Fragen und Antworten zum Coronavirus

Symptome

Welche Symptome werden durch das Coronavirus ausgelöst?

Fieber, trockener Husten und Abgeschlagenheit, in China wurden bei einigen Patienten auch Symptome wie Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost festgestellt. Einige Betroffene litten an Übelkeit, einer verstopften Nase und

Ansteckung

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?

Das Gesundheitsamt am Landratsamt weist nochmals ausdrücklich darauf hin, die gängigen Hygienemaßnahmen – wie das gründliche Händewaschen mit Seife und anschließender Desinfektion – regelmäßig durchzuführen. Halten Sie die „Hustenetikette“ ein, durch Niesen und Husten in die Armbeuge. Halten Sie möglichst 1,5 bis 2 Meter Abstand zu hustenden und niesenden Personen.

Übertragung

Wie wird das neuartige Coronavirus übertragen?

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden (siehe auch „Welche Symptome werden durch Coronaviren ausgelöst?“). Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Symptome gezeigt hatten. Der Anteil an tatsächlich asymptomatischen Fällen ist nicht klar, nach Angaben der WHO und Daten aus China spielen diese Fälle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 jedoch offenbar keine größere Rolle.
Die neuartigen Coronaviren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob SARS-CoV-2 auch fäkal-oral verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt; im Ausbruch in China scheint dieser Übertragungsweg nach Angaben der WHO jedoch keine Rolle zu spielen. (Quelle: rki.de)

Desinfektion

Welche Mittel sind geeignet bei Desinfektionsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)?

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren), "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" anzuwenden. Informationen zur Desinfektion bei Viren sind in der entsprechenden Stellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim RKI enthalten. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

Quarantäne

Wie ist das Vorgehen für die Festlegung von Quarantäne? Es gibt Fälle innerhalb einer Familie, bei der eine Person Kategorie 1 ist, eine andere (Kind/Ehefrau) nicht kategorisiert ist und daher zur Arbeit, Schule etc. geht.

Nach den fachlichen Empfehlungen wird für alle sogenannten Kontaktpersonen der Kategorie 1 – das sind vor allem Personen, die einen über länger als 15 Minuten andauernden Gesichtskontakt mit dem Erkrankten hatten – eine „häusliche Absonderung“ angeordnet. Die Festlegung erfolgt durch das Gesundheitsamt nach entsprechender Befragung der Betroffenen. Die Kontakte zu Kontaktpersonen, beispielsweise Familienangehörige, fallen aber nicht unter die Kategorie 1 und sind nicht in gleicher Weise abzusondern. Wird allerdings die Kontaktperson der Kategorie 1 positiv getestet, wird sie zum Erkrankungsfall und die Familienangehörigen, die in der Regel länger als 15 Minuten Kontakt haben, werden wiederum zu Kontaktpersonen der Kategorie 1 mit entsprechender Quarantäne. Dieses komplexe System ist von den fachlich maßgeblichen Stellen, insbesondere dem Robert-Koch-Institut vorgegeben, und ermöglicht eine Abstufung der Infektionsrisiken. Es stellt letztlich eine Abwägung zwischen dem Infektionsrisiko und den Eingriffen in die Handlungsfreiheit der Betroffenen dar.

Quarantäne

Warum sollten Kontaktpersonen 14 Tage in Quarantäne?

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verhindert oder zumindest verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von bestätigten Infektionsfällen möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) in häuslicher Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um den Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten. Gleichzeitig werden die Kontakte der Betroffenen auf ein Minimum reduziert, damit das Virus im Zweifelsfall nicht weiterverbreitet werden kann (siehe auch Management von Kontaktpersonen).

  
Für Kontaktpersonen legt das Gesundheitsamt im Einzelfall das konkrete Vorgehen fest. Zu den Empfehlungen kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich (übliche Waschverfahren) gewaschen werden. Hustenetikette ist wichtig. Taschentücher für das Naseputzen nur einmal verwenden und danach in einem Abfalleimer mit Deckel entsorgen.

  
Angehörige können die Kontaktperson im Alltag zum Beispiel durch Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden. Auch können sie helfen, indem sie für gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume sorgen und auf regelmäßige Händehygiene achten. Kontaktoberflächen wie Tisch oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden. (Quelle: rki.de)

Kategorie-1-Fälle

Werden alle Kategorie-1-Fälle nach 14 Tagen nochmal getestet?

Nach derzeitigem Stand werden diese Personen am Ende der Quarantäne nochmals getestet. Auch hier werden wir auf Aktualisierungen der Vorgehensweise reagieren.

Mund-Nasen-Schutz

Ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten respiratorischen Infektionen sinnvoll?

In der allgemeinen Bevölkerung sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern respiratorischer Infektionen eine gute Händehygiene, korrekte Husten- und Niesetikette und das Einhalten eines Mindestabstandes (ca. 1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen.

  
Wenn sich eine an einer akuten respiratorischen Infektion erkrankte Person im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (z.B. eines chirurgischen Mundschutzes) durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern (Fremdschutz). Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass der Mund-Nasen-Schutz korrekt sitzt (d.h. eng anliegend getragen wird), bei Durchfeuchtung gewechselt wird, und dass während des Tragens keine (auch keine unbewussten) Manipulationen daran vorgenommen werden.
 
Hingegen gibt es keine hinreichende Evidenz dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, signifikant verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können.
 
Davon unbenommen sind die Empfehlungen zum Tragen von Atemschutzmasken durch das medizinische Personal im Sinne des Arbeitsschutzes. (Quelle: rki.de)

Altersgruppen

Welche Altersgruppen sind besonders betroffen?

Bei dem COVID-19-Ausbruch in China lag der WHO zufolge das Alter der Betroffenen im Mittel bei 51 Jahren, gut Dreiviertel der Fälle trat in der Altersgruppe der 30- bis 69-Jährigen auf.
 
Bei den bisher hauptsächlich aus China berichteten Fällen verliefen der WHO zufolge vier von fünf Krankheitsverläufen mild. Bei einem Teil der Patienten kann das Virus zu einem schwereren Verlauf mit Atemproblemen und zu Lungenentzündungen führen. Das höchste Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und Tod haben den Daten aus China zufolge Menschen über 60 Jahre und Menschen mit Grunderkrankungen. Die meisten Todesfälle traten in China bei den über 80-Jährigen auf, Männer waren häufiger betroffen als Frauen. Hintergrundinformationen zur Schätzung der Sterberate stellt das Science Media Center zur Verfügung. In Deutschland sind noch keine Todesfälle aufgetreten.
 
Bei Kindern scheint die Erkrankung laut WHO vergleichsweise selten aufzutreten und dann mild zu verlaufen. Schwere oder gar kritische Verläufe wurden nur bei einem sehr kleinen Teil der betroffenen Kinder und Jugendlichen beobachtet. Es ist mit den bisherigen Daten allerdings nicht möglich zu bestimmen, welche Rolle Kinder und Jugendliche bei Übertragungen spielen und ob sie generell weniger anfällig für das Virus sind.
 
Schwangere scheinen der WHO zufolge kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben. (Quelle: rki.de)

Ansteckung über Dinge

Besteht die Gefahr, sich über importierte Lebensmittel, Oberflächen oder Gegenstände mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) anzustecken?

Bei Coronaviren erfolgt die Übertragung primär über Sekrete der Atemwege. Gelangen diese infektiösen Sekrete an die Hände, die dann beispielsweise das Gesicht berühren, ist es möglich, dass auch auf diese Weise eine Übertragung stattfindet. Deshalb ist eine gute Händehygiene wichtiger Teil der Prävention. Hingegen ist eine Übertragung über unbelebte Oberflächen wie beispielsweise Papier bisher nicht dokumentiert. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines symptomatischen Patienten gehören, wie z.B. importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck, erscheint daher unwahrscheinlich. Generell ist das gründliche Händewaschen, wie es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfohlen wird, ein wichtiger Bestandteil der persönlichen Hygiene und kann vor einer Vielzahl weiterer Infektionen wie beispielsweise Magen-Darm-Erkrankungen schützen. (Quelle: rki.de)

Impfstoff

Gibt es einen Impfstoff, der vor dem neuartigen Coronavirus schützt?

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung. In China soll Medienberichten zufolge ein erster Impfstoffkandidat ab Ende April 2020 in einer klinischen Studie erprobt werden. Wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, ist derzeit nicht absehbar. (Quelle: rki.de)

Arbeitsplatz

Welche Auswirkungen kann der Coronavirus auf meinen Arbeitsplatz haben?

Grundsätzlich bleibt – auch bei einer neuartigen Viruserkrankung wie das Coronavirus – die Pflicht der Beschäftigten zur Arbeitsleistung unberührt. Den Beschäftigten steht also kein allgemeines Zurückbehaltungsrecht bezüglich ihrer Arbeitsleistung zu, weil sie zum Beispiel auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz oder aber durch Kontakte mit anderen am Arbeitsplatz potentiell einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt sein könnten. Beschäftigte sind daher im Grundsatz weiterhin verpflichtet, ihren Arbeitsvertrag zu erfüllen und dem Direktionsrecht des Arbeitgebers Folge zu leisten. Beschäftigte können also nicht einfach vorsorglich aus Angst vor Ansteckung auf dem Arbeitsweg oder im Betrieb bzw. in der Verwaltung selbstbestimmt der Arbeit fernbleiben. Beschäftigte haben auch keinen Anspruch auf bezahlte Freistellung, wenn ihr Kind wegen Schließung der Kindertageseinrichtung oder der Schule dort nicht betreut werden kann.

Einreise

Was muss ich tun, wenn ich aus dem Ausland einreise?

Seit dem 10.04.2020 gilt die die Einreise-Quarantäne-Verordnung (www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayEQV). Grundsätzlich muss sich jeder Einreisende

  • an seinen Wohnsitz begeben
  • sich bei seinem Gesundheitsamt melden und
  • für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben.

 

Ausnahmen regelt die Einreise-Quarantäne-Verordnung (https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayEQV).Wenn Sie im Ostallgäu wohnen, haben Sie sich sofort nach Ihrer Heimkehr beim Gesundheitsamt Ostallgäu unter Tel. 08342 911-623 zu melden.

Saisonarbeiter

Welche Regelungen gelten für Saisonarbeiter?

Der Arbeitgeber hat die Arbeitsaufnahme von Saisonarbeitskräften vor ihrem Beginn beim zuständigen Gesundheitsamt anzuzeigen. Unter Tel.08342 911-612 erhalten Arbeitgeber beim Gesundheitsamt Ostallgäu auf Anfrage nähere Informationen und ein Formular für die Anzeige der Beschäftigung von Saisonarbeitskräften. Saisonarbeitskräfte haben in den ersten 14 Tagen nach der Einreise am Ort der Unterbringung und am Ort der Tätigkeit gruppenbezogen betrieblichen Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung außerhalb der Arbeitsgruppe zu ergreifen, die mit einer Absonderung nach § 1 Abs. 1 Satz 1 EQV vergleichbar sind. Das Verlassen der Unterbringung ist nur für den Weg zur Arbeit gestattet. Die ergriffenen Maßnahmen sind zu dokumentieren. Die Einhaltung der Voraussetzungen kann von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde überprüft werden.

  

Rechtsgrundlage ist die Einreise-Quarantäne-Verordnung (https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-192/).

Weitere Informationen

Ich habe Fragen, die hier nicht aufgelistet sind

Bei weiteren Fragen steht nach wie vor die Hotline des Gesundheitsamts (08342 911-623) täglich von 8 Uhr bis 17 Uhr zur Verfügung.
 
Weitere Informationen zum Coronavirus (COVID-19) gibt es auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de unter Infektionskrankheiten A – Z, COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2.

Corona-Hotline

Unter der 08342 911-623 erreichen Sie täglich von 8 bis 17 Uhr unsere Infohotline rund um das Thema Coronavirus.