Aktuelles Archiv

Mitteilung vom 11.03.2020

Coronavirus: Betretungsverbot für Besucher in Heimen und Krankenhäusern - Schutz der Senioren und Kranken hat Vorrang

Die Allgemeinverfügung erfolgt in Abstimmung mit dem Landkreis Oberallgäu und den Städten Kempten und Kaufbeuren, die gleich verfahren.

Aufgrund der zunehmenden Verbreitung des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) hat sich das Landratsamt Ostallgäu dazu entschlossen, ein Betretungsverbot für Alten- und Pflegeheime sowie akut-stationäre Einrichtungen im Ostallgäu wie beispielsweise Krankenhäuser auszusprechen. „Die Gesundheit der Senioren sowie der kranken und pflegebedürftigen Menschen ist uns dabei das größte Anliegen“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Gerade in Heimen und Krankenhäusern wäre der Ausbruch der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 fatal. Um hier präventiv vorzugehen, verständigte man sich nun landkreisübergreifend auf ein Betretungsverbot für Besucher. Das Verbot gilt ab sofort. Ausgenommen sind medizinisch und therapeutische Besuche, das Betreten durch Handwerker für nicht aufschiebbare Arbeiten sowie Besuche von Angehörigen, wenn ein dringender Notfall vorliegt.
 
„Können keine andere Entscheidung treffen“
 
„Wir wissen, dass dies für viele Patienten und Heimbewohner eine einschneidende Maßnahme ist, können aber keine andere Entscheidung treffen. Wir müssen die Dynamik des Ausbruchsgeschehens eindämmen“, sagt Landrätin Zinnecker und bittet um Verständnis für die Maßnahme. Dass die bisherigen Krankheitsverläufe der Infektionen im Ostallgäu mild verliefen, lag vermutlich auch am Alter und der körperlich guten Verfassung der Infizierten. „Für Kranke und Schwache kann vielleicht selbst ein milder Verlauf zu viel sein und wir Verantwortlichen wären schlecht beraten, hier nicht frühzeitig entgegenzuwirken“, sagt Zinnecker.

Mitteilung vom 11.03.2020

Coronavirus: Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern untersagt

Die Allgemeinverfügung tritt am 11. März in Kraft und erfolgte in Abstimmung mit dem Landkreis Oberallgäu und den Städten Kempten und Kaufbeuren.

Landrätin Maria Rita Zinnecker appelliert an Vereine und Verbände, kleinere Veranstaltungen zu verschieben oder abzusagen. „Ein Verzicht auf Zusammenkünfte ist eine gute Möglichkeit, die Ausbreitung des Virus einzuschränken“, sagt Zinnecker.
 
Als eines der ersten Bundesländer hatte der Freistaat Bayern jüngst beschlossen, wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern zu untersagen. Dies gilt zunächst bis zum Ende der Osterferien am 19. April 2020, eine entsprechende Allgemeinverfügung des Freistaates tritt ebenfalls am 11. März in Kraft. Nachdem es gerade im Allgäu viele Veranstaltungen im Bereich 500 bis 1000 Teilnehmer gibt, wollten die Landräte und Oberbürgermeister auch hier für Klarheit im Umgang mit den Besuchern und Veranstaltungen sorgen. „Uns war gerade wegen der vielen Wechselbeziehungen im Allgäu eine abgestimmte Vorgehensweise wichtig“, sagt Zinnecker.
 
Zinnecker: „Freiwillig absagen oder verschieben“
 
Für Veranstaltungen mit weniger als 500 Teilnehmern gibt Landrätin Maria Rita Zinnecker eine Empfehlung: „Aus medizinisch-fachlicher Sicht können wir den Organisatoren nur raten, dass sie Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern in Innenräumen freiwillig absagen oder verschieben.“ Hintergrund dieser Empfehlung ist auch die klare Aussage des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder: Er fordert die Landratsämter auf, kleinere Veranstaltungen im Zweifel behördlich abzusagen und „keine Tricksereien“ zuzulassen.
 
Mit der Umsetzung der Empfehlung sollen weiterhin Infektionsketten unterbrochen und die weitere Ausbreitung des Virus eingedämmt werden. Eine generelle Schließung von Schulen ist derzeit auch aus Sicht des Freistaates nicht notwendig.  Das Landratsamt weist seinerseits darauf hin, dass Sportveranstaltungen ohne Zuschauer durchgeführt werden könnten. Allerdings scheinen auch hier bereits die Verbände aktiv zu werden und teilweise die Saisons – wie in den höchsten Spielklassen des Eishockeys geschehen – zu beenden.

Mitteilung vom 11.03.2020

Landkreis entwickelt Mobilitätskonzept für das südliche Ostallgäu

Das ist das Ergebnis der „Ersten Entscheider-Konferenz Mobilitätskonzept Süd“ im Landratsamt Ostallgäu.

Knapp 50 Verantwortliche und Fachleute trafen sich zur „Ersten Entscheider-Konferenz Mobilitätskonzept Süd“.

Knapp 50 Verantwortliche und Fachleute trafen sich zur „Ersten Entscheider-Konferenz Mobilitätskonzept Süd“.

Der Landkreis wird das Mobilitätskonzept für das südliche Ostallgäu koordinieren und entwickeln. Das ist das Ergebnis der „Ersten Entscheider-Konferenz Mobilitätskonzept Süd“. Bürgermeister, Wirtschaftsvertreter und Touristiker aus dem Süden des Landkreises sowie Verkehrsunternehmen hatten sich auf Einladung von Landrätin Maria Rita Zinnecker im Landratsamt getroffen.
 
Ziel war es, zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML), Projektzentrum Verkehr, Mobilität und Umwelt, die Grundlagen für den Masterplan Mobilität Süd zu erarbeiten. Handlungsdruck besteht sowohl für den von Bürgern und Wirtschaft „verursachten“ Verkehr als auch für den touristischen. „Der Landkreis stellt sich diesem Thema und wird hierfür die Koordination übernehmen“, sagte Zinnecker. Der Schwerpunkt sei auf das Gebiet südlich ab Marktoberdorf gelegt worden, weil „hier die akuten Brennpunkte liegen und der Handlungsdruck am größten ist“. Die Erhebung berücksichtige jedoch den gesamten Landkreis. Zinnecker hatte das Mobilitätskonzept auch beim Besuch von Ministerpräsident Söder in Füssen angesprochen, woraufhin Söder die Unterstützung des Freistaates zusagte.
 
Die Entwicklung kommunaler Konzepte, die teilweise schon angestoßen worden sind, soll mit der Entwicklung eines übergreifenden Masterplans nicht ausgebremst werden. Im Gegenteil, meinte Zinnecker. Am Ende müsse das Zusammenspiel zwischen kommunalen Lösungen und dem Mobilitätskonzept passen. Der Verkehr beginne ja nicht an der Orts- oder Stadtgrenze oder höre dort auf. Deshalb gehe es, neben der Entwicklung von Konzepten für die Zukunft, auch darum, wie man den Verkehr heute und mittelfristig steuern und beeinflussen kann. Zinnecker: „Wir müssen Alternativen entwickeln.“ Mobilität ist ein Grundbedürfnis und sichert die Teilhabe am öffentlichen Leben ebenso wie die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes. Zinnecker: „Hier gilt es nun, gemeinsam mit allen Gemeinden eine Mobilitätsstrategie und die Rahmenbedingungen für die künftige Zusammenarbeit und Kommunikation miteinander zu schaffen.“ Ebenso wichtig wird die Entwicklung einer gemeinsamen, räumlichen und inhaltlichen Schwerpunktsetzung für das Konzept. Dabei sollen auch weitere Entwicklungen berücksichtigt werden und, wo möglich, mit einfließen – beispielsweise die aktuellen Aktivitäten auf Allgäu-Ebene. Die Ergebnisse der Konferenz werden von den Fachleuten des Fraunhofer-Instituts ausgewertet und zusammengefasst. Verkehrsberuhigung und -vermeidung, Parkraummanagement, Verkehrslenkung und Digitalisierung sowie neue Mobilitätsangebote und innovative Verkehrsmittel könnten – neben weiteren wichtigen Handlungsfeldern – Bausteine für die Grundlagenerhebung sein. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen sollen Umsetzungsempfehlungen erarbeitet werden, welche im „Masterplan Mobilität Süd“ das weitere Vorgehen beschreiben und auch für die Kommunen ein Orientierungsrahmen für ihre eigene Entwicklung sein sollen. In absehbarer Zeit soll es eine zweite Konferenz geben.

Mitteilung vom 11.03.2020

Kommunalwahl in Corona-Zeiten: Bürger können unbesorgt wählen gehen

Trotz der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus findet die Kommunalwahl 2020 am Sonntag, 15. März, statt.

Das Landratsamt hat nun den Ostallgäuer Kommunen in einem Schreiben Hinweise zu Hygiene und weiteren Schutzmaßnahmen gegeben, um das Ansteckungsrisiko für Wähler und Wahlhelfer zu minimieren. „In den Wahllokalen befinden sich normalerweise nicht allzu viele Menschen gleichzeitig. Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich derzeit keine großen Sorgen machen und können unbesorgt wählen gehen“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
In den Wahllokalen gelten die allgemeinen Hygienetipps zum Schutz vor Infektionskrankheiten wie gründliches Händewaschen, Abstand halten oder Husten- und Schnupfenhygiene. Wenn die Wähler im Wahllokal den Kontakt zu ihren Mitmenschen auf ein notwendiges Maß beschränken und so den unmittelbaren Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt unter 15 Minuten halten – dann ist das Infektionsrisiko laut Robert-Koch-Institut gering.
 
Eigene Stifte mitbringen – Briefwahl beantragen
 
„Die Bürgerinnen und Bürger können zur Wahl, wenn sie möchten, auch eigene Stifte mitbringen“, sagt Zinnecker. Von den Stimmzetteln selbst geht kein erhöhtes Infektionsrisiko aus, da eine Übertragung des Coronavirus über unbelebte Oberflächen wie Papier unwahrscheinlich ist.
 
Wer lieber per Briefwahl wählen möchte, kann noch bis Freitag, den 13. März bis 15.00 Uhr einen Antrag stellen. Erkrankte oder Kontaktpersonen, die am Wahltag kein Wahllokal besuchen, können nach wie vor per Briefwahl ihre Stimme abgeben. Es ist ohnehin davon auszugehen, dass der Anteil der Briefwähler bei dieser Kommunalwahl sogar noch höher sein wird, als die bislang prognostizierten 30 bis 40 Prozent.

Mitteilung vom 10.03.2020

Kommunalwahl 2020: Landratsamt Ostallgäu informiert umfassend

Über die aktuellen Ergebnisse der Kommunalwahl informiert das Landratsamt Ostallgäu am Sonntag, 15. März, ab 18 Uhr im Saal Ostallgäu.

Dort können die Meldungen ebenso verfolgt werden wie bequem von zu Hause oder unterwegs über die Internetseite wahlen.ostallgaeu.de. Auf dieser Seite sind ständig die aktuellsten Zwischen- und Endstände der Landrats-, Kreistags-, Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen abrufbar.

Mitteilung vom 10.03.2020

Coronavirus: Gesundheitsamt testet zentral 64 Personen

Der Test findest auf dem Gelände des Kreisbauhofes in Thalhofen statt. Grund ist der jüngste Nachweis eines COVID-19-Falles in Marktoberdorf.

Zudem testet das Gesundheitsamt Ostallgäu mehrere Einzelfälle wie beispielsweise Urlaubsrückkehrer aus Südtirol, die unter Symptomen leiden. Es handelt sich um insgesamt 64 Personen.
 
Mit diesem zentralen Test ist es möglich, ressourcenschonend (Verbrauch von Schutzkleidung und Schutzmasken) bei einer größeren Zahl von Menschen die Abstriche zu nehmen. Die Ergebnisse der Tests sind voraussichtlich am Freitag zu erwarten.
 
Coronavirus: FAQ auf www.ostallgaeu.de
 
Das Gesundheitsamt weist in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich darauf hin, dass alle Personen, die derzeit in häuslicher Isolation sind, auch nach Durchführung eines Testes in Quarantäne verbleiben müssen. Nach derzeitigem Stand werden die Personen am Ende der Quarantäne – die Inkubationszeit beträgt nach momentanem wissenschaftlichen Stand zwei Wochen – nochmals getestet. Erst wenn dieser Test negativ ausgefallen ist, können sie wieder am Alltag teilhaben.
 
Das Gesundheitsamt Ostallgäu hat auf der Homepage des Landkreises unter www.ostallgaeu.de eine Übersicht von häufig gestellten Fragen (FAQs) und weiteren Infos zu Corona bereitgestellt.

Mitteilung vom 10.03.2020

Coronavirus: Wer eindeutige Symptome zeigt, kann sich nun online melden

Wer über das Onlineformular Kontakt aufnimmt, wird vom Gesundheitsamt zurückgerufen.

Ein neues Online-Meldeformular für Ostallgäuer und Kaufbeurer Bürger*innen, die eindeutige Symptome der COVID-19-Erkrankung zeigen, stellt das Gesundheitsamt Ostallgäu ab sofort im Internet auf  www.ostallgaeu.de bereit.
 
Die Angaben im Formular dienen dem Gesundheitsamt zur Einschätzung der aktuellen Lage. Es erfolgt allerdings keine gesundheitliche Betreuung von Seiten des Gesundheitsamtes. Alle Bürger*innen, die dies für erforderlich halten, sollten sich an ihren Hausarzt wenden.
 
Auf www.ostallgaeu.de gibt es auch eine umfangreiche Sammlung von Fragen und Antworten rund um das neuartige Coronavirus.

Mitteilung vom 09.03.2020

Coronavirus: Ergebnisse der 80 getesteten Personen negativ

Die 80 Kontaktpersonen wurden am Donnerstagabend in Füssen durch Ärzte des Gesundheitsamtes getestet. Alle Ergebnisse sind negativ.

Die Tests waren im Rahmen des dritten positiven Coronafalls in Füssen erforderlich.
  
Das Gesundheitsamt weist in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich darauf hin, dass alle Personen, die derzeit in häuslicher Isolation sind, auch nach einem negativen Testergebnis in Quarantäne (häuslicher Isolation) verbleiben müssen.

  
Nach derzeitigem Stand werden die Personen am Ende der Quarantäne – die Inkubationszeit beträgt nach momentanem wissenschaftlichen Stand zwei Wochen – nochmals getestet. Erst wenn dieser Test negativ ausgefallen ist, können sie wieder am Alltag teilhaben.

Mitteilung vom 09.03.2020

Landratsamt bestätigt einen fünften Coronavirus-Fall im Ostallgäu

Ein 43-jähriger Mann aus Marktoberdorf ist positiv auf das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet worden.

Der Mann teilte mit, dass er mit seiner Familie in Südtirol im Urlaub war und dort leichte grippeartige Symptome bemerkte. Es erfolgte daraufhin ein Test durch das Gesundheitsamt Ostallgäu. Der positive Befund wurde dem Gesundheitsamt am Sonntagabend übermittelt.
 
Das Gesundheitsamt im Ostallgäu ermittelt nun intensiv die engen Kontakte des Erkrankten. Mittlerweile wurden bereits Kontaktpersonen im Rathaus Marktoberdorf und im privaten Umfeld des Erkrankten ermittelt. Unter den Kontaktpersonen befindet sich auch der Erste Bürgermeister der Stadt Marktoberdorf, der heute getestet wird und sich ebenfalls in häuslicher Isolation befindet. Der Erkrankte selbst und seine Familie als Kontaktpersonen stehen nun ebenfalls in häuslicher Isolation. Die Familie wurde bereits vom Gesundheitsamt getestet, hier stehen die Ergebnisse noch aus. Das Gymnasium Marktoberdorf hat aus Fürsorgegründen die komplette Mittelstufe (Klassen 7-9) für heute und den morgigen Dienstag, vom Schulbesuch ausgeschlossen. 
 
Das Gesundheitsamt weist in diesem Zusammenhang nochmal darauf hin:
    

  • Das Gesundheitsamt ermittelt nach den fachlich vorgegebenen Definitionen (RKI) die Kontaktpersonen für die ein relevantes Infektionsrisiko (Kategorie 1) besteht. Diese Personen werden getestet und bleiben auf jeden Fall 14 Tage (Ende der Inkubationszeit) abgesondert zu Hause.
  • Andere Kontakte, die sich z.B. im selben Raum aufgehalten haben, aber keinen über 15 Minuten dauernden Kontakt hatten, werden ermittelt. Sollte diese Personen Symptome feststellen, wird empfohlen mit einem Arzt oder einer Klinik telefonisch Kontakt aufzunehmen.
  • Angehörige oder Kinder von Kontaktpersonen der Kategorie I, können weiterhin zur Arbeit, Schule oder Kindergarten gehen, solange die Personen der Kategorie I symptomfrei sind.
  • Sollten bei einer Person der Kategorie I Symptome auftreten ist umgehend das Gesundheitsamt zu informieren.

   

Das Gesundheitsamt ruft nochmals zur Besonnenheit im Umgang mit den Erkrankungen auf. Die Behörden unternehmen alle notwendigen Schritte. Die Hotline (08342 911-623) des Gesundheitsamts bleibt weiterhin geschaltet.

 

 

 

Mitteilung vom 07.03.2020

Landratsamt bestätigt einen vierten Coronavirus-Fall im Ostallgäu

Ein 47–jähriger Mann aus Augsburg, der sich in Marktoberdorf aufhält, ist positiv auf das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet worden.

Der Mann bemerkte grippeartige Symptome und ließ sich von einem niedergelassenen Arzt testen. Der positive Befund wurde dem Gesundheitsamt am heutigen Samstagmittag übermittelt. Der jetzt Erkrankte steht in keinerlei Verbindung zu den bereits bekannten drei positiven COVID-19-Fällen in Füssen.
 
Das Gesundheitsamt im Ostallgäu ermittelt nun intensiv die Kontakte des Erkrankten. Während der Inkubationszeit hatte der Erkrankte in verschiedenen Landkreisen Kontaktpersonen. Die zuständigen Gesundheitsämter dort haben die Ermittlungen der Kontakte und Einleitung der weiteren Maßnahmen aufgenommen.
 
Das Gesundheitsamt weist in diesem Zusammenhang nochmal darauf hin:
  

  • Das Gesundheitsamt ermittelt nach den fachlich vorgegebenen Definitionen (RKI) die Kontaktpersonen, für die ein relevantes Infektionsrisiko (Kategorie 1) besteht. Diese Personen werden getestet und bleiben auf jeden Fall 14 Tage (Ende der Inkubationszeit) abgesondert zu Hause.
  • Andere Kontakte, die sich z. B. im selben Raum aufgehalten haben, aber keinen über 15 Minuten dauernden Kontakt hatten, werden ermittelt. Sollten diese Personen Symptome feststellen, wird empfohlen mit einem Arzt oder einer Klinik telefonisch Kontakt aufzunehmen.
  • Angehörige oder Kinder von Kontaktpersonen der Kategorie I können weiterhin zur Arbeit, Schule oder Kindergarten gehen, solange die Personen der Kategorie I symptomfrei sind.
  • Sollten bei einer Person der Kategorie I Symptome auftreten, ist umgehend das Gesundheitsamt zu informieren.

 

 

 

Mitteilung vom 07.03.2020

Coronavirus: Eishockeyspiel Füssen gegen Memmingen ohne Zuschauer

Grund für Absage ist die aktuelle Lage um den Coronavirus. Der EV Füssen bietet seinen Fans einen Live-Stream an.

Das Allgäuderby in der Eishockeyoberliga Süd am morgigen Sonntag zwischen dem EV Füssen und dem ECDC Memmingen findet aufgrund der aktuellen Lage um den Coronavirus ohne Zuschauer statt. Dies hat das Landratsamt Ostallgäu heute entschieden.
 
Drei positive Krankheitsfälle und über 100 Kontaktpersonen in häuslicher Isolation in Füssen und naher Umgebung, haben das Gesundheitsamt Ostallgäu dazu veranlasst eine Anordnung zu treffen, dass das Derby ohne Zuschauer stattfinden muss. Da die Unterbrechnung von Infektionsketten die Hauptzielrichtung im Kampf gegen das Virus ist, soll das Risiko auf neue Ansteckungen minimiert werden. Aus diesem Grund hat sich der Krisenstab im Ostallgäu für die Maßnahme entschieden. Das Landratsamt ist sich natürlich der Folgen für den Verein bewusst und hat sich die Entscheidung reiflich überlegt. Gerade weil beim Derby mit vielen Zuschauern aus dem gesamten Allgäu zu rechnen war, blieb aber keine andere Wahl.
 
Der Vorstand des Vereins, Markus Kehle, ist über die Anordnung informiert und zeigte Verständnis für die behördliche Maßnahme. Ganz verzichten müssen die Fans beider Lager allerdings nicht auf das Spiel, da der EV Füssen einen Livestream anbietet. Unter www.evfuessen.de kann dieser gebucht werden.

Mitteilung vom 06.03.2020

Coronavirus: Gesundheitsamt testete 80 Personen

Die getesteten Personen waren Kontaktpersonen des dritten positiven COVID-19-Falles im Ostallgäu. Die Ergebnisse werden voraussichtlich bis Montag vorliegen.

Die 80 Kontaktpersonen wurden am Donnerstagabend in Füssen durch Ärzte des Gesundheitsamtes getestet.  Mit Unterstützung des Bayerischen Roten Kreuzes, der Polizei und des Bundesleistungszentrums konnten die Tests zügig durchgeführt werden. Die Testpersonen wurden in verschiedenen Gruppen eingeladen.
 
Der Test wurde im Rahmen des dritten positiven COVID-19-Falles erforderlich. Die ermittelten Kontaktpersonen waren alle anwesend und nach eigener Aussage mit den Informationen und dem Ablauf der Testprozedur zufrieden. Die Ergebnisse werden voraussichtlich bis Montag vorliegen.
 
Das Gesundheitsamt weist in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich darauf hin, dass alle Personen, die sich derzeit in häuslicher Isolation befinden, auch nach Durchführung eines Testes und negativem Ergebnis in Quarantäne verbleiben müssen. Nach derzeitigem Stand werden die Personen am Ende der Quarantäne – die Inkubationszeit beträgt 14 Tage nach letztem Kontakt zu einer infizierten Person – nochmals getestet. Erst wenn dieser Test negativ ausgefallen ist, können sie wieder am Alltag teilhaben.

 
Das Gesundheitsamt Ostallgäu hat auf der Homepage des Landkreises unter www.ostallgaeu.de ein Übersicht von häufig gestellten Fragen (FAQs) und weiteren Infos zu Corona bereitgestellt.

Mitteilung vom 04.03.2020

Test Coronanews

Ein Stück weit aufatmen heißt es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von DMG MORI in Pfronten.

Die am Dienstag vom Ostallgäuer Gesundheitsamt gemachten Tests sind ausgewertet und negativ – es wurde hier kein weiterer Coronafall bestätigt.

Die Meldung der negativen Tests erreichte das Gesundheitsamt am heutigen Mittwoch. Die Personen wurden genauso wie die Unternehmensleitung informiert. Nach Kenntnisstand des Landratsamtes ist die Desinfektion des Betriebes durchgeführt und ab dem morgigen Donnerstag ist wieder regulärer Geschäftsbetrieb möglich. Die getesteten Kontaktpersonen müssen aber trotz des negativen Testes 14 Tage zu Hause bleiben und werden in zwei Wochen nochmals getestet. Fällt dieser Test erneut negativ aus, können auch sie ihre Arbeit im Betrieb wiederaufnehmen.

Mitteilung vom 04.03.2020

Coronavirus: Negative Testergebnisse bei DMG MORI-Mitarbeitern

Ein Stück weit aufatmen heißt es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von DMG MORI in Pfronten.

Die am Dienstag vom Ostallgäuer Gesundheitsamt gemachten Tests sind ausgewertet und negativ – es wurde hier kein weiterer Coronafall bestätigt.

Die Meldung der negativen Tests erreichte das Gesundheitsamt am heutigen Mittwoch. Die Personen wurden genauso wie die Unternehmensleitung informiert. Nach Kenntnisstand des Landratsamtes ist die Desinfektion des Betriebes durchgeführt und ab dem morgigen Donnerstag ist wieder regulärer Geschäftsbetrieb möglich. Die getesteten Kontaktpersonen müssen aber trotz des negativen Testes 14 Tage zu Hause bleiben und werden in zwei Wochen nochmals getestet. Fällt dieser Test erneut negativ aus, können auch sie ihre Arbeit im Betrieb wiederaufnehmen.

Mitteilung vom 04.03.2020

Landratsamt bestätigt dritten Coronavirus-Fall im Ostallgäu

Das Landratsamt Ostallgäu hat inzwischen den dritten Coronavirus-Fall im Landkreis bestätigt.

Nachdem bis vergangenen Montag zwei Fälle einer Coronavirus-Erkrankung mitgeteilt wurden, steht nun fest, dass auch ein weiteres Mitglied der Familie positiv auf das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet wurde.

Der Mann aus Füssen wurde als Kontaktperson getestet. Der positive Befund des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurde dem Gesundheitsamt in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch übermittelt. Der jetzt Erkrankte war in häuslicher Isolation.

Da das Gesundheitsamt intensiv die gemeinsamen Kontakte in den vergangenen 14 Tagen ermittelt hatte, ergaben sich hier viele Überschneidungen. Weitere Kontaktpersonen werden ermittelt und getestet.

Das Gesundheitsamt weist in diesem Zusammenhang nochmal darauf hin:

•    Das Gesundheitsamt ermittelt nach den fachlich vorgegebenen Definitionen (RKI) die Kontaktpersonen für die ein relevantes Infektionsrisiko (Kategorie 1) besteht. Diese Personen werden getestet und bleiben bis zum Ergebnis zu Hause.
•    Für andere Kontakte, die sich z.B. im selben Raum aufgehalten haben, aber keinen über 15 Minuten dauernden Kontakt hatten, besteht kein erhöhtes Infektionsrisiko. Sollte diese Personen Symptome feststellen, sollen sie mit einem Arzt oder einer Klinik telefonisch Kontakt aufnehmen.
•    Es gibt daher auch keinen medizinisch vertretbaren Grund, dass Angehörige oder Kinder von Kontaktpersonen, die nicht zu der kleinen Gruppe der engen Kontakte (Kategorie 1) gehören, nicht zur Arbeit, Schule oder Kindergarten gehen.

Das Gesundheitsamt ruft nochmals zur Besonnenheit im Umgang mit den Erkrankungen auf. Die Behörden unternehmen alle notwendigen Schritte. Es erscheint derzeit nicht unwahrscheinlich, dass die Ansteckung innerhalb der familiären Kontakte erfolgte.

Die Hotline (08342 911-623) des Gesundheitsamts bleibt weiterhin geschaltet.

Mitteilung vom 04.03.2020

Im Landratsamt wird regional und biologisch verpflegt

Im Landratsamt Ostallgäu werden für die Verpflegung bei Sitzungen und Veranstaltungen seit Ende 2019 Lebensmittel aus regionaler Produktion eingesetzt.

Setzen auf regionale Lebensmittel (v. r.): Florian Timmermann, Projektmanager Öko-Modellregion, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Christina Müller, Hauswirtschafterin am Landratsamt

Setzen auf regionale Lebensmittel (v. r.): Florian Timmermann, Projektmanager Öko-Modellregion, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Christina Müller, Hauswirtschafterin am Landratsamt

Die Lebensmittel stammen, wenn möglich von Landwirten und Verarbeitern aus dem Landkreis Ostallgäu. „Wir gehen so mit gutem Beispiel voran. Damit stärken wir die heimische Landwirtschaft, die regionalen Verarbeiter und die Wertschöpfung vor Ort“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Der Einsatz von Lebensmitteln aus der Region im Landratsamt Ostallgäu schafft neue Wertschöpfungskreisläufe und stärkt die heimische Land- und Lebensmittelwirtschaft. Aus der Region gibt es je nach Saison eine Bandbreite an Produkten, wie beispielsweise Butter, Brot, Milch, Bio-Käse, Wurst oder Bio-Gemüse. Sind Produkte nicht aus der direkten Umgebung verfügbar, so werden diese aus benachbarten Regionen bezogen.
 
Zweite Auflage der „Genusstage im Schlosspark“
 
Neben der Sitzungsverpflegung mit Lebensmitteln aus der Region setzt sich der Landkreis Ostallgäu aktiv für die regionale Landwirtschaft und die Lebensmittelverarbeiter ein. So ist der Landkreis Ostallgäu seit Mai 2019 „Staatlich anerkannte Öko-Modellregion“. In diesem Rahmen werden Modellprojekte für Landwirte, Verarbeiter und Konsumenten zur Förderung von regionalen und biologischen Wertschöpfungsketten umgesetzt. Zudem organisiert der Landkreis nun zum zweiten Mal die „Genusstage im Schlosspark“. Vom 29. Mai bis 7. Juni bereiten die teilnehmenden Gastronomen aus der Fülle hochwertiger, regionaler Lebensmittel ganz besondere Gerichte zu. Ziel ist es, langfristige Kooperationen zwischen Landwirten, Verarbeitern und Gastronomen anzustoßen.
 
Weitere Informationen zu den Genusstagen gibt es beim Regionalmanagement, Jana Betz, E-Mail: jana.betz@lra-oal.bayern.de, Telefon 08342 911-353, www.genusserlebnis-schlosspark.de und  beim Projektmanagement der Öko-Modellregion, Florian Timmermann, E-Mail: florian.timmermann(at)lra-oal.bayern.de, Telefon 08342 911-453, www.oekomodellregion-ostallgaeu.de.

Mitteilung vom 04.03.2020

Internationales Frauencafé: Ein neuer Platz für gemeinsamen Austausch

Beata Wanagiel, die Integrationsberaterin der Diakonie, lädt am 28. März alle Frauen zum Internationalen Frauencafé in Marktoberdorf ein.

Initiatorin des Projektes ist Die Integrationsberatung der Diakonie. Sie wird vom Landkreis Ostallgäu durch die Bildungskoordinatorinnen Linda Hagspiel und Anja Maurus unterstützt.
 
Am 8. März wird der internationale Frauentag gefeiert. Er ist ein wichtiges Datum für Frauen überall auf der Welt und in einigen Ländern sogar gesetzlicher Feiertag. Im Mittelpunkt dieses Tages steht die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Passend zu diesem Tag wird im gleichen Monat ein Internationales Frauencafé in Marktoberdorf eröffnet. Das Internationale Frauencafé bietet einen geschützten Raum, um sich über frauenrelevante Themen auszutauschen, sich zu vernetzen und wichtige Informationen zu bekommen. Neben niederschwelligen Angeboten wie gemeinsamem Kochen und Backen werden externe Referenten eingeladen, die mit den Frauen zum Beispiel ein Bewerbungstraining durchführen oder über Empowerment von Frauen sprechen.
 
Gleichgesinnte finden
 
„Das internationale Frauencafé ist eine tolle Möglichkeit mit anderen Frauen in Kontakt zu kommen und Gleichgesinnte zu finden. Es erleichtert auch neu zugewanderten Frauen, sich im Landkreis zu integrieren“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Heike Krautloher. Das Ziel ist es nicht nur Frauen mit Fluchthintergrund, sondern auch Frauen mit Migrationshintergrund zu vernetzen. Am 28. März 2020 findet der erste Termin im Haus der Begegnung in Marktoberdorf statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Termine sind jeweils am Samstag: 30. Mai, 27. Juni, 25. Juli, 29. August, 26. September, 31. Oktober und 28. November.
 
Interessierte Frauen können sich bei Fragen an Beata Wanagiel unter wanagiel(at)diakonie-kempten.de wenden oder an Linda Hagspiel und Anja Maurus unter: bildung-neuzugewanderte(at)lra-oal.bayern.de.

Mitteilung vom 02.03.2020

Landratsamt bestätigt zweiten Coronavirus-Fall im Ostallgäu

Nachdem der erste Fall im Ostallgäu bestätigt worden war, steht nun fest, dass auch die Partnerin des Erkrankten positiv getestet wurde.

Am Samstag hatte die 33-Jährige aus Füssen erste Symptome. Der positive Befund des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurde dem Gesundheitsamt am Sonntagabend übermittelt. Die jetzt Erkrankte blieb – schon als der Partner Symptome einer Erkrankung zeigte – mit diesem in häuslicher Isolation. Da das Gesundheitsamt den Partner bereits intensiv zu den gemeinsamen Kontakten in den vergangenen 14 Tagen befragt hatte, ergaben sich hier viele Überschneidungen. Weitere Kontaktpersonen werden ermittelt und getestet.
 
Da nach dem ersten Erkrankungsfall sehr viele Fragen besorgter Bürgerinnen und Bürger im Gesundheitsamt eingingen, wird nochmals klar gestellt:

 

  • Das Gesundheitsamt ermittelt nach den fachlich vorgegebenen Definitionen (RKI) die Kontaktpersonen für die ein relevantes Infektionsrisiko besteht. Diese Personen werden getestet und bleiben bis zum Ergebnis zu Hause. Im Rahmen des ersten Erkrankungsfalls sind dies 15 Kontaktpersonen der Kategorie 1 die bislang ermittelt werden konnten, sowohl berufliche, als auch private Kontakte innerhalb der maßgeblichen Inkubationszeit von 14 Tagen.
  • Andere Kontakte, wie zum Beispiel Mitarbeiter am selben Standort, die sich beispielsweise im selben Raum aufgehalten haben, aber keinen über 15 Minuten dauernden Kontakt hatten, werden erfasst und angerufen. Für diese besteht aber kein erhöhtes Infektionsrisiko. Sollte diese Personen Symptome feststellen, sollen sie mit einem Arzt oder einer Klinik telefonisch Kontakt aufnehmen. 
  • Es gibt daher auch keinen medizinisch vertretbaren Grund, dass Angehörige oder Kinder von Mitarbeitern am Standort der Firma DMG Mori in Pfronten, die nicht zu der kleinen Gruppe der engen Kontakte (Kategorie 1) gehören, nicht zur Arbeit gehen.

  

Das Gesundheitsamt ruft nochmals zur Besonnenheit im Umgang mit den Erkrankungen auf. Die Behörden unternehmen alle notwendigen Schritte. Es erscheint derzeit nicht unwahrscheinlich, dass die Ansteckung bei einem gemeinsamen Spanienaufenthalt der beiden jetzt Erkrankten erfolgte.

   

Die Hotline des Gesundheitsamts bleibt weiterhin geschaltet.

Mitteilung vom 01.03.2020

Erster bestätigter Coronavirus-Fall im Allgäu (COVID-19)

Das Gesundheitsamt Ostallgäu teilt den ersten positiven Fall eines am neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) Erkrankten mit.

Es handelt sich um einen 36-jährigen Mitarbeiter am Standort der Fa. DMG Mori in Pfronten. Das Gesundheitsamt erhielt am Samstagabend den positiven Befund des untersuchenden Labors. Der Patient hatte am Donnerstag, 27.02.2020, mit Atemwegssymptomen seine Hausärztin aufgesucht. Da er sich innerhalb der letzten 14 Tage auch in der Nähe einer der Risikoregionen in Italien aufgehalten hatte, wurde vorsichtshalber ein Schnelltest veranlasst. Dessen Ergebnis fiel am Samstag positiv aus.
 
Die Gesundheitsbehörde hat umgehend die notwendigen Maßnahmen veranlasst: Mit dem Erkrankten und den behandelnden Ärzten wurde Kontakt aufgenommen und die weitere medizinische Versorgung koordiniert. Der Mann wohnt in Füssen und ist dort in häuslicher Isolation. Er befindet sich bereits wieder auf dem Weg der Besserung. Die Isolation wird noch 14 Tage aufrecht erhalten. Wenn am Ende dieser Zeit zwei negative Proben vorliegen, kann die Erkrankung als beendet betrachtet werden.
 
Das Landratsamt hat am Samstag und Sonntag den Krisenstab einberufen, um die weiteren Maßnahmen zu koordinieren. Als Sofortmaßnahme wird die bereits am Freitag für das Wochenende eingerichtete Hotline (08342 911-623) am Sonntag und in den kommenden Werktagen bis auf 22.00 Uhr verlängert. Der Krisenstab steht in engem Kontakt mit den Bayerischen Behörden, insbesondere auch der Task-Force am LGL, sowie den betroffenen Bürgermeistern und der Fa. DMG Mori. Am Sonntag fand eine Einsatzbesprechung unter Beteiligung der Geschäftsführung statt.
 
Die Hauptaufgabe ist für die Gesundheitsverwaltung jetzt die Ermittlung der Kontaktpersonen zu dem Erkrankten. Dazu gehören nach den Definitionen des Robert-Koch-Instituts Personen, die mit dem Erkrankten einen sogenannten face-to-face-Kontakt über mindestens 15 Minuten hatten. Diese Personen werden jetzt ermittelt und anschließend verständigt und über das weitere Vorgehen und Vorsorgemaßnahmen informiert.
 
Die DMG Mori hat sich in Abstimmung mit der Gesundheitsverwaltung entschlossen, das Werk für die nächsten beiden Tage zu schließen.
 
Für den Dienstag bereitet das Gesundheitsamt eine Testung der Kontaktpersonen vor Ort am Standort der DMG Mori vor. Dazu wird eine Task-Force der Ostallgäuer Gesundheitsbehörde mit Unterstützung der bayerischen Task-Force am LGL Untersuchungen der ermittelten Kontaktpersonen vornehmen und Proben nehmen. Es macht keinen Sinn, dass Personen untersucht werden, die überhaupt keinen relevanten Kontakt hatten. Dies würde wertvolle Laborressourcen binden. Das Vorgehen der Gesundheitsbehörde wird daher gezielt auf tatsächliche Kontakte bezogen sein. Besonders hervorzuheben ist dabei die gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung des Werks, die umgehend die notwendigen Mitarbeiterlisten zur Verfügung gestellt hat und die Gesundheitsbehörde auch sonst in jeder Weise unterstützt.
 
Landrätin Maria Rita Zinnecker ruft zur Besonnenheit auf: „Es war eine Frage der Zeit, bis auch das Allgäu von Corona-Infektionen betroffen sein wird. Wir waren darauf vorbereitet und werden die erforderlichen Schritte unternehmen, ohne dabei in Aktionismus oder Panik zu verfallen." Es besteht daher derzeit auch kein Grund, den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Pfronten oder deren Nachbargemeinden weitergehende Beschränkungen aufzuerlegen oder Veranstaltungen behördlich abzusagen.
 
Leitlinie für das Vorgehen des Gesundheitsamts sind die fachlich fundierten Vorgaben der Gesundheitsministerien und des Robert-Koch-Instituts. Auf dieser Grundlage werden die Maßnahmen getroffen, immer mit dem Ziel die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu wahren, aber auch mit Maß und Besonnenheit zu handeln.
 
Weiterhin sind die besten Vorsorgemaßnahmen die hinlänglich bekannten Maßnahmen der Hygiene: Beim Husten und Niesen soll man Abstand halten oder sich wegdrehen und sich die Armbeuge oder ein Taschentuch, das sofort entsorgt wird, vor Mund und Nase halten. Auch die Hände sollte man sich regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife waschen, weil Schmierkontakte ein wichtiger Infektionsweg für verschiedenste im Winter häufiger vorkommende Erreger sind.
 
Im Umfeld dieses ersten bestätigten Corona-Virus-Erkrankten im Ostallgäu wurden in den ersten Ermittlungen 2 begründete Verdachtsfälle (Kontaktpersonen mit Symptomen) gefunden, die für 14 Tage in häuslicher Isolation bleiben und weiter getestet werden. Dazu kommt als dritter begründeter Verdachtsfall die Schülerin aus Aachen, die jedoch am Sonntag wieder zurück nach Aachen transportiert wird.

Mitteilung vom 28.02.2020

Viele Fragen zum Coronavirus: Landratsamt richtet Hotline ein

Zu Fragen rund um das Coronavirus richtet das Gesundheitsamt eine eigene Telefon-Hotline ein. Sie ist unter Telefon 08342 911-623 zu erreichen.

Noch gibt es im Landkreis keinen bestätigten Verdachtsfall. Aufgrund der Entwicklung, insbesondere auch in Italien, rufen jedoch derzeit sehr viele Ostallgäuer und Kaufbeurer im Gesundheitsamt am Landratsamt an oder suchen Arztpraxen und Notaufnahmen auf.

 

 

Ein begründeter Verdacht ist jedoch nur dann gegeben, wenn jemand

• unspezifische Allgemeinsymptome oder akute respiratorische Symptome jeder Schwere hat und
zusätzlich Kontakt zu einem bestätigten Erkrankungsfall (COVID-19) bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn
oder
• akute respiratorische Symptome (Respiration bedeutet „die Atmung betreffend“) jeder Schwere mit oder ohne Fieber hat und sich in den vergangenen 14 Tagen vor Erkrankungsbeginn in einem vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebiet aufgehalten hat.

 

 

Reisende, die diese Voraussetzungen erfüllen sollten bevor sie eine Arztpraxis oder die Notaufnahmen einer Klinik aufsuchen, dort anrufen. Die Ärzte und deren Mitarbeiterinnen können dann bereits im Vorfeld telefonisch klären, ob die Beschwerden überhaupt im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stehen und dann, wenn ein begründeter Verdacht der Ansteckung besteht, Maßnahmen festlegen.

 

 

Das Gesundheitsamt weist als Maßnahme der Vorbeugung auf die in der kalten Jahreszeit besonders wichtige „Hustentoilette“ hin: Beim Husten und Niesen soll man Abstand halten oder sich wegdrehen und sich die Armbeuge oder ein Taschentuch, das sofort entsorgt wird, vor Mund und Nase halten. Auch die Hände sollte man sich regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife waschen, weil Schmierkontakte ein wichtiger Infektionsweg für verschiedenste im Winter häufiger vorkommende Erreger sind.

 

 

Corona-Risikogebiete nach derzeitigem Stand sind laut Robert-Koch-Institut (RKI):

• In China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo,
Taizhou in der Provinz Zhejiang.
• Im Iran: Provinz Ghom
• In Italien: Provinz Lodi in der Region Lombardei und die Stadt Vò in der Provinz Padua in der Region Venetien.
• In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)

 

Die Risikogebiete werden vom Robert-Koch-Institut laufend aktualisiert (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html)

 

 

Bürger, die keinen direkten Kontakt mit einem an Coronavirus-Erkrankten hatten oder lediglich besorgt oder auch nur interessiert sind, sollten und können sich über folgende Internetseiten informieren:

www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/2019_ncov.htm
www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html
www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html
www.infektionsschutz.de/coronavirus-2019-ncov.html

 

 

Das Gesundheitsamt Ostallgäu bietet darüber hinaus Ärzten, medizinischem Personal und Bürgern eine Telefon-Hotline während der üblichen Dienstzeiten unter der Telefonnummer 08342 911-623 an, die bis auf Weiteres auch samstags und sonntags von 12 bis 16 Uhr erreichbar ist.