Aktuelles

Mitteilung vom 20.11.2018

Bürgerstiftung Ostallgäu: Versteigerung alter Bücher bringt 64.000 Euro

Zugunsten der Bürgerstiftung Ostallgäu hat der Landkreis Ostallgäu eine dreibändige Ausgabe des „Hortus Eystettensis“ von 1713 versteigert.

Landrätin Maria Rita Zinnecker übergab einen Scheck in Höhe des Versteigerungserlöses von 64.000 Euro an die beiden Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Gerhard Schempp (links) und Herbert Sedlmair (Mitte).

Landrätin Maria Rita Zinnecker übergab einen Scheck in Höhe des Versteigerungserlöses von 64.000 Euro an die beiden Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Gerhard Schempp (links) und Herbert Sedlmair (Mitte).

Den Erlös in Höhe von 64.000 Euro gibt der Landkreis an die Bürgerstiftung weiter. „Die Arbeit der Bürgerstiftung ist wichtig und für uns unverzichtbar“, sagt Landrätin und Schirmherrin der Stiftung, Maria Rita Zinnecker. Die Bürgerstiftung wird die Mittel für laufende Projekte verwenden.
 
Der Landkreis Ostallgäu war Besitzer einer dreibändigen Ausgabe des „Hortus Eystettensis“ von 1713. Die Bücher stammten aus einer aufgelösten Seminarbibliothek und befanden sich zuletzt in der Comenius Grundschule in Buchloe. Der Kreisausschuss hatte in seiner Sitzung am 01. Dezember 2017 beschlossen, die Werke zu versteigern und den Erlös der Bürgerstiftung Ostallgäu zugutekommen zulassen.
 
Der Auftrag zur Versteigerung wurde an ein renommiertes Aktionshaus in München erteilt und erbrachte einen Erlös von 65.000 Euro. Die Kosten der Versteigerung von 1000 Euro wurden abgezogen und somit konnte eine Zuwendung in Höhe von 64.000 Euro an die Bürgerstiftung weitergereicht werden. „Die Bürgerstiftung hat bei ihren Projekten immer das Wohl der Gemeinschaft im Sinn“, sagt Landrätin Zinnecker, „sie fördert und unterstützt regionale Projekte und verdient damit unser aller Unterstützung.“ 25 Prozent des Erlöses wird die Bürgerstiftung für laufende Projekte verwenden. Die anderen 75 Prozent erhöhen das Stiftungskapital. Die Zinserträge fließen weiteren landkreisweiten Projekten der Bürgerstiftung zu.
 
Die gemeinnützige Bürgerstiftung Ostallgäu wurde 2007 von 72 Bürger*innen ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Gemeinwohl zu stärken und zur Identitätsfindung des Landkreises beizutragen. Vor allem Kinder und Jugendliche profitieren unter anderem durch die jährlichen Kinderopern. „Die Bürgerstiftung startet viele wichtige Projekte, die immer am Puls der Gesellschaft und auf der Höhe der Zeit sind“, ergänzt Landrätin Zinnecker. Sie übergab einen Scheck in Höhe von 64.000 Euro an die beiden Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Gerhard Schempp und Herbert Sedlmair. Landrätin Zinnecker betonte bei der Scheckübergabe die Erfolgsgeschichte der Bürgerstiftung, die mit dem Versteigerungs-Erlös weitergeschrieben werde.

Mitteilung vom 20.11.2018

Landkreis und Stadt veröffentlichen Infoblatt zum Fledermausschutz

Immer wieder finden Bürgerinnen und Bürger Fledermäuse rund um ihr Haus oder im Garten. Aber was in dieser Situation zu tun ist, wissen die wenigsten.

Das Landratsamt Ostallgäu hat zusammen mit der Stadt Kaufbeuren ein Infoblatt mit den wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen und Kontaktstellen zum Schutz der Fledermäuse erstellt.
 
Fledermäuse sind faszinierende jedoch auch bedrohte Tiere. Findet man ein Tier, ist schnelles und richtiges Handeln erforderlich. Jungtiere, verletzte oder kranke Tiere müssen umgehend richtig versorgt werden, damit sie eine Überlebenschance haben. Wer ein Tier findet, sollte schnellstmöglich Kontakt zum örtlichen Fledermausexperten aufnehmen und die Umstände schildern. Das Landratsamt Ostallgäu und die Stadt Kaufbeuren haben hierfür gemeinsam ein Infoblatt mit Erste-Hilfe-Maßnahmen für die Fledertiere sowie Kontakte zu Pflegestationen erstellt. Das Infoblatt ist online auf den Seiten der Stadt Kaufbeuren (www.kaufbeuren.de) und des Landkreises Ostallgäu (www.ostallgaeu.de) sowie bei örtlichen Tierärzten oder Naturschutzverbänden erhältlich.
 
Bei Fund: Fledermausexperten kontaktieren
 
Beim Fund einer Fledermaus ist folgende Vorgehensweise ratsam: Telefonische Kontaktaufnahme zu einem Fledermausexperten und Schilderung der Situation. Sollte ein erwachsenes Tier an der Fundstelle gefährdet sein, legt man es bis zum Eintreffen oder der Übergabe an den Experten, in einen mit einem Tuch ausgelegten und mit Luftlöchern versehenen Karton an einen kühlen Ort. Fledermausbabys finden am besten Unterschlupf in einem kleinen Leinensäckchen oder Waschlappen bei Zimmertemperatur. Wenn möglich, bietet man den Tieren vorsichtig lauwarmes Wasser an. Anfassen sollte man die Tiere stets nur mit Handschuhen. Werden diese Punkte beachtet, haben die Tiere gute Chancen nach ihrer Genesung wieder in die Freiheit entlassen werden zu können.
 
Als Ansprechpartner an den Unteren Naturschutzbehörden steht in Kaufbeuren Andrea Gimple unter Telefon 08341 437-333 und am Landratsamt Sandra Trautmann unter Telefon 08342 911-362 zur Verfügung. Das Infoblatt kann unter www.buerger-ostallgaeu.de > Umwelt/Natur/Wasser > Naturschutz > Artenhilfsmaßnahmen) heruntergeladen werden.

Mitteilung vom 13.11.2018

Große Zufriedenheit mit der Abfallentsorgung im Landkreis

Eine repräsentative Bürgerbefragung ergab, dass 87 Prozent der Bürgerinnen und Bürger die Abfallwirtschaft des Landkreises Ostallgäu positiv bewerten.

Wie zufrieden sind die Ostallgäuer mit der Abfallwirtschaft im Landkreis? Wollen sie Leichtverpackungen wie Joghurtbecher, Nudelfolien und Shampooflaschen weiterhin beim Wertstoffhof abgeben oder lieber von zu Hause abholen lassen? Wie häufig besuchen die Bürgerinnen und Bürger ihren Wertstoffhof? Eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens L.Q.M aus Mainz gibt Antworten auf diese und weitere Fragen rund um das Thema Abfallentsorgung im Ostallgäu.
 
Für die vom Landkreis in Auftrag gegebene Studie wurden eintausend Bürgerinnen und Bürger per Zufallsgenerator ausgewählt und telefonisch interviewt. Die repräsentative Bürgerbefragung ergab, dass 87 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mit der Abfallwirtschaft im Landkreis Ostallgäu zufrieden sind. Die Hälfte gab an, sogar sehr zufrieden zu sein. Nach den Entsorgungsmöglichkeiten für einzelne Abfallarten wie Hausmüll, Sperrmüll, Biomüll, Gartenabfälle, Papier und Glas gefragt, äußerten sich die Befragten ebenfalls sehr positiv. Im Vergleich zu anderen Landkreisen erreicht das Ostallgäu hierbei überdurchschnittliche Zufriedenheitswerte.
 
Etwas weniger zufrieden sind die Bürgerinnen und Bürger mit der Entsorgung von Verpackungsmaterialien, die im Grünen Sack zum Wertstoffhof zu bringen sind. Hier liegt die Zufriedenheit fünf Punkte unter dem Durchschnitt aller befragten Landkreise. Trotzdem spricht sich nur die Hälfte der Befragten dafür aus, dass Kunststoffverpackungen zukünftig in einer Gelben Tonne gesammelt und von zu Hause abgeholt werden. 33 Prozent der Befragten möchten das bisherige System beibehalten, 13 Prozent sind unentschieden. Dass ein vergleichsweise hoher Anteil der Bevölkerung am Bringsystem festhalten möchte, steht in Zusammenhang mit den geringen Entfernungen zu den Wertstoffhöfen und dem positiv beurteilten Service vor Ort. Dies gaben rund 90 Prozent der Befragten an. „Wir werden nun die Ergebnisse genauer bewerten, unsere verschiedenen Optionen prüfen, um das Abfallwesen im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger weiter zu optimieren“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Die Meinungsforscher fanden heraus, dass 65 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mindestens alle vierzehn Tage einen Wertstoffhof besuchen. Fast alle (96 Prozent) nutzen dafür ein Auto. Nur rund ein Drittel aller Wertstoffhofbesucher verbindet die Fahrt zum Wertstoffhof mit anderen Erledigungen wie zum Beispiel Einkaufsfahrten oder Arztbesuchen. Die Studie erfüllt sämtliche wissenschaftliche Anforderungen. Die Fehlerquote, die sich durch die Hochrechnung der Ergebnisse ergeben könnte, liegt bei weniger als drei Prozent.

Mitteilung vom 13.11.2018

Fahrgast-Offensive 2019: Deutlich verbessertes Angebot im Nahverkehr

Der ÖPNV im Ostallgäu wird aufgewertet: Ab Mitte 2019 gibt es für Jahreskarten-Inhaber, Schüler*innen und Senioren deutlich verbesserte Tarifangebote.

Landrätin Maria Rita Zinnecker erwartet sich von der Fahrgast-Offensive 2019 eine bessere Nutzung der Jahreskarten.

Landrätin Maria Rita Zinnecker erwartet sich von der Fahrgast-Offensive 2019 eine bessere Nutzung der Jahreskarten.

„Der Landkreis Ostallgäu startet gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen eine starke Offensive, die vielen Fahrgästen sehr zugutekommt. Das Angebot wird erheblich günstiger und attraktiver“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Der Öffentliche Nahverkehr im Landkreis wurde in den vergangenen Jahren zusammen mit der Ostallgäuer Verkehrsgesellschaft (OVG) kontinuierlich optimiert und das Fahrplanangebot wurde bedarfsgerecht permanent angepasst. Beispielsweise gibt es auf vielen Buslinien inzwischen von Montag bis Freitag nahezu einen Stundentakt. „Jedoch stagnierte die Zahl der Zeitkarten-Nutzer in den vergangenen Jahren leider“, sagt Zinnecker. Nun wurde das Angebot für die Dauernutzer überarbeitet, damit es attraktiver wird und besser genutzt wird.
  
Landrätin Zinnecker: „Unsere Fahrgast-Offensive setzt sich aus drei Teilen zusammen. Das Angebot wird attraktiver, günstiger und kommt so direkt beim Fahrgast an.“ Erstens werden Netzkarten eingeführt, welche die Jahreskarten deutlich wertvoller machen: Alle Monatskarten für Schüler*innen sind ab Mitte 2019 von Montag bis Freitag ab 9 Uhr im gesamten Buslinien-Netz des Ostallgäu streckenunabhängig gültig. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen können Schüler*innen ganztägig im gesamten Ostallgäu fahren – so lang, so oft und so viel sie wollen.

 
Zweitens werden die Umwelt-Abos aufgewertet: Bei Erwachsenen erhöhen sich die Freimonate auf sechs, somit erhalten sie eine Vergünstigung von zusätzlich 33 Prozent. Konkret heißt das: Zwölf Monate fahren, sechs Monate bezahlen. Bei Schülern und Auszubildenden erhöhen sich die Freimonate auf vier, sie sparen künftig weitere elf Prozent. Drittens profitieren auch die Senioren im Ostallgäu von der Fahrgast-Offensive: Alle ab 63 Jahren können sich für 50 Euro pro Monat eine Netzkarte kaufen und damit von Montag bis Freitag ab 9 Uhr im gesamten Ostallgäuer Buslinien-Netz fahren – am Samstag, Sonn- und Feiertag den ganzen Tag.
 
„Im Zuge unserer Fahrgast-Offensive senken wir die Preise für die Jahreskarten massiv und verbessern die Nutzungsmöglichkeiten für die Fahrgäste erheblich“, sagt Landrätin Zinnecker. Landkreis und Verkehrsunternehmen erwarten sich dadurch Steigerungen bei der Nutzung des Angebots und auch mehr Dauerfahrgäste. Zinnecker: „Und wenn die Auslastung der Busse steigt, hat dies sicher in der Folge auch positive Auswirkungen auf das Fahrplanangebot.“ Der Kreisentwicklungsausschuss beschloss in seiner jüngsten Sitzung die Fahrgast-Offensive einstimmig. Die Maßnahmen der Offensive werden in den Nahverkehrsplan einfließen.

Mitteilung vom 06.11.2018

Neuerungen beim Vertragsnaturschutzprogramm im Ostallgäu

Das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) schützt nicht nur die Kulturlandschaft, sondern kann auch der Rentabilitätssteigerung auf schwierigen Flächen dienen.

Der Schwangauer Landwirt Christian Christa und Janina Schaper vom Landratsamt Ostallgäu im Gespräch über Pflegemaßnahmen.

Der Schwangauer Landwirt Christian Christa und Janina Schaper vom Landratsamt Ostallgäu im Gespräch über Pflegemaßnahmen.

Einige Neuerungen machen das Programm jetzt noch attraktiver. Die Fördertöpfe wurden vom Freistaat gefüllt und demnächst beginnt die Antragstellung für den neuen Förderzeitraum 2019-2023. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Ostallgäu berät unverbindlich interessierte und teilnahmewillige Landwirte.
 
„Bichl“, „Boschen“ und „Bliamles“ gehören seit jeher zum Allgäu und sind dessen wertvollstes Gut. Doch die Bewirtschaftung steiler, nasser, magerer oder buckliger Flächen ist aufwendig und wenig rentabel. Nicht selten ist der kostenintensive Einsatz von Baggern, Drainagerohren und Düngern Mittel der Wahl, beim Versuch die Rentabilität der Flächen zu steigern. In vielen Fällen stellen diese Flächen aber gleichzeitig wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen dar und genießen gesetzlichen Schutz. Häufig ist nach einer Maßnahme zur Nutzflächenverbesserung ein wertvolles Biotop zerstört, das gewünschte Ertragsergebnis stellt sich jedoch trotzdem nicht ein. Eine andere Möglichkeit, die Rentabilität der Flächen effektiv und nachhaltig zu steigern, ist die Inanspruchnahme von geeigneten Förderungen, die der Freistaat Bayern extra hierfür zur Verfügung stellt: Den Erschwernisausgleich und das bayerische Vertragsnaturschutzprogramm. Denn gerade wirtschaftlich eher uninteressante Flächen haben  oftmals einen ausgesprochen hohen gesellschaftlichen und ökologischen Wert. Entscheidet sich ein Landwirt für eine Form der Bewirtschaftung, die den dort vorkommenden Arten zugutekommt, können sowohl er als auch die Natur davon profitieren.
 
Oft kann für solche Flächen ein VNP-Vertrag abgeschlossen werden, ohne dass an der Bewirtschaftung überhaupt etwas geändert werden muss. Viele Landwirte haben noch ihre Blumenwiese, die ohnehin schon immer spät gemäht, extensiv beweidet und nicht oder kaum gedüngt wird. Gleiches gilt für Flächen, die weit weg von der Hofstelle liegen, schattig und wenig ertragreich sind. Warum also nicht für diese Flächen einen Vertrag im Rahmen des VNP abschließen? So ergibt sich aus der Bereitschaft zur Erhaltung unserer bäuerlichen Kulturlandschaft eine zusätzliche Einkommensmöglichkeit. Interessant kann das Programm auch für Pferde-, Ziegen- oder Schafhalter mit einer landwirtschaftlichen Betriebsnummer sein. Seit kurzen wartet das Vertragsnaturschutzprogramm mit einigen Neuerungen auf, die den Abschluss der Verträge und die Verwaltung der Flächen noch leichter gestalten:

 

  • Das Ausfüllen und Übertragen des Bewertungsblatts wurde vereinfacht.
  • VNP ist mit der KULAP-Maßnahme B10 kombinierbar.
  • Nach Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde ist die Mahd von Problempflanzen auf der Fläche vor dem vereinbarten Schnittzeitpunkt möglich.
  • Nach Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde ist eine Einzelpflanzenbekämpfung mit chemischen Pflanzenschutzmitteln auf VNP-Flächen (außerhalb von Biotopen) möglich.
  • Bei einem Flächenabgang an einen anderen Bewirtschafter während des Förderzeitraums werden keine Rückforderungen erhoben, auch wenn der neue Bewirtschafter das Programm nicht weiterführt.

 

Sollten sich Landwirte für das Vertragsnaturschutzprogramm interessieren, werden sie gebeten, direkt Kontakt mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Ostallgäu unter Tel. 08342 911-365 aufzunehmen. Die Antragstellung für den Förderzeitraum 2019-2023 beginnt Anfang Januar 2019.

Mitteilung vom 06.11.2018

Biodiversität stärken: Maßnahmen von Landwirten sind gefragt

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren und der Landkreis Ostallgäu wollen mit Ostallgäuer Landwirten Ideen entwickeln.

Bei einem gemeinsamen Runden Tisch sollen Möglichkeiten gefunden werden, wie die Artenvielfalt auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gesteigert werden kann. „Ich hoffe, möglichst viele beteiligen sich an der Diskussion, denn nur so können wir zielgerichtet nach Möglichkeiten der Unterstützung suchen und damit die richtigen Weichen stellen“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Biodiversität und Artenvielfalt sind Schlagworte, die nicht erst in den vergangenen Monaten in der gesellschaftlichen Diskussion an Bedeutung gewonnen haben. Letztlich steht die biologische Vielfalt in enger Wechselwirkung mit der Landbewirtschaftung. Verstärkt durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft sind auch Auswirkungen auf die Artenvielfalt von Flora und Fauna im Ostallgäu verbunden. Doch gibt es nicht auch Möglichkeiten für mehr Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen – ohne auf die wirtschaftliche Nutzung zu verzichten?

 
Dieser Frage und vor allem nach möglichen Maßnahmen, die Landwirte für mehr Biodiversität erbringen könnten, möchten die Teilnehmer des „Runden Tischs Landwirtschaft“ nachgehen.
 
Was könn(t)en Landwirte konkret für mehr Artenvielfalt auf ihren Flächen tun?
 
Bereits im Vorfeld des „Runden Tischs Landwirtschaft“ können Ideen und Vorschläge eingereicht werden, die dann zur Diskussion gestellt werden. Am „Runden Tisch Landwirtschaft“ teilnehmen können landwirtschaftliche Betriebe aus dem Ostallgäu unabhängig davon, ob sie ihre Erzeugnisse konventionell oder nach bestimmten Richtlinien (beispielsweise Bioland) herstellen.
 
Anmeldungen, Ideen und Vorschläge können über das Regionalmanagement des Landkreises Ostallgäu bei Ansprechpartnerin Carolin Schaber (Telefon: 08342 911-353 oder E-Mail: carolin.schaber(at)lra-oal.bayern.de) eingereicht werden.

Mitteilung vom 30.10.2018

Landrätin lädt Ehrenamtliche der Ostallgäuer Asylkreise zu Kinoabend ein

Der Kinoabend für die ehrenamtlichen Helfer*innen der Asylkreise im Ostallgäu fand bereits zum dritten Mal statt.

Landrätin Maria Rita Zinnecker begrüßte die Ehrenamtlichen zum Kinoabend.

Landrätin Maria Rita Zinnecker begrüßte die Ehrenamtlichen zum Kinoabend.

Die atemberaubenden Naturaufnahmen und die Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem Buben und einem jungen Adler („Wie Brüder im Wind“) ließen die Ehrenamtlichen in der Filmburg Marktoberdorf staunen und für einen kurzen Moment den Alltag vergessen. 70 Ehrenamtliche waren der Einladung der Landrätin ins Kino gefolgt – tatsächlich aktiv sind jedoch weitaus mehr Menschen. In mehr als 20 Helferkreisen im Landkreis tragen die ehrenamtlichen Asylhelfer jeden Tag zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe Integration bei.
 
„Wertvolle Hilfe für beide Seiten“
 
„Als Sprachrohr zwischen den offiziellen Stellen und dem einzelnen Menschen fungieren sie jeden Tag aufs Neue und leisten damit wertvolle Hilfe für beide Seiten“, bedankte sich Zinnecker in ihrer Begrüßungsrede. Nach dem Film konnten sich alle Gäste an einem Buffet stärken. Diese Gelegenheit wurde genutzt, um andere Ehrenamtliche aus dem Landkreis kennenzulernen und in gegenseitigen Austausch zu treten. Auch Zinnecker nahm die Chance wahr, um mit den Ehrenamtlichen ins persönliche Gespräch zu kommen.
 
Hilfsbereitschaft hält an
 
Über das anhaltende Engagement und die rege Teilnahme freuten sich auch Isabel Costian und Christina Panje vom Team Ehrenamt Asyl im Landratsamt. Sie sind erste Ansprechpartner in allen Fragen rund um das ehrenamtliche Engagement im Asylbereich und Integration. Durch den persönlichen Kontakt und die rege Präsenz wissen die Freiwilligen, dass sie jederzeit einen Ansprechpartner haben.

Mitteilung vom 25.10.2018

Gesundheitsamt rät: Für vollständigen Impfschutz bereits jetzt an Zecken-Impfung für 2019 denken

Um einen vollständigen Impfschutz zum Frühjahr 2019 aufzubauen, empfiehlt das Gesundheitsamt Ostallgäu schon jetzt eine FSME-Impfung.

Die Gesundheitsrisiken von Zeckenstichen sind nicht unerheblich: Der Stich einer Zecke ist zwar schmerzlos, bleibt daher oft unbemerkt, kann allerdings gefährliche Erkrankungen auslösen.
 
Zwei Arten von Erkrankungen sind in unserer Region von besonderer Bedeutung: die Borreliose und die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME). Die FSME ist nach der Lyme-Borreliose die zweithäufigste, durch Zecken übertragene Krankheit in Deutschland. Verursacht wird sie durch das FSME-Virus. Da es keine ursächliche Therapie gegen die FSME gibt, stellt die Impfung – neben allgemeinen Abwehrmaßnahmen gegen Zecken (wie das Tragen langer Kleidung und die Verwendung von Insektenabwehrmitteln) – die einzige wirksame Schutzmaßnahme gegen FSME dar. Die FSME-Impfung wird von der ständigen Impfkommission für alle Personen empfohlen, die in den FSME-Risikogebieten, zu denen der Freistaat Bayern gehört, gegenüber Zecken exponiert sind und Personen, die durch FSME beruflich gefährdet sind, wie etwa in der Landwirtschaft arbeitende Personen, Forstarbeiter oder Laborpersonal.

 
Die FSME verläuft bei jedem 100. Fall tödlich. In Bayern werden beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) jedes Jahr rund 150 Fälle von FSME gemeldet. Im Rekordjahr 2017 wurden insgesamt 234 Fälle in Bayern verzeichnet. Zahlen des heißen Sommers 2018 liegen derzeit noch nicht vor.
 
Die Krankheit verläuft in zwei Phasen: Zunächst kommt es zu grippeähnlichen Symptomen mit mäßigem Fieber (in der Regel nicht über 38 Grad Celsius), Kopfschmerzen, Erbrechen und Schwindelgefühl. Nach einem fieberfreien Intervall von etwa einer Woche bis 20 Tagen entsteht bei rund zehn Prozent der Patienten eine Meningoenzephalitis (Hirnhaut- und Gehirnentzündung).
 
Aufgrund der Ausdehnung des FSME-Risikogebiets wird eine aktive Impfung auch jetzt noch empfohlen, um einen vollständigen Impfschutz zum Frühjahr 2019 aufgebaut zu haben. Für einen vollständigen Impfschutz sind in der Regel drei Impfungen notwendig. Zudem werden regelmäßige Auffrischimpfungen im Abstand von drei bis fünf Jahren (abhängig von Alter und Impfung) empfohlen.
 
Für weitere Informationen steht das Gesundheitsamt Ostallgäu unter der Telefonnummer 08342 911-623 zur Verfügung.

Mitteilung vom 22.10.2018

Landschaftspflegetag im Elbseemoor

Mehr als 60 Besucher*innen nahmen an den Maschinenvorführungen des Landschaftspflegeverbandes Ostallgäu und der Allgäuer Moorallianz teil.

Das so genannte „Eiserne Pferd“ ist ein leichtes und wendiges Rückegerät mit Raupenlaufwerk und Seilwinde, das für Einzelstammbergung und für den Transport von Landschaftspflegematerial vor allem in schwer zugänglichem Gelände und in Mooren besonders geeignet ist. Bildquelle: Allgäuer Moorallianz

Das so genannte „Eiserne Pferd“ ist ein leichtes und wendiges Rückegerät mit Raupenlaufwerk und Seilwinde, das für Einzelstammbergung und für den Transport von Landschaftspflegematerial vor allem in schwer zugänglichem Gelände und in Mooren besonders geeignet ist. Bildquelle: Allgäuer Moorallianz

Über einige sehr außergewöhnliche Maschinen und eine Menschenansammlung mitten auf einer abgelegenen Moorfläche südlich von Aitrang wunderte sich am vergangenen Freitag mancher Spaziergänger im Elbseemoor. Und genaugenommen war es tatsächlich eine „Demo“, die dort stattfand. Zusammen mit der Allgäuer Moorallianz veranstaltete der Landschaftspflegeverband Ostallgäu e.V. einen Landschaftspflegetag im Elbseemoor. Es wurden zahlreiche Maschinen zur Flächenpflege und zur Holzbringung vorgeführt – und mehr als 60 Besucher*innen waren dabei. 
  
Der Tag war zum einen zum Kennenlernen und für den allgemeinen Erfahrungsaustausch der Land- und Forstwirte gedacht, die in der Landschaftspflege und bei der Moorrenaturierung aktiv sind. Zum anderen wurde die neueste Spezialtechnik für Landschaftspflegearbeiten vorgeführt und diskutiert. Großes Interesse fanden ein Äbi-Wiesenmäher von Landwirt Jürgen Hummel aus Lamerdingen und ein kleiner Schlepper von Landwirt Michael Schwärzler aus Rieden am Forggensee. Beide Geräte sind mit einem Doppelmessermähwerk von nur 2,75 Meter Arbeitsbreite ausgestattet. Der Vorteil dieses Mähwerks ist aus naturschutzfachlicher Sicht, dass dabei Kleintiere und Insekten deutlich seltener getötet werden. Vielen Praktikern könnte die Doppelmessermähtechnik veraltet erscheinen – bei den vorgestellten Mähwerken ist jedoch durch die neuartige Antriebstechnik ein fast verstopfungsfreies Arbeiten garantiert und der Treibstoffverbrauch ist im Vergleich zu anderen Geräten sehr gering. Außerdem sind die Maschinen sehr leicht, was bei der Bewirtschaftung von Moorflächen entscheidend sein kann.
   
Das „Eiserne Pferd“
  
Landwirt Markus Hipp aus Seeg führte eine Motorsense vor, deren Motor in einem Rucksack hängt – ein zunächst ungewohnter Anblick, aber mit dem ungemeinen Vorteil, dass die Arme bei der Arbeit längst nicht so schnell ermüden. Ebenfalls präsentiert wurde das sogenannte „Eiserne Pferd“ der Allgäuer Moorallianz. Dies ist ein leichtes und wendiges Rückegerät mit Raupenlaufwerk und Seilwinde, das für Einzelstammbergung und für den Transport von Landschaftspflegematerial vor allem in schwer zugänglichem Gelände und in Mooren besonders geeignet ist. Die größte Bewunderung erhielt die Vorführung eines speziellen, mechanischen Fällkeils durch Forstwirt Hans Schwaier aus Dingisweiler. Mit diesem Keil kann ein Einzelbaum mitten im Waldbestand äußerst exakt in die vorgegebene Richtung gefällt werden.

Mitteilung vom 18.10.2018

„bergaufland Ostallgäu“: Erfahrungsaustausch zu LEADER mit EU-Parlamentarier

Vertreter verschiedener Lokaler Aktionsgruppen aus Schwaben haben sich mit MdEP Markus Ferber zum EU-Förderprogramm LEADER ausgetauscht.

Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe „bergaufland Ostallgäu e. V.“ und weiterer schwäbischer LAGs mit MdEP Markus Ferber (Mitte)

Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe „bergaufland Ostallgäu e. V.“ und weiterer schwäbischer LAGs mit MdEP Markus Ferber (Mitte)

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „bergaufland Ostallgäu e. V.“ hat sich kürzlich mit Markus Ferber, Mitglied des Europäischen Parlaments und weiteren Vertretern der schwäbischen LAGs in Augsburg zum Erfahrungsaustausch über das EU-Förderprogramm LEADER getroffen. Dabei wurden Verbesserungsvorschläge der LAGs diskutiert, wie die neue Förderperiode nach 2020 noch besser, effektiver und effizienter gestaltet werden kann.

 

Weitere Informationen stehen auf der Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de bereit. Bei Fragen stehen das Regionalmanagement des Landkreises Ostallgäu beziehungsweise die Geschäftsstelle des „bergaufland Ostallgäu e. V.“ unter info(at)bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.

Mitteilung vom 17.10.2018

Jugendliche fürs Ehrenamt begeistern: Workshop zeigt Wege auf

Nachwuchs-Mangel ist eine wesentliche Herausforderung in Vereinen oder anderen ehrenamtlichen Organisationen.

Daher lädt die Servicestelle EhrenAmt des Landratsamtes Ostallgäu gemeinsam mit der Fachstelle Verein(t)aktiv des Kreisjugendrings Ostallgäu Ehrenamtliche zu einem kostenlosen Workshop ein. Der Workshop mit dem Thema „Ehrenamt aktiv! Jugendliche gewinnen, motivieren, halten“ findet am Samstag, 17. November 2018, von 9.30 bis 12.30 Uhr im Landratsamt Ostallgäu statt.
 
„Ehrenamtliche Mitarbeiter sind die Stütze und Basis des Lebens in Vereinen und anderen ehrenamtlichen Organisationen“, sagt Julia Grimm, Ehrenamtsbeauftragte des Landkreises Ostallgäu. „Allerdings führen gesellschaftliche, berufliche oder auch familiäre Veränderungen immer mehr dazu, dass es schwieriger wird, neue ehrenamtliche Mitarbeiter – gerade aus jüngeren Generationen – zu gewinnen und zu binden“, ergänzt Anna Heiland von der Fachstelle Verein(t)aktiv des Kreisjugendrings Ostallgäu.
 
Verantwortliche in Vereinen, Interessierte und Jugendliche aus dem Landkreis sind deshalb zu dem Workshop eingeladen. In dem Kurs werden Möglichkeiten, Jugendliche anzusprechen und als Mitglieder zu gewinnen, erarbeitet. Außerdem setzen sich die Teilnehmer mit der eigenen Organisation auseinander und anhand von Beispielen werden Kooperationen und Öffentlichkeitsarbeit als Wege der Ansprache von Jugendlichen aufgezeigt.
 
Eine Anmeldung ist bis zum 8. November 2018 auf der Internetseite des Landkreises unter www.ehrenamt-ostallgaeu.de möglich.
 
Ansprechpartnerinnen:
Julia Grimm, Servicestelle EhrenAmt, Landratsamt Ostallgäu, Telefon 08342 911-290, E-Mail: ehrenamt(at)ostallgaeu.de
Anna Heiland, Fachstelle Verein(t)aktiv, Kreisjugendring Ostallgäu, Telefon 08342 911-817, E-Mail: vereintaktiv(at)kjr-ostallgaeu.de

Mitteilung vom 16.10.2018

Schülerbeförderung: Fahrtkosten vom Landkreis erstatten lassen

Bis 31.10. können Schüler*innen weiterführender Schulen die Erstattung ihrer Schulwegkosten im Schuljahr 2017/2018 beim Landkreis beantragen.

Nach dem Stichtag eingehende Anträge auf Kostenerstattung können nicht mehr berücksichtigt werden. Bei Posteinsendung ist das Eingangsdatum maßgebend. Soll der Schulweg im laufenden beziehungsweise kommenden Schuljahr mit dem Auto zurückgelegt werden, ist eine Kostenerstattung nur ausnahmsweise möglich. Hier gilt es, sich bereits vor der ersten Fahrt mit dem Landratsamt abzustimmen.
 
Zeitersparnis als Voraussetzung
 
Grundsätzlich werden Anträge genehmigt, wenn eine öffentliche Verkehrsverbindung nicht besteht beziehungsweise die Nutzung eines privateigenen Kraftfahrzeuges an drei Tagen in der Woche eine Zeitersparnis von jeweils mehr als zwei Stunden mit sich bringt. Genehmigt werden zudem Anträge von Teilnehmern einer Fahrgemeinschaft, sofern sie wirtschaftlicher sind. Diese Regelung gilt insbesondere auch für Berufs-, Berufsfachschüler sowie Schüler der Fach- und Berufsoberschulen.
 
Sowohl bei den Erstattungsanträgen als auch den Anträgen zur Genehmigung eines privaten Kraft-fahrzeuges ist die Bestätigung der jeweiligen Schule notwendig. Diese ist in den Schulsekretariaten, die noch bis zum Schuljahresende besetzt sind, zu erhalten. Weitergehende Informationen zur Schulwegkostenfreiheit sind auch auf der Homepage des Landkreises Ostallgäu zu finden: www.ostallgaeu.de
 
Auskünfte gibt es beim Landratsamt Ostallgäu unter den Telefonnummern: 08342 911-447 (Frau Gellrich), 08342 911-445 (Frau Socher) sowie unter 08342 911-328 (Frau Zwick).

Mitteilung vom 12.10.2018

Vorschläge gefragt: Neuverleihung der Ostallgäuer Ehrenamtskarte 2019

Alle Ostallgäuer sind aufgerufen, bei ihren Heimatgemeinden besonders engagierte Ehrenamtliche für die Ehrenamtskarte vorzuschlagen.

Der Landkreis Ostallgäu schreibt zum vierten Mal die Ehrenamtskarte „KönigsCard – Im EHRENAMT für unser OSTALLGÄU“ aus und dankt mit der Verleihung im März 2019 seinen zahlreichen Ehrenamtlichen.
 
Die Karte ist eine besondere Anerkennung für ehrenamtliche Arbeit: „Wir möchten uns mit der Verleihung der Ehrenamtskarte herzlich bei den engagierten Ostallgäuern bedanken, die einen so wertvollen Beitrag zum gelingenden Zusammenleben leisten. Die Verleihung der Ehrenamtskarte wird in einem feierlichen Rahmen am 24. März nächsten Jahres stattfinden“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Bereits 2012, 2014 und 2017 wurde die Ehrenamtskarte als Anerkennung für herausragendes Engagement an je 500 Ehrenamtliche aus dem Landkreis Ostallgäu überreicht. Die Ehrenamtskarte beinhaltet beispielsweise eine Freifahrt mit einer Bergbahn, Eintritte in Museen und in die beiden Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau sowie verschiedene Sonderaktionen wie eine Schifffahrt auf dem Forggensee.
 
Nun sind die Vorschläge der Bürger*innen gefragt. Alle können mitmachen und Ehrenamtliche vorschlagen, von denen sie schon immer meinten, dass sie besondere Anerkennung verdienen. Es können Engagierte aller Altersgruppen, die für ihr Engagement ausgezeichnet werden sollen, der jeweiligen Heimatgemeinde vorgeschlagen werden. Die Vorschläge können bis 16. November 2018 an die Gemeinden gerichtet werden. Die Gemeinde wählt aus den Vorschlägen die neuen Inhaber*innen der Ostallgäuer Ehrenamtskarte aus.
 
Das Formblatt für den Vorschlag und weitere Informationen sind im Internet auf www.ehrenamt-ostallgaeu.de/ehrenamtskarte zu finden oder direkt bei Julia Grimm in der Servicestelle EhrenAmt des Landkreises Ostallgäu (Tel. 08342 911-290 und E-Mail ehrenamt(at)ostallgaeu.de) erhältlich.

Mitteilung vom 11.10.2018

„bergaufland Ostallgäu“ bei Eröffnung des Grünen Zentrums dabei

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „bergaufland Ostallgäu e. V.“ hat bei der Eröffnung des Grünen Zentrums Kaufbeuren ihre Arbeit vorgestellt.

Am Stand wurden sowohl die Ziele als auch umgesetzte Projekte präsentiert. Zudem konnten sich die Besucher über die Fördermöglichkeiten im Rahmen des EU-Förderprogramms LEADER 2014 - 2020 informieren.
   
Am Stand des Landkreises Ostallgäu standen für Interessierte zahlreiche Informationen über das „bergaufland“, die aktuelle Lokale Entwicklungsstrategie 2014 - 2020 sowie über bereits realisierte Projekte im Ostallgäu und darüber hinaus zur Verfügung. Aus der aktuellen Förderperiode wurden insbesondere die Projekte „Dorfkerne-Dorfränder“, „Wiese x 16 – Modellhaftes Grünflächenmanagement und Umweltbildung zum Schutz heimischer Blumenwiesen“, „Mehr Vielfalt in der Energielandschaft – mit Durchwachsene Silphie“ sowie „Umweltbildung und naturnaher Tourismus im Allgäu“ und „Netzwerk Wald & Holz im Allgäu – Gemeinsam mehr Erreichen!“ vorgestellt. Aus der vergangenen Förderperiode wurde vor allem das Projekt „Fernradweg Wertach erleben“ präsentiert. Darüber hinaus stand das Regionalmanagement des Landkreises Ostallgäu für Fragen zu LEADER 2014 - 2020 und möglichen Förder- und Beteiligungsmöglichkeiten bereit.
  
LES 2014 - 2020: Fördersätze zwischen 30 und 70 Prozent
 
Projektideen, die den Entwicklungs- und Handlungszielen der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) 2014 - 2020 und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen, können nach wie vor eingereicht werden. Für die Umsetzung der LES 2014 - 2020 stehen dem Verein bis 2020 noch insgesamt über 700.000 Euro an Fördermitteln aus LEADER zur Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) 2014 - 2020 von der Europäischen Union und dem Freistaat Bayern zur Verfügung. Die Abwicklung der Projekte erfolgt über das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kempten. Die Projekte müssen mindestens einem der Entwicklungs- und Handlungsziele „Demographie“, „Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz“, „Wirtschaft & Bildung“, „Tourismus“ und „Kultur & Identität“ der LES und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen. Die Fördersätze für die Projekte betragen in der Regel zwischen 30 und 70 Prozent.
 
Weitere Informationen stehen auf der Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de bereit. Bei Fragen stehen das Regionalmanagement des Landkreises Ostallgäu beziehungsweise die Geschäftsstelle des „bergaufland Ostallgäu e. V.“ unter info(at)bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.

Mitteilung vom

Innovation und Technik: der „Inno Truck“ in Füssen

Das Ausstellungsfahrzeug zeigt mit Experimentierstationen und digitalen Medien, wie Technik und Innovation unser Leben gestalten.

Der InnoTruck im Pausenhof des Gymnasiums Füssen. Bild: Landratsamt Ostallgäu

Der „InnoTruck“ hat vor kurzem zwei Tage Station in Füssen gemacht. An dem Programm, organisiert von der Bildungsregion Ostallgäu, haben alle weiterführenden Schulen in Füssen teilgenommen. Lehrkräfte, Kinder und Jugendliche waren vom „InnoTruck“ begeistert.
 
Wie sieht Kaffeepulver unter einen Rasterelektronenmikroskop aus? Was passiert bei der Elektrolyse? Welche Ausbildungsmöglichkeiten und Studiengänge gibt es für technisch interessierte Schülerinnen und Schüler? Das sind nur ein paar der MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), mit denen sich Kinder und Jugendliche bei einem Besuch des Ausstellungsfahrzeugs InnoTruck mit Multimediamitteln und eigenen Experimentierstationen beschäftigten.
 
„Aha-Effekt“ bei allen
 
Die wissenschaftlichen Projektbegleiter des Trucks, Biologe Dr. Dominik Klinkenbuß und Chemiker René Nowak, führten die Schülerinnen und Schüler durch die Ausstellung. An dem Programm nahmen das Sonderpädagogische Förderzentrum, die Mittelschule, die Realschule und das Gymnasium in Füssen teil. Die Schulleitungen und die begleitenden Lehrkräfte zogen ein positives Fazit. Der InnoTruck hat großes Interesse und viel Wissbegierde für Technik und Innovation bei den Schülerinnen und Schülern geweckt, was auch Dr. Klinkenbuß und Herr Nowak bestätigten, die nach den Führungen noch viele Fragen beantworten mussten.
 
Am zweiten Tag in Füssen war auch Gelegenheit für die Öffentlichkeit, sich den „InnoTruck“ anzusehen. Der „Aha-Effekt“ zu den oben genannten Fragen stellte sich dabei nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei den erwachsenen Besuchern ein.  Der „InnoTruck“ war am vorangegangenen Montag und Dienstag in Kaufbeuren im Innova-Park. Die „InnoWoche“ wurde vom Bildungsbüro Kaufbeuren in Zusammenarbeit mit der Bildungskoordination des Landkreises Ostallgäu im Rahmen des Bildungsschwerpunkts „MINT-Förderung“ organisiert.