Wanderausstellung DEMENSCH nun im Landratsamt Ostallgäu

Wanderausstellung DEMENSCH nun im Landratsamt Ostallgäu

Aktuelle Mitteilung | 04.10.2018
Das ganzheitliche Ressourcentraining MAKS für Menschen mit Demenz sieht auch gemeinsame Alltagsaktivitäten wie das gemeinsame Zubereiten von Essen, Holzarbeiten oder Basteln vor. Auf dem Bild stellen Susi Moser vom Mehrgenerationenhaus Roßhaupten und Regina Carbone vom Bürgerverein am Lech verschiedene Anwendungsmöglichkeiten zum Thema „Mein Allgäu“ vor.

Das ganzheitliche Ressourcentraining MAKS für Menschen mit Demenz sieht auch gemeinsame Alltagsaktivitäten wie das gemeinsame Zubereiten von Essen, Holzarbeiten oder Basteln vor. Auf dem Bild stellen Susi Moser vom Mehrgenerationenhaus Roßhaupten und Regina Carbone vom Bürgerverein am Lech verschiedene Anwendungsmöglichkeiten zum Thema „Mein Allgäu“ vor.

Die Ausstellung des Landkreises wirbt für einen menschlichen Umgang mit Demenz – ganz im Sinne des Demenzkonzepts des Landkreises „Einfach dazugehören“.

Mit menschenfreundlichem Humor thematisieren die ausgestellten Bilder des bundesweit bekannten Cartoonisten Peter Gaymann Situationen aus dem Alltag der Betroffenen. Humor kann dabei helfen, Schranken abzubauen und einfühlsam über die Herausforderungen des Alltags mit Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung wandert daher seit 2016 durch die größeren Gemeinden des Landkreises. Nun sind die rund 40 Exponate bis zum 30. Oktober  im Foyer des Landratsamts in Marktoberdorf zu sehen.
 
Unter besonderem Vorzeichen stand die Eröffnung der Ostallgäuer „DEMENSCH-Ausstellung“ des Landkreises, zu der Landrätin Maria Rita Zinnecker zusammen mit Vertretern verschiedener Demenzhilfe-Organisationen des Landkreises ins Landratsamt eingeladen hatte. Anlässlich des diesjährigen Welt-Alzheimer-Tags, der unter dem Motto „Demenz – dabei und mittendrin“ stand, stellten Mitglieder des Ostallgäuer Demenzhilfe-Netzwerks ihre Arbeit zur ganzheitlichen Förderung von Menschen mit Demenz vor. Die rund 70 Besucher*innen erlebten im Vorprogramm der Vernissage hautnah, wie Menschen mit Demenz auch im wissenschaftlichen Maßstab ohne Medikamente wirksam gefordert und gefördert werden können. Mit regelmäßigen Aktivitäten zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls, dem Erhalt der körperlichen und geistigen Fitness und im Rahmen alltagspraktischer Projekte können mit der ganzheitlichen Ressourcenförderung MAKS wichtige Kompetenzen länger erhalten werden. Die am neuen Förderprogramm des Landkreises teilnehmenden ambulanten Dienste planen derzeit den Ausbau entsprechender Angebote, sagte Stephan Vogt, Demenzbeauftragte des Landkreises.
 
„Wir müssen Schlüssel für einen einfühlsamen Umgang zu Menschen mit Demenz finden!“ sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker. Die von Cartoonist Gaymann mit Humor aufgegriffenen Themen übersetzten vieles, was spürbar sei, aber häufig nicht ausgesprochen oder gehört werde. Zinnecker verwies in diesem Zusammenhang auf die jährlich über den Landkreis verteilt stattfindenden Schulungen der verschiedenen Ostallgäuer Träger, in denen sich die Teilnehmenden gemeinsam Antworten auf die vielen Fragen zu den Themen rund um Demenz erschließen.
 
Die Ostallgäuer DEMENSCH-Ausstellung ist bis Ende Oktober im Foyer des Landratsamtes zu sehen. Termine für geplante Führungen sind dem Veranstaltungskalender des Landkreises im Internet unter www.freizeit-ostallgaeu.de/veranstaltungen.html zu entnehmen. Weitere Informationen bei Stephan Vogt unter Telefon 08342 911-624 oder E-Mail stephan.vogt(at)lra-oal.bayern.de.
 
Die „DEMENSCH-Ausstellung“ ist eine Maßnahme im Rahmen der Umsetzung des Ostallgäuer Demenzkonzepts: Einfach dazugehören. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) bergaufland Ostallgäu e. V. hat dieses Projekt für eine Förderung befürwortet und somit die Grundlage für eine Förderung über das Förderprogramm LEADER geschaffen.  

     
 

   

 

                  

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER).