Aktuelles

Mitteilung vom 10.12.2019

Als erster Landkreis in Bayern: Ostallgäu präsentiert Klimaanpassungskonzept

Als erster Landkreis in Bayern stellt das Ostallgäu ein Konzept zur Anpassung an die Folgen der Klimakatastrophe vor.

Landrätin Maria Rita Zinnecker erhält bei der Vorstellung des Klimaanpassungskonzeptes für das Ostallgäu das erste gedruckte Exemplar von den Referenten des begleitenden Büros GreenAdapt überreicht. (v.l. Carsten Walther, Gregor Weyer, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Dr. Fritz Reusswig)

Ziel ist es, Schäden durch den Klimawandel vorzubeugen und nach Möglichkeit die lokalen Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen zu sichern. Unterstützt wurde der Landkreis dabei vom Bayerischen Landesamt für Umwelt. „Klimaschutz hat nach wie vor höchste Priorität für uns. Aber auch die Anpassung an die bereits unvermeidbaren Änderungen des Klimas ist absolut notwendig, wenn wir auch künftig gut und sicher hier leben wollen“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.

Die Voraussagen sind alarmierend: Die auf den Landkreis heruntergebrochenen Projektionen lassen einen Temperaturanstieg um mehr als fünf Grad bis zum Ende des Jahrhunderts erwarten. „Dann herrschen bei uns Bedingungen wie sie hier seit Beginn der Menschheit noch nie geherrscht haben“, sagt Zinnecker. Das führe zu mehr trockenen Sommern und Hitzeereignissen, geringerer Grundwas-serneubildung, weniger Schnee, höheren Gesundheitsrisiken, größerer Waldbrandgefahr, Verschie-bung von Lebensräumen von Tieren und Pflanzen sowie mehr und stärkeren Extremwetterereignis-sen. Die klimatischen Veränderungen stellen Menschen, Tiere und Pflanzen sowie die Infrastruktur vor enorme Herausforderungen. Konkrete Beispiele für Veränderungen sind die Verbreitung fremder und möglicherweise auch schädlicher Arten und Krankheiten, der Verlust von Lebensraum für spezialisier-te Arten, die rapide steigende Wahrscheinlichkeit für Borkenkäfer-Massenvermehrung oder die Was-serknappheit und daraus resultierende Nutzungskonflikte. Auch ist absehbar, dass durch die klimati-schen Veränderungen in südlichen Ländern die Klimamigration ein brisantes Thema werden wird.

Auf Basis der erwarteten Klimawirkungen wurden im Ostallgäuer Klimaanpassungskonzept nun 48 Maßnahmenvorschläge in elf Handlungsfeldern definiert, die die Bayerische Klimaanpassungsstrategie gezielt ergänzen. So zum Beispiel der Aufbau eines zweiten Standbeins für Trinkwasserversorger, die Unterstützung der wirtschaftlichen Diversifizierung für bäuerliche Kleinbetriebe, die Stärkung von Biotopverbünden zur Vernetzung von Lebensräumen oder die Information zu Gesundheitsgefahren, Vermittlung von richtigem Verhalten bei Extremwetter, baulichen Vorkehrungen oder Risikominimie-rung für Unternehmen. Zinnecker: „Wir sind mit dem Konzept am Puls der Zeit und beweisen mit unserer Arbeit ein vorausschauendes Gespür für die Entwicklungen. Erst recht wenn man sieht, dass jetzt beim UNO-Klimagipfel in Madrid auch die Klimaanpassung auf der Agenda steht. Gleich konkret mit der Umsetzung begonnen werden soll beispielsweise mit der Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Klimaanpassung, der Unterstützung der Trinkwasserversorger bei der Bildung von Verbünden und der Verankerung der Klimaanpassung in der Bauleitplanung und in Gewerbegebieten im Landkreis. „Mit dem Konzept denken und planen wir generationenübergreifend. Die Anpassungsstrategien sind vo-rausschauend, damit unsere Kinder eine lebenswerte Zukunft haben“, sagt Zinnecker.

Mitteilung vom 10.12.2019

Notrufstelle bei sexueller Gewalt: Fortbildung für Fachkräfte der Schulen

Die Notrufstelle bei sexueller Gewalt hat 63 Fachkräfte aus Schulen im Landratsamt über sexuellen Missbrauch an Schulen und den Umgang damit informiert.

Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist leider gesellschaftliche Realität. Nach aktuellen sta-tistischen Erhebungen befinden sich in jeder Schulklasse zwei bis drei Kinder, die von Missbrauch be-troffen sind oder waren. Gerade für diese Kinder ist Schule oft ein Schutzraum, Lehrer*innen sind konstante und berechenbare Bezugspersonen. Sie sind sehr oft die einzigen vertrauensvollen An-sprechpartner für betroffene Kinder. Für die Beraterinnen der Notrufstelle für Opfer sexueller Gewalt ist es daher ein Anliegen, den Lehrer*innen sowie den Jugendsozialarbeitern an Schulen zu helfen, kompetent zu handeln, wenn ihnen sexuelle Übergriffe bekannt werden oder es einen konkreten Miss-brauchsverdacht gibt.

Bedarf hat enorm zugenommen

In der Informationsveranstaltung für alle Fachkräfte an Schulen, die nun im Landratsamt in Markto-berdorf stattfand, wollten sie Lehrer*innen Gelegenheit geben, sich über Ausmaß und Formen sexuel-ler Gewalt an Kindern, mögliche Symptome und Hilfsmaßnahmen zu informieren. Es wurden unter anderem folgende Fragen und Themen besprochen: Wie sind Verdachtsmomente einzuordnen? Wie kann es überhaupt zu sexueller Gewalt kommen? Wer sind „die Täter“? Wer sind „die Opfer“? Wie lässt sich ein möglicherweise von sexueller Gewalt betroffenes Kind erkennen? Was braucht ein be-troffenes Kind, das sich – oft auf sehr subtile Weise – an sie wendet? Besteht Anzeigenpflicht? Wer hilft weiter?

Seit Mai 2002 berät und begleitet die Notruf- und Beratungsstelle für Opfer sexueller Gewalt im Land-kreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren Kinder, Jugendliche und Frauen, die von sexuellen Gewalt-übergriffen betroffen sind. Seitdem hat der Bedarf nach dieser Hilfe enorm zugenommen. Inzwischen erreichen auch immer mehr Anfragen nach Informationsveranstaltungen für Fachkräfte die Notrufstel-le. Die Informationsveranstaltungen werden organisiert von der Gleichstellungsstelle des Landkreises Ostallgäu.

Informationen gibt es bei der Notrufstelle für Opfer sexueller Gewalt, Tel. 08341 9080-313, notrufstel-le.kaufbeuren(at)skf-augsburg.de oder bei der Gleichstellungsstelle des Landkreises Ostallgäu: Tel. 08342 911-287; per E-Mail: gleich-stellungsstelle(at)lra-oal.bayern.de 

Mitteilung vom 09.12.2019

Frostige Zeiten: Tipps für die Biotonne im Winter

Bei winterlichen Temperaturen frieren organische Abfälle oftmals in der Biotonne fest. Die Leerung ist dann behindert oder unmöglich.

Das Landratsamt gibt Tipps, wie Bioabfälle auch nach frostigen Nächten problemlos aus der Tonne rutschen. Abfälle aus Küche und Garten entsorgen die meisten Ostallgäuer Haushalte über ihre Biotonne. Damit diese auch bei Temperaturen unter null Grad geleert werden kann, empfiehlt das Landratsamt, die Tonne an einem frostfreien Ort wie Garage oder Keller unterzubringen. Auch sollte der Biomüll nicht schon am Vorabend, sondern erst am Abholtag kurz vor sechs Uhr morgens zum Straßenrand gebracht werden.

Außerdem haben sich folgende Maßnahmen bewährt:

•    Organische Abfälle möglichst trocken in die braune Tonne geben.
•    Die Biotonne mit zusammengeknülltem Zeitungspapier oder Eierkartons auslegen.
•    Bioabfälle in mehrere Lagen Zeitungspapier einwickeln.
•    Biomüll nicht in die Tonne hineindrücken.

Ist der Abfall doch einmal festgefroren, kann man ihn mit einem stumpfen Gegenstand (Stiel oder Stecken) vorsichtig von der Tonnenwand lösen. Dabei nicht gegen die Tonne schlagen, da der Kunststoff bei großer Kälte spröde wird und der Behälter brechen kann.

Mitteilung vom 06.12.2019

Kreisstraße OAL 2: Ab 10. Dezember freie Fahrt durch Pfronten

Die Ortsdurchfahrt von Pfronten in der Meilinger Straße ist ab Dienstag, 10. Dezember, wieder für den Verkehr freigegeben.

„Ich bedanke mich im Namen des Landkreises bei den Pfrontenern, dass sie Verständnis für die Unannehmlichkeiten aufgebracht haben, die während einer solchen Baustelle entstehen“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Die Asphaltbauarbeiten im aktuellen Bauabschnitt wurden noch vor dem Winter abgeschlossen. Nun werden noch die Banketten zur Sicherung der Fahrbahnränder hergestellt, bevor im Laufe des 10. Dezember der Verkehr wieder freigegeben wird.

Erneuert und erweitert

Seit April dieses Jahres erneuerte der Landkreis Ostallgäu die Meilinger Straße von der Einmündung an der Allgäuer Straße bis auf Höhe V-Markt einschließlich der Faulen Ach Brücke und der Flutmul-denbrücke sowie die Einmündung zum Achweg. Die Gemeinde Pfronten setzte in diesem Zug die ört-liche Wasserversorgung, Gehwege, die Achwegbrücke sowie den Achweg bis zur Römerbrücke instand. Zudem investierte die Gemeinde Pfronten in den Hochwasserschutz, in vier neue Fußgänger-querungsstellen und in den Ausbau der Breitbandversorgung. Eine Vielzahl an vorhandenen Versor-gungsleitungen im Untergrund der Straßen musste durch die verschiedenen Versorgungsunternehmen ebenfalls erneuert, erweitert oder auf Grund planerischer Anpassungen umgelegt werden.

Da noch abschließende Restarbeiten in den Randbereichen erfolgen, ist auf der Strecke noch bis zum 20. Dezember mit vereinzelten Behinderungen zu rechnen. Im nächsten Frühjahr werden die Bauma-schinen nochmals anrollen, um den letzten Bauabschnitt an der Kreisstraße OAL 2 ab dem V-Markt bis zum Lenzenmühleweg zu erneuern. Ebenso werden dann noch nicht erfolgte Arbeiten in Randbe-reichen außerhalb der Fahrbahn fertig gestellt.

Mitteilung vom 05.12.2019

Alles unter einem Dach: Verjüngungskur für Wertstoffhof in Buchloe

Der Wertstoffhof an der Eschenlohstraße in Buchloe hat in den vergangenen Monaten eine umfangreiche Verjüngungskur erhalten.

Landrätin Maria Rita Zinnecker besuchte gemeinsam mit Bürgermeister Josef Schweinberger nun das umgebaute Areal.

Herzstück ist eine neue Anlieferungshalle für unterschiedlichste Wertstoffe. Sie ersetzt den alten Rundstützenbau, der aus statischen Gründen abgerissen werden musste. Die neue Halle bietet viele Vorteile: Übersichtlich aufgereiht stehen nun fast alle Container unter Dach und können trockenen Fußes befüllt werden. Die hohe Holzkonstruktion lässt viel Tageslicht in den Anlieferungsbereich. Dies bietet viel Sicherheit auf den Podesttreppen, die zu den Containern führen. Mehrere Wertstoff-Container wurden von draußen in die neue Halle verlagert. Dies bot die Chance, auch den Autoverkehr neu zu organisieren: Getrennte Zu- und Abfahrten sorgen nun dafür, dass Bürge-rinnen und Bürger ihre Wertstoffe zügig und sicher anliefern können. Für Gartenabfälle gibt es sogar eine extra An- und Abfahrtsstraße. Diese Maßnahme wird besonders in den Sommermonaten den Besucherverkehr auf dem Wertstoffhofgelände deutlich entlasten. Außerdem gibt es zehn zusätzliche Parkplätze.

Bauzeit und Kosten im Plan

Die geplante Bausumme von rund 600.000 Euro wurde eingehalten. Auch zeitlich verlief alles nach Plan. Landrätin Zinnecker zeigte sich mit der „Punktlandung“ am Wertstoffhof Buchloe hochzufrie-den. Als eine der meist frequentierten Abfall-Sammelstellen im Landkreis verdiene der Buchloer Wertstoffhof ein hohes Maß an Komfort und Sicherheit. Sie lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Buchloer Architekturbüro Mayr allen am Umbau beteiligten Firmen. Auch die Ab-stimmung mit der Stadt Buchloe verlief laut Landrätin stets reibungslos. Bürgermeister Schwein-berger zollte allen Beteiligten ebenfalls große Anerkennung. Besonders die Mitarbeiter der Firma REWA, die im Auftrag der Stadt Buchloe den Wertstoffhof betreibt, hätten Höchstleistungen erbracht. Während der rund siebenmonatigen Bauzeit wurde das Entsorgungsangebot komplett auf-rechterhalten.

Mitteilung vom 03.12.2019

Broschüre mit sparsamen Haushaltsgeräten ab sofort erhältlich

Wer ein neues Haushaltsgeräts kaufen will, sollte vorher in die neue Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte“ blicken.

Sie ist ab sofort in allen Ostallgäuer Gemeindeverwaltungen sowie als Download unter www.klimaschutz-ostallgaeu.de erhältlich.

Der Haushaltsgeräte-Markt ist in Bezug auf Modelle und Preisklassen sehr vielfältig: Derzeit werden im Handel etwa 4400 verschiedene Kühl- und Gefriergeräte, 1000 Waschmaschinen, 1900 Spülma-schinen, 500 Wäschetrockner und 80 Waschtrockner angeboten. Die Broschüre soll Verbraucher*innen zeigen, welche der Geräte in Wasser- und Stromverbrauch auch wirklich sparsam sind. Außerdem zeigt sie, dass die Verbrauchsunterschiede zwischen den Geräten über einen Zeitraum von 15 Jahren Hunderte Euro an Mehrkosten verursachen können. 100 Kilowattstunden jährlicher Mehrverbrauch bei Kühl- und Gefriergeräten kosten über die Lebensdauer beispielsweise etwa 400 Euro zusätzlich.

Preis statt Verbrauchsdaten im Vordergrund

Die Broschüre gibt konkrete Kauftipps, welche Geräte den Geldbeutel und das Klima schonen und erleichtert den Verbrauchern damit die Kaufentscheidung. In den Kategorien „besonders sparsame Geräte“ und „sparsame Geräte“ aufgeführte Modelle sparen langfristig wesentlich mehr Strom- und Wasserkosten ein, als sie in der Anschaffung teurer waren. Bei vielen steht bei einer Neuanschaffung der Preis im Vordergrund anstatt der Verbrauchsdaten. Man sollte jedoch bedenken, dass der Blick auf den Verbrauch oft sogar viel Geld einspart.

Die Broschüre wird vom Büro Ö-quadrat GmbH aus Freiburg herausgegeben, welches unter anderem vom Bund der Energieverbraucher gefördert wird.

Mitteilung vom 25.11.2019

Landrätin Zinnecker besucht iwis smart connect in Rieden am Forggensee

„Die Firma ist ein Glücksfall für das gesamte Ostallgäu. Ich bewundere die enorme Innovationskraft dieses klassischen hidden champions. Darauf sind wir stolz“,...

Die ehemalige Unimet GmbH wurde bereits im Mai 2018 gemeinsam mit weiteren Werken der damaligen Unimet Group von der iwis-Holding aus München übernommen. Seitdem steht die ohnehin bereits beeindruckende Entwicklung des Standorts weiterhin auf Wachstum. Das Unternehmen beschäftigt vor Ort etwa 370 Mitarbeiter und fühlt sich nach Angaben der Unternehmensführung am Standort Rieden am Forggensee sehr wohl. „Wir fühlen uns vor Ort äußerst willkommen und möchten uns hier gerne weiterentwickeln“, betonte Dr. Peter Kreisfeld, CEO der der iwis smart connect GmbH. Zinnecker und Streif sicherten hier die Unterstützung seitens des Landkreises und der Gemeinde zu und zeigten sich äußerst erfreut, dass die iwis-Holding künftig auch die Immobiliengesellschaft der Firmengruppe an den Standort Rieden verlegen werde.

Zinnecker zeigte sich beeindruckt von dem Spezialisierungsgrad des Werkes, das in seinem Bereich nach eigenen Angaben zur Weltspitze gehört. „Mit unserem ausgeprägten Know-how und Experten-wissen auf dem Gebiet der hochpräzisen Blech-, Stanz und Biegetechnik, insbesondere der elektrischen Verbindungstechnik, bedienen wir Kunden weltweit mit unseren Bauteilen und hybriden Systemen“, erklärte Geschäftsführer Andreas Wagner. Die Landrätin warf einen ausgiebigen Blick hinter die Kulissen der Firma und lobte deren fortschrittlichen Geist und das Bekenntnis zum Standort Ostallgäu. Zum Abschluss übergab sie an beide Geschäftsführer zahlreiche Informationen rund um das Botschafter-Netzwerk des Landkreises in der Hoffnung, dass Kreisfeld und Wagner diesem beitreten und auf ihren Geschäftsreisen für das Ostallgäu als Top-Wirtschaftsstandort werben.

Mitteilung vom 19.11.2019

Landrätin erkundet Markt Obergünzburg auf dem E-Bike

Bei einer Radltour auf dem E-Bike hat Bürgermeister Lars Leveringhaus Landrätin Maria Rita Zinnecker den Markt Obergünzburg vorgestellt.

Generationsübergreifend mit einem Stopp bei Kindern und Senioren machte sich Landrätin Zinnecker ein Bild vom vielfältigen Angebot der viertgrößten Gemeinde im Ostallgäu. Erste Station mit dem Elektrofahrrad war der Waldkindergarten „Die Waldschnecken“. Seit dem vergangenen Jahr werden Kinder im gemeindeeigenen Wald oberhalb des Freibades Hagenmoos betreut. Bürgermeister Lars Leveringhaus unterstrich die Wichtigkeit einer naturpädagogischen Einrichtung in der Gemeinde. Landrätin Zinnecker ergänzte: „Kinder gewinnen somit eine positive Einstellung zur Natur und ihr Immunsystem wird gestärkt.“ Das Angebot wird gut angenommen: Derzeit sind alle Plätze belegt. Zudem habe der Waldkindergarten kein Problem, Personal zu finden, sagte Leiterin Siglinde Hollerbach. Mit einem Lied verabschiedeten die Kinder Bürgermeister und Landrätin.

Der nächste Ortstermin führte zur neuen Produktions- und Lagerhalle der Schmid GmbH Kunststofftechnik, die Martina Endres, Prokuristin und Tochter des Inhabers Josef Schmid, bei einer Führung zeigte. Seit 40 Jahren liegt der Schwerpunkt des Familienbetriebs in der Fertigung von Spritzteilen aus Thermoplasten, die etwa in Kindersitzen und in der Rehabilitations- und Elektrotechnik zum Einsatz kommen. Aufgrund Platzmangels in der bisherigen Produktionsstätte begann Schmid 2018 im Gewerbegebiet Riedfeld neue Hallen zu errichten.

Obergünzburger Senioren sind aktiv


Beim Monatstreffen der Aktiv-Senioren im AKKU-Treff überzeugte sich Landrätin Zinnecker vom vorbildlichen Engagement und dem großen Zusammenhalt der Gruppe. „Sie machen Obergünzburg lebenswert. Ihr Einsatz ist Gold wert und gleichzeitig unbezahlbar“, lobte Zinnecker die Aktiv-Senioren, die seit 53 Jahren bestehen. Die Rentner pflegen unter anderem die öffentlichen Grünanlagen, reparieren Ruhebänke und sorgen für die Instandhaltung der Wanderroute „Dillinger Weg“. Sprecher Harald John betonte, dass jedes der 18 Mitglieder sich mit seiner Kompetenz für das Gemeinwohl gerne einbringe. Den Aktiv-Senioren gehe es um Gemeinschaft und Geselligkeit.

Mitteilung vom 19.11.2019

„Globaler Filmherbst im Süden“ in der Filmburg Marktoberdorf

Am Samstag, 23. November 2019, findet die Veranstaltungsreihe „Globaler Filmherbst im Süden“ ihren Weg nach Marktoberdorf.

Die Stelle Ehrenamt Asyl lädt zum kostenlosen Kinobesuch in die Filmburg Marktoberdorf ein. Beim „Globalen Filmherbst im Süden“ werden aktuelle Filme gezeigt, die zur kritischen Auseinander-setzung mit globalen Fragestellungen und zum Engagement für eine nachhaltige Entwicklung ermuti-gen. Die Filme werden von den Filmemachenden vorgestellt und bieten spannende Einblicke in ver-schiedene Lebenswelten. Die beiden Organisatorinnen Isabel Costian (Ehrenamtskoordinatorin Asyl) und Julia Jäkel (Integrationslotsin) vom Landratsamt Ostallgäu freuen sich, dass der Landkreis „Teil dieser tollen Aktion“ sein darf.

Am Samstag, 23. November, wird ab 19.30 Uhr der Film „Bamboo Stories“ gezeigt – ein Dokumentar-film über das in Bangladesch unverzichtbare Baumaterial und Exportgut Bambus. Mit atemberauben-den Aufnahmen führt Filmemacher Shaheen Dill-Riaz die Zuschauerinnen und Zuschauer ein in die raue Welt einer Handvoll Männer, die seit Generationen Bambus fällen und das Holz mit riesigen Flö-ßen zu den Großhändlern in der Hauptstadt Dhaka bringen. Die Fahrt über 300 Kilometer mit 25.000 Baumstämmen dauert über einen Monat und ist voller Gefahren. Eine erschöpfende Arbeit, die nötig ist um das Überleben ihrer Familien zu sichern.

Regisseur stellt Film persönlich vor

Der Regisseur Shaheen Dill-Riaz ist bereits für weitere beeindruckende Filme dieser Art bekannt, wie beispielsweise „Korankinder“ und „Eisenfresser“. Er wird an diesem Abend in der Filmburg anwesend sein, den Film vorstellen und für anschließende Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen. Ein-lass ist um 19 Uhr, der Film wird um 19.30 Uhr beginnen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Weitere Informationen gibt es bei der Stelle Ehrenamt Asyl: Isabel Costian, Ehrenamtskoordinatorin und Julia Jäkel, Integrationslotsin, Telefon 08342 911-510 u. -194, ehrenamt-asyl@lra-oal.bayern.de, www.ehrenamt-ostallgaeu.de/asyl

Mitteilung vom 08.11.2019

Familienbildungsnetzwerk: „Sieben Sicherheiten, die Kinder brauchen“

Rund 90 Fachleute haben am dritten gemeinsamen Familienbildungsnetzwerk des Landkreises Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren in Marktoberdorf teilgenommen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Vortrag „Die sieben Sicherheiten, die Kinder brauchen". Elke Schad von der Abteilung „Familienstützpunkt & Gleichstellung Kaufbeuren“ und Isabel Costian von der Familienbildungsstelle Ostallgäu begrüßten zahlreiche Fachkräfte aus der ganzen Region. Nach der Eröffnung durch die Jugendamtsleiter Petra Mayer und Alfred Riermeier wurde über den aktuellen Stand der gemeinsamen Familienbildungslandschaft informiert und auf verschiedene Angebote aufmerksam gemacht.
 
„Sprache“ der Kinder verstehen
 
Danach übernahm der Referent Jürgen Landa (Dipl.-Pädagoge) mit seinem Vortrag „Die sieben Sicherheiten, die Kinder brauchen". Darin stellte er das Modell der Evolutionspädagogik vor. Dieses kann Eltern, Lehrern und Erziehern helfen, das Verhalten und die „Sprache" von Kindern grundsätzlicher und tiefer zu verstehen. Kindliche Verhaltensauffälligkeiten, Lernschwierigkeiten und Schulprobleme sind Botschaften. Kinder teilten dadurch etwas mit und es liege am Gegenüber, ihre Sprache verstehen zu lernen, so Landa. Mit Schautafeln und praktischen Beispielen erläuterte Landa die sieben Stufen der Evolutionspädagogik und stieß dabei auf große Zustimmung bei seiner Zuhörerschaft. Die Teilnehmer*innen nahmen viele Anregungen für ihren Alltag mit.
 
Weitere Informationen erhalten Sie bei Isabel Costian, Familienbildungsstelle Ostallgäu, E-Mail: familienbildung(at)lra-oal.bayern.de, Telefon: 08342 911-510 und im Familienportal unter www.familie-ostallgaeu.de.

Mitteilung vom 04.11.2019

Gewinner des Wiese x 16-Fotowettbewerbs ausgezeichnet

Die Gewinner*innen erhielten Pflanzen- und Samengutscheine im Wert von 100 Euro, 75 Euro und 50 Euro.

V. l.: Ingrid Völker (Naturgartenplanerin von Wiese x 16), Anne Berkmüller (Umweltpädagogin von Wiese x 16), Eva Stangler (Fachkraft Naturschutz und Landespflege am Landratsamt), Ramona Riederer, Georg Guggemos, Emilia Theele, Anja Schäfer, Sabine Mändler, Georg Immerz (alle Gewinner), Landrätin Maria Rita Zinnecker und Andreas Zasche (Leiter Naturschutz und Landespflege am Landratsamt). Bildrechte: Landkreis Ostallgäu

V. l.: Ingrid Völker (Naturgartenplanerin von Wiese x 16), Anne Berkmüller (Umweltpädagogin von Wiese x 16), Eva Stangler (Fachkraft Naturschutz und Landespflege am Landratsamt), Ramona Riederer, Georg Guggemos, Emilia Theele, Anja Schäfer, Sabine Mändler, Georg Immerz (alle Gewinner), Landrätin Maria Rita Zinnecker und Andreas Zasche (Leiter Naturschutz und Landespflege am Landratsamt). Bildrechte: Landkreis Ostallgäu

Gewonnen haben:

 

  • 1) Kategorie "Schätze am Wegesrand"
    1. Platz: Blaulicht, Cornelia Nagel; 2. Platz: Goldener Moment am Wegesrand, Ramona Riederer; 3. Platz: Da staunst du!, Wolfgang Möhrer
  • 2) Kategorie "Kinder auf Entdeckungstour"
    1. Platz: Urwald der Ameisen, Emilia Theele; 2. Platz: Im Sumpfdotter-Blumenmeer, Sabine Mändler; 3. Platz: Osternest gefunden, Georg Immerz
  • 3) Kategorie "Tierische Bewohner der Blumenwiese"
    1. Platz: Natterwurz-Perlmutterfalter, Hochzeit und Puppe, Sabine Mändler; 2. Platz: Bambi im Sommerregen, Georg Immerz; 3. Platz: Biene im Wildblumenfeld, Anja Schäfer
  • 4) Kategorie "Naturnahes, öffentliches Grün"
    1.Platz Kirchenblumen, Georg Guggemos; 2. Platz: Wiese x 16 vor dem Grünen Zentrum 3, Christian Habel; 3. Platz: Wiese x 16 vor dem Grünen Zentrum, Christian Habel
       

„Die Freude am Entdecken merkt man allen 114 Fotos an, die bei uns angekommen sind“, sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker. In jeder Kategorie („Schätze am Wegesrand“, „Kinder auf Entdeckungstour“, „Tierische Bewohner der Blumenwiese“ und „Naturnahes, öffentliches Grün“) wurden die Fotos auf Herz und Nieren geprüft. Die Jury, bestehend aus Tobias Ott (Öffentlichkeitsarbeit des Landkreises), Anne Berkmüller (Umweltpädagogin des Projekts) sowie Andreas Zasche, Sarah Sagemann und Eva Stangler von der Unteren Naturschutzbehörde, hat es sich nicht leichtgemacht. Nicht nur die Fotoqualität, Bildkomposition, Licht und Perspektive, spielten dabei eine Rolle. Die Fotos mussten vor allem zur Kategorie passen und heimische Artenvielfalt abbilden. Alle Gewinner wurden zur Abschlussveranstaltung von Wiese x 16 eingeladen. Dort überreichte Landrätin Zinnecker den Fotograf*innen ihren Gewinn.

Mitteilung vom 04.11.2019

Projekt Wiese x 16 endet: Wo sind all die Blumen hin? Ins Ostallgäu

Der Landkreis Ostallgäu ist dank Wiese x 16 aufgeblüht. 19.000 Quadratmeter heimischer Blumenwiese sind so entstanden.

Blumenwiese in Lengenwang. Bildrechte: Landkreis Ostallgäu

Blumenwiese in Lengenwang. Bildrechte: Landkreis Ostallgäu

„Allen Beteiligten ist klar, dass wir uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen dürfen“, sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker bei der Abschlussveranstaltung des Leader-Projekts im Landratsamt. Durch die beeindruckende Multivisionsshow von Roland Günter wurden alle Beteiligten zum Weitermachen auch nach Projektende motiviert.
 
Seit Mai 2017 läuft das mit 35.000 Euro über Leader 2014 – 2020 geförderte Projekt Wiese x 16 zum Schutz heimischer Blumenwiesen und ihrer Bewohner. Bei der Abschlussveranstaltung mit allen Projektbeteiligten – vom Bauhof bis zum Gartenbauverein, von der Förderstelle zum Bürgermeister bis zu den Vertretern des Entscheidungsgremiums der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „bergaufland Ostallgäu e.V.“, das die Fördermittel für das Projekt befürwortet hat – wurde nach der Begrüßung von Landrätin Zinnecker ein Rückblick auf das Projekt gegeben. In den knapp zwei Jahren Laufzeit wurden 19.000 Quadratmeter an öffentlichen Grünflächen naturnah mit heimischem Regio-Saatgut angelegt. Außerdem wurden 3600 Stauden gepflanzt und 17.200 Frühjahrsblüher gesteckt. Im Rahmen von Wiese x 16 wurde neben der Umweltbildung, bei der um die 600 Schüler erreicht wurden, auch Öffentlichkeitsarbeit für die naturnahe Grünpflege geleistet. Nicht nur die Präsenz auf Veranstaltungen wie der Allgäuer Festwoche oder dem Schwäbischen Imkereitag, sondern auch die telefonischen Beratungen, die 30 Vorträge oder der Fotowettbewerb, haben viele Menschen im Ostallgäu zur Nachahmung auch im eigenen Garten animiert.
 
Multivisionsshow: Die Schönheit der heimischen Artenvielfalt
 
Ein großes Dankeschön ging auch an die Naturgartenplanerin des Projekts, Ingrid Völker, und Anne Berkmüller, Umweltpädagogin des Projekts. Ein Höhepunkt des Abends war die Multivisionsshow des Fotografen Roland Günter. Durch die Nahaufnahmen wird nicht nur die Schönheit der heimischen Artenvielfalt sichtbar, man taucht geradezu ein in die spannenden Verhaltensweisen. Allen Beteiligten wurde vor Augen geführt, dass die naturnahe Grünflächengestaltung mit heimischem Regio-Saatgut eine unglaubliche Artenvielfalt direkt vor unserer Haustüre schaffen kann.
 
Mit dieser Motivation, dem entstandenen Umweltnetzwerk und dem aus dem Projekt hervorgegangenen Handlungsleitfaden zur Anlage und Pflege naturnaher Grünflächen wird Wiese x 16 in den Modellgemeinden auch nach Förderende weitergeführt und auch bei weiteren Gemeinden umgesetzt werden. Landrätin Zinnecker ist sicher: „Wir haben mit Wiese x 16 Pionierarbeit geleistet und das Ostallgäu wird weiterblühen.“

Blauzungenkrankheit

Aktuelle Informationen rund um die Blauzungenkrankheit im Ostallgäu finden Sie hier.