50 Jahre Landkreis Ostallgäu

Festprogramm zum Jubiläum

 

Die Gründung des Landkreises Ostallgäu jährt sich am 1. Juli zum 50. Mal. Er entstand im Zuge einer bayernweiten Landkreisreform, die am 1. Juli 1972 in Kraft trat. „Das Ostallgäu ist eine Erfolgsgeschichte und in den vergangenen 50 Jahre fest zusammengewachsen“, freut sich Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Unser Jubiläum ist ein ganz besonderer und guter Grund zum Feiern. Wir haben daher ein vielfältiges Festprogramm für die Ostallgäuerinnen und Ostallgäuer zusammengestellt – von kostenlosen Besuchen in Freizeiteinrichtungen über die Jubiläums-Radltour bis hin zu ganz besonderen Aktionen im Landratsamt.
 

 

  • Freier Eintritt vom 1. bis 3. Juli 2022 in folgende Museen und Bädern:
    • Südseesammlung mit Historischem Museum Obergünzburg
    • Museum der Stadt Füssen
    • Stadtmuseum Kaufbeuren
    • Freibad Buchloe 
    • Hallenbad Marktoberdorf 
    • Hallenbad Pfronten
  • Ausstellung zu 50 Jahre Landkreis Ostallgäu vom 1. bis 15. Juli 2022 im Foyer des Landratsamtes in Marktoberdorf
  • Kostenlos Kaffee und Kuchen am 1. Juli im Bürgerservice des Landratsamtes in Marktoberdorf mit 70er-Jahre-Ambiente
  • Jubiläums-Tour der ABK Allgäuer Radltour am 3. Juli mit Start und Ende in Obergünzburg
  • Stadtradeln vom 26. Juni bis 16. Juli 2022
  • Jugendkonferenz „Zukunftsmacher*innen“ des Kreisjugendrings Ostallgäu (KJR) am 28. und 29. Juni zu der Frage „Wie sieht mein Traum-Landkreis aus?“

 

„Unser Programm hat für jeden etwas zu bieten: für junge und ältere, sportliche und kulturbegeisterte sowie nostalgische und zukunftsgerichtete Menschen,“ sagt Zinnecker. „Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Aktionen!“

 

 

„Gebietsreform zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte“

 

Die Landkreisreform war Teil der sogenannten „Gebietsreform zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte“. Sie hatte zum Ziel, leistungsfähigere – sprich größere – Kommunen zu schaffen. Aus 143 Landkreisen wurden 71 neue Landkreise geformt. Der neue Landkreis Ostallgäu entstand aus den Landkreisen Kaufbeuren, Marktoberdorf und Füssen. Von den 48 kreisfreien Städten behielten 25 ihre Kreisfreiheit. 

Der neue Landkreis Ostallgäu erhielt auch ein neues Wappen. Darauf finden sich einzelne Wappensymbole der früheren Landkreise Kaufbeuren, Marktoberdorf und Füssen wieder. Mit dem Martinsschwert aus dem ehemaligen Landkreiswappen Marktoberdorf wird auf den Sitz der Verwaltung des Landkreises Ostallgäu hingewiesen. Der heilige Martin ist Orts- und Kirchenpatron von Marktoberdorf. Auf den ehemals Kaufbeurener Gebietsanteil weist der silberne Löwe des früheren Benediktinerstiftes Irsee und zugleich der Markgrafen von Ronsberg hin. Für Füssen steht der Abtstab, der sich auf das ehemalige Benediktinerkloster St. Mang bezieht, während auf die frühere Herrschaft des Hochstiftes Augsburg, das hauptsächlich um Buchloe und Füssen vertreten war, die Feldfarben Rot-Silber hindeuten.

 

Das Ostallgäu in der bis heute gültigen Form von 1972 hat eine Gesamtfläche von 1.395 Quadratkilometer. Es gehört zum bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Der Verwaltungssitz ist Marktoberdorf. Sein höchster Punkt ist der Gipfel der Hochplatte mit 2.082 m über NN. Mit 582 m über NN befindet sich der niedrigste Punkt bei Lamerdingen. Die Nord-Süd-Entfernung beträgt rund 65 Kilometer – Ost-West-Entfernung rund 32 Kilometer. KFZ-Kennzeichen werden mit den Unterscheidungszeichen OAL, MOD und FÜS ausgegeben.

 

Neben der Landkreisreform bestand die Gebietsreform aus der „kommunalen Gebietsreform“ der Gemeinden, die 1972 zunächst auf freiwilliger Basis durchgeführt und 1978 mit Zwangseingemeindungen abgeschlossen wurde. Für das Ostallgäu bedeutete die Gebietsreform zunächst eine Reduktion der Gemeinden von 72 auf 43 – davon elf Einheitsgemeinden und 32 Gemeinden in acht Verwaltungsgemeinschaften. Im Laufe der darauffolgenden Jahre ergaben sich weitere Änderungen – seit 1994 besteht das Ostallgäu aus 45 Gemeinden, davon zehn Einheitsgemeinden und 35 Gemeinden in zehn Verwaltungsgemeinschaften.
 

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