Aktuelles

Mitteilung vom 05.06.2024

Geförderte Projekte stärken regionale Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft

Im Rahmen ihrer Förderung von Kleinprojekten hat die Öko-Modellregion Ostallgäu aus 15 förderfähigen Anträgen neun Projekte für eine Unterstützung...

Im Rahmen ihrer Förderung von Kleinprojekten hat die Öko-Modellregion Ostallgäu aus 15 förderfähigen Anträgen neun Projekte für eine Unterstützung ausgewählt.

 

„Die Projekte schließen Lücken in der Verarbeitung von Bio-Produkten und ermöglichen es dadurch, die Verfügbarkeit von regionalen Bio-Lebensmitteln weiter zu verbessern“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Wir freuen uns sehr, dass das Interesse an unserem Förderprogramm auch im zweiten Jahr sehr groß ist. Wir können die Fördersumme somit wieder komplett ausschöpfen.“ 

 

 

 

Durch die Kleinprojekte werden Bio-Betriebe unterstützt, die ihre Direktvermarktung auf- und ausbauen und so eine höhere Wertschöpfung generieren wollen – zum Beispiel durch Warenautomaten, Verkaufshäuschen oder Kühlanhänger. Eine Eiersortiermaschine und Geräte zur Herstellung von Essig und Öl aus Obst und Nüssen von Streuwiesen wurden ebenfalls gefördert. Auch eine ressourcenschonende Bewässerungsanlage im Bio-Gemüseanbau und eine bodenschonende Sämaschine wurden für die Förderung ausgewählt. „Die Kleinprojekte zeigen, wie vielfältig und innovativ die Bio-Landwirtschaft in unserer Region ist“, sagt Zinnecker weiter.

 

 

 

Die Mittel für die Förderung kommen zu 90 Prozent aus dem Landesprogramm BioRegio 2030 – der Landkreis als Träger der Öko-Modellregion trägt die restlichen zehn Prozent. Ausgewählt wurden die Projekte anhand von definierten Kriterien durch ein Entscheidungsgremium, das sich aus Bio-Erzeugern, Bio-Verarbeitern und kommunalen Vertretern zusammensetzt. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Projekte bis Ende September 2024 umgesetzt sein müssen. „Die Vielfalt an regionalen Bio-Produkten wie Bio-Rindfleisch, Bio-Ziegenmilchprodukte und -Fleisch im Landkreis wird unter anderem durch das Förderprogramm der Öko-Modellregion immer größer“, resümiert Lisa Mader von der Öko-Modellregion.

 

 

 

 

 

Ansprechperson für die Förderung:

 

Öko-Modellregion Ostallgäu

 

Lisa Mader (lisa.mader(at)lra-oal.bayern.de, Tel.: 08342 911-453)

 

 

 

Bildrechte: Daniel Delang / Öko-Modellregionen Bayern

 

Mitteilung vom 22.03.2024

Netzwerktreffen „Land.Gast.Wirt“ soll Erzeuger, Verarbeiter und Gastronomen zusammenbringen

Ziel der Veranstaltung ist es, dass mehr regionale Lebensmittel in den heimischen Gasthöfen verwendet werden.

 

 

 

Welche Lebensmittel werden im...

Ziel der Veranstaltung ist es, dass mehr regionale Lebensmittel in den heimischen Gasthöfen verwendet werden.

 

 

 

Welche Lebensmittel werden im Ostallgäu und im Unterallgäu angebaut und produziert? Milch und Fleisch - das fällt den meisten gleich ein. Aber wer denkt da an Hanfprodukte, Kräuterseitlinge, Aroniabeeren und Biobier? All diese Produkte und noch viele mehr waren bei „Land.Gast.Wirt“ in der Rapunzelwelt in Legau zu finden. Das Netzwerktreffen haben die Regionalmanagements der Landkreise Ostallgu und Unterallgäu zusammen mit den Öko-Modellregionen Günztal und Ostallgäu organisiert. Der Einladung folgten rund 70 Erzeuger, Gastronomen und Verarbeiter.

 

 

 

Die Idee: Die verschiedenen Berufsgruppen werden an einem Nachmittag zusammengebracht, um in kurzer Zeit möglichst viele Kontakte zu knüpfen. Daraus können dann langfristige Kooperationen wachsen. So sollen regionale Produkte vermehrt in der lokalen Gastronomie verwendet werden. Ziel ist auch, mehr Wertschöpfung für die Landwirtschaft zu generieren. Die Landwirte und Verarbeiter nutzten die Gelegenheit, ihre - oft biologisch angebauten - Produkte vorzustellen. Der ein oder andere Kontakt zu Abnehmern für Brände und Liköre sei geknüpft worden, bestätigte zum Beispiel Franz Salzgeber von der Brennerei und Kelterei Salzgeber in Babenhausen. Michaela Jakwerth von den G´miasbaura in Türkheim bezeichnete die Vernetzungsveranstaltung als „sehr gute Plattform für den Kontakt- und Netzwerkaufbau, um für die angebauten Lebensmittel geeignete Abnehmer zu finden“. Auch viele Gastronomen zeigte sich nach der Veranstaltung zufrieden: „Wir haben viele persönliche Kontakte geknüpft, so haben wir Produkte wie Pilze, Dinkelnudeln und Spirituosen für unseren Betrieb gefunden“, bestätigte zum Beispiel Denise Linder, die im Mai in Buching ein Café mit Mittagstisch und einen Regionalladen eröffnen will.

 

 

 

„Land.Gast.Wirt“ ist Teil der Allgäuer Genusstage, die heuer vom 23. September bis 6. Oktober im Ostallgäu und Unterallgäu stattfinden. In diesem Zeitraum bieten die teilnehmenden Gastronomen dann besondere Gerichte an, die regionale Zutaten enthalten. Dargestellt werden diese Speisen auf einer extra Genusstage-Speisekarte, wo auch die Herkunft der Lebensmittel kommuniziert wird. Landwirtschaftliche Betriebe im Netzwerk gewähren an den Genusstagen einen Blick hinter die Kulissen und geben auch den Endverbrauchern einen Einblick in die Herstellung und die Verarbeitung von Produkten. Mit dabei sind auch heuer wieder über 100 Gastronomen, Landwirte und handwerkliche Verarbeiter.

 

 

 

Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

 

Mitteilung vom 19.02.2024

Wiesenmeisterschaft im Landkreis Ostallgäu

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft und der BUND Naturschutz führen gemeinsam einen Wettbewerb zur Prämierung artenreicher Wiesen...

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft und der BUND Naturschutz führen gemeinsam einen Wettbewerb zur Prämierung artenreicher Wiesen durch.

 

Konventionell und biologisch wirtschaftende Bäuerinnen und Bauern können sich bis 8. April 2024 bewerben. Die Idee einer Wiesenmeisterschaft in Bayern, bei der vielseitig blühende Bauernwiesen prämiert werden, entwickelten BN und LfL im Jahr 2009 gemeinsam. Seitdem wird der Wettbewerb jährlich jeweils in einer anderen Region Bayerns umgesetzt, um mehr öffentliches Bewusstsein in Politik und Gesellschaft für den Wert artenreicher Wiesen als Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tierarten aufzubauen.

 

 

 

„Artenreiche Wiesen sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch unverzichtbare Nahrungsquelle für Bienen und bestäubende Insekten, sowie Lebensraum für viele Vogelarten und Wildtiere“, sagt Dr. Sabine Heinz vom LfL-Institut für Agrarökologie und Biologischen Landbau. „Wir möchten mit dem Wettbewerb Bauern und Bäuerinnen auszeichnen, die ihre Flächen im Sinne der Artenvielfalt vorbildlich bewirtschaften und damit auch besonders wertvolles Futter für Ihre Tiere gewinnen. Sie übernehmen damit eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe zur Erhaltung der Artenvielfalt“, erläutert Christine Hertrich, Landwirtschaftsreferentin des BUND Naturschutz. 

 

 

 

 

 

Dr. Paul Dosch, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren freut sich, dass die Wiesenmeisterschaft 2024 in dieser Region stattfindet: „Die Artenvielfalt in der bäuerlichen Kulturlandschaft ist uns ein Anliegen. Wir hoffen, dass alle artenreichen Wiesen gemeldet und

 

gebührend in der Öffentlichkeit gewürdigt werden.“

 

 

 

Ablauf, Bewerbungsfristen und Unterlagen 

 

 

 

Teilnehmen können bäuerliche Betriebe im Haupt-, Zu- und Nebenerwerb im Landkreis Ostallgäu. Es kann nur je eine Wiese oder Weide pro Betrieb gemeldet werden. Voraussetzung ist, dass der Aufwuchs landwirtschaftlich verwertet wird und die Fläche mindestens einen halben Hektar groß und artenreich ist. Alpweiden und Streuwiesen sind ausgeschlossen.

 

 

 

Die Bewerbung mit einem Lageplan ist möglich bis 8. April 2024 unter www.LfL.bayern.de/Wiesenmeisterschaft. Die Daten werden vertraulich behandelt. Ab Anfang Mai werden die Flächen von einer Pflanzenexpertin besichtigt, kartiert und bewertet. Die endgültige Auswahl der besten Wiesen trifft dann eine Jury aus Landwirtschaft und Naturschutz bei einer Rundfahrt, die für Anfang Juni geplant ist.

 

 

 

Für die Bewertung der Wiesen werden nicht nur naturschutzfachliche Kriterien wie die Artenvielfalt, sondern auch landwirtschaftliche Gesichtspunkte, erfasst – wie der Ertrag und die Verwertung des Aufwuchses im landwirtschaftlichen Betrieb. Rund 15 Institutionen und Verbänden unterstützen den diesjährigen Wettbewerb vor Ort , u. a. das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, das Landratsamt Ostallgäu, die Höhere Naturschutzbehörde, konventionelle- und Bio-Bauernverbände, Imker und andere. Finanziell wird die Ausrichtung der Wiesenmeisterschaft durch eine Förderung vom Bayerischen Naturschutzfonds aus Mitteln der Glücksspirale ermöglicht.

 

 

 

Attraktive Preise zu gewinnen

 

 

 

Die Prämierung der „Wiesenmeister“ wird im Juli 2024 vormittags mit einer Festveranstaltung im Wettbewerbsgebiet stattfinden Die zwei bestplatzierten Betriebe erhalten einen Gutschein für einen Aufenthalt im „BioHotel“ im Wert von 500 bzw. 300 Euro. Weitere attraktive Sachpreise werden von den Unterstützerorganisationen bereitgestellt.

 

 

 

Ihre Ansprechpartnerinnen: 

 

 

 

 

 

Christine Hertrich, Referentin für Landwirtschaft des BUND Naturschutz in Bayern e.V.

 

Tel. 0160-7920267, christine.hertrich(at)bund-naturschutz.de 

 

Dr. Sabine Heinz, Dr. Gisbert Kuhn, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Institut für

 

Agrarökologie und Biologischen Landbau, Tel. 08161/71-5825/6, 

 

E-Mail: Wiesenmeisterschaft(at)LfL.Bayern.de 

 

 

 

Weitere Informationen zur Wiesenmeisterschaft:

 

 

 

 

 

•  www.lfl.bayern.de/Wiesenmeisterschaft 

 

•  www.bund-naturschutz.de/themen/landwirtschaft/wiesenmeisterschaft.html 

 

 

 

Bildquelle: Sabine Heinz

 

Mitteilung vom 30.11.2023

Der Weg zur Bio-Bolognese

Die Öko-Modellregion hat einen Workshop für mehr Bio-Rindfleisch in der Kita- und Schul-Verpflegung angeboten.

 

Wie kann es gelingen, dass mehr regionales...

Die Öko-Modellregion hat einen Workshop für mehr Bio-Rindfleisch in der Kita- und Schul-Verpflegung angeboten.

 

Wie kann es gelingen, dass mehr regionales Bio-Rindfleisch den Weg auf die Teller in Kitas und Schulen findet? Diese Frage stellten sich 15 Teilnehmenden, die der Einladung der Öko-Modellregion zu einem Praxisworkshop gefolgt sind. Eingeladen waren neben Köchen und Caterern aus der Region auch Verpflegungsverantwortliche der Kita- und Schulverpflegung sowie Pädagogen. Der Workshop fand an der Technikerschule für Agrarwirtschaft in Kaufbeuren statt. Über den Einsatz von Bio-Lebensmitteln referierte Thomas Huth von Lausfehl Catering aus Marktoberdorf.

 

 

 

Ziel des Workshops war unter anderem, den Verpflegungsverantwortlichen neue Rezeptideen an die Hand zu geben. Diese sollten in der Praxis umsetzbar sein, um so den Einsatz von regionalem Bio-Rindfleisch zu steigern und gleichzeitig das Kostenbudget einzuhalten. 

 

 

 

Im Workshop wurden zunächst die Kosten von drei Bolognese-Varianten kalkuliert. Anschließend wurden diese von den Teilnehmern zubereitet und verkostet. Neben einer klassischen Variante mit 100 Prozent Bio-Rindfleisch, gab es noch eine Bolognese-Variante, die aus 50 Prozent Bio-Rindfleisch und Grünkern bestand sowie eine vegetarische Variante.

 

 

 

Regionales Bio-Rindfleisch vom Direktvermarkter

 

 

 

„Auch beim Bio-Rindfleisch ist mir der regionale Bezug wichtig. Dieses beziehe ich direkt vom Biohof Filser, der gerade einmal sieben Kilometer entfernt ist. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Huth, der in seinem Catering-Betrieb bereits einen vergleichsweise hohen Anteil an regionalen Bio-Lebensmitteln einsetzt. Des Weiteren ermutigte er die Teilnehmenden, sich vom Direktvermarkter den Hof zeigen zu lassen, da es zur gegenseitigen Wertschätzung beitrage. 

 

 

 

Der Workshop wurde im Rahmen der Info-Kampagne „Bio kann jeder“ durchgeführt und ist Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL).

 

 

 

Weitere Informationen gibt es unter www.oekomodellregion-ostallgaeu.de. Kontakt: Lisa Mader (lisa.mader(at)lra-oal.bayern.de, 08342 911-453).

 

Mitteilung vom 21.11.2023

Exkursion zum Bio-Betriebsrestaurant

Rund 30 Landwirte, Gastronomen und Küchenleitungen aus dem Ostallgäu und Unterallgäu sind der Einladung zur Besichtigung des Betriebsrestaurants Agora...

Rund 30 Landwirte, Gastronomen und Küchenleitungen aus dem Ostallgäu und Unterallgäu sind der Einladung zur Besichtigung des Betriebsrestaurants Agora gefolgt.

 

Küchenchef Kurt Stümpfig war im Frühjahr bei der Veranstaltung „Bio und Ganztierverwertung“ zu Gast, die von der Öko-Modellregion und dem Regionalmanagement des Landkreises Ostallgäu veranstaltet wurde. 

 

 

 

Zu Beginn gab Stümpfig den Teilnehmenden einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Betriebsrestaurants und wie die Zusammenarbeit mit regionalen Bio-Lieferanten über Jahre aufgebaut wurde. Direktvermarktende Landwirte bekamen Tipps, wie eine professionelle Zusammenarbeit mit einer Großküche gelingen kann. Anschließend wurde das Betriebsrestaurant besichtigt. Bei der praktischen Kochdemonstration wurde die Zubereitung von verschiedenen Teilen des Bio-Rinds wie Leber, Roastbeef und Schulter demonstriert und diese anschließend verkostet. 

 

 

 

Möglichst alles vom Tier wird verwertet

 

 

 

Der Begriff Agora kommt aus dem Griechischen und bedeutet Raum der Begegnung. Genau diesen Raum hat Stümpfig bei sich im Betrieb geschaffen. Als bio-zertifiziertes Betriebsrestaurant mit einem Bio-Anteil von mindestens 60 Prozent arbeitet Stümpfig mit rund zwanzig Bio-Lieferanten in unmittelbarer Nähe zusammen. Außerdem wird in seinem Restaurant konsequent das Konzept der Ganztierverwertung umgesetzt. Dabei werden nicht nur die Edelteile, sondern auch die weniger beliebten Teile angeboten. Um dafür Akzeptanz zu schaffen, sei laut Stümpfig der der direkte Kontakt zu den Gästen wichtig.

 

 

 

Die Exkursion war eine Kooperation der Landkreise Ostallgäu und Unterallgäu sowie der Öko-Modellregion Günztal. Den Veranstaltern war wichtig aufzuzeigen, dass eine Verpflegung mit Bio-Produkten aus der Region auch für mehrere Tausend Mitarbeiter möglich ist. Weitere Informationen zu den Projekten im Ostallgäu gibt es unter www.schlosspark.de/genusstage sowie www.oekomodellregion-ostallgaeu.de

 

 

 

Bildrechte: Landkreis Ostallgäu

 

Mitteilung vom 20.11.2023

Das Ostallgäu bleibt Öko-Modellregion

Auch nach dem September 2024 wird der Landkreis für mindestens drei weitere Jahre Öko-Modellregion sein.

 

Dafür hat sich der Ausschuss für Kreisentwicklung...

Auch nach dem September 2024 wird der Landkreis für mindestens drei weitere Jahre Öko-Modellregion sein.

 

Dafür hat sich der Ausschuss für Kreisentwicklung und Umwelt einstimmig ausgesprochen. „Die Öko-Modellregion leistet überzeugende Arbeit im Bereich der bio-regionalen Wertschöpfung. Trotzdem gibt hier noch viel Entwicklungspotenzial. Ich freue mich daher sehr über die Verlängerung des Projekts“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker zur Entscheidung des Ausschusses.

 

 

 

In der Sitzung gab Projektmanagerin Lisa Mader einen Überblick über die aktuellen Tätigkeiten und Schwerpunkte der Öko-Modellregion. Es sei insbesondere bei der Vernetzung von Landwirtschaft, Verarbeitung und Gastronomie viel erreicht worden. Einige Projekte gelte es aber noch zu verstetigen. Außerdem sollen in der nächsten Förderperiode zusätzlich neue Projekte initiiert und auf den Weg gebracht werden.

 

 

 

Die Öko-Modellregion ist anteilig aus dem Landesprogramm BioRegio 2030 durch das Staatministerium für Landwirtschaft und Forsten (StMELF) gefördert. Ein Projektplan mit den neuen Vorhaben die im Ostallgäu umgesetzt werden sollen, muss bis Anfang 2024 beim StMELF eingehen. 

 

 

 

Weitere Informationen sind zu finden auf www.oekomodellregion-ostallgaeu.de.

 

Mitteilung vom 07.11.2023

Regionale Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft: Öko-Modellregion fördert Kleinprojekte

Mit insgesamt 50.000 Euro fördert die Öko-Modellregion Ostallgäu auch im Jahr 2024 wieder Kleinprojekte.

 

Die Projekte müssen die regionale Bio-Land- und...

Mit insgesamt 50.000 Euro fördert die Öko-Modellregion Ostallgäu auch im Jahr 2024 wieder Kleinprojekte.

 

Die Projekte müssen die regionale Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft sowie regionale Bio-Wirtschaftskreisläufe stärken. Der Fördersatz beträgt bis zu 50 Prozent. Zur Einreichung von Förderanfragen für die Kleinprojekte ruft die Öko-Modellregion Ostallgäu auf. Einsendeschluss ist der 18. Januar 2024. 

 

 

 

Gefördert werden die Projekte im Rahmen des „Verfügungsrahmens Ökoprojekte“ der Öko-Modellregion. „Bereits im ersten Jahr wurde eine große Bandbreite an Projekten erfolgreich umgesetzt. Die Versorgung mit regionalen Bio-Lebensmitteln wurde dadurch verbessert“, freut sich Landrätin Maria Rita Zinnecker. Die Kleinprojekte helfen laut Zinnecker, neue regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen und bisherige Lücken in der Verarbeitung zu schließen.

 

 

 

Ein Kleinprojekt darf die förderfähigen Gesamtausgaben von 20.000 Euro netto nicht übersteigen und soll dazu beitragen, regionale Versorgungsstrukturen zu verbessern. Förderfähig sind beispielsweise Gerätschaften für die (Weiter-)Verarbeitung von Agrarrohstoffen oder Ausstattungen für die Direktvermarktung. Neben Sachkosten werden beispielsweise auch Werbemittel oder Veranstaltungen zur Bewusstseinsbildung gefördert.

 

 

 

Die Projekte werden mit bis zu 50 Prozent gefördert (maximal 10.000 Euro) und müssen im Projektgebiet der Öko-Modellregion Ostallgäu liegen. Sie dürfen noch nicht begonnen haben und müssen bis 20. September 2024 umgesetzt worden sein. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, Verbände, Vereine und öffentlich Einrichtungen können die Förderung beantragen. Eine Förderung steht unter dem Vorbehalt der Bewilligung durch das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben. Der Förderaufruf der Öko-Modellregion Ostallgäu mit den Auswahlkriterien sowie den erforderlichen Antragsformularen und Merkblättern sind auf der Homepage der Öko-Modellregion Ostallgäu zu finden unter: oekomodellregionen.bayern/ostallgaeu/nachrichten/3072/foerderung-von-kleinprojekten-2024

 

 

 

Termine: 

 

 

 

  • Einreichungsfrist für Förderanfragen: 18. Januar 2024
  • Abschluss und Abrechnung des Projekts bis 20. September 2024

 

 

 

Ansprechperson für die Antragstellung:

 

 

 

  • Öko-Modellregion Ostallgäu
  • Lisa Mader (lisa.mader@lra-oal.bayern.de, Tel.: 08342 911-453)
Mitteilung vom 20.06.2023

Drei neue bio-zertifizierte Gasthäuser im Ostallgäu und in Kaufbeuren

Die zertifizierten Häuser sind die Stegmühle in Biessenhofen, die Gifthütte in Kaufbeuren und der Gasthof Engel in Pfronten-Kappel.

 

 

 

Alle drei...

Die zertifizierten Häuser sind die Stegmühle in Biessenhofen, die Gifthütte in Kaufbeuren und der Gasthof Engel in Pfronten-Kappel.

 

 

 

Alle drei Gasthäuser können jetzt offiziell damit werben, dass sie Bio-Produkte in der Küche verwenden. Die Öko-Modellregion unterstützt Gastronomen und Küchenleiter, die Bio-Produkte aus der Region ihren Gästen anbieten wollen. 

 

 

 

„Gasthäuser können für unsere Landwirte interessante Partner sein. Durch Projekte und Initiativen des Landkreises sind im Ostallgäu bereits viele langfristige Kooperationen zwischen Landwirtschaft und der Gastronomie entstanden“, freut sich Landrätin Maria Rita Zinnecker. Lisa Mader von der Öko-Modellregion ergänzt: „Immer mehr Verbraucher wollen wissen, wer die Lebensmittel produziert. Bio aus der Region verbindet die Vorteile der Bio-Landwirtschaft und Regionalität.“ 

 

 

 

„Zeit reif für diesen Schritt“

 

 

 

„Schon seit unserer Eröffnung 2011 kochen wir so regional und saisonal wie möglich. Über die Zeit haben wir uns ein großes Netzwerk an Erzeugern aufgebaut, dabei nahm die Anzahl der Bio-Betriebe stetig zu. Da wir die tollen Bio-Lebensmittel aus der Region nur bewerben dürfen, wenn wir auch zertifiziert sind, war die Zeit nun reif für diesen Schritt,“ resümiert Bernhard Epple von der Gifthütte in Kaufbeuren.

 

 

 

Daniel Kinast vom Gasthof Engel in Pfronten sagt: „Die Bio-Zertifizierung ist halb so wild und einfacher als gedacht. Man braucht keinen extra Lagerraum. Eine klare Trennung der Lebensmittel, beispielsweise in verschieden Kisten, reicht aus“. Und Clemens Höfle von der Stegmühle unterstreicht: „Wenn ich Bio einsetze, dann soll es auch aus der Region sein und nicht von weiter her.“ Das Kalbfleisch für seine Burger beziehe er direkt vom Bio-Landwirt im Dorf.

 

 

 

Bildrechte: Daniel Delang / Öko-Modellregionen Bayern

 

Mitteilung vom 13.06.2023

Förderung der Bio-Zertifizierung: Unterstützung durch die Öko-Modellregion

Um Gasthäusern und verarbeitenden Betrieben den Einstieg in die Bio-Zertifizierung zu erleichtern, unterstützt die Öko-Modellregion Ostallgäu diese...

Um Gasthäusern und verarbeitenden Betrieben den Einstieg in die Bio-Zertifizierung zu erleichtern, unterstützt die Öko-Modellregion Ostallgäu diese finanziell.

 

Voraussetzung ist, dass die verwendeten Bio-Produkte vorrangig aus dem Ostallgäu stammen. 

 

 

 

Nicht nur Gasthäuser, auch lebensmittelverarbeitende Betriebe wie Metzger und Bäcker können die Förderung in Anspruch nehmen. 75 Prozent der Zertifizierungskosten werden in den ersten zwei Jahren von der Öko-Modellregion Ostallgäu übernommen. Das Ziel dabei ist, dass die in der Region erzeugten Bio-Produkte auch hier verarbeitet und gegessen werden.

 

 

 

Aufgepasst: Wo bio draufsteht, muss auch bio drin sein. Bio und öko sind gesetzlich geschützte Begriffe: „Wer mit bio oder öko wirbt, muss sich auch zertifizieren lassen. Dies dient dem Verbraucherschutz. Bei der Bio-Kontrolle wird geprüft, woher die Bio-Ware kommt“, erläutert Lisa Mader, Projektmanagerin der Öko-Modellregion. 

 

 

 

Einstieg leichtgemacht 

 

 

 

Wenn sich ein Betrieb bio-zertifizieren lässt, muss nicht alles auf Bio umgestellt werden. Am einfachsten ist die Zertifizierung einzelner Zutaten. Das bedeutet, eine oder mehrere Zutaten wie zum Beispiel Rindfleisch, Milch oder Eier werden in Bio-Qualität eingesetzt. Diese Teil-Zertifizierung erleichtert den Einstieg und wird daher häufig in der Gastronomie angewendet.

 

 

 

Mehr Infos zu Förderung und zur Bio-Zertifizierung: https://oekomodellregionen.bayern/ostallgaeu/nachrichten/2690/foerderung-der-bio-zertifizierung. Ansprechpartnerin: Lisa Mader (lisa.mader(at)lra-oal.bayern.de, 08342 911-453)

 

 

 

Bildrechte: Landkreis Ostallgäu

 

Mitteilung vom 01.06.2023

Von der Weide auf den Teller: Bio-Rindfleisch aus der Region für die Region

Küchenchef Arne Rinas vom Schwäbischen Tagungs- und Bildungszentrum Kloster Irsee bezieht Bio-Rindfleisch ab sofort aus der Region.

 

Das Fleisch liefert...

Küchenchef Arne Rinas vom Schwäbischen Tagungs- und Bildungszentrum Kloster Irsee bezieht Bio-Rindfleisch ab sofort aus der Region.

 

Das Fleisch liefert Bio-Landwirt Andreas Aufmuth aus Ruderatshofen. Zustande gekommen ist die Kooperation auf einer Veranstaltung der Öko-Modellregion und des Regionalmanagements Ostallgäu zum Thema „Bio und Ganztierverwertung“. Die Veranstaltung hatte das Ziel, mehr regionales Bio-Rindfleisch auf die Teller der Region zu bekommen. Dazu wurden Küchenchefs und Erzeuger von Bio-Rindfleisch miteinander vernetzt.

 

 

 

Auf der Veranstaltung haben sich Aufmuth und Rinas kennen gelernt. „Ich war schon länger auf der Suche nach einem weiteren Lieferanten für Rindfleisch. Die Veranstaltung hat mich sofort angesprochen, da wir auch bereits komplette Rinderhälften bei uns in der Küche verarbeiten“, sagt Rinas. „Ich habe Arne gleich zu mir auf den Hof eingeladen. Mir ist es wichtig, auch den Köchen zu zeigen, wie meine Tiere leben und ihnen Mehrwert der Bio-Landwirtschaft zu erklären“, beschreibt Aufmuth die Anfänge der Zusammenarbeit.

 

 

 

Regionale Wertschöpfung

 

 

 

Die Rinder von Aufmuth werden stressfrei geschlachtet. Das bedeutet, dass die Tiere nicht in den Schlachthof transportiert werden. Metzgermeister Martin Mayr von Hofschlachtung Allgäu kommt mit dem mobilen Schlachtanhänger direkt auf den Hof der Landwirte. „Kürzer kann der Weg in die Küche nicht sein“, freut sich Lisa Mader von der Öko-Modellregion Ostallgäu über die entstandene Kooperation. Landrätin Maria Rita Zinnecker ergänzt: „Das Tagungszentrum Kloster Irsee geht mit gutem Vorbild voran. Ich hoffe, wir können künftig noch mehr Küchenleitungen davon überzeugen, mit Bio-Rindfleisch aus der Region zu kochen.“

 

 

 

Ansprechpartnerin: Lisa Mader (lisa.mader@lra-oal.bayern.de, 08342 911-453)

 

Bild: Bio-Landwirt Andreas Aufmuth und Küchenchef Arne Rinas.

 

Bildrechte: Landkreis Ostallgäu

 

Mitteilung vom 26.05.2023

Neue Kooperationen bei heimischen Produkten

Bei der Veranstaltung Land.Gast.Wirt haben sich 30 Gastronomen, Landwirte und Verarbeiter über die Angebote und Nachfrage in dem Bereich informiert.

 

Dabei...

Bei der Veranstaltung Land.Gast.Wirt haben sich 30 Gastronomen, Landwirte und Verarbeiter über die Angebote und Nachfrage in dem Bereich informiert.

 

Dabei konnten sie neue Kontakte knüpfen und auch die ein oder andere Bestellung wurde entgegengenommen. Die Vernetzungsveranstaltung fand in der Waldbrand GmbH in Wald statt.

 

 

 

Welche Idee hinter Land.Gast.Wirt steht, erklärt Landrätin Maria Rita Zinnecker: „Das Konzept ist ganz einfach: Viele Gastronomen sind auf der Suche nach regionalen Produkten. Und die Landwirte wollen ihre hochwertigen Produkte auf die Teller der Gasthäuser bringen. Beide haben wenig Zeit, Anbieter zu recherchieren oder Gastronomen einzeln anzusprechen und Kostproben vorbei zu bringen. Hier setzen wir an und bringen die Akteure zusammen.“ Da die Landwirte und Verarbeiter bei der Veranstaltung Kostproben dabeihatten, konnten sich die Gastronomen und Köche gleich vor Ort von den Produkten überzeugen und zu möglichen Mengen, Preisen und Lieferoptionen austauschen. Neben Bier, Fleisch, Käse und Kartoffeln wurden Edelbrände, Essig, Öl, Senf und Hanfnudeln präsentiert. Auch küchenfertige Rindfleischbolognese, Kräuterseitlinge und Heumilcheis waren unter den regionalen Bio-Produkten zu finden.

 

 

 

Konzept geht auf

 

 

 

Dass dieser Ansatz funktioniert, bestätigt Nadine Schellenberger vom Gasthaus Vilstalsäge in Pfronten: „Ohne die Veranstaltung hätten wir Anbieter wie Allgäu Aronia nie kennengelernt. Ich freue mich schon darauf, in der Vilstalsäge mit den Aroniabeeren zu arbeiten – die entsprechende Bestellung ist schon ausgelöst“. Auch Christoph Engert von der Wildnismanufaktur bekräftigt, wie wertvoll der persönliche Austausch ist: „Gerade bei so besonderen Produkten wie unseren Kräuterseitlingen sind ein persönliches Gespräch und Kostproben Gold wert.“ 

 

 

 

Veranstaltet wird „Land.Gast.Wirt – kooperieren und gemeinsam profitieren“ von der Öko-Modellregion und dem Regionalmanagement Ostallgäu, das auch die Genusstage koordiniert. Das Format wurde 2022 ins Leben gerufen und soll künftig alle ein bis zwei Jahre stattfinden. Interessierte Gastronomen, (Bio)-Landwirte und (Bio-)Verarbeiter können sich bei Jana Kaufmann (jana.kaufmann(at)lra-oal.bayern.de, 08342 911-353) oder Lisa Mader (lisa.mader(at)lra-oal.bayern.de, 08342 911-453) melden. Weitere Informationen zu den Projekten gibt es unter www.allgaeuer-genusstage.de sowie www.oekomodellregion-ostallgaeu.de.

 

 

 

Bildrechte: Landkreis Ostallgäu

 

Mitteilung vom 17.04.2023

Regionale Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft: Öko-Modellregion fördert elf Kleinprojekte

Mit insgesamt 46.850 Euro fördert die Öko-Modellregion Ostallgäu elf Kleinprojekte, die die regionale Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft weiter...

Mit insgesamt 46.850 Euro fördert die Öko-Modellregion Ostallgäu elf Kleinprojekte, die die regionale Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft weiter stärken.

 

„Das Interesse an der Förderung von Öko-Kleinprojekten übertrifft unsere Erwartungen“, freut sich Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Durch die große Nachfrage wurden die Fördermittel im ersten Jahr fast komplett ausgeschöpft“. 

 

 

 

Eingereicht wurden die Förderanfragen von Projektträgern aus dem ganzen Landkreis und aus den verschiedensten Bereichen der Land- und Lebensmittelwirtschaft. Die Bandbreite der Projekte reicht  über Ausstattungen für direktvermarktende Betriebe von Bio-Rindfleisch, Geräte für eine alternative Schlachtmethode (Weideschuss), eine Zentrifugalmühle für die Vermahlung von Kleinstmengen von Getreide und Aronia, Utensilien für die Weiterverarbeitung von Bio-Edelpilzen, eine Maschinenausstattung für den Bio-Gemüseanbau, die Umstellung auf Bio-Imkerei des Honigdorfs Seeg und Geräte für die hofeigene Bio-Milch-Verarbeitung bis hin zu einer Tauchkreiselpumpe für die Bio-Edelbrandherstellung aus Bio-Streuobst. „Die große Beachtung der Förderung und die Vielfalt der Förderanträge zeigt, dass wir als Landkreis in Sachen Bio auf dem richtigen Weg sind“, sagt Zinnecker weiter.

 

 

 

Der Fördersatz pro Projekt beträgt 50 Prozent der Nettoausgaben. Insgesamt wurden 14 förderfähige Anträge eingereicht. Die Mittel für die Förderung kommen zu 90 Prozent aus dem Landesprogramm BioRegio 2030 – die restlichen 10 Prozent trägt der Landkreis als Träger der Öko-Modellregion. Ausgewählt wurden die Projekte anhand von definierten Kriterien durch ein sechsköpfiges Entscheidungsgremium, welches sich aus Bio-Erzeugung, Bio-Verarbeitung und kommunalen Vertretern zusammensetzt.

 

 

 

Projekte können nun umgesetzt werden

 

 

 

 

 

„Durch die Kleinprojekte kann eine höhere Wertschöpfung auf den jeweiligen Bio-Betrieben generiert werden. Zudem ist es gelungen, Lücken in bereits bestehenden Wertschöpfungsketten zu schließen. Das Angebot und die Vielfalt an regionalen Bio-Produkten im Landkreis wird immer größer“, resümiert Lisa Mader von der Öko-Modellregion.

 

 

 

Ansprechperson für die Förderung: Öko-Modellregion Ostallgäu, Lisa Mader (lisa.mader@lra-oal.bayern.de, Tel.: 08342 911-453)

 

Bildrechte: Daniel Delang / Öko-Modellregionen Bayern

 

Mitteilung vom 14.04.2023

Vernetzungsveranstaltung für Landwirte und Gastronomen

Die Veranstaltung „Land.Gast.Wirt“ soll für mehr regionale (Bio)-Produkte aus der heimischen Landwirtschaft auf den Tellern der Gasthäuser in der Region...

Die Veranstaltung „Land.Gast.Wirt“ soll für mehr regionale (Bio)-Produkte aus der heimischen Landwirtschaft auf den Tellern der Gasthäuser in der Region sorgen.

 

Eingeladen zu der Veranstaltung, die am 25. April 2023 um 14 Uhr in der Waldbrand GmbH in Wald stattfindet, sind Gastronomen und Köche, die vermehrt mit regionalen (Bio-)Lebensmitteln in ihrer Küche arbeiten möchten, aber noch auf der Suche nach Produkten und Kontakten sind.

 

 

 

Bei diesem Vernetzungstreffen haben Landwirte und Verarbeiter die Möglichkeit neue Absatzwege für ihre Produkte zu finden. Die Gastronomen und Köche können die Produktvielfalt, die das Ostallgäu zu bieten hat an einem Nachmittag kennenlernen, probieren und mit den jeweiligen Landwirten und Verarbeitern über eine mögliche Zusammenarbeit sprechen. 

 

 

 

Organisiert wird das Treffen von der Öko-Modellregion und dem Regionalmanagement des Landkreises Ostallgäu. Eine Anmeldung ist bei Lisa Mader (Öko-Modellregion Ostallgäu, lisa.mader@lra-oal.bayern.de, Telefon 08342 911-453) oder bei Jana Kaufmann (Genusstage im Ostallgäu & Kaufbeuren, jana.kaufmann@lra-oal.bayern.de, Telefon 08342 911-353) möglich.

 

Bildquelle: Landkreis Ostallgäu

 

Mitteilung vom 24.03.2023

Mehr regionales Bio-Rindfleisch auf die Teller durch Ganztierverwertung

Bei der Ganztierverwertung geht es um die In-Wert-Setzung des gesamten Tieres, indem das Tier in der Küche die maximale Verwendung findet.

 

Wie kann es...

Bei der Ganztierverwertung geht es um die In-Wert-Setzung des gesamten Tieres, indem das Tier in der Küche die maximale Verwendung findet.

 

Wie kann es gelingen, mehr Bio-Rindfleisch aus der Region auf die Teller der Gastronomie und Betriebsgastronomie zu bringen? Diese Frage stellten sich die Teilnehmenden der Veranstaltung „Bio und Ganztierverwertung in der (Betriebs-)Gastronomie“ der Öko-Modellregion und des Regionalmanagements des Landkreises Ostallgäu. Zum Austausch mit Küchenchef Kurt Stümpfig eingeladen waren Gastronomen, Küchenleiter von Großküchen und Bio-Landwirte mit Rindfleischerzeugung. Die Veranstaltung fand im Landgasthof „Zum Goldenen Schwanen“ in Frankenried statt.

 

 

 

„Am häufigsten finden sich die sogenannten Edelteile vom Rind auf den Speisekarten“, erklärt Regionalmanagerin Jana Kaufmann. Doch diese Stücke wie Filet, Roastbeef, Rücken oder die Rinderhüfte machten nur einen kleinen Teil eines Rindes aus. Über 60 Prozent der verkaufsfertigen Teile seien weniger beliebte Teile wie Ragout, Siedfleisch, Schulterbraten, Innereien oder andere Nebenprodukte wie Ochsenmaul oder -schwanz. Die 30 Teilnehmenden des Erfahrungsaustausches waren sich daher schnell einig: Bei der Verwendung von regionalem Bio-Rindfleisch in der hiesigen Gastronomie und in Betriebskantinen ist das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft.

 

 

 

Der Austausch mit Stümpfig, Küchenchef des bio-zertifizierten Betriebsrestaurants Agora der Linde GmbH in Pullach, verdeutlichte, dass die Verarbeitung eines ganzen Rinds vergleichsweise anspruchsvoll ist und es hierfür handwerkliches Geschick braucht. „Die niedrigeren Kosten für qualitativ hochwertiges Fleisch rechtfertigen jedoch den Mehraufwand“, sagte Stümpfig. Er verarbeitet rund 18 Rinder und 15 Kälber pro Jahr komplett. Damit landet auch einmal ein Herz-Lunge-Ragout oder Pulled Beef auf dem Speiseplan des Agora. 

 

 

 

Bei der Ganztierverwertung (oder auch „from nose to tail“ genannt) geht es um die In-Wert-Setzung des gesamten Tieres, indem das Tier in der Küche die maximale Verwendung findet. Fleisch als Luxusgut beziehungsweise das Schlachttier komplett zu verwerten, sei laut Kaufmann früher in der Allgäuer Küche gang und gebe gewesen, mittlerweile aber eine Seltenheit geworden.

 

 

 

Verständnis und Wertschätzung für die Arbeit des Anderen aufbauen

 

 

 

Als bio-zertifiziertes Betriebsrestaurant mit einem Bio-Anteil von mindestens 60 Prozent arbeitet Stümpfig mit rund 18 Bio-Lieferanten in unmittelbarer Nähe zusammen. Seine Erfahrungswerte bei den Themen „Bio und Ganztierverwertung“ teilte er mit den Teilnehmenden. „Es ist Millimeterarbeit bis der Ablauf reibungslos läuft. Landwirte und auch Köche müssen jeweils aufeinander zugehen, damit eine Kooperation langfristig erfolgreich sein kann“. Außerdem rät er den Landwirten, die Köche zu sich auf den Betrieb einzuladen: „Somit wird gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung für die Arbeit des jeweils anderen aufgebaut“.

 

 

 

„Herr Stümpfig beweist im Betriebsrestaurant Agora, dass ein hoher Anteil an Bio-Lebensmittel auch in Großküchen machbar ist“, sagt Lisa Mader von der Öko-Modellregion Ostallgäu. Daher plane die Öko-Modellregion im November ein Betriebsbesuch im Agora. Interessierte Gastronomen, Köche und Landwirte, die sich für den Betriebsbesuch interessieren, können sich bei der Öko-Modellregion Ostallgäu per E-Mail oder telefonisch anmelden (lisa.mader(at)lra-oal.bayern.de, 08342 911-453).

 

 

 

Im Austausch zwischen den Bio-Landwirten und Köchen befassten sich die Beteiligten zu den Möglichkeiten und Anforderungen einer Zusammenarbeit. Wie kann eine langfristige Zusammenarbeit aussehen? Was braucht es hierfür? „Viele der aufkommenden Fragen zu diesem komplexen Thema konnten nicht an diesem einen Vormittag abschließend geklärt werden. Dass die regionale Verfügbarkeit von Bio-Fleisch und der Wille zur langfristigen Zusammenarbeit dabei keine Hindernisse sind, konnte jedoch eindeutig festgestellt werden“, lautet das Resümee von Jana Kaufmann zur Veranstaltung.

 

Bild: 30 Teilnehmende kamen zu der Veranstaltung im Landgasthof "Zum goldenen Schwanen" in Frankenried

 

Bildquelle: Landkreis Ostallgäu

 

Mitteilung vom 24.03.2023

Vermarktungsplattform für Fleisch-Direktvermarkter startet im Ostallgäu

Bio-Betriebe, die ihr Bio-Rind- oder Kalbfleisch selbst vermarkten, haben ab sofort die Möglichkeit, ihren Betrieb auf einer Online-Plattform...

Bio-Betriebe, die ihr Bio-Rind- oder Kalbfleisch selbst vermarkten, haben ab sofort die Möglichkeit, ihren Betrieb auf einer Online-Plattform vorzustellen.

 

„Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich für regionales Bio-Rindfleisch interessieren, erhalten auf der Plattform eine gebündelte Übersicht, wo und wann dieses von einem Direktvermarkter im Landkreis angeboten wird“, erklärt Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Die Suche nach regionalem Bio-Rindfleisch wird dadurch im Ostallgäu künftig sehr viel leichter.“ 

 

 

 

Um die Direktvermarktung ihres Fleisches zu unterstützen, stellen sich die Betriebe mit einem Hofportrait kurz vor. Voraussetzung dafür ist, dass die Kälber aus der Milchviehhaltung stammen. Schlachtermine und damit die Termine, an denen das Fleisch verfügbar ist, werden von den Landwirten selbst eingepflegt. Die Plattform ist unter der Internetadresse www.milch-und-fleisch.de zur erreichen.

 

 

 

Weitere Infos zur Bewusstseinsbildung

 

 

 

Neben den Hofportraits und Vermarktungsdaten bietet die Plattform auch Hintergrundinfos. Zinnecker: „Wir informieren zum Beispiel darüber, warum Milch und Fleisch zusammengehören oder warum die Kuh auch Klimaschützer ist.“ Die Plattform diene damit nicht nur als reine Vermarktungsplattform für Bio-Fleisch aus der Milchviehwirtschaft, sondern auch der Bewusstseinsbildung. 

 

 

 

Interessierten Bio-Betrieben steht die Öko-Modellregion Ostallgäu für weitere Fragen zur Verfügung (E-Mail: lisa.mader@lra-oal.bayern.de; Telefon: 08342 911-453).

 

 

 

Mitteilung vom 17.01.2023

Warum (Bio-)Milch und (Bio-)Fleisch zusammengehören

Das war Thema beim Praxisdialog zur kuhgebundenen Kälberaufzucht der Öko-Modellregion Ostallgäu.

 

Rund 30 Landwirtinnen und Landwirte informierten sich bei...

Das war Thema beim Praxisdialog zur kuhgebundenen Kälberaufzucht der Öko-Modellregion Ostallgäu.

 

Rund 30 Landwirtinnen und Landwirte informierten sich bei der Veranstaltung, wie sie künftig ihre Kälber selbst aufziehen können, statt sie an Mastbetriebe weiterzugeben. „Gerade bei uns im Ostallgäu mit überwiegend Grünland und Milchviehwirtschaft kommt dem Thema kuhgebundene Kälberaufzucht eine große Bedeutung zu“, unterstützt Landrätin Rita Maria Zinnecker die Initiative der Öko-Modellregion. 

 

 

 

Die Teilnehmenden beklagten bei der Veranstaltung, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher nicht wüssten, dass bei der Milchproduktion immer auch Fleisch anfällt. Denn ohne Kalb gibt die Kuh keine Milch. Die meisten Menschen gingen davon aus, dass das Kalb die ganze Zeit bei der Kuh bleibe. Die gängige landwirtschaftliche Praxis besteht jedoch darin, die Kälber in den ersten Tagen von den Müttern zu trennen und zu tränken. Kälber, die nicht zur eigenen Nachzucht gebraucht werden, werden dann nach wenigen Wochen oft an spezialisierte konventionelle Mastbetriebe abgegeben. Zum Großteil verlassen männliche Kälber an diesem Punkt den (Bio-)Kreislauf, da diese keine Milch geben.

 

 

 

„Erfreulicherweise ist die Nachfrage nach Milchprodukten aus der Öko-Landwirtschaft in den vergangenen Jahren stark gestiegen“, sagt Referent Ulrich Mück, der Agraringenieur und Demeter-Berater ist. „Gleichzeitig ist jedoch die sowieso zu geringe Nachfrage nach Rindfleisch kaum gestiegen.“ Um das anfallende Fleisch aus artgerechter Haltung auch zu verbrauchen, sei es aber nötig, pro Liter (Bio-)Milch auch rund 30 g (Bio-)Rindfleisch zu verzehren. 

 

 

 

Interesse an kuhgebundener Kälberaufzucht steigt

 

 

 

Laut Mück wollen immer mehr Milchviehhalter aus dem Bio-Bereich ihre Tiere nicht in den Viehhandel abgeben und hinterfragen die herkömmliche Kälbermast. Sie wollen ihre Kälber selbst auf dem Betrieb großziehen und später als Bio-Fleisch vermarkten. Das Hauptmotiv, das die Landwirte antreibe, sei das Tierwohl. Jedoch stelle die artgerechte Aufzucht der Kälber die Betriebe oft vor wirtschaftliche Herausforderungen: Da das Kalb direkt an der Amme oder der Kuh säuft, kann weniger Milch gemolken werden und der Landwirt weniger Milch an die Molkerei liefern.

 

 

 

Um eine Austauschmöglichkeit für interessierte Landwirte zu schaffen, veranstaltete die Öko-Modellregion Ostallgäu zusammen mit der Schweisfurth Stifung einen Praxisdialog zum Thema kuhgebundene Kälberaufzucht. Saro Gerd Ratter, Projektmanager Tierwohl der Stiftung, informierte die teilnehmenden Landwirtinnen und Landwirte, wie Bio-Milchkälber kuhgebunden aufgezogen werden können. Er stellte klar heraus, dass jeder Betrieb unterschiedlich aufgebaut sei: „Es gibt nicht ein einheitliches System. Die Aufzucht der Kälber ist auf jedem Betrieb individuell.“ 

 

 

 

Wie so eine Aufzucht in der Praxis funktioniert, zeigte das Ehepaar Schreyer bei der Vor-Ort-Besichtigung ihres Biolandhofs in Stötten. Während des Praxisdialogs fand ein Austausch zwischen den Praktikern statt. Am Ende waren sich alle einig, dass das Interesse der Landwirte an der kuhgebundenen Kälberaufzucht sehr hoch sei. Jedoch müssten noch mehr Akteure eingebunden werden, um dieses Aufzuchtsystem großflächig zu etablieren. Zu einem müsste beim Verbraucher das Bewusstsein für die Bedeutung des regionalen (Bio-)Rindfleischs geweckt werden und zum anderen müsste das Aufzuchtsystem der kuhgebundenen Aufzucht von mehr Molkereien auch finanziell honoriert werden.

 

 

 

Liste der Bio-Betriebe mit kuhgebundener Kälberaufzucht 

 

 

 

Die Öko-Modellregion Ostallgäu hat eine Liste mit Betrieben zusammengestellt, wo man jetzt schon Bio-Kalbfleisch oder Bio-Rindfleisch aus kuhgebundener Aufzucht im Ostallgäu beziehen kann:

 

 

 

  • Biolandhof Michael Filser, Hörmannshofen
  • Biolandhof Renate und Stefan Schreyer, Riedhof
  • Biolandhof Günther Rauch, Bidingen
  • Biolandhof Konrad Stöger, Rieden am Forggensee
  • Demeterhof Andreas Aufmuth, Hiemenhofen
  • „Beim Häbrar“ Demeterhof Severin Schmölz, Seeg
  • Demeterhof Max Löcherer, Lengenwang
  • Demeterhof Johannes Ott, Wald
  • Demeterhof Josef Fischer, Leuterschach
  • Demeterhof Martin Weber, Kaltental
  • Naturlandhof Franziska & Arnold Ried, Bernbach

 

 

 

Alle Informationen zum Thema unter www.oekomodellregionen.bayern/ostallgaeu und bei Lisa Mader unter Telefon 08342 911-453.

 

Bildrechte: Landkreis Ostallgäu

 

Mitteilung vom 02.11.2022

„Bio kann jeder“: ÖMR-Workshop für mehr Nachhaltigkeit in der Verpflegung an Kitas und Schulen

„Bio kann jeder“ ist der Titel eines bundesweiten Netzwerks zur Unterstützung von Verantwortlichen in der Außer-Haus-Verpflegung für Kinder und...

„Bio kann jeder“ ist der Titel eines bundesweiten Netzwerks zur Unterstützung von Verantwortlichen in der Außer-Haus-Verpflegung für Kinder und Jugendliche.

 

Ziel des Netzwerks ist es, die Angebote durch den Einsatz von ökologischen, aber vor allem auch saisonalen und regionalen Produkten nachhaltiger zu gestalten. Für Landrätin Rita Maria Zinnecker ein ganz wichtiges Thema: „Wenn schon die Kinder in den Kitas und Schulen den Wert von nachhaltigen Lebensmitteln lernen und auch schmecken, dann haben wir viel erreicht.“

 

 

 

Im Rahmen von „Bio kann jeder“ hatten die Öko-Modellregionen Ostallgäu und Oberallgäu Kempten zu einem Workshop auf den Arche-Hof Birk in Weitnau geladen. Unter den Teilnehmenden waren Caterer, Küchenleitungen und pädagogische Kräfte wie Erzieherinnen, Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer. Einige von ihnen setzen schon Bio-Lebensmittel wie zum Beispiel regionales Obst und Gemüse in ihrer Einrichtung ein. Bei dem Workshop ging es darum, wie es gelingen kann, diesen Anteil zu erhöhen beziehungsweise ganz auf bio-regional umzusteigen. Dazu referierte Eva-Maria Huber vom Bioland e. V.. Sie gab Praxistipps, die laut Huber wirtschaftlich auch umsetzbar seien. 

 

 

 

Netzwerke schaffen

 

 

 

„Oftmals fehlt in den Einrichtungen eine Frischeküche, die den Einsatz von Produkten aus der Region erleichtern würde“, sagt Lisa Mader, Projektleiterin der Öko-Modellregion Ostallgäu. „Wenn die Belieferung der Essen über externe Caterer stattfindet, ist es oft viel schwieriger regionale Bio-Produkte zu platzieren.“ Hier konnten Mader und ihre Kollegin Cornelia Bögel von der Öko-Modellregion Oberallgäu Kempten Aktivitäten zeigen, die einen Umstieg auf regionale Bio-Lebensmittel ermöglichen. 

 

 

 

Außerdem wurden von den Küchenleitenden Bedenken geäußert, ob Bio-Produkte regional in ausreichender Menge verfügbar seien. Auch hier konnten Bögel und Mader Beispiele zeigen, die in Gemeinschaftsverpflegungen bereits erfolgreich umgesetzt wurden: Die Öko-Modellregionen verfügten über ein Netzwerk an Erzeugern und Lieferanten aus der Region und seien damit erster Ansprechpartner für Fragen rund um die Verfügbarkeit von regionalen Bio-Produkten. „Ein gutes Netzwerk in der Region ist das A und O einer regionalen nachhaltigen Verpflegung. Und letztlich hilft das voneinander lernen und der Austausch untereinander extrem viel, Herausforderungen zu meistern,“ sagt Mader. „Unsere Aufgabe ist es, die, die Bio können, mit denen, die Bio wollen, zusammenzubringen“. So war es auch der einheitliche Wunsch der Teilnehmenden, einen regelmäßigen Austausch zu organisieren. 

 

 

 

Wissen wo’s herkommt

 

 

 

Ein weiteres Thema in den Einrichtungen sei laut Mader die Stärkung des Bewusstseins bei Kindern und Eltern für die Wertschöpfungskette bei Lebensmitteln. Auch hier unterstützten die Öko-Modellregionen und böten neben der Organisation von Hofführungen auch Infomaterial an. Auch Barbara Birk vom Arche-Hof bietet Führungen speziell für Kindern an. Gruppen, die den Seminarraum des Arche-Hofs anmieten, werden zu 100 Prozent mit Bio-Produkten verköstigt. 

 

 

 

Zum Abschluss des Workshops führte Barbara Birk über den Arche-Hof und erklärte die Prinzipien und Grundlagen des Ökolandbaus. Birk berichtete dabei über ihre Erfahrungen beim Einsatz und der Beschaffung von Bio-Produkten. Fingerfood – herzhaft und süß und für Kinder optimal geeignet – rundete die Veranstaltung ab.

 

 

 

Mitteilung vom 01.11.2022

Regionale Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft: Öko-Modellregion fördert Kleinprojekte

Frist für die Anträge ist der 20. Januar 2023. Die Projekte dürfen noch nicht begonnen haben und müssen bis 20. September 2023 umgesetzt worden sein.

 

Mit...

Frist für die Anträge ist der 20. Januar 2023. Die Projekte dürfen noch nicht begonnen haben und müssen bis 20. September 2023 umgesetzt worden sein.

 

Mit insgesamt 50.000 Euro fördert die Öko-Modellregion Ostallgäu Kleinprojekte, die die regionale Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft sowie regionale Bio-Wirtschaftskreisläufe stärken. Der Fördersatz beträgt bis zu 50 Prozent. Zur Einreichung von Förderanfragen für die Kleinprojekte ruft die Öko-Modellregion Ostallgäu ab sofort auf. Einsendeschluss ist der 20. Januar 2023. 

 

 

 

Gefördert werden die Projekte im Rahmen des „Verfügungsrahmens Ökoprojekte“ der Öko-Modellregion. „Mit dem Verfügungsrahmen für Ökoprojekte haben wir ein zusätzliches Instrument, um gezielt Kooperationsprojekte anzuschieben, die die Versorgung mit regionalen Bio-Lebensmitteln verbessern“, freut sich Landrätin Maria Rita Zinnecker. Das helfe laut Zinnecker, neue regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen und bisherige Lücken zu schließen.

 

 

 

Was sind Kleinprojekte? Was wird gefördert? 

 

 

 

Kleinprojekte im Sinne der Förderrichtlinie sind Projekte, deren förderfähige Gesamtausgaben 20.000 Euro netto nicht übersteigen und die den Aufbau regionaler Bio-Wertschöpfungsketten voranbringen, regionale Versorgungsstrukturen verbessern oder das Bewusstsein für Bio-Lebensmittel aus der Region stärken. Die Projekte werden mit bis zu 50 Prozent gefördert (maximal 10.000 Euro) und müssen im Projektgebiet der Öko-Modellregion Ostallgäu liegen. Sie dürfen noch nicht begonnen haben und müssen bis 20. September 2023 umgesetzt worden sein. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, Verbände, Vereine und öffentlich Einrichtungen können die Förderung beantragen. Eine Förderung steht unter dem Vorbehalt der Bewilligung durch das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben.

 

 

 

Der Förderaufruf der Öko-Modellregion Ostallgäu mit den Auswahlkriterien sowie den erforderlichen Antragsformularen und Merkblättern sind auf der Homepage der Öko-Modellregion Ostallgäu zu finden unter https://www.oekomodellregionen.bayern/nachrichten/verfuegungsrahmen-oekoprojekte.

 

 

 

Termine: 

 

•    Einreichungsfrist für Förderanfragen: 20. Januar 2023

 

•    Abschluss und Abrechnung des Projekts bis 20. September 2023

 

 

 

Ansprechperson für die Antragstellung:

 

Öko-Modellregion Ostallgäu

 

Lisa Mader (lisa.mader(at)lra-oal.bayern.de, Tel.: 08342 911-453)

 

Bildrechte: Landkreis Ostallgäu

 

Mitteilung vom 02.08.2022

Weiterer biozertifizierter Gastronomiebetrieb im Ostallgäu

Seit Anfang Januar ist Lausfehl Catering nach der EU-Öko-Verordnung zertifiziert und darf nun auf der Speisekarte offiziell damit mit Bio-Produkten...

Seit Anfang Januar ist Lausfehl Catering nach der EU-Öko-Verordnung zertifiziert und darf nun auf der Speisekarte offiziell damit mit Bio-Produkten werben.

 

 

 

Landrätin Maria Rita Zinnecker ist begeistert: „Mit Ihrer bio-regionalen Außerhausverpflegung ist Familie Huth ein Pionier und eine große Bereicherung für das gastronomische Angebot im Ostallgäu.“

 

  

 

Vor rund sieben Jahren hat sich das Ehepaar auf die frische Herstellung und Auslieferung von Gerichten spezialisiert. Rund 550 Essen täglich werden zubereitet. Zu den Kunden zählen Kindertageseinrichtungen, Schulen, Firmen aber auch private Kunden mit Festen und Feiern. Leider seien oft die in der Gastronomie benötigten Großgebinde nicht in Bio-Qualität zu haben, erklärt Thomas Huth. „Aber wo es geht, setzen wir regionale Bio-Produkte ein.“ So bezieht er sein Öl von der Allgäuer Ölmühle in Kempten, die Eier vom Biohof Rauh in Stötten, das Mehl von der Donath-Mühle in Bad Wörishofen und die Dinkelnudeln von der Firma Moser in Buchloe. Dabei kann er auf jahrelange gute Kontakte zurückgreifen. „Meine Frau hat viel Erfahrung in ihrem Bio-Lebensmittelladen in Marktoberdorf gesammelt und wir beide zusammen haben auch schon einen reinen Biogasthof betrieben.“ Daher weiß er, dass durch und durch bio oft schwierig ist und auch nicht immer seinen Vorstellungen von Nachhaltigkeit entspricht. „Bei uns wird immer der Apfel aus der Region gegenüber dem Bio-Apfel aus Neuseeland bevorzugt.“

 

  

 

„Das Lausfehl Catering beweist, dass der Einsatz von Bio- und regionalen Lebensmitteln auch in der Gemeinschaftsverpflegung ohne Kostenexplosion umsetzbar ist.“, sagt Lisa Mader von der Öko-Modellregion, die den Prozess der Bio-Zertifizierung begleitete. „Eine Bio-Zertifizierung von einzelnen Produktgruppen ist möglich und zum Einstieg sehr sinnvoll.“ Die Gemeinschaftsverpflegung nachhaltiger zu gestalten ist für die Öko-Modellregion Ostallgäu ein großes Thema. Mit dem Lausfehl Catering hat sie nun dauerhaft einen neuen Anbieter gewinnen können, der auf regionale Bio-Produkte setzt. „Dass mit den leckeren Kässpätzle aus besten regionalen beziehungsweise regionalen Bio-Zutaten nun auch in der landkreiseigenen Don-Bosco-Schule in Marktoberdorf ein tolles Schmankerl von Lausfehl Catering angeboten wird, freut mich besonders“, ergänzt Zinnecker.

 

Bild: Thomas Huth verteilt die Allgäuer Kässpätzle mit regionalen Bio-Zutaten in der Don-Bosco-Scgule

 

Bildquelle: Anne Roth

 

Mitteilung vom 06.07.2022

Bald mehr Bio-Ziegenfleisch in Gasthäusern

Durch die Unterstützung der Öko-Modellregion Ostallgäu und Projektmanagerin Lisa Mader wird im Landkreis bald mehr regionales Bio-Ziegenfleisch...

Durch die Unterstützung der Öko-Modellregion Ostallgäu und Projektmanagerin Lisa Mader wird im Landkreis bald mehr regionales Bio-Ziegenfleisch vermarktet.

 

 

 

„Es freut mich sehr, dass wir durch unsere Öko-Modellregion eine weitere Wertschöpfungskette im Ostallgäu aufbauen konnten und damit die Bio-Landwirtschaft weiter stärken“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Mader ergänzt: „Ziegenkäse und -milch erfreut sich steigender Beliebtheit. Doch das bei der Milchproduktion zwingend anfallende Ziegenfleisch hat in Deutschland leider immer noch mit einem schlechten Image zu kämpfen. Zu Unrecht, denn das Fleisch ist nicht nur gesund, sondern bei richtiger Verarbeitung auch noch äußerst lecker“.

 

 

 

Das Fleisch stammt von den Bio-Landwirten Helga und Martin Hampp. Diese haben sich 2021 dazu entschlossen, den Milchviehbetrieb mit Kühen auf Bio-Milchziegenhaltung umzustellen. Seitdem wirtschaften sie auf dem Betrieb in Rieden am Forggensee nach höchsten ökologischen Standards. Ende 2021 sind 173 Milchziegen in den neuen Laufstall eingezogen. Wie bei der klassischen Milchviehhaltung mit Kühen muss auch eine Ziege jedes Jahr ein junges Kitz bekommen, damit die Ziege Milch geben kann. Und so erwartet der Ziegen-Bären-Hof-Hampp dieses Jahr bis zu 250 Kitze. Ein Teil der weiblichen Kitze wird für die Nachzucht der Herde verwendet. Doch was passiert mit den männlichen Zicklein? Diese geben keine Milch und sind so für die Milchproduktion nicht zu gebrauchen. „Für uns ist das Kitz- und Ziegenfleisch genau so wertvoll wie die Milch. Jedes Kitz – egal ob männlich oder weiblich – wird von uns auf dem Betrieb großgezogen und mit größter Wertschätzung behandelt“, erklärt Helga Hampp. Das Ziel der beiden ist es, alle Kitze regional zu vermarkten. Und hier kommt die Öko-Modellregion ins Spiel. Dank der Vernetzung des Ziegenshofs mit der Hofmetzgerei Nies im Kaltental durch Mader vermarktet Familie Hampp neben dem Bio-Fleisch nun auch Ziegen-Leberkäse und -wurst ab Hof direkt. 

 

 

 

Bio-Ziegenfleisch in Ostallgäuer Gasthäuser

 

   

 

Daneben hat Mader auch das Interesse bei einigen Gasthäusern abgefragt. Hilfreich war hierbei das vom Regionalmanagement des Landkreises koordinierte Genusstage-Netzwerk, mit zahlreichen Gasthäusern, die Wert auf regionale Lebensmittel legen und immer Interesse an neuen Produkten aus der Region haben. So auch Küchenchef Bastian Mautz vom Landgasthof Hubertus in Apfeltrang, wo es noch in dieser Woche Zweierlei vom Zicklein geben wird. „Wir freuen uns über den Kontakt zum Ziegen-Bären-Hof-Hampp – eine echte Bereicherung für unsere saisonale Wochenkarte. Die Qualität des Fleisches ist top, das Fleisch ist super zart und zergeht auf der Zunge“, freut sich Mautz. „Das liegt an der Schlachtung vor der Geschlechtsreife, durch die das Fleisch nicht böckelt“, erklärt Martin Hampp. Zudem sei das Fleisch reich an Omega-3-Fettsäuren, Mineralstoffen und Vitaminen, sehr fettarm und hat wenig Cholesterin. Neben dem Landgasthof Hubertus gibt es die Delikatesse aus Rieden in den nächsten Wochen auch im Gasthof zum Hirsch in Görisried und auf der Bergmang Alpe in Ruderatshofen. „Hoffentlich können wir damit etwas mit dem schlechten Image des Ziegenfleisches aufräumen und noch weitere Gasthäuser für dieses besondere Fleisch begeistern“, sagt Mader. 

 

   

 

Die Öko-Modellregion Ostallgäu steht Interessierten gerne mit Rat und Tat zur Seite. Weitere Informationen und die Kontaktdaten gibt es unter www.oekomodellregion-ostallgaeu.de

 

 

 

Bildquelle: Landgasthof Hubertus

 

Kontakt

Lisa Mader
Projektmanagerin
Öko-Modellregion

Landratsamt Ostallgäu
Schwabenstrasse 11
87616 Marktoberdorf
Tel.: 08342 911-453
Kontaktformular

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