Aktuelles

Mitteilung vom 07.06.2018

Kaltentaler Unternehmen setzen auf Regionalität

Bei ihrem Gemeindebesuch in Kaltental lernte Landrätin Maria Rita Zinnecker unter anderem die Firmen INMOTION und Friedis Käswerkstatt besser kennen.

In „Friedis Käswerkstatt“ (von links): Molkereimeister Johannes Friedberger, Bürgermeister Manfred Hauser und Landrätin Maria Rita Zinnecker

In „Friedis Käswerkstatt“ (von links): Molkereimeister Johannes Friedberger, Bürgermeister Manfred Hauser und Landrätin Maria Rita Zinnecker

Auf den ersten Blick könnten sie verschiedener nicht sein: Die Filmproduktionsfirma INMOTION und die Frankenhofener Käserei „Friedis Käswerkstatt“. Landrätin Maria Rita Zinnecker stellte bei ihrem Gemeindebesuch im Markt Kaltental jedoch auch Gemeinsamkeiten fest: „Beide Unternehmen haben Ursprung und Zukunft in der Region. Ein gutes Zeichen für die große Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Ostallgäu!“ Bürgermeister Manfred Hauser fügte hinzu: „INMOTION und unsere Käserei sind zwei unserer ganz besonderen Unternehmen am Ort. Darauf bin ich sehr stolz.“
 
Bei der INMOTION AG dreht sich alles um die Film- und Fotoproduktion. Der Vorstand besteht aus dem Kaltentaler BR-Moderator Georg Ried und dessen Sohn Bastian. Aber nicht nur beim Führungspersonal, auch bei den Kunden zeigt sich die Verwurzelung in der Region. Viele Aufträge der Firma kommen von Unternehmen aus dem Allgäu – vom Buchloer BMW-Tuner Alpina über das Kaufbeurener Stahlbauunternehmen Markthaler bis zur Gemeinde Pfronten mit den Mächlerwelten Allgäu.
 
Johannes Friedberger, Inhaber von „Friedis Käswerkstatt“, vertraut beim Einkauf auf Milch aus der direkten Nachbarschaft. Die Rohmilch für seinen Käse kommt vom weniger als vier Kilometer entfernten Biobauernhof von Martin Weber. „Durch den kurzen Transport gelangt die Heumilch besonders frisch in die Käserei“, sagt Friedberger. Seinen größtenteils einheimischen Kunden bietet er auch Brotzeiten und Kässpatzenessen sowie Führungen durch die Käserei an.
 
Regionalität und neue Märkte schließen sich nicht aus
 
Für beide Unternehmen sind die regionalen Wurzeln kein Hindernis beim Wachstum außerhalb des Allgäus. Bastian Ried präsentierte Zinnecker und Hauser neben Werbespots für BMW und Mercedes so zum Beispiel den Konzertfilm „40 Jahre Rock’n‘Roll“ über die Spider Murphy Gang. Außerdem unterhält das Unternehmen noch ein Büro in München.
 
Friedberger betreibt seit kurzem einen Web-Shop, in dem man seinen Käse über das Internet bestellen kann. Aber auch hier mit einer regionalen Fußnote: einer der elf angebotenen Sorten ist der „Bio-Kaltentaler“. Egal ob Käserei-Laden oder Web-Shop: Friedberger setzt in Zukunft darauf, „dass das Bewusstsein des Verbrauchers für regionale, nachhaltige und hochwertige Milchprodukte noch stärker steigt.“

Mitteilung vom 25.05.2018

Landrätin Zinnecker besucht Füssen: Aufbruchsstimmung zum Greifen

Ihren Stadtbesuch in Füssen hat Landrätin Maria Rita Zinnecker genutzt, um die guten Beziehungen zwischen Stadt und Landkreis zu betonen.

Die Werkstatt von Schreinermeister Roman Babel (l.) ist Teil des Füssener Magnus Parks auf dem Areal der ehemaligen Hanfwerke. Mit auf dem Bild v. r.: Landrätin Maria Rita Zinnecker, Bauunternehmer Dieter Glass und Bürgermeister Paul Iacob.

Die Werkstatt von Schreinermeister Roman Babel (l.) ist Teil des Füssener Magnus Parks auf dem Areal der ehemaligen Hanfwerke. Mit auf dem Bild v. r.: Landrätin Maria Rita Zinnecker, Bauunternehmer Dieter Glass und Bürgermeister Paul Iacob.

„In Füssen ist in den vergangenen Jahren sehr viel passiert und das liegt auch daran, dass wir bei vielen Projekten gemeinsam an einem Strang ziehen“, sagte Zinnecker. Bürgermeister Paul Iacob spielte den Ball an die Landrätin zurück: „Vieles wäre ohne den Landkreis nicht möglich gewesen.“
 
Iacob hatte der Landrätin zunächst die Situation der Stadt geschildert und die aktuellen Entwicklungen dargestellt. So werde man immer handlungsfähiger, da der Schuldenstand stetig sinke. Zinnecker lobte die Bemühungen, rief die Verantwortlichen aber dazu auf, die Konsolidierung des Haushalts weiter konsequent voranzutreiben. Der Nachmittag in Füssen war Zinneckers 37. Station in der Reihe der Gemeindebesuche. „Es geht darum, die Kommunen, ihre Vorzüge und Sorgen vor Ort zur erfahren. Auch in Füssen habe ich wieder viel mitgenommen“, sagte Zinnecker.
 
„Da hat Füssen etwas ganz Besonderes“
 
Laut Iacob wächst die Füssener Bevölkerung beständig – besonders Familien siedelten sich an, die Zahl der Zweitwohnsitze gehe zurück. Das erfordert laut Iacob allerdings auch vermehrt Investitionen im Bildungsbereich: „Wir müssen Kitas bauen und Grund- und Mittelschule generalsanieren.“ Zinnecker und Iacob vereinbarten, bei anstehenden Projekten eng zusammenzuarbeiten. Aktuelles Beispiel: Die Suche nach einer unkomplizierten Lösung beim Brandschutz am Kindergarten St. Gabriel. Auch wollen sich Landkreis und Stadt beim Rückbau der Kirche „Acht Seligkeiten“ in Füssen-West abstimmen, um gemeinsam mehr Parkplätze für die Realschule zu schaffen.
 
Bei der kleinen Besichtigungstour zeigte sich Zinnecker angetan von den Vorzügen der Stadt. So besuchten Landrätin und Bürgermeister die „einzigartige Bücherei“ (Zinnecker) sowie das Hanfwerke-Areal. Dort haben aktuell 92 kleine und mittlere Unternehmen eine Heimat gefunden. „Man kann hier im Magnus-Park die Aufbruchsstimmung förmlich mit den Händen greifen und ehrlich gesagt vermutet man so ein urbanes und modernes Projekt eher in Berlin. Da hat Füssen etwas ganz Besonderes“, sagte Zinnecker, die bei ihrem Rundgang über das Gelände auch von Bauunternehmer Dieter Glass, dem das Areal und die Gebäude gehören, begleitet wurde.

Mitteilung vom 24.05.2018

Mentorenprogramm: Mit VerA gut durch die Ausbildung

Das Programm soll Ausbildungsabbrüche verhindern. Dazu geben ehrenamtliche Begleiter im Rahmen eines Tandem-Modells ihre Berufs- und Lebenserfahrung weiter.

VerA-Regionalkoordinator Roland Müller auf der Ausbildungsmesse. Bildquelle: Angelika Hirschberg

VerA-Regionalkoordinator Roland Müller auf der Ausbildungsmesse. Bildquelle: Angelika Hirschberg

Für das Tandem-Modell „Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“ im Allgäu wird ehrenamtliche Unterstützung gesucht. Freiwillige begleiten Jugendliche vor und während der Ausbildung und stehen ihnen beratend zur Seite. Der Landkreis Ostallgäu unterstützt diese bundesweite Initiative gemeinsam mit den Städten Kaufbeuren und Kempten sowie dem Landkreis Oberallgäu. „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es eminent wichtig, die Auszubildenden an die Hand zu nehmen und durch die Ausbildung zu begleiten. Wer könnte das besser als ein erfahrener Mentor“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Als ehrenamtlicher Begleiter ist jeder willkommen, der seine Berufs- und Lebenserfahrung weitergeben und junge Menschen fit für ihren späteren Beruf machen möchte. Interessierte können sich kostenfrei beim Projektträger registrieren lassen und an einer zweitägigen Schulung in der Region teilnehmen. Die Initiative Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen, kurz VerA, ist ein Programm der „Senior Experten Service“ (SES), eine der größten deutschen Ehrenamtsorganisationen für Fach- und Führungskräfte im Ruhestand. Auf Wunsch stellt SES Jugendlichen, die in der Ausbildung auf Schwierigkeiten stoßen und mit dem Gedanken spielen, ihre Lehre abzubrechen, berufs- und lebenserfahrene Senior Expertinnen und Experten zur Seite.
 
Begleiterin oder Begleiter kümmert sich ganz persönlich
 
Die Initiative richtet sich an Auszubildende in allen Berufen sowie an Teilnehmerinnen und Teilnehmer an berufsvorbereitenden Maßnahmen – unabhängig von Alter, Herkunft oder beruflicher Richtung. „Ich freue mich, wenn die Azubis mit meiner Hilfe ihren Abschluss schaffen“, sagt Mentor und Senior Expert Roland Wölfle, der ehrenamtlich sieben Berufseinsteiger begleitet hat. „Der Kontakt zu jungen Menschen macht meinen Alltag bunter. Die Tätigkeit finde ich spannend, weil ich mich immer wieder mit neuen Themen und interessanten Fragestellungen auseinandersetzen kann.“
 
Das Besondere an VerA ist das Tandem-Modell: Um jeden Jugendlichen kümmert sich ein Begleiter oder eine Begleiterin ganz persönlich. Welche Inhalte bei der Berufsvorbereitung oder der Ausbildungsbegleitung im Mittelpunkt stehen, wo und wie oft die Treffen stattfinden, entscheiden beide je nach Situation. Im Rahmen der Bildungsregion Ostallgäu unterstützt der Landkreis Ostallgäu den Projektträger über bestehende Netzwerke bei der Gewinnung von interessierten Ehrenamtlichen und unterstützungsbedürftigen Jugendlichen im ländlichen Raum.
 
Termine und Ansprechpartner:
 
Interessierte können sich an zwei Informationsveranstaltungen in der Region Kaufbeuren/Ostallgäu und Kempten/Oberallgäu über die Initiative und die Aufgaben ehrenamtlicher Begleiter informieren:
 
Dienstag, 5. Juni 2018, 15 bis 17 Uhr, Saal Ostallgäu, Landratsamt Ostallgäu, Schwabenstraße 11, 87616 Marktoberdorf
Anmeldung: Bildungsbüro Kaufbeuren, Jürgen Schick, Tel.: 08341 437-427, E-Mail: juergen.schick(at)kaufbeuren.de
 
Mittwoch, 6. Juni 2018, 15 bis 17 Uhr, großer Sitzungssaal, Landratsamt Oberallgäu, Oberallgäuer Platz 2, 87527 Sonthofen
Anmeldung: Bildungsbüro Oberallgäu, Teresa Daubenmerkl, Tel.: 08321-612-162, E-Mail: bildungsbuero(at)lra-oa.bayern.de
 
Weitere Informationen über die Initiative VerA erhalten Sie über den Regionalkoordinator für den Bereich Allgäu:
Roland Müller
Mobil: 0172 6069350
E-Mail: kempten(at)vera.ses-bonn.de
www.vera.ses-bonn.de

Mitteilung vom 22.05.2018

„bergaufland Ostallgäu“ befürwortet allgäuweites Kooperationsprojekt im Bereich Umweltbildung und naturnaher Tourismus

Ziel sind qualitative hochwertige, naturnahe Angebote für Einheimische und Gäste.

Das Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „bergaufland Ostallgäu e. V.“ hat das Kooperationsprojekt „Umweltbildung und naturnaher Tourismus im Allgäu“ für eine Förderung im Rahmen des EU-Förderprogramms LEADER 2014 - 2020 befürwortet. „Die allgäuweite Vernetzung von Akteuren aus den Bereichen Umweltbildung und Tourismus birgt eine große Chance für unseren Landkreis sowie das gesamte Allgäu. Ich freue mich deshalb sehr, dass sich die Mitglieder des Entscheidungsgremiums für eine LEADER-Förderung des Kooperationsprojekts entschieden haben“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker, Vorsitzende des Vereins.
 
Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Allgäuer LAGs bergaufland Ostallgäu e. V., Regionalentwicklung Oberallgäu e. V., Kneippland Unterallgäu e. V. und Westallgäu – Bayerischer Bodensee e. V. Diesem Projekt stehen nun 108.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. „Mit dem Ziel einer allgäuweiten Vernetzung der Bereiche Umweltbildung und Tourismus soll für die Bürgerinnen und Bürgern sowie für Gäste im Landkreis und im gesamten Allgäu qualitative hochwertige, naturnahe Angebote und Erlebnisse angeboten und neu geschaffen werden“, sagt die Landrätin.
 
Zinnecker ruft dazu auf, weitere innovative Projektideen einzureichen und so die zur Verfügung stehenden Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Die Projekte müssen mindestens einem der Entwicklungs- und Handlungsziele „Demographie“, „Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz“, „Wirtschaft & Bildung“, „Tourismus“ und „Kultur & Identität“ der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen. Für die Umsetzung der LES stehen dem Verein Fördermittel für Einzel- und Kooperationsprojekte von der Europäischen Union und dem Freistaat Bayern zur Verfügung. Die Beratung der LAG „bergaufland Ostallgäu“ sowie die Abwicklung der Projekte erfolgt über das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kempten.
 
Dessen LEADER-Koordinator Ethelbert Babl sieht in dem neuen Umweltprojekt der Allgäu GmbH eine große Chance, ökologische und ökonomische Stärken des Allgäus zu vereinen: „Unsere Umweltbildungseinrichtungen, wie zum Beispiel das Walderlebniszentrum in Füssen, profitieren von einer stärkeren Vernetzung mit der Allgäu GmbH und seiner Tourismuskompetenz.“
 
Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de zu finden. Bei Fragen steht die Geschäftsstelle des „bergaufland Ostallgäu e. V.“ unter info(at)bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.

Mitteilung vom 22.05.2018

„bergaufland“: Positive Zwischenbilanz der Entwicklungsstrategie

Zur Halbzeit der LEADER-Förderperiode 2014 - 2020 ist für 22 Projekte eine Fördersumme von rund 1,13 Millionen Euro genehmigt worden.

LAG-Vorsitzende und Landrätin Maria Rita Zinnecker und Jürgen Schwarz (2. Vorsitzender)

Die Zwischenbilanz der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) 2014 - 2020 ist bei der fünften Mitgliederversammlung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „bergaufland Ostallgäu e. V.“ vorgestellt und diskutiert worden. „Ich freue mich zur Halbzeit der LES-Umsetzung eine durchweg positive Bilanz ziehen zu können. Auch für die zweite Hälfte der Umsetzung möchte ich die Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände und Kommunen ermutigen, weitere innovative Ideen und Vorschläge einzureichen, die unsere Region voranbringen“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker, Vorsitzende des Vereins.
 
Über die Vorstellung und Diskussion der Zwischenbilanz der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) 2014 - 2020 hinaus erfolgte der Bericht über die Kassenprüfung für das Jahr 2017 mit anschließender Entlastung des Vorstands. Der zweite Vorsitzende des Vereins, Jürgen Schwarz, wurde in seinem Amt für weitere zwei Jahre gewählt. Zudem hat die Mitgliederversammlung eine Änderung in der Zusammensetzung der Mitglieder des Entscheidungsgremiums beschlossen und es wurde über das Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ informiert. Vom zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten berichtete LEADER-Koordinator Ethelbert Babl über Aktuelles zum EU-Förderprogramm LEADER 2014 - 2020.
 
Ethelbert Babl sieht die LAG bergaufland Ostallgäu bei der Umsetzung Ihrer Strategie auf einem sehr guten Weg. „LEADER-Projekte wie das kommunale Grünflächenmanagement oder der Handlungsleitfaden zum Flächensparen in den Gemeinden haben weit über das Ostallgäu hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt.“ Die Förderprojekte im Ostallgäu zeichnen sich nach seinen Aussagen durch hohe Innovationskraft und Nachhaltigkeit aus.
 
LES 2014 - 2020: 810.000 Euro für Einzelprojekte
 
Insgesamt wurden bisher 22 Projekte, davon 13 sogenannte Einzelprojekte im Ostallgäu (zum Beispiel „Umsetzung Erlebnisraum Schlosspark“, „Wiese x 16 – Modellhaftes Grünflächenmanagement und Umweltbildung zum Schutz heimischer Blumenwiesen“ oder „Energiezukunft Unternehmen Ostallgäu“) und neun Kooperationsprojekte mit anderen Lokalen Aktionsgruppen (zum Beispiel „What´s Up?! – Aktive Jugendbeteiligung im ländlichen Raum“, „Dorfkerne-Dorfränder“ oder „Mehr Vielfalt in der Energielandschaft – mit Durchwachsene Silphie“), für eine Förderung über das EU-Förderprogramm LEADER 2014 - 2020 befürwortet. In Summe stehen der LAG 1,8 Millionen Euro im Rahmen von LEADER 2014 - 2020 zur Verfügung. Zur Halbzeit der Förderperiode sind davon insgesamt über 1,13 Millionen Euro an Fördermitteln gebunden – davon knapp 810.000 Euro für Einzelprojekte und über 320.000 Euro für Kooperationsprojekte. „Mein großer Dank geht an die zahlreichen engagierten Akteure aus dem Landkreis, die mit ihrem Einsatz den Landkreis sowie die gesamte Region Allgäu mit innovativen Projekten vorangebracht haben“, sagt Landrätin Zinnecker.
 
Weitere Informationen stehen auf der Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de bereit. Bei Fragen steht die Geschäftsstelle des „bergaufland Ostallgäu e. V.“ unter der E-Mail info(at)bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.

Mitteilung vom 17.05.2018

Tourismusverband: „Nicht mehr Quantität, sondern mehr Qualität“

Landrätin Zinnecker verwies angesichts immer neuer Höchstwerte bei Ankünften und Übernachtungen darauf, dass „es nicht allein um mehr Quantität“ gehen darf.

Der Tourismus im Ostallgäu läuft nach wie vor auf Hochtouren: Bei der Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Ostallgäu verkündete Landrätin und Verbandsvorsitzende Maria Rita Zinnecker erneut neue Höchstwerte bei Ankünften und Übernachtungen – verband diese Rekordzahlen aber auch mit einem deutlichen Hinweis, dass die Strategie der Zukunft „nicht mehr Quantität, sondern mehr Qualität“ lauten muss.
 
Die Zahlen zeigen wie in den Vorjahren, dass der Landkreis Ostallgäu eine touristische Top-Destination ist: 2017 kamen 1.326.790 Gäste an, was einem Plus zum Vorjahr von 5,2 Prozent entspricht. Auch bei den Übernachtungen stieg der Wert von 4.345.408 auf 4.462.258 an – ein Plus von 2,7 Prozent. „Die Zahlen steigen seit zehn Jahren kontinuierlich und stetig an“, sagte Zinnecker. Auch der Trend zum Camping-Urlaub im Ostallgäu ist weiter ungebrochen: Bei den Übernachtungen verzeichnete der Tourismusverband einen Anstieg von 5,1 Prozent auf 669.858 im Jahr 2017.
 
„Strategische Maßnahmen eingeleitet“
 
Landrätin Zinnecker verwies angesichts der steigenden Zahlen darauf, dass „es nicht allein um mehr Quantität“ gehen darf – Stichwort „Over-Tourism“: „Wir brauchen mehr Qualität und wir müssen den Tourismus im Ostallgäu im Sinne der Gäste, aber besonders im Sinne der Einheimischen effizienter und zielgerichteter steuern.“ Der Landkreis habe hierzu schon strategische Maßnahmen eingeleitet: „Das Tourismusforum war ein wichtiger Schritt und hat dank der guten Beteiligung vieler Akteure aus dem Tourismus wichtige Erkenntnisse gebracht“, sagte Zinnecker, die auch das geplante Wissenstransferzentrum (WTZ) in Füssen als Baustein einer innovativen und nachhaltigen Tourismusentwicklung sieht. Zinnecker unterstützt den Antrag für die Ansiedlung des WTZ in Füssen. Überdies habe man auch im Landratsamt dem Tourismus mit der Schaffung eines eigenen Fachbereichs einen größeren Stellenwert verliehen.
 
Als „absolutes Erfolgsmodell“ bezeichnete Zinnecker das Projekt „Allgäumobil“, das Touristen mit Gästekarte und KönigsCard die kostenlose Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs ermöglicht. Waren es im Jahr 2016 noch 229.922 Nutzungen, verzeichnete der Tourismusverband im Jahr 2017 mehr als 247.000 Nutzungen. Seit dem Start des Projekts im Jahr 2012 wurden mehr als 1,1 Millionen Nutzungen registriert. Weitere Aushängeschilder des Tourismus im Ostallgäu sind die ABK-Radltour (2017 in Füssen, 2018 in Kaufbeuren) und die „Schlosspark-Radrunde“ als eine von zwei 5-Sterne-Radrunden in Deutschland.

Mitteilung vom

Innovation und Technik: der „Inno Truck“ in Füssen

Das Ausstellungsfahrzeug zeigt mit Experimentierstationen und digitalen Medien, wie Technik und Innovation unser Leben gestalten.

Der InnoTruck im Pausenhof des Gymnasiums Füssen. Bild: Landratsamt Ostallgäu

Der „InnoTruck“ hat vor kurzem zwei Tage Station in Füssen gemacht. An dem Programm, organisiert von der Bildungsregion Ostallgäu, haben alle weiterführenden Schulen in Füssen teilgenommen. Lehrkräfte, Kinder und Jugendliche waren vom „InnoTruck“ begeistert.
 
Wie sieht Kaffeepulver unter einen Rasterelektronenmikroskop aus? Was passiert bei der Elektrolyse? Welche Ausbildungsmöglichkeiten und Studiengänge gibt es für technisch interessierte Schülerinnen und Schüler? Das sind nur ein paar der MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), mit denen sich Kinder und Jugendliche bei einem Besuch des Ausstellungsfahrzeugs InnoTruck mit Multimediamitteln und eigenen Experimentierstationen beschäftigten.
 
„Aha-Effekt“ bei allen
 
Die wissenschaftlichen Projektbegleiter des Trucks, Biologe Dr. Dominik Klinkenbuß und Chemiker René Nowak, führten die Schülerinnen und Schüler durch die Ausstellung. An dem Programm nahmen das Sonderpädagogische Förderzentrum, die Mittelschule, die Realschule und das Gymnasium in Füssen teil. Die Schulleitungen und die begleitenden Lehrkräfte zogen ein positives Fazit. Der InnoTruck hat großes Interesse und viel Wissbegierde für Technik und Innovation bei den Schülerinnen und Schülern geweckt, was auch Dr. Klinkenbuß und Herr Nowak bestätigten, die nach den Führungen noch viele Fragen beantworten mussten.
 
Am zweiten Tag in Füssen war auch Gelegenheit für die Öffentlichkeit, sich den „InnoTruck“ anzusehen. Der „Aha-Effekt“ zu den oben genannten Fragen stellte sich dabei nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei den erwachsenen Besuchern ein.  Der „InnoTruck“ war am vorangegangenen Montag und Dienstag in Kaufbeuren im Innova-Park. Die „InnoWoche“ wurde vom Bildungsbüro Kaufbeuren in Zusammenarbeit mit der Bildungskoordination des Landkreises Ostallgäu im Rahmen des Bildungsschwerpunkts „MINT-Förderung“ organisiert.