Aktuelles Archiv

Mitteilung vom 09.11.2021

„bergaufland Ostallgäu“: drei weitere Projektideen zum Beschluss

Das Entscheidungsgremium des „bergaufland Ostallgäu e. V.“ trifft sich am Dienstag, 23. November 2021, um 17 Uhr online zu seiner zwölften Sitzung.

„Ich freue mich sehr, dass nach der Verlängerung der Förderperiode von LEADER bis Ende 2022 weitere wegweisende Projektideen für das Ostallgäu sowie das gesamte Allgäu eingereicht wurden“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Landrätin Maria Rita Zinnecker. Bei Interesse an einer Teilnahme bei der Sitzung können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger bei der Geschäftsstelle des Vereins melden.
 
Bei der Sitzung werden den Mitgliedern des Entscheidungsgremiums drei Projektideen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Tourismus und Holz für eine mögliche Förderung über LEADER vorgestellt und zum Beschluss vorgeschlagen – ein Einzelprojekt und zwei Kooperationsprojekte. Konkret handelt es sich um das Einzelprojekt „Stärkung regionaler Identität und Tourismusakzeptanz im Erlebnisraum Schlosspark“ sowie um die allgäuweiten Kooperationsprojekte „Nachhaltigkeit im Lebensraum Allgäu erleben“ und „Digitales Wald-Holz-Netzwerk“.
 
Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten wird als zuständige Fachbehörde zudem über Aktuelles zu LEADER informieren. Die detaillierte Tagesordnung steht auf der Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.
 
LEADER bis 2022 verlängert: Noch stehen Fördermittel zur Verfügung
 
Weitere innovative Projekte, die den Entwicklungs- und Handlungszielen der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen, können umgesetzt und gefördert werden. Für die Umsetzung der LES stehen dem Verein noch Fördermittel für Einzel- und Kooperationsprojekte von der Europäischen Union und dem Freistaat Bayern zur Verfügung. Entsprechende Projektideen sollten so bald als möglich über die Geschäftsstelle des Vereins eingereicht werden. Die Geschäftsstelle des „bergaufland Ostallgäu e. V.“ steht hierfür gerne beratend und unterstützend unter info@bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung. Die Abwicklung der Projekte erfolgt über das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kempten. Die Fördersätze für die Projekte betragen in der Regel zwischen 30 und 70 Prozent.

Mitteilung vom 08.11.2021

Landespflegegeld für 2021 noch sichern

Für das laufende Pflegegeldjahr (1. Oktober 2020 bis 30. September 2021) kann der Erstantrag auf Landespflegegeld noch bis zum 31.12.2021 gestellt werden.

Seit 2018 können Pflegebedürftige, die ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben, einmal jährlich pauschal 1.000 Euro vom Freistaat erhalten. Anspruchsberechtigt für das Landespflegegeld sind Personen, die im oben genannten Zeitraum oder bereits davor einen Antrag auf Pflegeeinstufung gestellt haben und mit mindestens Pflegegrad 2 eingestuft wurden.
 
Ein gestellter Antrag gilt für die folgenden Jahre fort, sofern die Anspruchsvoraussetzungen bestehen bleiben. Das entsprechende Antragsformular und weitere Informationen gibt es unter anderem beim Pflegestützpunkt Ostallgäu oder im Internet unter landespflegegeld.bayern.de.
   
Dem unterzeichneten Antrag sind eine Kopie des gültigen Personalausweises, alternativ eine Meldebescheinigung der Gemeinde und eine Kopie des Pflegegrad-Bescheides der Pflegekasse (nicht das MDK-Gutachten) zuzufügen.
 
Pflegestützpunkt Ostallgäu steht Betroffenen zur Seite

 
Mit Fragen zum Landespflegegeld und mit allen anderen Fragen rund um das Thema Pflege können sich Ostallgäuerinnen und Ostallgäuer kostenlos an den Pflegestützpunkt wenden. Dieser informiert unabhängig und umfassend über staatliche Leistungen sowie weitere Hilfeangebote und bietet bei Bedarf auch komplexe Fallberatungen an.
 
Die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunkts Ostallgäu sind montags bis freitags jeweils von 8 bis 12 Uhr telefonisch unter der Nummer 08342 911-511 erreichbar oder per E-Mail unter: pflegestuetzpunkt@lra-oal.bayern.de.

Mitteilung vom 06.11.2021

Ostallgäu wird regionaler Hotspot

Es gelten die Regelungen der roten Stufe der bayerischen Corona-Ampel.

Die Regelungen ab 7.11. im Überblick

Im Leitstellenbereich Allgäu, dem der Landkreis Ostallgäu angehört, liegt nach den Zahlen des DIVI-Intensivregisters die Belegung der verfügbaren Intensivbetten am 6. November 2021 bei 86,6 Prozent. Außerdem liegt die vom Robert Koch-Institut im Internet veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz im Landkreis am 6. November 2021 bei 417,9. Damit gilt das Ostallgäu ab 7. November als regionaler Hotspot und es treten die Regeln der roten Stufe der Bayerischen Corona-Ampel in Kraft.

Insbesondere weist das Landratsamt auf folgende Regelungen hin: (Näheres regeln die jeweiligen Vorschriften der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV))

FFP2-Maskenpflicht

Neuer Maskenstandard ist FFP2. Das bedeutet: Soweit Maskenpflicht besteht, ist außerhalb von Schulen und für Beschäftigte während ihrer dienstlichen Tätigkeit nur im Rahmen arbeitsschutzrechtlicher Bestimmungen eine FFP2-Maske oder eine Maske mit mindestens gleichwertigem genormtem Standard zu tragen. Kinder und Jugendliche zwischen dem sechsten und 16. Geburtstag müssen nur eine medizinische Gesichtsmaske tragen.

3Gplus für Gastronomie, Beherbergung und körpernahe Dienstleistungen

Für Gastronomie, Beherbergung und Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe unabdingbar ist und die keine medizinischen, therapeutischen oder pflegerischen Leistungen sind, kann ein negativer Testnachweis nur durch einen PCR-Test, PoC-PCR-Test oder einen Test mittels weiterer Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik, der vor höchstens 48 Stunden durchgeführt wurde, erbracht werden.

2G für Veranstaltungen, Kulturbereich, Sport, Freizeiteinrichtungen, usw.

Im Hinblick auf geschlossene Räume ist der Zugang zu

   

  • öffentlichen und privaten Veranstaltungen in nichtprivaten Räumlichkeiten,
  • Sportstätten und praktischer Sportausbildung, Fitnessstudios,
  • Kulturbereich mit Theatern, Opern, Konzerthäusern, Bühnen, Kinos, Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Objekten der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, Tagungen, Kongressen,
  • zoologischen und botanischen Gärten,
  • Freizeiteinrichtungen einschließlich Bädern, Thermen, Saunen, Solarien, Seilbahnen und Ausflugsschiffen, Führungen, Schauhöhlen und Besucherbergwerken, Freizeitparks, Indoor-spielplätzen, Spielhallen und -banken, Wettannahmestellen, dem touristischen Bahn- und Reisebusverkehr und infektiologisch vergleichbaren Bereichen,Messen, Volksfesten, Clubs, Diskotheken, Bordellbetrieben sowie vergleichbaren Freizeiteinrichtungen

 

nur durch Besucher zulässig, soweit diese im Sinne des § 2 Nr. 2 und 4 SchAusnahmV geimpft oder genesen sind oder das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Testnachweis für Beschäftigte bei Veranstaltungen, Kulturbereich, Sport, Freizeiteinrichtungen, usw.

Anbieter, Veranstalter, Betreiber, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige der von § 17 S. 2 Nr. 2 14. BayIfSMV erfassten Betriebe und Veranstaltungen, die im Sinne des § 2 Nr. 2 und 4 SchAusnahmV weder geimpft noch genesen sind, müssen an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche über einen negativen Testnachweis nach § 3 Abs. 4 Nr. 1 14.BayIfSMV verfügen. Ausgenommen sind Anbieter, Veranstalter, Betreiber, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige ohne Kundenkontakt.

3G für Beschäftigte mit Kontakt zu anderen Personen in Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten

Zu Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten einschließlich des Inhabers dürfen Beschäftigte und Inhaber, die während ihrer Arbeitszeit Kontakt zu anderen Personen haben können und die sonst nach den Bestimmungen von Teil 1 und 2 der 14. BayIfSMV keinen nach dem Impf-, Genesenen- oder Teststatus differenzierenden Zutrittsregelungen unterliegen, im Hinblick auf geschlossene Räume nur Zutritt erhalten, wenn sie im Sinne des § 2 Nr. 2, 4, 6 SchAusnahmV geimpft, genesen oder getestet sind.

Zu diesem Zweck sind Anbieter, Veranstalter und Betreiber zur zweiwöchigen Aufbewahrung der eigenen Testnachweise sowie zur Überprüfung der vorzulegenden Impf-, Genesenen- oder Testnachweise verpflichtet. Nicht geimpfte oder genesene Anbieter, Veranstalter, Betreiber, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige müssen dabei an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche über einen Testnachweis verfügen. Ausgenommen hiervon ist der Handel, der öffentliche Personennah- und -fernverkehr sowie die Schülerbeförderung.

Hinweis:


Sobald eine der festgelegten Grenzen – mindestens 80 Prozent der Intensivbetten-Belegung im Leitstellenbereich oder 7-Tage-Inzidenz über von 300 – an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen nicht mehr überschritten wurde, gibt das Landratsamt Ostallgäu dies unverzüglich amtlich bekannt. In diesem Fall entfallen die Maßnahmen am nächsten auf die Bekanntmachung folgenden Tag, soweit sie nicht aufgrund der §§ 16 und 17 14. BayIfSMV fortgelten („gelbe“ oder „rote Corona-Ampel“ in ganz Bayern).

Die amtliche Bekanntmachung finden Sie auf
www.landkreis-ostallgaeu.de/bekanntmachungen.html

Mitteilung vom 05.11.2021

Vorstellung von „Kabul, City in the Wind“ ist abgesagt

Die kostenlose Vorstellung am Mittwoch, 10.11. 2021, in der Filmburg Marktoberdorf findet aufgrund aktuellen Corona-Situation nicht statt.

Mitteilung vom 05.11.2021

Damit das Ostallgäu wieder aufblühen kann: „Wiesefix“ erntet Saatgut

Mit dem Projekt „Blütenreich Ostallgäu“ will der Landschaftspflegeverband die einst häufige, artenreiche Flachland-Mähwiese in den Landkreis zurückbringen.

Wiesen am Forggensee. Bild: Claudia Gruber/LPV

Nicht nur wurden in diesem Sommer hierfür rund 300 noch intakte Wiesen als „Spenderflächen“ kartiert. Auch meldeten sich 30 Landwirte und Landwirtinnen als Interessenten. Die Flächengrößen reichen von wenigen 1000 Quadratmeter bis hin zu mehreren Hektar. „Ihre extensiv genutzten, zweischürigen Wiesen eignen sich hervorragend für eine Artanreicherung mittels Ansaat oder Mahdgutübertragung“, sagt Gruber. Hierfür werden die Samen mit einer speziellen Maschine, dem „Wiesefix“, aus dem reifen Wiesenbestand einer artenreichen Spenderfläche ausgebürstet, anschließend getrocknet und innerhalb der nächsten zwei Jahre auf artenärmere Empfängerflächen (Extensivwiesen) ausgebracht. 2021 wurden etwa 13,5 Hektar beerntet und so rund 55 Kilogramm heimisches Saatgut gewonnen. Mit etwas Geduld entwickeln sich auf diesen Flächen mit der Zeit wieder intakte Flachland-Mähwiesen mit zahlreichen Blühpflanzen wie Margeriten, Flockenblumen und Wiesenbocksbart, die in der Vergangenheit ein wichtiger Lebensraum für heimische Insekten waren und zukünftig wieder sein sollen. „Kommerzielles Regiosaatgut kann hier zwar auch helfen, doch ist dies niemals so perfekt an die standörtlichen Gegebenheiten im Ostallgäu angepasst, wie aus lokalen Beständen gewonnene Samen“, erklärt Gruber.
 
Deutschland gliedert sich in 22 Herkunftsgebiete, innerhalb derer Saatgut einheimischer Wildpflanzen der Herkunftsqualität „Regiosaatgut“ gesammelt und vertrieben werden kann. Das im Ostallgäu am stärksten vertretene Herkunftsgebiet 17 reicht von Singen am Hohentwiel im Westen bis nach Freilassing im Osten. Gruber: „Da liegt es nahe, dass eine Art je nach Herkunft genetische Unterschiede aufweisen kann und am Bodensee besser gedeiht als vor den Toren Salzburgs.“ Wie groß die genetischen Unterschiede einer Art innerhalb und zwischen den sogenannten Herkunftsgebieten sind, soll eine wissenschaftliche Untersuchung nun zeigen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Dr. Walter Durka und Dr. Stefan Michalski am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle will diese Fragen klären. Basis der Forschung sind rund 6000 von freiwilligen Helferinnen und Helfern gesammelte Pflanzenproben von ausgewählten Arten aus dem gesamten Bundesgebiet. Am Sammeln der Pflanzenproben hat sich auch das Wiesenhilfsprojekt Ostallgäu tatkräftig beteiligt. Ziel ist es, für jede der Arten die innerartliche genetische Vielfalt über die verschiedenen Regionen Deutschlands hinweg zu ermitteln. Somit könnte es in Zukunft möglich sein, regional noch besser angepasstes Wiesensaatgut zu produzieren und somit einen weiteren Schritt in Richtung artenreicher Wiesen zu gehen.

Mitteilung vom 05.11.2021

7. Bau- und Energietage Ostallgäu am 13. und 14. November in Marktoberdorf

Die Bau- und Energietage Ostallgäu sind zurück. Besucherinnen und Besucher erwarten Informationen zum energieeffizienten Bauen und Sanieren.

Der Einsatz erneuerbarer Energien sei ein wichtiges Thema bei den Bau- und Energietagen Ostallgäu am 13. und 14. November, betonten Landrätin Maria Rita Zinnecker (Mitte), Marktoberdorfs 2. Bürgermeister Wolfgang Hannig (rechts) und Manuel Allgaier (links), eza!-Bereichsleiter Veranstaltungen, beim Pressegespräch. Foto: Landratsamt Ostallgäu

Nach der corona-bedingten Zwangspause im vergangenen Jahr werden am 13. und 14. November im Marktoberdorfer MODEON wieder sämtliche Fragen zum Thema energieeffizientes Bauen und Sanieren sowie zum Einsatz erneuerbarer Energien beantwortet. Veranstalter sind der Landkreis Ostallgäu, die Stadt Marktoberdorf sowie das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!).
 
„Die Messe war nie mehr am Puls der Zeit als heute“, betonte Landrätin Maria Rita Zinnecker beim Pressegespräch anlässlich der diesjährigen Bau- und Energietage Ostallgäu. „Ihr Beitrag zum Umstieg auf erneuerbare Energien und damit zum Klimaschutz ist wichtiger denn je.“ Bei den Corona-Auflagen für Besucher und Aussteller wies Zinnecker auf das Hygiene-Konzept sowie die geltende 3G-Reglung hin. 22 Aussteller wollen die Gelegenheit nutzen, nach der Zwangspause wieder ihre Produkte und Dienstleistungen einem interessierten Publikum präsentieren zu können, berichtete Manuel Allgaier von eza!. „Es ist auch eine super Chance für alle Hausbesitzer oder angehenden Bauherren, persönlich mit Handwerkern zu sprechen und nicht am Telefon oder per E-Mail vertröstet zu werden“, fügte Allgaier hinzu.
 
Zusätzlich zur Ausstellung gibt es Vorträge, in denen die unterschiedlichen Aspekte einer energieoptimierten Bauweise behandelt werden: Von der bestmöglichen Wärmedämmung für Dach und Fassade über moderne Fenster bis hin zur Heizungs- und Solartechnik sowie den dazu passenden Förderprogrammen. Ein Schwerpunkt wird dabei der Heizungstausch sein, erklärte Marktoberdorfs 2. Bürgermeister Wolfgang Hannig. Hier gehe es um die Frage, wie der Umstieg von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas auf erneuerbare Energien zu schaffen ist, so Hannig. eza!-Vertreter Manuel Allgaier verwies in diesem Zusammenhang auf die hohen staatlichen Zuschüsse von bis zu 50 Prozent, die Hausbesitzern beim Wechsel von Öl beispielsweise zu Pellets oder Wärmepumpen winken würden.
 
Dass die Themen Energiesparen und erneuerbare Energien die Menschen in der Region beschäftigen, zeigt sich laut Maria Rita Zinnecker unter anderem an der großen Nachfrage am Beratungsangebot Check-Dein-Haus. In mehreren Kommunen im Landkreis sei die Aktion für Hausbesitzer bereits erfolgreich durchgeführt worden, so die Landrätin. Der Hausbesitzer erfahre bei der Vor-Ort-Beratung, wo so sein Haus in energetischer Sicht stehe und welche Möglichkeiten es gebe, den Energieverbrauch zu senken. „Nach wie vor ist der Informationsbedarf groß“, so der Eindruck von Maria Rita Zinnecker. „Gut, dass die Bau- und Energietage Ostallgäu in diesem Jahr wieder stattfinden können.“

Mitteilung vom 04.11.2021

Corona: neue Regelungen für Quarantäne und Kontaktnachverfolgung

Für eine sichere Unterbrechung der Infektionsketten beträgt im Landkreis Ostallgäu die Quarantänedauer künftig grundsätzlich zehn Tage.

Die Möglichkeit der Freitestung für enge Kontaktpersonen entfällt. Grund dafür ist, dass es immer wieder Fälle gibt, in denen die Corona-Infektion bei einer engen Kontaktperson erst nach dem Ende der durch Negativtest auf fünf Tage verkürzten Quarantäne festgestellt wurde.
 
Wie bereits viele andere stark belastete Gesundheitsämter, macht das Gesundheitsamt am Landratsamt Ostallgäu außerdem von der Möglichkeit Gebrauch, die Information enger Kontaktpersonen teilweise auf die infizierten Personen zu delegieren. Aufgrund des hohen Infektionsgeschehens können zurzeit nicht mehr alle engen Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt ermittelt werden. Die infizierte Person informiert ihre engen Kontakte und bittet diejenigen, die nicht genesen oder geimpft sind, sich beim Gesundheitsamt zu melden. Diese Arbeitserleichterung ermöglicht es dem Gesundheitsamt, sich auf Situationen mit hohem Infektionspotenzial beziehungsweise mit Beteiligung von Personen, die einer Risikogruppen angehören, zu konzentrieren.
 
Für Kontaktnachverfolgung und Quarantäne im Bereich Schule gilt weiterhin: Sollte mehr als ein positiver Fall in der Klasse nachgewiesen werden und dieser auf den Kontakt in der Schule zurückzuführen sein, ist dies als Ausbruch zu werten und die gesamte Klasse muss in Quarantäne. Im Falle einer einzelnen Infektion in der Schulklasse werden enge Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt. Die übrigen Schüler der Klasse, die nicht als enge Kontaktpersonen eingestuft wurden und weiterhin zur Schule gehen, werden je nach Schulart drei Mal pro Woche oder zwei Mal im Pool getestet.
 
Um die Kontaktnachverfolgung so gut wie möglich gewährleisten zu können, wird das Gesundheitsamt von sechs Kräften der Bundeswehr unterstützt. Damit sind am Landratsamt Ostallgäu aktuell insgesamt 40 Personen in der Kontaktnachverfolgung eingesetzt.
 
Die neuen Quarantäneregeln hat der Landkreis Ostallgäu in seiner Allgemeinverfügung vom 4. November erlassen. Mehr auf https://www.landkreis-ostallgaeu.de/allgemeinverfuegungen.html.

Mitteilung vom 04.11.2021

Geflügelpest: Halter müssen Bestände melden

Besonders wenn mehrere Vögel an einem Fundort verendet sind, wird dringend um eine entsprechende Information des Veterinäramtes gebeten.

Das Risiko eines Eintrags von Geflügelpest in Nutzgeflügelbestände steigt in der kalten Jahreszeit deutlich an. Zu diesem Schluss ist das in Deutschland für die Tierseuchenbekämpfung zuständige Friedrich-Loeffler-Institut in seiner aktuellen Risikobewertung erneut gekommen: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/
    
Aktuell wurde in Bayern schon bei mehreren Wildvögeln Geflügelpest mit der Variante H5N1 amtlich bestätigt. Der Landkreis Ostallgäu hat aufgrund seiner Vielzahl von Gewässern eine besondere Bedeutung für Zugvögel, durch die das Virus der Geflügelpest über weite Strecken hinweg transportiert wird. Ausgehend von wildlebenden Vögeln ist eine Weiterverbreitung des Virus in Haus- und Nutzgeflügelbestände möglich. Deshalb sollten alle Geflügelhalter vermehrte Vorsicht walten lassen und erforderliche Biosicherheitsmaßnahmen zum Schutz der gehaltenen Vögel einhalten.

 
Zusätzlich stehen alle Geflügelhalter im Landkreis Ostallgäu in der Pflicht, dem Veterinäramt (Tel. 08342/911-214 oder Email an veterinaeramt@lra-oal.bayern.de) unter Angabe von Namen, Anschrift, Anzahl und Standort der gehaltenen Tiere ihre Tierhaltung anzuzeigen. Halter (auch Hobbyhaltungen mit geringer Tierzahl), die das noch nicht umgesetzt haben, werden gebeten Kontakt mit dem Veterinäramt aufzunehmen.
 
Bei der Geflügelpest handelt es sich um eine besonders schwer verlaufende Form der Aviären Influenza, an der insbesondre Hühnervögel und Puten, aber auch Wassergeflügel wie Enten und Gänse erkranken können. Singvögel und Tauben sind hingegen nur sehr selten betroffen. Bürgerinnen und Bürger sollten tote Wildvögel nicht selbstständig einsammeln, sondern dem zuständigen Veterinäramt melden, damit die Tiere sicher geborgen und untersucht werden können.

Mitteilung vom 03.11.2021

Großes Dankeschön in kleinem Rahmen: Landkreis verleiht Ehrenzeichen

Landrätin Maria Rita Zinnecker hat mit der Verleihung des Ehrenzeichens des Landkreises Ostallgäu ehrenamtlich besonders engagierte Menschen gewürdigt.

Vordere Reihe v. l.: Jürgen Schwarz, Karin Ketterl, Josef Freuding, Landrätin Maria Rita Zinnecker, Martin Stowasser und Hermann Knauer. Hintere Reihe v. l.: Gisela Bayrhof, Georg Heiland und Reckziegel vom Team Kriseninterventionsdienst Ostallgäu, Robert Karlhoff, Daniel Gerhard Klempt und Johannes Kausler vom Team Toy Run Mod e. V., Dr. Klaus Michel sowie Werner Lerch, Carola Fahrni-Feneberg und Uwe Fahrni vom Team H-F-T Helferherz Günzach. Bildquelle: Julia Grimm, Landratsamt Ostallgäu

Das Ehrenzeichen wird an Einzelpersonen sowie Teams für ihren herausragenden Einsatz in den Bereichen Soziales, Sport, Musik, Kultur, Bildung und Naturschutz vergeben.
  
Ausgezeichnet wurden sechs Einzelpersonen und vier Teams. Diese wurden aus mehreren Vorschlägen vom Ausschuss für Kultur, Bildung, Sport und Ehrenamt ausgewählt. Der Landkreis Ostallgäu setzt mit der Ehrung ein Zeichen der Anerkennung und des Dankes für ehrenamtliches Engagement, das durch Tätigkeit, Umfang, Beispielhaftigkeit oder Tragweite für den ganzen Landkreis besonders und herausragend ist. „Ihnen allen ein großes Dankeschön für die vielen, vielen Stunden, Tage, Wochen und Jahre ehrenamtlicher Arbeit, die Sie den Menschen in unserem Landkreis schenken. Danke für Ihre Ausdauer und Ihre Entschlossenheit. Danke für Ihre Fantasie und Ihr Einfühlungsvermögen, für all Ihre Talente, Qualitäten und Fähigkeiten, die Sie in Ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten einbringen. Das bereichert unsere Gesellschaft,“ sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker. Pandemie-bedingt wurde die Veranstaltung in einem vergleichsweise kleinen Rahmen abgehalten. Neben den geehrten Einzelpersonen waren nur noch die Stellvertreterinnen beziehungsweise Stellvertreter der Teams eingeladen.
 
Folgende Einzelpersonen und Teams wurden mit dem Ehrenzeichen des Landkreises Ostallgäu ausgezeichnet:

   

  • Josef Freuding aus Pforzen für seine Verdienste in den Bereichen Naturschutz, Politik und Kultur
  • Karin Ketterl aus Füssen für ihre Verdienste in den Bereichen Sport, Bildung und Politik
  • Hermann Knauer aus Obergünzburg für seine Verdienste in den Bereichen Kultur, Politik, Kirche und Soziales
  • Dr. Klaus Michel aus Marktoberdorf für seine Verdienste im sozialen Bereich
  • Jürgen Schwarz aus Stötten am Auerberg für seine Verdienste im Bereich Musik und Kultur
  • Dr. Michael Stemmler aus Oy Mittelberg für seine Verdienste für das Bayerische Rote Kreuz in Pfronten und im Ostallgäu
  • Team „H-F-T Helferherz Günzach“ mit den Teammitgliedern Uwe Fahrni, Anton Jörg, Gertrud Jörg, Werner Lerch, Carola Fahrni-Feneberg, Daniel Feneberg und Birgit Wabro für ihre Verdienste im sozialen Bereich
  • Team „Kriseninterventionsdienst Ostallgäu“ mit den Teammitgliedern Georg Heiland, Gisela Bayrhof, Leopold Gebler, Barbara Geister, Susanne Hagspiel, Elke Haumayr, Sonja Hujo, Tatjana Kovacs, Kerstin Luhmann, Silvia Müller, Cornelia Müller, Elfriede Reckziegel, Simone Rindle, Nicolette Simon, Michaela Stern und Monika Stowasser für ihre Verdienste im Rettungsdienst
  • Team „Toy Run Mod e.V.“ mit den Teammitgliedern Robert Karlhoff, Nina Merkl, Daniel Gerhard Klempt, Johannes Kausler, Franz Moder, Bernadette Faaß, Stefan Sticker, Andreas Fleischer und Steffen Schneeweiß für ihre Verdienste im sozialen Bereich
  • Team „Eine-Welt-Kreis Marktoberdorf e.V.“ mit den Teammitgliedern Jutta und Martin Stowasser für ihre Verdienste im fairen Handel und im sozialen Bereich

    
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Duo Klangzeit. Auf Akkordeon und Geige nahmen Johann Zeller, der im Ostallgäu aufgewachsen ist, und seine Partnerin Marie-Josefin Melchior die Gäste mit auf eine musikalische Reise durch die Welt.

Mitteilung vom 03.11.2021

Zensusstelle sucht Erhebungsbeauftragte

Für den Zensus 2022 sucht die Erhebungsstelle Personen, die die Befragung der Haushalte durchführen – so genannte Erhebungsbeauftragte.

Die Erhebungsbeauftragten können sich die Befragungen zeitlich flexibel einteilen und erhalten für ihre Tätigkeit eine steuer- und sozialversicherungsfreie Aufwandsentschädigung. Geplanter Zeitraum für die Befragung der Haushalte ist von Mitte Mai bis Ende Juli 2022.
 
Der Zensus ist eine statistische Datenerhebung, bei der ermittelt wird, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Um verlässliche Basiszahlen für Planungen zu haben, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Bevölkerungszahl notwendig.
 
Zensusrunde findet EU-weit statt
 
Mit dem Zensus 2022 nimmt Deutschland an einer EU-weiten Zensusrunde teil, die seit 2011 alle zehn Jahre stattfinden soll. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Zensus 2021 auf das Jahr 2022 verschoben.
 
Die Erhebungsstelle für den Landkreis Ostallgäu hat ihren Sitz im Landratsamt Ostallgäu. Leiter der Erhebungsstelle ist Dominik Kolmschlag. Weitere Informationen zum Zensus 2022 im Landkreis Ostallgäu stehen auf der Internetseite www.ostallgaeu.de/zensus2022 zur Verfügung.

Mitteilung vom 03.11.2021

Kommunale Integration am Landratsamt zeigt Film „Kabul, City in the Wind“

Die kostenlose Vorstellung findet am Mittwoch, 10. November 2021, in der Filmburg Marktoberdorf statt.

Bildrechte: jip film & verleih

Im Rahmen der Filmtour „Kabul, City in the Wind“ lädt die Stelle Kommunale Integration des Landratsamts Ostallgäu zu einer kostenlosen Vorstellung des gleichnamigen Dokumentarfilms über die afghanische Hauptstadt ein. Begleitet wird die Filmtour von der Menschenrechtsaktivistin Nahid Shahalimi, die im Anschluss an die Vorstellung für einen Austausch zur Verfügung steht.
 
Die Dokumentation taucht in den Alltag von Afghanistan ein und zeigt die Gefahren des Krieges, die den Menschen dort täglich begegnen. In einer Zeit von Selbstmordattentaten wird die Geschichte eines verschuldeten Busfahrers und zweier Jungen, deren Vater das Land aus Sicherheitsgründen verlassen musste, erzählt. Der Filmemacher Aboozar Amini lässt die Zuschauer an den schmerzlichen Gefühlen der Protagonisten teilhaben und schafft es gleichzeitig, Momente der Wärme und Menschlichkeit zu vermitteln.
 
Menschenrechtsaktivistin beantwortet Fragen
 
Für Fragen zu den Lebensumständen und einen Austausch zur Situation der Menschen in Kabul und Afghanistan steht nach der Vorstellung Nahid Shahalimi zur Verfügung. Shahalimi ist Künstlerin, Autorin, Filmemacherin und Menschenrechtsaktivistin.
 
Filmbeginn ist um 19.30 Uhr in der Filmburg Marktoberdorf, Einlass ab 19 Uhr. Der Film wird in Originalsprache mit deutschem Untertitel gezeigt. Es ist keine vorherige Anmeldung erforderlich und der Eintritt ist kostenfrei. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Stelle Kommunale Integration im Landratsamt per E-Mail unter integration@ostallgaeu.de oder Tel. 08342 911-194.
 
Die Filmtour wurde initiiert von „Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen“.

Mitteilung vom 27.10.2021

Allerheiligen: Tonnen werden einen Tag später geleert

Wegen des Feiertags am Montag, 1. November, verschiebt sich die Leerung der Bio- und Restmüllgefäße.

Regelmäßiger AbfuhrtagFeiertagsbedingte Änderung
Montag, 1. Novemberverlegt aufDienstag, 2. November
Dienstag, 2. Novemberverlegt aufMittwoch, 3. November
Mittwoch, 3. Novemberverlegt aufDonnerstag, 4. November
Donnerstag, 4. Novemberverlegt aufFreitag, 5. November
Freitag, 5. Novemberverlegt aufSamstag, 6. November
Mitteilung vom 26.10.2021

Zwei neue Naturschutzwächter bestellt – weitere werden gesucht

Der Landkreis Ostallgäu hat mit Helmut Engstler und Markus Bauer zwei neue Naturschutzwächter bestellt. Verabschiedet wurde Fritz Ebelt.

V. l.: Gerhard Northemann, Renate Tröber, Markus Bauer, Johann Reitbauer, Dieter Frisch und Helmut Engstler. Es fehlen: Klaus Christmann, Ludwig Gschmeißner, Birgit Hinne und Peter Keßler. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Engstler ist künftig zuständig für die Gemeinden Seeg, Görisried, Lengenwang und Wald. Bauer, der auch als Biberberater tätig ist, kümmert sich als Naturschutzwächter um die Kommunen Marktoberdorf, Stötten und Rettenbach. Als Biberberater betreut er die Gemeinden Rettenbach, Stötten, Seeg, Roßhaupten, Lechbruck und Rieden am Forggensee.
 
Landrätin Maria Rita Zinnecker weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im südlichen Landkreis Bedarf an weiteren Naturschutzwächtern bestehe: „Wir freuen uns über jeden, der sich gemeinsam mit uns für unsere wertvolle Natur einsetzen möchte. Falls Sie Interesse haben, ehrenamtlich als Naturschutzwächter für das Ostallgäu tätig zu sein, bewerben Sie sich gerne bei uns.“
 
Ebelt hat sein Amt als Naturschutzwächter im Ostallgäu nach acht Jahren aufgegeben. Er war seit 2013 auch als Biberberater tätig. In seiner Zeit als Naturschutzwächter absolvierte er mehrere Fortbildungen – unter anderem zum Ameisenberater und zum Fachberater für Fledermausschutz. 2017 wurde er vom Landesamt für Umwelt zum Fledermausberater bestellt. Im selben Jahr wurde er mit der Staatsmedaille „Grüner Engel“ ausgezeichnet.

Die ehrenamtlich tätigen Naturschutzwächter setzen sich im Landkreis für den Naturschutz ein, leisten Aufklärungsarbeit und versuchen das Umweltbewusstsein zu stärken. Sie beraten zu Themen wie beispielsweise dem Umgang mit Wespen, Hornissen, Ameisen und Fledermäusen – unter anderem im Rahmen von Führungen. Die Untere Naturschutzbehörde wird aktuell von zehn ehrenamtlichen Naturschutzwächtern unterstützt.
 
Wer als Naturschutzwächter tätig sein möchte, benötigt vor allem Interesse an der Natur, am Umgang mit geschützten Arten, Zeit und die Bereitschaft an Fortbildungen teilzunehmen (zum Beispiel zum Fledermausberater). Der Besitz des Jagdscheines ist von Vorteil. Die Naturschutzwächter im Ostallgäu leisten im Jahr 146 Stunden und erhalten hierfür eine Ehrenamtspauschale. Schriftliche Bewerbungen nimmt die Untere Naturschutzbehörde per E-Mail an naturschutz@lra-oal.bayern.de entgegen.

Mitteilung vom 26.10.2021

Landkreis gibt Broschüre „Älter werden im Ostallgäu – unser Wegweiser“ heraus

Ältere Menschen finden hier unter anderem Informationen zu Beratungs- und Hilfsangeboten sowie zu Aktivitäten und zur Selbstfürsorge.

„Die optimale Versorgung im Alter ist uns eine absolute Herzensangelegenheit. Hierfür kann der neue Wegweiser eine wichtige Hilfestellung sein“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Die meisten Menschen wollen in den eigenen vier Wänden alt werden. Das wissen wir aus unserer Pflegebedarfsermittlung. Auch dafür liefert die Broschüre wertvolle Informationen.“
 
Neben den Informationen zu Beratungs- und Hilfsangeboten und zu Aktivitäten und Selbstfürsorge gibt die Broschüre Auskunft zum neu eingerichteten Pflegestützpunkt des Landkreises, zu den Kontaktstellen Pflege und Demenz und zu Angeboten der Nachbarschaftshilfe. Darüber hinaus behandelt er die Themenfelder Demenz und Begleitung am Lebensende.
 
Der Wegweiser ist ab sofort bei allen Kommunen des Landkreises sowie bei den Sozialstationen, Alten- und Pflegeheimen, Kontaktstellen, Nachbarschaftshilfen, Hausärzten, Krankenhäusern und dem Pflegestützpunkt Ostallgäu im Landratsamt in Marktoberdorf kostenfrei erhältlich. Im Internet kann er auf der Seite www.sozialportal-ostallgaeu.de/senioreninfo.html digital gelesen und heruntergeladen werden. Ansprechpartnerin bei Fragen oder falls weitere Exemplare des Wegweisers benötigt werden, ist die Seniorenbeauftragte des Landkreises Irmgard Haberberger (Tel. 08342 911-475 oder irmgard.haberberger@lra-oal.bayern.de).

Mitteilung vom 22.10.2021

Kulturförderung: Landkreis setzt Zeichen für Festspielhaus Füssen

Einer Förderung in Höhe von jährlich 100.000 Euro für das Festspielhaus hat der Ausschuss für Kultur, Bildung, Sport und Ehrenamt heute einstimmig zugestimmt.

„Mit dem Festspielhaus haben wir im Landkreis eine Einrichtung mit überregionaler Strahlkraft, die Kultur in vielen Facetten anbietet. Mit der Förderung möchten wir dazu beitragen, dieses hochwertige und für den ländlichen Raum einzigartige kulturelle Angebot zu erhalten und fortzuführen“, erläutert Landrätin Maria Rita Zinnecker die Beweggründe des Gremiums.
 
Die Förderung des Landkreises ist Teil eines Gesamtpaketes, das die Stadt Füssen, der Landkreis Ostallgäu und der Bezirk Schwaben zusammen mit dem Freistaat Bayern gemeinsam schnüren und das von Zinnecker maßgeblich mitgestaltet wurde. Angestrebt wird, dass der Freistaat Bayern 600.000 Euro, der Bezirk Schwaben 150.000 Euro, der Landkreis Ostallgäu 100.000 Euro und die Stadt Füssen 50.000 Euro jährlich bereitstellen.
 
Türen in München stehen offen
 
Ein entscheidender Fördergrundsatz des Freistaats Bayern ist das Subsidiaritätsprinzip. Das bedeutet, dass eine staatliche Förderung durch den Freistaat zwingend voraussetzt, dass es auch von kommunaler Seite einen Beitrag zur Gesamtförderung gibt, also auch Stadt, Landkreis und Bezirk Finanzmittel zusagen. „Die Türen in München für eine Kulturförderung für das Festspielhaus sind offen wie nie zuvor, wir müssen nur hindurchgehen. Wir als Landkreis und die Stadt Füssen haben nun den ersten Schritt gemacht“, freut sich Zinnecker über das heutige Ergebnis und hofft nun auch auf einen positiven Beschluss des Bezirkstages.
 
Im Rahmen der Förderung muss das Festspielhaus jährlich belegen, dass alle öffentlichen Fördergelder ausschließlich für kulturelle Zwecke verwendet werden. Eine Förderung anderer Verluste sind nicht förderfähig, da die öffentliche finanzielle Unterstützung keine Wirtschaftsbeihilfe oder Subvention darstellt, sondern es sich um eine Kulturförderung handelt. Sollten in einzelnen Jahren im Festspielhaus Gewinne erzielt werden, müsste die Förderung zurückgezahlt werden.
 
Neben der Förderung für das Festspielhaus hat der Kulturausschuss auch noch Fördermittel für die MODfestivals in Marktoberdorf, die Orff-Tage der Bayerischen Philharmonie und die Musikfestspiele Königswinkel, beide in Füssen, beschlossen.

Mitteilung vom 21.10.2021

„bergaufland“-Mitgliederversammlung: Landrätin zieht positive Bilanz zur Entwicklungsstrategie – Robert Frei wird neuer zweiter Vorsitzender

Außerdem wurde die Fortschreibung und Weiterentwicklung der Lokalen Entwicklungsstrategie beschlossen.

Landrätin Maria Rita Zinnecker gratuliert dem neu gewählten zweiten Vorsitzenden Robert Frei. Bild: Landkreis Ostallgäu

„Durch die erfolgreiche Umsetzung zahlreicher qualitativ hochwertiger und innovativer Projekte und Maßnahmen konnten die meisten Ziele unserer Entwicklungsstrategie erreicht werden.“ Dieses Resümee hat Landrätin und erste Vorsitzende Maria Rita Zinnecker bei der siebten Mitgliederversammlung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) bergaufland Ostallgäu e. V. gezogen. Außerdem wurde Robert Frei zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Jürgen Schwarz.
 
Schwerpunkt der Mitgliederversammlung lag auf der Abschlussbilanz der aktuellen Lokalen Entwicklungsstrategie (LES). Hierzu wurden von der externen Begleitung durch Dr. Heike Glatzel, Geschäftsführerin FUTOUR GmbH aus München, die Ergebnisse aus dem Monitoring und den Befragungen vorgestellt sowie weitere Ergebnisse erarbeitet. Danach wurde die Abschlussbilanz der aktuellen LES beschlossen. Insgesamt wurden 29 Projekte, davon 18 sogenannte Einzelprojekte im Ostallgäu (zum Beispiel „Umsetzung des Ostallgäuer Demenzkonzeptes: Einfach dazugehören“ und „Wiese x 16 – Modellhaftes Grünflächenmanagement und Umweltbildung zum Schutz heimischer Blumenwiesen“) und elf Kooperationsprojekte mit anderen Lokalen Aktionsgruppen (zum Beispiel „Dorfkerne – Dorfränder“ und „Qualitätssicherung touristischer Wegenetze Wandern und Rad im Allgäu“) für eine Förderung über das Förderprogramm LEADER befürwortet. Es wurden insgesamt über 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln gebunden – davon über 1,1 Millionen Euro für Einzelprojekte und knapp 400.000 Euro für Kooperationsprojekte.
 
Zum zweiten Vorsitzenden wurde Robert Frei aus Nesselwang vorgeschlagen und gewählt. Der bisherige zweite Vorsitzende, Jürgen Schwarz, stand für eine weitere Periode nicht mehr zur Verfügung. „Für sein langes und großes ehrenamtliches Engagement für unser Ostallgäu danke ich Jürgen Schwarz herzlich. Ich wünsche ihm alles Gute und bin mir sicher, dass der Kontakt auch weiter bestehen bleibt. Auf die künftige Zusammenarbeit mit Robert Frei freue ich mich sehr und wünsche ihm einen guten Einstieg in die neue Aufgabe“, sagte Zinnecker.

Darüber hinaus informierte Heiko Gansloser, Geschäftsführer des bergaufland Ostallgäu e. V., über die Planungen für die künftige Förderperiode von LEADER 2023–2027. Hierzu erfolgte ein Beschluss für die Fortschreibung und Weiterentwicklung der LES für die Bewerbung auf die kommende Förderperiode. In diesem Zusammenhang berichteten auch Leiter Dr. Alois Kling und LEADER-Koordinatorin Veronika Hämmerle vom zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten über Aktuelles zum Förderprogramm LEADER.
 
Verabschiedet wurde der langjährige LEADER-Koordinator Ethelbert Babl. Babls Nachfolgerin am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten ist Veronika Hämmerle. Behördenleiter Dr. Alois Kling lobte das langjährige, große Engagement Babls für LEADER im Allgäu und freute sich: „Mit Veronika Hämmerle, zuvor tätig in der LEADER-Bewilligungsstelle, konnten wir diese wichtige Stelle nahtlos und kompetent weiterbesetzen.“
 
Außerdem informierte Jürgen Schwarz über den aktuellen Stand des eigenen Projekts „Unterstützung Bürgerengagement“ sowie Heiko Gansloser über die zwischenzeitlich erfolgten Beschlüsse der Mitglieder im Umlaufverfahren, die aufgrund der mehrmals wegen Corona verschobenen Mitgliederversammlung erforderlich waren.
 
LEADER: Noch stehen Fördermittel zur Verfügung
 
Für die Umsetzung der LES stehen noch Fördermittel für Einzel- und Kooperationsprojekte von der Europäischen Union und dem Freistaat Bayern zur Verfügung. Das bedeutet, es können noch weitere innovative Projekte, die den Entwicklungs- und Handlungszielen der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen, umgesetzt und gefördert werden. Entsprechende Projektideen sollten so bald als möglich über die Geschäftsstelle des Vereins eingereicht werden. Die Geschäftsstelle des bergaufland Ostallgäu e. V. steht hierfür gerne beratend und unterstützend unter info@bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung. Die Abwicklung der Projekte erfolgt über das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kempten. Die Fördersätze für die Projekte betragen in der Regel zwischen 30 und 70 Prozent.
    
Interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände und Kommunen finden auf www.bergaufland-ostallgaeu.de die wichtigsten Informationen.

Mitteilung vom 20.10.2021

Bildungsprojekt zum Klimaschutz gestartet: Quiz am Gymnasium Füssen

Das Quiz, das vom Landkreis Ostallgäu zur Verfügung gestellt wird, gibt Schülerinnen und Schülern Denkanstöße für klimaschonendes Verhalten.

Schulleiter Michael Gschnaidner (mit Sakko) und Lehrer Jan Färber nehmen mit der Q11 des Gymnasiums Füssen das Klimaquiz in Augenschein. Foto: Landratsamt Ostallgäu

Einfache Verhaltensänderungen bewirken oft viel – ein Klimaquiz des Landkreises Ostallgäu für Schulen zeigt Alternativen auf und gibt Schülerinnen und Schülern Denkanstöße. Den Quiz-Auftakt machte das Gymnasium Füssen, das damit seinen Weg zur „Klimaschule“ begann.

Wer ist der größte Lieferant der Erde? Amazon? Walmart? Google? Nein! Waren und Dienstleistungen im Wert von mehr als 112.000 Milliarden US-Dollar pro Jahr werden uns (meist kostenlos) von der Natur zur Verfügung gestellt. Kniffelig und überraschend war das Klimaquiz, das die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Füssen kürzlich zu lösen hatten. Auf 24 Postern mit vielseitigen Fragen und kurzweiligen Antworten zu klimaschützendem und verantwortungsvollem Handeln konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen testen und erhielten wertvolle Tipps für ihren Alltag. Lehrer Jan Färber, der das Klimaquiz nach Füssen geholt hatte, betont: „Die Schülerinnen und Schüler interessieren sich für ihre Zukunft und stellen kritische Fragen. Die Poster geben gute Denkanstöße für den Alltag.“ Zur Verfügung gestellt werden die Poster vom Landkreis Ostallgäu und basieren auf einer Vorlage der Initiative „Omas for Future“.

Das Klimaquiz bildet den Auftakt der Schule auf dem Weg zur ersten „Klimaschule“ im Landkreis. Klimaschule bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler, das Lehrerkollegium und der Landkreis als Sachaufwandsträger in den kommenden Monaten und Jahren gemeinsam daran arbeiten, die Aktivitäten der Schule klimafreundlicher zu gestalten. Beispiele hierfür sind Energieeinsparung, der Einsatz von Recyclingpapier, klimafreundliche Anreisewege oder Müllvermeidung. „Wichtig ist mir, dass wir als Schule unserer Vorbildwirkung gerecht werden“, sagt Schulleiter Michael Gschnaidner.

Das Klimaquiz ist geeignet für Schülerinnen und Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe. Schulen können die Poster beim Fachbereich Kreisentwicklung des Landratsamtes Ostallgäu ausleihen. www.klimaschutz-ostallgaeu.de

Mitteilung vom 19.10.2021

Ostallgäuer Persönlichkeiten erhalten staatliche Ehrungen

Landrätin Zinnecker hat langjährige kommunale Mandatsträger sowie besonders für das Gemeinwohl engagierte Menschen mit staatlichen Ehrungen ausgezeichnet.

Sie wurden mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze, der Kommunalen Dankurkunde, der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland beziehungsweise dem Ehrenzeichen des Landkreises geehrt. Coronabedingt wurden die Ehrungen aufgeteilt: die Verleihung an die Kreistagsmitglieder unter den Geehrten fand im Rahmen der Kreistagssitzung am Freitag, 15. Oktober, statt. Die übrigen Geehrten zeichnete Zinnecker am Montag, 18. Oktober, bei einer Veranstaltung im Landratsamt Ostallgäu aus.
 
„Sie alle sind Vorbilder. Als Bürgermeister, Gemeinde- beziehungsweise Kreisrat oder im Ehrenamt haben Sie viele Jahre lang Verantwortung übernommen. Dafür braucht es Empathie, Ausdauer und Kraft“, sagte Zinnecker bei der Ehrungsveranstaltung im Landratsamt. „Nur durch engagierte Menschen wie Sie funktioniert unsere Gesellschaft. Dafür bedanke ich mich bei jedem einzelnen von Ihnen herzlich.“
 
Die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze erhielten …
 

  • Hubert Endhardt für sein langjähriges kommunalpolitisches Engagement. Endhardt ist seit 1990 Mitglied im Kreistag des Landkreises Ostallgäu. In der aktuellen Kreistagsperiode ist er ein weiterer Stellvertreter der Landrätin. Endhardt setzt sich insbesondere für den Ausbau und die Verbesserung des ÖPNV und E-Mobilität sowie den Natur- und Umweltschutz ein.
  • Franz Erhart für sein 31-jähriges Engagement in der Kommunalpolitik. Erhart war von 2008 bis 2020 erster Bürgermeister der Gemeinde Nesselwang. Von 2014 bis 2020 war er Mitglied im Kreistag Ostallgäu.
  • Franz Hauck für seinen 24 Jahre langen Einsatz in der Kommunalpolitik. Hauck war von 2002 bis 2020 erster Bürgermeister der Gemeinde Jengen. Von 1996 bis 2020 war er Mitglied im Zweckverband zur Wasserversorgung der Gennach-Hühnerbach Gruppe.
  • Herbert Heisler für sein langjähriges kommunalpolitisches Engagement. Heisler ist seit 2014 Mitglied im Kreistag des Landkreises Ostallgäu und im Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren. Seit 1996 ist er Mitglied im Marktgemeinderat Obergünzburg. Von 2008 bis 2020 war Heisler zweiter Bürgermeister des Marktes Obergünzburg.
  • Gerhard Kraus für seinen 30 Jahre langen Einsatz in der Kommunalpolitik. Kraus war von 2002 bis 2020 Erster Bürgermeister der Gemeinde Ronsberg. Von 2008 bis 2014 war er Mitglied im Kreistag Ostallgäu.
  • Andreas Lieb für sein 24-jähriges Engagement in der Kommunalpolitik. Lieb ist seit 2002 Bürgermeister des Markes Irsee. Außerdem ist er Mitglied des Ausschusses der Verwaltungsgemeinschaft Pforzen.
  • Josef Schweinberger für sein langjähriges kommunalpolitisches Engagement. Schweinberger war von 2003 bis 2020 erster Bürgermeister der Stadt Buchloe. Von 2008 bis 2020 war er Vorsitzender der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe. Seit 2008 ist Schweinberger Mitglied im Kreistag des Landkreises Ostallgäu und seit 2007 Verbandsvorsitzender und Initiator des Zweckverbands Hochwasserschutz Gennach-Hühnerbach.
  • Johann Stich für sein langjähriges kommunalpolitisches Engagement. Stich ist seit 2002 erster Bürgermeister der Gemeinde Ruderatshofen und Vorsitzender des Abwasserzweckverbands Aitrang-Ruderatshofen. Seit 2008 ist er Mitglied im Kreistag des Landkreises Ostallgäu.

   
Die Kommunale Dankurkunde erhielten …
 

  • Peter Grotz für sein über 18-jähriges Engagement in der Kommunalpolitik. Grotz war von 2002 bis 2020 Mitglied im Stadtrat Marktoberdorf. Von 2014 bis 2020 war er Mitglied im Kreistag Ostallgäu.
  • Maximilian Hartleitner für sein über 18-jähriges Engagement in der Kommunalpolitik. Hartleitner war von 2002 bis 2020 Mitglied im Stadtrat Buchloe. Von 2008 bis 2020 war er Mitglied im Kreistag Ostallgäu.
  • Waltraud Joa für ihr 24-jähriges Engagement in der Kommunalpolitik. Joa war von 1996 bis 2008 Mitglied im Stadtrat Marktoberdorf. Von 2002 bis 2020 war sie Mitglied im Kreistag Ostallgäu. Von 2002 bis 2020 war Joa die Beauftragte für Menschen mit Handicap des Landkreises Ostallgäu. Seit 1996 ist sie die Beauftragte für Menschen mit Handicap der Stadt Marktoberdorf.
  • Klara Knestel für ihr langjähriges kommunalpolitisches Engagement. Knestel ist seit 2002 Mitglied im Kreistag des Landkreises Ostallgäu. Im Stadtrat Marktoberdorf war sie von 1996 bis 2014 Mitglied und von 2002 bis 2014 Fraktionsvorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/Die Grünen. Von 2002 bis 2014 war Knestel Frauenreferentin der Stadt Marktoberdorf.
  • Robert Pöschl für sein langjähriges kommunalpolitisches Engagement. Pöschl ist seit 2020 erster Bürgermeister der Stadt Buchloe und Vorsitzender der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe. Seit 2020 ist er auch Mitglied des Kreistages Ostallgäu sowie im Verwaltungsrat der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren. Von 2002 bis 2020 war Pöschl Mitglied im Stadtrat Buchloe.
  • Christine Räder für ihr langjähriges kommunalpolitisches Engagement. Räder ist seit 2002 Mitglied im Kreistag des Landkreises Ostallgäu. Seit 2014 ist sie Mitglied im Marktgemeinderats Obergünzburg und seit 2020 dritte Bürgermeisterin des Marktes Obergünzburg sowie Mitglied der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Obergünzburg.

 
Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhielt …
 

  • Albert Wahl für sein über vier Jahrzehnte langes Engagement in unterschiedlichen Bereichen. Wahl war 24 Jahre lang erster Vorsitzender des Tennisclubs Seeg sowie Mitglied im Gemeinderat Seeg. Von 2000 bis 2016 war er Agenda-21-Beauftragter der Gemeinde Seeg. Außerdem ist er seit 2003 als Kulturführer tätig. Wahl war Leiter des Arbeitskreises Bahnhof, Mitglied des Hauptarbeitskreises beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ von 2013 bis 2016, Mitglied des Arbeitskreises im Leader-Projekt „Honigdorf Seeg“ sowie Botschafter für die Wirtschaftsregion Ostallgäu/Kaufbeuren. Auch setzte er sich mit einigen Vorschlägen im Naturschutz sowie in dem Moorallianz-Teilprojekt „Ländliche Entwicklung“ ein und führte bis 2015 12 Mal die Aktion „Sauberes Ostallgäu“ mit der Grundschule Seeg durch.

 
Das Ehrenzeichen des Landkreises erhielt …
 

  • Fritz Brunhuber für sein kommunalpolitisches Engagement sowie seine Mitgliedschaft in zahlreichen Vereinen und Verbänden. Brunhuber war von 1996 bis 2002 und von 2006 bis 2020 Mitglied im Kreistag des Landkreises Ostallgäu. Von 2008 bis 2020 war er Mitglied im Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Allgäu sowie von 2008 bis 2014 Mitglied im Zweckverband Sparkasse Allgäu.

 
Die Kommunale Verdienstmedaille und die Kommunale Dankurkunde erhalten Personen, die sich insbesondere durch langjährige Tätigkeit als kommunaler Mandatsträger oder in anderen kommunalen Ehrenämtern um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Auszeichnungswürdige Personen können von den Gemeinden und Landkreisen für eine solche Ehrung vorschlagen werden. Die Kommunale Verdienstmedaille und die Kommunale Dankurkunde sind Staatlichen Ehrungen des Freistaates Bayern.
 
Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Er wird für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen sowie für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland verliehen.
 
Das Ehrenzeichen des Landkreises wird alle zwei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, die sich um den Landkreis Ostallgäu in besonderer Weise bürgerschaftlich verdient gemacht haben. Dies kann sowohl in einer Organisation, als Einzelperson oder im Team sein.

Mitteilung vom 18.10.2021

13 Sprach- und Kulturmittler im Landkreis Ostallgäu ausgebildet

Diese können künftig für Übersetzungsaufgaben, auch in kultursensiblen Bereichen, eingesetzt werden. Alle Teilnehmer leben im Ostallgäu.

Hinten v. l. n. r.: Olivia Guerrero Motz, Mouhammad Al Nassar, Markus Bernhard (Kuntermund), Maisaa Oyoun, Angelika Schlüter (Kuntermund), Ali Alabdo, Izabela Mierzwicka, Sawsan Kadro, Vorne v. l. n. r.: Negin Hamidi, Olena Pitz, Camelia Kinscher, Zara Ebrahimi, Fatima Bouguerroumi-Hoyer, Aya Alhaj Ali, Svetlana Köpf, Julia Jäkel (Kommunale Integration), Ralf Maschke-Müller (TAFF). Bildrechte: Landratsamt Ostallgäu

Die Stelle Kommunale Integration des Landratsamtes Ostallgäu und die Stelle für therapeutische Angebote für Flüchtlinge der Diakonie (TAFF) haben in einem gemeinsamen Projekt 13 mehrsprachige Personen zu Sprach- und Kulturmittlern geschult. Die neuen Sprach- und Kulturmittler bieten künftig unter anderem Übersetzungen in Spanisch, Russisch, Arabisch, Polnisch, Rumänisch und Farsi an. Sie werden als selbstständige Übersetzer arbeiten und können individuell angefragt werden. Besonderheit an der Ausbildung zum Sprach- und Kulturmittler ist der psychologisch sensible Aspekt, der auch einen Teil der Prüfung darstellt. Insbesondere in therapeutischen Gesprächen ist diese Sensibilität, eine korrekte Übersetzung aber auch das eigene Empfinden von großer Bedeutung. In praktischen Einheiten und Rollenspielen wurde das theoretisch Gelernte umgesetzt und geübt. Die Schulung wurde an insgesamt zwölf Tagen durchgeführt. Am letzten Schulungstag wurden die Zertifikate übergeben.
 
Die Schulung wurde in Kooperation mit KunterMund Augsburg durchgeführt. Inhaltlicher Vorläufer der jetzt als Sprach- und Kulturmittler bezeichneten Übersetzer waren die 2017 vom Landratsamt ausgebildeten „Laiendolmetscher“. Aufgrund des damaligen Erfolgs und der bestehenden Nachfrage wurde das Projekt neu aufgelegt. Eine Liste mit Kontaktdaten selbstständiger Dolmetscher im Ostallgäu und Umgebung steht im Integrationsportal des Landkreises unter www.ostallgaeu.de/integration zur Verfügung. Für Fragen steht die Stelle für Kommunale Integration gerne zur Verfügung (Telefonnummer: 08342 911-194, E-Mail: integration(at)ostallgaeu.de).

Mitteilung vom 18.10.2021

„Weiterer Erfolg des Moorschutzes im Allgäu“: das Schwindenmoos ist renaturiert

In Kooperation mit der Stadt Marktoberdorf als Grundeigentümerin hat der Zweckverband Allgäuer Moorallianz zahlreiche Dämme in Entwässerungsgräben eingebaut.

V. r.: Projektleiter Dr. Ulrich Weiland berichtet Landrätin Maria Rita Zinnecker und Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell von den Renaturierungsmaßnahmen im Schwindenmoos. Bildrechte: Allgäuer Moorallianz

Die Renaturierungsmaßnahmen im Schwindenmoos bei Marktoberdorf sind abgeschlossen. Mit Erfolg: Der Torfkörper ist wieder nass und kann seine Funktion als Wasser- und Kohlenstoffspeicher übernehmen. Neue Lebensräume für Libellen, Schmetterlinge, Vögel oder Reptilien wurden geschaffen und können sich nun weiter ungestört entwickeln.
 
Bei einer gemeinsamen Begehung im Rahmen der Klimawoche Ostallgäu haben sich Landrätin und Zweckverbandsvorsitzende Maria Rita Zinnecker, Bürgermeister Dr. Wolfang Hell, Mitglieder des Stadtrates und der Verwaltung der Stadt Marktoberdorf und weitere Beteiligte über die Maßnahmen informiert. Zinnecker betonte bei ihrer Einführung die Bedeutung der Arbeit der Allgäuer Moorallianz: „Die Renaturierung des Schwindenmooses ist ein weiterer erfolgreicher Schritt bei der Moorrenaturierung im Allgäu. Moore nehmen CO? auf und speichern damit dauerhaft Kohlenstoff. Intakte Moore speichern aber auch viel Wasser. Sie leisten damit nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch zum Hochwasserschutz in Form von natürlichen Retentionsräumen. Außerdem sind sie wichtige Lebensräume für viele typische, spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, für die die Allgäuer Moore eine bundesweite Verantwortung haben.“ Bürgermeister Dr. Hell würdigte die sehr gute Zusammenarbeit mit der Allgäuer Moorallianz und betonte, dass alles, was wir heute gegen den Klimawandel unternehmen, unseren Kindern und deren Kindern zu Gute kommen werde. Ein globaler Schutz der Moore erfordere aber auch den Verzicht auf die Verwendung von Gartentorf und Torferde. Die Stadtgärtnerei sei bereits angewiesen, dies umzusetzen.

 
Das Schwindenmoos mit einer Gesamtgröße von knapp 40 Hektar liegt etwa 10 Kilometer südöstlich von Marktoberdorf. Eigentümerin ist die Stadt Marktoberdorf. Durch den vormaligen gewerblichen Torfstich entstanden hier mehrere ausgedehnte Torfstichbecken. Nun wurden verschiedene Dammbauwerke erstellt mit dem Ziel, die entwässernden Gräben und Torfstiche in geeigneter Weise wiederzuvernässen. Aufgrund dieser Vernässung war das Gelände nur mit Spezialmaschinen und dem Einsatz von Baumatten sowie temporärer Baustraßen aus Rundholzstämmen erreichbar. Die Rundholztrasse wird nach Abschluss aller Arbeiten vollständig entfernt. Außerdem werden aktuell noch Korrekturen an den Umlaufgerinnen nachgearbeitet. Den jetzigen Renaturierungsarbeiten gingen in den Jahren 2006 und 2011 bereits erste Anstauarbeiten im Rahmen der Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien und des Bayerischen Klimaschutzprogramms 2050 voraus.
 
Mit den nun durchgeführten Baumaßnahmen wurden die Renaturierungsarbeiten im Schwindenmoos final zum Abschluss gebracht. Die bereits bestehenden Dämme wurden sinnvoll ergänzt, um eine größere Flächenwirkung zu erreichen. Einige ältere Dämme waren durch die Aktivitäten des Bibers in Mitleidenschaft gezogen worden und wurden im Zuge der Baumaßnahmen saniert. Die Kernbereiche des Spirken-Hochmoors sollen sich fortan selbst entwickeln können. Eine forstliche Nutzung findet nur noch auf randlichen, wegenahen Teilflächen statt.

 
Eckdaten zum Projekt Allgäuer Moorallianz:

     

  • Bundesprojekt chance.natur Allgäuer Moorallianz
  • Träger des Projektes: Zweckverband Allgäuer Moorallianz
  • Finanzierung: 75 % Bund, 15 % Land, 10 % Zweckverband
  • Laufzeit der Umsetzungsphase 10 Jahre (2012–2022)
  • Aktuell wird vom Bundministerium für Umwelt, dem Bundesamt für Naturschutz und dem Bayerischen Umweltministerium über eine Fortführung des Projektes entschieden, eine Verlängerung wurde vom Projektträger bis Ende 2030 beantragt 
  • Die Kreisgremien der Landkreise Ober- und Ostallgäu haben sich bereits für eine Fortführung des Projektes ausgesprochen und die weitere Kofinanzierung zugesichert
  • Reine Baukosten Schwindenmoos bisher rd. 200.000 EUR