Aktuelles Archiv

Mitteilung vom 11.12.2013

Inklusion: Kommunaler Aktionsplan für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Ostallgäu

Dem Landkreis Ostallgäu ist die Inklusion von behinderten Menschen ein wichtiges Anliegen.

Dabei sein: Menschen mit Behinderung

Dabei sein: Menschen mit Behinderung

Deshalb hat der Kreisausschuss nun auch die Erstellung eines eigenen Aktionsplans beschlossen. Damit wird die UN-Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte der Menschen mit Behinderungen auch im Ostallgäu umgesetzt. Ziel ist es, behinderten Bürgern die Teilhabe an allen gesellschaftlichen Prozessen zu garantieren und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
 
Seit langem engagiert sich das Ostallgäu in vielfältiger Weise für die Belange und Teilnahmemöglichkeiten von Menschen mit Behinderung. Um diese weiter zu verbessern entschloss sich der Kreisausschuss, an einem Aktionsplan zur Umsetzung der Behindertenkonvention mit zu arbeiten. Der Aktionsplan soll mit Beteiligung der betroffenen Akteure, insbesondere der Menschen mit Behinderung und ihrer Verbände, erarbeitet werden. Bestehende Maßnahmen und Initiativen für Behinderte können so nicht nur dargestellt, sondern auch verbunden und erweitert werden.
 
Mehr zum Thema:
Was ist Inklusion? "Aktion Mensch" erklärt es
Das Sozialministerium zum Thema Inklusion

Mitteilung vom 28.11.2013

Planfertigerbesprechung: Die Vorzüge des "digitalen Bauantrags"

65 Architekten, Bauingenieure und Planfertiger aus dem Landkreis haben sich im Landratsamt Ostallgäu zur Planfertigerbesprechung getroffen.

Im Mittelpunkt  der Veranstaltung standen in diesem Jahr die Verbesserungen durch das neue Angebot "digitaler Bauantrag".

 

Bauantrag via Internet

 

Wolfgang Ressel, EDV-Spezialist des Landratsamtes, informierte die Teilnehmer über den "digitalen Bauantrag" und dessen Vorzüge. Dieser ermöglicht künftig die digitalisierte und rechtsverbindliche Gestaltung des Baugenehmigungsprozesses.  Bauherren und Planfertiger haben künftig die Möglichkeit, einen Bauantrag via Internet einschließlich aller beigefügten digitalen Baupläne über die zuständige Gemeinde dem Landratsamt zu überstellen. Der Antragsteller kann stets Einsicht in das laufende Verfahren nehmen und sich über den Stand seines Bauantrags informieren. Nach Abschluss des Verfahrens werden der genehmigte Antrag sowie die geprüften und digital signierten Pläne dem Bauherrn und seinem Planer digital bereitgestellt. "Dadurch werden Verwaltungsabläufe effizienter und die Wege aller am Prozess Beteiligten verkürzt", erklärte Ressel.

 

Besondere Herausforderung Barrierefreiheit

 

Die Behindertenbeauftragte des Landkreises Ostallgäu, Waltraud Joa, stellte in ihrem Vortrag die wichtigsten gesetzlichen Neuerungen zur Barrierefreiheit vor. Die realen Auswirkungen des demografischen Wandels stellten die Gesellschaft vor eine enorme Herausforderung, der insbesondere mit der Anpassung und Gestaltung der gebauten Umwelt begegnen müsse, so Joa. Als zentrale zukünftige Aufgabe für Architekten und Stadtplaner bezeichnete Joa die barrierearme Gestaltung des öffentlichen Raumes, die barrierefreie Nutzbarkeit der öffentlich zugänglichen Gebäude sowie die Berücksichtigung der Barrierefreiheit bei der Neuerrichtung oder Sanierung von Wohngebäuden.

Mitteilung vom 28.11.2013

Wertstoffhöfe Pfronten und Füssen: Hartkunststoffe werden ab jetzt getrennt gesammelt

Der Landkreis Ostallgäu erfasst ab 2. Dezember nun auch an den Wertstoffhöfen in Füssen und Pfronten getrennt "verpackungsfremde" Kunst-stoffe.

Der Landkreis Ostallgäu erfasst ab 2. Dezember nun auch an den Wertstoffhöfen in Füssen und Pfronten getrennt "verpackungsfremde" Kunststoffe.

Dort werden nunmehr auch Gebrauchsgegenstände wie Kübel, Wannen und ähnliches aus Kunststoff nicht mehr zum Hausmüll oder Sperrmüll gegeben, sondern gebührenfrei zur stofflichen Verwertung angenommen.

 

Pilotversuche in Oberostendorf und Marktoberdorf

 

Bereits seit den Jahren 2006 beziehungsweise 2011 sammelt der Landkreis in einem Pilotversuch an der Hausmülldeponie Oberostendorf und am Abfallentsorgungszentrum in Marktoberdorf verpackungsfremde Kunststoffe und führt diese der stofflichen Verwertung zu. In letzter Zeit haben sich nicht nur Kapazitäten zur stofflichen Verwertung der Kunststoffe im Inland, sondern auch die Verwertungserlöse für diese gemischten Kunststoffe stabilisiert, sodass deren gesonderte Verwertung auch ökonomisch günstiger ist, als deren Entsorgung als Restmüll.

 

Restmüllaufkommen sinkt – Entsorgungskosten auch

 

Durch die erweiterte Sammlung rechnet der Landkreis damit, dass die Menge der verwerteten Hartkunststoffe um etwa 130 Tonnen auf dann insgesamt mehr als 300 Tonnen pro Jahr im Kreisgebiet steigen wird. Um diese Menge werden das Aufkommen an Restmüll und dementsprechend auch die anteiligen Entsorgungskosten zurückgehen.

 

Kübel, Wannen, Körbe, Kisten, Spielzeug

 

Gesammelt werden: Kübel, Wannen, Körbe, Kisten, Spielzeug und ähnliche Kunststoffgegenstände. Die Gegenstände müssen vollständig aus Kunststoff bestehen. Andere Materialien, beispielsweise Eisenteile, dürfen sie nicht enthalten. Diese sind vor der Anlieferung am Wertstoffhof zu entfernen. Im Recyclingprozess werden die einzelnen Kunststoffarten zuerst voneinander getrennt. Anschließend werden sie in einem Schredder zerkleinert und zu Mahlgut verarbeitet. Aus diesem Regranulat entstehen in weiteren Arbeitsgängen neue Kunststoffprodukte wie Klappkisten, Bügel oder Müllboxen. Allerdings stehen in Europa nach wie vor zu geringe Verwertungskapazitäten für verpackungsfremde Kunststoffe zur Verfügung. Deshalb kann das Erfassungssystem hierfür nur nach und nach ausgebaut werden.

Mitteilung vom 28.11.2013

Interkommunales Projekt: Neuer Geh- und Radweg bei Nesselwang fast fertig

Der interkommunale Geh- und Radweg zwischen Nesselwang und Wertach steht kurz vor der Fertigstellung.

Auf dem Foto von links: Wertachs Bürgermeister Eberhard Jehle, Landrat Johann Fleschhut, Thomas Stöckle, Leiter des Kommunalen Bauamtes am Landratsamt, Nesselwangs Bürgermeister Franz Erhart und Christoph Uhl, Bauamtsleiter der Marktgemeinde Nesselwang.

Zusammen mit Wertachs Bürgermeister Eberhard Jehle und Nesselwangs Rathauschef Franz Erhart hat sich Landrat Johann Fleschhut als federführend Verantwortlicher nun ein Bild von der Baumaßnahme gemacht. "Hiermit werten wir nicht nur die Radregion Allgäu auf, sondern vergrößern unser Geh- und Radwegnetz im Landkreis um stolze 8 Prozent", sagte Fleschhut.

 

Landkreisübergreifender Lückenschluss

  

Der knapp 3,8 Kilometer lange Geh- und Radweg verbindet die vier am Bau Beteiligten: die Marktgemeinden Nesselwang und Wertach – und damit das Ostallgäu und das Oberallgäu. Neben diesem landkreisübergreifenden Lückenschluss erfüllt der Bau eine weitere sehr wichtige Aufgabe: Der neue Geh- und Radweg erhöht die Verkehrssicherheit der Bürger durch die Trennung der Verkehrsteilnehmer deutlich. Inzwischen fehlt zur endgültigen Fertigstellung des rund 1,6 Millionen Euro schweren Bauwerks nur noch die letzte Tragschicht an Anfang und Ende des Geh- und Radwegs.

 

"Radregion Allgäu" wird deutlich aufgewertet

 

Durch den Anschluss an den überregionalen Bodensee-Königsee wird auch die "Radregion Allgäu" deutlich aufgewertet. Mit diesem Lückenschluss erfüllt sich ein jahrelang gehegter Wunsch vieler Radurlauber in der Region. Bürgermeister Jehle wies darauf hin, dass im zweiten Bauabschnitt nun im Bereich der Buron-Lifte eine Querungshilfe für Fußgänger sowie eine neue Linksabbiegerspur an der Kreisstraße OA 8 / OAL 1 gebaut werden soll. In diesem Bauabschnitt wird auch die Linienführung der Kreisstraße OAL 1 vor Nesselwang optimiert.

Begonnen wurde mit den Bauarbeiten an Geh- und Radweg Anfang Juni dieses Jahres. Der zweite Bauabschnitt soll im Frühjahr 2014 fertiggestellt sein. Die Arbeiten am neuen Geh- und Radweg waren teils auch von den Sanierungsarbeiten am Wertachtalübergang abhängig. Diese Brückenbaumaßnahme wird vom Staatlichen Bauamt Ende 2013 beendet.

Mitteilung vom 28.11.2013

Grünes Zentrum: "Wir setzen ein Zeichen"

Alle am Bau beteiligten Institutionen haben sich zu einem Abstimmungsgespräch getroffen.

Die Landwirtschaft hat im Ostallgäu einen sehr hohen Stellenwert.

Vertreten waren das Bayerische Landwirtschaftsministeriums, die Oberste Baubehörde, der staatliche Betriebe "Immobilien Bayern" und das staatlichen Bauamt Kempten.

"Wir setzen ein Zeichen für die Zukunftsfähigkeit und Bedeutung der Landwirtschaft im Ostallgäu und wollen mit einem innovativen Grünen Zentrum möglichst bald die Planungen fortsetzen und bauen", betonte Landrat Johann Fleschhut. Das erste Grüne Zentrum in Schwaben soll in Kaufbeuren nahe der Bundesstraße 12 errichtet werden und ein Dienstleistungszentrum für möglichst viele Angebote für die Landwirtschaft darstellen.

 

Grünes Zentrum: "Auf hohem Niveau"

 

Partner des Grünen Zentrums sind der Freistaat Bayern mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der Bayerische Bauernverband und der Maschinenring. Der Landkreis Ostallgäu wird als Bauherr und Träger der Landwirtschafts- und Technikerschulen investieren. Auf einer Fläche von ca. 5.000 Quadratmeter wird sich die Landkreisinvestition auf mehr als acht Mio. Euro belaufen. "Uns ist die Landwirtschaft und vor allem deren Zukunft diesen hohen Betrag Wert, da wir ein landwirtschaftlich geprägter Landkreis waren, sind und bleiben", so Landrat Fleschhut. Man wolle im Ostallgäu "unseren landwirtschaftlichen Nachwuchs ortsnah und auf hohem Niveau für die zukünftigen Herausforderungen eines sehr anspruchsvollen Berufsstandes ausbilden", so Fleschhut. Größter Wert werde bei den Landkreisschulen auf Holzbauweise und einen hohen ökologischen und energetischen Standard gelegt. Bei der gemeinsamen Besprechung bezogen auf die Landkreisschulen konnten Fragen zu Grundstück, der Baugrundqualität und weitere Planungsschritte besprochen werden. Landrat Fleschhut betonte, dass die Zusammenarbeit aller Partner bisher bestens und "sehr motiviert" sei und alle Beteiligten auf eine rasche Realisierung drängen würden.

 

Möglichst viele Synergien

 

Um den Grundgedanken des Dienstleistungszentrums für die Landwirtschaft möglichst optimal umsetzen zu können, sollen möglichst viele Synergien zwischen den Projektbeteiligten erarbeitet werden. Insbesondere solle zwischen den Landkreisschulen und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten "die bisherige Nähe beibehalten werden", was sich vor allem in der gemeinsamen Nutzung von Räumlichkeiten, Verkehrsflächen etc. ausdrücken soll, so der Landrat. In Kürze werden weitere Gespräche mit allen beteiligten Projektpartnern stattfinden, "um durch eine möglichst enge Abstimmung mehrerer Partner bei einem gemeinsamen Projekt einen baldigen Baubeginn zu ermöglichen", beschrieb Landrat Johann Fleschhut den ambitionierten Zeitplan. Im Zuge der Planungen für das Grüne Zentrum soll auch das Walderlebniszentrum in Füssen ausgebaut werden. Der Landkreis Ostallgäu hat hier ein Entwicklungskonzept zusammen mit dem Verein des Walderlebniszentrums an den Freistaat eingereicht. Seitens des Landwirtschaftsministeriums wurde immer wieder versichert, die forstliche Präsenz in Füssen aufrecht zu erhalten.

Mitteilung vom 26.11.2013

Gemeinsame Bildungsberatung von Landkreis und Volkshochschulen

Die Bildungsberatung des Landkreises Ostallgäu hat zusammen mit den Volkshochschulen ein Konzept für die Erstberatung vor Ort entwickelt.

Bild (von rechts): Marktoberdorfs VHS-Leiterin Angela Isop, VHS-Mitarbeiterin Angelika Gapp und Bildungsberater Michael Kühn.

Grundlage des Konzepts ist die Tatsache, dass Bürgerinnen und Bürger meist durch persönliches Ansprechen oder Empfehlungen den Zugang zur kostenlosen Bildungsberatung des Landkreises finden. Landrat Johann Fleschhut schätzt das bisher einzigartige Beratungskonzept: "Wir verbessern so das wohnortnahe Angebot der Bildungsberatung weiter."

 

Bildungsberatung: Fest etabliert

 

Die Bildungsberatung von Michael Kühn ist im Landkreis inzwischen fest etabliert. Seit Juni 2011 hat  Kühn 700 Beratungen zur beruflichen Fort- und Weiterbildung gemacht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Menschen am besten durch persönliche Ansprache zum kostenlosen und trägerneutralen Angebot des Landkreises finden. Mit den kommunalen Bildungsträgern vor Ort, den Volkshochschulen, wurden nun kompetente Kooperationspartner gewonnen, die die Bildungsberatung multiplizieren. Die VHS-Mitarbeiter vor Ort nutzen den persönlichen Kontakt zu den Menschen und sprechen sie auf die Bildungsberatung an. Für dieses Erstgespräch sind die "Bildungsberater vor Ort" geschult worden.

 

Lust auf berufliche Weiterbildung wecken

 

Durch die Erstberatung wird ein leichter Zugang zur Bildungsberatung ermöglicht und das Landkreis-Angebot mit Bildungsportal, Ostallgäuer ProfilPASS®-Konzept, Kursangeboten und Fördermöglichkeiten bekannter gemacht. Die Leiter der Volkshochschulen Biessenhofen, Buchloe, Füssen, Marktoberdorf und Obergünzburg haben gemeinsam mit dem Landkreis dieses Konzept entwickelt, das die Lust auf berufliche Weiterbildung wecken soll. Das neue Netzwerk bietet einen leichten und niederschwelligen Zugang zu Bildungs- und Beratungsangeboten des Landkreises. "Bürgerinnen und Bürger erhalten so eine berufliche und zukunftsweisende Perspektive und tragen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Ostallgäu bei", ist Landrat Fleschhut sicher.

Michael Kühn berät in Marktoberdorf, Füssen und Obergünzburg nach telefonischer Vereinbarung unter Telefon 08342 911-293 oder per E-Mail unter bildungsberatung(at)lra-oal.bayern.de
Internet: www.bildung-ostallgaeu.de

Mitteilung vom 26.11.2013

Sammelstellen für Gartenabfälle so lange geöffnet wie nie

Die Möglichkeit, Grüngut zu entsorgen, gibt es in diesem Jahr besonders lange.

Eine lange Gartensaison geht zu Ende. Um möglichst allen Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zu geben, auch die letzten Blätter und Zweige noch zu entsorgen, gehen die zentralen Sammelstellen für Gartenabfälle in Buchloe, Friesenried, Marktoberdorf, Nesselwang-Voglen, Obergünzburg und Roßhaupten so spät wie nie zuvor in die Winterpause. Anlieferer haben am Samstag, 7. Dezember, letztmals in 2013 die Gelegenheit, Grüngut aus ihren Gärten abzugeben. Auch die Annahmestellen für Gartenabfälle an den Wertstoffhöfen schließen ab diesem Zeitpunkt über die Wintermonate.

 

Wer auch im Winter Gartenabfälle zu entsorgen hat, kann die ganzjährig geöffneten Sammelstellen nutzen.

 

Über die Wintermonate können Gartenabfälle abgegeben werden in

 

  • Füssen (Kompostierungsanlage am Wertstoffhof) Mi., Fr. 14 bis 17 Uhr, Samstag 9 bis 12 Uhr
  • Germaringen/Ketterschwang Samstag 9 bis 12 Uhr (Kompostierungsanlage Futtertrocknung)
  • Marktoberdorf (Abfallentsorgungszentrum, Schwabenstr.) nur Kleinmengen, während der regelmäßigen Öffnungszeiten jeweils von Montag bis Samstag

 

Die Öffnung der Sammelstellen im kommenden Frühjahr ist wiederum witterungsabhängig und wird den Bürgerinnen und Bürgern rechtzeitig bekannt gegeben. Für Rückfragen steht die Abfallberatung im Landratsamt Ostallgäu unter Telefon 08342/911-382 und -386 zur Verfügung.

Mitteilung vom 25.11.2013

Landrat Fleschhut stellt Hotel-Investor vor

Marktoberdorf mit großen Unternehmen wie AGCO-Fendt braucht dringend ein Business-Hotel. Nun steht auch der Investor für das geplante Hotel fest.

V. l.: Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer, Landrat Johann Fleschhut, Invenstor Gerhard Breher und Kevin Breher

V. l.: Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer, Landrat Johann Fleschhut, Invenstor Gerhard Breher und Kevin Breher

Bei dem Investor handelt es sich um den Unterallgäuer Unternehmer Gerhard Breher. Der 53-Jährige wurde nun von Landrat Johann Fleschhut der Öffentlichkeit vorgestellt. Breher ist Chef einer Unternehmensgruppe und seit rund 25 Jahren als Investor tätig. Der Kontakt zu Breher kam durch Landrat Fleschhut zustande, der den Investor noch aus seiner Zeit als Bürgermeister in Bad Grönenbach kennt. "Breher ist ein seriöser und erfolgreicher Unternehmer, der aus der Region kommt", sagte Fleschhut. Der Landrat betonte bei dem Termin im Landratsamt nochmals die Wichtigkeit der Hotelansiedlung: "Mit diesem Hotel wird nicht nur der Wirtschaftsstandort Marktoberdorf attraktiver, wir stärken damit auch den Tourismusstandort."

 

Das Hotel im Vier-Sterne- oder Vier-Sterne-Plus-Standard soll bis Mitte 2016 fertig sein und zwischen 90 und 100 Zimmer bieten. Dazu sind eine größere Gastronomie samt Biergarten, Seminar- und Tagungsräume sowie Sauna und Fitnessbereich geplant. Nach Brehers Vorstellungen soll das Hotel als Familienbetrieb geführt werden und zwischen 7,5 und 8,5 Millionen Euro kosten. Breher sieht wie Landrat Fleschhut, der das Projekt initiierte, "nachhaltigen Bedarf für ein Businesshotel in Marktoberdorf". Das habe auch eine Marktanalyse ergeben, so Breher.

 

Landrat Johann Fleschhut äußerte sich bei der Vorstellung Brehers auch zu den Befürchtungen einiger Anwohner, die Lärmbelästigung durch Zufahrtsverkehr könnte zu stark sein: "Wir suchen nun alternative Zufahrtsmöglichkeiten, dabei sind die Anwohner stets im Boot." Investor Breher hält die mögliche Lärmbelästigung für "sehr überschaubar". Mit einem permanenten Lieferverkehr sei schließlich nicht zu rechnen.

Mitteilung vom 22.11.2013

Fendt öffnet Werkstore für Botschafter des Ostallgäus

100 Personen aus Politik, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben trafen sich zum Botschafter-Treffen im Fendt-Forum in Marktoberdorf.

Die Wirtschaftsbotschafter des Landkreises Ostallgäu bei Ihrem Besuch bei der Firma Fendt.

Die Wirtschaftsbotschafter des Landkreises Ostallgäu bei Ihrem Besuch bei der Firma Fendt.

Ziel des Botschafter-Netzwerkes ist es, den Bekanntheitsgrad der Wirtschaftsregion Ostallgäu zu erhöhen und so interessant für Investoren zu machen. "Unsere Botschafter sind herausragende Persönlichkeiten, die die Vielfalt des Wirtschaftsstandorts Ostallgäu bestens kennen und die Region als einen Wirtschaftsraum mit optimalen Voraussetzungen für Unternehmen nach außen präsentieren", so Fleschhut im Rahmen der Veranstaltung.

Die Geschichte des Netzwerks begann bereits im Jahr 2004 und ist seither stetig gewachsen. Inzwischen sind 270 Persönlichkeiten als Botschafter für die Region engagiert. Bei unterschiedlichsten Anlässen werben sie für die Vorzüge der Region nach innen und auch über das Ostallgäu hinaus. Fleschhut: "Die Botschafter sorgen dafür, dass Investoren und Unternehmen unseren Landkreis als echte Option für Gegenwart und Zukunft wahrnehmen". Im Rahmen der alljährlichen Botschafter-Treffen werden Kontakte geknüpft und intensiviert, sowie Erfahrungen ausgetauscht.

 

Ostallgäu - ein Landkreis mit besten Zukunftschancen

 

Landrat Fleschhut stellte in seiner Rede die wirtschaftliche Entwicklung des Ostallgäus heraus. Als Garant für die Stabilität der vergangen Jahre, nannte er neben den Global Playern Fendt und Nestlé insbesondere die über 7.600 vorwiegend familiengeführten, mittelständischen Betriebe. "Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung sind Fakten mit denen wir stolz nach außen treten können. Betriebe und deren Mitarbeiter wie z.B. AGCO Fendt sind eine Auszeichnung für unsere Region." so Fleschhut. Immer wieder sei er tief beeindruckt, wenn AGCO über die Produktionszahlen von 18.000 Traktoren 2013 oder auch die aktuelle Zahl von 140 Auszubildenden und 2.800 Mitarbeitern in Marktoberdorf berichte. Darüber hinaus stellte der Landrat den Netzwerkgedanken in den Vordergrund und rief die Teilnehmer zu einem verstärkten Mitwirken auf. Fleschhut: "Helfen Sie uns aktiv, die Standortbedingungen durch ihr praxisnahes Fachwissen zu verbessern."

 

Highlight der Veranstaltung war eine exklusive Führung durch das weltweit modernste Traktorenwerk. Zuvor stellte Vice President Finance IT Michael Gschwender den Botschafter die Unternehmsziele von AGCO Fendt dar: "Wir sind hier in Marktoberdorf sehr, sehr wichtig für AGCO." 240 Mio. Euro habe AGCO deshalb für den Standort Marktoberdorf in den letzten fünf Jahren investiert. Die Investitionsbereitschaft in der Landwirtschaft sei gegeben und deute auf Wachstum weltweiter Märkte hin. Gerichtet an Stadt und Landkreis unterstrich er auch die Notwendigkeiten der vorhandenen Unterstützung für das Unternehmen. Projekte wie der geplante Hotelneubau in Marktoberdorf und eine Bauplatzentwicklung seien für Kunden, Partner und Fachkräftegewinnung enorm wichtig. Die Teilnehmer bestaunten während der Führung alle Montageschritte der insgesamt einen Kilometer langen Produktionsstrecken. Nach rund zwei Stunden und über drei Kilometer Fußmarsch ließen die Teilnehmer den Abend im werkseigenen Restaurant "Dieselross" bei regionaler Küche und interessanten Gesprächen ausklingen.

 

Zusatzinfo: Mehr Informationen zum Botschafter-Netzwerk erhalten Sie unter www.botschafter-ostallgaeu.de

Mitteilung vom 20.11.2013

Zulassungsstelle in Füssen zeitweise geschlossen

Die Zulassungsstelle in Füssen ist vom 25. bis zum 27. November 2013 wegen einer Mitarbeiterschulung geschlossen.

Zulassungs- und Führerscheinanliegen können in dieser Zeit im Bürgerservice in Marktoberdorf erledigt werden.

 

"Wer aufhört besser werden zu wollen, hört auf gut zu sein", zitiert Thomas Haltmayr, Leiter des Bürgerservice im Landratsamt Ostallgäu, die Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach. Diesmal sind die Mitarbeiterinnen aus der Zulassungsstelle in Füssen vom 25. bis 27. November gefordert, ihr Wis-sen zu bereichern. Daher wird an diesen drei Tagen die Zulassungsstelle in Füssen geschlossen bleiben.

 

Bürgerservice Marktoberdorf geöffnet

 

Der Bürgerservice in Marktoberdorf ist geöffnet und steht allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Von Montag bis Donnerstag 7.30 bis 17.30 Uhr und Freitag von 7.30 bis 13 Uhr können alle Zulassungs- und Führerscheinanliegen erledigt werden. Ein Tipp von Thomas Haltmayr: Die großzügigen Öffnungszeiten ausnutzen und nachmittags kommen.

Mitteilung vom 18.11.2013

Neues Regionales Entwicklungskonzept: Ein großer Berg frischer Ideen

Einen großen Berg voller frischer Ideen für die Weiterentwicklung des Ostallgäus haben Vertreter aus Kommunen und anderen Institutionen gesammelt.

Hatten sichtlich Spaß am Workshop zum neuen Regionalen Entwicklungskonzept (von links): Landrat Johann Fleschhut, Dr. Heike Glatzel von der FUTOUR Umwelt-, Tourismus- und Regionalberatung, Regionalmanager Heiko Gansloser und Leader-Manager Ethelbert Babl. (Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu)

Hatten sichtlich Spaß am Workshop zum neuen Regionalen Entwicklungskonzept (von links): Landrat Johann Fleschhut, Dr. Heike Glatzel von der FUTOUR Umwelt-, Tourismus- und Regionalberatung, Regionalmanager Heiko Gansloser und Leader-Manager Ethelbert Babl. (Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu)

Diese Ideen werden nun in das neue Regionale Entwicklungskonzept (REK) für die Jahre 2014 bis 2020 einfließen. "Wir Ostallgäuer lassen Entwicklungen eben nicht nur auf uns zukommen, sondern erarbeiten ganz aktiv Konzepte für eine glänzende Zukunft unseres Landkreises", sagte Landrat Johann Fleschhut.

 

Viele Projekte im und über den Landkreis hinaus sind bereits in der vergangenen Förderperiode verwirklicht worden, beispielsweise das "Honigdorf" in Seeg, das "Bildungspaket Ostallgäu" oder der "kostenlose ÖPNV für Gäste". Für die kommenden Jahre stehen nun eine Menge neuer Herausforderungen an, machte Landrat Fleschhut klar. In den Bereichen Bildung und Soziales sowie Klimaschutz hat der Landkreis mit zahlreichen Konzepten wie dem Senioren- und Demenzkonzept oder dem "Masterplan Energiezukunft 2020" schon bestens vorgearbeitet. Auch diese bereits bestehenden Konzepte sollen in das neue REK einfließen.

 

Neue Ideen wurden bei dem gut besuchten Workshop nun insbesondere für die Themenbereiche Ländlicher Raum, Landwirtschaft/Umwelt und Kultur/Identität gesucht und gefunden. So sollen nach dem Willen der Workshop-Teilnehmer beispielsweise die dezentralen Strukturen im ländlichen Raum erhalten werden und regionale Produkte durch Schaffung einer Anbieterplattform gestärkt werden. Auch soll dem Flächenverbrauch durch mehr Attraktivität für Nachverdichtung von Ortskernen entgegengewirkt werden. Beim Themenkomplex Landwirtschaft/Umwelt legten die Teilnehmer unter anderem Schwerpunkte auf die Erhaltung der Biodiversität und der Kulturlandschaft. So könnten in einem neuen Projekt beispielsweise die Ostallgäuer Biotope vernetzt werden. Im Bereich Kultur/Identität könnten im neuen REK Schwerpunkte beispielsweise auf der Stärkung der Vereins- und Bürgerkultur oder der Wiederbelebung alter, regionaler Baukultur liegen.

 

In den kommenden Wochen und Monaten werden die im Workshop entwickelten Ideen und Ansätze nun in thematischen Arbeitsgruppen konkretisiert und weiter ausgearbeitet. Bis Anfang Sommer 2014 wird das neue REK für das Ostallgäu dann fertig sein.

Mitteilung vom 18.11.2013

Zukunftsatlas 2013: Erfolgreiches Ostallgäu zieht in die Top-100 ein

Das Ostallgäu befindet sich weiter im Aufschwung: Im "Zukunftsatlas 2013" belegt der Landkreis Platz 79 unter 402 Kreisen und kreisfreien Städten.

Das bedeutet eine immense Steigerung im Vergleich zum Jahr 2010: Im  "Zukunftsatlas 2010" war das Ostallgäu noch auf Rang 164 geführt worden. "Dieses hervorragende Ergebnis zeigt, dass wir auf einem sehr guten Weg in eine glänzende Zukunft sind", sagte Landrat Johann Fleschhut zu der Untersuchung.

 

Mit Platz 79 im deutschlandweiten Ranking ist der Landkreis in Schwaben ganz vorne dabei. Der vom Forschungsinstitut "Prognos" für das "Handelsblatt" erstellte "Zukunftsatlas 2013" sieht im Ostallgäu "Zukunftschancen" - in dieser Kategorie führt der Landkreis sogar. Besonders in den Bereichen "Wohlstand & soziale Lage" (bundesweit Platz 27) und „Dynamik“ (Platz 44) und) steht das Ostallgäu bestens da. Auch in den Bereichen "Stärke" (Platz 93) und "Wettbewerb & Innovation" (Platz 63) liegt das Ostallgäu unter den Top-100.

 

Guter Branchenmix, hohe Investitionen

Zahlen und Fakten unterstreichen die positive Entwicklung des Ostallgäus: So bewegt sich die Arbeitslosenquote dank des guten Branchenmixes im Landkreis stets im Bereich von drei Prozent, also nahe an der Vollbeschäftigung. Das überaus solide und vernünftige Handeln der rund 7600 innovativen mittelständischen Ostallgäuer Unternehmen wird getoppt von hohen Investitionen der "Global Player" AGCO-Fendt und Nestlé. So wurden von diesen beiden Firmen in den Vorjahren rund 300 Millionen Euro in ihre Werke im Ostallgäu investiert. Fleschhut: "Wir werden uns aber sicher nicht ausruhen, sondern weiter hart arbeiten, um im nächsten Zukunftsatlas noch besser abzuschneiden."

 

Der "Zukunftsatlas 2013" ermittelt laut "Prognos" anhand von 29 makro- und sozioökonomischen Indikatoren die Zukunftschancen aller 402 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Die ausgewählten Indikatoren bilden die Zukunftsfähigkeit der Regionen in verschiedenen wirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutsamen Themenbereichen ab. Bereits im "Chancenindex Bayern" der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) hatte das Ostallgäu sehr gut abgeschnitten: Der Landkreis landete bundesweit auf dem herausragenden 14. Platz, in Bayern lag das Ostallgäu gar auf Rang 7.

Mitteilung vom 18.11.2013

Wasenmoos: Einigung erzielt

Nach über 50 Jahren und zwei Generationen ist nun der Abschluss durch die Unterzeichnung öffentlich-rechtlicher Verträge mit allen Eigentümern geschafft.

Insgesamt wurden 72 Verträge unterschrieben

Insgesamt wurden 72 Verträge unterschrieben

Es gibt im Füssener Wasenmoos eine vertragliche Einigung mit sämtlichen Eigentümern bei dem größten Fall von unrechtmäßigen baulichen Anlagen in Bayern. Er wird sicherlich Maßstäbe setzen als eine freiwillige und "großzügige" (Ministerpräsident und Innenminister) Lösung.

 

Es hat sich über Jahrzehnte eine Situation mit einer großen Zahl von unrechtmäßigen baulichen Anlagen entwickelt (155 Altfälle und 110 Fälle nach Bestandserhebung 2005). Auf der anderen Seite haben auch zuständige Behörden über eine lange Zeit nicht entschlossen reagiert. Außerdem dauerten der Beginn und der Bau der A7 unerwartet lange.

 

Ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Dauer einer langen Restnutzung ist die Tatsache, dass das Wasenmoos eine besondere Rolle nach dem Zweiten Weltkrieg auch für die Gewinnung von Brennstoff gespielt hat und in dieser "schlechten Zeit" erste Hütten entstanden sind. Bei der Gesamtbeurteilung wurde weitgehend außer Acht gelassen, dass es auch Fälle gegeben hat, die in vollem Bewusstsein unrechtmäßig weitergebaut und auch nennenswerte bauliche Anlagen ohne Genehmigung errichtet wurden.

 

Nach dem Entstehen der Handlungspflicht durch die Fertigstellung der A7 hat Landrat Johann Fleschhut von Anfang an auf einen öffentlich-rechtlichen Vertrag als eine freiwillige zweiseitige Willenserklärung gesetzt und diese angeboten. Es handelt sich hierbei um einen bürgerfreundlichen Weg, der ermöglicht, dass Gesetze und Gerichte erst dann ins Spiel kommen, wenn Verhandlungen und der "normale Menschenverstand" nicht zum Ziel geführt haben.

 

Ein langer Atem und die Überzeugung, dass die Verträge der richtige Weg sind, sind untermauert worden durch mehrfache Angebote des Landrats, einen Vertrag zu schließen: Ganz am Anfang, nach der Klageerhebung, nach dem für die Kläger negativen Ersturteil, nach dem Antrag auf Zulassung der Berufung. Dies fand statt, obwohl Fleschhut zunächst kommuniziert hatte, dass wer eine Klage anstrengt, nicht mehr einen Vertrag erwirken kann!

 

Die verschiedenen Standpunkte zur Restnutzungsdauer fanden im Sommer 2013 in einem Gespräch im Landratsamt, an dem die Stadträte Jürgen Doser und Dr. Martin Beyer sowie Bürgermeister Paul Iacob teilgenommen haben, zu einem Kompromiss: Die Eigentümer der Freizeitimmobilien im Vordermoos verzichteten auf eine dauerhafte oder auf mindestens 20 Jahre ausgerichtete Restnutzungszeit und Landrat Fleschhut selbst hatte die Auffassung aufgegeben, dass es zwischen den Erstwohnsitzen und einer Freizeitnutzung eine berechtigte Differenzierung auf 15 Jahre bzw. zehn Jahre geben müsse. Damit ist eine Gleichstellung aller Eigentümer möglich. Dies lässt sich begründen, genauso wie eine differenzierte Betrachtung. Ein entscheidender Punkt ist, dass die insgesamt andauernde Restnutzung von 15 Jahren nicht überschritten wird. Der Vertragsbeginn der letzten Vertragspartner ist derselbe, wie bereits bei den 52 ursprünglich geschlossenen Verträgen, nämlich 01.01.2011. Damit war die ursprüngliche Differenzierung der Hebel für einen gangbaren Kompromiss!

 

Es wurde nunmehr auch eine Verbesserung bei den bereits bisher geschlossenen Verträgen im Wasenmoos freiwillig seitens des Landratsamtes ermöglicht, nämlich dass die Nebengebäude, die bisher ebenfalls auf zehn Jahre begrenzt waren, mit auf 15 Jahre angehoben werden. Außerdem gibt es weitere individuelle Regelungen, wie z. B. dass über 80-Jährige auf Lebenszeit auch nach Ablauf der 15-Jahres-Frist ihr Eigentum nutzen können. Zusätzlich wurde für jeden Eigentümer eine individuelle Regelung bezüglich der Sicherheitsleistung gefunden und das Landratsamt kommt den Wünschen verschiedener Eigentümer nach, die Sicherheitsleistung in mehrjährigen Raten zu begleichen.

 

Im Zuge der grundsätzlichen Einigung im Sommer auf 15 Jahre hat das Landratsamt einen Vertrauensbeweis erfahren, nachdem die Klagen auf Zulassung der Berufung zurückgenommen wurden, bevor die entsprechenden Verträge schriftlich vorlagen. Nach der Rücknahme des Antrages auf Zulassung der Berufung ist das jeweilige erstinstanzliche Urteil rechtskräftig geworden.

Mittlerweile haben alle 20 Kläger und alle 30 Beteiligten die jeweiligen Verträge wirksam unterzeichnet.

 

Landrat Johann Fleschhut bedankt sich insbesondere bei Herrn Hans Schäfer, mit dem er zahlreiche teilweise kontroverse Diskussionen, Korrespondenzen, Verhandlungen etc. führte, der aber immer fair geblieben ist. Aufgrund der besonderen emotionalen Betroffenheit seiner Person und auch der Verantwortung, die er aufgrund des Amtes als Sprecher für die Eigentümer hatte, ist dies eine große Leistung. Ohne das besonnene Vorgehen von Herrn Schäfer und das Vertrauen durch die Eigentümer in ihn wäre die vorliegende Lösung nicht möglich geworden. Trotz aller gerichtlicher und auch baurechtlicher Verfahren haben das Landratsamt und Landrat Johann Fleschhut immer versucht, die vertragliche Regelung als eine freiwillige Lösung zu erreichen. Es ist und nach langer Zeit und nach Einsatz vieler Emotionen, Nerven und Zeit nunmehr gut gelungen!

Fleschhut bedankt sich weiterhin bei allen 30 Klägerinnen und Klägern, die zuletzt den gerichtlichen Weg verlassen haben und die in uns einen zuverlässigen Partner gefunden haben, was sich auch für die Zukunft bestätigen wird. Alle Veränderungen beispielsweise bei Sanierungen oder Unterhaltungsmaßnahmen wird das Landratsamt mit Sicherheit einvernehmlich besprechen, soweit sie nicht bereits ausreichend im Vertrag jeweils berücksichtigt sind.

 

"Ich bin persönlich sehr froh über die gefundene Lösung, da es immer besser ist, ohne Gesetz und Gericht ein Ergebnis zu finden und weil dadurch auch die Bereitschaft einer Behörde und deren Vertreter erkennbar ist, auf die Menschen zuzugehen und letztlich eine bürgerfreundliche und verträgliche Lösung zu finden", sagt Fleschhut.

Mitteilung vom 14.11.2013

Bau- und Energietage Ostallgäu

Die 1. Bau- & Energietage Ostallgäu stehen vor der Tür: Am 16. November startet die große Infobörse im Marktoberdorfer Modeon.

Fünf Aussteller präsentieren ihre aktuellsten Angebote und informieren über die vielfältigen Möglichkeiten der energetischen Gebäudesanierung. Auch der Landkreis Ostallgäu ist mit einem Stand vertreten.

 

Das Angebot runden 30 Fachvorträge zum Thema effizienter Umgang mit Energie ab. Jeden Tag von 9.30 Uhr bis 17 Uhr öffnet die Messe ihre Pforten.

Mehr Informationen und das komplette Programm finden Sie unter www.bau-energietage.de.

Mitteilung vom 14.11.2013

Erste Erfolge für Bundesprojekt Allgäuer Moorallianz

Die Moorallianz will die einmaligen Moore der Region erhalten und dadurch ein Stück Allgäuer Natur bewahren, die international bedeutsames Naturerbe ist.

Auf dem Foto (v. l.): Landrat Gebhard Kaiser, 2. Vorsitzender Zweckverband Allgäuer Moorallianz; Landrat Johann Fleschhut, Vorsitzender Zweckverband Allgäuer Moorallianz; Simone Reylaender, Projektmitarbeiterin; Dr. Ulrich Wei-land, Projektleiter; Gerd Woithe, Bundesamt für Naturschutz; Gwendolin Dettweiler, Regionalmanagerin; Alois Liegl, Regierung von Schwaben; Wolfram Güthler, Bayerisches Umweltministerium und Günter Riegel, Regierung von Schwaben.

Auf dem Foto (v. l.): Landrat Gebhard Kaiser, 2. Vorsitzender Zweckverband Allgäuer Moorallianz; Landrat Johann Fleschhut, Vorsitzender Zweckverband Allgäuer Moorallianz; Simone Reylaender, Projektmitarbeiterin; Dr. Ulrich Wei-land, Projektleiter; Gerd Woithe, Bundesamt für Naturschutz; Gwendolin Dettweiler, Regionalmanagerin; Alois Liegl, Regierung von Schwaben; Wolfram Güthler, Bayerisches Umweltministerium und Günter Riegel, Regierung von Schwaben.

Der Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut, Vorsitzender des Zweckverbands Allgäuer Moorallianz, und das Projektteam stellten den Vertretern von Land- und Forstwirtschaft, Gemeinden, Fachbehörden und Verbänden jüngst im Landratsamt in Marktoberdorf die aktuellen Handlungsschwerpunkte und erste positive Ergebnisse im Bundesprojekt vor. Der Flächenankauf von Moorgrundstücken lief in diesem Jahr sehr gut an. Auf einer Fläche des Bayerischen Staatsforsts im Seemoos bei Oy-Mittelberg läuft aktuell der zweite Bauabschnitt zur Wiedervernässung des entwässerten Hochmoors.

 

"Wir haben mit dem Projekt die Chance ergriffen, ein Naturschutzprojekt zu verwirklichen, das mit zwei parallel laufenden Teilprojekten, Ländliche Entwicklung und Naturschutz, die Verankerung in der Region findet.", betonte Landrat Fleschhut bei der Veranstaltung. Mit der engen Verzahnung von Naturschutz und Ländlicher Entwicklung werde insbesondere die Landwirtschaft in das Projektes einbezogen, beispielsweise durch Fördermöglichkeiten naturschonender Bewirtschaftung von Extensivgrünland. Es sei kein Zufall, dass die erste "Renaturierungsbaustelle" der Moorallianz auf einer Fläche des Freistaates Bayern (Bayerische Staatsforsten) eingerichtet wurde. Denn hier lägen bereits größere, gut arrondierte Moorflächen vor, so Fleschhut. Die Öffentliche Hand gehe hier mit gutem Beispiel voran und setze auf ihren wertvollen Flächen beispielhaft Naturschutzziele um.

 

Allerdings seien die Staatsflächen nicht unbedingt repräsentativ, denn die Besitzverhältnisse in einem typischen Moorgebiet sind meist extrem kleinstrukturiert. Durch die Parzellierung wurden früher die Moorflächen der Holznutzung oder der Nutzung als Torfstiche zugeführt. Mit diesem nicht ganz einfachen Erbe Kleinteiligkeit müsse das Team im Rahmen des Projektes vernünftig umgehen, fügte Fleschhut an und betonte, dass dabei das Prinzip der Freiwilligkeit in der Mitwirkung an vorderster Stelle stehe.


Die Vertreter der Förderstellen, Gerd Woithe vom Bundesamt für Naturschutz und Wolfram Güthler vom Bayerischen Umweltministerium, betonten, dass die enge Zusammenarbeit auf Fach- und Behördenebene, aber auch die konstruktive Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft, etwa mit dem Streueprojekt, vorbildlich sei. Die Allgäuer Moorallianz gehe bundesweit als positives Beispiel im Naturschutz voran.

 

Einen Überblick über den Stand der Projekte sowie den Flächenankauf gab Dr. Ulrich Weiland, der seit Anfang des Jahres die Projektleitung des Moorallianz-Teams innehat. Mit plakativen Bildern veranschaulichte er in seinem Vortrag den Ablauf von Bagger- und Anstauarbeiten im Moor, sowie die dafür essentielle Flächenverfügbarkeit und die Möglichkeiten der Grundstücksabrundung zur Umsetzung von biotopeinrichtenden Maßnahmen. Begleitend zu den Renaturierungen sei eine Bewertung der Maßnahmen beauftragt, um die hydrologischen Auswirkungen, sowie die Veränderungen von Flora und Fauna zu kontrollieren. Einen kurzen fachlichen Einblick in diese Arbeit gab Dr. Alfred Wagner vom Planungsbüro für Angewandte Landschaftsökologie.

 

Gwendolin Dettweiler, Regionalmanagerin der Allgäuer Moorallianz, berichtete von den laufenden Aktivitäten im Bereich Ländliche Entwicklung. Zu den erfolgreichsten Projekten im vergangenen Jahr gehöre die torffreie Allgäuer Blumen- und Pflanzerde. Dettweiler betonte, dass alle Teilprojekte in diesem Bereich sehr eng mit dem Naturschutz verzahnt seien und die Möglichkeit böten, mit dem Naturschutz in der Region Wertschätzung und -schöpfung zu erzielen. So seien beispielsweise das 50-Höfe-Programm, das Streueprojekt oder das Projekt nachhaltiges Grabenmanagement dazu entwickelt, die Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft zu erleichtern. Auch die touristischen Projekte dienen dazu, den Menschen die empfindliche Natur näher zu bringen und spielerischen Erlebniswert im Moor zu bieten.

Weitere Informationen: www.moorallianz.de

Mitteilung vom 13.11.2013

Leader-Netzwerk im Allgäu wird fortgesetzt

Leader ist ein wesentliches Programm der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raumes: Schwerpunkte bis 2020 festlegen.

Sie bekräftigen die enge Zusammenarbeit der Allgäuer LAG´s und des AELF Kempten bis 2020: v.l. hinten: Leader-Manager Ethelbert Babl, Bürgermeister Heribert Kammel (Vorsitzender LAG Oberallgäu), Landrat Johann Fleschhut (LAG-Vorsitzender Ostallgäu), Dr. Alois Kling (Leiter AELF Kempten), Hans-Joachim Weirather (Vorsitzender LAG Unterallgäu), Michael Stoiber (LAG-Manager Unterallgäu); vorne v.l.: Dr. Sabine Weizenegger (LAG-Managerin Oberallgäu), Mariam Issaoui (LAG-Managerin Westallgäu-Bodensee), Bürgermeister Johann Zeh (Vorsitzender LAG Westallgäu-Bodensee) und Heiko Gansloser (LAG-Manager Ostallgäu).

Sie bekräftigen die enge Zusammenarbeit der Allgäuer LAG´s und des AELF Kempten bis 2020: v.l. hinten: Leader-Manager Ethelbert Babl, Bürgermeister Heribert Kammel (Vorsitzender LAG Oberallgäu), Landrat Johann Fleschhut (LAG-Vorsitzender Ostallgäu), Dr. Alois Kling (Leiter AELF Kempten), Hans-Joachim Weirather (Vorsitzender LAG Unterallgäu), Michael Stoiber (LAG-Manager Unterallgäu); vorne v.l.: Dr. Sabine Weizenegger (LAG-Managerin Oberallgäu), Mariam Issaoui (LAG-Managerin Westallgäu-Bodensee), Bürgermeister Johann Zeh (Vorsitzender LAG Westallgäu-Bodensee) und Heiko Gansloser (LAG-Manager Ostallgäu).

Leader-Regionen und AELF Kempten vereinbaren Kooperation

Die EU-Förderperiode 2007 - 2013 für das Leader-Programm geht auch im Allgäu zu Ende. Dies ist der Anlass für die vier Allgäuer Leader-Aktionsgruppen (LAG) und das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten im Rahmen eines Netzwerktreffens Bilanz zu ziehen.

 

Nach Auskunft des AELF Kempten konnten in den vier Allgäuer Leader-Regionen Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu und Westallgäu-Bodensee 170 Projekte mit einem Fördervolumen von 13,5 Mio. Euro unterstützt werden. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass knapp die Hälfte aller Förderprojekte (80) als sogenannte Kooperationsprojekte realisiert wurde. An diesen Vorhaben waren mindestens zwei der vier Allgäuer Leader-Regionen beteiligt. Beispielsweise wurden die Marke Allgäu, die Allgäuer Wandertrilogie oder die Gesundheitsregion Allgäu unterstützt. Daneben wurden im Rahmen von Kooperationen auch Projekte aus dem landwirtschaftlichen Bereich wie die Allgäuer Streueverwertung, Urlaub auf dem Bauernhof oder die Streuobstkartierung gefördert.

 

Nach Aussage der Vorsitzenden der Allgäuer LAGs, den Landräten Johann Fleschhut (Ostallgäu) und Hans-Joachim Weirather (Unterallgäu) sowie den Bürgermeistern Heribert Kammel (Oberallgäu) und Johann Zeh (Westallgäu - Bay. Bodensee) war dieser große Erfolg nur durch die enge Zusammenarbeit der Leader-Regionen mit den allgäuweiten Partnern wie z.B. der Allgäu GmbH oder dem AELF Kempten möglich.

 

Im Rahmen des Netzwerktreffens bekräftigten die Vertreter der Allgäuer Leader-Aktionsgruppen und des AELF Kempten, dass dieses Netzwerk Regionalentwicklung Allgäu auch für die anstehende EU-Förderperiode bis 2020 fortgesetzt werden soll.

Das AELF Kempten wird auch zukünftig die Koordination dieses Allgäuer Regionalnetzwerkes übernehmen. Laut dem Leiter des AELF Kempten, Dr. Alois Kling, ist geplant, im Frühjahr 2014 einen Allgäuer Kooperationsworkshop mit allen Allgäuer Leader-Regionen sowie den Allgäu-Partnern durchzuführen und die Schwerpunkte der Arbeit in der gemeinsamen Regionalentwicklung bis 2020 festzulegen.

 

Zusätzlich ist für 2015 die erneute Auflage eines Wettbewerbes "Neue Ideen für das Allgäu" vorgesehen, der sich wie bereits 2007 an die gesamte Allgäuer Bevölkerung richtet. Bei der ersten Auflage wurden 250 Projekteinreichungen registriert, von denen zahlreiche wie z.B. die Allgäuer Moorallianz umgesetzt wurden.

Mitteilung vom 13.11.2013

Der Windpark in Denklingen und Fuchstal beeinträchtigt das Ostallgäu

Beim Treffen im Kaltentaler Rathaus waren sich die Beteiligten einig, alle Bedenken, auch aus der Bürgerschaft kommen, sehr ernst zu nehmen.

Nicht nur am Schreibtisch, sondern unmittelbar an betroffenen Orten wollte Landrat Johann Fleschhut (rechts) mit seinen Bürgermeisterkollegen Johann Strohhacker, Alois Porzelius, Franz Martin, Manfred Hauser und Karl Fischer (von rechts nach links) sowie Baujuristin Gudrun Hummel (links) die geplanten Windkraftstandorte in ihren möglichen Auswirkungen besichtigen. Wie hier in Salabeuren würde nach Meinung der Kommunalpolitiker die „bedrängende Wirkung“ zu vieler Windkraftanlagen besonders deutlich. Sie sprechen sich für eine wesentliche Verbesserung mit deutlich weniger Windkraftanlagen aus. (Bildquelle Gemeinde Osterzell)

Nicht nur am Schreibtisch, sondern unmittelbar an betroffenen Orten wollte Landrat Johann Fleschhut (rechts) mit seinen Bürgermeisterkollegen Johann Strohhacker, Alois Porzelius, Franz Martin, Manfred Hauser und Karl Fischer (von rechts nach links) sowie Baujuristin Gudrun Hummel (links) die geplanten Windkraftstandorte in ihren möglichen Auswirkungen besichtigen. Wie hier in Salabeuren würde nach Meinung der Kommunalpolitiker die „bedrängende Wirkung“ zu vieler Windkraftanlagen besonders deutlich. Sie sprechen sich für eine wesentliche Verbesserung mit deutlich weniger Windkraftanlagen aus. (Bildquelle Gemeinde Osterzell)

Landrat Johann Fleschhut und die Bürgermeister der Märkte Kaltental und Waal, der Gemeinden Oberostendorf, Osterzell und Bidingen sind übereinstimmend der Auffassung, dass der geplante Windpark in Denklingen und Fuchstal die genannten Gemeinden durch den möglichen Bau von 51 Windkraftanlagen zu stark beeinträchtigt. "Deshalb fordern wir mindestens eine Reduzierung von 16 Windkraftanlagen insbesondere im westlichen Bereich, wo ansonsten eine bedrängende Wirkung für mehrere Ortsteile entstehen würde", betont Landrat Johann Fleschhut. Er hat die Bürgermeister zu einer gemeinsamen Erörterung mit seiner Baujuristin Gudrun Hummel und zu einer anschließenden Rundfahrt zu den sensibelsten Punkten eingeladen.

 

"Es sollte eine abgestimmte Stellungnahme zum laufenden Verfahren der Flächennutzungsplanänderung der beiden oberbayerischen Nachbargemeinden erarbeitet werden. Wir wollen hier gemeinsam und damit mit noch größerem Gewicht auf unsere Belange hinweisen und erwarten, dass diese auch berücksichtigt werden", fasste Fleschhut den gemeinsamen Standpunkt der Bürgermeister Manfred Hauser, Alois Porzelius, Karl Fischer, Johann Strohhacker und Franz Martin zusammen. Jede Kommune wird die eigene Betroffenheit in Gemeinderatsbeschlüsse und die daraus folgenden Verfahrensstellungnahmen einarbeiten. Andererseits sollen aber auch solidarisch die Betroffenheiten der Nachbargemeinden jeweils mit übernommen werden, da insbesondere regionale, und nicht nur gemeindeweise wirkende Auswirkungen zu befürchten sind. Das Landratsamt wird "ohnehin die Gesamtinteressen berücksichtigen und eine übergreifende Stellungnahme im Sinne der Bürger und Kommunen abgeben", so Fleschhut. Man könne nicht ein großes Klimaschutzkonzept im Nachbarlandkreis auf Kosten des Ostallgäus entwickeln, machte der Landrat klar. Die Baujuristin im Landratsamt, Gudrun Hummel, fasste die Kritikpunkte zusammen: Insbesondere kann der Emissionsschutz durch teilweise Überschreitung der nächtlichen Lärmwerte nicht gewahrt sein. Außerdem spielt der Artenschutz mit dem gefährdeten Rotmilan, dem Schwarzstorch und eventuell dem Uhu eine wichtige Rolle. Aus Erkenntnissen der Planungen im Landkreis Ostallgäu sei nicht unwahrscheinlich, dass die noch ausstehende spezielle artenschutzrechtliche Prüfung die Zahl der geplanten Windkraftanlagen reduziere, so Hummel. Entlang der Hangleite von Nord nach Süd existiert ein sogenanntes landschaftliches Vorbehaltsgebiet, das Belangen des Landschaftsschutzes besonderes Gewicht beimisst. Deshalb kann es auch hier zu Konflikten mit der Windkraftnutzung kommen. Die geplanten Windkraftanlagen dürften nach Meinung der Beteiligten auch den Römerturm als bedeutendes Denkmal beeinträchtigen.

 

Alle Beteiligten waren sich einig, die bereits auch bilateral geführten Gespräche mit den Nachbarkollegen fortzusetzen. "Allerdings müssen noch erhebliche Änderungen eingearbeitet werden, bevor die Planungen dann für die Ostallgäuer Gemeinden und die Bürgerschaft verträglich sein können", erklärt Landrat Fleschhut den übereinstimmenden Willen der Bürgermeisterkollegen, hier ergebnisorientiert auf konkrete Verbesserungen hinzuarbeiten.

Mitteilung vom 11.11.2013

Kreisblasorchester begeistert bei Exklusiv-Konzert im Landratsamt

Mit einem mitreißenden Exklusivkonzert im Landratsamt Ostallgäu hat das Kreisblasorchester Ostallgäu (KBO) Projektphase beendet.

Waren begeistert vom Auftritt des KBO im Landratsamt (von links): Vorsitzender KBO Klaus Reggel, Landtagsabgeordneter Dr. Paul Wengert, Landrat Johann Fleschhut, KBO-Dirigent Stefan Reggel, ASM-Bezirksvorsitzender Robert Pöschl, Bezirksdirigentin Monika Fleschhut, ASM-Bezirksvorsitzender Gottfried Groß, Stv. ASM-Präsidentin Centa Theobald, ASM-Bezirksvorsitzender Bruno Gantner, Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke.

Waren begeistert vom Auftritt des KBO im Landratsamt (von links): Vorsitzender KBO Klaus Reggel, Landtagsabgeordneter Dr. Paul Wengert, Landrat Johann Fleschhut, KBO-Dirigent Stefan Reggel, ASM-Bezirksvorsitzender Robert Pöschl, Bezirksdirigentin Monika Fleschhut, ASM-Bezirksvorsitzender Gottfried Groß, Stv. ASM-Präsidentin Centa Theobald, ASM-Bezirksvorsitzender Bruno Gantner, Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke.

Zwei Gemeinschaftskonzerte mit der "Brass Band A 7" in Dietmannsried und dem "Luftwaffenmusikkorps 1 Neubiberg" im Bayerischen Rundfunk hatten den Auftakt für die Konzerttournee gebildet. Landrat Johann Fleschhut, der zu dem Konzert geladen hatte, würdigte in seiner Begrüßung die Verdienste des KBO für den Landkreis: „Dieses Orchester ist mit seiner Klangkraft musikalisches Aushängeschild des Ostallgäus.“

 

Vor rund 120 Zuhörern im vollbesetzten „Saal Ostallgäu" des Landratsamtes spielten die rund 75 Musikerinnen und Musiker mit Herzblut und vollen Engagement unter anderem "Ein Märchenschloss – Impressionen auf Schloss Neuschwanstein" und eine Zusammenfassung mit den bekanntesten Melodien der legendären "Beatles". Die mit großer Spannung erwartete Uraufführung des Werks "Makassar-Life & Wood für Solohorn und Orchester", das von Markus Reggel in Auftrag gegeben wurde und in dem er selbst als Solist auftrat, hinterließ bei vielen Zuhörern einen nachhaltigen Eindruck.

 

Eine klingende Visitenkarte

 

Dieses zeitgenössische Werk, komponiert von Alexander Reuber, beschreibt die Vielseitigkeit des Lebens (Hoffnung, Trauer, Freude und Mut) in eindrucksvoller Weise. Mit deutlich herausgearbeiteten Interpretationsvorstellungen des Dirigenten, großer Spannweite in der Dynamik, durchdachten Phra-sierungen sowie hör- und sichtbarer Spiellaune gab das Kreisblasorchester Ostallgäu eine klingende Visitenkarte ab, die große Lust auf neue Projekte weckte.

Mitteilung vom 11.11.2013

1. Allgäuer Konversionskongress: intensive Diskussionen

In der Sonthofener Jägerkaserne sind die aktuelle Situation im Allgäu und die politischen Rahmenbedingungen diskutiert worden.

Die Allgäu GmbH hatte dazu eingeladen. Über 100 Teilnehmer, darunter Politiker, Projektbüros und Konversionsmanagements aus ganz Bayern diskutierten intensiv über die Auswirkungen der Bundeswehrreform und informierten sich bei Experten aus ganz Deutschland über mögliche Herangehensweisen.

 

Verlust von Kauf- und Wirtschaftskraft

 

Mehrere Themenblöcke wurden in der Veranstaltung von verschiedenen Referenten betrachtet. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH, Landrat Gebhard Kaiser, beleuchtete den Konversionsprozess und dessen Auswirkungen im Allgäu. Er betonte, dass die Auswirkungen der Bundeswehrreform nicht nur die einzelnen Standorte treffen würden. Die in den kommenden Jahren zur Verfügung stehenden Konversionsflächen, der Wegzug von Soldaten und ihrer Familien sowie der Verlust von Kauf- und Wirtschaftskraft haben Auswirkungen auf das ganze Allgäu. Kaiser richtete daher sein Wort nochmals ausdrücklich an die politische Ebene und forderte zusätzliche Unterstützung für die betroffenen Regionen, sowohl in finanzieller Sicht als auch im Rahmen dringend notwendiger Infrastrukturprojekte. Beispielhaft nannte Kaiser den notwendigen vierspurigen Ausbau der B12 sowie die Ansiedlung eines Studienschwerpunktes Gesundheit im Allgäu.

 

Im anschließenden Dialog diskutierten Paul Iacob, 1. Bürgermeister der Stadt Füssen, Stefan Bosse, Oberbürgermeister der Stadt Kaufbeuren und Dr. Richard Schießl, Leiter des Referats für Wirtschaft, Kultur und Verwaltung der Stadt Kempten die bisherige Herangehensweise und Herausforderungen durch die Konversion an den jeweiligen Standorte. Lutz-Holger Behre, Stadtbaumeister der Stadt Sonthofen, gab einen Einblick in die Vorgehensweise im Rahmen des Innerstädtischen Entwicklungskonzeptes der Stadt.

 

Erfolgreichzer Konversionsprozess in Augsburg

 

Praktische Beispiele und Erfahrungen aus anderen Konversionsprozessen wurden anschließend von Referenten aus ganz Deutschland dargelegt. Achim Judt von der mws Projektentwicklungsgesellschaft in Mannheim stellte Maßnahmen im Bereich der Bürgerbeteiligung im Rahmen von Konversionsprozessen dar. Nicole Christ, Projektleiterin Konversion der Stadt Augsburg, berichtete über den erfolgreichen Konversionsprozess anhand der Sheridan-Kaserne in Augsburg. Die Wichtigkeit interkommunaler Kooperation als Erfolgsfaktor eines Konversionsprozesses wurde von Werner Messinger, Geschäftsführer des Zweckverbandes Gewerbepark mit Regionalflughafen Söllingen dargestellt. Abschließend gab Karsten Helms, Geschäftsführer von Mull und Partner Ingenieurgesellschaft einen Einblick in die Themen Investorensuche und Rückbauproblematik auf Kasernenflächen.
Klaus Fischer, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, zeigte sich erfreut über das rege Interesse an der Veranstaltung. "Neben den in den Vorträgen angesprochenen Themengebieten ist vor allem auch der ständige Austausch zwischen den betroffenen Akteuren, die gegenseitige Information sowie das Lernen von Best-Practice Beispielen ein wichtiger Bestandteil eines erfolgreichen Konversionsprozesses", so Fischer.

Mitteilung vom 08.11.2013

Wie entwickelt sich das Ostallgäu weiter? Bürger-Ideen sind gefragt

Landrat Johann Fleschhut: "Alle Ostallgäuer Bürger, Vereine und Verbände sind ausdrücklich dazu aufgerufen, sich an dieser Ideenfindung zu beteiligen."

Die Bilanz zur Umsetzung des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) der Förderperiode 2007 bis 2013 werden am Freitag, 15. November 2013, im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im Landratsamt Ostallgäu vorgestellt. Vor allem werden frische Anregungen für das neue REK gesammelt.

 

Insgesamt rund 9 Millionen Euro Investitionssumme in 55 Projekten mit rund 4,2 Millionen Euro Fördermitteln wurden in der heuer auslaufenden Förderperiode abgewickelt. Gemessen an den bewilligten Mitteln ist das Ostallgäu von 58 Lokalen Arbeitsgruppen unter den Top-fünf-Regionen im Freistaat Bayern! Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Ostallgäu wird sich mit einem neu ersonnenen REK für die kommende Förderperiode des EU-Förderprogramms Leader von 2014 bis 2020 bewerben. Die LAG war aufgrund ihrer guten Projektideen bereits in der Förderperiode 2000 bis 2006 (Leader+) sowie über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) für die Förderperiode 2007 bis 2013 ausgewählt worden. Nicht zuletzt durch dieses Programm hat sich der Landkreis in den vergangenen Jahren erheblich weiterentwickelt und ist in sozialer, wirtschaftlicher und touristischer Hinsicht ein Top-Standort.

 

Landkreis setzt auf starke Bürgerbeteiligung

Grundlage für die neue Bewerbung ist ein neues Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) für eine Einreichung beim Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF). Als Auftakt zur Entwicklung des neuen REK werden die Bilanz und die Schwerpunkte der Umsetzung des REKs der Förderperiode 2007 bis 2013 vorgestellt. Für die Entwicklung der zukünftigen Schwerpunkte und Ziele sowie zur Sammlung neuer Ideen für die Region Ostallgäu setzt der Landkreis Ostallgäu auf starke Bürgerbeteiligung und auf die Unterstützung und Mithilfe der Kommunen, interes-sierter Institutionen, Vereine und Verbände sowie der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis.

 

Zur Ideenfindung sind alle Interessierten zu dem Bilanz- und Perspektiv-Workshop am Freitag, 15. November 2013, von 14 bis etwa 20 Uhr in den Saal Ostallgäu im Landratsamt in Marktoberdorf (Schwabenstraße 11) eingeladen.