Aktuelles

Mitteilung vom 28.07.2021

Landkreis entwickelt Radinfrastruktur jetzt auch für Alltagsradler

Neben Pflege und Weiterentwicklung des Freizeitradnetzes geht der Landkreis nun auch die Entwicklung des Alltagsradnetzes an.

„Das Fahrrad hat für die alltägliche Mobilität eine hohe Bedeutung. Es ist umweltfreundlich, kostengünstig und schnell. Mit der Entwicklung eines Alltagsradnetzes möchte der Landkreis das Rad als attraktives Verkehrsmittel voranbringen“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.

Das Rad hat als Verkehrsmittel viele positive Eigenschaften. Es verursacht keine Staus oder Parkplatzprobleme. Radfahren ist gesund, klimafreundlich und zum Teil schneller als das Auto. Da liegt es auf der Hand, dass sich die Staatsregierung mit dem Radverkehrsprogramm Bayern 2025 das Ziel gesetzt hat, den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr zu steigern und das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel zu etablieren. „Wir möchten dieses Ziel aktiv umsetzen und haben die Initiative sofort ergriffen, um unsere Radinfrastruktur noch besser zu machen“, sagt Zinnecker.

Damit dies gelingt, konzentriert sich der Landkreis neben einem qualitativ hochwertigen Freizeit-Radangebot für Gäste und Einheimische nun auf die Entwicklung eines Alltagsradnetzes und die Verzahnung beider Angebote. Dabei unterscheiden sich die Anforderungen an das Alltagsradnetz deutlich von denen des Freizeitradnetzes. „Aufgebaut werden muss ein Netz mit direkten, durchgängigen und sicheren Radverbindungen, die die Hauptorte miteinander verbinden“, erklärt Sebastian Gries, Leiter des Fachbereichs Tourismus im Landkreis. Mit der Weiterentwicklung des Alltagsradnetzes und der Verzahnung mit dem bestehenden Freizeitradnetz werde so nun ein weiteres wichtiges Zwischenergebnis des Prozesses zum Masterplan Mobilität Süd in die Umsetzung gebracht.

Im Rahmen des „Radverkehrsnetz Bayern“, einem Projekt des Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr, wird zunächst ein Entwurf für das Alltagsradnetz für den Landkreis Ostallgäu entwickelt und in den nächsten Wochen mit den Kommunen und Radfahrverbänden des Landkreises abgestimmt. Der Abstimmungsprozess wird dann auf bayerischer Ebene fortgeführt.  Thomas Kolbinger vom Kommunalen Bauamt des Landkreises erläutert die wichtige Rolle dieses Schrittes: „Dieser Netzentwurf soll zeigen, in welchen Bereichen es noch Lücken für eine durchgängige Befahrbarkeit und die Erreichbarkeit von Zielen gibt.“ Der Entwurf bilde im Weiteren die Planungsgrundlage für bauliche Verbesserungen zur Erhöhung die Verkehrssicherheit der Radinfrastruktur und sei Grundlage für die Inanspruchnahme des Förderprogrammes „Stadt und Land“ mit seinen attraktiven Fördersätzen, so Kolbinger. Eine Ausschilderung des Alltagsradnetzes nach dem Standard der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) soll auch in diesem Bereich den hohen Qualitätsstandards des Landkreises entsprechen.


Bildquelle: topplan

Mitteilung vom 28.07.2021

Pflegestützpunktes Ostallgäu geht an den Start

Mit dem neuen Pflegestützpunkt im Landratsamt gibt es seit dem 1. Juli 2021 ein kostenloses Pflegeberatungsangebot für alle Bürger*innen im Landkreis.

Gemeinsam mit dem Bezirk Schwaben sowie den Kranken- und Pflegekassen, vertreten durch die AOK Kaufbeuren-Ostallgäu, bietet der Landkreis Ostallgäu mit dem Pflegestützpunkt für alle Ostallgäuer*innen kostenlose und neutrale Beratung zu allen Fragen rund um die Pflege sowie bei Bedarf eine umfangreiche, individuelle Fallberatung an.

Pflegeberaterinnen stehen für Anfragen zur Verfügung

Dieses Unterstützungsangebot richtet sich an alle Ratsuchenden, egal ob eigene Pflegebedürftigkeit vorliegt, Angehörige zuhause versorgt werden oder einfach nur grundlegende Informationen gewünscht sind. Die beiden Pflegeberaterinnen Agnes Hartmann und Verena Bösl stehen ab sofort für alle Anfragen zur Verfügung.

Ratsuchende können sich unter der kostenlosen Telefonnummer 08342 911-511 von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 12 Uhr oder per Mail unter pflegestuetzpunkt(at)lra-oal.bayern.de an den Pflegestützpunkt im Landratsamt in Marktoberdorf wenden.

Mitteilung vom 21.07.2021

Erfolgreiches Stadtradeln im Ostallgäu: Einmal zum Mond und zurück

Die erste Teilnahme am Stadtradeln ist für den Landkreis ein voller Erfolg: 4276 Radelnde in 187 Teams sind mehr als 863.000 Kilometer in drei Wochen gefahren.

Das entspricht der Distanz einmal zum Mond und wieder zurück oder täglich in den drei Wochen einmal rund um den ganzen Erdball. „Die Teilnehmenden haben damit ein ganz starkes Zeichen für Gesundheit und CO2-Vermeidung gesetzt“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.

Mit seinem Ergebnis ist der Landkreis unter 2121 teilnehmenden Kommunen nicht nur zweitbester Neustarter in ganz Deutschland, er ist auch unter den Top 30 bundesweit. Insgesamt wurden durch das Stadtradeln im Ostallgäu rund 127 Tonnen CO2 im Aktionszeitraum von drei Wochen bis zum 3. Juli eingespart. Der Landkreis nimmt damit derzeit Rang 3 landesweit der Aktion ein, beziehungsweise Rang 2 in der Einwohnerkategorie. Zinnecker dazu: „Ich freue mich sehr, dass wir auf Anhieb als Landkreis so weit vorne sind! Das spricht für unsere Radregion und spornt uns noch mehr an.“

Rang sechs deutschlandweit


Das Gymnasium Marktoberdorf ist in der Sonderkategorie Schulradeln momentan auf Rang fünf in Bayern. Mit Toni Holzheu aus der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Obergünzburg ist einer der Stadtradel-Stars mit 1.942 Kilometern auf Platz 6 in Deutschland. Die VG Obergünzburg führt bei Kommunen in Bayern mit knapp 200.000 Kilometern in seiner Größenkategorie der Einwohner und Marktoberdorf bei den Kommunen zwischen 10000 und 49.999 Einwohnern. Füssen liegt auf Rang 84 bayernweit (ohne Einwohnereinschränkung), Buchloe auf 63, Nesselwang auf 195. Die VG Biessenhofen startet erst im August.

21 Tage möglichst viel Radfahren

Stadtradeln ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Die Ergebnisse des Wettbewerbs zeigen, wie viele Menschen bereits mit dem Fahrrad unterwegs sind und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Stadtradeln ist eine Initiative des Netzwerks Klima-Bündnis.

Mitteilung vom 20.07.2021

Bildungskonferenz über Chancen und Herausforderungen der Pandemie

Vergangene Woche fand in Marktoberdorf die 5. Bildungskonferenz des Landkreises Ostallgäu statt.

„Mut zur Lücke – Chancen und Herausforderungen der Pandemie für unsere Bildungsregion.“ Unter diesem Motto fand im Arthur-Groß-Saal des Gymnasiums Marktoberdorf die Bildungskonferenz statt.

 

Rund 80 Teilnehmer*innen waren eingeladen über Antworten auf Fragen wie „Welche Rolle spielen digitale Medien in der Zukunft des Lernens?“ oder „Welche Veränderungen braucht unsere Bildungslandschaft um künftig gut aufgestellt zu sein?“

Nähere Informationen zur Bildungskonferenz gibt es im Internet auf der Seite https://www.bildung-ostallgaeu.de/bildungskonferenz.html

Mitteilung vom 20.07.2021

Interview mit der Gartenbotschafterin des Landkreises Ostallgäu

Zum Tag der Hängematte am 22. Juli hat die Kreisgartenfachberatung mit der Ostallgäuer Gartenbotschafterin zum Garten als Raum der Erholung gesprochen.

Elke Schäling begann zusammen mit ihrem Mann German vor mittlerweile über 40 Jahren einen Garten um das neu gebaute Familienheim in Stöttwang (Ostallgäu) anzulegen. Etliche Male wurde das Grundstück verändert, Pflanzen wurden ergänzt, der Hang terrassiert. Im Lauf der Jahre wuchs der Garten, im wahrsten Sinne des Wortes, denn inzwischen bestimmen große Bäume und Sträucher über einen Großteil der bald 2000 Quadratmeter großen Fläche. Darunter und dazwischen jedoch findet sich eine große Vielfalt an Stauden, Rosen, Kräutern und Kletterpflanzen, natürlich auch ein Gemüsegarten. Es ist ein Garten zum Eintauchen ins Grün, üppig und voller Leben. Da darf natürlich auch ein großer Teich nicht fehlen.


Elke Schäling arbeitete vor der Pensionierung als Lehrerin für Erdkunde und Englisch. Mit ihren Bäumen wuchsen auch Elkes Interesse und Verständnis ums Gärtnern, bis es mittlerweile zum Lebensinhalt geworden ist. Wer mit ihr durch den Garten geht, merkt schnell, was hier die treibende Kraft ist: die Liebe zu ihren Pflanzen.

 

Sehr geehrte Frau Schäling, bereits durch die vielen Sitzplätze lädt ihr Garten zum Verweilen und Innehalten ein. Welche Rolle spielt der Garten als Ort der Entspannung in Ihrem Leben?

E. S.: Für mich ist der Garten der ideale Mittelpunkt unseres Lebens. Darum muss er vielfältig sein und dazu gehören Sitzplätze, allerdings sind sie eher Rastplätze zum kurzen Ausruhen und Beobachten, was sich um mich herum tut. Welche Vögel und Insekten sehe ich, wenn ich ruhig sitze? Was höre ich? Meistens entdecke ich beim herumschauen eine Pflanze, die gegossen oder angebunden werden muss. Das zu machen, ist keine Arbeit, ich entspanne mich beim Garteln. Am schönsten ist es, mit interessierten Menschen durch den Garten zu gehen – früher nannte man das Lustwandeln – zu schauen, zu riechen, zu schmecken. Das ist pure Entspannung.


Und etwas allgemeiner gefragt: Was macht das Leben als Gärtnerin so besonders?

E. S.: Früh an einem Sommermorgen durch den noch kühlen Garten zu gehen ist ein besonderes Vergnügen. Überhaupt rate ich zum Frühaufstehen. Die frühe Gärtnerin sieht ihren Garten morgenfrisch. Der Tag fängt gut an. Einen Garten zu haben, egal ob groß oder klein, ist ein Glück. Man kann gestalten, einen Ort schaffen für Pflanzen und Tiere. Dafür bekommt man unendlich viel zurück.


Ihr Garten hat viele unterschiedliche Facetten. Lassen sie sich dabei auch von anderen Gärten, Gärtnerinnen und Gärtnern inspirieren? Welche fallen Ihnen da ein? (Regional? Überregional?)
E. S.: Ich gärtnere seit über 40 Jahren und habe mich immer umgeschaut, was andere machen. Über den Gartenzaun kommt man sich näher. Gärtner*innen sind freigiebig, sie teilen ihr Wissen und ihre Pflanzen gern. Gärten zu besuchen, kann sehr inspirierend sein. Das haben wir früher gemacht. Heute gehen wir vor allem auf Entdeckungstour im eigenen Garten. Wir besuchen aber auch gerne den Berggarten des Crescentiaklosters in Kaufbeuren. Er ist zu allen Jahreszeiten ein Ort der Ruhe mitten in der Stadt. Eigentlich kann man ja als Gärtner*in höchstens im Winter verreisen. Und da müssen die Vögel gefüttert werden.


Haben Sie Lieblingspflanzen in Ihrem Garten? Welche sind das und warum?
E. S.: Meine Lieblingspflanzen sind die „treuen und genügsamen“, die auch, wenn es regnet, heiß ist oder bei Schneckenplage wachsen und gedeihen, z.B. Frauenmantel, Elfenblume, Phlox, Gamander. Im zeitigen Frühjar blühen zuverlässig Elfenkrokusse und Winterlinge und bringen Vorfreude aufs Gartenjahr. Ich gebe allerdings zu, dass die schwierigen, wenn sie dann mal für kurze Zeit blühen, meine absoluten Lieblinge sind, z.B. die Strauchpfingstrose Paeonia rockii.


Wenn Sie eine Pflanze wären, welche wäre das?

E. S.: Ich möchte ein Baum sein, tiefverwurzelt im Boden mit einem starken Stamm und den Zweigen in der Luft. Vielleicht eine Robinie. Die blüht im Juni eine weiße Wolke, Wenn man darunter steht und die Augen schließt, hört man ein Summen und Brummen von hunderten von Bienen und Hummeln.


Auch Obst, Kräuter und Gemüse findet man viel im Garten. Haben Sie besondere Favoriten, um ihre Küche zu bereichern? Oder gar einen Rezepttipp?

E. S.: In unserem Garten muss Essbares unter besonderen Bedingungen angebaut werden, denn es gibt durch die vielen hohen Bäume und Sträucher viel Schatten und nur wenige wirklich sonnige Stellen. Daher sind die Beeren die wichtigsten essbaren Pflanzen bei uns im Garten, vor allem für die Enkelinnen. Es gibt zahlreiche (Wald-) Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, sämtliche Johannisbeeren und Stachelbeeren. Ein feiner Nachtisch damit ist zum Beispiel eine Schale gemischte Beeren mit wenig Zitronensaft, ein bisschen Zucker und darüber kleingeschnittene Samen der Süßdolde (Myrrhis odorata), die schmecken nach Lakritz. Natürlich gibt es dort, wo es sonnig ist, aber auch Kräuter wie Schnittlauch, Minzen, Liebstöckel und viele mediterrane Kräuter in Töpfen. Stangenbohnen, Erbsen, Zucchini, Rhabarber, Palmkohl, Mangold und der Salat in Kästen wachsen auch bei uns recht gut. Tomaten müssen in alte Badezuber oder Hängekörbe.


7. Sie blicken zurück auf viele Jahre als Gärtnerin, sind aber auch Mutter von drei Kindern und haben auch bereits drei Enkelkinder. Welche Botschaft haben Sie als Gärtnerin für die nachfolgenden Generationen?

E. S.: Pflanzt Bäume, sie produzieren Sauerstoff und Schatten im immer heißer werdenden Sommer. Seid den Kindern ein Vorbild beim Beobachten der Natur. Nur was man liebt, will man erhalten. Schmetterlinge im Garten suchen macht Kindern Spaß. Lasst Wildwuchs zu, streicht das Wort „Unkraut“ aus dem Vokabular. Unsere Gärten müssen vielfältiger werden.

Mitteilung vom 20.07.2021

Familientag am 24. Juli: Corona-Impfungen für Kinder ab 12 Jahren

Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren bieten die Impfzentren in Marktoberdorf und Kaufbeuren am Samstag, 24. Juli, an.

Von 8 bis 16 Uhr können sich Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren in den Impfzentren in Marktoberdorf und Kaufbeuren mit dem Impfstoff von Biontech impfen lassen. Ermöglicht wird dies durch die Beratung durch anwesende Kinderärzte. Erforderlich ist bei Minderjährigen die Zustimmung der Sorgeberechtigten. Eine vorherige Anmeldung ist auch bei dieser Sonderimpfaktion nicht notwendig.

Impfungen in den Gemeinden

In dieser und der kommenden Woche werden die Impfungen vor Ort in mehreren Gemeinden des Landkreises fortgesetzt. Die Verantwortlichen hoffen darauf, dass sich vor allem bei den Wiederholungsterminen noch mehr Bürgerinnen und Bürger für dieses einfach zugängliche Angebot entscheiden. Verimpft werden alle derzeit gebräuchlichen Vakzine.

Johnson & Johnson-Tag am Sonntag


Am Sonntag, 25. Juli 2021, bieten die Impfzentren nochmals eine Impfung mit dem Impfstoff Johnson & Johnson an. Bei diesem Impfstoff genügt eine einmalige Impfung, um den vollen Impfschutz zu erlangen. Gerade vor den Ferien besteht so die Möglichkeit, keine Beschränkungen in den Urlaubsländern oder bei Rückkehr in Kauf nehmen zu müssen.


Mitteilung vom 16.07.2021

1000 Schulen für eine Welt: Von der Idee zur fertigen Schule in Namibia

Für den Bau der Schule hat Landrätin Maria Rita Zinnecker im vergangenen Jahr 44.894 Euro an Spendengeld an die Stiftung Fly & Help übergeben.

Bildquelle: Fly & Help

Damit hat Reiner Meutsch von der Stiftung Fly & Help jetzt eine Schule in Ovijere, Namibia, gebaut. Die Spenden dafür stammten zum größten Teil von Bürgern*innen und der lokalen Wirtschaft. Zinnecker freut es, dass aus dem Ostallgäuer Spendengeld nun eine Schule in Namibia wurde, denn Bildung sei die entscheidende Ressource für Entwicklung und Wohlstand in einem Land.  
  
Reiner Meutsch, begeisterter Hobby-Flieger und Initiator der Stiftung Fly & Help, berichtet, dass es am Anfang nicht leicht gewesen sei, trotz Corona mit dem Schulbau zu beginnen. Erst Anfang dieses Jahres hätten sie endlich mit ihrem lokalen Partner Kaokoland e.V. loslegen können. Herausgekommen sei eine Schule in der ortsüblichen Bauweise, in der zwei Grundschulklassen mit circa 90 Schülern von zwei Lehrern unterrichtet werden können.
 
Von vorneherein auf Nachhaltigkeit ausgerichtet
  
„Die Situation vor Ort hat sich dadurch erheblich verbessert“, betont Meutsch. Zuvor sei nur ein provisorischer Holzhüttenverschlag vorhanden gewesen, auf dessen Wellblechdach die Sonne unbarmherzig niedergebrannt hätte. Entsprechend groß sei die Freude der Kinder und der Eltern gewesen, als der neue Schulbau stand. Damit dies so bleibt, wurde mit der Regierung in Namibia vertraglich vereinbart, dass die Lehrer für diese Schule zuverlässig gestellt und bezahlt werden. „Das war damals ein entscheidender Punkt für uns“, erläutert Zinnecker, „gebaut ist schnell, nur was ist danach?“ So aber sei das Projekt von vorneherein auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und nehme auch die Regierung vor Ort in die Pflicht. Die entscheidende Phase für dieses Projekt beginnt für Zinnecker aber jetzt: „Es kommt nun auf die Menschen vor Ort an, was sie aus diesem Bildungsangebot machen.“ Diese Eigenverantwortung spiegele sich auch im Spruch wider, den der Kreistag als Initiator dieser Aktion den Kindern und Eltern mit auf den Weg gegeben hat.
   
Meutsch wäre aber nicht Meutsch, wenn er es bei dem Schulbau belassen würde, er hat schon weitere Pläne für Ovijere in der Schublade. Dadurch, dass die Kinder aus Familien kommen, die als Halbnomaden ihre Viehherden begleiten, ist es den Kindern oftmals nicht möglich, am Ende eines Schultages zu ihren Familien zurückzukehren. Sie müssen in der Schule weiter betreut werden. Meutsch plant daher ein Hostel und eine Schulküche für Ovijere. Auch wenn die Spendenaktion im Ostallgäu mit dem Schulbau zu Ende gegangen ist, kann das Ostallgäu weiter unterstützen.

 

  • Ovijere liegt im Norden von Namibia, ungefähr 18 km von Okanguati und rund 124 Kilometer von Opuwo entfernt mitten im afrikanischen Busch
  • Keine Infrastruktur, kein Handyempfang
  • Derzeit gibt es in Ovijere an der Schule zwei LehrerInnen und rund 90 Schüler. Die Schule ist eine Grundschule, die von der 1. Klasse bis zur 6. Klasse reicht. Die Schüler kommen zu 90 Prozent aus der Ovahimba Community, die restlichen 10 Prozent sind Zemba. Beide Bevölkerungsgruppen sind Halbnomaden.
  • Die bisherige Schule bestand aus einem Unterschlupf aus Holz und bot keine sichere Lernumgebung. Auch verbleiben die Kinder nachts an der Schule und schlafen auf dem nackten Erdboden, da es keine sonstige Beherbergung gibt.
  • Das neue Gebäude mit den zwei Klassenräumen stellt in Ovijere die erste Hilfsmaßnahme dar und sollte ursprünglich 39.200 Euro kosten, coronabedingt haben sich die Baukosten auf 37.400 Euro reduziert. Der Überschuss von 7500 Euro wird für den weiteren Ausbau und damit den Bau eines Hostels/Schulküche weitergereicht.

   
Spendenkonto des Landkreises Ostallgäu
 
IBAN: DE 94 5739 1800 0000 0055 50
BIC: GENODE51WW1, Westerwald Bank eG
Verwendungszweck 1: LK Ostallgäu
Verwendungszweck 1: Name und Adresse des Spenders
(Bitte zur Ausstellung einer Spendenbescheinigung
angeben)
 
Die Reiner Meutsch Stiftung „Fly & Help” trägt das
Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für
soziale Fragen (DZI).
 
Weitere Informationen unter:
www.ostallgaeu.de/1000-schulen

Mitteilung vom 16.07.2021

Ganz einfach impfen lassen: Angebot vor Ort in den Gemeinden

Die Impfzentren bieten in einer Sonderaktion nun auch Impfungen in den Gemeinden an. Ein Termin ist auch dafür nicht nötig.

Die Impfquote liegt im Landkreis Ostallgäu bei knapp über 51 Prozent. Viel zu wenig, um für eine vierte Welle gerüstet zu sein und erneute harte Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft zu vermeiden. Daher werden ab Freitag dieser Woche in einzelnen Gemeinden des Landkreises Impfungen vor Ort in den Gemeinden angeboten. Die Impfungen finden am Wochenende von 13 bis 17 Uhr und an Werktagen von 16 bis 20 Uhr statt, um jedem die Teilnahme zu ermöglichen.
 
Noch niedrigschwelligeres Angebot
 
Personen, die ihre Wohnung aus gesundheitlichen Gründen nicht verlassen können, haben schon längst durch mobile Impfteams ein Impfangebot erhalten. Bei der Sonderaktion geht es vielmehr darum, ein noch niedrigschwelligeres Angebot zu schaffen. Wer, aus welchen Gründen auch immer, die Fahrt in eines der beiden Impfzentren in Kaufbeuren und Marktoberdorf nicht auf sich nehmen konnte oder kann, erhält nun nochmals Gelegenheit, sich in seiner oder der Nachbargemeinde ohne Terminvereinbarung impfen zu lassen.
 
Das Angebot ist zunächst an zwei Tagen je ausgewählter Gemeinde geplant und kann abhängig von der Nachfrage erweitert werden. Die Standorte wurden in Zusammenarbeit mit den Gemeinden ausgewählt, die Impfungen erfolgen durch Mitarbeiter der Impfzentren, die vom BRK Kreisverband betrieben werden. Die Verantwortlichen im Landratsamt und den Impfzentren planen weitere Aktionen, unter anderem soll auch nochmals der Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson angeboten werden. Darüber hinaus ist aber die Politik auf Landes- und Bundesebene gefordert Anreize zu schaffen, damit noch zögernde Bürgerinnen und Bürger ihre Verantwortung für uns alle wahrnehmen.
 
Eine Liste der Termine – die regelmäßig aktualisiert wird – gibt es auf der Homepage des Landkreises unter www.ostallgäu.de/corona.

Mitteilung vom 15.07.2021

Bildungsberatung bietet Coaching für Jobwechsler

Der Workshop hat zum Ziel, professionell im Bewerbungsgespräch aufzutreten, dabei authentisch zu bleiben und menschlich mit Freude zu überzeugen.

Die Bildungsberatung des Landkreises Ostallgäu bietet in Zusammenarbeit mit Sonja Glaß (Business-Coach aus Germaringen) ein Jobwechsler-Coaching. Der Workshop hat zum Ziel, professionell im Bewerbungsgespräch aufzutreten, dabei authentisch zu bleiben und menschlich mit Freude zu überzeugen. Die Anmeldung ist ab sofort bei der Bildungsberatung Marktoberdorf möglich.
 
Die Teilnehmenden durchlaufen in zwei Workshop-Terminen einen Prozess der Selbsterkenntnis und erfahren eine Stärkung ihres Selbstbewusstseins. Zielgerichtet werden mögliche Unsicherheiten und Ängste bearbeitet. Das (Er)Kennen der eigenen Stärken führt zu einer Optimierung der Selbstpräsentation.
 
Die Workshop-Teilnehmer*innen erfahren eine Simulation aller Phasen des Vorstellungsgespräches
und erhalten im Nachgang Feedback und Impulse durch Sonja Glaß die als ehemalige Ausbildungsleiterin und Leiterin Personalentwicklung praxisnah durch diesen Prozess begleitet.  
Dieser Praxistransfer, verbunden mit dem Prozess der Selbstreflexion, ermöglicht den Teilnehmern ihr ganz individuelles Potenzial zu aktivieren für einen starken, authentischen Aufritt im Vorstellungsgespräch.
 
Termine: Donnerstag, 23. September und 30. September 2021, jeweils von 15.30 bis 18.30 Uhr
Kursort: Landratsamt Ostallgäu, Schwabenstraße 11, 87616 Marktoberdorf, Raum Aggenstein
Kosten: 55 Euro je Termin einschließlich Unterlagen und Verpflegung – bezuschusst vom Landratsamt Ostallgäu
 
Fragen und Anmeldung: Christine Hoch, Bildungsberatung des Landratsamts Ostallgäu, Telefon 08342 911-293 oder per E-Mail: christine.hoch@lra-oal.bayern.de.

Mitteilung vom 15.07.2021

LEADER: Förderung von weiteren Kleinprojekten beschlossen

„Die vielen kreativen Einzelmaßnahmen zeigen wieder, wie stark das Bürgerengagement bei uns im Ostallgäu ist“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.

„bergaufland“ fördert Kleinprojekte: Im Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „bergaufland Ostallgäu e. V.“ wurden in seiner jüngsten Sitzung 13 Einzelmaßnahmen von lokalen Akteuren im Rahmen des Projekts „Unterstützung Bürgerengagement“ vorgestellt und für eine Förderung über das EU-Förderprogramm LEADER beschlossen.
  
Bei der elften Sitzung entschied das Gremium über die eingereichten Anfragen der Einzelmaßnahmen im Rahmen des Projekts „Unterstützung Bürgerengagement“. Folgende Maßnahmen werden unterstützt: Förderung der Digitalen Nachbarschaft, Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Ostallgäu; Mit Bäumen und Sträuchern gegen den Klimawandel und für eine lebenswerte Umwelt, BUND Naturschutz – Ortsgruppe Germaringen; Wald- und Wiesenschule Irsee, BUND Naturschutz – Ortsgruppe Irsee; Wertach Aktivweg in Biessenhofen: LandArt mit Kindern am Wertachdamm, Bürgerstiftung Biessenhofen; Barrierefreie Station für WaldWissenSpielplatz, Kreisjugendring Ostallgäu; Lust auf Sprache, Kulturwelt Marktoberdorf e. V.; Hallo, ich bin’s! Ich erzähle Euch meine Lebensgeschichte – Kinder mit und ohne Migrationshintergrund berichten, Menschen im Aufwind e. V.; Streuobstwiese – Naturoase für Jung und Alt, Obst- und Gartenbauverein Jengen und Ummenhofen; Eine Holzlok für Groß und Klein – das soll es auf Eisenbergs Spielplatz sein, Spielplatzinitiative Eisenberg; Einrichtung eines mobilen Kreativ- und Kunstraumes mit Durchführung eines Malprojekts, Elternbeirat Kindergarten Bidingen; Kulturknotenpunkte Allgäu, Atelier Werkstatt Marktoberdorf; Kneippen in der Gemeinde, Arbeitskreis SeniorInnen/Soziales Aitrang und Schwimmkurs bzw. -training für Kinder, Heilpädagogische Tagesstätte, Förderschwerpunkt soziale, emotionale Entwicklung (HPTse) der Lebenshilfe Ostallgäu e.V. Für diese Vorhaben stehen nun rund 23.000 Euro zur Verfügung. „Ich freue mich sehr, dass wir im dritten Aufruf so zahlreiche und kreative Vorhaben mit einem kleinen finanziellen Beitrag unterstützen und so das Bürgerengagement im Ostallgäu weiter stärken können“, sagt Landrätin Zinnecker. Zudem wurde vom Holzforum Allgäu e. V. über die Ergebnisse aus dem abgeschlossenen und über LEADER geförderten Kooperationsprojekt „Netzwerk Wald & Holz im Allgäu – Gemeinsam mehr erreichen“ berichtet.
 
„Das LEADER-Förderprogramm beweist sich gerade in diesen herausfordernden Zeiten für die ländlichen Regionen als ein wertvolles Instrument, das es weiterhin zu nutzen gilt“, so Veronika Hämmerle, LEADER-Koordinatorin am zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten. Aktuell läuft die Vorbereitung der zukünftigen LEADER-Förderperiode auf Hochtouren.
 
Innovative oder modellhafte Projekte, die den Entwicklungs- und Handlungszielen der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen, können in der aktuellen Förderperiode noch bis Ende 2022 beantragt werden. Für die Umsetzung der LES stehen Fördermittel für Einzel- und Kooperationsprojekte von der Europäischen Union und dem Freistaat Bayern zur Verfügung. Entsprechende Projektideen sollten so bald als möglich eingereicht werden.
 
Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de zu finden. Bei Fragen steht die Geschäftsstelle des „bergaufland Ostallgäu e. V.“ unter info@bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung. Die Abwicklung der Projekte erfolgt über das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kempten. Die Fördersätze für die Projekte betragen in der Regel zwischen 30 und 70 Prozent.

Mitteilung vom 08.07.2021

Vorübergehend Kfz-Abmeldungen in der Verwaltungsgemeinschaft Obergünzburg nicht möglich

Der Service steht voraussichtlich ab Oktober wieder zur Verfügung.

Aus betrieblichen Gründen ist die Abmeldung von Kraftfahrzeugen im Einwohnermeldeamt der Verwaltungsgemeinschaft Obergünzburg vorübergehend nicht möglich. Voraussichtlich ab Oktober steht Ihnen der Kfz-Abmeldeservice in der Verwaltungsgemeinschaft Obergünzburg wieder zur Verfügung.
 
Für die Abmeldung eines Kraftfahrzeugs können sich Bürger*innen daher entweder an den Bürgerservice des Landratsamtes Ostallgäu in Marktoberdorf oder an die Kfz-Zulassungsstelle in Füssen wenden. Die Abmeldung eines einzelnen Fahrzeugs ist ohne Termin in Marktoberdorf oder Füssen möglich. Für die Abmeldung mehrerer Fahrzeuge ist eine vorherige Terminvereinbarung notwendig (08342/911-444 oder online-Terminvereinbarung www.buerger-ostallgaeu.de).

Mitteilung vom 06.07.2021

Ab Mittwoch: Terminvereinbarung in den Impfzentren aufgehoben

Die Anmeldungszahlen in den Impfzentren sind seit etwa zwei Wochen eingebrochen, die Wartelisten der bayerischen Anmeldesoftware (BayIMCO) nahezu leer.

Die Impfzentren werden für jedermann geöffnet: Da die Nachfrage nach Impfangeboten sinkt, heben Landkreis Ostallgäu und Stadt Kaufbeuren gemeinsam mit dem Roten Kreuz als Betreiber der Impfzentren die Terminvereinbarung ab Mittwoch, 7. Juli 2021, auf. Landrätin Maria Rita Zinnecker sagt: „Wir tun alles, um die Situation zu verbessern und es den Impfwilligen so einfach wie möglich zu machen, den Impfschutz für sich selbst und auch im Interesse von uns allen zu erhalten.“
 
Die Anmeldungszahlen in den Impfzentren sind seit etwa zwei Wochen eingebrochen, die Wartelisten der bayerischen Anmeldesoftware (BayIMCO) nahezu leer. Aufgrund der seit Wochen niedrigen Inzidenzwerte scheint für viele die Gefahr der Corona-Pandemie in den Hintergrund gerückt zu sein. Der eine oder andere sieht möglicherweise auch ein Problem darin, noch rechtzeitig vor dem Ferienbeginn den vollen Impfschutz zu erhalten und wartet lieber ab. Die Impfquote in Landkreis und Stadt liegt erst bei knapp 50 Prozent.
 
Vor diesem Hintergrund haben sich die Verantwortlichen von Rotem Kreuz, Stadt und Landkreis jetzt entschieden, die Impfzentren für jedermann zu öffnen. Das heißt, während der Betriebszeiten kann jeder Impfwillige dort einfach vorbeikommen und erhält seine Impfung. Eine vorherige Anmeldung oder Registrierung in der bayernweiten Software (BayIMCO) ist nicht mehr nötig; dies wird im Impfzentrum erledigt. Als Impfstoffe stehen BioNTech und Moderna zur Verfügung.
 
Die Öffnung gilt auch für Zweitimpfungen. Wer bereits eine Erstimpfung hat, kann innerhalb der von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Zeitkorridore nach seiner Erstimpfung, einfach im Impfzentrum vorbeikommen und erhält seine Zweitimpfung. Dies gilt auch für alle, die sich registriert und bereits einen Termin erhalten haben und ebenso für alle, die bereits einen Termin zur Zweitimpfung erhalten haben. Wer an seinem vereinbarten Termin festhalten möchte, kann dies natürlich auch tun. Die Termine haben – sofern gewünscht – nach wie vor Bestand.
 
Die Impfzentren in Marktoberdorf (Nordstraße 12) und in Kaufbeuren (Alte Weberei 4) haben von Montag bis Sonntag jeweils von 8 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.
 
Sonntag ist Johnson-Tag
 
Eine weitere Maßnahme wird dabei auch der sogenannte „Johnson-Tag“ sein. Den Impfzentren stehen einige Hundert Impfdosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson zur Verfügung. Die Besonderheit dabei ist, dass bei diesem Impfstoff eine einmalige Impfung genügt, das heißt wer Terminschwierigkeiten wegen einer Zweitimpfung befürchtet, hat hier einen einfacheren Weg, um den vollen Impfschutz zu erhalten. In den beiden Impfzentren wird am Sonntag, 11. Juli 2021, und in Marktoberdorf zusätzlich am Montag, 12. Juli 2021, an alle, die dies wünschen und solange der Vorrat reicht, der Impfstoff von Johnson & Johnson verimpft werden. Auch hier gilt: Es ist keine Terminvereinbarung erforderlich, Impfwillige können einfach während der Öffnungszeiten vorbeikommen.
 
Bei den Sonderaktionen ist den Verantwortlichen bewusst, dass es ohne die bisher übliche Terminvergabe zu Wartezeiten kommen kann. Dies wird aber im Interesse einer Erhöhung der Impfbereitschaft und der Vermeidung, dass Impfstoff in den Kühlschränken bleibt, in Kauf genommen.

Mitteilung vom 05.07.2021

Veterinäramt Ostallgäu: Christof Knitz folgt auf Franz Götz

Dr. Christof Knitz ist seit Anfang dieses Jahres neuer Leiter des Veterinäramts im Landratsamt Ostallgäu. Er folgt auf Dr. Franz Götz.

Dr. Christof Knitz. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Götz war nach 17 Jahren an der Spitze des Veterinäramts in den Ruhestand gegangen.
  
Knitz war nach dem Studium der Tiermedizin zunächst in der kurativen Großtier- und Pferdepraxis tätig und ist seit 20 Jahren Amtstierarzt des Freistaats Bayern. Der Leitende Veterinärdirektor war nach amtstierärztlicher Tätigkeit im Landkreis Lindau und bei der Regierung von Schwaben die vergangenen zehn Jahre als Referent im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz insbesondre im Bereich der Tierseuchenbekämpfung und als Mitarbeiter im Büro des Staatsministers an verantwortlichen Positionen eingesetzt. Jüngst wurde Knitz in den Landesausschuss der Bayerischen Tierseuchenkasse berufen.
  
„Fairer Umgang mit den Landwirten und den Lebensmittelunternehmern wichtig“

  
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Dr. Christof Knitz einen so erfahrenen Amtstierarzt, der alle Ebenen kennt, als neuen Leiter des Veterinäramts gewinnen konnten“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Das Ostallgäu ist einer der Landkreise Bayerns mit der höchsten Viehdichte und ein Zentrum der Viehzucht und des Viehhandels. Knitz sagt: „Mir ist ein immer fairer Umgang mit den Landwirten und den Lebensmittelunternehmern wichtig. Besonders am Herzen liegen mir bei meiner Tätigkeit der Tierschutz und die Tierseuchenbekämpfung.“ Knitz ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er und seine Familie leben im westlichen Teil des Allgäus.

Mitteilung vom 02.07.2021

Schülerbeförderung: Fahrtkosten vom Landkreis erstatten lassen

Bis zum 31.10. haben Schüler*innen weiterführender Schulen die Möglichkeit, ihre Schulwegkosten im Schuljahr 20/21 vom Landkreis ersetzt zu bekommen.

Nach dem Stichtag eingehende Anträge auf Kostenerstattung können nicht mehr berücksichtigt werden. Bei Posteinsendung ist das Eingangsdatum maßgebend. Soll der Schulweg im laufenden beziehungsweise kommenden Schuljahr mit dem Auto zurückgelegt werden, ist eine Kostenerstattung nur ausnahmsweise möglich. Hier gilt es, sich bereits vor der ersten Fahrt mit dem Landratsamt abzustimmen.
 
Zeitersparnis als Voraussetzung
 
Grundsätzlich werden Anträge genehmigt, wenn eine öffentliche Verkehrsverbindung nicht besteht beziehungsweise die Nutzung eines privateigenen Kraftfahrzeuges an drei Tagen in der Woche eine Zeitersparnis von jeweils mehr als zwei Stunden mit sich bringt. Genehmigt werden zudem Anträge von Teilnehmern einer Fahrgemeinschaft, sofern sie wirtschaftlicher sind. Diese Regelung gilt insbesondere auch für Berufs-, Berufsfachschüler sowie Schüler der Fach- und Berufsoberschulen.
 
Sowohl bei den Erstattungsanträgen als auch den Anträgen zur Genehmigung eines privaten Kraftfahrzeuges ist die Bestätigung der jeweiligen Schule notwendig. Diese ist in den Schulsekretariaten, die noch bis zum Schuljahresende besetzt sind, zu erhalten. Weitergehende Informationen zur Schulwegkostenfreiheit sind auch auf der Homepage des Landkreises Ostallgäu zu finden unter www.ostallgaeu.de.
 
Auskünfte gibt es beim Landratsamt Ostallgäu unter den Telefonnummern: 08342 911-447 (Frau Gellrich), 08342 911-445 (Frau Osterried) sowie unter 08342 911-328 (Frau Zwick).
 
Weitere Informationen zur Schulwegkostenfreiheit und Schülerbeförderung sind auf der Homepage des Landkreises zu finden: www.ostallgaeu.de/schulweg

Mitteilung vom 01.07.2021

Ausgezeichnet: Landkreis Ostallgäu ist Digitale Bildungsregion

Das Zertifikat bekam Landrätin Maria Rita Zinnecker von Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo. Der Landkreis ist schon seit 2014 „Bildungsregion in Bayern“.

V. l.: Dr. German Penzholz, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo / Bildquelle: Staatsministerium für Unterricht und Kultus).

Der Landkreis Ostallgäu ist nun offiziell „Digitale Bildungsregion“: Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo überreichte Landrätin Maria Rita Zinnecker in einem Festakt kürzlich das Zertifikat. Insgesamt sechs schwäbische Landkreise und die Stadt Kempten haben die Auszeichnung erhalten.
 
Der Landkreis Ostallgäu ist schon seit 2014 „Bildungsregion in Bayern“. In einer Bildungsregion werden die verschiedenen Akteure im Bereich Bildung miteinander vernetzt, um die Angebote und Bedarfe in der Region in Einklang zu bringen. Mit der Digitalen Bildungsregion zeigen die ausgezeichneten Landkreise und Städte, dass sie das auch im Bereich Digitalisierung umsetzen.
 
In seiner Laudatio lobte Minister Piazolo das Ostallgäu für seine praktische Herangehensweise an das Thema. Als Beispiel nannte er das Projekt „Lets act“ des Kreisjugendrings, das gerade in der Corona-Zeit die digitalen Möglichkeiten nutzt, um Jugendliche zum ehrenamtlichen Engagement hinzuführen.
 
Ohne Pause an der Verbesserung der Bildung arbeiten
 
Landrätin Zinnecker sagte, dass die Vernetzung der Bildungsregion Ostallgäu zum Ziel habe, in allen Lebensbereichen Bildung zu fördern – nicht allein in Schule und Kindergarten. Das zeige sich an der guten Zusammenarbeit mit Vereinen und der Wirtschaft. Sie betonte, dass sich der Landkreis auf der Auszeichnung nicht ausruhe, sondern ohne Pause an der Verbesserung der Bildung arbeite.
 
Der Projektverantwortliche Dr. German Penzholz präsentierte exemplarisch zwei Projekte der Digitalen Bildungsregion Ostallgäu: Die Laptopspende im Frühjahr 2020, mit der in kürzester Zeit 400 gebrauchte Laptops von Privatpersonen und Firmen aufbereitet und an bedürftige Schüler für den Heimunterricht gegeben wurden. Zudem erklärte er das Projekt „ehrenamtliche Medienberater“, bei dem technikaffine Ehrenamtliche in bisher sechs Gemeinden Beratung beim Umgang mit digitalen Geräten anbieten.

Mitteilung vom 30.06.2021

Sozialstiftung Ostallgäu stellt frisch sanierten Forstweg vor

„Nur dank solcher Wege ist die Sozialstiftung in der Lage, bedürftigen Menschen zu helfen“, sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker.

V. l.: Stephan Kleiner vom AELF, Landrätin Zinnecker und Revierleiter Stephan Fessler

Um auch künftig bedürftige Ostallgäuer Bürger*innen finanziell unterstützen zu können, hat die Sozialstiftung Ostallgäu in ihrem Wald bei Aufkirch einen Forst- und Rückeweg umfassend saniert. Landrätin Maria Rita Zinnecker als Vorsitzende des Stiftungsvorstandes stellte nun den 500 Meter langen Weg vor, der zur Erschließung des 14 Hektar großen Waldstücks im Oberwald und damit zur Erhaltung der Vermögenswerte der Stiftung dienen wird.
 
Josef Benedikt Kaiser hatte die Armen- und Krankenstiftung – Sozialstiftung Ostallgäu – vor inzwischen mehr als 125 Jahren gegründet, um in einer Zeit von Armut und Krankheit ein starkes soziales Zeichen zu setzen. In jedem Jahr spendet die Sozialstiftung Ostallgäu zwischen 5000 und 10.000 Euro an bedürftige Bürger*innen aus dem Landkreis. Die Basis dieser sozialen Tätigkeit sind etwa 30 Hektar Wald sowie eine zehn Hektar große, landwirtschaftlich genutzte Fläche.
 
Nachhaltige Bewirtschaftung des Stiftungswaldes als Grundlage
 
Vor allem durch die nachhaltige Bewirtschaftung des Stiftungswaldes wird ein Großteil der jährlichen Stiftungszweck-Zuwendungen erwirtschaftet. Betreut wird diese Bewirtschaftung von Stephan Fessler, Leiter des Forstreviers Buchloe, der auch den Wegebau im Oberwald begleitete. Fessler erklärte bei der Vorstellung, dass der Weg vor der Baumaßnahme in einem so schlechten Zustand gewesen sei, dass das Holz nicht mehr abgefahren werden konnte.
 
22.500 Euro kostete der neue Forstweg, die durch ein forstwirtschaftliches Förderprogramm des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) sowie durch Eigenkapital der Stiftung aufgebracht wurden. Forstdirektor Stephan Kleiner vom AELF bezeichnete den Weg als „Türe zum Wald“, die nicht nur die Bewirtschaftung ermögliche, sondern für die Bürger*innen auch den Zugang zum Erholungsgebiet Wald.

Mitteilung vom 28.06.2021

„bergaufland Ostallgäu“: Entscheidungen über Förderung stehen an

Die Entscheidungen stehen auf der Tagesordnung der elften Sitzung des Entscheidungsgremiums der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „bergaufland Ostallgäu e. V.“.

Das Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „bergaufland Ostallgäu e. V.“ trifft sich am Mittwoch, 14. Juli, um 17 Uhr zu seiner elften Sitzung im Landratsamt Ostallgäu in Marktoberdorf. Dabei werden die Einzelmaßnahmen aus dem dritten Aufruf im Rahmen des Projekts „Unterstützung Bürgerengagement“ für eine mögliche Förderung über das EU-Förderprogramm LEADER vorgestellt und zum Beschluss vorgeschlagen.
 
„Ich freue mich über die zahlreichen kreativen kleineren Vorhaben, die im Rahmen unseres dritten Aufrufs zur Unterstützung des Bürgerengagements eingereicht wurden“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Bei der elften Sitzung werden den Mitgliedern des Entscheidungsgremiums die im dritten Aufruf eingereichten Einzelmaßnahmen im Rahmen des Projekts „Unterstützung Bürgerengagement“ für eine mögliche Förderung über LEADER vorgestellt und zum Beschluss vorgeschlagen. Darüber hinaus wird über die Ergebnisse des bereits abgeschlossenen Kooperationsprojekts „Netzwerk Wald & Holz im Allgäu – Gemeinsam mehr Erreichen!“ informiert. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten wird zudem über Aktuelles zu LEADER informieren. Die detaillierte Tagesordnung steht auf der Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.
 
Innovative oder modellhafte Projekte, die den Entwicklungs- und Handlungszielen der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen, können noch bis Ende 2022 beantragt werden. Für die Umsetzung der LES stehen Fördermittel für Einzel- und Kooperationsprojekte von der Europäischen Union und dem Freistaat Bayern zur Verfügung. Entsprechende Projektideen sollten so bald als möglich eingereicht werden.
 
Bei Fragen steht die Geschäftsstelle des „bergaufland Ostallgäu e. V.“ unter info(at)bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung. Die Abwicklung der Projekte erfolgt über das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kempten. Die Fördersätze für die Projekte betragen in der Regel zwischen 30 und 70 Prozent.

Mitteilung vom 24.06.2021

Blauzungen-Restriktionsgebiet wird aufgehoben

Das Restriktionsgebiet in Bayern wird zum 25. Juni aufgehoben. Der Landkreis Ostallgäu ist mit seinem nördlich gelegenen Teil davon betroffen.

Darüber hat Bayerns Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber die von der Restriktionszone umfassten Landkreise informiert.
 
„Das ist eine wirklich gute und erfreuliche Nachricht, auf die unsere Landwirte und ich schon seit langem warten. Ich freue mich, dass der Viehhandel nun wieder in normale Bahnen zurückkehren kann“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Durch die seit mehr als zwei Jahren bestehende Restriktionszone hatten die bayerischen Landwirte teils erhebliche Einschränkungen beim Handel mit ihren Tieren hinnehmen müssen. Das Ostallgäu als einer der viehdichtesten Landkreise Bayerns war davon besonders stark betroffen.
 
Ab 25. Juni keine Einschränkungen mehr
 
Die Grundlagen für die Aufhebung der Restriktionszone haben die Landwirtschaft, die Politik und die Veterinärverwaltung durch intensive Bemühungen geschaffen. Als Lohn für die Mühen hat nun die EU-Kommission dafür die Zustimmung gegeben. Das Landratsamt Ostallgäu hebt die bestehende Allgemeinverfügung auf, sodass ab 25. Juni keine Einschränkungen in Bezug auf die Blauzungenkrankheit mehr gelten.
 
Das Blauzungenvirus ist in weiten Teilen Europas aber weiterhin verbreitet. Landrätin Zinnecker: „Wir empfehlen deshalb dringend die Fortführung der Impfung. Es wäre schade, die aktuelle Impfdecke jetzt zu verringern und in ein paar Wochen oder Monaten gegebenenfalls erneut von Handelsbeschränkungen betroffen zu sein und von vorne mit der Grundimmunisierung beginnen zu müssen.“
 
Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung, an der in der Regel Schafe und auch Rinder ernsthaft erkranken. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Während des aktuellen Blauzungenkrankheit-Geschehens ist in Bayern bislang kein Fall der Blauzungenkrankheit nachgewiesen worden.

Mitteilung vom 22.06.2021

Genusstage 2021: Gastronomen und Erzeuger gesucht

Vom 20.9. bis 3.10.2021 sollen die Genusstage wieder die Zusammenarbeit von Gastronomie, Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung anstoßen.

Andreas Schießl (links) vom Krämooshof und Michael Roiser vom Gasthaus Krone Weicht – nur eine von vielen Lieferbeziehungen der Genusstage. (Bildquelle: Landkreis Ostallgäu)

Damit zeigen die Genusstage im Ostallgäu und Kaufbeuren dann bereits zum dritten Mal, was unsere Region kulinarisch zu bieten hat. „Das Netzwerk der Genusstage ist immer offen für neue Mitstreiter. Gastronomen, die Wert auf den regionalen Bezug von Lebensmitteln legen oder Erzeuger, die ihre Produkte in der hiesigen Gastronomie vermarkten möchten, sollen sich bei uns melden“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Die Gastronomen kreieren für die Genusstage aus den hochwertigen, regionalen Lebensmitteln eigens Genusstage-Gerichte, die sie auf eigens entworfenen Speisekarten präsentieren. Das Besondere: Die Gäste erfahren direkt auf der Speisekarte, von welchem Landwirt oder handwerklichen Verarbeiter aus der Region die Lebensmittel stammen. Einige Höfe und Betriebe geben an den Genusstagen zudem wieder einen Blick hinter die Kulissen. So können Besucher direkt vor Ort erleben, wie durch naturnahe und kleinstrukturierte Produktion hochwertige Lebensmittel entstehen.
 
Interessierte können sich beim Landratsamt melden

 
Initiiert und koordiniert werden die Genusstage durch den Landkreis. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Verarbeitern und Gastronomen in der Region langfristig zu stärken. „Die Genusstage sind als Initialzündung zu verstehen. Vielen unserer Gastronomen war gar nicht bewusst, welches Potenzial an hochwertigen und vielfältigen Produkten wir im Ostallgäu zu bieten haben. Über das Netzwerk der Genusstage wird dieses Potenzial sichtbar und die Akteure treten in den Austausch. Zudem hilft die Aktion, das Bewusstsein für regionale Lebensmittel im Gasthaus auch bei unseren Bürgerinnen und Bürgern zu stärken“, sagt Zinnecker.
 
Interessierte Gastronomen, Landwirte und handwerkliche Verarbeiter aus dem Ostallgäu und Kaufbeuren können sich gerne noch bis Ende Juni beim Regionalmanagement des Landkreises Ostallgäu, Jana Betz, Telefon: 08342 911-353, E-Mail: jana.betz(at)lra-oal.bayern.de melden. Weitere Informationen gibt es unter www.genusserlebnis-schlosspark.de.