Aktuelles

Mitteilung vom 10.08.2022

Mariä Himmelfahrt: Bio- und Restmüllabfuhr kommt einen Tag später

Durch den Feiertag am Montag, 15. August, verschiebt sich die Leerung der Abfallgefäße im Landkreis Ostallgäu wie folgt:

Turnusmäßiger Abfuhrtag Feiertagsbedingte Änderung
Montag, 15. Augustverlegt aufDienstag, 16. August
Dienstag, 16. August verlegt aufMittwoch, 17. August
Mittwoch, 17. Augustverlegt aufDonnerstag, 18. August
Donnerstag, 18. Augustverlegt aufFreitag, 19. August
Freitag, 19. Augustverlegt aufSamstag, 20. August

 

Alle Abfuhrtermine können auch über die Internetseite des Landkreises abgerufen werden (www.ostallgaeu.de/abfallwirtschaft > Abfuhr- und Sammeltermine). Für Nutzer von Smartphones und Tablets gibt es eine kostenfreie Abfall-App mit Abfuhrkalender und automatischer Terminerinnerung.

 

Mitteilung vom 09.08.2022

Energiesparclub Ostallgäu: Zwei Klassen bekommen eine Belohnung

Je 100 Euro gingen an die Klasse 3a (Leiterin Johanna Riedle) und die Klasse 3b der St. Martin-Grundschule Marktoberdorf (Leiterin Regina Lotter).

Hinten v. l.: Regina Lotter (Klassenleiterin 3b), Johanna Riedle (Klassenleiterin 3a und Cornelia Merunka (Landkreis Ostallgäu). Foto: Landkreis Ostallgäu

Hinten v. l.: Regina Lotter (Klassenleiterin 3b), Johanna Riedle (Klassenleiterin 3a und Cornelia Merunka (Landkreis Ostallgäu). Foto: Landkreis Ostallgäu

„Es freut mich sehr, dass unsere Grundschulen über lange Zeit regelmäßig an unserem Energiesparclub teilnehmen“, sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Die Kinder lernen spielerisch und interaktiv, wie sie Energie sparen können – so leistet der Club einen sehr wichtigen und hoffentlich langfristigen Beitrag zum Klimaschutz und der Energieeffizienz.“ Auf großes Interesse stieß das Projekt nach Aussage der Lehrkräfte auch bei den Eltern – denn die Schülerinnen und Schüler hatten den Auftrag, bei sich zu Hause mit bereitgestellten Messgeräten Energiefressern auf die Spur zu kommen. 

  

Der Energiesparclub Ostallgäu ist ein Umweltbildungsprojekt des Landkreises Ostallgäu, in dem die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen die Zusammenhänge von Klimawandel, Energieproduktion und Energieverbrauch vermittelt bekommen und ihnen so das Thema Energiesparen nähergebracht werden soll. Die Lernmaterialien sind in allen Ostallgäuer Grundschulen vorhanden.

 

Mitteilung vom 09.08.2022

Neue Förderperiode für LEADER: Eine Erfolgsgeschichte geht weiter

Unter dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“ stärkt das EU-Förderprogramm LEADER seit 25 Jahren die Entwicklung der ländlichen Regionen in Bayern.

Die Allgäuer LAGs überreichen ihre lokalen Entwicklungsstrategien an die LEADER Koordinatorin Veronika Hämmerle. Unser Bild zeigt (v.l.): Florentien Waldmann, Michael Stoiber (beide LAG Kneippland Unterallgäu), Sarah Schmidberger, Eva Osterrieder (beide LAG Regionalentwicklung Oberallgäu), Dr. Alois Kling (Behördenleiter AELF Kempten), Veronika Hämmerle (LEADER-Koordinatorin), Jasmin Sommerweiß, Katja Merx (beide LAG Regionalentwicklung Westallgäu-Bay. Bodensee), Jana Betz, Heiko Gansloser (beide LAG bergaufland Ostallgäu). Foto: AELF Kempten

Die Allgäuer LAGs überreichen ihre lokalen Entwicklungsstrategien an die LEADER Koordinatorin Veronika Hämmerle. Unser Bild zeigt (v.l.): Florentien Waldmann, Michael Stoiber (beide LAG Kneippland Unterallgäu), Sarah Schmidberger, Eva Osterrieder (beide LAG Regionalentwicklung Oberallgäu), Dr. Alois Kling (Behördenleiter AELF Kempten), Veronika Hämmerle (LEADER-Koordinatorin), Jasmin Sommerweiß, Katja Merx (beide LAG Regionalentwicklung Westallgäu-Bay. Bodensee), Jana Betz, Heiko Gansloser (beide LAG bergaufland Ostallgäu). Foto: AELF Kempten

Jetzt übergaben die LEADER-Aktionsgruppen aus dem Allgäu ihre Entwicklungsstrategien für die neue Förderperiode an die zuständige LEADER-Koordinatorin Veronika Hämmerle, tätig am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten. „LEADER bietet engagierten Bürgerinnen und Bürgern die Chance, ihre Region mit maßgeschneiderten Projekten zu stärken und sich bei der Gestaltung ihrer Heimat aktiv einzubringen. Dazu bilden sie sogenannte LAGs (Lokale Aktionsgruppen). Die LAGs erarbeiten mit möglichst viel Bürgerbeteiligung und viel ehrenamtlichem Engagement für ihre Region eine lokale Entwicklungsstrategie. Auf Basis dieser Strategie entscheiden sie eigenständig anhand von Auswahlkriterien, welche Projekte zur LEADERFörderantragstellung zugelassen werden. Die Verantwortung für die Förderabwicklung liegt dann beim AELF in Kempten.“ so Hämmerle.

  

Derzeit gibt es vier LAGs im bayrischen Allgäu. Die gute Vernetzung und Kooperation dieser LAGs sind entscheidende Faktoren für den Erfolg von LEADER im Allgäu. So wurden in der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2022 in der Region nach Angaben des AELF Kempten bereits über 190 LEADER-Projekte mit mehr als 13 Mio. Euro gefördert. Nach konkreten Beispielen gefragt, sagt die LEADER-Koordinatorin: „Ein sehr bekanntes und etabliertes Projekt ist die Entwicklung der Wandertrilogie Allgäu als Kooperationsprojekt der Allgäuer LAGs. Mehr als 50 Etappen führen durch das gesamte Allgäu und sind ein Highlight für Einheimische sowie Gäste. Insgesamt wurde die Wandertrilogie mit über 400.000 Euro LEADER-Mitteln gefördert. Auch die Anbietergemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof „Mir Allgäuer“ und das „Holzforum Allgäu“ wurden bei ihrer Gründung mit LEADER-Mitteln gefördert. Beide Organisationen, die heute sehr erfolgreich arbeiten und aus der Region nicht mehr wegzudenken sind. Ebenfalls der „Carl-Hirnbein-Weg“ in Weitnau/Missen, die digitale „Reise in die Römerzeit“ im Archäologischen Park Cambodunum, der Skatepark in Füssen, „Man mag gar nicht mehr aufhören … die Vielfalt der Projekte im Allgäu ist riesig! Die Besonderheit von LEADER ist das enorm breite Themenspektrum der Projekte, welches von Natur & Umwelt über Wirtschaft, Tourismus & Freizeit bis hin zu Kultur und Sozialem reicht“, schwärmt Veronika Hämmerle.

  

Und wie sieht die LEADER-Förderung der Zukunft aus? Erfreulicherweise geht die Erfolgsgeschichte LEADER in Bayern weiter. Für die neue Förderperiode 2023 - 2027 haben Vertreter aus dem gesamten Allgäu in der „Zukunftswerkstatt Allgäu“ zahlreiche Ideen für Kooperationsprojekte diskutiert. Beispielsweise: „Klimaneutral leben“- eine Initiative zur Verbesserung der Klimabilanz in Allgäuer Haushalten, die Entwicklung eines „Mobilitäts-Hub Allgäu“ zur Reduzierung des Individualverkehrs und „Regionalvermarktung Allgäu“ - eine authentische Vermarktungsinitiative für regionale Produkte an Einheimische, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. „LEADER hat sich im Allgäu etabliert und wird auch künftig ein ganz wichtiges Gestaltungsinstrument für unsere Region bleiben“, ist sich Veronika Hämmerle sicher.

 

Mitteilung vom 09.08.2022

Fachkräftemangel im Landkreis verschärft sich

Der Bildungsbeirat des Landkreises Ostallgäu bestätigte in seiner 13. Sitzung auch im Ostallgäu einen steigenden Fachkräftemangel.

Foto: goodluz - stock.adobe.com

Er empfahl daher, dass dieses Thema auch künftig von der Bildungsregion Ostallgäu als Schwerpunkt bearbeitet wird. Durch den Landkreis und andere Akteure seien in den vergangenen Jahren bereits mehrere Projekte initiiert und Strukturen geschaffen worden, an die es nun anzuknüpfen gelte. Laut Landrätin Maria Rita Zinnecker gehe es dabei „insbesondere darum, zu überlegen, wie die Mitglieder des Bildungsbeirats Überschneidungen finden und Synergien nutzen können.“

 

Als Beispiele wurden in der Sitzung unter anderem die angespannte Personalsituation an Schulen genannt sowie die Schwierigkeit, junge Erwachsene für das Handwerk zu gewinnen. Auch in Berufen, die bislang kaum Nachwuchsprobleme gehabt hätten, könnten immer mehr Ausbildungsplätze nicht besetzt werden. Selbst in den Ingenieursstudiengängen seien massive Einbrüche der Bewerbungszahlen zu verzeichnen. In der Diskussion wurde deutlich, dass den Hauptausschlag der demografische Wandel bedinge, der in allen Bereichen massive strukturelle Veränderungen hervorrufe.

  

Bereits heute geht die Schere im Ostallgäu trotz leicht steigender Geburtenzahlen auf dem Arbeitsmarkt eine deutliche Schere auseinander: von einerseits immer mehr Personen aus den geburtenstarken Jahrgängen um 1960 – den sogenannten Babyboomern – die durch Renteneintritt aus dem Berufsleben ausscheiden, und andererseits jährlich immer weniger jungen Menschen die in das Berufsleben eintreten. Dies bestätigt etwa das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, das in Bayern von einem weiteren Auseinandergehen der Schere bis mindestens 2030 und danach von einer nur langsamen Verringerung der Differenz ausgeht.

  

Landkreis steuert gegen

  

„Der Landkreis Ostallgäu beschäftigt sich seit Jahren in verschiedenen Bereichen mit dem demografischen Wandel und seinen Auswirkungen – insbesondere mit der Fachkräftesicherung“, sagt Zinnecker. Entsprechende Unterstützungsstrukturen seien zum Beispiel mit der kostenlosen und unabhängigen Bildungsberatung sowie einer Koordinationsstelle für Berufsorientierung geschaffen worden. Immer wieder würden durch den Landkreis auch einzelne Branchen mit besonderen Bedarfen unterstützt werden: „Unter anderem haben wir eine Kampagne mit dem Titel „Da ist so viel für dich drin – Mach Karriere in der Pflege im Ostallgäu“ initiiert, um Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern.“ 

  

Der Bildungsbeirat bestätigte, dass auch in Zukunft der demografische Wandel und die damit einhergehende Fachkräftesicherung von der Bildungsregion als Schwerpunkt bearbeitet werden sollen. Der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt biete laut Zinnecker für Bewerberinnen und Bewerber zwar so viele Chancen wie selten zuvor, werde aber gleichzeitig immer komplexer und unübersichtlicher. Da komme es vor allem auf eine gute Berufsorientierung an.

  

Informationen zur Arbeit der Bildungsregion Ostallgäu, zur Bildungsberatung oder der Koordination der Berufsorientierung gibt es im Bildungsportal des Landkreises unter www.bildung-ostallgaeu.de. Dort ist es auch möglich, den aktuellen Bildungsbericht abzurufen und sich zum regelmäßigen Newsletter Berufsorientierung anzumelden.

 

Mitteilung vom 08.08.2022

Korb- und Dachssee: Eigentümer ermöglichen Naturschutzmaßnahmen

Die geplante Ausweisung eines Naturschutzgebietes ist durch die freiwillige Zusammenarbeit zwischen Naturschutzbehörden und Eigentümern nicht mehr nötig.

Der Landkreis Ostallgäu und die Regierung von Schwaben haben rund um den Korb- und Dachssee erste Naturschutzmaßnahmen umgesetzt. Grundlage dafür sind Vereinbarungen, die mit den Eigentümern – meist Landwirten – geschlossen wurden. „Mit dem Projekt leisten wir Pionierarbeit mit Nutzen für die Natur und die Landwirtschaft“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Eine echte Win-Win-Situation, die die Landwirte durch ihre vorbildliche freiwillige Mitwirkung ermöglicht haben.“ Die ursprünglich geplante Ausweisung eines Naturschutzgebietes ist durch die freiwillige Zusammenarbeit zwischen Naturschutzbehörden und Eigentümern nun nicht mehr nötig.

  

Die Ausweisung eines Naturschutzgebietes Korbsee/Dachssee wird von der Regierung von Schwaben nicht weiter betrieben. Grund dafür ist der Erfolg des Projekts „Freiwillige Mitwirkung“. Auf Initiative der Landrätin hat die Regierung von Schwaben 2016 die Schutzgebietsausweisung zurückgestellt unter der Bedingung, dass die Maßnahmen zur Aufwertung des Gebiets auf anderem Wege umgesetzt werden. Dies sollte durch den Kauf von Flächen oder einvernehmliche Vereinbarungen zunächst in drei Schwerpunktgebieten, rund einem Drittel des geplanten Naturschutzgebiets, erfolgen. Inzwischen hat der Landkreis in den Schwerpunktgebieten und deren Umfeld rund 60 Hektar Grund erworben. Außerdem stehen 1,5 Hektar als Tauschflächen zur Verfügung. Zinnecker: „Der Landkreis hat sich damit einen Großteil der Flächen im Schwerpunktgebiet für die Maßnahmenumsetzung gesichert. Die naturnahe Bewirtschaftung weiterer Flächen ist durch Vertragsnaturschutzvereinbarungen auf 15 Hektar sichergestellt.“ Das bedeutet, dass die Landwirte für die Bewirtschaftung der Flächen nach den Zielen des Naturschutzes, für den zusätzlichen Aufwand und den entgangenen Ertrag ein Entgelt erhalten. 

  

Die ersten Schritte zur Renaturierung des hochwertigen Moorkomplexes sind getan: Auf 3,5 Hektar der erworbenen Flächen wurden bereits das Gehölz aufgelichtet und Rückhaltedämme eingebaut. Damit kann das Moorwachstum wieder einsetzen. „Wir freuen uns, dass das Projekt “Freiwillige Mitwirkung“ zu konkreten Maßnahmen geführt hat. Jetzt geht es darum den erfolgreichen Weg im gesamten Gebiet fortzusetzen“, sagt Regierungspräsident Dr. Erwin Lohner. Um auch auf den restlichen Grundstücken Maßnahmen durchführen zu können, wird der Landkreis weiterhin Flächen erwerben und Vereinbarungen treffen. Die Regierung wird im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2050 dafür auch in Zukunft umfangreich Fördermittel bereitstellen. Zinnecker: „Das Projekt ist ein riesiger Erfolg. Wir werden die Maßnahmen nun Schritt für Schritt auf die Fläche des ursprünglich geplanten Naturschutzgebietes ausweiten. Naturschutzfachlich werden wir dadurch den gleichen Effekt erzielen – aber auf Basis rein freiwilliger Kooperation mit den Eigentümern.“

 

Mitteilung vom 05.08.2022

Weitere Sonderimpftermine im Ostallgäu

Die Impfzentren des Landkreises Ostallgäu, der Stadt Kaufbeuren und des Roten Kreuzes bieten weitere Außentermine für eine Corona-Impfung an.

Geimpft wird mit den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, Moderna und Novavax. Es werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen vorgenommen. 


Termine:

 

  •   Montag, 08.08.2022, Schwangau, Schlossbrauhaus, Gipsmühlweg 5, 09:30-14:00
  • Mittwoch, 10.08.2022, Nesselwang, Alpspitzhalle, Von-Lingg-Straße 30, 09:30-14:00
  • Donnerstag, 11.08.2022, Obergünzburg, Akku-Treff, Poststr. 2 09:30-14:00

 

  

Eine zweite Auffrischungsimpfung wird für die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Personengruppen angeboten. Dazu gehören zum Beispiel Menschen ab dem Alter von 70 Jahren, mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und immundefiziente Menschen sowie das Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen.

   

Für eine Impfung kann online ein Termin vereinbart werden. Vor der Terminvereinbarung müssen sich die Bürgerinnen und Bürger auf der Internetseite www.impfzentren.bayern/citizen registrieren. Anschließend können sie dort ihren Impftermin buchen. 

  

Im Ausnahmefall ist während der Öffnungszeiten der Impfzentren in Marktoberdorf und Kaufbeuren auch eine telefonische Terminvergabe möglich. Informationen zur Erreichbarkeit der Impfzentren finden Bürgerinnen und Bürger auf der Internetseite des Roten Kreuzes unter www.brk-ostallgaeu.de

 

Mitteilung vom 05.08.2022

Museumsschätze in Füssen: Weiteres LEADER-Projekt beschlossen

Ziel des Projektes ist der Aufbau eines Depots für den Bestand des Museums der Stadt Füssen und diesen mobil museumspädagogisch zu nutzen.

Das Entscheidungsgremium des Vereins zur Regionalentwicklung im Ostallgäu, „bergaufland“, hat in seiner Sitzung am 28. Juli in Marktoberdorf das Projekt „Schätze aus dem Museum der Stadt Füssen: Kultureller Bildungsort & Depot“ für eine Förderung über das Förderprogramm LEADER befürwortet. „Ich freue mich sehr, dass wir den Weg für dieses besondere Projekt aus Füssen freimachen konnten, das gleich zu mehreren Zielen unserer aktuellen Entwicklungsstrategie beiträgt. Neben der Stärkung der kulturellen Infrastruktur zahlt das Vorhaben unter anderem auch in den Bereich Lebenslanges Lernen ein“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Landrätin Maria Rita Zinnecker.

  

Bei dem Projekt „Schätze aus dem Museum der Stadt Füssen: Kultureller Bildungsort & Depot“ wird ein Depot für den musealen Sammlungsbestand inwert gesetzt, das als Basis für die museumspädagogische Arbeit dient. Hierfür wird mobil einsetzbares Mobiliar angeschafft, mit dem Angebote der Museumspädagogik an verschiedenen Orten in Füssen stattfinden können. Als Grundlage dafür ist ein museumspädagogisches Konzept mit einer Sammlung von möglichen Maßnahmen geplant, die sich thematisch auf die kulturellen Schätze des Depots beziehen. Mit verschiedenen Einrichtungen sollen Themenwerkstätten für unterschiedliche Zielgruppen erarbeitet und in regelmäßigen Veranstaltungen durchgeführt werden. So soll ein Netzwerk mit Ideenpool zur nachhaltigen Fortführung und Bespielung mit Maßnahmen zur Museumspädagogik entstehen. Darüber hinaus sollen Mitarbeiter des Museums geschult und Ehrenamtliche für die museumspädagogische Arbeit gewonnen werden. Diese Maßnahmen werden durch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit für die verschiedenen Zielgruppen ergänzt. Das Vorhaben dient somit dazu, die kulturellen Schätze dauerhaft zu schützen und den Bürgerinnen und Bürger über verschiedene pädagogische, auch ehrenamtliche, Angebote Einblicke in die Sammlungen zu verschaffen und Wissen darüber zu vermitteln. Dem Projekt stehen bei positiver Prüfung durch die zuständige Förderstelle knapp 80.000 Euro an Fördermitteln über LEADER zur Verfügung.

  

Darüber hinaus wurde vor allem über den aktuellen Stand zu LEADER sowie zum eigenen Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ berichtet.

  

Dr. Alois Kling, Behördenleiter des zuständigen AELF Kempten, zeigte sich erfreut, dass die Lokale Aktionsgruppe durch die Einreichung einer zukunftsweisenden Lokalen Entwicklungsstrategie die Weichen für die erneute Teilnahme des Ostallgäus am LEADER-Förderprogramm gestellt hat. „Die heutige Befürwortung der „Schätze aus dem Museum“ unterstreicht, dass die Region weiterhin aktiv ist und zweifelsohne noch viele tolle Projekte zur Umsetzung in der neuen Förderperiode anstehen.“

    

Über LEADER und den bergaufland Ostallgäu e. V.

  

LEADER ist die Abkürzung des französischen "Liaison entre actions de développement de l'économie rurale" und wird übersetzt mit "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raums". LEADER ist ein Förderprogramm der EU und des Freistaates Bayern zur Förderung der nachhaltigen ländlichen Regionalentwicklung. Das Förderprogramm ist ein methodischer Ansatz, der es lokalen Akteuren ermöglicht, regionale Prozesse mit zu gestalten. Dieser Ansatz wird durch sogenannte Lokale Aktionsgruppen (LAGs) umgesetzt. 

  

Die LAG „bergaufland Ostallgäu e. V.“ ist Träger der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) und als solcher verantwortlich für deren Umsetzung mit dem Zweck der nachhaltigen Entwicklung der Region Ostallgäu. Die Geschäftsführung des Vereins wird vom Regionalmanagement des Landkreises Ostallgäu übernommen. Beim Regionalmanagement erfolgt die Koordinierung für die Regionalentwicklung im gesamten Landkreis. 

  

Die Abwicklung des Förderprogramms LEADER in der Region erfolgt über das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten. Gefördert werden können grundsätzlich Projekte, die den Entwicklungs- und Handlungszielen der LES dienen und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen. Weitere Informationen zum bergaufland Ostallgäu e. V. sowie zum Förderprogramm LEADER stehen unter www.bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung. Bei Fragen steht die Geschäftsstelle unter Telefon: 08342 911-514 /-353 oder per E-Mail unter info(at)bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.

 

Mitteilung vom 04.08.2022

„Hallo, ich bin’s!“: Buch dokumentiert Lebensgeschichten von Kindern

Der Verein Menschen im Aufwind aus Marktoberdorf hat das Buch „Hallo, ich bin’s! Ich erzähle Euch meine Lebensgeschichte“ herausgegeben.

Monika Schubert (l.) übergibt das Buch "Hallo, ich bin's!" an Landrätin Maria Rita Zinnecker. Foto: Landkreis Ostallgäu

Monika Schubert (l.) übergibt das Buch "Hallo, ich bin's!" an Landrätin Maria Rita Zinnecker. Foto: Landkreis Ostallgäu

Darin erzählen 14 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren Geschichten aus ihrem Leben. Ein Exemplar hat Projektleiterin Monika Schubert nun an Landrätin Maria Rita Zinnecker übergeben. „Die Geschichten stammen mitten aus dem Leben von Kindern und Jugendlichen aus dem Ostallgäu“, sagt Zinnecker. „Das wird auf jeden Fall eine meiner Urlaubslektüren dieses Jahr.“

  

Entstanden ist das Buch im Rahmen einer sogenannten Schreibstube unter Anleitung von Schubert in der Filmburg. Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund bekamen hier die Möglichkeit, ganz persönliche Begebenheiten aufzuschreiben. Neben der redaktionellen Anleitung durch die Theaterpädagogin wurde die Schreibstube dokumentarisch von Fotograf und Filmemacher Simon Abele aus Krugzell begleitet.

  

Laut Vorwort des Buches handelt es sich um „Geschichten aus der Familie, von Freundschaften, Enttäuschungen, Erlebnissen und Sehnsüchten“. So berichtet der 13-jährige Hilarius über seine erste Fahrradtour, die 12-jährige Ecrin über die Fahrt zu ihrer Oma in die Türkei in den Sommerferien 2021 oder der 12-jährige Adam über seine Flucht aus Syrien und die erste Zeit in Deutschland.

 

Mitfinanzierung durch LEADER-Mittel

  

„Das Buch ist mit viel Liebe zum Detail gemacht und ganz hochwertig produziert“, erklärt Schubert. „Wir haben sogar bei der Auswahl der Schriftart auf den regionalen Bezug geachtet: Es ist die Schriftart Rotis vom schwäbischen Designer Otto Aicher, der zeitweise in Rotis, einem Ortsteil von Leutkirch, gewohnt hat.“ 

  

Finanziell unterstützt wurde das Projekt von Menschen im Aufwind durch den bergaufland Ostallgäu e. V.. Dieser hatte es für eine Förderung durch LEADER-Mittel ausgewählt. „Hallo, ich bin’s!“ ist eines von zwölf weiteren Maßnahmen, die über das bergaufland-eigene Projekt 

„Unterstützung Bürgerengagement“ durch LEADER gefördert werden.

  

Erworben werden kann das Buch gegen eine Spende von mindestens zehn Euro in der Filmburg. Auf Wunsch wird es auch zugeschickt.

 

Mitteilung vom 03.08.2022

Zum 50-Jährigen: Tourismusverband Ostallgäu startet Einheimischen-Magazin

Das Magazin wurde auf der Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes vorgestellt. Außerdem gab es einen Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre.

„Das neue Magazin ist mit seinem Fokus auf die Einheimischen deutschlandweit das erste seiner Art“, sagte Zinnecker. „Wir unterstreichen damit, dass das Ostallgäu auch 50 Jahre nach der Gründung des Tourismusverbandes insbesondere als Destination Vorreiter und Pionier ist.“ Im Mittelpunkt der ersten Ausgabe des Magazins stehen Menschen, die das Ostallgäu zu einem lebenswerten Ort machen. Das Magazin gibt es ab sofort kostenlos bei allen Gemeinden und Bürgerbüros im Landkreis zur Mitnahme.

  

Streifzug durch 50 Jahre Tourismusverband Ostallgäu

  

In einem historischen Streifzug zeigte Zinnecker die Entwicklung des Tourismusverbandes seit dessen Entstehung 1972 auf. Gegründet wurde der Verband als „Fremdenverkehrsgesellschaft Ostallgäu e. V.“. Mit veränderten Aufgaben, die unter anderem auf den Mehrwert für die Einheimischen ausgerichtet wurden, änderte sich auch der Name. Die ehemalige Fremdenverkehrsgemeinschaft sei laut Zinnecker heute ein starker und zukunftsfähig aufgestellter „Tourismusverband Ostallgäu e. V.“ mit 31 Mitgliedsgemeinden. Weitere Meilensteine seien unter anderem das Tourismuskonzept Schlosspark sowie zahlreiche neue Angebote wie etwa Rad- und Wanderwege.

  

Bei den heutigen Rahmenbedingungen für den Tourismus spielten neben der Klima- und Energiekrise auch der Fachkräftemangel oder eben das Thema Tourismusakzeptanz bei den Einheimischen eine Rolle. Aus diesen Herausforderungen ergäben sich wiederum die Zukunftsaufgaben des Tourismusnetzwerks und die daraus abzuleitenden Maßnahmen – etwa die Lenkungsmaßnahmen im Rahmen eines gemeinsamen Besuchermanagements. 

  

80 Prozent der Bevölkerung sind zufrieden

  

Welche Bedeutung der Tourismus und das Tourismusbewusstsein in der Region haben, hat der Landkreis Ostallgäu gemeinsam mit dem Tourismusverband Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren im Rahmen eines LEADER-geförderten Projektes im Frühsommer 2022 genauer untersucht. Das Ergebnis wurde auf der Mitgliederversammlung vorgestellt: 12.640 Menschen leben im Ostallgäu direkt oder indirekt vom Tourismus. In den zehn südlichsten Landkreisgemeinden wird jeder fünfte Euro im Einkommen der Bevölkerung durch Tourismus gesichert. Auch im mittleren und nördlichen Landkreis ist der Beitrag des Tourismus zur Lebensqualität der Einheimischen hoch. Und diese wird auch hoch bewertet: Mehr als 80 Prozent der Ostallgäuerinnen und Ostallgäuer sind zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrem Leben in der Region. 

  

Doch Wertschätzung und auch Stolz auf die eigene Region sind laut Zinnecker nicht selbstverständlich: „Es bleibt wichtig, dass wir die Einheimischen auf dem weiteren Entwicklungsweg im Tourismus mitnehmen. Einerseits arbeiten wir intensiv und beständig an den Herausforderungen, die eine hohe Attraktivität und damit auch touristische Nachfrage für die Region mit sich bringen. Gleichzeitig nehmen wir auch die Aufgabe an, uns selbst immer wieder klarzumachen, in welch einzigartiger Region wir leben dürfen.“

 

Mitteilung vom 02.08.2022

Weiterer biozertifizierter Gastronomiebetrieb im Ostallgäu

Seit Anfang Januar ist Lausfehl Catering nach der EU-Öko-Verordnung zertifiziert und darf nun auf der Speisekarte offiziell damit mit Bio-Produkten werben.

Thomas Huth verteilt die Allgäuer Kässpätzle mit regionalen und regionalen Bio-Zutaten in der Don-Bosco-Schule. Foto: Anne Roth

Thomas Huth verteilt die Allgäuer Kässpätzle mit regionalen und regionalen Bio-Zutaten in der Don-Bosco-Schule. Foto: Anne Roth

Landrätin Maria Rita Zinnecker ist begeistert: „Mit Ihrer bio-regionalen Außerhausverpflegung ist Familie Huth ein Pionier und eine große Bereicherung für das gastronomische Angebot im Ostallgäu.“

  

Vor rund sieben Jahren hat sich das Ehepaar auf die frische Herstellung und Auslieferung von Gerichten spezialisiert. Rund 550 Essen täglich werden zubereitet. Zu den Kunden zählen Kindertageseinrichtungen, Schulen, Firmen aber auch private Kunden mit Festen und Feiern. Leider seien oft die in der Gastronomie benötigten Großgebinde nicht in Bio-Qualität zu haben, erklärt Thomas Huth. „Aber wo es geht, setzen wir regionale Bio-Produkte ein.“ So bezieht er sein Öl von der Allgäuer Ölmühle in Kempten, die Eier vom Biohof Rauh in Stötten, das Mehl von der Donath-Mühle in Bad Wörishofen und die Dinkelnudeln von der Firma Moser in Buchloe. Dabei kann er auf jahrelange gute Kontakte zurückgreifen. „Meine Frau hat viel Erfahrung in ihrem Bio-Lebensmittelladen in Marktoberdorf gesammelt und wir beide zusammen haben auch schon einen reinen Biogasthof betrieben.“ Daher weiß er, dass durch und durch bio oft schwierig ist und auch nicht immer seinen Vorstellungen von Nachhaltigkeit entspricht. „Bei uns wird immer der Apfel aus der Region gegenüber dem Bio-Apfel aus Neuseeland bevorzugt.“

  

„Das Lausfehl Catering beweist, dass der Einsatz von Bio- und regionalen Lebensmitteln auch in der Gemeinschaftsverpflegung ohne Kostenexplosion umsetzbar ist.“, sagt Lisa Mader von der Öko-Modellregion, die den Prozess der Bio-Zertifizierung begleitete. „Eine Bio-Zertifizierung von einzelnen Produktgruppen ist möglich und zum Einstieg sehr sinnvoll.“ Die Gemeinschaftsverpflegung nachhaltiger zu gestalten ist für die Öko-Modellregion Ostallgäu ein großes Thema. Mit dem Lausfehl Catering hat sie nun dauerhaft einen neuen Anbieter gewinnen können, der auf regionale Bio-Produkte setzt. „Dass mit den leckeren Kässpätzle aus besten regionalen beziehungsweise regionalen Bio-Zutaten nun auch in der landkreiseigenen Don-Bosco-Schule in Marktoberdorf ein tolles Schmankerl von Lausfehl Catering angeboten wird, freut mich besonders“, ergänzt Zinnecker.

 

Mitteilung vom 02.08.2022

Bundeskanzler Olaf Scholz macht Urlaub im Ostallgäu

Der Kanzler und seine Ehefrau, die brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst, haben ihren Sommerurlaub im südlichen Landkreis verbracht.

Auf dem Bild v. l.: Landrätin Maria Rita Zinnecker, Britta Ernst, Bundeskanzler Olaf Scholz und Bürgermeister Pirmin Joas. Bildquelle: Johanna Martin

Auf dem Bild v. l.: Landrätin Maria Rita Zinnecker, Britta Ernst, Bundeskanzler Olaf Scholz und Bürgermeister Pirmin Joas. Bildquelle: Johanna Martin

Auf dem Programm stand unter anderem ein Besuch im Nesselwanger Heimathaus, wo sie von Landrätin Maria Rita Zinnecker und Bürgermeister Pirmin Joas begrüßt wurden.

  

„Das Ostallgäu ist einer der schönsten Flecken Deutschlands. Einen so hochkarätigen Besuch wie einen Bundeskanzler hat man trotzdem nicht alle Tage zu Gast. Das macht einen schon stolz“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Nach meinem Eindruck hat sich Olaf Scholz im Ostallgäu sehr wohl gefühlt und wir würden ihn natürlich gerne wieder bei uns begrüßen.“ 

  

„Das Treffen mit dem Bundeskanzler und seiner Frau ist eine hohe Wertschätzung für unseren Markt und die ehrenamtliche Heimatpflege“, ergänzt Joas. „Unser Dank gilt den Sicherheitskräften um Polizeioberrat Edmund Martin, die einen hervorragenden Dienst leisten und dieses Treffen erst möglich gemacht haben.“

  

Als Andenken bekamen Scholz und Ernst bei ihrer Besichtigung des Heimathauses einen Landkreis-Rucksack mit Freizeitkarte des Ostallgäus sowie einen Korb mit kulinarischen Spezialitäten überreicht. Nach dem Besuch des Heimathauses haben sich Scholz und Ernst in das Goldene Buch des Landkreises Ostallgäu und des Marktes Nesselwang eingetragen. 

 

Mitteilung vom 01.08.2022

Ehrenamtliche genießen Abendfahrt mit Berg- und Schlossblick

Landrätin Maria Rita Zinnecker hat engagierte Ehrenamtliche aus dem Ostallgäu als Dankeschön zu einer abendlichen Schifffahrt auf dem Forggensee eingeladen.

An Bord der „MS Füssen“ konnten die Gäste sich mit anderen Ehrenamtlichen austauschen und eine Auszeit vom Alltag genießen. Bild: Irmgard Schnieringer/Landkreis Ostallgäu

Zu ihren Gästen gehörten die Inhaber der Ostallgäuer Ehrenamtskarte, welche im März 2021 als Anerkennung für ehrenamtliches Engagement verliehen wurde. In einer zweistündigen Fahrt an Bord der „MS Füssen“ konnten die Gäste den Blick auf Schloss Neuschwanstein, die Bergwelt der Alpen sowie die Stadt Füssen genießen.

  

„Sie machen das Ostallgäu durch Ihr ehrenamtliches Engagement zu einer lebenswerten Heimat. Und mir ist es immer wieder eine Freude, Ihnen durch Aktionen wie dieser meinen großen Dank auszudrücken.“ Mit diesen Worten begrüßte Zinnecker die Ehrenamtlichen mit ihren Begleitungen. „Es ist immer wieder beeindruckend, wie vielfältig das ehrenamtliche Engagement im Landkreis ist“, sagte die Landrätin, nachdem sie sich mit vielen Gästen persönlich unterhalten hatte.

  

Die Ehrenamtlichen freuten sich über die Auszeit vom Alltag. „Wir genießen die Abendfahrt auf dem Forggensee schon zum zweiten Mal. Zuerst hat meine Frau und nun habe ich die Ehrenamtskarte erhalten,“ sagte Hubert Zingerle aus Kaltental. Auch Cornelia Ast vom Bayerischen Roten Kreuz freute sich über die Einladung: „Die Schifffahrt ist eine sehr schöne und wertschätzende Aktion, bei der man die Schönheit des Landkreises entdecken kann.“

  

Dank und Unterstützung für das Ehrenamt im Ostallgäu

  

Im Landratsamt Ostallgäu werde aber nicht nur gelobt, es werde auch viel für das Ehrenamt getan, sagte Zinnecker. Mit Veranstaltungen wie der Abendfahrt auf dem Forggensee will der Landkreis Ehrenamtliche belohnen und neu motivieren. Die Ostallgäuer Ehrenamtskarte erfreut sich großer Beliebtheit und wird alle zwei Jahre neu verliehen. Die Servicestelle EhrenAmt am Landratsamt Ostallgäu unterstützt die wertvolle, freiwillige Tätigkeit mit einer Vielzahl von Angeboten, damit das Engagement den Ehrenamtlichen noch besser möglich ist. Informationen rund um die Angebote der Servicestelle EhrenAmt gibt es auf www.ehrenamt-ostallgaeu.de

 

Mitteilung vom 29.07.2022

Eine Abenteuerreise durch die Wiese

Auf eine Naturreise durch die Wiesen am Elbsee sind 15 Kinder- und Jugendbeauftragte aus den Gartenbauvereinen im Landkreis Ostallgäu gegangen.

Alle Teilnehmer am 4. Jugendleiterseminar des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege am Elbsee (Foto: Birgit Wehnert).

Die staatlich anerkannte Kräuterpädagogin Elfi Seifert führte die interessierte Gruppe durch das Jugendleiterseminar zum Thema „Kräuter- und Pflanzenbestimmung“, das vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege in Zusammenarbeit mit der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Ostallgäu organisiert wurde.

 

Sinn und Zweck der Veranstaltung war es, den Kinder- und JugendgruppenleiterInnen der Obst- und Gartenbauvereine Anregungen und Ideen zur Umsetzung im eigenen, örtlichen Verein zu geben. Mit einer Einführung in die Welt der Wildkräuter zeigte die Referentin den TeilnehmerInnen die theoretischen Grundlagen einer Kräuterwanderung auf und wie dabei auch das wichtige Gruppenzusammengehörigkeitsgefühl gefördert werden kann. Um die Konzentration bei der Wissensvermittlung aufzubauen, wurden immer wieder Spiele zur Auflockerung und Bewegung draußen im Freien in das Seminar eingebaut. Der rote Faden bei der Abenteuerreise durch die Wiese war eine Geschichte über die Wildtierarten Schmetterlinge, Raubvögel und Füchse. Diese drei Tiere wurden in alle Spiele mit eingebaut.

 

Außerdem lernten die Anwesenden viel über Pflanzenbestimmung anhand von Beispielen aus der Familie der Rosengewächse. Dazu gehören zahlreiche Nutz- und Zierpflanzen wie beispielsweise Äpfel, Birnen, Kirschen, Himbeeren sowie der Weißdorn und der Fingerstrauch. Welche Produkte man aus den Früchten und anderen Pflanzenteilen leicht und unkompliziert herstellen kann, erläuterte Elfi Seifert sehr anschaulich und humorvoll. Im praktischen Seminar-Teil fertigte jeder ein „Kleines Herbarium“ an und als krönenden Abschluss stellten alle zusammen Wildkräuterbutter her, die anschließend gemeinsam mit selbst mitgebrachtem Brot verzehrt wurde.

 

Mitteilung vom 29.07.2022

Weitere Sonderimpftermine im Ostallgäu

Die Impfzentren des Landkreises Ostallgäu, der Stadt Kaufbeuren und des Roten Kreuzes bieten weitere Außentermine für eine Corona-Impfung an.

Geimpft wird mit den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, Moderna und Novavax. Es werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen vorgenommen.

 

Termine:

 

Mittwoch, 03.08.2022, Buchloe, Kolping-Haus, Kolpingstr. 6,  9:30-14 Uhr

Donnerstag, 04.08.2022, Pfronten, Pfarrheim, Dr. Kohnle-Weg 1, 9:30-14 Uhr

Freitag, 05.08.2022, Kaufbeuren, Gablonzer-Haus, Bürgerplatz 1, 9:00-14 Uhr

 

Eine zweite Auffrischungsimpfung wird für die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Personengruppen angeboten. Dazu gehören zum Beispiel Menschen ab dem Alter von 70 Jahren, mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und immundefiziente Menschen sowie das Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen.

 

Für eine Impfung kann online ein Termin vereinbart werden. Vor der Terminvereinbarung müssen sich die Bürgerinnen und Bürger auf der Internetseite www.impfzentren.bayern/citizen registrieren. Anschließend können sie dort ihren Impftermin buchen.

 

Im Ausnahmefall ist während der Öffnungszeiten der Impfzentren in Marktoberdorf und Kaufbeuren auch eine telefonische Terminvergabe möglich. Informationen zur Erreichbarkeit der Impfzentren finden Bürgerinnen und Bürger auf der Internetseite des Roten Kreuzes unter www.brk-ostallgaeu.de.

 

Mitteilung vom 28.07.2022

Ettwieser Weiher: Wasserabgabe an den Bach wird testweise reduziert

Um Lösungen der aktuellen Lage am Ettwieser Weiher zu diskutieren, haben sich Vertreter*innen von Landratsamt, Stadt und Wasserwirtschaftsamt getroffen.

Alle Seiten sind bemüht, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Lösungen zu finden, die den verschiedenen Interessen gerecht werden. Das Landratsamt hat daher bereits in der vergangenen Woche kurzfristig eine Bachmuschelspezialistin beauftragt, Möglichkeiten der Verringerung einer Wasserabgabe in den Ettwieser Bach zu untersuchen. Aktuell wird eine Reduzierung der Abflussmenge von derzeit 10 l/s auf 7,5 l/s vorbereitet.

 

Auswirkungen der Verringerung werden beobachtet und bewertet

 

„Welche Auswirkungen die Verringerung der Abflussmenge hat und welche weiteren Maßnahmen möglich und erforderlich sind, wird in den darauffolgenden Tagen beobachtet und gutachterlich bewertet“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Der Wasserstand des Ettwieser Weihers ist nach den starken Regenfällen in der Nacht von Montag auf Dienstag wieder um 15 Zentimeter gestiegen, inwieweit er wieder absinkt, hängt auch von der Niederschlagsentwicklung der nächsten Tage ab. Zinnecker: „Grundsätzlich ist der ausbleibende Niederschlag für den niedrigen Wasserstand im Ettwieser Weiher und vielen anderen Gewässern verantwortlich. Extreme Trockenphasen werden mit Fortschreiten der Klimakrise häufiger auftreten.“

 

Marktoberdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell begrüßt die Reduzierung als Schritt in die richtige Richtung und sagt: „Das gemeinsame Ziel ist eine Lösung zu finden, den Erhalt des streng geschützten Bachmuschelbestandes sicherzustellen und gleichzeitig aber auch den weiteren geschützten und nicht geschützten Tier-und Pflanzenarten in Weiher und Bach sowie dem Menschen gerecht zu werden.“

 

Mitteilung vom 28.07.2022

Jetzt noch Ehrenamtliche für das Ehrenzeichen vorschlagen

Dieses Jahr würdigt der Landkreis Ostallgäu wieder zehn Personen oder Teams mit dem Ehrenzeichen. Eingabefrist für Vorschläge ist der 5. August 2022.

Für die Ehrung kommen besonders engagierte Persönlichkeiten in Frage, egal ob sie als Einzelperson oder im Team tätig sind. Vorschläge können noch bis 5. August 2022 beim Landkreis eingereicht werden. 

  

Das Ehrenzeichen soll an Personen oder Teams vergeben werden, die sich in vorbildlicher Weise ehrenamtlich und über den eigenen Ort hinaus verdient gemacht haben. Die Ehrung wird voraussichtlich am 8. Dezember 2022 stattfinden. Die Geehrten werden im Frühjahr 2023 auch die Ostallgäuer Ehrenamtskarte erhalten. Diese gilt für zwei Jahre und beinhaltet beispielsweise Angebote wie freien Eintritt für die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau, für Bergbahnen oder die Filmburg in Marktoberdorf sowie einige Sonderaktionen.

  

Formulare bei der Servicestelle EhrenAmt anfragen

  

Die genauen Bedingungen und das Vorschlagsformular für die Einreichung von Vorschlägen für das Ehrenzeichen des Landkreises gibt es im Internet auf www.ehrenamt-ostallgaeu.de/ehrenzeichen.html. Vorschläge können noch bis zum 5. August 2022 eingereicht werden. Für Rückfragen oder postalische Anforderung des Vorschlagsformulars steht die Servicestelle EhrenAmt unter Telefon 08342 911-290 oder per E-Mail ehrenamt@ostallgaeu.de zur Verfügung.

 

Mitteilung vom 25.07.2022

„bergaufland Ostallgäu“: Weitere Projektidee aus Füssen

Das Entscheidungsgremium von „bergaufland“ (Verein zur Regionalentwicklung im Ostallgäu), trifft sich am Donnerstag, 28.07.22, um 17 Uhr zu seiner 14. Sitzung.

Bei der Sitzung in Marktoberdorf wird den Mitgliedern des Entscheidungsgremiums insbesondere die Projektidee „Schätze aus dem Museum der Stadt Füssen: Kultureller Bildungsort und Depot “ für eine Förderung über LEADER vorgestellt und zum Beschluss vorgeschlagen.

 

Darüber hinaus wird über den aktuellen Stand des eigenen Projekts „Unterstützung Bürgerengagement“ berichtet. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten wird als zuständige Fachbehörde zudem über Aktuelles zu LEADER informieren. Die detaillierte Tagesordnung steht auf der Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung. „Ich freue mich sehr, dass das Interesse am Förderprogramm LEADER bis kurz vor dem Ende der aktuellen Förderperiode von LEADER anhält und eine weitere interessante Projektidee aus Füssen eingereicht wurde“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Landrätin Maria Rita Zinnecker.

 

Über LEADER und den bergaufland Ostallgäu e. V.

 

LEADER ist die Abkürzung des französischen "Liaison entre actions de développement de l'économie rurale" und wird übersetzt mit "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raums". LEADER ist ein Förderprogramm der EU und des Freistaates Bayern zur Förderung der nachhaltigen ländlichen Regionalentwicklung. Das Förderprogramm ist ein methodischer Ansatz, der es lokalen Akteuren ermöglicht, regionale Prozesse mit zu gestalten. Dieser Ansatz wird durch sogenannte Lokale Aktionsgruppen (LAGs) umgesetzt.

 

Die LAG „bergaufland Ostallgäu e. V.“ ist Träger der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) und als solcher verantwortlich für deren Umsetzung mit dem Zweck der nachhaltigen Entwicklung der Region Ostallgäu. Die Geschäftsführung des Vereins wird vom Regionalmanagement des Landkreises Ostallgäu übernommen. Beim Regionalmanagement erfolgt die Koordinierung für die Regionalentwicklung im gesamten Landkreis.

 

Die Abwicklung des Förderprogramms LEADER in der Region erfolgt über das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten. Gefördert werden können grundsätzlich Projekte, die den Entwicklungs- und Handlungszielen der LES dienen und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen. Weitere Informationen zum bergaufland Ostallgäu e. V. sowie zum Förderprogramm LEADER stehen unter www.bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung. Bei Fragen steht die Geschäftsstelle unter Telefon: 08342 911-514 /-353 oder per E-Mail unter info(at)bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.

 

 

 

Mitteilung vom 22.07.2022

Erfolgreiches Stadtradeln im Ostallgäu: 785.000 Kilometer in drei Wochen

Die zweite Teilnahme am Stadtradeln ist für den Landkreis Ostallgäu erneut ein voller Erfolg.

Insgesamt sind 3.438 Radelnde in 205 Teams rund 785.000 Kilometer in drei Wochen gefahren. Das entspricht der Distanz von über 19 Mal rund um den ganzen Erdball. „Herzlichen Dank an alle Unterstützer, die mit der Teilnahme die Wichtigkeit des Rades als Verkehrsmittel eindrücklich gezeigt haben. Alle Teilnehmer waren Vorbilder für Kinder, Nachbarn oder Arbeitskollegen“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.

 

Mit seinem Ergebnis ist der Landkreis unter 2.500 teilnehmenden Kommunen auch unter den Top 50 bundesweit. Insgesamt wurden durch das Stadtradeln im Ostallgäu rund 121 Tonnen CO2 im Aktionszeitraum von drei Wochen bis zum 16. Juli eingespart. Der Landkreis nimmt damit derzeit Rang 6 landesweit ein beziehungsweise Rang 5 in der Einwohnerkategorie zwischen 100.000 und 500.000 Einwohnern. Dieses Jahr hat sich Pfronten erstmals dem Wettbewerb gestellt und damit die Kommunen Marktoberdorf, VG Obergünzburg, Buchloe, Füssen und Nesselwang unter dem Dach des Landkreises ergänzt. Auch dort wurden wieder hervorragende Plätze erreicht. So ist die VG Obergünzburg mit über 210.000 Kilometern in der Einwohnerkategorie derzeit deutschlandweit an Platz 2 und bayernweit an der Spitze. Die Stadt Marktoberdorf (353.000 Kilometer) bayernweit auf Rang 1 und deutschlandweit auf dem vierten Platz. Stefan Angerer ist einer der STADTRADEL-Stars mit 2530 Kilometern und damit auf Platz 5 in Deutschland.  In der Sonderkategorie Schulradeln ist in Bayern momentan das Gymnasium Füssen auf Rang 38. Hier werden momentan noch fleißig Kilometer nacherfasst.

 

STADTRADELN: Beitrag zum Klimaschutz leisten

 

STADTRADELN ist kein Sportwettbewerb, sondern ein Anreiz, gerade im Alltag auf Kurzstrecken das Auto stehen zu lassen und zu radeln. Dieses Jahr wurden erstmals über die App auch die Anzahl der Strecken erfasst. Ein Großteil der Fahrten waren Kurzstrecken. Zur Verbesserung der Infrastruktur und für eine gleichberechtigte Verteilung des öffentlichen Raums wurde auch die RADar!-Funktion genutzt. Die eingegangenen Meldungen werden vom Landratsamt an die verantwortlichen Stellen zur Bearbeitung weitergeleitet.

 

Beim STADTRADELN geht es darum, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Die Ergebnisse des Wettbewerbs zeigen, wie viele Menschen bereits mit dem Fahrrad unterwegs sind und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Stadtradeln ist eine Initiative des Netzwerks Klima-Bündnis.

 

Radler im Landkreis haben noch bis Freitag, 22. Juli, die Möglichkeit Kilometer, die während der drei Wochen zwischen 26. Juni und 16. Juli geradelt wurden, nachzutragen. Unter www.stadtradeln.de/kreis-ostallgaeu oder in den teilnehmenden Kommunen können sie sich noch anmelden und die Kilometer einem Team gutschreiben. Wer die Kilometer auf den Papierbögen erfasst hat, kann diese noch bis zum Freitag in den Rathäusern und im Landratsamt abgeben.

 


Auf den Seiten der Kommunen kann man auch die Erfahrungsberichte der STADTRADELN-Stars nachlesen, wie es ihnen in den drei Wochen ohne Auto erging.

 

Mitteilung vom 22.07.2022

Weitere Sonderimpftermine im Ostallgäu

Die Impfzentren des Landkreises Ostallgäu, der Stadt Kaufbeuren und des Roten Kreuzes bieten weitere Außentermine für eine Corona-Impfung an.

Geimpft wird mit den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, Moderna und Novavax. Es werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen vorgenommen.

 

Montag, 25.07.2022, Schwangau, Schlossbrauhaus, Gipsmühlweg 5, 09:30-14:00

Mittwoch, 27.07.2022, Nesselwang, Alpspitzhalle, Von-Lingg-Straße 30, 09:30-14:00

Donnerstag, 28.07.2022, Obergünzburg, Akku-Treff, Poststr. 2, 09:30-14:00

 

Eine zweite Auffrischungsimpfung wird für die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Personengruppen angeboten. Dazu gehören zum Beispiel Menschen ab dem Alter von 70 Jahren, mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und immundefiziente Menschen sowie das Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen.

 

Für eine Impfung kann online ein Termin vereinbart werden. Vor der Terminvereinbarung müssen sich die Bürgerinnen und Bürger auf der Internetseite www.impfzentren.bayern/citizen registrieren. Anschließend können sie dort ihren Impftermin buchen.

 

Im Ausnahmefall ist während der Öffnungszeiten der Impfzentren in Marktoberdorf und Kaufbeuren auch eine telefonische Terminvergabe möglich. Informationen zur Erreichbarkeit der Impfzentren finden Bürgerinnen und Bürger auf der Internetseite des Roten Kreuzes unter www.brk-ostallgaeu.de.

 

 

 

Mitteilung vom 21.07.2022

Tourismus leistet wichtigen Beitrag zur hohen Lebensqualität im Ostallgäu

Landkreis und Tourismusverband Ostallgäu e.V. haben eine repräsentative Befragung unter 618 EinwohnerInnen im Ostallgäu und Kaufbeuren durchgeführt.

Es wurden die Zusammenhänge von Lebensqualität und Tourismus im Landkreis genauer analysiert. Durchgeführt wurde die Untersuchung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nachhaltige und Innovative Tourismusentwicklung der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten mit Sitz in Füssen (zuvor Wissenstransferzentrum). Erste Ergebnisse bescheinigen den Einheimischen im Ostallgäu ein hohes Tourismusbewusstsein, zeigen jedoch auch Bewertungsunterschiede zwischen nördlichem/mittleren Landkreis und den südlichen Landkreisgemeinden. Allen gleich ist eine hohe Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit der eigenen Lebensqualität in der Region und die Erkenntnis, dass Tourismus einen erheblichen Beitrag dazu leistet.

 

Vier von fünf Befragten sind nach Untersuchungsergebnissen mit ihrer Lebenssituation im Ostallgäu zufrieden oder sehr zufrieden. Dabei wird der Einfluss des Tourismus auf die eigene Lebenszufriedenheit mit 45 Prozent vom größten Teil der Befragten hervorgehoben und positiv bewertet. 15 Prozent der Befragten sehen die Auswirkungen des Tourismus auf ihr eigenes Leben kritischer, wobei die Befragten im touristisch stärker betroffenen südlichen Landkreis den Einfluss und die Auswirkungen insgesamt skeptischer einschätzen. Dies überrascht wenig, finden doch fast 90 Prozent der Übernachtungen und etwas mehr als die Hälfte aller 9,5 Millionen Tagesreisen innerhalb und in den Landkreis in dessen südlichsten zehn Gemeinden statt. Mit einem Gesamtumsatz von 760 Millionen Euro sichert der Tourismus dabei ein Einkommen für mehr als 12.500 Menschen im Ostallgäu und Kaufbeuren. Die Einkommens- und Arbeitsplatzeffekte wirken dabei weit über das Gastgewerbe hinaus.

 

Wie eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr belegt, gibt es kaum einen Wirtschaftsbereich, der im Ostallgäu nicht vom Tourismus profitiert. Auch seine Auswirkungen auf Einzelhandel, Dienstleistungsbranchen, Zulieferbetriebe, regional Produzierende oder auch Handwerksbetriebe sind umfassend. Mit 168 Millionen Euro wird knapp ein Viertel aller direkten touristischen Umsätze im regionalen Einzelhandel realisiert. Ein weiteres Viertel (177 Millionen Euro) wird direkt für ergänzende Dienstleistungen wie ÖPNV-Nutzung, Eintrittsgelder oder die Inanspruchnahme von Gesundheitsangeboten ausgegeben. Für die Ostallgäuerinnen und Ostallgäuer sichern auch diese Einnahmen eine attraktive Nahversorgung oder auch das große Freizeitangebot der Region.

 

Zur Zukunft des Tourismus im Ostallgäu befragt wünscht sich mit 64 Prozent der überwiegende Teil der Befragten, dass der Tourismus im heutigen Ausmaß auch künftig bestehen bleibt. Allerdings sagt auch ein Viertel der Befragten, dass zu viel Tourismus im Allgäu insgesamt bestünde.

 

Unbenommen hiervon ist der Wunsch zur Weiterentwicklung des Tourismus. Besonders kritisch betrachtet werden dabei das zusätzliche Verkehrsaufkommen durch Reisende in der Region sowie Belastungen der Natur. Deshalb erachten 9 von 10 Befragten die Sensibilisierung der Gäste zum richtigen Verhalten in der Natur und 71 Prozent der Befragten die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in touristische Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse als wichtige Maßnahmen, negativen Einflüssen entgegenzuwirken.

 

„Im Ergebnis sind sich die Bürgerinnen und Bürger im gesamten Ostallgäu der wirtschaftlichen und strukturellen Bedeutung des Tourismus bewusst und sehen die positiven Auswirkungen für unsere Region. Dazu gehört neben der Sicherung von Arbeitsplätzen und Einkommen vor allem die Schaffung eines attraktiven Lebens- und Wohnumfeldes. Doch auch negativen Effekten wie dem Wettbewerb um Wohnraum von Tourismus und Einheimischen wollen wir gemeinsam im Ostallgäu entgegenwirken. Die Untersuchungsergebnisse liefern uns hierfür wichtige Ansatzpunkte. Unsere gemeinsame Zukunftsaufgabe ist es, Tourismusentwicklung noch nachhaltiger und im Einklang mit den Interessen der Einheimischen zu gestalten,“ sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.

 

 

 

Durch das Laden dieser Ressource wird eine Verbindung zu externen Servern hergestellt, die evtl. Cookies und andere Tracking-Technologien verwenden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

YouTube-Videos laden