Aktuelles

Mitteilung vom 16.08.2017

Modellprojekt für Neuzugewanderte: ProfilPASS an der Berufsschule

Beim „ProfilPASS®“ werden Stärken und Kompetenzen ermittelt. Das soll den geflüchteten Jugendlichen die berufliche Orientierung erleichtern.

Profilpass an der Berufsschule

Profilpass an der Berufsschule

In einem Modellprojekt, initiiert von den Bildungskoordinatorinnen für Neuzugewanderte und der staatlichen Berufsschule im Landkreis Ostallgäu, soll der „ProfilPASS®“ geflüchteten Jugendlichen die berufliche Orientierung erleichtern.
 
In Bayern besuchen viele geflüchtete Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren Berufsintegrationsklassen. Zwei Jahre können sie sich dort auf eine Berufsausbildung oder eine weiterführende Schule vor-bereiten. Im Landkreis Ostallgäu wurde an der Berufsschule in zwei solcher Klassen zu Beginn des Schuljahres 2016/2017 ein Pilotprojekt gestartet. Mit Hilfe des ProfilPASS sollen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler systematisch ermittelt und dargestellt werden. Die Jugendlichen entdecken dabei ihre Stärken und ihr Wissen, unabhängig von Schulnoten und Zeugnissen. Das ganze Schuljahr wurden die individuellen Interessen und Stärken der Jugendlichen gemeinsam mit Frau Verena Kiupel, der ProfilPASS-Trainerin erfasst. Auf der Basis dieser Ergebnisse können nun die sozialpädagogischen Betreuungskräfte der Schule zielgerichteter Praktika und Ausbildungsberufe gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern auswählen. „Der Profilpass ist ein gutes Instrument, um neben den formalen Kompetenzen auch verstärkt die informellen Kompetenzen einfließen zu lassen. Die Schule lernt die Jugendlichen besser kennen und das nicht nur durch schulische Leistungen“, sagt Bildungskoordinatorin Tanja Hiemer, die auch Mitinitiatorin des Projekts ist.
 
Das Instrument ProfilPASS ist schon länger im Landkreis etabliert. Sowohl Jugendliche als auch Erwachsene verschiedener Altersgruppen nutzen das Angebot, wenn etwa Frauen oder Männer nach der Familienphase wieder ins Arbeitsleben eintreten wollen. Für junge Geflüchtete wurde er angepasst und fest im Unterricht verankert. In dieser Zeit werden Coaching und Gruppen-Prozesse, vor allem in Kleingruppen mit zehn Jugendlichen,  ermöglicht. Für die Jugendlichen bietet der ProfilPASS viele Vorteile. „Sie können sich schwer auf dem klassischen Weg bewerben und somit mit deutschen Jugendlichen in Konkurrenz treten. Sie müssen sich persönlich verkaufen, also über Praktika. Sie müssen vor Ort zeigen, wer sie sind und dass sie Interesse mitbringen“, erklärt Hiemer. Auch die Unternehmen können vom ProfilPASS profitieren: „Wenn wir in der Vermittlung junger Auszubildender passgenauer arbeiten können, ist das für die Unternehmen ein größerer Anreiz Praktikanten zu nehmen.“
 
Das Schuljahr 2016/2017 ist an der Staatlichen Berufsschule Ostallgäu in Marktoberdorf inzwischen abgeschlossen. Damit gibt es nun auch die ersten Ergebnisse der Arbeit des Modellprojektes. Aus Sicht der ProfilPASS-Trainerin Verena Kiupel konnten die Schüler sehr viel für sich mitnehmen: „Die Schüler haben gelernt, dass es hilfreich ist, wenn sie in Bewerbungsgespräche gehen und sie sich darüber bewusst sind, was sie können und worauf sie stolz sein können in ihrem Leben. Das hat bei ihnen für einen richtigen Perspektivwechsel gesorgt.“ Auch der ehemalige Schulleiter Remigius Kirchmaier ist von dem Modell überzeugt: „Es ist gelungen, vielen Jugendlichen zu einer guten beruflichen Perspektive zu verhelfen. Der Grund für eine hohe Vermittlungsquote in die Ausbildung liegt neben der intensiven Betreuung der Jugendlichen durch Lehrer und die sozialpädagogischen Betreuungskräfte sicher auch im ProfilPASS begründet, weil hierbei unrealistische Berufswünsche korrigiert und die Erfahrungen aus den Praktika in die Ausbildungsplatzsuche einflossen.“
 
Die Projektstelle Bildungskoordinatoren für Neuzugewanderte ist gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Tanja Hiemer und Julia Grimm sind unter Telefon 08342 911-185 oder E-Mail bildung-neuzugewanderte(at)lra-oal.bayern.de erreichbar.

Mitteilung vom 16.08.2017

Ehrenzeichen des Landkreises Ostallgäu: Bürger-Vorschläge sind gefragt

2017 vergibt der Landkreis Ostallgäu wieder zehn Ehrenzeichen für herausragende Verdienste um das Gemeinwohl. Die Vorschlagsfrist endet am 1.9.

Alle Bürgerinnen und Bürger können besonders engagierte Persönlichkeiten, egal ob als Einzelperson oder im Team tätig, für die hohe Ostallgäuer Ehrung benennen. Das Ehrenzeichen soll an Personen vergeben werden, die sich in vorbildlicher Weise ehrenamtlich und über den eigenen Ort hinaus für ihre Mitmenschen einsetzen und somit um den Landkreis herausragend verdient gemacht haben.
 
Vorschläge können noch bis zum 1. September 2017 beim Landratsamt Ostallgäu eingereicht werden. Die zugehörigen Formulare gibt es bei der Servicestelle EhrenAmt im Landratsamt Ostallgäu, Schwabenstr. 11, 87616 Marktoberdorf und können auch über www.ehrenamt-ostallgaeu.de heruntergeladen werden. Für Rückfragen steht Julia Grimm von der Servicestelle EhrenAmt unter Telefon 08342 911-290 oder per E-Mail ehrenamt(at)ostallgaeu.de gerne zur Verfügung.

Mitteilung vom 14.08.2017

Ausbildung zum Seniorenbegleiter: noch Plätze frei

Die Schulung richtet sich an Menschen, die sich ehrenamtlich für ältere Mitbürger in der Pfarrgemeinde oder Kommune engagieren möchten.

Für die Ausbildung zum Seniorenbegleiter sind noch Plätze frei. Der Kurs findet jeweils an vier Wochenenden von Freitagnachmittag bis Samstagabend im Pfarrheim St. Wolfgang in Lengenwang statt. Start ist am Freitag, 6. Oktober. Eine Informationsveranstaltung wird am 29. August 2017 um 17 Uhr im Landratsamt Marktoberdorf angeboten.

 

Die Ausbildung ist anerkannt (nach § 45 a SGB XI) und erfüllt die Voraussetzungen für die Mitarbeit in den landesrechtlich anerkannten niedrigschwelligen Diensten. Die Teilnehmer erhalten ein Zertifikat. Ein wichtiger Baustein im Kurs sind die Gesprächsführung und der Umgang mit pflegebedürftigen Menschen. Aber auch die Grundlagen der Pflegeversicherung und die Erkrankungen des Alters werden vorgestellt. Die Kursinhalte und der Austausch untereinander vermitteln das nötige Wissen und die Sicherheit für die Mitarbeit in Senioren- und Helferkreisen. Die Kursgebühr beträgt 50 Euro (ohne Mittagessen). Für pflegende Angehörige und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die bereits in der Pfarrgemeinde oder in einem Helferkreis tätig sind, ist der Kurs kostenlos.

 

Mehr Informationen unter www.sozialportal-ostallgaeu.de/aktuelles-soziales.html. Anmeldung bei der Seniorenbeauftragten des Landratsamts Ostallgäu, Christine Seiz-Göser (Schwabenstr. 11, 87616 Marktoberdorf, Telefon 08342 911-475, E-Mail: christine.seiz-goeser(at)lra-oal.bayern.de).

Mitteilung vom 11.08.2017

Landrätin Zinnecker besucht Irsee: „Hier ist die Welt noch in Ordnung“

„Wenn wir jammern würden, wäre das schon auf ziemlich hohem Niveau. Bei uns ist die Welt in Ordnung, wir haben viel zu bieten.“

Besuch in der Fazenda (von links): Bürgermeister Andreas Lieb, Saman Talebian (stv. Leiter der Fazenda Bickenried), Gemeinderat Karlheinz Sobek und Landrätin Maria Rita Zinnecker.

Besuch in der Fazenda (von links): Bürgermeister Andreas Lieb, Saman Talebian (stv. Leiter der Fazenda Bickenried), Gemeinderat Karlheinz Sobek und Landrätin Maria Rita Zinnecker.

Das sagte Irsees Bürgermeister Andreas Lieb beim kurzweiligen Besuch von Landrätin Maria Rita Zinnecker im Markt Irsee. Es war der 30. Gemeindebesuch der Landrätin, die Liebs Ansicht nur bestätigen konnte.

 

Die Zahlen seines Marktes sprechen für Lieb: Überdurchschnittliche Kaufkraft, überdurchschnittliches Jahreseinkommen, 400 Arbeitsplätze vor Ort und ein Nettosteueraufkommen von rund einer Million Euro. „Irsee ist eine reichhaltige Kommune mit einem großen kulturellen Schatz“, sagte Landrätin Zinnecker bei der Gesprächsrunde im Rathaus, der eine Rundfahrt durch die Gemeinde vorangegangen war. Auf dieser hatte Zinnecker gemeinsam mit Bürgermeister Lieb und Gemeinderat Karlheinz Sobek zunächst die „Fazenda de Esperança“, den „Hof der Hoffnung“ in Bickenried besucht. Dort werden Suchtkranke betreut. Zinnecker zeigte sich beeindruckt von den Aktivitäten dort und der gelungenen Nutzung des einstigen Sommerschlosses der Irseer Äbte, das nun im Eigentum des Bezirks Schwaben ist. Bürgermeister Lieb sagte, dass vor der Ansiedlung der „Fazenda“ vor zehn Jahren im Markt große Skepsis bestanden habe, doch man mittlerweile ein gutes Miteinander pflege: „Wir sind sehr froh, dass Bickenried nun so sinnvoll genutzt wird.“

 

Bolt, Bastian, Becker: Zinnecker zu Gast bei Trautmann

 

Zweite Station auf der Rundfahrt war der Betrieb von Martin Trautmann, der gemeinsam mit zwölf Mitarbeitern Schuh-Einlagen fertigt und neben Irsee weitere Standorte in München und Berlin betreibt. Von der Liste seiner Referenzen war Zinnecker beeindruckt: Sportgrößen wie Boris Becker, Michael Schumacher, Usain Bolt, Bastian Schweinsteiger oder Oliver Kahn waren schon seine Kunden. Die anschließende Diskussion im Rathaus drehte sich dann vorwiegend um die strukturellen Herausforderungen der Zukunft im Markt. Bürgermeister und Markträte haben deshalb vor, ein Konzept namens „Irsee 2030“ zu entwerfen, das Antworten für morgen auf die Fragen von heute bietet. „Wir müssen uns darüber klar werden, wohin wir mit dem Markt wollen“, sagte Andreas Lieb, der besonderes Augenmerk auf die Senioren im Markt legt. Landrätin Zinnecker bot gerade bei diesem Thema die enge Zusammenarbeit mit den Experten am Landratsamt an.

Mitteilung vom 10.08.2017

Ehrenamtliche genießen Logenplatz mit Schloss- und Bergblick

Landrätin Maria Rita Zinnecker hat engagierte Ehrenamtliche aus dem Ostallgäu als Dankeschön zu einer abendlichen Schifffahrt auf dem Forggensee eingeladen.

Landrätin Zinnecker im angeregten Gespräch mit Ehrenamtlichen.

Zu ihren Gästen gehörten die Inhaber der Ostallgäuer Ehrenamtskarte, welche im März 2017 als Anerkennung für ehrenamtliches Engagement verliehen wurde. In einer zweistündigen Fahrt an Bord der „MS Füssen“ konnten die Teilnehmer den Blick auf Schloss Neuschwanstein, die Bergwelt der Alpen sowie die Stadt Füssen genießen.

 

„Sie machen das Ostallgäu durch Ihr ehrenamtliches Engagement zu einer lebenswerten Heimat. Und mir ist es immer wieder eine Freude, Ihnen durch Aktionen wie dieser meinen großen Dank auszudrücken“. Mit diesen Worten begrüßte Zinnecker die rund 220 Gäste. „Es ist immer wieder beeindruckend, wie vielfältig das ehrenamtliche Engagement im Landkreis ist“, sagte die Landrätin, nachdem sie sich mit vielen Gästen persönlich unterhalten hatte.

 

Belohnen und neu motivieren

 

Im Landratsamt Ostallgäu werde aber nicht nur gelobt, es werde auch viel für das Ehrenamt getan, so Zinnecker. Mit Veranstaltungen wie der Abendfahrt auf dem Forggensee will der Landkreis Ehrenamtliche belohnen und neu motivieren. Und wie gut die Veranstaltung bei den Teilnehmern ankam, zeigten die vielen glücklichen und zufriedenen Gesichter. Die beiden Schwestern Gabriele und Angelika Heel von der Freiwilligen Feuerwehr Biessenhofen fanden die Einladung „eine klasse Sache und eine willkommene Abwechslung zum Alltag“.

 

Die Ostallgäuer Ehrenamtskarte erfreut sich großer Beliebtheit und wird alle zwei Jahre neu verliehen. Die Servicestelle EhrenAmt am Landratsamt Ostallgäu unterstützt die wertvolle freiwillige Tätigkeit und schafft Rahmenbedingungen, damit das Engagement den Ehrenamtlichen noch besser möglich ist. Informationen rund um die Angebote der Servicestelle EhrenAmt gibt es auf www.ehrenamt-ostallgaeu.de.

Mitteilung vom 09.08.2017

Tourismusverband Ostallgäu: 2016 neue Höchstwerte erreicht

Bei der Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Ostallgäu hat Landrätin Maria Rita Zinnecker eine positive Bilanz gezogen.

Mehr Gäste, mehr Übernachtungen: Auch 2016 wurden Zuwächse bei Ankünften und Übernachtungen erzielt. Auf den guten Zahlen möchte sich der Verband aber nicht ausruhen. Mit neuer Satzung, Beitrags- und Wahlordnung sowie einem Geschäftsbesorgungsvertrag stellt der Verband neue Weichen. Durch eine Beitragserhöhung in Höhe von 40 Prozent und der Bewilligung eines umfangreichen Maßnahmenplanes durch die Mitgliederversammlung, der zum Teil mit LEADER-Fördermitteln umgesetzt werden soll, knüpft der Verband an die erfolgreiche Umsetzung der Erlebnisraumstrategie für den Schlosspark an. Als neue Mitglieder wurden die Gemeinden Pforzen und Rieden begrüßt.

 

Zahl der Gäste um 3,5 Prozent gestiegen

 

Der Rückblick war für Landrätin Maria Rita Zinnecker erfreulich: „Mit einigen neuen Höchstwerten können wir den Aufwärtstrend im Ostallgäu fortsetzen“, sagte  die Verbandsvorsitzende zum Einstieg in den Bericht über das Jahr 2016. So ist die Zahl der Gäste um 3,5 Prozent auf 1.261.408 gestiegen. Mit 4.345.761 Übernachtungen und einer Steigerung um 3,7 Prozent wurden hier ebenfalls neue Höchstwerte erreicht. Die seit Jahren sinkende durchschnittliche Aufenthaltsdauer stabilisierte sich auf 3,45 Tage. 2015 waren es noch 3,44 Tage. Auch bei der durchschnittlichen Auslastung der 26.311 Betten wurde mit 45,25 Prozent ein neuer Rekordwert erreicht. Geschäftsführer Robert Frei erläuterte hierzu, dass die ersten Ergebnisse der Erlebnisraumentwicklung mit einer neuen Kommunikationsschiene, den neuen Radangeboten mit der deutschlandweit einzigartigen Kombination an ADFC-Zertifizierungen und den dazugehörigen Angeboten erste Früchte tragen.

 

Neuer Meilenstein Tourismusforum

 

„Ausruhen möchte sich der Verband auf den Erfolgen aber nicht“, sagt Frei. Mit einer langen Tagesordnung stellte die Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes die Weichen für die Zukunft. Mit einer Satzungsneufassung mit zugehöriger Beitrags- und Wahlordnung sowie einem Geschäftsbesorgungsvertrag wurden die organisatorischen Grundlagen geschaffen. Gleichzeitig votierten die Mitglieder einstimmig für eine Beitragserhöhung um 40 Prozent. Diese bildet das finanzielle Fundament für einen umfangreichen Maßnahmenplan für die Jahre 2017 bis 2019, der zum Teil über zusätzliche Finanzmittel aus der LEADER-Förderung finanziert werden soll. Im Mittelpunkt dieses Maßnahmen-planes steht die konsequente Umsetzung der Destinationsstrategie Allgäu im Erlebnisraum Schlosspark. Schwerpunkte liegen vor allem in der weiteren Umsetzung des neuen Kommunikationsansatzes für den Erlebnisraum sowie der Entwicklung von entsprechenden Wanderangeboten. Ein neuer Meilenstein soll auch das Tourismusforum werden, das das Netzwerk aller am Tourismus Beteiligten stärken und institutionalisieren soll. „Wir freuen uns über die positive Stimmung und klare Unterstützung unserer Arbeit durch die Mitglieder des Tourismusverbandes. Das lässt uns motiviert in die Arbeit für die nächsten Jahre starten“, sagte Landrätin Zinnecker.

Mitteilung vom 08.08.2017

E-Mobilität: Landkreis Ostallgäu infrastrukturell gut aufgestellt

Der Landkreis Ostallgäu ist für die flächendeckende Einführung der E-Mobilität sehr gut gerüstet, die Infrastruktur dafür ist gut aufgestellt.

Das ist die Erkenntnis aus dem Abstimmungstreffen zwischen Landrätin Maria Rita Zinnecker und den regionalen Energieversorgern im Landratsamt.

 

Derzeit sind im Landkreis schon 31 Ladestationen für E-Fahrzeuge öffentlich verfügbar, hinzukommen noch weitere zehn im Stadtgebiet Kaufbeuren. Momentane Planungen der Energieversorger sehen 14 weitere Ladestationen im Landkreis vor. Bei dem Treffen wurde klar, dass sowohl die Experten des Landkreises als auch die der Energieversorger davon ausgehen, dass es bei der Schnellladetechnik rasante Entwicklungssprünge gibt. Es zeichnet sich daher ab, dass hohe Investitionen von heute übermorgen schon wieder technisch überholt sein könnten, weshalb der Fokus zunächst auf hochwertiger Wechselstromladeinfrastruktur liegt. Die Fachleute gehen davon aus, dass E-Fahrzeuge künftig reale Reichweiten bis zu 400 Kilometer schaffen und so ein tägliches Laden ohnehin nicht mehr nötig ist. Außerdem ist das Ostallgäu ein Landkreis, in dem 89 Prozent der Gebäude Ein- und Zweifamilienhäuser sind. Deren Bewohner werden Ladevorgänge zumeist am privaten beziehungsweise festen Standort vornehmen. Auch, weil es dort am günstigsten ist. Daraus folgt, dass „nicht an jeder Ecke“ eine Ladesäule stehen müsse, um die E-Fahrzeuge jederzeit zuverlässig laden zu können, sagt Landrätin Zinnecker. „Durch die Vorarbeit und das gute Zusammenwirken mit unseren Energieversorgern sind wir konzeptionell und infrastrukturell bereits hervorragend aufgestellt.“

 

Herausforderungen gemeinsam angehen

 

Denkbar sind allerdings spezielle Angebote zur Ladung der E-Fahrzeuge auf Parkplätzen mit längeren Standzeiten, beispielsweise beim Arbeitgeber oder auf Park-and-Ride-Parkplätzen. Zudem wird künftig wohl auch vermehrter Bedarf für eine Lademöglichkeit von elektromobil angereisten Urlaubsgästen an deren Unterkünften entstehen. Diese zukünftigen Herausforderungen wollen Landkreis und Energieversorger gemeinsam mit den Kommunen und Unternehmen angehen. Einhellige Meinung nach dem Treffen: An der Infrastruktur scheitert die Verbreitung der E-Mobilität im Landkreis Ostallgäu nicht.

 

Info: ladeatlas.elektromobilitaet-bayern.de oder www.lemnet.org

Mitteilung vom 07.08.2017

Vereinspauschale 2017: 230.717 Euro für 123 Ostallgäuer Sportvereine

230.717 Euro Vereinspauschale hat das Landratsamt Ostallgäu in diesem Jahr an 123 Sportvereine im Landkreis ausbezahlt.

Das sind rund 7000 Euro mehr als im Vorjahr. Die Vereinspauschale dient den Ostallgäuer Sport- und Sportschützenvereinen zur Erfüllung ihrer vielfältigen Aufgaben. Ob für den Einsatz ihrer Übungsleiter oder die Beschaffung von Geräten – die Vereine bestimmen selbst über die Verwendung. 

 

Förderung etwas höher

 

Die vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus im Jahre 2017 zur Verfügung gestellte Förderung pro Mitgliedereinheit des jeweiligen Vereins beträgt 0,278 Euro (0,27 Euro im vergangenen Jahr).

Mitteilung vom 04.08.2017

Modellprojekt für Neuzugewanderte: ProfilPASS an der Berufsschule

Der "ProfilPASS" soll geflüchteten Jugendlichen die berufliche Orientierung erleichtern.

In einem Modellprojekt, initiiert von den Bildungskoordinatorinnen für Neuzugewanderte und der staatlichen Berufsschule im Landkreis Ostallgäu, soll der „ProfilPASS®“ geflüchteten Jugendlichen die berufliche Orientierung erleichtern.

 

In Bayern besuchen viele geflüchtete Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren Berufsintegrationsklas-sen. Zwei Jahre können sie sich dort auf eine Berufsausbildung oder eine weiterführende Schule vor-bereiten. Im Landkreis Ostallgäu wurde an der Berufsschule in zwei solcher Klassen zu Beginn des Schuljahres 2016/2017 ein Pilotprojekt gestartet. Mit Hilfe des ProfilPASS sollen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler systematisch ermittelt und dargestellt werden. Die Jugendlichen entdecken dabei ihre Stärken und ihr Wissen, unabhängig von Schulnoten und Zeugnissen. Das ganze Schuljahr wurden die individuellen Interessen und Stärken der Jugendlichen gemeinsam mit Frau Verena Kiupel, der ProfilPASS-Trainerin erfasst. Auf der Basis dieser Ergebnisse können nun die sozialpädagogischen Betreuungskräfte der Schule zielgerichteter Praktika und Ausbildungsberufe gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern auswählen. „Der Profilpass ist ein gutes Instrument, um neben den formalen Kompetenzen auch verstärkt die informellen Kompetenzen einfließen zu lassen. Die Schule lernt die Jugendlichen besser kennen und das nicht nur durch schulische Leistungen“, sagt Bildungskoordinatorin Tanja Hiemer, die auch Mitinitiatorin des Projekts ist.

 

ProfilPASS als etabliertes INstrument

 

Das Instrument ProfilPASS ist schon länger im Landkreis etabliert. Sowohl Jugendliche als auch Er-wachsene verschiedener Altersgruppen nutzen das Angebot, wenn etwa Frauen oder Männer nach der Familienphase wieder ins Arbeitsleben eintreten wollen. Für junge Geflüchtete wurde er angepasst und fest im Unterricht verankert. In dieser Zeit werden Coaching und Gruppen-Prozesse, vor allem in Kleingruppen mit zehn Jugendlichen,  ermöglicht. Für die Jugendlichen bietet der ProfilPASS viele Vorteile. „Sie können sich schwer auf dem klassischen Weg bewerben und somit mit deutschen Jugendlichen in Konkurrenz treten. Sie müssen sich persönlich verkaufen, also über Praktika. Sie müssen vor Ort zeigen, wer sie sind und dass sie Interesse mitbringen“, erklärt Hiemer. Auch die Unternehmen können vom ProfilPASS profitieren: „Wenn wir in der Vermittlung junger Auszubildender passgenauer arbeiten können, ist das für die Unternehmen ein größerer Anreiz Praktikanten zu nehmen.“

 

Das Schuljahr 2016/2017 ist an der Staatlichen Berufsschule Ostallgäu in Marktoberdorf inzwischen abgeschlossen. Damit gibt es nun auch die ersten Ergebnisse der Arbeit des Modellprojektes. Aus Sicht der ProfilPASS-Trainerin Frau Kiupel konnten die Schüler sehr viel für sich mitnehmen: „Die Schüler haben gelernt, dass es hilfreich ist, wenn sie in Bewerbungsgespräche gehen und sie sich darüber bewusst sind, was sie können und worauf sie stolz sein können in ihrem Leben. Das hat bei ihnen für einen richtigen Perspektivwechsel gesorgt.“ Auch der ehemalige Schulleiter Remigius Kirchmaier ist von dem Modell überzeugt: „Es ist gelungen, vielen Jugendlichen zu einer guten beruflichen Perspektive zu verhelfen. Der Grund für eine hohe Vermittlungsquote in die Ausbildung liegt neben der intensiven Betreuung der Jugendlichen durch Lehrer und die sozialpädagogischen Betreuungskräfte sicher auch im ProfilPASS begründet, weil hierbei unrealistische Berufswünsche korrigiert und die Erfahrungen aus den Praktika in die Ausbildungsplatzsuche einflossen.“

 

Die Projektstelle Bildungskoordinatoren für Neuzugewanderte ist gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Tanja Hiemer und Julia Grimm sind unter Telefon 08342 911-185 oder E-Mail bildung-neuzugewanderte(at)lra-oal.bayern.de erreichbar.

Mitteilung vom 01.08.2017

Landrätin: Günzach wird von Gewerbegebiet nachhaltig profitieren

Einen konstruktiven und interessanten Gemeindebesuch hat Landrätin Maria Rita Zinnecker bei Kaiserwetter in Günzach erlebt.

V. l.: 2. Bürgermeister Feistle, 3. Bürgermeister Rauscher, Bürgermeisterin Hofer und Landrätin Zinnecker am Ursprung der östlichen Günz

V. l.: 2. Bürgermeister Feistle, 3. Bürgermeister Rauscher, Bürgermeisterin Hofer und Landrätin Zinnecker am Ursprung der östlichen Günz

Zinnecker: „Ich bin jedes Mal beeindruckt zu sehen, wie lebendig die Gemeinden im Landkreis sind. Ein Pluspunkt in Günzach ist die Entwicklung des Gewerbegebiets in Immenthal, welches sich nach und nach mit Leben füllt.“ In diesem Gewerbegebiet angesiedelt hat sich auch die Käserei Gmeiner mit einer Lagerhalle. Mehrere Tausend Käselaibe in 15 verschiedenen Sorten durchlaufen hier den Reifeprozess, bevor sie den Weg in den Handel oder direkt zum Verbraucher finden. Die Produktionsstätte mit Verkaufsladen befindet sich wenige Kilometer entfernt im Ortsteil Sellthüren. Hier werden rund 2,3 Millionen Liter Milch jährlich angeliefert  und verarbeitet: Neben Bio- und konventioneller Milch aus der Region auch Ziegenmilch. Landrätin Zinnecker: „Es ist ein starkes Zeichen, wenn sich ein heimischer Betrieb mit regionalen und innovativen Produkten durch eine solche Investition klar und nachhaltig zum Standort bekennt.“ Weitere Besichtigungsorte waren der Kindergarten „Die Fußstapfen“, dessen Erweiterungsbau Anfang 2016 in Betrieb genommen wurde sowie der Ursprung der 17 Kilometer langen östlichen Günz: ein landschaftliches Kleinod.
 
Ausweisung von Baugebieten brennt unter den Nägeln
  
An den Überblick über die Gemeinde, den Bürgermeisterin Wilma Hofer im Beisein ihrer Stellvertreter Michael Feistle und Rudolf Rauscher gegeben hatte, schloss sich eine rege Diskussion zu aktuellen Themen in der Gemeinde an, insbesondere was die bauliche Entwicklung anbelangt. Bürgermeisterin Hofer: „Die Gemeinde Günzach verfügt leider über keine Möglichkeiten, Baugrund auszuweisen, und hat es damit schwer, junge Menschen im Ort zu halten.“ Landrätin Zinnecker zeigt sich auf der einen Seite beeindruckt davon, dass es nahezu keinen Leerstand innerorts gebe. Auf der anderen Seite bestehe jedoch das Manko hinsichtlich der  Ausweisung von Baugebieten. Die Landrätin will zeitnah eine  gemeinsame Besprechung mit den Verantwortlichen der Gemeinde organisieren. „Das Beratungsangebot der Fachbehörden im Landratsamt kann gerne und jederzeit in Anspruch genommen werden“, sagte Zinnecker.

Mitteilung vom 01.08.2017

Modellprojekt Integrationslotse: Landkreis Ostallgäu erhält Zuschlag

Ehrenamtskoordinatorin Christina Panje steht ehrenamtlichen Flüchtlingshelferinnen und -helfern ab sofort als Integrationslotsin zur Verfügung.

Christina Panje

Christina Panje

Im September 2015 hat der Landkreis Ostallgäu die Stelle „Ehrenamtskoordination Asyl“ eingerichtet und seitdem unterstützen Isabel Costian und Christina Panje die Akteure in der Flüchtlingsarbeit und fungieren als zentrale Ansprechpartner von Helfenden, Initiativen, interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Behörden. Die Situation hat sich seither deutlich gewandelt. Der Schwerpunkt liegt nicht mehr ausschließlich auf der Unterbringung und Erstbetreuung – inzwischen sind viele Flüchtlinge anerkannt, weshalb das Thema der Integration mit den vielfältigen Herausforderungen jetzt im Vordergrund steht. Deshalb unterstützt Christina Panje ab sofort auch in diesen Fragen – als Integrationslotsin. Dafür wird nun ihre Stelle bis Ende 2017 vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.
 
Projekt „Mieterqualifizierung“ soll gestartet werden
 
„Es freut uns sehr, dass wir für dieses Modellprojekt des Sozialministeriums ausgewählt wurden und so der Einsatz des Landkreises in der Unterstützung der Kommunen, der Ehrenamtlichen und der Flüchtlinge Anerkennung findet“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Die Ehrenamtskoordination hatte der Landkreis damals ohne staatliche Unterstützung mit eigenen Mitteln eingerichtet. Diese hatte sich seitdem außerordentlich bewährt. Die Integrationslotsin wird sich neuen Fragen und Arbeitsfeldern annehmen, die mittlerweile für die Flüchtlinge im Mittelpunkt stehen und auf die sich auch die Arbeit der Helferkreise verlagert hat. Gerade das Thema Wohnungssuche beschäftigt viele ehrenamtliche Helfer, weshalb im Herbst das Projekt „Mieterqualifizierung“ gestartet werden soll, um bleibeberechtigte Flüchtlinge auf den freien Wohnungsmarkt vorzubereiten. Weitere Projekte für ehrenamtliche Helfer und anerkannte Asylbewerberinnen und Asylbewerber für eine gemeinsame Integrationsunterstützung sind in Planung.
 
Im Ostallgäu leben derzeit 619 Asylbewerber und 1.095 anerkannte Flüchtlinge. Unterstützung bieten über 30 Helferkreise und Initiativen. Diesen ehrenamtlichen Helfern, sowie den Gemeinden, Einrichtungen und allen weiteren Beteiligten stehen Ehrenamtskoordinatorin Asyl Isabel Costian und Integrationslotsin Christina Panje gemeinsam als Ansprechpartner zu allen Themen rund um Asyl und Integration zur Verfügung. Das Team ist zu erreichen unter den Telefonnummern 08342 911-510 (Costian) oder -194 (Panje) oder per E-Mail ehrenamt-asyl(at)lra-oal.bayern.de.

Mitteilung vom 01.08.2017

Berufsorientierung: Auf der Suche nach Stärken und Interessen

Schüler der Realschulen Buchloe und Füssen haben sich an einem Referenzprojekt zur Berufsorientierung des Landkreises Ostallgäu beteiligt.

Profilpass-Stunde an der Realschule Buchloe. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Profilpass-Stunde an der Realschule Buchloe. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Auf die Suche nach ihren Stärken und Interessen haben sich Schüler und Schülerinnen der 8b der Realschule Buchloe und der 8d der Realschule Füssen in einem von der Berufsorientierungskoordinatorin des Landkreises Ostallgäu initiierten Referenzprojekt gemacht. Damit soll der Berufsorientierungsprozess für die Jugendlichen beginnen, denn das Wissen um die eigenen Stärken und Interessen erleichtert die spätere Berufswahl.
 
Mit dem Instrument des ProfilPASS für junge Menschen ermittelten unter Begleitung von zertifizierten ProfilPASS-Beraterinnen und Beratern die Jugendlichen ihre Fähigkeiten, Stärken und Interessen. Die Jugendlichen entdeckten dabei insbesondere das Wissen und Können, das sich nicht in Schulnoten wiederfindet und betrachten dabei alle für sie wichtigen Lebensbereiche: Aktivitäten in der Schule sind genauso wichtig wie Hobbys, das Zusammensein mit der Familie und Freunden oder freiwillige Tätigkeiten. Durch intensive Kleingruppenarbeit erkannten die Jugendlichen, dass Lernen und der Erwerb von Fähigkeiten und Kompetenzen nicht nur in der Schule stattfinden. Durch gezielte Fragen regten die ProfilPASS-Beraterinnen und -Berater den Reflexionsprozess der Jugendlichen an, ihre Stärken zu dokumentieren und anderen diese selbstbewusst zu vermitteln.

 

Über mehrere Arbeitsphasen hinweg, so Tanja Hiemer, Berufskoordinatorin beim Landratsamt Ostallgäu, stellten die Jugendlichen häufig fest, dass es gar nicht so einfach ist zu formulieren, wer man selbst ist und was man eigentlich erreichen will. Durch eine intensive Begleitung der Jugendlichen und durch auflockernde Spiele erfuhren sie oft unbewusst einiges über sich selbst und vor allem, dass sie viel mehr können, als ihnen bewusst ist. Ihr eigenes Profil konnten die Jugendlichen dann mit möglichen Berufsfeldern verbinden und somit erste Überlegungen anstellen, in welchem Bereich ein Praktikum in der 9. Klasse möglich wäre. Auch konnten schon genauere Berufsvorstellungen mit dem ProfilPASS erarbeitet werden: „Vorher wusste ich gar nicht, was ich wollte, dann ist mir durch den ProfilPASS klar geworden, dass der Beruf der Physiotherapeutin voll zu mir passt“, erklärte eine Schülerin. Durch eine gezielte Einbindung der Eltern und weiterer wichtiger Partner wie den Berufsberatern der Arbeitsagentur soll der Berufsorientierungsprozess der Jugendlichen weiter begleitet werden. Eine bewusstere Praktikumsauswahl und -reflexion sind dabei wichtige Elemente. Als Unterstützung erhielten die Jugendlichen vom Landkreis einen Projektordner, der sie in den nächsten Monaten bei der Berufswahl unterstützen soll. In diesem können wichtige Unterlagen wie der ProfilPASS und relevante Nachweise wie zum Beispiel über Praktika oder ehrenamtliche Arbeit abgelegt werden.
 
Die Berufsorientierungskoordination Tanja Hiemer ist unter 08342 911-529 oder tanja.hiemer(at)lra-oal.bayern.de erreichbar. Gefördert wird die Projektstelle durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)“.

Mitteilung vom 24.07.2017

Service für Vereine: Kostenlose Erstberatung zum Vereinsrecht

Im Rahmen des neuen Angebots beantwortet die Servicestelle Ehrenamt zum Beispiel Fragen zur Haftung, Vereinssatzung oder zum Urheberrecht.

Die Servicestelle EhrenAmt im Landratsamt Ostallgäu bietet Vereinen ein neues Angebot: Kostenlose Erstberatung zu allen Fragen rund um das Vereinsrecht. Das können beispielsweise Fragen zur Haftung, Vereinssatzung oder zum Urheberrecht sein. Die von den Vereinen kommenden Anfragen werden von der Servicestelle an einen Rechtsanwalt weitergeleitet und von diesem beantwortet.
 
Der Landkreis Ostallgäu erbringt eine Vielzahl von Dienstleistungen zur Förderung und Stärkung des Ehrenamts. Die Servicestelle EhrenAmt koordiniert die Angebote und bietet konkrete Hilfestellungen an. Ein besonderer Service ist nun die „Beratung der Vereine in Rechtsfragen“ durch einen Rechtsanwalt mit Schwerpunkt im Vereins- und Verbandsrecht. Zunächst können Vereinsvertreter das Angebot bis Ende 2017 nutzen. Wenn sie eine kostenlose Erstberatung wünschen, können sich die Ehrenamtlichen direkt an die Servicestelle EhrenAmt unter Telefon 08342 911-290 und E-Mail ehrenamt(at)ostallgaeu.de werden. Dort werden die Anfragen entgegengenommen und zur Beantwortung weitergeleitet.
 
Spezieller Service
 
Ein spezieller Service wird eine Sprechstunde mit dem Rechtsanwalt am 20. September in den Räumen des Landratsamtes Ostallgäu in Marktoberdorf sein. Interessierte wenden sich an die Servicestelle EhrenAmt. Bei dem Serviceangebot handelt es sich um eine allgemeine Rechtsberatung. Weitergehende Rechtsberatung oder Vertretung in gerichtlichen Auseinandersetzungen sind im Angebot nicht enthalten.
 
Die Servicestelle EhrenAmt am Landratsamt Ostallgäu unterstützt die wertvolle freiwillige Tätigkeit und schafft Rahmenbedingungen, damit das Engagement den Ehrenamtlichen noch besser möglich ist. Informationen rund um die Angebote der Servicestelle Ehrenamt gibt es auf www.ehrenamt-ostallgaeu.de.

Mitteilung vom 20.07.2017

„bergaufland Ostallgäu“ befürwortet weitere Projekte

Bei der fünften Sitzung des Entscheidungsgremiums hat wurden vier innovative Projekte sowie die Unterstützung für Maßnahmen im Bürgerengagement beschlossen.

Das Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „bergaufland Ostallgäu e. V.“ hat vier weitere Projekte für eine Förderung im Rahmen des EU-Förderprogramms LEADER 2014 - 2020 befürwortet. Darüber hinaus wurde über die finanzielle Unterstützung der eingereichten Einzelmaßnahmen im Rahmen des Projekts „Unterstützung Bürgerengagement“ entschieden. „Diese vier Projekte sind besonders innovativ und haben Modellcharakter. Sie werden die nachhaltige Entwicklung des Ostallgäus weiter stärken und vorantreiben“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker, Vorsitzende des Vereins.
 
Bei der fünften Sitzung wurden den Mitgliedern des Entscheidungsgremiums vier weitere Projektideen für das Ostallgäu aus den Bereichen Jugend, Kultur und Tourismus vorgestellt  und für eine Förderung im Rahmen von LEADER 2014 - 2020 befürwortet. Bei den Vorhaben handelt es sich um die Kooperationsprojekte „Das Erbe der Wetzsteinmacher – Umsetzung“ und „What´s Up?! – Aktive Jugendbeteiligung im ländlichen Raum“ sowie um die Einzelprojekte „Skate- und Bikepark Füssen“ und „Umsetzung Erlebnisraum Schlosspark“. Diesen Projekten stehen nun rund 320.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Landrätin Maria Rita Zinnecker: „Mit der Umsetzung des Erlebnisraums Schlosspark setzen wir konsequent die Destinationsstrategie Allgäu im Landkreis um und stärken somit unser Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Regionen.“ Darüber hinaus entschied das Gremium über die eingereichten Anfragen der Einzelmaßnahmen im Rahmen des Projekts „Unterstützung Bürgerengagement“. Im Einzelnen werden folgende Maßnahmen unterstützt: „Sommercamp für Kinder und Jugendliche“ vom Menschen im Aufwind e. V., „Klausurtagung zur Neuausrichtung des Vereins miteinander-füreinander“ vom Förderverein der Grundschule Pforzen e. V., „Konzipierung und Umsetzung Atombunkermuseum“ vom Projektseminar Gymnasium Marktoberdorf, „Bienenausstellung“ vom Walderlebniszentrum Ostallgäu-Außerfern e. V. sowie „Bau einer Erlebnisdusche für Kinder“ vom Elternbeirat Kinderkrippe Riesenmax und „Erstellung einer Internetseite mit Interaktionsmöglichkeit“ von der Soziale Genossenschaft Füssen-Land e. G.. Für diese Vorhaben stehen nun rund 11.000 Euro an Unterstützung zur Verfügung. „Ich freue mich sehr, dass wir diese interessanten Vorhaben mit einem finanziellen Beitrag unterstützen und so das Bürgerengagement im Ostallgäu stärken können“, sagt Landrätin Zinnecker.
 
Für die Beratung der Lokalen Aktionsgruppen sowie die Bewilligung der LAG-Projekte ist das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten zuständig. LEADER-Koordinator Ethelbert Babl vom AELF Kempten sieht das Bayerische LEADER-Motto "Bürger gestalten ihre Heimat" bei den beschlossenen Vorhaben voll erfüllt. "Aufgrund des großen Bürgerengagements ist auch von einer entsprechenden Nachhaltigkeit dieser beispielhaften Initiativen auszugehen", so Babl.
 
Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de zu finden. Bei Fragen steht die Geschäftsstelle des „bergaufland Ostallgäu e. V.“ unter info(at)bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.

Mitteilung vom 13.07.2017

Blühendes Projekt „Wiese x 16“ startet: aktiv gegen den Artenverlust

Landrätin Maria Rita Zinnecker hat gemeinsam mit Vertretern aus den 16 Modellgemeinden die Umsetzungsphase des LEADER-Projekts „Wiese x 16“ eingeläutet.

Landrätin Maria Rita Zinnecker gab gemeinsam mit (von links) Bürgermeisterin Inge Weiß (Rieden), Bernhard Huber (Friesenried), Herbert Hofer (Pforzen), Naturgartenplanerin Ingrid Völker und Projektleiterin Sarah Sagemann von der Unteren Naturschutzbehörde den Startschuss für „Wiese x 16“. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Landrätin Maria Rita Zinnecker gab gemeinsam mit (von links) Bürgermeisterin Inge Weiß (Rieden), Bernhard Huber (Friesenried), Herbert Hofer (Pforzen), Naturgartenplanerin Ingrid Völker und Projektleiterin Sarah Sagemann von der Unteren Naturschutzbehörde den Startschuss für „Wiese x 16“. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Wie können Grünflächen naturnah angelegt oder aufgewertet werden, damit sich artenreiche und trotzdem pflegeleichte Blumenwiesen entwickeln? Das war die Frage, die zuvor in einem Workshop für die beteiligten Gemeinden beantwortet wurde. Die beauftragte Planerin hatte in den vergangenen Wochen die Projektflächen in den 16 Gemeinden begutachtet und die Konzepte für die Gemeinden ausgearbeitet. Den teilnehmenden Kommunen soll nun über weitere Workshops das Wissen rund um naturnahe Gestaltung und Anlage sowie Pflege und Entwicklung artenreicher Wiesen auf öffentlichen Flächen vermittelt werden. Außerdem bekommen die Gemeinden in den nächsten zwei Jahren Tipps und Hilfe bei der Herstellung und Pflege ihrer Modellflächen.

 

Über Umweltbildungsprojekte und Öffentlichkeitsarbeit sollen zudem Kinder wie Erwachsene, Interesse und Spaß am naturnahen Gärtnern, an bunten Blumenwiesen und ihren Bewohnern entwickeln. Landrätin Zinnecker zeigte sich stolz über die Gemeinden, die mit Feuereifer dabei seien und sagte: „Ich hoffe auch, dass noch viele andere Kommunen im Landkreis diesem blühenden Beispiel folgen.“

Mitteilung vom 12.07.2017

Landkreis und Bistum bieten Ausbildung zum Seniorenbegleiter

Die Kursinhalte und der Austausch untereinander vermitteln das nötige Wissen und die Sicherheit für die Mitarbeit in Senioren- und Helferkreisen.

Gemeinsam mit dem Bistum Augsburg bietet der Landkreis Ostallgäu erneut eine Ausbildung zum Seniorenbegleiter an. Sie richtet sich an Menschen, die sich ehrenamtlich für ältere Mitbürger in der Pfarrgemeinde oder Kommune engagieren möchten. Der Kurs findet jeweils an vier Wochenenden von Freitagnachmittag bis Samstagabend im Pfarrheim St. Wolfgang in Lengenwang statt. Start ist am Freitag, 6. Oktober 2017.

 

Die Ausbildung ist anerkannt (nach § 45 a SGB XI) und erfüllt die Voraussetzungen für die Mitarbeit in den landesrechtlich anerkannten niedrigschwelligen Diensten. Die Teilnehmer erhalten ein Zertifikat. Ein wichtiger Baustein im Kurs sind die Gesprächsführung und der Umgang mit pflegebedürftigen Menschen. Aber auch die Grundlagen der Pflegeversicherung und die Erkrankungen des Alters werden vorgestellt.

 

Die Kursgebühr beträgt 50 Euro (ohne Mittagessen). Für pflegende Angehörige und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die bereits in der Pfarrgemeinde oder in einem Helferkreis tätig sind, ist der Kurs kostenlos.
 
Mehr Informationen unter www.sozialportal-ostallgaeu.de/aktuelles-soziales.html und bei der Informationsveranstaltung am 29. August 2017 um 17 Uhr im Landratsamt Marktoberdorf.
 
Anmeldung bis Montag, den 14.08.2017 bei der Seniorenbeauftragten des Landratsamts Ostallgäu, Christine Seiz-Göser (Schwabenstr. 11, 87616 Marktoberdorf, Telefon: 08342 911-475, E-Mail: christine.seiz-goeser(at)lra-oal.bayern.de).

Mitteilung vom 11.07.2017

Schülerbeförderung: Fahrtkosten vom Landkreis erstatten lassen

Bis zum 31.10. haben Schüler weiterführender Schulen die Möglichkeit, ihre Schulwegkosten im Schuljahr 16/17 vom Landkreis ersetzt zu bekommen.

Nach dem Stichtag eingehende Anträge auf Kostenerstattung können nicht mehr berücksichtigt werden. Bei Posteinsendung ist das Eingangsdatum maßgebend. Soll der Schulweg im laufenden beziehungsweise kommenden Schuljahr mit dem Auto zurückgelegt werden, ist eine Kostenerstattung nur ausnahmsweise möglich. Hier gilt es, sich bereits vor der ersten Fahrt mit dem Landratsamt abzustimmen.
 
Zeitersparnis als Voraussetzung
 
Grundsätzlich werden Anträge genehmigt, wenn eine öffentliche Verkehrsverbindung nicht besteht beziehungsweise die Nutzung eines privateigenen Kraftfahrzeuges an drei Tagen in der Woche eine Zeitersparnis von jeweils mehr als zwei Stunden mit sich bringt. Genehmigt werden zudem Anträge von Teilnehmern einer Fahrgemeinschaft, sofern sie wirtschaftlicher sind. Diese Regelung gilt insbesondere auch für Berufs-, Berufsfachschüler sowie Schüler der Fach- und Berufsoberschulen.
 
Sowohl bei den Erstattungsanträgen als auch den Anträgen zur Genehmigung eines privaten Kraft-fahrzeuges ist die Bestätigung der jeweiligen Schule notwendig. Diese ist in den Schulsekretariaten, die noch bis zum Schuljahresende besetzt sind, zu erhalten. Weitergehende Informationen zur Schulwegkostenfreiheit sind auch auf der Homepage des Landkreises Ostallgäu zu finden: www.ostallgaeu.de
 
Auskünfte gibt es beim Landratsamt Ostallgäu unter den Telefonnummern 08342 911-447 (Frau Gellrich), 08342 911-445 (Frau Socher) sowie unter 08342 911-328 (Frau Zwick).

Mitteilung vom 11.07.2017

bergaufland Ostallgäu e. V.: Gremium entscheidet über weitere Vorhaben

„Ich freue mich sehr über weitere großartige Projektideen für unsere Region“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Landrätin Maria Rita Zinnecker.

Das Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „bergaufland Ostallgäu e. V.“ trifft sich am Dienstag, 18. Juli, um 17 Uhr zu seiner fünften Sitzung im Landratsamt Ostallgäu in Marktoberdorf. Hier werden vier Projekte vorgestellt und zum Beschluss für eine Förderung im Rahmen des EU-Förderprogramms LEADER 2014 - 2020 vorgeschlagen. Darüber hinaus wird über die finanzielle Unterstützung der eingereichten Maßnahmen im Rahmen des Projekts „Unterstützung Bürgerengagement“ entschieden. 
 
Bei der fünften Sitzung werden den Mitgliedern des Entscheidungsgremiums vier weitere Projektideen aus den Bereichen Jugend, Kultur und Tourismus vorgestellt und zum Beschluss für eine Förderung im Rahmen des EU-Förderprogramms LEADER 2014 - 2020 vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um die Einzelprojekte „Skate- und Bikepark Füssen“ und „Umsetzung Erlebnisraum Schlosspark“ sowie um die Kooperationsprojekte „Das Erbe der Wetzsteinmacher – Umsetzung“, und „What´s Up?! – Aktive Jugendbeteiligung im ländlichen Raum“. Darüber hinaus wird über die eingereichten Anfragen der Einzelmaßnahmen im Rahmen des Projekts „Unterstützung Bürgerengagement“ entschieden. Die detaillierte Tagesordnung steht auf der Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de bereit.
 
Bis 2020 können weitere innovative Projekte, die den Entwicklungs- und Handlungszielen der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) 2014 - 2020 und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen, umgesetzt und gefördert werden. Für die Umsetzung der LES 2014 - 2020 stehen dem Verein Fördermittel von der Europäischen Union und dem Freistaat Bayern zur Verfügung. Die Beratung der LAG „bergaufland Ostallgäu“ sowie die Abwicklung der Projekte erfolgt über das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kempten. Dessen Leiter Dr. Alois Kling begrüßt besonders die anstehenden Kooperationsprojekte mit den benachbarten LEADER-Regionen in den Landkreisen Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen.
 
Bei Fragen steht die Geschäftsstelle des „bergaufland Ostallgäu e. V.“ unter info(at)bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.

Wettbewerb

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Denkmal-Tag

Am 10. September ist Tag des offenen Denkmals. Im Ostallgäu dabei: Buchloe, Irsee, Marktoberdorf, Obergünzburg, Roßhaupten und Schwangau. Mehr