Kliniken-Verwaltungsrat trifft wegweisende Entscheidungen

Kliniken-Verwaltungsrat trifft wegweisende Entscheidungen

Aktuelle Mitteilung | 24.09.2018

Unter anderem wurde der Vertrag mit Vorstand Ute Sperling wurde und die Einrichtung eines zusätzlichen Vorstandspostens beschlossen.

„Die hochwertige medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren sicherzustellen, ist für uns Verwaltungsräte die größte Aufgabe und Pflicht“, sagt Zinnecker. „Ein Signal, dieser Verpflichtung nachzukommen, ist die Verlängerung des Vorstandsvertrages mit Ute Sperling. Unter ihrer Führung haben sich die Häuser medizinisch und wirtschaftlich positiv entwickelt. Darum setzen wir auf Kontinuität. Sollte die wirtschaftliche Entwicklung anhalten, kommt das Ziel, im Jahr 2021 eine schwarze Null schreiben zu können, in greifbare Nähe. Trotzdem stehen wir im Krankenhauswesen vor weiteren großen Herausforderungen.“
 
Aufgrund der vielfältigen Aufgaben und der sich verändernden Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen entschied der Verwaltungsrat, die Führungsstruktur im Klinikunternehmen breiter aufzustellen. Zinnecker und Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse wurden vom Verwaltungsrat beauftragt, einen zweiten Vorstand zu suchen. Der solle dann im Schulterschluss mit Sperling agieren. „Wir werden den Prozess jetzt einleiten, gemeinsam mit einer professionellen Agentur den Markt sondieren und dann Bewerber präsentieren“, sagt Zinnecker.
 
Für die Geburtshilfen in Kaufbeuren und Füssen hat Zinnecker eine gute Nachricht parat: „Ich habe mich mit der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml persönlich in Verbindung gesetzt und konnte erreichen, dass wir zusätzlich zur Förderung der Hebammenversorgung für unsere Geburtsstationen in Kaufbeuren und Füssen für die Abteilung in Füssen, aufgrund der besonderen Lage, eine Förderung nach Defizitausgleich erhalten.“ Laut Kriterien für den Defizitausgleich, ist Füssen eigentlich nicht förderfähig, da es weniger als 50 Prozent der Geburten der Kommune erreicht. Da dies im ländlichen Raum aber schwierig zu realisieren ist, konnte Zinnecker eine Ausnahme durchsetzen. Das Förderprogramm des Freistaates Bayern für die Geburtshilfen besteht aus den Säulen Hebammenversorgung (40 Euro Pauschalförderung pro Geburt) und Defizitausgleich für Geburtshilfeabteilungen (für Häuser bis 800 Geburten, die nach bisheriger Vergütung der Fallpauschale nicht auskömmlich wirtschaften können). Da das Klinikum Kaufbeuren mit 950 Geburten über der Bemessungsgrenze liegt, ist es für eine Förderung zum Defizitausgleich definitiv ausgeschlossen.