Aktuelles

Mitteilung vom 07.12.2018

Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren setzen positiven Trend fort

Bereits im Jahr 2021 wird der Klinikverbund nach jetzigem Stand ein positives Jahresergebnis einfahren.

„Wir sind auf einem wirklich guten Weg. Während die schwarzen Zahlen bald erreicht sind, investieren wir weiter fleißig in die Zukunft des Unternehmens und damit in die Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger“, sagt Maria Rita Zinnecker, Verwaltungsratsvorsitzende des Kommunalunternehmens. Das sei auch Verdienst von Klinikvorstand Ute Sperling, so Zinnecker weiter. Weiterhin große Herausforderungen für Krankenhäuser insbesondere im ländlichen Raum sieht Zinnecker dagegen in den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen.
 
Der Jahresfehlbetrag für das Jahr 2019 beträgt noch 1.614.514 Euro, davon trägt der Landkreis Ostallgäu 50 Prozent, also 807.257 Euro. Die Stadt Kaufbeuren übernimmt die andere Hälfte. Bereits im Jahr 2021 soll das Kommunalunternehmen ein leicht positives Jahresergebnis im Klinikverbund erreichen. „Gleichzeitig wird auch im Jahr 2019 kräftig und sinnvoll in den Gesundheitsstandort Ostallgäu-Kaufbeuren investiert“, sagt Zinnecker und nennt als Beispiele den Neubau einer Intensiv-Abteilung am Krankenhaus Buchloe mit Gesamtkosten von rund 3,6 Millionen Euro und den Neubau des Bettenhauses am Standort Füssen für rund 17 Millionen Euro (davon rund 5,42 Millionen Euro in 2019). Zusätzlich sollen rund 1,8 Millionen Euro in Brandschutzertüchtigungen fließen. Am Standort Kaufbeuren wird vor allem in die Medizin- und Gerätetechnik investiert. „So werden wir rund eine Million Euro in die Erneuerung der Endoskopieaufbereitung stecken und für die Neuanschaffung eines Kernspintomographen und eines Herzkatheterlabors rund 1,2 Millionen Euro ausgeben“, sagt Ute Sperling.
 
Pflege im Fokus
 
Ein besonderer Fokus wird neben der medizinischen Arbeit im ärztlichen Bereich auf die Pflege gelegt. Im Jahr 2019 sind rund 25 zusätzliche Vollzeitstellen beim Pflegepersonal vorgesehen. Damit werden die Anforderungen des Pflegepersonal-Stärkung-Gesetzes erfüllt. Vor allem die eigene Ausbildung von Pflegekräften wird künftig stärker in den Fokus gestellt. Zinnecker: „Mit der Gründung der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe in Buchloe in diesem Jahr haben wir hier ein wichtiges Zeichen gegen den Fachkräftemangel in der Pflege gesetzt, indem wir unsere Leute nun selbst ausbilden.“

Mitteilung vom 07.12.2018

Fahrplanwechsel bei Bussen und Zügen im Ostallgäu

Auf den Bus- und Zug-Linien im Ostallgäu und Kaufbeuren gilt ab Sonntag, 9. Dezember 2018, ein neuer Fahrplan.

Die neuen Fahrplanhefte sind bei den Verkehrsunternehmern und beim ServiceZentrum am Plärrer in Kaufbeuren erhältlich. Bürgerinnen und Bürger finden die neuen Fahrpläne auch auf der Internetseite des Landkreises www.ostallgaeu.de/oepnv und unter www.bahn.de. Neben den Abfahrzeiten ändert sich auf manchen Verbindungen auch der Streckenverlauf.

Mitteilung vom 06.12.2018

Welt-Aids-Tag 2018: Landratsamt veranstaltet Jugendfilmtage

225 Schüler*innen schauten die Filme „Themba“ und „Corinnes Geheimnis“. Anschließend gab es aufklärende Nachgespräche und Diskussionen.

Die Jugendfilmtage anlässlich des Welt-Aids-Tages fanden in der Filmburg Marktoberdorf statt.

Die Jugendfilmtage anlässlich des Welt-Aids-Tages fanden in der Filmburg Marktoberdorf statt.

Anlässlich des diesjährigen Welt-Aids-Tages hat das Landratsamt Ostallgäu zusammen mit der Filmburg Marktoberdorf Jugendfilmtage zum Thema HIV/Aids veranstaltet. 225 Schüler*innen achter und neunter Jahrgangsstufen aus Marktoberdorf und Biessenhofen waren dabei.
 
Gezeigt wurden die Filme „Themba“ und „Corinnes Geheimnis“, in welchen der oft schwierige Alltag und die Probleme von infizierten Jugendlichen erzählt werden. Im Anschluss an die Filmvorführungen standen Dr. Gisele Borelli-Montigny und Sozialpädagogen des Gesundheitsamtes für Nachgespräche und Diskussionsrunden zur Verfügung. Dabei wurde beispielsweise auf Ansteckungswege, Schutzmöglichkeiten und Risikosituationen eingegangen. Die Fachleute machten auch darauf aufmerksam, wie schwierig ein Leben mit HIV ist und wie wichtig daher Solidarität und Toleranz für HIV-infizierte Menschen sind. Dr. Borelli-Montigny stellte klar, dass HIV/Aids immer noch nicht heilbar ist, obwohl die Behandlungsmöglichkeiten sich in den vergangenen Jahren wesentlich verbessert haben.
 
Erhöhte Testbereitschaft
 
2017 lebten laut Schätzungen des Robert-Koch-Institutes mehr als 11.700 HIV-infizierte Menschen in Bayern. Die Zahl der Neuinfizierten belief sich auf 340. Im Vergleich zum Jahr zuvor sind die Neuinfektionen leicht rückläufig, was auf Präventionskampagnen, erhöhte Testbereitschaft und effektive frühere Behandlung von Infizierten zurückzuführen ist.
 
Am Landratsamt Ostallgäu besteht im Gesundheitsamt das ganze Jahr die Möglichkeit, sich kostenfrei und anonym auf HIV und auch einige weitere sexuell übertragbare Krankheiten testen zu lassen.  Außerdem bietet das Gesundheitsamt dazu Informationsmaterialien sowie eine ausführliche Beratung an. Terminvergabe ist unter Telefon 08342 911-623 möglich.

Mitteilung vom 06.12.2018

Elektromobilität interaktiv im Landratsamt erleben

Die Wanderausstellung „Elektromobilität Bayern“ vermittelt das Thema im Foyer des Landratsamtes Ostallgäu greifbar und verständlich.

Landrätin Maria Rita Zinnecker zeigt der Auszubildenden Theresa Eibel das Innere einer Ladesäule, die ein Modul von sieben interaktiven Ausstellungs-Exponaten ist.

Landrätin Maria Rita Zinnecker zeigt der Auszubildenden Theresa Eibel das Innere einer Ladesäule, die ein Modul von sieben interaktiven Ausstellungs-Exponaten ist.

Die Ausstellung informiert rund um die Themen elektrisches Fahren und Fahrzeugtechnik und beantwortet Fragen zur Ladetechnik und -infrastruktur. Landrätin Maria Rita Zinnecker eröffnete mit den Mitgliedern des Kreisausschusses die Ausstellung und sagte: „Wir verdeutlichen, dass Elektromobilität im Alltag sehr gut funktioniert.“
 
Die Wanderausstellung von „Bayern innovativ“ zeigt sehr anschaulich, wie E-Mobilität funktioniert. In sieben interaktiven Modulen werden beispielsweise der Zusammenhang zwischen Elektromobilität und Klimaschutz oder verschiedene Antriebskonzepte genau erklärt. Besucher erfahren, seit wann Autos elektrisch fahren, wie eine Ladesäule funktioniert und können einen Blick in das Innere einer Ladestation werfen. Die Exponate informieren und laden zum Mitmachen und Ausprobieren ein.
 
Die Ausstellung soll zudem helfen, Berührungsängste gegenüber der Elektromobilität abzubauen. „Wir machen viel, um die Hemmschwelle zu senken und zeigen, dass Elektromobilität absolut alltagstauglich ist“, sagt Landrätin Zinnecker und ergänzt: „Gut gemachte E-Mobilität ist ein entscheidender Baustein der Mobilität der Zukunft.“
 
In mehr als 65 Orten war die Ausstellung bereits zu Gast. Bis 30. Dezember 2018 können sich Interessierte kostenlos, während den Öffnungszeiten des Landratsamtes, über Elektromobilität informieren.

Mitteilung vom 29.11.2018

Verkehrsschulung für Geflüchtete: „Wer hat Vorfahrt an einer Kreuzung?“

Zur Vermittlung von Verkehrsregeln hat die Stelle Ehrenamt Asyl erneut eine Verkehrsschulung für Geflüchtete, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, veranstaltet.

Joachim Riedler von der Polizei Marktoberdorf (an der Tafel links) und der Laiendolmetscher Ali Alhamed. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Joachim Riedler von der Polizei Marktoberdorf (an der Tafel links) und der Laiendolmetscher Ali Alhamed. Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Joachim Riedler von der Polizei Marktoberdorf führte in bewährter Weise durch die Schulung, die diesmal in den Räumlichkeiten des Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) stattfand. Die Schulung wurde von einem arabischen Laiendolmetscher begleitet, den Mitarbeiter*innen des Landratsamtes im Rahmen eines Modellprojektes gemeinsam mit anderen ausgebildet hatten.
 
Rege Diskussionen angestoßen
 
Angefangen mit der Frage „Wie muss mein Fahrrad aussehen, dass es am Verkehr teilnehmen darf?“ bis hin zu „Wer hat Vorfahrt an einer Kreuzung?“ wurde in den drei Stunden ein breites Spektrum an Wissen abgedeckt. An der Tafel aufgemalt und veranschaulicht durch Magnetbilder zeigte Riedler verschiedenste Situationen auf, die im Straßenverkehr alltäglich sind und verdeutlichte wie wichtig es ist, sich an die bestehenden Verkehrsregeln zu halten. Dadurch wurden rege Diskussionen angestoßen und für die Teilnehmer*innen klärte sich so manches Ammenmärchen auf. Auch auf den Aspekt, wer und vor allem wie Kinder mit dem Fahrrad mitgenommen werden dürfen, wurde gesondert eingegangen.
 
Von der Stelle Ehrenamt Asyl am Landratsamt werden auch weiterhin Verkehrsschulungen für Geflüchtete organisiert. Aktuelle Termine und viele weitere Informationen, auch zu den Ostallgäuer Laiendolmetschern, finden Sie unter www.ehrenamt-ostallgaeu.de/asyl.

Mitteilung vom 29.11.2018

Marktoberdorfer Gymnasiasten*innen testen Klimaschutzspiel

Ziel des Spiels ist es, durch das Lösen von Rätseln dem Klimawandel zu „entkommen“. Ab März 2019 wird es allen Schulen in Deutschland zur Verfügung gestellt.

Sogenannte Escape Games, also auf der Lösung von Rätseln und Aufgaben basierende Spiele, erfreuen sich unter Jugendlichen und Erwachsenen derzeit großer Beliebtheit. Die beiden Hamburger Initiatoren ECOMOVE International und GEO°BOUND haben dies zum Anlass genommen, damit das Thema Klimaschutz greifbarer zu machen und auf spielerische Art und Weise anzugehen. Schüler*innen des Gymnasiums Marktoberdorf durften das Spiel ESCAPE CLIMATE CHANGE auf Vermittlung des Klimaschutzbeauftragten im Landratsamt Ostallgäu bereits vor dem offiziellen Erscheinen testen.
 
Die Schüler*innen bekamen die Gelegenheit, das noch in Entwicklung befindliche Spiel vor dem offiziellen Erscheinen auszuprobieren und den Entwicklern Rückmeldung zu geben. Diese soll nun eingearbeitet werden, bevor das Spiel ab März 2019 allen Schulen in Deutschland zur Verfügung gestellt wird. Im ersten Durchgang waren zunächst die Lehrkräfte an der Reihe. Einer Auswahl engagierter Lehrer*innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen gelang es dann auch tatsächlich, die gestellten Rätsel um den Klimawandel zu lösen und diesem damit „zu entkommen“.
 
Escape Game: Schüler*innen sind schneller
 
Ein Testteam des Gymnasiums, allesamt Schüler*innen der elften Jahrgangsstufe, bewies im zweiten Durchgang, dass sich gute und konzentrierte Zusammenarbeit auszahlt. Die Gruppe der Schüler konnte die „Zeitkapsel“ aus der Zukunft nämlich um einiges schneller als ihre Lehrkräfte entschlüsseln, indem sie nacheinander verschiedene Aufgaben rund um den Klimawandel und Klimaschutz löste. Im Anschluss daran brachten die Spielteilnehmer Feedback und Verbesserungsvorschläge zum Spielkonzept ein.
 
ECOMOVE und GEO°BOUND ist es mit ESCAPE CLIMATE CHANGE gelungen, die Themen Klimaschutz und Klimawandel anschaulich und zielgruppengerecht aufzuschlüsseln. „Durch die neuartige Herangehensweise wird die Begeisterung der Schüler*innen geweckt und auch die Möglichkeit für eine tiefergehende Behandlung im Unterricht wird genutzt“, sagt Klimaschutzbeauftragter Johannes Fischer. Die Entwicklung von ESCAPE CLIMATE CHANGE wird dabei als Klimaschutz-Bildungsprojekt von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert.

Mitteilung vom 23.11.2018

Gedenktag „Nein zu Gewalt gegen Frauen“ am 25. November

Das Landratsamt Ostallgäu und das ökumenische Frauenteam Nesselwang beteiligen sich am Gedenktag an der „Terre des femmes“-Fahnenaktion.

Alle fünf Minuten wird in Deutschland eine Frau misshandelt, gestalkt oder bedroht. Fast 140.000 Fälle häuslicher Gewalt wurden 2017 gemeldet, in der überwiegenden Mehrheit waren die Opfer Frauen, so die aktuelle Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes. Das Ökumenische Frauenteam Nesselwang und die Gleichstellungsstelle des Landkreises Ostallgäu werden am Aktionstag die Fahne von „Terre des femmes“ hissen. Die abgebildete Frauenfigur und der Slogan „frei leben – ohne Gewalt“ symbolisieren ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben von Mädchen und Frauen weltweit.
 
Die Gleichstellungsstelle des Landkreises Ostallgäu engagiert sich durch persönliche Beratung sowie Aufbau und Pflege eines Hilfsnetzwerkes gegen Gewalt gegen Frauen. Regelmäßig organisiert und moderiert sie gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle in Kaufbeuren den „Runden Tisch Häusliche Gewalt/Gewalt gegen Frauen und Kinder“, einen Arbeitskreis der für diese Thematik zuständigen Behörden und Hilfsinstitutionen der Region Ostallgäu/Kaufbeuren. Ende November treffen sich im Landratsamt Ostallgäu wieder 34 Behörden und Institutionen zur Abstimmung über Verfahrensweisen in Fällen von Häuslicher Gewalt, Kindeswohlgefährdung und insbesondere sexuellen Missbrauches an Kindern.
  
Wo finden Frauen Hilfe?
 
Frauen aus dem Ostallgäu, die unter häuslicher Gewalt leiden, können sich jederzeit unter Telefon 08341 16616 beim Frauenhaus und/oder der Interventionsstelle für Opfer von Gewalt melden und bekommen dort Unterstützung, Beratung und Hilfe. Frauen und Mädchen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind, können sich an die Notrufstelle für Opfer sexueller Gewalt in Kaufbeuren wenden (Telefon 08341 9080313). An beiden Stellen herrscht 24-Stunden-Rufbereitschaft. Außerdem können sich Frauen auch an das bundesweite Hilfetelefon (08000 116016). Dort stehen rund um die Uhr Beraterinnen auch in den meisten Fremdsprachen zur Verfügung.
 
Für Informationen und Beratung steht auch die Gleichstellungsstelle des Landkreises Ostallgäu bereit: Telefon 08342 911-287 oder per E-Mail: gleichstellungsstelle(at)lra-oal.bayern.de.

Mitteilung vom 22.11.2018

Allgäuer Dorfausstellung in München: LEADER-Projekt zu lebenswerter Heimat

Gezeigt wird das LEADER-Projekt „Dorfkerne-Dorfränder“ aus den Landkreisen Unter- und Ostallgäu, das Gemeinden Hilfen bei der Dorfentwicklung bietet.

Sie freuen sich über die Eröffnung der Ausstellung in München, von links: Dieter Ofenhitzer, LEADER-Referatsleiter Landwirtschaftsministerium, Heiko Gansloser, Geschäftsführer Lokale Aktionsgruppe (LAG) Ostallgäu, Ethelbert Babl, LEADER-Koordinator AELF Kempten, Sonja Keck-Herreiner, Leiterin der LEADER-Bewilligungsstelle, Hans-Joachim Weirather, Landrat und LAG-Vorsitzender Unterallgäu, Prof. Dr. Dr. Lothar Zettler, Dr. Alois Kling, Leiter des AELF Kempten, Maximilian Geierhos, Abteilungsleiter im StMELF und Michael Stoiber, Geschäftsführer der LAG Unterallgäu

Sie freuen sich über die Eröffnung der Ausstellung in München, von links: Dieter Ofenhitzer, LEADER-Referatsleiter Landwirtschaftsministerium, Heiko Gansloser, Geschäftsführer Lokale Aktionsgruppe (LAG) Ostallgäu, Ethelbert Babl, LEADER-Koordinator AELF Kempten, Sonja Keck-Herreiner, Leiterin der LEADER-Bewilligungsstelle, Hans-Joachim Weirather, Landrat und LAG-Vorsitzender Unterallgäu, Prof. Dr. Dr. Lothar Zettler, Dr. Alois Kling, Leiter des AELF Kempten, Maximilian Geierhos, Abteilungsleiter im StMELF und Michael Stoiber, Geschäftsführer der LAG Unterallgäu

Das Ergebnis des Projektes ist ein Werkzeugkasten („Praxishandbuch zur Ortsbildpflege“) mit Lösungsansätzen, der Gemeinden bei einer gezielten Entwicklung ihrer Dorfkerne und Dorfränder helfen soll. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten hat das Vorhaben mit 72.000 Euro aus dem EU-LEADER-Programm unterstützt. Laut dessen Leiter Dr. Alois Kling geht es bei dem Projekt um eine Weiterentwicklung des ländlichen Raums, bei der die Identität der Dörfer gewahrt bleiben soll.
 
Auf Initiative von LEADER-Koordinator Ethelbert Babl wurde zu diesem Thema eine eigene Ausstellung konzipiert, deren erste Station das Bayerische Landwirtschaftsministerium in München ist und die anschließend im Allgäu und ganz Bayern auf Wanderschaft geht.

 

Das Praxishandbuch gibt es zum Herunterladen auf http://dorfkerne-dorfraender.de/

Mitteilung vom 22.11.2018

Besprechung im Landratsamt: Aktuelles für Planfertiger und Architekten

Knapp 90 Architekten und Planfertiger haben an der alljährlichen Planfertigerbesprechung im Landratsamt in Marktoberdorf teilgenommen.

Auf der Agenda standen die Themen „Nachhaltigkeit und Weiternutzung von Gebäuden“, die Architektur von Ställen sowie Neuerungen beim Abstandsflächenrecht. Die Besprechung ist ein Angebot des Staatlichen Bauamtes am Landratsamt an Planfertiger und Architekten, um zu ausgewählten oder aktuellen Themen fundierte Kenntnisse zu bekommen.
 
Immer knapper werdendes Bauland zwingt Städte und Gemeinden zunehmend, den zukünftigen Flächenbedarf weitgehend durch die Nutzung von innerörtlichen, bereits erschlossenen Flächen zu decken. Umbau und Erhalt von wertvollen Gebäuden im Innenbereich statt Bauen am Ortsrand lautet daher verstärkt die Devise. Das Bauen im Bestand mit seinem weiten Spektrum an Aufgaben hat heute eine mindestens ebenso große Bedeutung wie Neubauten. Regierungsbaumeister und Architekt Alfred Sunder-Plassmann stellte in seinem Vortrag „Nachhaltigkeit und Weiternutzung von Gebäuden“ Möglichkeiten zur nachhaltigen Umnutzung von Gebäuden vor, um sichtbare Werte des natürlichen und gebauten Erbes zu bewahren und für die Zukunft weiterzuentwickeln.
 
Die Architektur von Ställen war Thema des Vortrags von Mauritz Lüps (TU München). Seit jeher formte die Landwirtschaft unsere Kulturlandschaft mit ihren charakteristischen Bauten. Diese Gebäude zeichneten sich durch regionale Baumaterialien, Handwerkstechniken und Konstruktionen aus und wurden oft mit großem Anteil an Eigenleistung und lokalem Wissen realisiert. Der Wandel in der Landwirtschaft in Richtung industrielle Produktion führte in den vergangenen Jahrzehnten immer häufiger zu standardisierten Gebäudetypen und Baumaterialien. Grundlegende architektonische und landschaftliche Planungen für landwirtschaftliche Gebäude kommen dabei immer seltener zum Zuge. Lüps zeigte in seinem Vortrag viele Anregungen und Vorschläge zu neuer Stall-Architektur, zur Verbesserung des Tierwohls und zum landschaftsgerechten, kulturlandschaftlich sensiblen Bauen auf.
 
Im Juni dieses Jahres verabschiedete der Bayerische Landtag das Gesetz zur Änderung der Bayerischen Bauordnung. Es wurde darin die Prüfpflicht des Abstandsflächenrechts auch im vereinfachten Verfahren wiedereingeführt. Diplom-Ingenieur und Architekt Franz-Xaver Meggle stellte den Teilnehmer*innen ausgewählte, komplexe Themen des Abstandsflächenrechts vor und erläuterte diese eingehend.

Mitteilung vom 21.11.2018

Hecken und Feldgehölze: Kleine Strukturen – Großer Wert für die Artenvielfalt

Aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung für die heimische Landschaft sind Hecken und Feldgehölze nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz geschützt.

Biotopkartiertes Gehölz östlich von Hauprechts, ziemlich genau auf der Gemarkungsgrenze zwischen Ebersbach und Huttenwang.

Biotopkartiertes Gehölz östlich von Hauprechts, ziemlich genau auf der Gemarkungsgrenze zwischen Ebersbach und Huttenwang.

Es ist verboten, Hecken, lebende Zäune, Feldgehölze oder -gebüsche einschließlich Ufergehölzen zu roden, abzuschneiden, zu fällen oder auf sonstige Weise erheblich zu beinträchtigen. Dieses Verbot gilt auch für Gehölze, die nicht als Landschaftsbestandteile eingetragen sind.
 
Kleine Strukturen wie Hecken und Feldgehölze dienen als Erosions- und Windschutz, verringern Stoffeinträge in Gewässer und regulieren das Kleinklima. Außerdem sind sie für Hunderte von heimischen Tier- (bis zu 900) und Pflanzenarten (bis zu 600) von unschätzbarer Bedeutung. Vögel, Kleinsäuger und die verschiedensten Insekten finden dort Nahrung und Unterschlupf. Darüber hinaus gelten sie als die Strukturen der Biotopvernetzung schlechthin.
 
Untere Naturschutzbehörde des Landkreises informiert
 
Erlaubt sind eine angepasste Nutzung und Pflege vom 1. Oktober bis zum 28. Februar zur Bestandserhaltung; ein ausdrücklich schonender Form- und Pflegeschnitt zur Beseitigung des Zuwachses sowie Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit öffentlicher Verkehrswege oder der öffentlich-rechtlichen Verpflichtung zur Unterhaltung der Gewässer.
 
Werden Flurgehölze wie beispielsweise Hecken unerlaubt beseitigt oder beschädigt, nimmt der Verursacher nicht nur vielen heimischen Tieren und Pflanzen ihren Lebensraum, sondern auch ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro in Kauf. Bei Unklarheiten und Fragen gibt die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Ostallgäu unter Telefon 08342 911-365 Auskunft. In Kürze erscheint für Interessierte auch ein Merkblatt mit Informationen zur Heckenpflege.

Mitteilung vom 21.11.2018

Familienbildungsnetzwerk: „Eltern außer Rand und Band“

Rund 90 Fachleute haben am zweiten gemeinsamen Familienbildungsnetzwerk des Landkreises Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren teilgenommen.

Referent Stefan Grassmann vor den rund 90 Teilnehmer*innen

Referent Stefan Grassmann vor den rund 90 Teilnehmer*innen

Die Fachkräfte, die allesamt mit Familien arbeiten, waren der Einladung von Isabel Costian von der Familienbildungsstelle Ostallgäu und Elke Schad von der Abteilung Familienstützpunkt & Gleichstellung Kaufbeuren gefolgt. Nach der Begrüßung durch die Jugendamtsleitungen Ostallgäu und Kaufbeuren, Petra Mayer und Alfred Riermeier, wurde über den aktuellen Stand der insgesamt neun Familienstützpunkte im Ostallgäu und über die Projekte im Rahmen der gemeinsamen Familienbildungslandschaft informiert. Hier wurde unter anderem auf den Familienkalender Ostallgäu und die beiden Familienportale (www.familie-ostallgaeu.de und www.familie.kaufbeuren.de) aufmerksam gemacht.
 
Verschiedene „Typen“ von Eltern
 
Im zweiten Teil der Veranstaltung übernahm der Referent Stefan Grassmann aus Marktoberdorf das Mikrofon und zeigte mit Witz und Humor die vier verschiedenen „Typen“ von Eltern auf. Unter dem Motto „Eltern außer Rand und Band“ stellte er nachvollziehbar und überspitzt dar, wie unterschiedlich Erziehungsberechtigte das Wort „Sorge“ definieren und in deren Alltag umsetzen. Durch ausgeprägte Mimik, Gestik und Körperhaltung verdeutlichte Grassmann, wie sich welche Haltung auf das Gegenüber auswirkt. Die Teilnehmer*innen nahmen viele neue Anregungen für Ihren täglichen Alltag mit den Eltern mit.

Mitteilung vom 20.11.2018

Bürgerstiftung Ostallgäu: Versteigerung alter Bücher bringt 64.000 Euro

Zugunsten der Bürgerstiftung Ostallgäu hat der Landkreis Ostallgäu eine dreibändige Ausgabe des „Hortus Eystettensis“ von 1713 versteigert.

Landrätin Maria Rita Zinnecker übergab einen Scheck in Höhe des Versteigerungserlöses von 64.000 Euro an die beiden Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Gerhard Schempp (links) und Herbert Sedlmair (Mitte).

Landrätin Maria Rita Zinnecker übergab einen Scheck in Höhe des Versteigerungserlöses von 64.000 Euro an die beiden Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Gerhard Schempp (links) und Herbert Sedlmair (Mitte).

Den Erlös in Höhe von 64.000 Euro gibt der Landkreis an die Bürgerstiftung weiter. „Die Arbeit der Bürgerstiftung ist wichtig und für uns unverzichtbar“, sagt Landrätin und Schirmherrin der Stiftung, Maria Rita Zinnecker. Die Bürgerstiftung wird die Mittel für laufende Projekte verwenden.
 
Der Landkreis Ostallgäu war Besitzer einer dreibändigen Ausgabe des „Hortus Eystettensis“ von 1713. Die Bücher stammten aus einer aufgelösten Seminarbibliothek und befanden sich zuletzt in der Comenius Grundschule in Buchloe. Der Kreisausschuss hatte in seiner Sitzung am 01. Dezember 2017 beschlossen, die Werke zu versteigern und den Erlös der Bürgerstiftung Ostallgäu zugutekommen zulassen.
 
Der Auftrag zur Versteigerung wurde an ein renommiertes Aktionshaus in München erteilt und erbrachte einen Erlös von 65.000 Euro. Die Kosten der Versteigerung von 1000 Euro wurden abgezogen und somit konnte eine Zuwendung in Höhe von 64.000 Euro an die Bürgerstiftung weitergereicht werden. „Die Bürgerstiftung hat bei ihren Projekten immer das Wohl der Gemeinschaft im Sinn“, sagt Landrätin Zinnecker, „sie fördert und unterstützt regionale Projekte und verdient damit unser aller Unterstützung.“ 25 Prozent des Erlöses wird die Bürgerstiftung für laufende Projekte verwenden. Die anderen 75 Prozent erhöhen das Stiftungskapital. Die Zinserträge fließen weiteren landkreisweiten Projekten der Bürgerstiftung zu.
 
Die gemeinnützige Bürgerstiftung Ostallgäu wurde 2007 von 72 Bürger*innen ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Gemeinwohl zu stärken und zur Identitätsfindung des Landkreises beizutragen. Vor allem Kinder und Jugendliche profitieren unter anderem durch die jährlichen Kinderopern. „Die Bürgerstiftung startet viele wichtige Projekte, die immer am Puls der Gesellschaft und auf der Höhe der Zeit sind“, ergänzt Landrätin Zinnecker. Sie übergab einen Scheck in Höhe von 64.000 Euro an die beiden Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Gerhard Schempp und Herbert Sedlmair. Landrätin Zinnecker betonte bei der Scheckübergabe die Erfolgsgeschichte der Bürgerstiftung, die mit dem Versteigerungs-Erlös weitergeschrieben werde.

Mitteilung vom 20.11.2018

Landkreis und Stadt veröffentlichen Infoblatt zum Fledermausschutz

Immer wieder finden Bürgerinnen und Bürger Fledermäuse rund um ihr Haus oder im Garten. Aber was in dieser Situation zu tun ist, wissen die wenigsten.

Das Landratsamt Ostallgäu hat zusammen mit der Stadt Kaufbeuren ein Infoblatt mit den wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen und Kontaktstellen zum Schutz der Fledermäuse erstellt.
 
Fledermäuse sind faszinierende jedoch auch bedrohte Tiere. Findet man ein Tier, ist schnelles und richtiges Handeln erforderlich. Jungtiere, verletzte oder kranke Tiere müssen umgehend richtig versorgt werden, damit sie eine Überlebenschance haben. Wer ein Tier findet, sollte schnellstmöglich Kontakt zum örtlichen Fledermausexperten aufnehmen und die Umstände schildern. Das Landratsamt Ostallgäu und die Stadt Kaufbeuren haben hierfür gemeinsam ein Infoblatt mit Erste-Hilfe-Maßnahmen für die Fledertiere sowie Kontakte zu Pflegestationen erstellt. Das Infoblatt ist online auf den Seiten der Stadt Kaufbeuren (www.kaufbeuren.de) und des Landkreises Ostallgäu (www.ostallgaeu.de) sowie bei örtlichen Tierärzten oder Naturschutzverbänden erhältlich.
 
Bei Fund: Fledermausexperten kontaktieren
 
Beim Fund einer Fledermaus ist folgende Vorgehensweise ratsam: Telefonische Kontaktaufnahme zu einem Fledermausexperten und Schilderung der Situation. Sollte ein erwachsenes Tier an der Fundstelle gefährdet sein, legt man es bis zum Eintreffen oder der Übergabe an den Experten, in einen mit einem Tuch ausgelegten und mit Luftlöchern versehenen Karton an einen kühlen Ort. Fledermausbabys finden am besten Unterschlupf in einem kleinen Leinensäckchen oder Waschlappen bei Zimmertemperatur. Wenn möglich, bietet man den Tieren vorsichtig lauwarmes Wasser an. Anfassen sollte man die Tiere stets nur mit Handschuhen. Werden diese Punkte beachtet, haben die Tiere gute Chancen nach ihrer Genesung wieder in die Freiheit entlassen werden zu können.
 
Als Ansprechpartner an den Unteren Naturschutzbehörden steht in Kaufbeuren Andrea Gimple unter Telefon 08341 437-333 und am Landratsamt Sandra Trautmann unter Telefon 08342 911-362 zur Verfügung. Das Infoblatt kann unter www.buerger-ostallgaeu.de > Umwelt/Natur/Wasser > Naturschutz > Artenhilfsmaßnahmen) heruntergeladen werden.

Mitteilung vom 13.11.2018

Große Zufriedenheit mit der Abfallentsorgung im Landkreis

Eine repräsentative Bürgerbefragung ergab, dass 87 Prozent der Bürgerinnen und Bürger die Abfallwirtschaft des Landkreises Ostallgäu positiv bewerten.

Wie zufrieden sind die Ostallgäuer mit der Abfallwirtschaft im Landkreis? Wollen sie Leichtverpackungen wie Joghurtbecher, Nudelfolien und Shampooflaschen weiterhin beim Wertstoffhof abgeben oder lieber von zu Hause abholen lassen? Wie häufig besuchen die Bürgerinnen und Bürger ihren Wertstoffhof? Eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens L.Q.M aus Mainz gibt Antworten auf diese und weitere Fragen rund um das Thema Abfallentsorgung im Ostallgäu.
 
Für die vom Landkreis in Auftrag gegebene Studie wurden eintausend Bürgerinnen und Bürger per Zufallsgenerator ausgewählt und telefonisch interviewt. Die repräsentative Bürgerbefragung ergab, dass 87 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mit der Abfallwirtschaft im Landkreis Ostallgäu zufrieden sind. Die Hälfte gab an, sogar sehr zufrieden zu sein. Nach den Entsorgungsmöglichkeiten für einzelne Abfallarten wie Hausmüll, Sperrmüll, Biomüll, Gartenabfälle, Papier und Glas gefragt, äußerten sich die Befragten ebenfalls sehr positiv. Im Vergleich zu anderen Landkreisen erreicht das Ostallgäu hierbei überdurchschnittliche Zufriedenheitswerte.
 
Etwas weniger zufrieden sind die Bürgerinnen und Bürger mit der Entsorgung von Verpackungsmaterialien, die im Grünen Sack zum Wertstoffhof zu bringen sind. Hier liegt die Zufriedenheit fünf Punkte unter dem Durchschnitt aller befragten Landkreise. Trotzdem spricht sich nur die Hälfte der Befragten dafür aus, dass Kunststoffverpackungen zukünftig in einer Gelben Tonne gesammelt und von zu Hause abgeholt werden. 33 Prozent der Befragten möchten das bisherige System beibehalten, 13 Prozent sind unentschieden. Dass ein vergleichsweise hoher Anteil der Bevölkerung am Bringsystem festhalten möchte, steht in Zusammenhang mit den geringen Entfernungen zu den Wertstoffhöfen und dem positiv beurteilten Service vor Ort. Dies gaben rund 90 Prozent der Befragten an. „Wir werden nun die Ergebnisse genauer bewerten, unsere verschiedenen Optionen prüfen, um das Abfallwesen im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger weiter zu optimieren“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Die Meinungsforscher fanden heraus, dass 65 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mindestens alle vierzehn Tage einen Wertstoffhof besuchen. Fast alle (96 Prozent) nutzen dafür ein Auto. Nur rund ein Drittel aller Wertstoffhofbesucher verbindet die Fahrt zum Wertstoffhof mit anderen Erledigungen wie zum Beispiel Einkaufsfahrten oder Arztbesuchen. Die Studie erfüllt sämtliche wissenschaftliche Anforderungen. Die Fehlerquote, die sich durch die Hochrechnung der Ergebnisse ergeben könnte, liegt bei weniger als drei Prozent.

Mitteilung vom 13.11.2018

Fahrgast-Offensive 2019: Deutlich verbessertes Angebot im Nahverkehr

Der ÖPNV im Ostallgäu wird aufgewertet: Ab Mitte 2019 gibt es für Jahreskarten-Inhaber, Schüler*innen und Senioren deutlich verbesserte Tarifangebote.

Landrätin Maria Rita Zinnecker erwartet sich von der Fahrgast-Offensive 2019 eine bessere Nutzung der Jahreskarten.

Landrätin Maria Rita Zinnecker erwartet sich von der Fahrgast-Offensive 2019 eine bessere Nutzung der Jahreskarten.

„Der Landkreis Ostallgäu startet gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen eine starke Offensive, die vielen Fahrgästen sehr zugutekommt. Das Angebot wird erheblich günstiger und attraktiver“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Der Öffentliche Nahverkehr im Landkreis wurde in den vergangenen Jahren zusammen mit der Ostallgäuer Verkehrsgesellschaft (OVG) kontinuierlich optimiert und das Fahrplanangebot wurde bedarfsgerecht permanent angepasst. Beispielsweise gibt es auf vielen Buslinien inzwischen von Montag bis Freitag nahezu einen Stundentakt. „Jedoch stagnierte die Zahl der Zeitkarten-Nutzer in den vergangenen Jahren leider“, sagt Zinnecker. Nun wurde das Angebot für die Dauernutzer überarbeitet, damit es attraktiver wird und besser genutzt wird.
  
Landrätin Zinnecker: „Unsere Fahrgast-Offensive setzt sich aus drei Teilen zusammen. Das Angebot wird attraktiver, günstiger und kommt so direkt beim Fahrgast an.“ Erstens werden Netzkarten eingeführt, welche die Jahreskarten deutlich wertvoller machen: Alle Monatskarten für Schüler*innen sind ab Mitte 2019 von Montag bis Freitag ab 9 Uhr im gesamten Buslinien-Netz des Ostallgäu streckenunabhängig gültig. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen können Schüler*innen ganztägig im gesamten Ostallgäu fahren – so lang, so oft und so viel sie wollen.

 
Zweitens werden die Umwelt-Abos aufgewertet: Bei Erwachsenen erhöhen sich die Freimonate auf sechs, somit erhalten sie eine Vergünstigung von zusätzlich 33 Prozent. Konkret heißt das: Zwölf Monate fahren, sechs Monate bezahlen. Bei Schülern und Auszubildenden erhöhen sich die Freimonate auf vier, sie sparen künftig weitere elf Prozent. Drittens profitieren auch die Senioren im Ostallgäu von der Fahrgast-Offensive: Alle ab 63 Jahren können sich für 50 Euro pro Monat eine Netzkarte kaufen und damit von Montag bis Freitag ab 9 Uhr im gesamten Ostallgäuer Buslinien-Netz fahren – am Samstag, Sonn- und Feiertag den ganzen Tag.
 
„Im Zuge unserer Fahrgast-Offensive senken wir die Preise für die Jahreskarten massiv und verbessern die Nutzungsmöglichkeiten für die Fahrgäste erheblich“, sagt Landrätin Zinnecker. Landkreis und Verkehrsunternehmen erwarten sich dadurch Steigerungen bei der Nutzung des Angebots und auch mehr Dauerfahrgäste. Zinnecker: „Und wenn die Auslastung der Busse steigt, hat dies sicher in der Folge auch positive Auswirkungen auf das Fahrplanangebot.“ Der Kreisentwicklungsausschuss beschloss in seiner jüngsten Sitzung die Fahrgast-Offensive einstimmig. Die Maßnahmen der Offensive werden in den Nahverkehrsplan einfließen.

Mitteilung vom 06.11.2018

Neuerungen beim Vertragsnaturschutzprogramm im Ostallgäu

Das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) schützt nicht nur die Kulturlandschaft, sondern kann auch der Rentabilitätssteigerung auf schwierigen Flächen dienen.

Der Schwangauer Landwirt Christian Christa und Janina Schaper vom Landratsamt Ostallgäu im Gespräch über Pflegemaßnahmen.

Der Schwangauer Landwirt Christian Christa und Janina Schaper vom Landratsamt Ostallgäu im Gespräch über Pflegemaßnahmen.

Einige Neuerungen machen das Programm jetzt noch attraktiver. Die Fördertöpfe wurden vom Freistaat gefüllt und demnächst beginnt die Antragstellung für den neuen Förderzeitraum 2019-2023. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Ostallgäu berät unverbindlich interessierte und teilnahmewillige Landwirte.
 
„Bichl“, „Boschen“ und „Bliamles“ gehören seit jeher zum Allgäu und sind dessen wertvollstes Gut. Doch die Bewirtschaftung steiler, nasser, magerer oder buckliger Flächen ist aufwendig und wenig rentabel. Nicht selten ist der kostenintensive Einsatz von Baggern, Drainagerohren und Düngern Mittel der Wahl, beim Versuch die Rentabilität der Flächen zu steigern. In vielen Fällen stellen diese Flächen aber gleichzeitig wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen dar und genießen gesetzlichen Schutz. Häufig ist nach einer Maßnahme zur Nutzflächenverbesserung ein wertvolles Biotop zerstört, das gewünschte Ertragsergebnis stellt sich jedoch trotzdem nicht ein. Eine andere Möglichkeit, die Rentabilität der Flächen effektiv und nachhaltig zu steigern, ist die Inanspruchnahme von geeigneten Förderungen, die der Freistaat Bayern extra hierfür zur Verfügung stellt: Den Erschwernisausgleich und das bayerische Vertragsnaturschutzprogramm. Denn gerade wirtschaftlich eher uninteressante Flächen haben  oftmals einen ausgesprochen hohen gesellschaftlichen und ökologischen Wert. Entscheidet sich ein Landwirt für eine Form der Bewirtschaftung, die den dort vorkommenden Arten zugutekommt, können sowohl er als auch die Natur davon profitieren.
 
Oft kann für solche Flächen ein VNP-Vertrag abgeschlossen werden, ohne dass an der Bewirtschaftung überhaupt etwas geändert werden muss. Viele Landwirte haben noch ihre Blumenwiese, die ohnehin schon immer spät gemäht, extensiv beweidet und nicht oder kaum gedüngt wird. Gleiches gilt für Flächen, die weit weg von der Hofstelle liegen, schattig und wenig ertragreich sind. Warum also nicht für diese Flächen einen Vertrag im Rahmen des VNP abschließen? So ergibt sich aus der Bereitschaft zur Erhaltung unserer bäuerlichen Kulturlandschaft eine zusätzliche Einkommensmöglichkeit. Interessant kann das Programm auch für Pferde-, Ziegen- oder Schafhalter mit einer landwirtschaftlichen Betriebsnummer sein. Seit kurzen wartet das Vertragsnaturschutzprogramm mit einigen Neuerungen auf, die den Abschluss der Verträge und die Verwaltung der Flächen noch leichter gestalten:

 

  • Das Ausfüllen und Übertragen des Bewertungsblatts wurde vereinfacht.
  • VNP ist mit der KULAP-Maßnahme B10 kombinierbar.
  • Nach Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde ist die Mahd von Problempflanzen auf der Fläche vor dem vereinbarten Schnittzeitpunkt möglich.
  • Nach Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde ist eine Einzelpflanzenbekämpfung mit chemischen Pflanzenschutzmitteln auf VNP-Flächen (außerhalb von Biotopen) möglich.
  • Bei einem Flächenabgang an einen anderen Bewirtschafter während des Förderzeitraums werden keine Rückforderungen erhoben, auch wenn der neue Bewirtschafter das Programm nicht weiterführt.

 

Sollten sich Landwirte für das Vertragsnaturschutzprogramm interessieren, werden sie gebeten, direkt Kontakt mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Ostallgäu unter Tel. 08342 911-365 aufzunehmen. Die Antragstellung für den Förderzeitraum 2019-2023 beginnt Anfang Januar 2019.

Mitteilung vom 06.11.2018

Biodiversität stärken: Maßnahmen von Landwirten sind gefragt

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren und der Landkreis Ostallgäu wollen mit Ostallgäuer Landwirten Ideen entwickeln.

Bei einem gemeinsamen Runden Tisch sollen Möglichkeiten gefunden werden, wie die Artenvielfalt auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gesteigert werden kann. „Ich hoffe, möglichst viele beteiligen sich an der Diskussion, denn nur so können wir zielgerichtet nach Möglichkeiten der Unterstützung suchen und damit die richtigen Weichen stellen“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Biodiversität und Artenvielfalt sind Schlagworte, die nicht erst in den vergangenen Monaten in der gesellschaftlichen Diskussion an Bedeutung gewonnen haben. Letztlich steht die biologische Vielfalt in enger Wechselwirkung mit der Landbewirtschaftung. Verstärkt durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft sind auch Auswirkungen auf die Artenvielfalt von Flora und Fauna im Ostallgäu verbunden. Doch gibt es nicht auch Möglichkeiten für mehr Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen – ohne auf die wirtschaftliche Nutzung zu verzichten?

 
Dieser Frage und vor allem nach möglichen Maßnahmen, die Landwirte für mehr Biodiversität erbringen könnten, möchten die Teilnehmer des „Runden Tischs Landwirtschaft“ nachgehen.
 
Was könn(t)en Landwirte konkret für mehr Artenvielfalt auf ihren Flächen tun?
 
Bereits im Vorfeld des „Runden Tischs Landwirtschaft“ können Ideen und Vorschläge eingereicht werden, die dann zur Diskussion gestellt werden. Am „Runden Tisch Landwirtschaft“ teilnehmen können landwirtschaftliche Betriebe aus dem Ostallgäu unabhängig davon, ob sie ihre Erzeugnisse konventionell oder nach bestimmten Richtlinien (beispielsweise Bioland) herstellen.
 
Anmeldungen, Ideen und Vorschläge können über das Regionalmanagement des Landkreises Ostallgäu bei Ansprechpartnerin Carolin Schaber (Telefon: 08342 911-353 oder E-Mail: carolin.schaber(at)lra-oal.bayern.de) eingereicht werden.

Mitteilung vom 30.10.2018

Landrätin lädt Ehrenamtliche der Ostallgäuer Asylkreise zu Kinoabend ein

Der Kinoabend für die ehrenamtlichen Helfer*innen der Asylkreise im Ostallgäu fand bereits zum dritten Mal statt.

Landrätin Maria Rita Zinnecker begrüßte die Ehrenamtlichen zum Kinoabend.

Landrätin Maria Rita Zinnecker begrüßte die Ehrenamtlichen zum Kinoabend.

Die atemberaubenden Naturaufnahmen und die Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem Buben und einem jungen Adler („Wie Brüder im Wind“) ließen die Ehrenamtlichen in der Filmburg Marktoberdorf staunen und für einen kurzen Moment den Alltag vergessen. 70 Ehrenamtliche waren der Einladung der Landrätin ins Kino gefolgt – tatsächlich aktiv sind jedoch weitaus mehr Menschen. In mehr als 20 Helferkreisen im Landkreis tragen die ehrenamtlichen Asylhelfer jeden Tag zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe Integration bei.
 
„Wertvolle Hilfe für beide Seiten“
 
„Als Sprachrohr zwischen den offiziellen Stellen und dem einzelnen Menschen fungieren sie jeden Tag aufs Neue und leisten damit wertvolle Hilfe für beide Seiten“, bedankte sich Zinnecker in ihrer Begrüßungsrede. Nach dem Film konnten sich alle Gäste an einem Buffet stärken. Diese Gelegenheit wurde genutzt, um andere Ehrenamtliche aus dem Landkreis kennenzulernen und in gegenseitigen Austausch zu treten. Auch Zinnecker nahm die Chance wahr, um mit den Ehrenamtlichen ins persönliche Gespräch zu kommen.
 
Hilfsbereitschaft hält an
 
Über das anhaltende Engagement und die rege Teilnahme freuten sich auch Isabel Costian und Christina Panje vom Team Ehrenamt Asyl im Landratsamt. Sie sind erste Ansprechpartner in allen Fragen rund um das ehrenamtliche Engagement im Asylbereich und Integration. Durch den persönlichen Kontakt und die rege Präsenz wissen die Freiwilligen, dass sie jederzeit einen Ansprechpartner haben.

Mitteilung vom

Innovation und Technik: der „Inno Truck“ in Füssen

Das Ausstellungsfahrzeug zeigt mit Experimentierstationen und digitalen Medien, wie Technik und Innovation unser Leben gestalten.

Der InnoTruck im Pausenhof des Gymnasiums Füssen. Bild: Landratsamt Ostallgäu

Der „InnoTruck“ hat vor kurzem zwei Tage Station in Füssen gemacht. An dem Programm, organisiert von der Bildungsregion Ostallgäu, haben alle weiterführenden Schulen in Füssen teilgenommen. Lehrkräfte, Kinder und Jugendliche waren vom „InnoTruck“ begeistert.
 
Wie sieht Kaffeepulver unter einen Rasterelektronenmikroskop aus? Was passiert bei der Elektrolyse? Welche Ausbildungsmöglichkeiten und Studiengänge gibt es für technisch interessierte Schülerinnen und Schüler? Das sind nur ein paar der MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), mit denen sich Kinder und Jugendliche bei einem Besuch des Ausstellungsfahrzeugs InnoTruck mit Multimediamitteln und eigenen Experimentierstationen beschäftigten.
 
„Aha-Effekt“ bei allen
 
Die wissenschaftlichen Projektbegleiter des Trucks, Biologe Dr. Dominik Klinkenbuß und Chemiker René Nowak, führten die Schülerinnen und Schüler durch die Ausstellung. An dem Programm nahmen das Sonderpädagogische Förderzentrum, die Mittelschule, die Realschule und das Gymnasium in Füssen teil. Die Schulleitungen und die begleitenden Lehrkräfte zogen ein positives Fazit. Der InnoTruck hat großes Interesse und viel Wissbegierde für Technik und Innovation bei den Schülerinnen und Schülern geweckt, was auch Dr. Klinkenbuß und Herr Nowak bestätigten, die nach den Führungen noch viele Fragen beantworten mussten.
 
Am zweiten Tag in Füssen war auch Gelegenheit für die Öffentlichkeit, sich den „InnoTruck“ anzusehen. Der „Aha-Effekt“ zu den oben genannten Fragen stellte sich dabei nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei den erwachsenen Besuchern ein.  Der „InnoTruck“ war am vorangegangenen Montag und Dienstag in Kaufbeuren im Innova-Park. Die „InnoWoche“ wurde vom Bildungsbüro Kaufbeuren in Zusammenarbeit mit der Bildungskoordination des Landkreises Ostallgäu im Rahmen des Bildungsschwerpunkts „MINT-Förderung“ organisiert.