Aktuelles Archiv

Mitteilung vom 20.11.2023

Das Ostallgäu bleibt Öko-Modellregion

Auch nach dem September 2024 wird der Landkreis für mindestens drei weitere Jahre Öko-Modellregion sein.

Dafür hat sich der Ausschuss für Kreisentwicklung und Umwelt einstimmig ausgesprochen. „Die Öko-Modellregion leistet überzeugende Arbeit im Bereich der bio-regionalen Wertschöpfung. Trotzdem gibt hier noch viel Entwicklungspotenzial. Ich freue mich daher sehr über die Verlängerung des Projekts“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker zur Entscheidung des Ausschusses.

 

In der Sitzung gab Projektmanagerin Lisa Mader einen Überblick über die aktuellen Tätigkeiten und Schwerpunkte der Öko-Modellregion. Es sei insbesondere bei der Vernetzung von Landwirtschaft, Verarbeitung und Gastronomie viel erreicht worden. Einige Projekte gelte es aber noch zu verstetigen. Außerdem sollen in der nächsten Förderperiode zusätzlich neue Projekte initiiert und auf den Weg gebracht werden.

 

Die Öko-Modellregion ist anteilig aus dem Landesprogramm BioRegio 2030 durch das Staatministerium für Landwirtschaft und Forsten (StMELF) gefördert. Ein Projektplan mit den neuen Vorhaben die im Ostallgäu umgesetzt werden sollen, muss bis Anfang 2024 beim StMELF eingehen. 

 

Weitere Informationen sind zu finden auf www.oekomodellregion-ostallgaeu.de.

 

Mitteilung vom 17.11.2023

Zünftiges Fest im Seniorenheim Buchloe

Ihr eigenes Oktoberfest haben die Bewohnenden des Senioren- und Pflegeheimes in Buchloe gefeiert.

Bild: SPH Buchloe

Bild: SPH Buchloe

Der zünftige Nachmittag begann mit dem Einzug des Münchner Kindls und einer Reihe von Honoratioren. Die stellvertretende Einrichtungsleitung Birgit König schlüpfte in die Rolle der Mama Bavaria und erzählte die ein oder andere lustige Anekdote. Sie freute sich, Werkleiterin Heike Gülker willkommen zu heißen. Auch Sie richtete ein Grußwort an die Festgäste. Mit nur zwei Schlägen hat Küchenchef Andi das Fassbier angezapft, worauf ein „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ erklang. Zwei Mitarbeiterinnen gaben ein Volksmusikmedley. Als Überraschung präsentierte die hauseigene Volkstanzgruppe einen eigens einstudierten Schuhplattler. Bis zum Abendessen wurde zur Musik von Reinhold Geiger geschunkelt, gesungen und gelacht.

 

Mitteilung vom 17.11.2023

Bürger informieren sich über das Wohnen und Leben im Alter

Über 130 Teilnehmende kamen zur 2. Bürgertagung „Zusammen(H)alt im Ostallgäu“, die der Landkreis in Biessenhofen und Pfronten veranstaltet hat.

Landrätin Maria Rita Zinnecker eröffnet die Bürgertagung in Biessenhofen. Bild Landkreis Ostallgäu

Landrätin Maria Rita Zinnecker eröffnet die Bürgertagung in Biessenhofen. Bild Landkreis Ostallgäu

Auf dem Programm stand Wissenswertes rund um die Themen Wohnen und Leben in den Ostallgäuer Gemeinden. „Wir möchten gemeinsam einen alters- und demenzsensiblen Landkreis gestalten“, sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker bei ihrer Begrüßung in Biessenhofen. Ziel sei es, mit den Veränderungen der Altersstruktur umzugehen und die demografische Entwicklung als Chance zu verstehen. Eine Möglichkeit dazu seien die Bürgertagungen, auf denen der Landkreis Informationen zur Gesundheitsförderung, sozialen Teilhabe, zu bürgerschaftlichem Engagement sowie Wohn- und Versorgungs-Betreuungsformen bereitstelle.

 

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stand der Wunsch vieler Seniorinnen und Senioren, selbst bei Hilfebedarf in ihrer vertrauten Umgebung bleiben zu können. Ob dabei sogenannte „sorgende Gemeinschaften“ eine tragende Säule sein könnten, dazu gab Referentin Gertrud Koch von der Altenhilfefachberatung im Landkreis Biberach Auskunft. Sorgende Gemeinschaften seien laut Koch ein Konzept, in dem jeder sein Talent und sein Können einbringt. Das Verbinden der einzelnen Bausteine und die Zusammenarbeit der Akteure im Sozialraum seien die Stärke der sorgenden Gemeinschaft. Kleinste Einheit sei die Familie – größere Gemeinschaften seien die Kommune, soziale Unternehmen, Vereine oder die Kirchen. Insbesondere mit Hinblick auf die in der Pflege fehlenden Arbeitskräfte seien sorgende Gemeinschaften eine Alternative und könnten Teil der Lösung sein. 

 

Außerdem konnten sich die Teilnehmenden über die Möglichkeiten der GESTALT- und Trittsicher-Programme informieren – inklusive kurzer Übungseinheiten. GESTALT steht für „GEhen, Spielen und Tanzen Als Lebenslange Tätigkeiten“. Der Pflegestützpunkt Ostallgäu informierte über seine Unterstützungs- und Beratungsangebote. Organisiert wurden die Landkreis-Veranstaltungen gemeinsam mit den Quartiersmanagerinnen Birgit Martin aus Aitrang, Regina Wegmann aus Biessenhofen und Ute Becker-Rothe aus Pfronten.

 

Mitteilung vom 16.11.2023

„Historischer Moment“: Auf der Ortsumfahrung Ruderatshofen rollen die ersten Fahrzeuge

Erste Überlegungen für eine Umfahrung von Ruderatshofen und Apfeltrang gab es bereits 1979.

V. l.: Pfarrer Paratiyil Sebastian Jinesh, Bürgermeister Johann Stich, Landrätin Maria Rita Zinnecker, Landtagsabgeordneter Andreas Kaufmann, Hans Jörg Oelschlegel vom Bayerischen Verkehrsministerium, Dr. Olaf Weller von der Regierung von Schwaben, Manfred Pfeiffer vom Amt für Ländliche Entwicklung und Dr. Manfred Rauscher von der DB Netz. Bild: Landkreis Ostallgäu

V. l.: Pfarrer Paratiyil Sebastian Jinesh, Bürgermeister Johann Stich, Landrätin Maria Rita Zinnecker, Landtagsabgeordneter Andreas Kaufmann, Hans Jörg Oelschlegel vom Bayerischen Verkehrsministerium, Dr. Olaf Weller von der Regierung von Schwaben, Manfred Pfeiffer vom Amt für Ländliche Entwicklung und Dr. Manfred Rauscher von der DB Netz. Bild: Landkreis Ostallgäu

Landrätin Maria Rita Zinnecker hat gemeinsam mit Vertretern des Freistaats Bayern, der Gemeinde Ruderatshofen und der Deutschen Bahn die Ortsumfahrung von Ruderatshofen und Apfeltrang für den Verkehr freigegeben. Die Eröffnung sei laut Zinnecker ein „historischer Moment – vor allem für die Ruderatshofener und Apfeltranger“, die durch die neue Umfahrung massiv vom Durchgangsverkehr entlastet würden. Mit Hinblick auf die lange Vorgeschichte der Umgehung sagt Zinnecker: „Wir eröffnen nicht nur eine Straße – wir schreiben damit auch eine mehr als 40-jährige Geschichte endlich erfolgreich zu Ende.“

 

Nach den Grußworten von Zinnecker, Hans Jörg Oelschlegel vom Bayerischen Verkehrsministerium, Landtagsabgeordnetem Andreas Kaufmann, Dr. Manfred Rauscher von der DB Netz und Bürgermeister Johann Stich segnete Pfarrer Paratiyil Sebastian Jinesh die Neubaustrecke. Geladen waren außer den Ehrengästen auch über 100 betroffene Anwohnerinnen und Anwohner aus Ruderatshofen und Apfeltrang, die Grundstücke für die Neubautrasse zur Verfügung gestellt hatten. Musikalisch wurde die Eröffnungsfeier von einem Ensemble des Musikvereins Ruderatshofen umrahmt.

 

Neben der Verkehrsentlastung für Ruderatshofen und Apfeltrang entfällt auf der Strecke zwischen Marktoberdorf und Kaufbeuren künftig auch die Tonnagebegrenzung. Außerdem wird die Fahrzeit auf der Strecke verkürzt – die Verbindung wird dadurch wirtschaftlicher. Zusätzlich werde laut Zinnecker die Verkehrssicherheit wesentlich erhöht: „Die Straße wird breiter und übersichtlicher. Zudem entfällt der unfallträchtige Bahnübergang in Ruderatshofen.“

 

Kosten von fast 20 Millionen Euro

 

Laut Zinnecker sei die neue Umfahrung eine der größten jemals vom Landkreis durchgeführten Bauprojekte. Es seien rund 250.000 Kubikmeter Erde bewegt, etwa 26.500 Tonnen Asphalt, 

2000 Kubikmeter Stahlbeton und rund 6500 Meter Entwässerungsrohrleitungen verbaut worden. Die Baulänge beträgt 4,75 Kilometer. Dazu kommen weitere 900 Meter für die neue Gemeindeverbindungsstraße von der neuen Ortsumfahrung zum Ortsteil Hiemenhofen. Im Zuge des Straßenbaus wurden auch zwei Straßenbrücken, eine Bahnbrücke und sieben sogenannte faunistische Durchlässe – zum Beispiel für Fledermäuse und Amphibien – hergestellt.

 

Grund für die neue Ortsumfahrung war unter anderem der vergleichsweise starke Durchgangsverkehr in den Orten von rund 5000 Fahrzeugen pro Tag. Außerdem wirken sich auf der bisherigen Durchgangsstraße eine unstetige Linienführung und unübersichtliche Einmündungen nachteilig auf die Sicherheit aus. Die Kosten für die Ortsumfahrung betragen insgesamt rund 19 Millionen Euro. Davon trägt der Landkreis knapp fünf Millionen Euro. Bund und Bahn steuern gemeinsam 4,5 Millionen Euro bei. 

 

Der Freistaat Bayern fördert das Projekt mit über neun Millionen Euro. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter: „Der Freistaat unterstützt den Landkreis Ostallgäu gerne mit über neun Millionen Euro bei der für die Region sehr bedeutenden Straßenbaumaßnahme. Dies zeigt, dass der Freistaat ein verlässlicher Partner und Unterstützer der Kommunen ist. Die neue Ortsumfahrung entlastet die Ortsdurchfahrten und verbessert die Verkehrsverhältnisse entscheidend. Sie ist ein großer Gewinn für viele Menschen.“

 

Erste Ideen vor mehr als 40 Jahren

 

Erste Überlegungen für eine Umfahrung von Ruderatshofen und Apfeltrang gab es bereits 1979. In den Folgejahren wurden mehrere Beteiligtenversammlungen abgehalten – damals ohne Erfolg. 2014 hat der Kreistag dann die Entscheidung zur Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens getroffen. Es folgten Vereinbarungen mit der Gemeinde Ruderatshofen und der Deutschen Bahn sowie ein Flurbereinigungsverfahren. Nachdem der Planfeststellungsbeschluss 2020 rechtskräftig wurde, erfolgte 2021 der Spatenstich für die Bauarbeiten.

 

Mitteilung vom 15.11.2023

Landkreis zeichnet Ehrenamtliche in der Kommunalpolitik, beim BRK und THW aus

„Sie packen an, ändern Dinge zum Besseren und bringen sich in vielen Bereichen ein. Damit sind Sie für uns alle unverzichtbar", sagte Landrätin Zinnecker.

Freuten sich gemeinsam mit den Geehrten: Landrätin Maria Rita Zinnecker (7. v. r.) und BRK-Präsidentin Angelika Schorer (l.). Bild: Landkreis Ostallgäu

Freuten sich gemeinsam mit den Geehrten: Landrätin Maria Rita Zinnecker (7. v. r.) und BRK-Präsidentin Angelika Schorer (l.). Bild: Landkreis Ostallgäu

Landrätin Maria Rita Zinnecker hat 16 Ostallgäuerinnen und Ostallgäuer für ihr langjähriges kommunales Engagement, ihre besonderen Leistungen beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) oder beim Technischen Hilfswerk (THW) geehrt. 

 

Verliehen wurden die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, die Kommunale Dankurkunde sowie Ehrenzeichen des BRK und THW. 

 

Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhielten …

 

  • Alois Altmann aus Lengenwang für sein Engagement bei der Jägervereinigung Marktoberdorf, deren Vorstand er 47 Jahre lang angehörte – 25 Jahre davon als 1. Vorsitzender. 
  • Christa Völk aus Waal für ihr vollständig ehrenamtliches Engagement im Kindergartenverein Waal, das 1989 als Mitglied begann. 2004 wurde sie zur Vorsitzenden des Kindergartenvereins gewählt, dieses Amt führte sie bis 2022 fort. Zudem war Völk Mitglied im Gemeinderat sowie als zweite Bürgermeisterin tätig. Völk hatte sich unter anderem für die Verwirklichung des Dorfladens in Waal eingebracht.

 

Die Kommunale Dankurkunde erhielten …

 

  • Magnus Peresson aus Füssen für seine langjährige Mitgliedschaft im Füssener Stadtrat sowie im Planungs-, Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss. Seit 2014 ist Peresson außerdem 1. Vorsitzender des historischen Vereins „Alt Füssen e. V.“. 
  • Claudia Tichy aus Stöttwang für Ihre Mitgliedschaft im Gemeinderat Stöttwang. Tichy ist seit 2010 auch 2. Bürgermeisterin und vertritt die Gemeinde Stöttwang im Hauptschulverband Germaringen, im Schulverband Stöttwang-Westendorf und im Zweckverband Gennach-Hühnerbach. 

 

Für 50 Jahre Mitgliedschaft im BRK wurden mit dem Großen Ehrenzeichen geehrt …

 

  • Rudolf Achatz aus Hopferau für seine Mitgliedschaft in der Wasserwacht Füssen.
  • Martin Riesemann aus Lechbruck für sein Engagement in den Ortsgruppen Lechbruck und Füssen.
  • Gottfried Zimmer aus Wald für sein Engagement in der Ortsgruppe Marktoberdorf.

 

Für 40 Jahre Mitgliedschaft im BRK wurden mit dem Ehrenzeichen am Bande geehrt …

 

  • Dr. Günter Böcking aus Nesselwang für seine Tätigkeit für die Ortsgruppen Obergünzburg und Pfronten.
  • Dietmar Fichtl aus Marktoberdorf für sein Engagement bei der Bereitschaft Marktoberdorf.
  • Bernd Thaller aus Obergünzburg für seine Tätigkeit bei der Wasserwacht Obergünzburg.

 

Für 25 Jahre Mitgliedschaft im BRK wurden mit dem Ehrenzeichen am Bande geehrt …

 

  • Cornelia Ast aus Irsingen für ihre Tätigkeit beim Jugendrotkreuz Buchloe.
  • Michael Frischbutter aus Lengenwang für seine Mitgliedschaft in der Wasserwacht Füssen.
  • Sonja Hieber aus Pforzen für ihre Mitgliedschaft in der Wasserwacht Neugablonz.
  • Marcus Kern aus Buchloe für seine Mitgliedschaft in der Wasserwacht Buchloe.

 

Für 50 Jahre Mitgliedschaft im THW wurde mit dem Großen Ehrenzeichen geehrt …

 

  • Hubert Hegenberger aus Füssen für seine Mitgliedschaft im Ortsverband Füssen.

 

Für 40 Jahre Mitgliedschaft im THW wurde mit dem Ehrenzeichen am Bande geehrt …

 

  • Lothar Nitz aus Roßhaupten für seine Mitgliedschaft im Ortsverband Füssen.

 

Nicht anwesend waren folgende Geehrten: Kurt Engel aus Füssen (50 Jahre BRK), Günter Forstner aus Buchloe (25 Jahre BRK), Armin Guggenmos aus Stöttwang (Kommunale Dankurkunde), Silvia Hanel aus Buchloe (25 Jahre BRK), Paul Lang aus Günzach (Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten), Verena Riegg aus Ottobeuren (25 Jahre BRK) und Barbara Strobel aus Marktoberdorf (25 Jahre BRK).

 

Über die kommunalen und staatlichen Auszeichnungen

 

Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Sie wird für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen sowie für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland verliehen.

 

Die Kommunale Dankurkunde erhalten Personen, die sich insbesondere durch langjährige Tätigkeit als kommunaler Mandatsträger oder in anderen kommunalen Ehrenämtern um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Auszeichnungswürdige Personen können von den Gemeinden und Landkreisen für eine solche Ehrung vorschlagen werden. Die Kommunale Verdienstmedaille und die Kommunale Dankurkunde sind Staatlichen Ehrungen des Freistaates Bayern.

 

Mitteilung vom 14.11.2023

Zunahme von Windpocken-Erkrankungen

Im Landkreis Ostallgäu stellt das Gesundheitsamt seit einigen Wochen eine Zunahme an Windpockenerkrankungen fest.

In einer Grundschule im Landkreis ist dem Gesundheitsamt bereits ein größeres Ausbruchsgeschehen bekannt. Auch mehrere Kindergärten sind von gehäuftem Auftreten mit Windpockenerkrankungen betroffen.

 

Die hochansteckenden Varizella-Zoster-Viren, Auslöser von Windpocken, verbreiten sich über den direkten Kontakt oder beim Niesen, Husten und Atmen durch Tröpfcheninfektion. Die Tröpfchen können über die Luft meterweit übertragen werden und so Personen, die noch keine Windpocken hatten oder ungeimpft sind, anstecken. Typisch für Windpocken sind Symptome wie ein stark juckender Hautausschlag mit roten Bläschen und Fieber. Der Ausschlag kann auch auf der Kopfhaut und den Schleimhäuten auftreten.

 

Mittlerweile sind die meisten Kinder gegen Windpocken geimpft. Die Impfung erspart dem Nachwuchs nicht nur das lästige Jucken und möglicherweise Narbenbildung durch aufgekratzte Bläschen, sondern eventuell auch das wochenlange Fehlen in Kita und Schule. Außerdem geht es bei der Impfung auch darum, andere Personen vor Windpocken zu schützen. Erkrankt ein Erwachsener an Windpocken, verläuft die Infektion oft viel schwerer und es können im Vergleich zum Kindesalter häufiger Komplikationen auftreten. Erkrankt eine Schwangere in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft an Windpocken, kann dies beim ungeborenen Kind schwere Fehlbildungen auslösen. Auch für Neugeborene, die aufgrund ihres Alters noch nicht geimpft werden können, kann die Erkrankung lebensbedrohlich sein. Eltern, die ihre Kinder impfen lassen, sorgen also nicht nur für das eigene Kind, sondern auch für den Schutz des nächsten Umfeldes. Die Ständige Impfkommission empfiehlt daher zwei Impfungen. Die Impfung ist gut verträglich, Nebenwirkungen treten nur selten auf.

 

Folgende Vorsichtsmaßnahmen sollten, auch um besonders gefährdete Menschen zu schützen beachtet werden:

 

  • Bei Verdacht auf eine Windpockenerkrankung sollte der Besuch in der Kinderarztpraxis telefonisch mit dem Hinweis auf eine mögliche Windpockenerkrankung angekündigt werden.
  • Der Kontakt zu oder der Aufenthalt bei Menschen, die noch keine Windpockenerkrankung hatten beziehungsweise keinen Impfschutz haben, sollte vermieden werden.
  • Ein an Windpocken erkranktes Kind darf weder den Kindergarten noch die Schule besuchen. Der Kinderarzt stellt fest, wann das Kind wieder in die Einrichtung gehen darf.
  • Kinder, die Kontakt zu einem Erkrankten hatten und keinen Immunschutz haben, dürfen die Einrichtung nach dem Infektionsschutzgesetz nicht besuchen. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt den Ausschluss aus der Gemeinschaftseinrichtung für die Dauer der mittleren Inkubationszeit (16 Tage nach letztem Kontakt zum Erkrankten).
  • Die juckenden Bläschen sollten nicht aufgekratzt werden, da die Bläschenflüssigkeit sehr ansteckend ist. Es kann zu einer bakteriellen Superinfektion der Haut und zu Narbenbildung kommen. Wenn Babys und Kinder sehr kurze Fingernägel haben, lässt sich das Aufkratzen besser vermeiden.
  • Sollte eine Schwangere, die nicht gegen Windpocken immun ist, Kontakt zu einem Erkrankten gehabt haben, sollte sie schnellstmöglich ihren Arzt konsultieren.

 

Weitere Informationen über Windpocken sind auch zu finden unter:

 

•    https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Varizellen.html 

•    https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/windpocken-guertelrose/ 

 

Mitteilung vom 14.11.2023

Landkreis unterstützt Sanierer bei der Denkmalpflege

Insgesamt 25.500 Euro an Investitionskostenzuschüssen zahlt der Landkreis 2023 an Denkmalpflege-Projekte aus.

Als eines von sechs Sanierungsprojekten wird auch die Erneuerung eines Bauernhauses in Halblech vom Landkreis gefördert.

Als eines von sechs Sanierungsprojekten wird auch die Erneuerung eines Bauernhauses in Halblech vom Landkreis gefördert.

Das hat der Ausschuss für Kultur, Bildung, Sport und Ehrenamt beschlossen. „Historische Bauten prägen eine Region – auch das Ostallgäu“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Durch die Denkmalpflegeförderung leisten wir gemeinsam mit den anderen Fördergebern einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der wertvollen alten Gebäude im Landkreis.“

 

Insgesamt erhalten 2023 sechs Sanierungsprojekte eine Förderung vom Landkreis: das Schwäbische Bildungszentrum Irsee für Sanierungsmaßnahmen an der Prosektur, der Markt Ronsberg zur Instandsetzung der Mariengrotte und der Friedhofsmauer, die Sanierung eines Bauernhauses und Mitteltenne in Halblech, die Stadt Füssen zur Sanierung einer historischen Stützmauer und Treppenanlage, die Sanierung der Fassade und Erneuerung der Fenster eines Bauernhauses in Halblech sowie der Markt Unterthingau zur Rekonstruktion der Südfassade am Roten Schloss.

 

Neben dem Landkreis Ostallgäu können Sanierer auch Förderungen von anderen Institutionen erhalten, zum Beispiel vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, der Bayerischen Landesstiftung, vom Bezirk Schwaben beziehungsweise von der jeweiligen Gemeinde.

 

Im Haushalt 2023 waren ursprünglich 76.500 Euro für die Denkmalpflege vorgesehen. Da mehrere Projekte noch nicht entscheidungsreif waren, wurden die verbleibenden Mittel in Höhe von 51.000 Euro ins kommende Jahr übertragen.

 

Mitteilung vom 14.11.2023

„bergaufland Ostallgäu“: erste Projektideen für LEADER

Das Entscheidungsgremium des bergaufland e. V. trifft sich am Montag, 27.11.2023, um 17.30 Uhr in Marktoberdorf zu seiner ersten Sitzung.

„Ich freue mich sehr, dass wir nun auch praktisch mit der neuen Förderperiode von LEADER starten und bereits zwei Projektideen für die Förderung vorschlagen können“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Landrätin Maria Rita Zinnecker.

 

Bei der Sitzung wird den Mitgliedern des Entscheidungsgremiums vor allem die Projektideen „LAG-Management“ und „Unterstützung Bürgerengagement“ für eine Förderung über LEADER vorgestellt und zum Beschluss vorgeschlagen. Die detaillierte Tagesordnung steht auf der Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung. 

 

Über LEADER und den bergaufland Ostallgäu e. V.

 

LEADER ist die Abkürzung des französischen "Liaison entre actions de développement de l'économie rurale" und wird übersetzt mit "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raums". LEADER ist ein Förderprogramm der EU und des Freistaates Bayern zur Förderung der nachhaltigen ländlichen Regionalentwicklung. Das Förderprogramm ist ein methodischer Ansatz, der es lokalen Akteuren ermöglicht, regionale Prozesse mit zu gestalten. Dieser Ansatz wird durch sogenannte Lokale Aktionsgruppen (LAGs) umgesetzt. 

 

Die LAG „bergaufland Ostallgäu e. V.“ ist Träger der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) und als solcher verantwortlich für deren Umsetzung mit dem Zweck der nachhaltigen Entwicklung der Region Ostallgäu. Die Geschäftsführung des Vereins wird vom Regionalmanagement des Landkreises Ostallgäu übernommen. Beim Regionalmanagement erfolgt die Koordinierung für die Regionalentwicklung im gesamten Landkreis. 

 

Die Abwicklung des Förderprogramms LEADER in der Region erfolgt über das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten. Gefördert werden können grundsätzlich Projekte, die den Entwicklungs- und Handlungszielen der LES dienen und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen. Die Auswahl über die Förderung der Projekte erfolgt durch das Entscheidungsgremium des Vereins. Weitere Informationen zum bergaufland Ostallgäu e. V. sowie zum Förderprogramm LEADER stehen unter www.bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung. Bei Fragen steht die Geschäftsstelle unter Telefon: 08342 911-514/-353 oder per E-Mail unter info(at)bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.

 

Mitteilung vom 10.11.2023

100. Infobrief Integration: Interessierte können sich eintragen

Die Stelle für Kommunale Integration am Landratsamt verschickt im Oktober den 100. Infobrief Integration.

In diesem findet man einmal im Monat gebündelt aktuelle Informationen rund um die Migration und Integration im Landkreis. Wer sich für diese Themen interessiert, kann sich in den Verteiler eintragen lassen.

 

„Im Ostallgäu leben aktuell so viele geflüchtete Menschen wie nie zuvor. Das stellt insbesondere die Integration vor große Herausforderungen“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Mit dem Infobrief Integration leistet das Landratsamt einen bewährten und erfolgreichen Beitrag dazu, dass sich die Geflüchteten besser bei uns zurechtfinden und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer die nötigen Informationen für ihre wichtige Arbeit erhalten“.

 

Mit dem Integrationsbrief decke man eine große Bandbreite an Themen ab, erklärt Integrationsmanagerin Isabel Costian – von Sprachkursen und Einstufungstests über Fördermöglichkeiten und Infos zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz bis zu Integrationskursen. Der Verteiler wachse stetig – inzwischen würden rund 600 Personen durch den digitalen Informationskanal erreicht. Wer in den Verteiler des Infobriefs Integration aufgenommen werden möchte, kann sich per E-Mail melden an integration(at)lra-oal.bayern.de. Alle bisherigen Infobriefe sind im Integrationsportal unter www.ostallgaeu.de/integration nachzulesen.

 

Die Stelle Kommunale Integration des Landkreises Ostallgäu dient als Koordinierungsstelle für integrationsfördernde Maßnahmen und als zentrale Anlaufstelle für das Thema Integration im Landkreis. Neben dem Infobrief organisiert die Stelle Vorträgen, Workshops oder Lesungen für Ehren- und Hauptamtliche, Interessierte und Zugewanderte. Weitere Aufgaben sind die Verwaltung der Integreat App, Willkommenspakete für Neuzugewanderte und die regelmäßige Bedarfsermittlung und Vernetzung aller Akteure im Landkreis, die vom Thema betroffen sind. 

 

Die Koordinierungsstelle für integrationsfördernde Maßnahmen wurde im September 2015 im Landratsamt Marktoberdorf geschaffen, damals noch unter dem Titel „Ehrenamt Asyl“ mit dem Schwerpunkt der Koordination von Helferkreisen für Geflüchtete im Landkreis. Die Stelle wurde 2020 aufgrund der sich verändernden Aufgaben umbenannt in die Stelle für Kommunale Integration – der Infobrief wurde natürlich beibehalten. Seit acht Jahren erscheint monatlich der digitale Infobrief Integration.

 

Mitteilung vom 09.11.2023

Projekt 1000 Schulen: Kindergarten in Namibia ist eröffnet

Der mit Hilfe von Spenden aus dem Ostallgäu gebaute Kindergarten in Ovijere, Namibia, ist fertiggestellt.

Farbenfrohe Seitenansicht des Kindergartens in Ovijere. Bild: Fly and help

Farbenfrohe Seitenansicht des Kindergartens in Ovijere. Bild: Fly and help

Landrätin Maria Rita Zinnecker hatte dafür im vergangenen Jahr 15.000 Euro Spendengeld an die Stiftung Fly & Help übergeben. Das Spendengeld stammt größtenteils von Ostallgäuer Bürgern und lokalen Unternehmen. 2020 hat der Landkreis Ostallgäu im Rahmen des Projekts 1000 Schulen bereits den Bau einer Schule in Ovijere ermöglicht. „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Kindergarten ein weiteres, wichtiges Angebot für die Kinder vor Ort realisieren konnten“, sagt Zinnecker.

 

Da es in Ovijere bisher keinen Kindergarten gab, schließt der Kindergarten dort eine Betreuungslücke im Vorschulbereich. Laut Reiner Meutsch von Fly & Help bietet der Kindergarten nicht nur Betreuung an, sondern bereitet die Kinder auch spielerisch auf die Schule vor. Außerdem würden mit dem Angebot auch die Eltern unterstützt. Die Baukosten betrugen 15.000 Euro. 

 

Zuschuss von Kreistag und Landrätin

 

Ovijere befindet sich im Norden Namibias. Der Bau wurde möglich, weil beim Schulbau aufgrund gesunkener Baukosten und der großen Spendenbereitschaft 5.000 Euro übriggeblieben waren. Außerdem waren weitere Spenden in Höhe von insgesamt 6.000 Euro auf dem Konto eingetroffen. „Als sich die Option auftat, dass wir das Angebot der Schule durch einen Kindergarten ergänzen können, haben wir diese gerne genützt“, erklärte Zinnecker zu Beginn der Bauarbeiten am Kindergarten. Die Finanzierungslücke von 4.000 Euro wurde mit einem Verzicht der Kreistagsmitglieder auf die Weihnachtsgeschenke und einem Zuschuss aus dem Verfügungsfonds der Landrätin geschlossen.

 

„1.000 Schulen für unsere Welt“ ist eine Gemeinschaftsinitiative der kommunalen Spitzenverbände Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund. Fly & Help plant im Rahmen der Initiative Schulen und Kindergärten in Entwicklungsländern.

 

Mitteilung vom 09.11.2023

Von Digitalisierung bis Fachkräftemangel: Unternehmen tauschen sich aus

Rund 80 Akteure aus der Wirtschaft haben sich zum Unternehmerabend des Landkreis und der Stadt Kaufbeuren bei DECKEL MAHO Pfronten getroffen.

In einem Vortrag erläuterten die drei Geschäftsführer Reinhard Musch, Cornelius Nöß und Florian Lau die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens. Außerdem konnten sich die Teilnehmenden für eine Werksführung anmelden. Dabei wurden nicht nur die wichtigsten Stationen im Unternehmen besichtigt, sondern es wurde auch ein Einblick in die Arbeit der Mitarbeitenden vor Ort gewährt. 

 

„Wir stehen aktuell vor schwierigen Rahmenbedingungen, denen sich die Wirtschaft ausgesetzt sieht“, sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker in ihrer Begrüßung. „Unser Unternehmerabend dient dazu, sich auszutauschen, kreativ zu werden und gemeinsam Lösungen dafür zu erarbeiten.“ Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse betonte: „Kaufbeuren und das Ostallgäu sind ein großer Wirtschaftsraum. Eine enge Kooperation und Zusammenarbeit ist für uns elementar wichtig. Dies möchten wir vorleben und durch gemeinsame Veranstaltungen unterstreichen.“

 

Als Herausforderung für die Wirtschaft nannten die Geschäftsführer auch den Fachkräftemangel, die Digitalisierung und die Automation. Dabei erfuhren die Zuhörerinnen und Zuhörer von Einsparpotenzialen, Ideen und konkreten Umsetzungen. Nöß berichtete: „Mit der in 2023 neu installierten PV-Anlage mit 3,6 MWp Leistung, können wir zukünftig 30 Prozent unseres Strombedarfs selbst erzeugen und decken.“  

 

Bei den abschließenden Netzwerkgesprächen wurde sowohl über die dargestellten Problemstellungen diskutiert also auch konkrete Projekte angesprochen, die in der Zukunft realisiert werden könnten.

 

Mitteilung vom 09.11.2023

Mittelgroße Feuerungsanlagen beim Landratsamt melden

Die Meldepflicht gilt für Anlagen mit einer Wärmeleistung von 1 bis 50 MW, die vor dem 20.12.2018 in Betrieb genommen wurden. Frist ist der 1. Dezember 2023.

Das Landratsamt Ostallgäu weist darauf hin, dass Betreiber mittelgroßer Feuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von einem bis 50 Megawatt, die vor dem 20. Dezember 2018 in Betrieb genommen wurden, diese bis zum 1. Dezember 2023 bei der zuständigen Immissionsschutzbehörde des Landratsamtes anzeigen müssen.

 

Mittelgroße Feuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von einem bis 50 Megawatt fallen unter die Bundesimmissionsschutzverordnung, soweit sie nicht explizit vom Anwendungsbereich befreit sind. Die Anzeige muss schriftlich oder elektronisch erfolgen und unter anderem Informationen enthalten wie zum Beispiel die Feuerungswärmeleistung, die Art der Feuerungsanlage, die Art und den Anteil der verwendeten Brennstoffe und das Datum der Inbetriebnahme.

 

Das Anzeigeformular ist auf der Homepage des Landratsamtes Ostallgäu unter www.buerger-ostallgaeu.de im Bereich „Formulare und Merkblätter“ zu finden. Für Rückfragen stehen die Mitarbeitenden des Landratsamtes zur Verfügung unter der Telefonnummer 08342 911-388 oder per E-Mail unter umwelt(at)lra-oal.bayern.de.

 

Mitteilung vom 07.11.2023

Kinofilm „Sieben Winter in Teheran“ in der filmburg Marktoberdorf

Am Donnerstag, 23.11.2023 zeigt die filmburg um 20 Uhr den Film über das Leben der iranischen Menschenrechtsaktivistin Reyhaneh Jabbari.

Im Oktober fand die Lesung des Buches zum Dokumentarfilm im Landratsamt Marktoberdorf statt.  

 

Der Dokumentarfilm „Sieben Winter in Teheran“ zeigt die Geschichte des Buches „Wie man ein Schmetterling wird. Das kurze, mutige Leben meiner Tochter Reyhaneh Jabbari“: Im Sommer 2007 wird Reyhaneh Jabbari von einem älteren Mann angesprochen. Er bittet die Studentin, die als Inneneinrichterin jobbt, ihm bei der Gestaltung von Praxisräumen zu helfen. Bei der Ortsbegehung versucht er, sie zu vergewaltigen. Reyhaneh ersticht ihn in Notwehr. Sie wird wegen Mordes verhaftet und zum Tode verurteilt. Sieben Jahre lang sitzt sie im Gefängnis, während ihre Familie Anwälte engagiert und die Öffentlichkeit über den Fall informiert. Trotz nationaler und internationaler politischer und menschenrechtlicher Bemühungen verweist die iranische Justiz auf das „Recht auf Blutrache“: Solange Reyhaneh ihre Anschuldigungen gegen den Mann nicht zurückzieht, darf seine Familie ihren Tod verlangen. 

 

Originale Ton- und Bildaufnahmen aus dem Iran

 

In ihrem Dokumentarfilmdebüt verwendet Regisseurin Steffi Niederzoll unter anderem originales Ton- und Bildmaterial, das aus dem Land geschmuggelt wurde. Der Film macht die Ungerechtigkeit in der iranischen Gesellschaft sichtbar und porträtiert eine unfreiwillige Heldin, die im Kampf für Frauenrechte ihr Leben gab. Im Februar 2023 hat der Film den Friedensfilmpreis der diesjährigen Berlinale erhalten. Der Film wird in Original mit deutschem Untertitel gezeigt..

 

Zu dem Kinofilm im November lädt die Stelle für Kommunale Integration des Landkreises alle interessierten Personen ein. Es gilt ein ermäßigter Eintrittspreis von fünf Euro. Eine Anmeldung zum Kinofilm ist nicht notwendig. Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie auch unter www.ostallgaeu.de/integration oder in der Integreat App Ostallgäu (-> Veranstaltungen).

 

Mitteilung vom 07.11.2023

Regionale Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft: Öko-Modellregion fördert Kleinprojekte

Mit insgesamt 50.000 Euro fördert die Öko-Modellregion Ostallgäu auch im Jahr 2024 wieder Kleinprojekte.

Bild: Öko-Modellregion Ostallgäu

Bild: Öko-Modellregion Ostallgäu

Die Projekte müssen die regionale Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft sowie regionale Bio-Wirtschaftskreisläufe stärken. Der Fördersatz beträgt bis zu 50 Prozent. Zur Einreichung von Förderanfragen für die Kleinprojekte ruft die Öko-Modellregion Ostallgäu auf. Einsendeschluss ist der 18. Januar 2024. 

 

Gefördert werden die Projekte im Rahmen des „Verfügungsrahmens Ökoprojekte“ der Öko-Modellregion. „Bereits im ersten Jahr wurde eine große Bandbreite an Projekten erfolgreich umgesetzt. Die Versorgung mit regionalen Bio-Lebensmitteln wurde dadurch verbessert“, freut sich Landrätin Maria Rita Zinnecker. Die Kleinprojekte helfen laut Zinnecker, neue regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen und bisherige Lücken in der Verarbeitung zu schließen.

 

Ein Kleinprojekt darf die förderfähigen Gesamtausgaben von 20.000 Euro netto nicht übersteigen und soll dazu beitragen, regionale Versorgungsstrukturen zu verbessern. Förderfähig sind beispielsweise Gerätschaften für die (Weiter-)Verarbeitung von Agrarrohstoffen oder Ausstattungen für die Direktvermarktung. Neben Sachkosten werden beispielsweise auch Werbemittel oder Veranstaltungen zur Bewusstseinsbildung gefördert.

 

Die Projekte werden mit bis zu 50 Prozent gefördert (maximal 10.000 Euro) und müssen im Projektgebiet der Öko-Modellregion Ostallgäu liegen. Sie dürfen noch nicht begonnen haben und müssen bis 20. September 2024 umgesetzt worden sein. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, Verbände, Vereine und öffentlich Einrichtungen können die Förderung beantragen. Eine Förderung steht unter dem Vorbehalt der Bewilligung durch das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben. Der Förderaufruf der Öko-Modellregion Ostallgäu mit den Auswahlkriterien sowie den erforderlichen Antragsformularen und Merkblättern sind auf der Homepage der Öko-Modellregion Ostallgäu zu finden unter: oekomodellregionen.bayern/ostallgaeu/nachrichten/3072/foerderung-von-kleinprojekten-2024

 

Termine: 

 

  • Einreichungsfrist für Förderanfragen: 18. Januar 2024
  • Abschluss und Abrechnung des Projekts bis 20. September 2024

 

Ansprechperson für die Antragstellung:

 

  • Öko-Modellregion Ostallgäu
  • Lisa Mader (lisa.mader@lra-oal.bayern.de, Tel.: 08342 911-453)
Mitteilung vom 07.11.2023

Filmabend zum Internationalen Männertag 2023

Anlässlich des Weltmännertages lädt die Gleichstellungsstelle am Donnerstag, 16. November 2023, zu einem Filmabend in der Filmburg in Marktoberdorf ein.

Gezeigt wird der Film „Acht Berge“. Die Aktion findet in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle Kaufbeuren, der Männerseelsorge der Diözese Augsburg und der Männergruppe der Pfarreien-Gemeinschaft Marktoberdorf statt.

 

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr mit einem Freigetränk. Start des Films ist um 19.30 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt neun Euro. Eingeladen sind Frauen und Männer. Die Moderation übernehmen Männerseelsorger Gerhard Kahl und Männerberater Bernd Bönsch. Der Film handelt von zwei Jungen, die ihre Kindheit miteinander in den Berge verbringen. Die Verbindung der beiden hält über Jahre an – obwohl sie in ganz verschiedenen Welten leben und ihre Freundschaft dadurch entsprechend herausgefordert wird. 

 

Über den internationalen Männertag 

 

Der internationale Männertag wird jedes Jahr am 19. November begangen und seit 2018 auch von den Gleichstellungsstellen im Ostallgäu und Kaufbeuren unterstützt. Er thematisiert die Vielfalt von Geschlechteridentitäten und Rollenkonzepten von Männern, Vätern und Jungen sowie das Verhältnis der Geschlechter zu- und untereinander. Ziele des Internationalen Männertages sind es, das Augenmerk auf Männer- und Jungen-Gesundheit zu legen, das Verhältnis der Geschlechter zu verbessern, die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern und männliche Vorbilder hervorzuheben. Außerdem ist der Tag Anlass, Benachteiligungen von Männern und Jungen aufzuzeigen und ihren Einsatz für die Gemeinde, Familie, Ehe und Kinderbetreuung zu würdigen.

 

Informationen auch bei: Gleichstellungsstelle, Landratsamt Ostallgäu, Telefon 08342 911-287, E-Mail: gleichstellungsstelle(at)lra-oal.bayern.de.

 

Mitteilung vom 06.11.2023

Einführungskurs Instagram für Vereine

Der kostenlose Kurs richtet sich an aktive und künftige Instagram-Anfänger, die die App fachkundig für ihren Verein nutzen möchten.

Die Servicestelle Ehrenamt des Landkreises Ostallgäu bietet in Kooperation mit der Volkshochschule Ostallgäu Mitte für Vereine einen kostenlosen Einführungskurs in die Social-Media-Plattform Instagram an. Der Kurs findet am 18. November 2023 von 10 bis 12 Uhr in der Volkshochschule in Marktoberdorf statt.

 

Mit einer Milliarde aktiver Nutzer gehört Instagram zu den beliebtesten Social-Media-Plattformen weltweit. Die App bietet damit für Vereine die Möglichkeit, sich mit anderen weltweit zu vernetzen, die eigene Botschaft nach außen zu tragen oder Geld zu verdienen. Gerade für Menschen, die mit der Nutzung der Plattform nicht vertraut sind, können diese Möglichkeiten aber auch herausfordernd sein. 

 

Der kostenlose Kurs richtet sich an aktive und künftige Instagram-Anfänger, die die App fachkundig für ihren Verein nutzen möchten. Sie erwarten Instagram-Wissen und die wichtigsten Instagram-Grundlagen.

 

Referent: Simon Doser

Termin: Samstag, 18. November 2023 von 10 bis 12 Uhr

Ort: vhs Ostallgäu-Mitte, Jahnstraße 7, Marktoberdorf

Der Kurs ist kostenfrei. Eine Anmeldung bei der vhs Ostallgäu-Mitte unter www.vhs-oal-mitte.de oder Tel. 0800 664 5256 oder per E-Mail unter info(at)vhs-oal-mitte.de ist erforderlich

Kursnummer 232A08.215

 

Servicestelle EhrenAmt, Irmgard Altenberger und Katrin Bloch, Tel. 08342 911-427 oder -290, 

E-Mail ehrenamt(at)ostallgaeu.de, www.ehrenamt-ostallgaeu.de 

 

Mitteilung vom 03.11.2023

Landratsamt nimmt neue Notunterkünfte für Flüchtlinge in Betrieb

23 Flüchtlinge aus der Ukraine wurden im Tagungshaus Eschers untergebracht. Die Berufsschul-Turnhalle in Marktoberdorf wurde mit 32 Asylbewerbern belegt.

Unter dem Druck der nach wie vor anhaltenden Zuweisungen von rund 40 Flüchtlingen pro Woche muss das Landratsamt neue Unterkünfte für Geflüchtete bereitstellen. 23 Flüchtlinge aus der Ukraine wurden im Tagungshaus Eschers des Landkreises untergebracht. Die kreiseigene Berufsschul-Turnhalle in Marktoberdorf wurde mit 32 Asylbewerbern belegt.

 

Vorbereitet als Unterkunft wurde die Turnhalle mit Unterstützung des Bayerischen Roten Kreuzes. In Kürze werden für die Bewohner Sanitär- und Küchencontainer zur Verfügung stehen. Außerdem werden ein Betreuungsdienst und ein Sicherheitsdienst vor Ort sein. Wie lange die Belegung der Turnhalle andauern wird, ist derzeit nicht abzusehen.

 

Drohende Obdachlosigkeit macht Notmaßnahmen nötig

 

Wegen der ansonsten drohenden Obdachlosigkeit der Flüchtlinge sieht das Landratsamt aktuell keine Alternativen zu den Notunterbringungen. Aufgrund der weiterhin hohen Zuweisungszahlen durch die Regierung von Schwaben werden voraussichtlich schon in Kürze weitere Notmaßnahmen erfolgen müssen. Dazu gehören neben der Errichtung weiterer Containeranlagen auch die Belegung weiterer Turnhallen. 

 

Die Einrichtung der Notunterkünfte ist auch nötig, weil dem Landratsamt von den Gemeinden – trotz mehrfacher Appelle – in den vergangenen Monaten keine Gebäude oder Flächen zur Unterbringung von Flüchtlingen gemeldet worden sind.

 

Mitteilung vom 03.11.2023

Landratsamt plant Flüchtlingsunterkunft in Westendorf

Nachdem an dem geplanten Standort auf dem Gelände des ehemaligen Kreisbauhofes Kritik aufkam, prüft das Landratsamt aktuell einen Alternativstandort.

Dem Landratsamt Ostallgäu werden von der Regierung von Schwaben nach wie vor rund 40 Flüchtlinge pro Woche zugewiesen. Als Notunterkunft für die Geflüchteten hat das Landratsamt auf dem Gelände des ehemaligen Kreisbauhofes in Westendorf die Einrichtung von Containern geplant. Da sich in der Gemeinde Widerstand gegen den Standort formiert hat, wurde dem Landratsamt von der Gemeinde ein Alternativstandort auf einem gemeindlichen Grundstück angeboten. Dieser wird vom Landratsamt aktuell auf seine Eignung hin überprüft.

 

Die Planungen des Landratsamtes sehen für Westendorf eine Unterbringung von bis zu 50 Flüchtlingen vor. Über die Dringlichkeit und die dramatische Notlage bei der Unterbringung hatte das Landratsamt die Gemeinde Westendorf zuletzt in der Bürgermeisterbesprechung vom 17. Oktober 2023 informiert. 

 

Drohende Obdachlosigkeit macht Notmaßnahmen nötig

 

Wegen der ansonsten drohenden Obdachlosigkeit der Flüchtlinge sieht das Landratsamt aktuell keine Alternativen zu den Notunterbringungen. Aufgrund der weiterhin hohen Zuweisungszahlen durch die Regierung von Schwaben werden voraussichtlich schon in Kürze weitere Notmaßnahmen erfolgen müssen. Dazu gehören neben der Errichtung weiterer Containeranlagen auch die Belegung weiterer Turnhallen. 

 

Die Einrichtung der Notunterkünfte ist auch nötig, weil dem Landratsamt von den Gemeinden – trotz mehrfacher Appelle – in den vergangenen Monaten keine Gebäude oder Flächen zur Unterbringung von Flüchtlingen gemeldet worden sind.

 

Mitteilung vom 03.11.2023

Lesung über iranische Menschenrechtskämpferin im Landratsamt

Über 60 Personen haben den Weg ins Landratsamt gefunden, um sich mit der Menschenrechtssituation im Iran auseinanderzusetzen.

Auf dem Bild v. l. Integrationslotsin Julia Jäkel, Steffi Niederzoll, Shole Pakravan und Integrationsmanagerin Isabel Costian. Foto: Landkreis Ostallgäu

Auf dem Bild v. l. Integrationslotsin Julia Jäkel, Steffi Niederzoll, Shole Pakravan und Integrationsmanagerin Isabel Costian. Foto: Landkreis Ostallgäu

Anlass war eine Lesung der beiden Autorinnen Shole Pakravan und Steffi Niederzoll zu ihrem Buch „Wie man ein Schmetterling wird. Das kurze, mutige Leben meiner Tochter Reyhaneh Jabbari“. Die Stelle Kommunale Integration des Landratsamtes Ostallgäu hatte zu der Lesung eingeladen. 

 

Shole Pakravan und Steffi Niederzoll starteten ihren Vortrag mit dem Trailer zum Film „Sieben Winter in Teheran“, der das Leben von Reyhaneh Jabbari zeigt - einer jungen Frau, die sieben Jahre im Gefängnis im Teheran auf die Todesstrafe wartete und sich dabei für die Rechte von Frauen im Iran einsetzte. Sie hatte in Notwehr einen Mann erstochen, der sie versuchte zu vergewaltigen. Sieben Jahre lang saß sie im Gefängnis, während ihre Familie Anwälte engagierte und die Öffentlichkeit über den Fall informierte. Trotz nationaler und internationaler politischer und menschenrechtlicher Bemühungen verwies die iranische Justiz auf das „Recht auf Blutrache“: Solange Reyhaneh ihre Anschuldigungen gegen den Mann nicht zurückzieht, darf seine Familie ihren Tod verlangen. Aber Reyhaneh bleibt bei ihrer Aussage und wird im Alter von 26 Jahren gehängt. 

 

Im Anschluss an den Trailer mit originalen Video- und Tonaufnahmen starteten die beiden Autorinnen mit dem Anfang des Buches. Pakravan las aus ihrer Perspektive als Mutter der verurteilten Jabbari und Steffi Niederzoll als Stimme von Jabbari aus ihren Tagebüchern vor. Dabei ergänzten die Referentinnen immer wieder zusätzliches Wissen über das Leben und die Gesetzeslage im Iran. Pakravan wies darauf hin, dass alle Menschen einen Beitrag leisten können, beispielsweise durch die Unterstützung von Petitionen oder der Aktionen von Amnesty International. Im Anschluss an die Lesung gab es die Möglichkeit, im Plenum Fragen oder persönliche Worte an die Autorinnen zu richten. „Ich war 2017 selbst im Iran und konnte da bereits die Energie spüren, die von den Frauen ausging“ sagte eine Teilnehmerin. 

 

Möglichkeit zum Austausch mit den Autorinnen

 

Zusätzlich zur Lesung gab es bei der Veranstaltung einen Bücherstand der Buchhandlung Osiander aus Marktoberdorf, bei dem das Buch gekauft werden konnte. Nach der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, das Buch signieren zu lassen und persönliche Worte mit Pakravan und Niederzoll auszutauschen. 

 

Der Dokumentarfilm zur Geschichte „Sieben Winter in Teheran“ wird am Donnerstag, 23. November 2023 um 20 Uhr zu einem ermäßigten Eintrittspreis von fünf Euro in der filmburg Marktoberdorf gezeigt. 

 

Weitere Veranstaltungen und Angebote vom Team der Kommunalen Integration (Isabel Costian, Julia Jäkel, Christina Panje) finden Sie unter www.ostallgaeu.de/integration oder in der Integreat App Ostallgäu (> Veranstaltungen). 

 

Mitteilung vom 31.10.2023

Bio- und Restmüllabfuhr kommt einen Tag später

Wegen des Feiertags am Mittwoch, 1. November, kommt es zu Terminverschiebungen bei der Leerung der Abfallgefäße im Landkreis Ostallgäu.

Regelmäßiger Abfuhrtermin            Feiertagsbedingte Änderung

 

Mittwoch, 1. November                 verlegt auf    Donnerstag, 2. November

Donnerstag, 2. November             verlegt auf    Freitag, 3. November

Freitag, 3. November                    verlegt auf     Samstag, 4. November

 

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