Unternehmensbefragung: Fachkräftemangel als zentrales Anliegen

Unternehmensbefragung: Fachkräftemangel als zentrales Anliegen

Aktuelle Mitteilung | 02.10.2018

Mehr als 1050 Firmen in der Region wurden befragt – über 300 davon haben geantwortet.

Der Fachkräftemangel brennt den Unternehmen der Wirtschaftsregion Ostallgäu-Kaufbeuren am meisten unter den Nägeln. Das ist das klare Ergebnis der Unternehmensbefragung, die Stadt Kaufbeuren und Landkreis Ostallgäu gemeinsam mit der Firma GEFAK durchgeführt haben.  „Die sensationelle Rücklaufquote von 28 Prozent im Landkreis Ostallgäu und 33 Prozent in der Stadt Kaufbeuren freut uns außerordentlich und zeigt uns, dass wir mit der Befragung auf ein offensichtlich sehr großes Interesse gestoßen sind“, sagen Landrätin Maria Rita Zinnecker und Oberbürgermeister Stefan Bosse unisono.
 
Die über 300 antwortenden Unternehmen sind Arbeitgeber von nahezu 32.622 Beschäftigten und vertreten somit mehr als ein Drittel aller Arbeitsplätze in der Wirtschaftsregion Ostallgäu-Kaufbeuren. „Die Antworten geben ein ehrliches und offenes Feedback der Firmen über ihre Standortbedingungen vor Ort wieder und zeigen uns aufschlussreiche Erkenntnisse auf, welche Handlungsfelder künftig von großer Bedeutung sind“, meint Zinnecker.
 
„Das Thema der Stunde und der Zukunft“
 
Für die Stadt Kaufbeuren und den Landkreis Ostallgäu mit seinen 45 Kommunen ergeben sich aus der namentlichen Befragung eine Fülle wertvoller Informationen und sehr konkrete Aufgaben für die laufende Betreuung einzelner Betriebe. Größter Handlungsdruck besteht bei den Unternehmen mehrheitlich bei der Fachkräftegewinnung und -sicherung. „Der Fachkräftemangel ist – durch die Studie belegt – das zentrale Thema der Stunde und der Zukunft“, sagt Bosse. „Stadt und Landkreis investieren hier bereits sehr viel“, ergänzt Zinnecker und nennt laufende Aktivitäten wie etwa Berufsorientierung, Bildungsberatung und Bildungsmonitoring, das Projekt VerA (Initiative zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen), Bildungskoordination für Neuzugewanderte sowie die MINT-Förderung als ein Schwerpunkt der Bildungsregion.
 
Die Handlungsfelder reichen neben der Fachkräftegewinnung über die Bereitstellung von Gewerbeflächen, benötigter Infrastruktur einschließlich Breitbandversorgung, Fördermittelbeantragung bis hin zu Vernetzungsaktivitäten unter den Firmen. Die ebenfalls abgefragte Bewertung einer Reihe von Standortfaktoren lässt Rückschlüsse zu, wie sich die Region insgesamt entwickelt. Die befragten Unternehmen messen der Straßenanbindung, der Verfügbarkeit von Parkflächen sowie von Gewerbe- und Wohnflächen und der Breitbandversorgung eine besondere Wichtigkeit zu. Erfreulich positiv sehen die heimischen Unternehmen den Service von Verwaltung und Wirtschaftsförderung als zentrale Servicestelle für sie.