener Bürger besser bei seinen Reisen erkannt wird. Und auch der Abschleppdienst Schlichtling wird alle seine fünf LKW am Standort Füssen künftig auf FÜS-AK umstellen.

Terminreservierung spart Wartezeit

Im Vorfeld waren exakt 3674 Wunschkennzeichen reserviert worden: 1321 in Marktoberdorf und 2353 in Füssen. Der beste Weg zum Wunschkennzeichen ist es, einen Termin zu vereinbaren und ohne Wartezeit in aller Ruhe ein paar Tage später die erweiterten Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 17.30 Uhr und am Freitag von 7.30 bis 13 Uhr in Marktoberdorf in Anspruch zu nehmen. FÜS-Kennzeichen sind natürlich auch hier erhältlich.

 

Weitergehende Information gibt es beim Bürgerservice im Landratsamt Ostallgäu unter der Telefonnummer 08342/911-444.

Mitteilung vom 09.07.2013

Planmäßig: Wiedereinführung der Altkennzeichen am 10. Juli 2013

Wie das Landratsamt Ostallgäu aus dem Bayerischen Verkehrsministerium erfahren hat, werden die Altkennzeichen im Freistaat Bayern wieder eingeführt.

Den Genehmigungsbescheid erhalten die Landratsämter laut Ministerium im Laufe des 9. Juli.

 

Kennzeichen-Abholung am 10. Juli möglich

Damit hält das Landratsamt Ostallgäu an seiner bisherigen Planung fest und ermöglicht ab 10. Juli die Ausgabe der Altkennzeichen FÜS und MOD.
Die Bürger können ihr Wunschkennzeichen in den Zulassungsstellen Marktoberdorf und Füssen abholen. In Marktoberdorf öffnet der Bürgerservice samt Zulassungsstelle (Schwabenstraße 11, 87616 Marktoberdorf) am Mittwoch um 7.30 Uhr, in Füssen (Augsburger Straße 15, 87629 Füssen) startet der Betrieb um 8 Uhr.

 

"Vorfreude ist groß"

 

"Auch wenn die Vorfreude groß ist, muss nicht jeder gleich am 10. Juli sein Kennzeichen zu holen. Am ersten Tag rechnen wir mit längeren Wartezeiten, die man aber durch eine Terminvereinbarung leicht vermeiden kann", erklärt Haltmayr. Der bessere Weg sei es nämlich, einen Termin zu vereinbaren und ohne Wartezeit in aller Ruhe ein paar Tage später die erweiterten Öffnungszeiten von Mo-Do von 7.30 bis 17.30 Uhr und am Freitag von 7.30 bis 13 Uhr in Marktoberdorf in Anspruch zu nehmen. FÜS-Kennzeichen sind natürlich auch hier erhältlich.

Weitergehende Information gibt es beim Bürgerservice im Landratsamt Ostallgäu unter der Telefonnummer 08342/911-444.

Mitteilung vom 08.07.2013

Soforthilfe auch für Opfer von unwetterbedingten Wasserschäden

Alle Ostallgäuer, die durch das Unwetter am 20. Juni Wasserschäden an Haus und Hof erlitten haben, können ab jetzt beim Landkreis finanzielle Hilfe beantragen.

Die Regierung von Schwaben gab nun bekannt, dass die nach dem Hochwasser eingeleiteten Hilfsmaßnahmen auch für das Unwetter vom 20. Juni gelten. "Diese Zusage ist eine sehr gute Nachricht für die vom Unwetter so stark betroffenen Ostallgäuer. Unser Einsatz hat sich gelohnt", sagt Landrat Johann Fleschhut.

 

Hilfsgelder beantragen

Landrat Fleschhut hatte die Regierung von Schwaben vor kurzem in einem Schreiben dazu aufgefordert, die Hilfsmaßnahmen (Sofortgeld, Soforthilfen "Haushalt/Hausrat" und "Ölschäden an Gebäuden" sowie Notstandsbeihilfen)  auch auf das Unwetter vom 20. Juni 2013 auszuweiten. Diesem Ansinnen gab das Bayerische Finanzministerium nun statt. Wer an seinem Haus oder Hausrat durch das Unwetter einen Wasserschaden erlitten hat, kann beim Landkreis Ostallgäu ab sofort Hilfsgelder beantragen.

 

Mindestens 200.000 Euro Schaden

Das Unwetter vom 20. Juni hatte im Ostallgäu eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mehr als 40 Keller waren vollgelaufen, Dutzende Straßen und Unterführungen wurden überschwemmt. 36 Feuerwehren, das Rote Kreuz sowie das Technische Hilfswerk waren an diesem Abend an rund 80 Orten im Landkreis im Einsatz, um Menschen zu helfen und Schäden zu beseitigen. Mindestens 200.000 Euro Schaden waren durch Starkregen und Hagelsturm entstanden.

Eine Zusammenstellung möglicher Hilfen findet sich hier.

 

Bei Rückfragen gilt folgender Kontakt:


Landratsamt Ostallgäu
Schwabenstraße 11, 87616 Marktoberdorf
Tel. 08342 911-298, Fax 08342 911-561
E-Mail: christian.rieger(at)lra-oal.bayern.de

Mitteilung vom 04.07.2013

Zeitweise Sperrung: Arbeiten an der OAL 3 zwischen Aitrang und Umwangs

Am Montag, den 8. Juli 2013, werden an der Kreisstraße OAL 3 zwischen Aitrang und Umwangs Arbeiten an der Fahrbahndecke erledigt.

Hierzu ist eine eintägige Vollsperrung der OAL 3 erforderlich. Je nach Witterung kann sich die Maßnahme jedoch verschieben.

 

Umleitung über Wenglingen

 

Eine Umleitungsbeschilderung wird aufgestellt. Die Umleitung erfolgt über Wenglingen, Apfeltrang, Ruderatshofen nach Aitrang und umgekehrt. Der Landkreis Ostallgäu bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis.

Mitteilung vom 04.07.2013

SPD Ostallgäu feiert 150. Geburtstag - Landrat Fleschhut gratuliert

Die SPD Ostallgäu hat am Mittwochabend ihren 150. Geburtstag im Marktoberdorfer Modeon gefeiert.

Von links: Paul Iacob (Bürgermeister Füssen), Franz Müntefering (MdB), Landrat Johann Fleschhut und Dr. Paul Wengert (MdL). Foto: Ulrike Propach

Festredner war der langjährige SPD-Spitzenpolitiker Franz Müntefering. Landrat Johann Fleschhut gratulierte der SPD Ostallgäu zu ihrem Festtag. Auf dem Erinnerungsfoto (von links): Paul Iacob (Bürgermeister Füssen), Franz Müntefering (MdB), Landrat Johann Fleschhut und Dr. Paul Wengert (MdL).

Mitteilung vom 03.07.2013

24-Stunden-Wandern: Johann Fleschhut trifft Schauspielerin Michaela May

Beim 24-Stunden-Wandern in Füssen hat Landrat Johann Fleschhut Bekanntschaft mit der bekannten Fernseh- und Theaterschauspielerin Michaela May gemacht.

Landrat Johann Fleschhut mit Schauspielerin Michaela May beim 24-Stunden-Wandern in Füssen.

Die beiden wanderten ein Stück miteinander und plauderten locker. Dabei lud Fleschhut die beispielsweise aus der TV-Serie "Münchner Geschichten" bekannte May zu den Neuschwanstein-Konzerten ein. May freute sich über die Einladung und sagte, dass sie wahrscheinlich kommen werde.

 

24-Stunden-Wandern: 450 Wanderer dabei

 

Zuvor hatten die beiden gemeinsam mit Füssens Bürgermeister Paul Iacob den Startschuss für das Wander-Event gegeben. Rund 450 Wanderer hatten sich am 24-Stunden-Wandern beteiligt. Die volle Tour führte aus der Füssener Innenstadt über Neuschwanstein zum Tegelberg und von dort durch die Pöllatschlucht wieder zurück in Richtung Füssen.

Mitteilung vom 02.07.2013

B16 östlich von Lauchdorf zeitweise voll gesperrt

Am Mittwoch, 3. Juli, beginnen die Instandsetzungsarbeiten auf der B16 östlich von Lauchdorf. Zeitweise ist die Strecke voll gesperrt.

Die Baumaßnahme erstreckt sich zwischen Lauchdorf und Hammerschmiede südlich von Pforzen auf einer Länge von rund sieben Kilometern.

 

Sperrung zwischen Lauchdorf und Ingenried

In der ersten Bauphase wird die Bundesstraße zwischen Lauchdorf und Ingenried vom Mittwoch, 3. Juli, bis Sonntag, 7. Juli, gesperrt sein. Der Verkehr wird ab Lauchdorf über die OAL 3 über Baisweil nach Ingenried umgeleitet.

 

"Ingenrieder Steige" wird saniert

Im Anschluss daran muss die "Ingenrieder Steige" südöstlich von Ingenried saniert werden. Anschließend wird die Asphaltschicht auf gesamter Länge zwischen Lauchdorf und der B16/St2015 erneuert. Wegen dieser Arbeiten wird die Sperrung ab Montag, 8. Juli, von ingenried bis zur B16/St2015 erweitert. Der Verkehr wird ab Lauchdorf über die OAL 3 über Baisweil, Eggenthal zum Kreisverkehr bei Leinau auf die B16 umgeleitet. Die Umleitung ist jedoch nur für den Verkehr mit einer Achslast bis acht Tonnen zugelassen. Fahrzeuge mit einer Achslast höher als acht Tonnen werden über die Umleitungsstrecke Mindelheim, Kreisverkehr B16/MN4 Richtung Dirlewang, St2013, Markt Rettenbach, St2012, Ronsberg, Obergünzburg, St2055, Friesenried, Kaufbeuren umgeleitet.

 

Freigabe voraussichtlich am 10. Juli

 

Am Mittwoch, 10. Juli, soll die B16 zwischen Lauchdorf und dem Einmündungsbereich B16/St2015 wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das Staatliche Bauamt bittet die Verkehrsteilnehmer für die auftretenden Behinderungen um Verständnis.

Mitteilung vom 01.07.2013

Kreisheimatpfleger Rudolf Zwick: Mit 80 in den Ruhestand

Mit 67 Jahren in Rente zu gehen, das kam für den langjährigen Ostallgäuer Kreisbaumeister Rudolf Zwick nie in Frage.

Rudolf Zwick (links) mit Landrat Johann Fleschhut.

Selbst mit 80 Jahren war er noch als ehrenamtlicher Kreisheimatpfleger aktiv. Nun geht Zwick in den Ruhestand. Landrat Johann Fleschhut würdigte Zwicks Engagement bei einer Feierstunde im Landratsamt: "Rudolf Zwick genoss wegen seiner großen Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit immer ein sehr hohes Ansehen im Landkreis."

 

Zwick: Passionierter Blasmusiker

Rudolf Zwick hätte seinen Ruhestand nach langen Jahren im Beruf eigentlich im März 1995 angetreten, doch Zwick entschied sich anders. Dem gelernten Zimmermann und passionierten Blasmusiker war Ruhe nicht genug und so begann er im Jahr 2000 als ehrenamtlicher Kreisheimatpfleger für den Landkreis zu arbeiten. Im Ostallgäu kannte sich Zwick, der in Schwabbruck lebt, bestens aus: Bis zum Jahr 1972 war er bereits im Landratsamt Füssen als Baumeister tätig und wurde zum 1. Januar 1973 zum Kreisbaumeister. Diese Stelle füllte er bis 1995 mit hohem Engagement aus.

 

Rudolf Zwick: Preisgekrönt und schwindelfrei

Rudolf Zwick war ein Kreisheimatpfleger, der dank seiner beruflichen Vorbildung immer eher die praktische Lösung wählte – und damit Erfolg hatte. Zwick bewies während seiner Zeit als Kreisheimatpflege nicht nur Geschick und Kompetenz, sondern auch die für einen Mann in seiner Position unerlässlichen Fähigkeiten Fitness und Schwindelfreiheit: Bei Ortsterminen musste Zwick nicht selten in Kirchendachstühle oder auf hohe Gerüste steigen, um sich ein Bild zu machen.

 

"Sehr viel Freude"

 

Rudolf Zwick wurde nun im Rahmen des Treffens ehemaliger Bürgermeister und Kreisräte im Landratsamt von Landrat Johann Fleschhut verabschiedet. Zwick sagte seine "letzten Worte" mit einem Lächeln im Gesicht: "Es hat mir immer sehr viel Freude gemacht."

Mitteilung vom 27.06.2013

Hagelsturm im Ostallgäu: Landkreis treibt Hilfe für Unwetter-Geschädigte voran

Der Landkreis Ostallgäu forderte von der Regierung von Schwaben in einem Schreiben finanzielle Unterstützung für die Geschädigten des Unwetters am 20. Juni.

Mindestens 200.000 Euro Schaden waren durch den heftigen Hagel und Starkregen am vergangenen Donnerstag im mittleren und nördlichen Landkreis entstanden. "Dieses Unwetter hat große Schäden angerichtet und wir wollen den Betroffenen Menschen, wenn möglich unbedingt schnell helfen", sagt Landrat Johann Fleschhut.

 

Hagelsturm im Ostallgäu: 13 Jungrinder tot

 

Der starke Hagelsturm über dem Landkreis hatte binnen kürzester Zeit Dutzende Häuser, Keller, Garagen, Straßen und Wege überschwemmt. In Lamerdingen stürzte offenbar wegen eines Blitzeinschlages ein Jungviehstall ein, 13 Tiere konnten nur noch tot geborgen werden. Auch eine Gärtnerei in Unterthingau wurde beispielsweise schwer in Mitleidenschaft gezogen: Dort zerschlug der Hagel neun Gewächshäuser. 36 Feuerwehren, das Rote Kreuz sowie das Technische Hilfswerk waren an diesem Abend an rund 80 Orten im Einsatz, um Menschen zu helfen und Schäden zu beseitigen.

 

Landrat Fleschhut: "Schäden mit jenen des Hochwassers vergleichbar"

 

"Die durch das schwere Unwetter entstandenen Schäden sind vergleichbar mit jenen des Hochwassers Ende Mai", sagt Fleschhut. Deshalb will Landkreis Ostallgäu mit dem Schreiben an die Regierung von Schwaben nun erreichen, dass auch die durch das Unwetter entstandenen Schäden mit in die von der Regierung gestarteten Hilfsmaßnahmen "Sofortgeld", "Soforthilfen Haushalt/Hausrat", "Ölschäden an Gebäuden" sowie "Härtefonds" einbezogen werden. Fleschhut: "Wir hoffen, dass die Regierung unserem Anliegen entspricht und den betroffenen Ostallgäuern hilft."

Mitteilung vom 26.06.2013

Solarbundesliga: Ostallgäu holt vierten Platz

Das Ostallgäu hat sich in der deutschlandweiten Solarbundesliga den hervorragenden vierten Platz gesichert.

Dafür wurde der Landkreis am vergangenen Wochenende im niederbayerischen Schalkham ausgezeichnet. Landrat Johann Fleschhut äußerte sich hernach stolz: "Dieser Preis zeigt, dass wir Ostallgäuer bei der Energiewende eine Vorreiterrolle innehaben."

 

Solarbundesliga: 2345 Kommunen sind dabei

 

In der Solarbundesliga werden die Kommunen mit der deutschlandweit höchsten Dichte an Solaranlagen gewürdigt. Derzeit sind in der Bundesliga 2.345 Kommunen mit insgesamt über 37 Millionen Einwohnern vertreten. Die Auszeichnungen wurden heuer zum 13. Mal verliehen. Erstmals ist dabei der Landkreis Ostallgäu in die Riege der Führenden aufgerückt.

 

Ostallgäuer Schlussspurt erfolgreich

 

Dabei konnte das Ostallgäu im Schlussspurt neben seinen Allgäuer Nachbarn selbst den ambitionierten Landkreis Ravensburg hinter sich lassen. Klimaschutzbeauftragter Johannes Fischer: "Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien sind wir  – auch dank unserer engagierten Bürger – auf einem hervorragenden und gesunden Weg."

 

Neben dem Landkreis wurden auch zwei weitere Ostallgäuer Gemeinden ausgezeichnet: Pfronten (2. Platz in der Kategorie „Solarwärme“ bei den Kleinstädten) und Rettenbach am Auerberg (jeweils 4. Platz in der Gesamtwertung und der Gesamtkategorie Solarwärme). "Das hat sich wirklich gelohnt", meinte auch Rettenbachs Zweiter Bürgermeister Reiner Friedl, der einen Großteil der Anlagenmeldungen vorgenommen hatte.

 

Solarbundesliga 2013: Auf Leistung kommt es an

 

Im Rahmen des von der Fachzeitschrift "Solarthemen" und der Deutschen Umwelthilfe getragenen Wettbewerbs wird die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen und Solarthermieanlagen je Einwohner ermittelt. Für je 1 Watt/Einwohner gibt es einen Punkt, die beiden Daten werden addiert. Für ein besonders ausgeglichenes Verhältnis zwischen Strom- und Wärmeerzeugung gibt es Bonuspunkte. Weitere Informationen unter www.solarbundesliga.de

Mitteilung vom 26.06.2013

Tag der offenen Gartentür 2013 im Ostallgäu

Der Landkreis Ostallgäu nimmt dieses Jahr erneut am Tag der offenen Gartentür mit Gärten in Baisweil, Pforzen und dessen Ortsteil Ingenried teil.

Es ist der 14. Tag der offenen Gartentür seit 1999. Dieser Tag hat sich schon bei vielen Gartenfreunden als fester Termin etabliert. Dieses Jahr ist es der 30. Juni 2013. Die teilnehmenden Gärten sind an diesem Tag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. So kann jeder Gartenbesitzer diesen schönen Tag genießen und sich Ideen für den eigenen Garten mit nach Hause nehmen.

 

Drei Gärten in Pforzen zu sehen

 

Aus der Gemeinde Pforzen stellen drei Gartenbesitzer ihre Gärten zur Verfügung. Es empfiehlt sich, an der Schule Pforzen zu parken und von dort aus den Wegweisern zu folgen. Zu sehen gibt es den neugestalteten Schulgarten mit Kinderspielplatz und Laube zum Verweilen, einen verträumten Garten mit Teich, Bonsais, Gewächshaus und Rosen und schließlich eine große Gartenanlage mit altem Baumbestand und naturbelassenem Bauerngarten.

 

In Pforzen-Ingenried kann ein vielseitiger, reizvoller Schaugarten auf dem Kräuterhof mit Obstgarten besucht werden. Weitere Informationen auf www.bertlies.de.

 

Naturnahe Streuobstwiese in Baisweil

 

In dem Ort Baisweil öffnet eine am Mühlbach gelegene, naturnahe Streuobstwiese mit alten Sorten ihre Gartentür. Zudem gibt es einen alten Baumbestand mit vielen Möglichkeiten zum Verweilen, einen Wintergarten und eine Saunahütte mit energetischem Brunnen. Der Gartenbauverein Baisweil sorgt für Verpflegung im Pfarrgarten.

Mitteilung vom 24.06.2013

Deutscher Architekturpreis für Planer des Buchloer Gymnasiums

Professor Arno Lederer, Architekt des neuen Gymnasiums in Buchloe, ist mit dem Deutschen Architekturpreis 2013 ausgezeichnet worden.

Der Landkreis Ostallgäu ist stolz, dass ein solch renommierter Experte derzeit ein Projekt in unserer Region verwirklicht und gratuliert Professor Lederer ganz herzlich. Landrat Johann Fleschhut: "Arno Lederer ist ein emotionaler und emphatischer Architekt, der Projekte gewissermaßen mit einem humanistischen Ansatz angeht und sie als ganzheitliche Form des Lebens sieht. Er hat bei seiner Planung nicht nur an Kosten gedacht, sondern vor allem an die Kinder. Das war uns ganz wichtig."

 

Den Deutschen Architekturpreis erhalten nur wahre Koryphäen. Der Planer des neuen Gymnasiums Buchloe zählt nun zu diesem erlauchten Kreis: Professor Arno Lederer, Gründer des Architekturbüros LRO in Stuttgart, ist für seine architektonische Umsetzung des Kunstmuseums Ravensburg mit dem Deutschen Architekturpreis 2013 ausgezeichnet worden.

 

Lederer setzt Maßstäbe

 

Die hochkarätig besetzte Jury zeigte sich vom spektakulär einfachen Entwurf Lederers schwer beeindruckt. Sigurd Trommer, Jury-Mitglied und Präsident der Bundesarchitektenkammer sagte in seiner Laudatio: "Zukunftsfähige Gebäude müssen hohe Ansprüche an Qualität, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz erfüllen. Sie sollen mit ihrer Gestalt und Funktion ihre Orte bereichern und beleben, sollen Betrachter und Benutzer anregen und erfreuen. Das gelingt dem Kunstmuseum Ravensburg, dem weltweit ersten Passivhaus-Museum, von den Architekten Lederer Ragnarsdóttir Oei. Es fügt sich zugleich wunderbar in das schöne historisch gewachsene Stadtbild von Ravensburg."

 

Auch beim Gymnasium Buchloe haben Lederer und seine Kollegen Maßstäbe gesetzt: Das Gebäude wird nicht nur im Passivhausstandard erbaut, sondern hat auch eine ganz besondere menschliche Note. Das überzeugte seinerzeit auch die Kommission, die über die Entwürfe für das Buchloer Gymnasium entschied.

Mitteilung vom 24.06.2013

Landratsamt gibt auch kurze Kennzeichen frei

Das Landratsamt hat sich entschlossen rund 400 kurze Kennzeichenkombinationen mit der Einführung von "FÜS" und "MOD" frei zu geben.

"Von vielen Autobesitzern wird immer wieder die Frage gestellt, ob nicht ein Kennzeichen mit nur 1 Buchstaben und 1 Zahl verfügbar ist", weiß Thomas Haltmayr, Leiter des Bürgerservice im Landrats-amt Ostallgäu zu berichten.
Die Zulassungsstelle ist verpflichtet, für alle Fahrzeuge die passenden Kennzeichengrößen vorzuhalten. Besonders importierte Fahrzeuge aus Amerika haben nur Platz für kürzere Kennzeichen. Gerade das Ostallgäu mit seiner 3-stelligen Erkennungsnummern hatte dafür nur ein begrenztes Kontingent an kleinstmöglichen Kombinationen (1 Buchstabe 1 Zahl), die für diese Fahrzeuge passend sind. Ent-sprechende Anfragen mussten daher meistens verneint werden.

 

Mit der Freigabe der Bereiche FÜS und MOD sind rechnerisch über 400 Kennzeichen mit kurzen Kennzeichengruppen zusätzlich frei geworden. "Nach Prüfung unserer Bestände können wir für die Kennzeichen mit FÜS und MOD beginnend, auch die kurzen Kombinationen frei machen. Ich denke, damit erfüllen wir den Herzenswunsch vieler Bürger", so Haltmayr.

 

Die kurzen Kennzeichenkombinationen für "FÜS" und "MOD" sind ab dem 28.06. im Internet auf www.ostallgaeu.de , persönlich im Bürgerservice oder unter 08342/911-444 reservierbar.

Mitteilung vom 24.06.2013

Gute Wasserqualität: Entwarnung für alle 19 EU-Badegewässer im Ostallgäu

Aufgrund der starken Regenfälle konnten bis zuletzt mögliche erhöhte mikrobiologische Krankheitserreger in den Ostallgäuer Seen nicht ausgeschlossen werden.

Deswegen veranlasste das Gesundheitsamt des Landratsamtes Ostallgäu eine außertourliche Beprobung aller 19 EU-Badegewässer im Ostallgäu. Heute kam für alle Seen Entwarnung. Alle 19 EU-Badeplätze entsprechen den Richtlinien und Normen und können von Badenden genutzt werden.

 

Informationen zu den EU-Badegewässern im Ostallgäu, insbesondere zur Wasserqualität werden regelmäßig aktuell im Internet veröffentlicht unter www.lra-ostallgaeu.de.

 

19 EU-Badeplätze gibt es im Ostallgäu. Im Regierungsbezirk Schwaben hat der Landkreis damit mit Abstand die meisten registrierten EU-Badegewässer. Bayernweit liegt das Ostallgäu auf Rang drei. Hier die 19 EU-Badeplätze im Ostallgäu:

• Alatsee, Füssen
• Alpsee, Schwangau
• Bannwaldsee, Schwangau
• Elbsee, Ruderatshofen
• Ettwieser Weiher, Marktoberdorf
• Faulensee, Rieden a. F.
• Forggensee Badeplatz Brunnen, Schwangau
• Forggensee Badeplatz Dietringen, Rieden a. F.
• Forggensee Campingplatz Warsitzka, Rieden a. F.
• Hopfensee, Füssen
• Illasbergsee, Halblech
• Mittersee, Füssen
• Naturfreibad Hagenmoos, Obergünzburg
• Obersee, Füssen
• Oggenrieder Weiher, Irsee
• Schmutterweiher, Roßhaupten
• Schwaltenweiher, Seeg
• Schwansee, Schwangau
• Weißensee, Füssen

 

Für weitere Auskünfte, ob in einem bestimmten Gewässer aktuell ein Freibadevergnügen unter hygienisch einwandfreien Bedingungen möglich ist, steht das Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 08342/911-623 zur Verfügung.

Mitteilung vom 20.06.2013

Tag der offenen Gartentüre

Der Sommer kommt und mit ihm der Tag der offenen Gartentür. Wie jedes Jahr stehen am letzten Sonntag, heuer am 30. Juni in Schwaben die Gartentüren weit offen.

Gärten und Parks sind auch Rückzugsgebiete für Flora und Fauna. Deswegen verdienen sie besondere Pflege und Aufmerksamkeit.

 

Einen ganzen Tag können Interessierte Beispiele schwäbischer Gartenkultur entdecken und kennenlernen. Insgesamt sind 49 Gärten geöffnet – und so vielgestaltig wie die schwäbische Landschaft zeigt sich auch die schwäbische Gartenwelt.

 

Weitere Informationen finden Sie im Flyer zur Veranstaltung.

Mitteilung vom 20.06.2013

„Wissen schafft Neues“ – Der Landkreis präsentiert auf der MIR 2013 die Bildung im Ostallgäu

Bildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft: "Wissen schafft Neues" ist deshalb der Leitspruch der "Bildungsregion Ostallgäu".

Diese präsentiert der Landkreis ab Freitag auf der Messe "Miteinander in der Region – MIR". Vom 21. bis 23. Juni werden in der Karthalle in Kaufbeuren Bildungskoordinator Dr. German Penzholz und Bildungsberater Michael Kühn die Themen der "Bildungsregion Ostallgäu" vorstellen. Zudem präsentieren verschiedene Bildungsträger auf dem Stand abwechselnd ihre Projekte.

 

Kleine Forscher und selbst entwickelte Roboter

 

Schwerpunkt des Messeprogramms des Landkreises Ostallgäu sind die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Der St. Magnus-Kindergarten Marktoberdorf präsentiert am Samstag und Sonntagvormittag spannende Experimentierstationen aus dem "Haus der Kleinen Forscher".

 

Die Mittelschule Germaringen zeigt am Sonntagnachmittag, wie ihre Schüler in Eigenregie einen Seilklettergarten bauen. Am Freitagnachmittag stellt die Robotikklasse der Realschule Buchloe von Schülern entwickelte Roboter vor und die Zimmerer der Berufsschule Ostallgäu zeigen, was sie drauf haben.

 

Die Allgäu GmbH legt mit "Bildungsportal Allgäu" dar, wie nach der Schule das passende Weiterbildungsangebot für die berufliche Karriere gefunden werden kann. Mit einer Kurzberatung durch den Bildungsberater des Landkreises, Michael Kühn, können sich Messebesucher individuell über ihre Berufsziele und Fähigkeiten informieren.

 

Großes Gewinnspiel

 

Beim großen Gewinnspiel rund um die "Bildungsregion Ostallgäu" können Messebesucher attraktive Preise im Wert von bis zu 200 Euro gewinnen.

Mitteilung vom 20.06.2013

Friedrich Obermaier ist neuer Jagdberater im nördlichen Ostallgäu

Obermaier tritt damit die Nachfolge von Dr. Rudolf Schmidt an, der zum 1. April nach 25 Jahren als Jagdberater aufhörte.

Von links: Abteilungsleiter Ralf Kinkel, Friedrich Obermaier, Landrat Johann Fleschhut. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Von links: Abteilungsleiter Ralf Kinkel, Friedrich Obermaier, Landrat Johann Fleschhut. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Der 60-jährige Oberostendorfer gilt als hoch kompetenter Jäger und ist seit vielen Jahren Hegegemeinschaftsleiter der Hegegemeinschaft Kirchweihtal sowie Pächter des Jagdreviers Lengenfeld. Obermaier, der seit 1976 als Verkaufsleiter bei der Firma Fendt in Marktoberdorf arbeitet, verfügt also über jede Menge Erfahrung im Umgang mit Jägern und Jagdgenossen. Landrat Johann Fleschhut sieht den Posten mit Obermaier ideal besetzt und bezeichnet ihn als "engagierten und sachkundigen Jäger".

 

Dr. Rudolf Schmidt verabschiedet

 

Obermaier ist als Jagdberater nun für die Hegegemeinschaften Baisweil, Buchloe, Kirchweihtal und  Kaltental-Nord zuständig. Diese waren in den vergangenen 25 Jahren unter den Fittichen von Dr. Rudolf Schmidt, der im April nach 25 Jahren aufhörte.

Mitteilung vom 20.06.2013

Allgäuer Moorallianz: Sechs spannende neue Projekte gehen an den Start

Die Umsetzung der Projekte für Tourismus und Naherholung steht in den kommenden Monaten in Oy-Mittelberg, Durach, Seeg, Missen-Wilhams und am Elbsee an.

Das hat die Regionale Partnerschaft – das Entscheidungsgremium der Allgäuer Moorallianz – beschlossen. Ein fachlich fundiertes Monitoring für das nachhaltige Grabenmanagement sowie ein "Streuehof"-Programm standen ebenso auf der Tagesordnung der Gremiumssitzung. Anschließend verabschiedete die Zweckverbandsversammlung den Haushalt für das Jahr 2013.

 

Einzigartig ist jedes der vorgestellten Moorerlebnis-Projekte, die die Allgäuer Moorallianz gemeinsam mit den Projektträgern in den vergangenen zwei Jahren erarbeitet hat. Die Vorkonzeptionen sind inzwischen vielerorts erstellt und wurden jetzt der Regionalen Partnerschaft vorgestellt. Das Gremium hat nun alle Konzepte zur Förderung empfohlen. Der Anspruch der Allgäuer Moorallianz an diese Konzepte ist hoch, wie Landrat Johann Fleschhut, Vorsitzender der Allgäuer Moorallianz, zu Beginn der Sitzung betonte: Oberste Prämisse sei es, dass die Projekte naturverträglich sind, also in die sensiblen Moore so wenig wie möglich eingegriffen werde. Wo nötig, müssten geeignete Maßnahmen zur Besucherlenkung eingerichtet werden. "Und dann wollen wir natürlich auch besondere Angebote schaffen", so Fleschhut, denn die Zeit, in der Naturerleben ausschließlich mit großen Infotafeln einherginge, sei vorbei. Die Erlebniselemente sollen möglichst innovativ sein, sie sollen aus dem großen Spektrum, das die Moore zu bieten haben, einzelne Aspekte herausgreifen und dazu gute Geschichten erzählen – immer mit einer spielerischen Herangehensweise, zum Anfassen, Riechen, Hören und Mitmachen.

 

Die Schwerpunkte der vorgestellten Erlebnis-Projekte sind dabei sehr unterschiedlich: Ausgehend von vier Moor-Bahnhöfen entlang der Außerfernbahnlinie wollen die Gemeinden Oy-Mittelberg und Durach landschaftliche und historische Besonderheiten hervorheben, und dabei zum Beispiel die Sage vom versunkenen Schatz im Kesselsee erzählen, einen Handtorfstich vom industriellen Torfabbau unterscheiden, einen botanischen Moorgarten anlegen oder ein Tastrelief des Schwarzenberger Weihers zeigen. Vertiefende Informationen und zusätzliche Attraktionen gibt es dabei an den Bahnhöfen, die Ausgangspunkte der Wander- und Radrunden sind. Förderfähige Kosten in diesem auf drei Jahre angelegten Projekt sind knapp 240.000 Euro bei einem Fördersatz von 65 Prozent.

 

Moorbahnhof in Seeg

 

Auch Seeg setzt in Kooperation mit Lengenwang und Rückholz auf einen Moorbahnhof als Ausgangspunkt der Erlebnisangebote entlang der Bahnlinie Marktoberdorf – Füssen. Vergleichende Landschaftsbetrachtungen wie Nutzen des Grünlands und Nutzen der Streuwiesen oder Moorwasser und Quellwasser, sowie eine Vogelbeobachtungsstation oberhalb der Seeger Seen sind einige der Inhalte des sehr modernen an Origamifalttechnik angelehnten Konzepts. Kalkuliert auf zwei Jahre kommen Projektkosten von gut 70.000 Euro bei einer Fördersumme von 65 Prozent zusammen.

 

Der Hochmoorgelbling ist der Star

 

Im Tuffenmoos in der Gemeinde Missen-Wilhams ist der Hochmoorgelbling der große Star, denn für seltene Arten wie jenen Schmetterling wurde das kleine Moos kürzlich renaturiert. Die Idee ist nun: Der Schmetterling nimmt seine Besucher zukünftig mit durch das Moos, erklärt, warum er genau hier leben möchte und stellt seine Freunde vor, die auch dort leben. Stege, die in Schmetterlingsform enden, führen über sensible Bereiche. Dort können sich Kinder, sozusagen als Körper des Schmetterlings an den Rand legen und das Moor betrachten. Bei Kosten von 54.000 Euro und einer Förderung von 65 Prozent soll das Projekt im Frühjahr 2014 fertiggestellt werden.

 

Elbseeerlebnis-Konzept

 

Unter Vorbehalt wurde das Elbseeerlebnis-Konzept zur Förderung empfohlen. Die Kofinanzierung für das Projekt ist noch nicht abgedeckt, da der Gemeinderat Ruderatshofen auch die überarbeitete Planung abgelehnt hat. Diese Planung spricht inhaltlich Familien mit kleinen Kindern an und zeigt die Besonderheiten des Elbsees in einem als Biberburg gestalteten Infopavillon, einem Bauernhofspielplatz und einem Moorkino. Gemeinsam mit den Gemeinden Aitrang und Unterthingau, die das Projekt befürwortet haben, sucht die Allgäuer Moorallianz nun nach weiteren Kofinanzierungsgebern.

 

"Nachhaltiges Grabenmanagement"

 

Die zweite Phase des Modellprojekts "nachhaltiges Grabenmanagement" beschäftigt sich mit einem fundierten Monitoring der in der ersten Phase eingesetzten vier Wehrstandorte (Füssen, Marktoberdorf, Oy-Mittelberg und Lindau). Ziel ist es, am Ende der dreijährigen Projektlaufzeit einen Praxisleitfaden anbieten zu können, wie auf welchen Flächen anstaubare Wehre den Landwirten das Grabenmanagement erleichtern können und wie Gräben mit und ohne Wehre nachhaltig und naturverträglich gepflegt werden können.

 

"Streuehof"-Programm

 

Ein "Streuehof"-Programm richtet sich an Landwirte, die größere Streuwiesenflächen bewirtschaften (mindestens 3 Hektar). Sie sollen unterstützt werden, überbetriebliche Lagermöglichkeiten für die Streue oder Trocknungsvorrichtungen in bestehenden Gebäuden einzurichten.

Bei der anschließenden Zweckverbandsversammlung Allgäuer Moorallianz verabschiedeten die Verbandsräte, Landrat Johann Fleschhut und Landrat Gebhard Kaiser den Haushalt für 2013: Veranschlagt sind unter anderem 200.000 Euro für den Flächenankauf, 120.000 Euro für Naturschutzmaßnahmen, 20.000 Euro für Erfolgskontrollen und 51.000 Euro für Öffentlichkeitsarbeit. Im Bereich Ländliche Entwicklung sind unter anderem 35.000 Euro für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit veranschlagt und 10.000 Euro für Projekte zur angepassten Landnutzung. Projekte, die von externen Projektträgern umgesetzt werden, laufen nicht über den Zweckverbandshaushalt.