Aktuelles

Mitteilung vom 22.09.2017

EhrenRunde diskutiert Haftungsfragen im Ehrenamt und Wege, Nachfolger für den Vereinsvorstand zu gewinnen

Die 16 Teilnehmer tauschten sich mit den Ehrenamtsbeauftragten Karl Bosch und Julia Grimm aus und brachten viele Ideen ein.

Gemeinsam mit Vereinsvertretern haben die vom Landratsamt Ostallgäu Haftungsfragen und wie Nachwuchs für Vorstandspositionen gewonnen werden kann diskutiert. Die 16 Teilnehmer der EhrenRunde im Landratsamt brachten Ideen ein und tauschten sich aus.
 
Aufklärung über Haftungsfragen
 
Im ersten Teil der EhrenRunde klärte Rechtsanwalt Richard Didyk, der jahrelange Erfahrung aus dem Vereins- und Verbandsrecht mitbringt, über das Thema Haftung im Verein auf. Er räumte mit dem Vorurteil auf, dass ein Vorstand mit einem Bein im Gefängnis steht. Denn „in Bezug auf Verbindlichkeiten und Schäden aus unerlaubten Handlungen haftet grundsätzlich der Verein mit seinem Vereinsvermögen“, sagt Rechtsanwalt Didyk. Im Gespräch mit Herrn Didyk wurden viele Fragen der Teilnehmenden geklärt.
 
Jugend in den Vorstand
 
Der zweite Teil der EhrenRunde drehte sich um die Nachfolgefrage für Vorstände. In einer vorgeschalteten Arbeitsgruppe ging Karl Bosch, Ehrenamtsbeauftragter des Landratsamtes Ostallgäu, mit jungen Ehrenamtlichen, die selbst in der Vorstandschaft sind, dem Thema nach.
 
Christoph Bosch, Jugendvorsitzender bei der DLRG Kaufbeuren, erzählte, wie es bei ihm lief: „Ich hatte früh Interesse daran im Vorstand tätig zu werden. Ermöglicht wurde mir das vor allem durch die begleitende Unterstützung eines erfahrenen Kollegen.“ Torsten Stöckle, dritter Bürgermeister der Gemeinde Pforzen, berichtete ebenfalls aus seiner Erfahrung: „Ein zentraler Aspekt ist, dass der aktuelle Vorstand sich frühzeitig um einen Nachfolger bemüht und eine angemessene Einarbeitungsphase stattfindet.“
 
Neben den genannten Themen fasste Karl Bosch abschließend weitere zentrale Punkte zusammen: „Wichtig ist, dass junge Leute Verantwortung übertragen bekommen, dass außerdem andere Denkweisen und Veränderungen im Verein zugelassen werden und dass die Nachfolger einen Rückhalt durch die Vorstandschaft erfahren.“

Mitteilung vom 21.09.2017

Jetzt anmelden: Ehrenamtskurse gehen in eine neue Runde

Die neuen Ehrenamtskurse werden an den Volkshochschulen im Landkreis zwischen Oktober 2017 und Januar 2018 angeboten.

Die Servicestelle EhrenAmt des Landratsamts Ostallgäu unterstützt erneut Ehrenamtliche mit kostenlosen Fortbildungen zu aktuellen Themen wie Haftung und Recht, Überzeugen mit Persönlichkeit und Gesprächsführung in der Vereinsarbeit.
 
Ausgewählte Referenten beantworten den Ehrenamtlichen dabei Fragen wie „Wie können Ehrenamtliche mit ihrer Persönlichkeit in Beruf, Freizeit und Ehrenamt überzeugen?“, „Welches Rüstzeug wird für eine erfolgreiche Gesprächsführung bei Sitzungen in Vereinen benötigt?“ oder „Welche Gesetzesgrundlagen sind in der täglichen Vereinspraxis zu beachten?“. Außerdem bieten die Kurse eine Plattform für den gegenseitigen Austausch unter den Ehrenamtlichen. Eine Anmeldung zu den einzelnen Angeboten ist bei der jeweiligen Volkshochschule erforderlich.
 
„Das Ehrenamt ist im sportlichen, kulturellen und sozialen Leben unersetzlich. Uns ist es daher ein ganz besonderes Anliegen, Ehrenamtliche in ihrem alltäglichen Engagement zu stärken“, sagt Julia Grimm, Ehrenamtsbeauftragte am Landratsamt Ostallgäu. Zusammen mit den Volkshochschulen bietet die Servicestelle EhrenAmt regelmäßig kostenfreie Kurse zu praxisnahen Themen an.

 

Die neuen Ehrenamtskurse in der Übersicht

 

Kurs und Referent
 
Termin 
 
Ort
 
Sitzungen sachlich, fair und engagiert leiten im Ehrenamt
Susanne Mayer, Coach
 
Samstag, 14. Oktober 2017,
9 - 16 Uhr
vhs Füssen, Kaiser-Maximilian-Platz 1, 87629 Füssen
Bild- und Fotorecht für Vereine
Andreas Baumeister, Rechtsanwalt
 
Mittwoch, 25. Oktober 2017,
19 - 21 Uhr
Mittelschule Marktoberdorf, Mühlsteige 29, 87616 Marktoberdorf
Haftung und Recht fürs Ehrenamt
Andreas Baumeister, Rechtsanwalt
 
Mittwoch, 15. November 2017, 19 - 20.30 Uhrvhs Buchloe, Bahnhofstr. 60, 86807 Buchloe
Überzeugen mit Persönlichkeit
Simone Oswald, Coach
Donnerstag, 18. Januar 2018, ab 19.30 Uhrvhs Biessenhofen, Füssener Str. 1, 87640 Biessenhofen

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.ehrenamt-ostallgaeu.de/fortbildungen. Bei Fragen können Sie sich auch an Julia Grimm von der Servicestelle EhrenAmt unter Telefon 08342 911-290 oder per E-Mail an ehrenamt(at)ostallgaue.de wenden.

Mitteilung vom 21.09.2017

Vorbereitungen zur Bundestagswahl weitgehend abgeschlossen

Im Büro des Kreiswahlleiters laufen derzeit die letzten organisatorischen Vorbereitungen zur Durchführung der Bundestagswahl am Sonntag, den 24. September.

Der Wahlkreis 257 „Ostallgäu“ umfasst nicht nur den Landkreis Ostallgäu mit seinen 45 Gemeinden, sondern auch 33 Gemeinden aus dem Landkreis Unterallgäu sowie die beiden kreisfreien Städte Memmingen und Kaufbeuren.
 
In den 80 Gemeinden des Wahlkreises sind rund 247.000 Bürgerinnen und Bürger stimmberechtigt. Dafür wurden in den Gemeinden 292 Wahlbezirke und weitere 131 Briefwahlbezirke gebildet. Die Briefwahl als Möglichkeit, zeitlich unabhängig, zu Hause seine Entscheidung zu treffen, ist weiterhin sehr beliebt. Ausgezählt werden aber auch die Stimmen der Briefwähler erst ab 18 Uhr am Wahlsonntag.
 
Am Sonntag laufen dann alle Wahldaten zentral in der Kreiswahlleitung in Marktoberdorf zusammen. Die Ergebnisse in den einzelnen Gemeinden und im gesamten Wahlkreis können auf der Seite der Kreiswahlleitung „wahlen.ostallgaeu.de“ mitverfolgt werden. Dann wird sich zeigen, welcher der zehn Direktkandidaten für den Wahlkreis Ostallgäu das Rennen macht und wie die 21 Parteien, die in Bayern mit einer Landesliste antreten, bei den Zweitstimmen abschneiden.
 
Nach der Prüfung der Ergebnisse und Wahlniederschriften durch die Kreiswahlleitung wird der Kreiswahlausschuss am Mittwoch, den 27. September, dann das endgültige Wahlergebnis für den Wahlkreis feststellen.

Mitteilung vom 18.09.2017

„bergaufland Ostallgäu“ belohnt Bürgerengagement mit 11.000 Euro

Im Rahmen des LEADER-Projektes „Unterstützung Bürgerengagement“ sind die sechs ausgewählten Initiativen nun von der LAG bergaufland ausgezeichnet worden.

Die im ersten Aufruf ausgewählten Akteure freuen sich über die Auszeichnung durch die Vorsitzenden der Lokalen Aktionsgruppe bergaufland Ostallgäu e. V.. V. r. n. l.: 2. Vorsitzender Jürgen Schwarz, LEADER-Koordinator Ethelbert Babl, 1. Vorsitzende und Landrätin Maria Rita Zinnecker sowie Geschäftsführer Heiko Gansloser (vorne sitzend) sowie die lokalen Akteure. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Die im ersten Aufruf ausgewählten Akteure freuen sich über die Auszeichnung durch die Vorsitzenden der Lokalen Aktionsgruppe bergaufland Ostallgäu e. V.. V. r. n. l.: 2. Vorsitzender Jürgen Schwarz, LEADER-Koordinator Ethelbert Babl, 1. Vorsitzende und Landrätin Maria Rita Zinnecker sowie Geschäftsführer Heiko Gansloser (vorne sitzend) sowie die lokalen Akteure. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Den einzelnen Vorhaben stehen für die Umsetzung nun insgesamt etwa 11.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Ein zweiter Aufruf, bei dem weitere rund 11.000 Euro ausgelobt werden, ist für 2018 geplant. „Für uns ist es wichtig, Bürgerengagement nicht nur vom Schreibtisch aus zu loben, sondern aktiv zu unterstützen. Daher fördert die LAG ‚bergaufland Ostallgäu e. V.‘ verschiedene Akteure über das Projekt ‚Unterstützung Bürgerengagement‘“, erklärte die erste Vorsitzende der LAG, Landrätin Maria Rita Zinnecker. Das Projekt sei sehr wertvoll, da hier mit wenigen finanziellen Mitteln bedeutsame Anerkennung und Wirkung erzielt werden können, sagte der zweite LAG-Vorsitzende Jürgen Schwarz. Ethelbert Babl, LEADER-Koordinator beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten betonte, dass der Wunsch, kleinere Initiativen unkompliziert zu unterstützen, aus dem Allgäu an das bayerische Landwirtschaftsministerium herangetragen worden sei: „Das Ministerium hat diesen Wunsch aufgegriffen und die Voraussetzungen dafür geschaffen, engagierten Bürgern und Vereinen unkompliziert unter die Arme zu greifen“ so Ethelbert Babl. Das bayerische LEADER-Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“ werde dadurch beispielhaft mit Leben erfüllt.
 
In einem ersten Aufruf des Vereins wurden rund 11.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das Entscheidungsgremium der LAG wählte aus den eingegangenen Anfragen sechs Einzelmaßnahmen aus. „Die sechs Vorhaben heben sich vor allem durch besondere soziale und gesellschaftliche Aktivität hervor“, sagte Schwarz. Über die Anerkennung freuten sich der Förderverein der Grundschule Pforzen e. V. (Klausurtagung zur Neuausrichtung des Vereins miteinander-füreinander), das Projektseminar vom Gymnasium Marktoberdorf (Konzipierung und Umsetzung Atombunkermuseum), das Walderlebniszentrum Ostallgäu-Außerfern e. V. (Bienenausstellung), der Elternbeirat der Kinderkrippe Riesenmax (Bau einer Erlebnisdusche für Kinder) und die Soziale Genossenschaft Füssen-Land e. G. (Erstellung einer Internetseite mit Interaktionsmöglichkeit). Für die Übergabe der Urkunden war der bergaufland Ostallgäu e. V. zu Gast im mobilé in Marktoberdorf. Dort ist der Verein Menschen im Aufwind aktiv, der ebenfalls zu den im ersten Aufruf der LAG ausgezeichneten lokalen Akteuren gehört. Dessen Sommercamp für Kinder und Jugendliche fand bereits in den Sommerferien statt.
 
„Wir wünschen für das Umsetzen der Maßnahmen gutes Gelingen und für den zweiten Aufruf, den wir 2018 durchführen wollen, ebenso vorbildliche Einzelmaßnahmen, die durch besonderes Engagement begeistern“, sagte Schwarz im Hinblick auf die Planungen der LAG. Über diesen Aufruf wird die LAG rechtzeitig auf ihrer Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de informieren.

Mitteilung vom 15.09.2017

Landrätin Zinnecker zu Gast in Rückholz

Beim Gemeindebesuch von Landrätin Maria Rita Zinnecker stellte Bürgermeister Franz Erl die Themen Wirtschaft und Infrastruktur in den Vordergrund.

V. l.: MVO-Geschäftsführer Simon Gutensohn, MVO-Vorsitzender Andreas Haslach, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Bürgermeister Franz Erl

V. l.: MVO-Geschäftsführer Simon Gutensohn, MVO-Vorsitzender Andreas Haslach, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Bürgermeister Franz Erl

Zinnecker und Erl besuchten unter anderem die Milchverwertung Ostallgäu (MVO). Bei der MVO kommen laut Geschäftsführer Simon Gutensohn jeden Tag 300.000 kg Milch an. Insgesamt produziere die MVO rund 11.000 Tonnen Käse pro Jahr. Mit 43 Mitarbeitern und zwei Auszubildenden sei man personell für diese Menge sehr schlank aufgestellt. 71 Prozent – und damit mit weitem Abstand den größten Teil des Umsatzes – mache allein die Herstellung und der Verkauf von Emmentaler Käse aus, und zwar für den Weltmarkt.
 
Bei der Bäckerei Lipp betonte Inhaber Vinzenz Lipp die Bedeutung der Flüchtlinge als Arbeitskräfte. Er habe sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie seien unter anderem für viele Bäckereibetriebe die Zukunft und wichtig für das Handwerk. Zinnecker sagte zur einer möglichen Novellierung des Zuwanderungsgesetzes: „Menschen, die wir brauchen, sollten auch legal einwandern können.“ Einen Einblick über die jeweiligen Erweiterungspläne machten sich Zinnecker und Erl im Hotel Panorama, das die Brüder Florian und Magnus Wanner in vierter Generation führen und in der Hofkäserei Lipp von Johann und Andrea Lipp.
 
„Ganz schön was los“
 
Infrastrukturmaßnahmen werden in Rückholz aktuell in den Bereichen Wasser, Strom und Internet umgesetzt. Für den notwendigen Anschluss an die Wasserversorgung von Nesselwang seien bereits 17 Kilometer Leitungen neu verlegt worden. Mit den neuen Stromleitungen würden laut Erl 125 Masten ersetzt werden können, die den Strom bisher noch überirdisch leiten. Zur Breitbandversorgung werden etwa 36 Kilometer Leerrohre verlegt. „Es ist im Moment ganz schön was los bei uns“, sagte er im Hinblick auf die Baumaßnahmen.
 
Zum erweiterten Gewerbegebiet sagte Erl: „Wir haben die Bauplätze schneller verkauft, als eingekauft. Dabei hatten wir das Glück, dass wir die Fläche, die damals viele gesucht haben, im Gegensatz zu anderen auch anbieten konnten.“

Mitteilung vom 11.09.2017

Schultüten zum Ausbildungsbeginn im Senioren- und Pflegeheim Buchloe

Überrascht wurden die neuen Azubis zum Start ihrer Ausbildung von Einrichtungsleitung Sabine Kil und Pflegedienstleitung Birgit König.

Die neuen Azubis des Senioren- und Pflegeheimes Buchloe unter anderem mit Einrichtungsleiterin Sabine Kil (2. v. l.)

Die Einrichtung bildet seit diesem Jahr insgesamt 18 Nachwuchskräfte aus. Die Abschlüsse, die die Auszubildenden anstreben, sind unterschiedlich: Die Ausbildung zur Pflegefachkraft dauert drei Jahre, eine einjährige Ausbildung an der Berufsfachschule mit Praktika in der Einrichtung qualifiziert zum Pflegefachhelfer und zum Zweck der beruflichen Orientierung dient das freiwillige soziale Jahr.
 
„Ausbildung ist eine der Antworten auf den Pflegenotstand“, sagt die Einrichtungsleitung Sabine Kil. Erhöht werden konnte die Anzahl der Auszubildenden laut Kil durch eine spezielle Förderung der Agentur für Arbeit für die Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen (WeGebAU). Novum in diesem Jahr: Gerlinde Berger steht den Auszubildenden als Praxisanleitung zur Seite. Der direkte Draht zu einer Fachkraft mit einer kompetenten Begleitung und Unterstützung soll gewährleisten, dass die Auszubildenden mit guten Ergebnissen abschließen können.

Mitteilung vom 11.09.2017

Workshops zur Prävention von sexueller Gewalt

Die Landkreises-Veranstaltungen wenden sich vor allem an Jugendleiter, Trainer und Betreuer in der ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit.

Mit den Workshops unterstützt die Servicestelle EhrenAmt des Landkreises Ostallgäu in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Ostallgäu und dem Netzwerk „Jugend – Sicher im Verein“ Vereine und Verbände bei Fragen zum Kinder- und Jugendschutz. Die Workshops bieten einen Überblick über die Erscheinungsformen sexueller Gewalt, verbessern die Fähigkeit zum Erkennen von Verdachtsmomenten und zeigen anhand praktischer Beispiele und Übungen Präventionsmaßnahmen und Handlungsmöglichkeiten auf. Geleitet werden die Veranstaltungen von Sozialpädagogin Hermine Huber, die lange Jahre in der Kaufbeurer Notruf- und Beratungsstelle für Opfer sexueller Gewalt für den Landkreis tätig war. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.
 
„Der Schutz unserer Kinder und Jugendlichen vor sexueller Gewalt hat oberste Priorität. Wichtiger als jedes Gesetz ist dabei die Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Vereinen für dieses brisante Thema. Die Workshops der Servicestelle EhrenAmt bieten unseren Vereinen und Ehrenamtlichen praktische Unterstützung in ihrer wertvollen Arbeit und stärken gleichzeitig den Kinder- und Jugendschutz“, sagt Julia Grimm, Ehrenamtsbeauftrage des Landratsamtes Ostallgäu.
 
Die Veranstaltungen finden an folgenden Terminen, jeweils von 9 bis 12.30 Uhr im Landratsamt Ostallgäu, Schwabenstr. 11, 87616 Marktoberdorf statt:
 
Basisworkshop: Samstag, den 14.10.2017, 9–12:30 Uhr
Aufbauworkshop: Samstag, den 25.11.2017, 9–12:30 Uhr
 
Eine Anmeldung ist bis zum 29. September 2017 auf der Internetseite des Landkreises unter www.ehrenamt-ostallgaeu.de möglich. Bei Fragen steht Julia Grimm von der Servicestelle EhrenAmt im Landratsamt zur Verfügung unter 08342 911-290 oder ehrenamt(at)ostallgaeu.de zur Verfügung.

Mitteilung vom 28.08.2017

Fachtagung Ehrenamt: Themen, die Ehrenamtliche bewegen

Das vielfältige Programm reicht vom Vereinsmarketing bis zur Burn-out-Vorbeugung. Die Veranstaltung findet am 23.9. im Landratsamt statt.

Mit der Fachtagung „Ehrenamt im Ostallgäu“ bietet die Servicestelle EhrenAmt des Landratsamts Ostallgäu ein kostenloses Angebot zu Themen, die das Ehrenamt bewegen und ganz konkrete Unterstützung bieten. Ehrenamtliche aus dem Ostallgäu und Kaufbeuren sind eingeladen, sich am Samstag, 23. September 2017, von 9 bis 17 Uhr zu informieren und auszutauschen.
 
„Mit der Fachtagung ‚Ehrenamt im Ostallgäu‘ bieten wir unseren Ehrenamtlichen ganz konkrete Unterstützung. Der Austausch mit den erfahrenen Referenten und anderen Ehrenamtlichen soll das hervorragende Engagement unterstützen und noch besser möglich machen“, sagt Karl Bosch, Ehrenamtsbeauftragter des Landratsamts Ostallgäu. In den Workshops vermitteln die Experten ihr Wissen und bieten Raum für Beiträge der Teilnehmer. Die Online-Anmeldung ist bis zum 8. September 2017 über www.ehrenamt-ostallgaeu.de möglich.
 
Workshops mit echtem Mehrwert
 
Dem „Vereinsmarketing“ und „Fundraising“ widmet sich Bud A. Willim, Leiter des Fachbereichs Spenden und Sponsoring des Sozialreferats der Landeshauptstadt München. Er wird Marketing in der Praxis beleuchten, darauf eingehen, welche Arten von Unterstützung es für Vereine gibt und was Unterstützer erwarten. Richard Didyk bringt jahrelange Erfahrung aus dem Bereich „Vereinsrecht“ mit. Neben rechtlichen Themen rund um die Mitgliederversammlung geht er auf Fragen zur Vereinssatzung und der Vorstandsarbeit im Verein ein. Das Thema „Grenzen im Ehrenamt“, das viele Ehrenamtliche umtreibt, wird von Diana Eichmüller, Sozialpädagogin, beleuchtet.  Die Fragen „Was sind meine Grenzen?“, „Wie gehe ich mit Stress um?“ und „Wie beuge ich Burnout vor?“ werden von ihr beantwortet.
 
Diese und viele weitere Workshops können von den Teilnehmern belegt werden. Die Ehrenamtlichen können den ganzen Tag teilnehmen oder sich für einzelne Workshops anmelden. Weitergehende Informationen zu Programminhalten gibt es auf www.ehrenamt-ostallgaeu.de.

Mitteilung vom 16.08.2017

Modellprojekt für Neuzugewanderte: ProfilPASS an der Berufsschule

Beim „ProfilPASS®“ werden Stärken und Kompetenzen ermittelt. Das soll den geflüchteten Jugendlichen die berufliche Orientierung erleichtern.

Profilpass an der Berufsschule

Profilpass an der Berufsschule

In einem Modellprojekt, initiiert von den Bildungskoordinatorinnen für Neuzugewanderte und der staatlichen Berufsschule im Landkreis Ostallgäu, soll der „ProfilPASS®“ geflüchteten Jugendlichen die berufliche Orientierung erleichtern.
 
In Bayern besuchen viele geflüchtete Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren Berufsintegrationsklassen. Zwei Jahre können sie sich dort auf eine Berufsausbildung oder eine weiterführende Schule vor-bereiten. Im Landkreis Ostallgäu wurde an der Berufsschule in zwei solcher Klassen zu Beginn des Schuljahres 2016/2017 ein Pilotprojekt gestartet. Mit Hilfe des ProfilPASS sollen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler systematisch ermittelt und dargestellt werden. Die Jugendlichen entdecken dabei ihre Stärken und ihr Wissen, unabhängig von Schulnoten und Zeugnissen. Das ganze Schuljahr wurden die individuellen Interessen und Stärken der Jugendlichen gemeinsam mit Frau Verena Kiupel, der ProfilPASS-Trainerin erfasst. Auf der Basis dieser Ergebnisse können nun die sozialpädagogischen Betreuungskräfte der Schule zielgerichteter Praktika und Ausbildungsberufe gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern auswählen. „Der Profilpass ist ein gutes Instrument, um neben den formalen Kompetenzen auch verstärkt die informellen Kompetenzen einfließen zu lassen. Die Schule lernt die Jugendlichen besser kennen und das nicht nur durch schulische Leistungen“, sagt Bildungskoordinatorin Tanja Hiemer, die auch Mitinitiatorin des Projekts ist.
 
Das Instrument ProfilPASS ist schon länger im Landkreis etabliert. Sowohl Jugendliche als auch Erwachsene verschiedener Altersgruppen nutzen das Angebot, wenn etwa Frauen oder Männer nach der Familienphase wieder ins Arbeitsleben eintreten wollen. Für junge Geflüchtete wurde er angepasst und fest im Unterricht verankert. In dieser Zeit werden Coaching und Gruppen-Prozesse, vor allem in Kleingruppen mit zehn Jugendlichen,  ermöglicht. Für die Jugendlichen bietet der ProfilPASS viele Vorteile. „Sie können sich schwer auf dem klassischen Weg bewerben und somit mit deutschen Jugendlichen in Konkurrenz treten. Sie müssen sich persönlich verkaufen, also über Praktika. Sie müssen vor Ort zeigen, wer sie sind und dass sie Interesse mitbringen“, erklärt Hiemer. Auch die Unternehmen können vom ProfilPASS profitieren: „Wenn wir in der Vermittlung junger Auszubildender passgenauer arbeiten können, ist das für die Unternehmen ein größerer Anreiz Praktikanten zu nehmen.“
 
Das Schuljahr 2016/2017 ist an der Staatlichen Berufsschule Ostallgäu in Marktoberdorf inzwischen abgeschlossen. Damit gibt es nun auch die ersten Ergebnisse der Arbeit des Modellprojektes. Aus Sicht der ProfilPASS-Trainerin Verena Kiupel konnten die Schüler sehr viel für sich mitnehmen: „Die Schüler haben gelernt, dass es hilfreich ist, wenn sie in Bewerbungsgespräche gehen und sie sich darüber bewusst sind, was sie können und worauf sie stolz sein können in ihrem Leben. Das hat bei ihnen für einen richtigen Perspektivwechsel gesorgt.“ Auch der ehemalige Schulleiter Remigius Kirchmaier ist von dem Modell überzeugt: „Es ist gelungen, vielen Jugendlichen zu einer guten beruflichen Perspektive zu verhelfen. Der Grund für eine hohe Vermittlungsquote in die Ausbildung liegt neben der intensiven Betreuung der Jugendlichen durch Lehrer und die sozialpädagogischen Betreuungskräfte sicher auch im ProfilPASS begründet, weil hierbei unrealistische Berufswünsche korrigiert und die Erfahrungen aus den Praktika in die Ausbildungsplatzsuche einflossen.“
 
Die Projektstelle Bildungskoordinatoren für Neuzugewanderte ist gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Tanja Hiemer und Julia Grimm sind unter Telefon 08342 911-185 oder E-Mail bildung-neuzugewanderte(at)lra-oal.bayern.de erreichbar.