Aktuelles

Mitteilung vom 01.02.2023

„bergaufland Ostallgäu“ blickt auf neun erfolgreiche LEADER-Jahre zurück und dankt Mitgliedern

Der Verein zur Regionalentwicklung im Ostallgäu, „bergaufland“, hat bei der Abschlussfeier zur LEADER-Förderperiode 2014 – 2022 Resümee gezogen.

Rund 50 Teilnehmende sind der Einladung des bergaufland Ostallgäu e. V. zur Abschlussfeier der LEADER-Förderperiode nach Füssen gefolgt. Bildrechte: Landkreis Ostallgäu

Rund 50 Teilnehmende sind der Einladung des bergaufland Ostallgäu e. V. zur Abschlussfeier der LEADER-Förderperiode nach Füssen gefolgt. Bildrechte: Landkreis Ostallgäu

Insgesamt 33 Projekte wurden durch die Förderung von EU und Freistaat Bayern im Ostallgäu ermöglicht. „Jedes einzelne der umgesetzten Projekte hat einen Beitrag zur positiven Entwicklung des Landkreises geleistet,“ sagt die erste Vorsitzende des Vereins Landrätin Maria Rita Zinnecker. Die Feier fand im Café Werkgeplauder in den Füssener Wertachtal Werkstätten statt.

 

Robert Frei, zweiter Vorsitzender des Vereins, betonte bei der Veranstaltung, dass „neben den Fördergeldern die aktive Unterstützung der Mitglieder im Verein und im Entscheidungsgremium ausschlaggebend für die Vielzahl an großartigen Projekten“ gewesen sie. Dieses Engagement wolle man mit der Feier würdigen. Nach einem Rückblick auf die Zahlen, Daten und Fakten der LEADER-Förderperiode gaben Dr. Alois Kling und Veronika Hämmerle vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten einen Ausblick auf die neue Förderperiode, die voraussichtlich ab Sommer 2023 startet. „Mit einer Mittelausstattung von rund 90 Millionen Euro für die LEADER-Förderperiode 2023 – 2027 in Bayern bekennt sich die EU ganz klar zu diesem hervorragend etablierten Förderprogramm, sodass auch weiterhin vor Ort passgenaue und innovative Ideen zur Stärkung unserer ländlichen Regionen umgesetzt werden können“, sagte Kling.

 

Im Anschluss konnten sich die Teilnehmenden in einer Projektbörse über einige der LEADER-geförderten Projekte informieren. In Präsentationen berichteten acht Projektträger von ihrer Arbeit: vom Projekt „Schlachtung mit Achtung“ aus dem Bereich Landwirtschaft, dem Thema „Berufsorientierung“ bis zur landkreisweiten Klimaschutz-Kampagne „Energiezukunft Unternehmen“. 

Die Wertachtal Werkstätten mit dem LEADER-Projekt „Inklusive Küche Füssen“ sorgten als Gastgeber für die Verköstigung mit (bio-)regionalen Lebensmitteln. „Wir hatten damit beste Voraussetzungen für den Austausch der Anwesenden, der nicht zu kurz kommen sollte“, berichtet Heiko Gansloser, Geschäftsführer des Vereins. „Wir haben das nicht ohne Hintergedanken gemacht: Denn wo entstehen neue und innovative Projektideen besser als in so einer kreativen und besonderen Atmosphäre wie im Café Werkgeplauder?“ 

 

Über LEADER und den bergaufland Ostallgäu e. V.

 

LEADER ist die Abkürzung des französischen "Liaison entre actions de développement de l'économie rurale" und wird übersetzt mit "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raums". LEADER ist ein Förderprogramm der EU und des Freistaates Bayern zur Förderung der nachhaltigen ländlichen Regionalentwicklung. Das Förderprogramm ist ein methodischer Ansatz, der es lokalen Akteuren ermöglicht, regionale Prozesse mit zu gestalten. Dieser Ansatz wird durch sogenannte Lokale Aktionsgruppen (LAGs) umgesetzt. Die LAG „bergaufland Ostallgäu e. V.“ ist Träger der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) und als solcher verantwortlich für deren Umsetzung mit dem Zweck der nachhaltigen Entwicklung der Region Ostallgäu. Die Geschäftsführung des Vereins wird vom Regionalmanagement des Landkreises Ostallgäu übernommen. Beim Regionalmanagement erfolgt die Koordinierung für die Regionalentwicklung im gesamten Landkreis. Die Abwicklung des Förderprogramms LEADER in der Region erfolgt über das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten. Gefördert werden können grundsätzlich Projekte, die den Entwicklungs- und Handlungszielen der LES dienen und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen. 

 

Weitere Informationen zum bergaufland Ostallgäu e. V. sowie zum Förderprogramm LEADER stehen unter www.bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung. Bei Fragen steht die Geschäftsstelle unter Telefon: 08342 911 514-353 oder per E-Mail unter info(at)bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.

 

Mitteilung vom 31.01.2023

Stammtisch für ehrenamtliche Integrations-Helfer im Landratsamt

Der nächste Stammtisch findet am Donnerstag, 23. März 2023 ab 19 Uhr im Saal Wertach im Landratsamt statt.

Bild: istockphoto / viewapart

Bild: istockphoto / viewapart

Für einen offenen Austausch unter ehrenamtlich Aktiven im Bereich Asyl und Integration bietet die Stelle für Kommunale Integration einen Stammtisch an. Eingeladen sind alle, die im Bereich der Integration oder Zuwanderung von Menschen tätig sind oder sich dort engagieren möchten. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit zusammenzukommen und sich über aktuelle Herausforderungen auszutauschen – zum Beispiel darüber, in welchen Bereichen derzeit Unterstützung benötigt wird. Als Gäste stehen beim kommenden Termin Mitarbeitende aus dem Jobcenter und vom Sozialamt für Fragen zur Verfügung. 

 

Der Stammtisch ist kostenlos. Anmeldungen bis 16. März 2023 bei der Stelle für Kommunale Integration des Landkreises Ostallgäu – per E-Mail (integration(at)ostallgaeu.de) oder telefonisch (08342 911-194). Weitere Informationen unter www.ostallgaeu.de/integration oder in der Integreat App Ostallgäu (--> Veranstaltungen).

 

Mitteilung vom 31.01.2023

Bildungsberatung bietet Workshop „Mit Begeisterung in den Ruhestand“

Der Kurs ist offen für Mitarbeitende aller Berufsgruppen sowie für Interessierte, die sich schon in der Rente befinden und neue Impulse suchen.

Er bietet Unterstützung, Impulse und Ideen, wie man den Lebensabschnitt des Ruhestands aktiv, bewusst und sinnerfüllt für sich gestalten kann. Start der zweiteiligen Veranstaltung ist am 21. März 2023.

 

Der Ausstieg aus dem Beruf kann für einen Menschen ein bedeutendes Ereignis sein. Von einem auf den anderen Tag entfallen die bisherige berufliche Aufgabe, die Alltagsstruktur sowie Anerkennung und sozialen Kontakte. Trotz Vorfreude auf mehr Freizeit und Ruhe können damit auch Unsicherheiten, gemischte Gefühle und Zukunftsfragen entstehen. Manche fühlen sich in dieser Situation ängstlich oder alleingelassen mit den Veränderungen, die ihnen bevorstehen. 

 

Mit dem Workshop „Mit Begeisterung in den Ruhestand“ können alle, die den Übergang und den Einstieg in den Ruhestand aktiv gestalten möchten, den ersten Schritt machen. Gemeinsam mit Gleichgesinnten beantworten die Teilnehmenden Fragen wie „Wo stehe ich?“, „Was war gut in meiner Berufstätigkeit“, „Was ist für mich wirklich wichtig?“, „Welche Erwartungen hat mein Umfeld an mich?“ oder „Wie kann ich die neu gewonnene Zeit zufrieden und aktiv gestalten?“.

  

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung erforderlich. Der Workshop findet an zwei aufeinander aufbauenden Terminen am 21. März und 28. März 2023, jeweils von 16 bis 19 Uhr, im Generationenhaus Kaufbeuren statt. Anmeldung bei Christine Hoch, Landratsamt Ostallgäu, Tel.: 08342 911 293, E-Mail: christine.hoch(at)lra-oal.bayern.de

 

Mitteilung vom 25.01.2023

Vereinspauschale 2023 für Sport- und Schützenvereine: Geld vom Staat jetzt beantragen

Die Vereinspauschale 2023 sollten die Ostallgäuer Sport- und Schützenvereine bis spätestens 1. März 2023 beantragen.

Bis dahin müssen die Anträge und Original-Übungsleiterlizenzen dem Landratsamt vollständig vorliegen. Die Vereinspauschale hilft den Sport- und Schützenvereinen ihre vielfältigen Aufgaben zu finanzieren.

 

Die Anträge zusammen mit den Original-Übungsleiterlizenzen müssen bis spätestens 1. März 2023 beim Landratsamt Ostallgäu vollständig eingereicht werden. Anträge und Unterlagen, die nach dem 1. März 2023 eingehen, können leider nicht berücksichtigt werden. Berechnet wird die Vereinspauschale auf der Grundlage von Mitgliedereinheiten und Übungsleiterlizenzen. 

 

Jugendliche Mitglieder bis 26 Jahre zählen zehnfach, Mitglieder ab 27 Jahre einfach (Ausnahme Behinderte – zehnfach) und die Übungsleiterlizenzen grundsätzlich 650-fach (Zusatzlizenzen A- und B-Lizenzen je 325-fach). Übungsleiter, die bei mehr als einem Verein tätig sind, können ihre Lizenzen auf maximal zwei Vereine aufteilen. 

 

Weitere Informationen für Vereine gibt es beim Landratsamt Ostallgäu (telefonisch unter 08342 911-264 oder per E-Mail: ilka.koegel@lra-oal.bayern.de). Der Antrag ist auf der Internetseite des Landkreises abrufbar.

 

Mitteilung vom 25.01.2023

Jugendschöffen gesucht

Der Landkreis Ostallgäu sucht Frauen und Männer, die bereit sind, das Amt einer Jugendschöffin beziehungsweise eines Jugendschöffen zu übernehmen.

Die Ehrenamtlichen werden für das Jugendschöffengericht beim Amtsgericht Kaufbeuren und die Jugendkammer beim Landgericht Kempten für eine fünfjährige Amtsdauer von 2024 bis 2028 gesucht. 

 

Bewerben können sich Personen, die ihren Wohnsitz im Landkreis Ostallgäu haben, mindestens 25 aber höchstens 69 Jahre alt sind und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Gesucht werden Bürgerinnen und Bürger, die Interesse an einem verantwortungsvollen Ehrenamt haben und bereits Erfahrungen im Umgang mit jungen Menschen sammeln konnten, beispielsweise als Eltern, Ausbilder oder in der Vereinsarbeit. Es werden geeignete, auch jüngere Personen aus allen Kreisen der Bevölkerung gesucht. Juristische Kenntnisse sind für das Amt nicht erforderlich. Auch gegenwärtig aktive Schöffinnen und Schöffen können sich zur Wiederwahl bewerben. 

 

Über Verfehlungen von Jugendlichen entscheiden nicht die (allgemeinen) Strafgerichte, sondern Jugendgerichte. Für diese werden Jugendschöffen gewählt. Jugendschöffen wirken als ehrenamtliche Richter am Amts- und Landgericht mit. Dabei sind sie ausschließlich bei Prozessen tätig, in denen Jugendliche und Heranwachsende von 14 bis 21 Jahren angeklagt sind. Neben den Hauptverhandlungen sind sie auch in allen Berufungsangelegenheiten beteiligt. Die Jugendschöffen nehmen in der Hauptverhandlung das Richteramt in vollem Umfang und mit gleichem Stimmrecht wie der Berufsrichter wahr. Sie sollen bei der Feststellung des Sachverhalts und der Beurteilung von Tat und Täter ihre Lebenserfahrung und ihren gesunden Menschenverstand einbringen. 

 

Wer Interesse an diesem Ehrenamt hat, wird gebeten sich bis 31. März 2023 schriftlich beim Jugendamt Ostallgäu, Schwabenstraße 11, 87616 Marktoberdorf mit einem Formblatt zu bewerben. Das Formblatt kann unter hier heruntergeladen werden.

 

Mitteilung vom 23.01.2023

Ostallgäu bekommt weitere 180 Ukraine-Flüchtlinge zugewiesen – Landrätin bittet um Meldung von Wohnraum

Die Unterbringungskapazitäten im Landkreis sind nahezu erschöpft. Für die Erstaufnahme werden Turnhallen zur Verfügung stehen.

Die Regierung von Schwaben wird dem Ostallgäu zeitnah zusätzliche Ukraine-Flüchtlinge zuweisen. Laut Regierung handelt es sich um vier Busse mit insgesamt 180 Flüchtlingen. Die Flüchtlinge sollen in den kommenden Wochen aufgenommen werden. Landrätin Maria Rita Zinnecker appelliert an die Städte und Gemeinden sowie an die Bürgerinnen und Bürger, dem Landratsamt jeden Wohnraum zur melden, der im Ostallgäu zur Verfügung gestellt werden kann. „Die Erstaufnahme können wir in Turnhallen sichern. Eine Weitervermittlung ist aber nur möglich, wenn dafür Wohnraum gefunden werden kann.“

 

Da auch die Zuteilung von anderen Flüchtlingen wieder zugenommen habe, seien die Kapazitäten des Landratsamtes nahezu vollständig belegt. „Wir können es nicht vermeiden, in dieser Lage vorübergehend wieder Turnhallen zu belegen, bis die Menschen aus der Ukraine in andere Unterkünfte verlegt werden können“, erklärt Landrätin Zinnecker die anstehenden Aufgaben. Um die Geflüchteten nach ihrer Ankunft unterbringen zu können, hat das Landratsamt gemeinsam mit dem BRK begonnen, die Erstaufnahme der Geflüchteten in Turnhallen vorzubereiten. Geplant ist die vorübergehende Unterbringung in Turnhallen in Marktoberdorf und Füssen. 

 

Das Landratsamt suche laut Zinnecker Wohnungen, die abgeschlossen sind und zu vernünftigen Konditionen angemietet werden können. Basis der Unterbringung sei ein geordnetes Mietverhältnis. Zinnecker: „Die vergangenen elf Monate haben gezeigt, dass es nicht um ein kurzfristiges Engagement geht, solange sich kein Ende des Krieges in der Ukraine abzeichnet.“ Wohnraum kann dem Landratsamt gemeldet werden an die E-Mail-Adresse ukraine@lra-oal.bayern.de beziehungsweise über die Telefonnummern 08342 911-692 oder 08342 911-928. 

 

Für die Leistungen an die Flüchtlinge sind verschiedene Stellen und Behörden zuständig. Bei den ukrainischen Flüchtlingen sind es vor allem die Jobcenter. 

 

Zuweisung trotz hoher Erfüllungsquote des Ostallgäus

 

Bei der bayernweiten Verteilung liegt Schwaben aktuell hinter den anderen bayerischen Regierungsbezirken zurück – rund 2.400 Personen müssten zusätzlich untergebracht werden, um eine gleichmäßige Verteilung zu erreichen. Außerdem hat auch der Freistaat Bayern gegenüber anderen Bundesländern derzeit ein Defizit bei der Verteilung der Ukraine-Flüchtlinge. 

 

Um dies auszugleichen wurde die bayernweite Anlauf- und Verteilstelle (im sogenannten FREE-Verfahren) ab dieser Woche nach Schwaben verlegt. Die schwäbischen Städte und Landkreise erhalten in den kommenden Wochen auf diese Weise direkte Zuweisungen. Trotz der vergleichsweise hohen Erfüllungsquote hat auch der Landkreis Ostallgäu Zuweisungen erhalten. Im Ostallgäu wurden bereits 1.831 Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen.

 

Mitteilung vom 17.01.2023

Warum (Bio-)Milch und (Bio-)Fleisch zusammengehören

Das war Thema beim Praxisdialog zur kuhgebundenen Kälberaufzucht der Öko-Modellregion Ostallgäu.

Stefan Schreyer erklärt den Teilnehmern sein System der Kuhgebundenen Kälberaufzucht. Bild: Anne Roth

Stefan Schreyer erklärt den Teilnehmern sein System der Kuhgebundenen Kälberaufzucht. Bild: Anne Roth

Rund 30 Landwirtinnen und Landwirte informierten sich bei der Veranstaltung, wie sie künftig ihre Kälber selbst aufziehen können, statt sie an Mastbetriebe weiterzugeben. „Gerade bei uns im Ostallgäu mit überwiegend Grünland und Milchviehwirtschaft kommt dem Thema kuhgebundene Kälberaufzucht eine große Bedeutung zu“, unterstützt Landrätin Rita Maria Zinnecker die Initiative der Öko-Modellregion. 

 

Die Teilnehmenden beklagten bei der Veranstaltung, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher nicht wüssten, dass bei der Milchproduktion immer auch Fleisch anfällt. Denn ohne Kalb gibt die Kuh keine Milch. Die meisten Menschen gingen davon aus, dass das Kalb die ganze Zeit bei der Kuh bleibe. Die gängige landwirtschaftliche Praxis besteht jedoch darin, die Kälber in den ersten Tagen von den Müttern zu trennen und zu tränken. Kälber, die nicht zur eigenen Nachzucht gebraucht werden, werden dann nach wenigen Wochen oft an spezialisierte konventionelle Mastbetriebe abgegeben. Zum Großteil verlassen männliche Kälber an diesem Punkt den (Bio-)Kreislauf, da diese keine Milch geben.

 

„Erfreulicherweise ist die Nachfrage nach Milchprodukten aus der Öko-Landwirtschaft in den vergangenen Jahren stark gestiegen“, sagt Referent Ulrich Mück, der Agraringenieur und Demeter-Berater ist. „Gleichzeitig ist jedoch die sowieso zu geringe Nachfrage nach Rindfleisch kaum gestiegen.“ Um das anfallende Fleisch aus artgerechter Haltung auch zu verbrauchen, sei es aber nötig, pro Liter (Bio-)Milch auch rund 30 g (Bio-)Rindfleisch zu verzehren. 

 

Interesse an kuhgebundener Kälberaufzucht steigt

 

Laut Mück wollen immer mehr Milchviehhalter aus dem Bio-Bereich ihre Tiere nicht in den Viehhandel abgeben und hinterfragen die herkömmliche Kälbermast. Sie wollen ihre Kälber selbst auf dem Betrieb großziehen und später als Bio-Fleisch vermarkten. Das Hauptmotiv, das die Landwirte antreibe, sei das Tierwohl. Jedoch stelle die artgerechte Aufzucht der Kälber die Betriebe oft vor wirtschaftliche Herausforderungen: Da das Kalb direkt an der Amme oder der Kuh säuft, kann weniger Milch gemolken werden und der Landwirt weniger Milch an die Molkerei liefern.

 

Um eine Austauschmöglichkeit für interessierte Landwirte zu schaffen, veranstaltete die Öko-Modellregion Ostallgäu zusammen mit der Schweisfurth Stifung einen Praxisdialog zum Thema kuhgebundene Kälberaufzucht. Saro Gerd Ratter, Projektmanager Tierwohl der Stiftung, informierte die teilnehmenden Landwirtinnen und Landwirte, wie Bio-Milchkälber kuhgebunden aufgezogen werden können. Er stellte klar heraus, dass jeder Betrieb unterschiedlich aufgebaut sei: „Es gibt nicht ein einheitliches System. Die Aufzucht der Kälber ist auf jedem Betrieb individuell.“ 

 

Wie so eine Aufzucht in der Praxis funktioniert, zeigte das Ehepaar Schreyer bei der Vor-Ort-Besichtigung ihres Biolandhofs in Stötten. Während des Praxisdialogs fand ein Austausch zwischen den Praktikern statt. Am Ende waren sich alle einig, dass das Interesse der Landwirte an der kuhgebundenen Kälberaufzucht sehr hoch sei. Jedoch müssten noch mehr Akteure eingebunden werden, um dieses Aufzuchtsystem großflächig zu etablieren. Zu einem müsste beim Verbraucher das Bewusstsein für die Bedeutung des regionalen (Bio-)Rindfleischs geweckt werden und zum anderen müsste das Aufzuchtsystem der kuhgebundenen Aufzucht von mehr Molkereien auch finanziell honoriert werden.

 

Liste der Bio-Betriebe mit kuhgebundener Kälberaufzucht 

 

Die Öko-Modellregion Ostallgäu hat eine Liste mit Betrieben zusammengestellt, wo man jetzt schon Bio-Kalbfleisch oder Bio-Rindfleisch aus kuhgebundener Aufzucht im Ostallgäu beziehen kann:

 

  • Biolandhof Michael Filser, Hörmannshofen
  • Biolandhof Renate und Stefan Schreyer, Riedhof
  • Biolandhof Günther Rauch, Bidingen
  • Biolandhof Konrad Stöger, Rieden am Forggensee
  • Demeterhof Andreas Aufmuth, Hiemenhofen
  • „Beim Häbrar“ Demeterhof Severin Schmölz, Seeg
  • Demeterhof Max Löcherer, Lengenwang
  • Demeterhof Johannes Ott, Wald
  • Demeterhof Josef Fischer, Leuterschach
  • Demeterhof Martin Weber, Kaltental
  • Naturlandhof Franziska & Arnold Ried, Bernbach

 

Alle Informationen zum Thema unter www.oekomodellregionen.bayern/ostallgaeu und bei Lisa Mader unter Telefon 08342 911-453.

 

Mitteilung vom 16.01.2023

Seminar „Finanzplanung für Frauen“: noch Plätze frei

Die Gleichstellungsstelle des Landkreises Ostallgäu empfiehlt das kostenlose Seminar „Finanzplanung für Frauen“ der Servicestelle Beruf.

Die Teilnahme am Seminar ist für alle Frauen aus dem Ostallgäu kostenlos. Das Seminar wird an zwei Terminen angeboten: am 18. Januar sowie am 8. März 2023 – jeweils von 9 bis 11 Uhr im Landratsamt Ostallgäu.

 

Inhalte des Seminars sind die richtige Geldanlage, die Kunst des Investierens sowie der Aufbau der Altersvorsorge. Die Teilnehmerinnen bekommen dabei Tipps und Hinweise zum Thema Geld mit dem Ziel, sich an Ihren eigenen Vermögensaufbau heranzutrauen. „Hintergrund für das Seminar ist, dass viele Frauen in die Altersarmut rutschen“, erklärt Heike Krautloher, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Ostallgäu. „Damit das nicht passiert, bieten wir das Seminar rund um die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen an.“

 

Servicestelle Beruf bietet weitere Seminare sowie Einzelberatungen

 

Die „Servicestelle Beruf für gleichberechtigte berufliche Entwicklung" hat es sich zum Ziel gesetzt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Sie bietet Beratung und Unterstützung zu allen Fragen der Karriere- und Existenzgründungsplanung, zum Wiedereinstieg nach der Familienzeit, zur beruflichen Umorientierung und Weiterbildung sowie zu Fragen bei Bewerbungen. Der Landkreis Ostallgäu ist an der Finanzierung des Büros beteiligt, um seine Bürgerinnen und Bürger, die Familie und Beruf unter einen Hut bringen wollen, zu unterstützen und um ihre Chancengleichheit im Berufsleben zu fördern. 

 

Neben den Seminaren zu den Themen „Bewerbung“, „MiniJob“ und „Der Weg in die Selbstständigkeit“ bietet die Sericestelle Beruf im Anschluss an jeden Vortrag, sowie nach Terminvereinbarung Einzelberatungen zu allen Fragen rund um die berufliche Neuorientierung, den Wiedereinstieg beziehungsweise rund ums „Selbstständig-Machen“ an. Anmeldung und Informationen bei der Gleichstellungsstelle des Landkreises Ostallgäu: Telefon 08342 911-287 oder per E-Mail: gleichstellungsstelle@lra-oal.bayern.de oder direkt bei der „Servicestelle Beruf“, Kempten, Rathausplatz 22, 4. Stock, Zimmer 401, Telefon 0831 2525-7272, E-Mail: Frau-und-Beruf@kempten.de.

 

 

Mitteilung vom 10.01.2023

Projekt 1.000 Schulen: Erfolgreiches Ende der Landkreis-Sammelaktion

Für den Bau eines Kindergartens in Ovijere, Namibia, hat Landrätin Zinnecker 15.000 Euro Spendengeld an Reiner Meutsch von Fly & Help übergeben.

Musterfoto: So ähnlich wir der neuen Kindergarten in Ovijere aussehen. Foto: Fly & help

Die Spenden stammen zum größten Teil von Ostallgäuer Bürgern und der lokalen Wirtschaft. „Der Kindergartenbau ist der erfolgreiche Abschluss unseres Engagements für das Projekt 1.000 Schulen“, sagt Zinnecker. „Mit dem neuen Kindergarten setzt das Ostallgäu in weltweit herausfordernden Zeiten ein weiteres Zeichen der großen Solidarität mit weniger privilegierten Regionen.“ 

 

Meutsch freut sich über den zweiten Spendenscheck aus dem Ostallgäu. Damit kann er im Norden Namibias ein Gebäude mit einem Gruppenraum für einen Kindergarten bauen und die Betreuungssituation der Kleinkinder verbessern. Der Kindergarten wird im Ort Ovijere gebaut. Mit Spenden hat der Landkreis 2020 dort bereits die Errichtung eines Schulgebäudes mit zwei Klassenräumen ermöglicht. 

 

Bei dem Schulbau seien aufgrund gesunkener Baukosten und der großen Spendenbereitschaft 5.000 Euro übriggeblieben, so Zinnecker. Außerdem seien weitere Spenden in Höhe von insgesamt 6.000 Euro auf dem Konto eingetroffen. „Wir haben daher die Initiative ergriffen und die Finanzierungslücke von 4.000 Euro für einen Kindergarten mit einem Verzicht der Kreistagsmitglieder auf die Weihnachtsgeschenke und einem Zuschuss aus meinem eigenen Verfügungsfonds geschlossen“, erklärt Zinnecker. 

 

Der Kindergarten ermögliche es laut Meutsch, die Kinder spielerisch auf die Schule vorzubereiten. Das Personal käme dafür aus den eigenen Reihen, engagierte Community-Mitglieder würden die Betreuung vor Ort übernehmen. Dies klappe auch an anderen Orten sehr gut, sagt Meutsch. Und betont, dass jetzt ein Kindergarten komme, sei ein wichtiges Zeichen für die örtliche Bevölkerung, dass man sie nicht vergessen habe. Denn auch die Menschen in Namibia seien von der weltweiten Krise mit kontinuierlich steigenden Lebensmittelpreisen und Kraftstoffkosten betroffen. Meutsch will mit dem Bau im Frühjahr starten und geht davon aus, dass im Sommer die Eröffnung gefeiert wird. 

 

„1.000 Schulen für unsere Welt“ ist eine Gemeinschaftsinitiative der kommunalen Spitzenverbände Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund. Fly & Help plant im Rahmen der Initiative Schulen und Kindergärten in Entwicklungsländern.


Fakten zum Projekt:

 

  • Ovijere liegt im Norden von Namibia, ungefähr 18 Kilometer von Okanguati und rund 124 km von Opuwo entfernt mitten im afrikanischen Busch.
  • Keine Infrastruktur, kein Handyempfang
  • Bislang gibt es keinen Kindergarten in Ovijere. 
  • Mit dem Kindergartenbau wird die Betreuungslücke im Vorschulbereich geschlossen. 
  • Die Kleinkinder kommen zu 90 Prozent aus der Ovahimba Community, die restlichen 10 Prozent sind Zemba. Beide Bevölkerungsgruppen sind Halbnomaden. 
  • Das Gebäude mit einem Gruppenraum und einer großen Veranda stellt in Ovijere die zweite Hilfsmaßnahme des Landkreises Ostallgäu dar. Die Baukosten betragen 15.000 Euro.
  • Mit dem Bau wird im Frühjahr 2023 begonnen, die Fertigstellung und die Eröffnung soll im Sommer 2023 sein. 
Mitteilung vom 02.01.2023

Kostenlose Seminare und Beratungen zur beruflichen (Neu-)Orientierung im Landkreis Ostallgäu

Die Gleichstellungsstelle des Landkreises organisiert auch 2023 wieder Einzelberatungen und Seminare zu dem Thema an.

Die Angebote der „Servicestelle Beruf“ sind für alle Ostallgäuerinnen und Ostallgäuer kostenlos und finden je nach Corona-Lage als Präsenz-Veranstaltung im Landratsamt in Marktoberdorf, in den Räumen der Volkshochschule in Biessenhofen und Obergünzburg, telefonisch oder online statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

 

„Finanzplanung für Frauen oder wie gelingt mir die finanzielle Unabhängigkeit?“ am 18. Januar und am 8. März 2023, jeweils von 9 bis 11 Uhr: Über die Kunst des Investierens, die richtige Geldanlage sowie den Aufbau meiner Altersvorsorge. Die Teilnehmerinnen bekommen Tipps und Hinweise zum Thema Geld mit dem Ziel, sich an den eigenen Vermögensaufbau heranzutrauen.

 

„Wie bewerbe ich mich?“ am 23. Januar und 13. März 2023, jeweils von 9 bis 11 Uhr: Von Beraterin Patricia Mühlebach erfahren die Teilnehmenden, wie sie Lücken im Lebenslauf behandeln, wie eine überzeugende Bewerbungsmappe aussehen kann, wie sie sich und ihre Fähigkeiten optimal präsentieren und wie sie eine Bewerbungsinitiative starten.

 

„Der Minijob – Nachteile und Möglichkeiten“ am 6. Februar und am 27. März 2023, jeweils von 9 bis 11 Uhr: An diesem Vormittag wird die Problematik dieser Beschäftigungsverhältnisse geklärt, über Benachteiligungen gesprochen und es werden Möglichkeiten gezeigt, Nachteile in den Griff zu bekommen und Chancen zum Weiterkommen zu nutzen.

 

Der Weg in die Selbstständigkeit: Von der Idee zum Konzept“ am 27. Februar und 8. Mai 2023, jeweils von 9 bis 11 Uhr: An diesem Vormittag erhalten die Teilnehmenden Informationen rund um die Selbstständigkeit, insbesondere zu den Stichworten Realitätscheck, soziale Absicherung, Formalitäten, Finanzierungen und Geschäftsplan. 

 

Zusätzlich bietet die Servicestelle Beruf im Anschluss an jeden Vortrag, sowie nach Terminvereinbarung Einzelberatungen zu allen Fragen rund um die berufliche Neuorientierung, den Wiedereinstieg beziehungsweise rund ums „Selbstständig-Machen“ an. Anmeldung und Informationen bei der Gleichstellungsstelle des Landkreises Ostallgäu: Telefon 08342 911-287 oder per E-Mail: gleichstellungsstelle(at)lra-oal.bayern.de oder direkt bei der Servicestelle Beruf, Kempten, Rathausplatz 22, 4. Stock, Zimmer 401, Telefon 0831 2525-7272, E-Mail: Frau-und-Beruf(at)kempten.de.

 

Die „Servicestelle Beruf für gleichberechtigte berufliche Entwicklung" hat es sich zum Ziel gesetzt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Sie bietet Beratung und Unterstützung zu allen Fragen der Karriere- und Existenzgründungsplanung, zum Wiedereinstieg nach der Familienzeit, zur beruflichen Umorientierung und Weiterbildung sowie zu Fragen bei Bewerbungen. Der Landkreis Ostallgäu ist an der Finanzierung des Büros beteiligt, um seine Bürgerinnen und Bürger, die Familie und Beruf unter einen Hut bringen wollen, zu unterstützen und um ihre Chancengleichheit im Berufsleben zu fördern. 

 

Mitteilung vom 02.01.2023

Heilige Drei Könige: Tonnen werden einen Tag später geleert

Wegen des Feiertags am Freitag, 6. Januar 2023, verschiebt sich die Leerung der Bio- und Restmüllgefäße in den betreffenden Gemeinden um einen Tag.

Regelmäßiger Abfuhrtag Freiertagsbedingte Änderung
Freitag, 6. Januar 2023 verlegt aufSamstag, 7. Januar 2023

 

Alle aktuellen Abfuhrtermine stehen auch in der Abfall-App Ostallgäu zur Verfügung.

 

Mitteilung vom 02.01.2023

Sprechstunde für Existenzgründer und mittelständische Unternehmen

Die Aktivsenioren Bayern e.V. bieten am Donnerstag, 12. Januar 2023, eine Sprechstunde für Existenzgründer und Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen an.

Unter dem Motto „Alt hilft Jung“ geben ehemalige Führungskräfte, Unternehmer und Selbstständige ihre Berufs- und Lebenserfahrung weiter. Die Aktivsenioren helfen Firmengründern beim Aufbau ihres Unternehmens, indem sie zum Beispiel Businesspläne mitgestalten, Marketing- und Vertriebsaktivitäten empfehlen und Produktionsverfahren begutachten. Auch Personen, die bereits Inhaber eines kleinen oder mittleren Unternehmens sind, können sich bei Fragen zur Existenzsicherung, Unternehmensführung, Betriebsübergabe etc. an die Aktivsenioren wenden. Die Erstberatung ist kostenfrei. 

 

Eine Terminvereinbarung ist unbedingt bis spätestens 10. Januar 2023 erforderlich unter Telefon 08342 911-402. Zum vereinbarten Termin dürfen nur jeweils drei Personen kommen und eine FFP2-Maske ist zu tragen, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann.

 

Die Beratungen finden von 16 bis 18 Uhr im Landratsamt, Zimmer C 300, Schwabenstraße 11 in Marktoberdorf, statt.

 

Mitteilung vom 02.01.2023

Beschäftigte geehrt und verabschiedet

Bei der Jahresabschlussfeier der Mitarbeitenden des Landkreises Ostallgäu wurden zwanzig Beschäftigte geehrt beziehungsweise verabschiedet.

Auf dem Foto (von links): Frank Oswin (Ruhestand), Susanne Kettemer (Hauptamtsleiterin), Josefine Baur (Ruhestand), Hildegard Zink (Ruhestand), Günter Frey (Personalrat), Waltraud Di Cara (Ruhestand), Hermann Wißmiller (Ruhestand), Karl Völk (Ruhestand), Thomas Ganser (40 Jahre Landkreis), Otto Ruschka (40 Jahre Öffentlicher Dienst), Margit Tossenberger (Ruhestand), Robert Eggensberger (40 Jahre Landkreis), Landrätin Maria Rita Zinnecker, Hermann Fischer (Ruhestand), Helmut Martin (Ruhestand), Franz Zierl (Ruhestand), Stephanie Haf (25 Jahre Landkreis), Herbert Noske (Ruhestand), Renate Schugg (Ruhestand), Thomas Kolbinger (25 Jahre ÖD), Sabine Neumann (Ruhestand), Renate Nadler (Ruhestand) sowie Andrea Euband (25 Jahre Landkreis). Auf dem Foto fehlen: Renate Bergmann (40 Jahre Landkreis), Ralf Kinkel (25 Jahre Freistaat), Maria-Magdalena Bein (40 Jahre Landkreis), Herwig Wörle (40 Jahre Landkreis), Andrea Maaz (25 Jahre Landkreis), Gudrun Hummel (Ruhestand), Harald Kerscher (Ruhestand) und Josef Pohl (Ruhestand).

 

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