Aktuelles

Mitteilung vom 30.11.2020

Impfzentrum für das Ostallgäu entsteht im Marktoberdorfer Norden

Der Standort für das Corona-Impfzentrum für den Landkreis Ostallgäu ist gefunden: Im Marktoberdorfer Norden wird eine Gewerbehalle umgebaut.

Nach intensiver Suche ist Landrätin Maria Rita Zinnecker froh, dass die Standortfrage nun geklärt ist: „Die umgebaute Halle bietet das beste Gesamtpaket für die uns gestellten Anforderungen und liegt zentral im Landkreis.“
 
Laut Bayerischem Gesundheitsministerium könnten in Bayern schon Mitte Dezember Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 zur Verfügung stehen. Die Landratsämter in Bayern wurden daher beauftragt, bis Mitte Dezember je ein Impfzentrum pro Landkreis sowie sogenannte Mobile Impfteams aufzustellen. Die Mobilen Impfteams sollen die Impfungen vor Ort durchführen, in bestimmten Einrichtungen wie zum Beispiel Alten- und Pflegeheimen oder bei vulnerablen Personen an deren Wohnsitz.
 
Die Ausschreibung des Betriebs der Impfzentren und Mobilen Impfteams wird gemeinsam mit der Stadt Kaufbeuren erfolgen, die ebenfalls aufgefordert ist, ein Impfzentrum in der Stadt zu errichten. Eine Schwierigkeit bei den Vorbereitungen sind derzeit noch die sich ständig ändernden Vorgaben des Gesundheitsministeriums beispielsweise hinsichtlich Kapazität und Öffnungszeiten der Impfzentren. Die Impfzentren und Mobilen Impfteams übernehmen in der Anfangszeit staatlich gesteuert die Verteilung des zunächst noch nicht in großen Mengen verfügbaren Impfstoffs. Die Priorisierung richtet sich nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission und noch zu erstellenden Richtlinien des Gesundheitsministeriums. Diese werden dann vor Ort konkret umgesetzt. In einer späteren Phase soll dann die Impfung – wie üblich – durch die niedergelassenen Ärzte erfolgen. Die Impfzentren werden auch die vom Freistaat bereit gestellten Impfstoffe entgegennehmen und bis zur Impfung lagern.
 
Task-Force im Landratsamt übernimmt Vorbereitungen
 
Landrätin Zinnecker sieht in den angekündigten Impfstoffen eine Chance, wieder zu mehr Normalität zurückkehren zu können, wenngleich dies auch kein schneller Weg sein wird. „Es wird eine Zeit geben, in der die Beschränkungen zum Schutz und die Impfung der Bevölkerung parallel laufen“, sagt Zinnecker. Der Erfolg werde letztlich auch von der Bereitschaft von ausreichend Bürger*innen abhängen, sich in den kommenden Monaten freiwillig impfen zu lassen. Um die Herausforderung zu bewältigen, innerhalb von gerade einmal vier Wochen betriebsbereite Impfzentren zu errichten, begann eine Task-Force im Landratsamt umgehend mit den Vorbereitungen. „Die Hauptaufgabe war, einen Standort zu finden, der den Anforderungen des Ministeriums genügt“, sagt Zinnecker. Erreichbarkeit, Winterbetrieb, Größe, Einbahnsystem, Barrierefreiheit waren dabei die Kernthemen. Zudem gilt es einen Betreiber zu gewinnen, der das erforderliche Personal wie Ärzte, medizinisches Fachpersonal, Verwaltungsmitarbeiter und die Dokumentation gewährleisten kann.

Mitteilung vom 27.11.2020

Kranke Bäume: Landkreis sorgt für Sicherheit an Kreisstraßen und Radweg

Der Landkreis Ostallgäu gewährleistet als Unterhaltsträger für die Kreisstraßen und kreiseigenen Radwege die Verkehrssicherheit seiner Wege.

Daher müssen dort von Zeit zu Zeit kranke und beschädigte Bäume und Sträucher zurückgeschnitten oder entnommen werden. In den nächsten Wochen wird mit den Arbeiten begonnen. Neben Kreisstraßen wird ein Schwerpunkt der Dampflokradweg im Bereich der Gemeinde Kaltental bei Aufkirch und Frankenhofen und bei der Gemeinde Osterzell sein. Gefällte Bäume ersetzt der Landkreis durch die Pflanzung an anderer Stelle.
 
Die Dampflokrunde ist eine bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebte Radstecke auf der ehemaligen Bahnlinie zwischen Kaufbeuren und Schongau. Um die Verkehrssicherheit dieser mitunter stark frequentierten Strecke zu gewährleisten, erledigt der Kreisbauhof in der kommenden Zeit Baumpflege- und Fällarbeiten. Schwerpunkt der Arbeiten wird der Abschnitt zwischen Aufkirch und Osterzell sein. Entnommen werden vor allem Eschen, die durch das Eschentriebsterben – eine Pilzkrankheit, die zum Absterben der Bäume führt – geschwächt und daher nicht mehr verkehrssicher sind. Hierzu fand im Vorfeld auch eine Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde statt.
 
110 neue Bäume und 300 Sträucher gepflanzt
 
Der Landkreis kommt damit seiner Verkehrssicherungspflicht als Eigentümer nach. Die Maßnahmen dienen primär dem Schutz der Radwegenutzer. Außerdem unterstützt die Gehölzentnahme an dieser Stelle auch den Artenschutz. Denn an dem ehemaligen Bahndamm haben sich sogenannte Kalkmagerrasen entwickelt. Dieser vom Naturschutzrecht geschützte Lebensraum beherbergt eine Vielzahl an seltenen Tieren und Pflanzen, die perfekt an diesen mageren, trocken-warmen Standort angepasst sind. Wird der Bewuchs durch Bäume und Sträucher zu dicht, wird der Lebensraum dieser Arten beeinträchtigt. Die Böschung der ehemaligen Bahnlinie bildet außerdem auch eine wichtige Verbindungsachse für weitere trockenheitsliebende Tiere und Pflanzen, die hierüber neue Lebensräume besiedeln können. Diese Funktion wird durch ein zu starkes Gehölzaufkommen eingeschränkt.
 
Der Landkreis Ostallgäu hat sich in einer freiwilligen Selbstverpflichtung dazu bereit erklärt, gefällte Bäume an anderer Stelle zu ersetzen. So wurden allein diesen Herbst bereits 110 neue Bäume und 300 Sträucher gepflanzt.

Mitteilung vom 24.11.2020

Mit 57 Obstbäumen die bedeutsame Streuobstkultur im Landkreis gefördert

Fünf Gartenbauvereine wurden bei der Anschaffung von Obsthochstämmen unterstützt. Jeder Baum wurde vom Kreisverband mit zehn Euro bezuschusst.

Streuobstwiese in Irsee. Bild: Landratsamt Ostallgäu

Streuobstwiese in Irsee. Bild: Landratsamt Ostallgäu

Zum zweiten Mal hat der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Ostallgäu seine Streuobstaktion in Zusammenarbeit mit der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Ostallgäu organisiert und fünf Gartenbauvereine bei der Anschaffung von insgesamt 57 Obsthochstämmen unterstützt. Mit der Aktion wird die kulturhistorisch und ökologisch bedeutsame Streuobstkultur im Landkreis gefördert.
 
Vor kurzem fand am Landkreis-Bauhof in Marktoberdorf die Verteilung der bestellten Obstbäume an die Gartenbauvereine statt. Es handelte sich vorwiegend um Apfelbäume und einige Birnbäume, die durch ihre robuste Art das relativ raue Klima mit den Höhenlagen des Ostallgäus gut verkraften. Im Angebot waren die Apfel-Sorten Schöner aus Herrnhut, Schöner aus Wiltshire, Josef Musch, Doppelter Prinzenapfel, Borowinka, Jakob Lebel, Jochenbacher und Rebella sowie die Birnensorten Köstliche aus Charneux, Madame Verté, Harrow Delight, Hofratsbirne und Bayerische Weinbirne. „Für Obstgehölze als Wurzelware ist im Herbst die beste Pflanzzeit, da der Boden noch erwärmt ist und so rasch viele neue Feinwurzeln gebildet werden. Somit ist der Anwachserfolg gut und der Gießaufwand wird geringer sein“, erklärt David Schäling von der Kreisfachberatung.
 
Große Bedeutung als Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen
 
Jeder Baum wurde vom Kreisverband mit zehn Euro bezuschusst. Sinn der nach 2017 nun zum zweiten Mal durchgeführten Aktion ist es, mit größeren Sammelbestellungen die Pflanzung von Obstbäumen und die Anlage neuer Streuobstbestände im Ostallgäu auszuweiten. Einst war das Landschafts- und Ortsbild der Region geprägt von zahlreichen Obstbäumen. Diese stellten nicht nur einen festen Bestandteil der Nahrungsmittelversorgung dar, sie haben vor allem bei älteren Bäumen und Beständen eine große Bedeutung als Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Zudem sind Obstwiesen nicht nur eine Augenweide, gerade viele der alten Sorten besitzen einen vorzüglichen Geschmack und sind dazu auch besonders verträglich, speziell für Allergiker. Über die nächste Streuobstaktion informiert die Kreisfachberatung die Gartenbauvereine rechtzeitig. Jederzeit berät die Kreisfachberatung alle Interessierten rund um die Themen Sortenauswahl, Standort, Pflanzzeit und auch die Pflege von Obstbäumen.
 
Kontakt: Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt, Schwabenstraße 11, 87600 Marktoberdorf – Birgit Wehnert: 08342 911-380, David Schäling: 08342 911-326

Mitteilung vom 23.11.2020

Projekt 1000 Schulen: Ostallgäuer Spender schenken Zukunft in Namibia

Für den Bau einer Schule in Namibia hat Landrätin Maria Rita Zinnecker 42.420 Euro Spendengeld an Reiner Meutsch von der Stiftung Fly & Help übergeben.

Reiner Meutsch und Landrätin Maria Rita Zinnecker, Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Reiner Meutsch und Landrätin Maria Rita Zinnecker, Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu

Die Spenden stammen zum größten Teil von Ostallgäuer Bürgern und der lokalen Wirtschaft. Der Schulbau ist für Zinnecker ein wichtiges Zeichen der weltweiten Solidarität und ein beeindruckendes Ergebnis dieser Aktion. 
 
Reiner Meutsch, begeisterter Hobby-Flieger und Initiator der Stiftung Fly & Help, freut sich über den Spendenscheck aus dem Ostallgäu. Damit kann im Norden Namibias ein Gebäude mit zwei Klassenräumen für eine Grundschule gebaut und die Bildungssituation der Kinder aus dem Dorf Ovijere und der weiteren Umgebung deutlich verbessert werden. Möglich wurde dieser Erfolg, weil sich in einer Gemeinschaftsaktion viele Ostallgäuer Bürger und die lokale Wirtschaft an dem bundesweiten Projekt: „1000 Schulen für unsere Welt“ beteiligten, betont Zinnecker. Besonders schön war für sie, dass dieser hohe Betrag nicht das Ergebnis weniger Einzelspenden war, sondern dass sich sehr viele Menschen an dieser Aktion beteiligt haben. Dies zeige, dass sich die Ostallgäuer Bürger mit den Nöten der Welt solidarisch fühlen und ihren Beitrag für eine gerechtere Welt leisten wollen.
 
Zinnecker hätte sich gerne bei allen Spendern persönlich bedankt. Aufgrund der staatlich gültigen Datenschutzrichtlinien ist es Fly & Help aber nicht möglich, die Namen der Spender dem Landratsamt mitzuteilen, da es sich um individuelle, personenbezogene Daten handelt. „Leider sind uns daher nur wenige Bürger und Unternehmen bekannt, die auf das Landkreis-Konto bei Fly & Help gespendet haben. Ich bedauere das sehr“, erklärt Zinnecker und ergänzt: „Unser ursprünglicher Plan war, dass wir uns bekannte Spender zur Spendenübergabe einladen und damit unsere vielen Spender zumindest stellvertretend würdigen, aber Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Auch Meutsch findet dies sehr schade und erklärt: „Hinter jeder Spende steht ja ein Mensch und eine Motivation, anderen zu helfen.“ Der Austausch sei daher immer für alle bereichernd. Durch die Corona-Krise besonders hart getroffen sind vor allem die Entwicklungsländer, wie Meutsch aus unzähligen weltweiten Kontakten weiß. Zinnecker will daher das Landkreiskonto bei der Stiftung Fly & Help nicht schließen, auch wenn die Aktion offiziell für den Landkreis beendet sei. „Es darf daher gerne weiter gespendet werden“, sagt Zinnecker und weist darauf hin, dass für weitere Maßnahmen schon der Grundstock gelegt sei, da die Spenden den benötigten Betrag für den Schulbau um 5.000 Euro übersteigen. Meutsch hat schon eine Idee für den Einsatz dieses Geldes: „Denn aufgrund der weiten Wege brauchen wir für die Region Ovijere, die mitten im afrikanischen Busch liegt, dringend ein Hostel und eine Schulküche.“ Seiner Erfahrung nach gibt es keine bessere Investition, als die in Bildung. „Jeder Euro kommt bei unserer Stiftung zu 100 Prozent in den Projekten an“, versichert Meutsch.
 
Spendenkonto des Landkreises Ostallgäu bei der Stiftung Fly & Help
 
IBAN: DE 94 5739 1800 0000 0055 50
BIC: GENODE51WW1, Westerwald Bank eG
Verwendungszweck 1: LK Ostallgäu
Verwendungszweck 1: Name und Adresse des Spenders
(Bitte zur Ausstellung einer Spendenbescheinigung angeben)
  
Die Reiner Meutsch Stiftung „Fly & Help” trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).
 
Weitere Informationen finden Sie unter:

 

Bestehende Schule in Ovijere 
 

  • Ovijere liegt im Norden von Namibia, ungefähr 18 Kilometer von Okanguati und ca. 124 Km von Opuwo entfernt mitten im afrikanischen Busch
  • Keine Infrastruktur, kein Handyempfang
  • Derzeit gibt es in Ovijere an der Schule zwei Lehrer*innen und rund 90 Schüler. Die Schule ist eine Grundschule, die von der ersten Klasse bis zur sechsten Klasse reicht. Die Schüler kommen zu 90 Prozent aus der Ovahimba Community, die restlichen 10 Prozent sind Zemba. Beide Bevölkerungsgruppen sind Halbnomaden.
  • Die bisherige Schule besteht aus einem Unterschlupf aus Holz und bietet keine sichere Lernumgebung. Auch verbleiben die Kinder nachts an der Schule und schlafen auf dem nackten Erdboden, da es keine sonstige Beherbergung gibt.
  • Das Gebäude mit den Klassenräumen stellt in Ovijere die erste Hilfsmaßnahme dar und sollte ursprünglich 39.200 Euro kosten, coronabedingt haben sich die Baukosten auf 37.400 Euro reduziert. Der Überschuss von 5.000 Euro wird für den weiteren Ausbau und damit den Bau eines Hostels/Schulküche weitergereicht.
  • Mit dem Bau wird jetzt im November begonnen, die Fertigstellung und die Eröffnung soll Anfang April sein.
Mitteilung vom 18.11.2020

„digiDEM Bayern“: Gemeinsam die Versorgung bei Demenz verbessern

Die Fachstelle Demenz am Landratsamt Ostallgäu beteiligt sich am Forschungsprojekt „Digitales Demenzregister Bayern“, kurz digiDEM Bayern.

Das Projekt zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert.
 
Im Landkreis Ostallgäu leben rund 2700 dementiell Erkrankte. Diese Zahl wird bei gleichbleibendem Erkrankungsrisiko in den kommenden 15 Jahren auf etwa 3700 weiter anwachsen. Die zukünftige Versorgung der Betroffenen stellt für die Gesellschaft eine der größten Herausforderungen dar. Dieser Herausforderung begegnet das Projekt digiDEM Bayern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, des Universitätsklinikums Erlangen und des Medical Yalley EMN e.V. mit digitalen Lösungen. digiDEM Bayern baut ein digitales Demenzregister auf, um den Langzeitverlauf der Erkrankung besser zu verstehen und einen Überblick über die Angebotslandschaft zu erhalten. Forschungspartner*innen aus allen sieben Regierungsbezirken Bayerns – darunter die Fachstelle Demenz des Landratsamtes Ostallgäu – befragen dafür Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen oder Demenz und ihre pflegenden Angehörigen zu ihrer Situation. So soll ein umfassendes Bild der Lebensbedingungen entstehen. Dadurch können mögliche Angebotslücken aufgedeckt und politische Entscheidungsträger über die notwendigen Versorgungsbedarfe informiert werden. Die Befragungen können persönlich, aber auch virtuell durchgeführt werden. digiDEM Bayern hat dafür weltweit anerkannte Demenz-Screening-Tests so angepasst, dass sie auch per Videokonferenz möglich sind. Dies bietet einen flexiblen, niedrigschwelligen und in Zeiten von Corona vor allem sicheren Zugang für Betroffene.
 
Darüber hinaus wird digiDEM Bayern Online-Angebote zur Demenz-Versorgung bereitstellen. Geplant sind unter anderem die digital basierte MAKS®-Therapie für Betroffene und die „Angehörigen-Ampel“, die pflegenden Angehörigen mittels gezielter Fragen den Grad ihrer persönlichen Belastung anzeigt und ihnen damit einen Anstoß zur Veränderung ihrer Lebenssituation geben kann. Zwei digitale Angebote stellt digiDEM Bayern bereits zur Verfügung: Regelmäßige Webinare und einen Newsletter bieten interessierten Bürger*innen evidenzbasierte, allgemeinverständliche Informationen aus der aktuellen Demenz-Forschung. Für diese kostenlosen Angebote können sich Interessierte unter https://digidem-bayern.de/ anmelden. Wer selbst von einer Demenzerkrankung betroffen ist oder regelmäßige Gedächtnisschwächen erlebt und Interesse an einer Studienteilnahme hat, kann sich an den Demenz-Beauftragten des Landkreises Ostallgäu, Stephan Vogt (Telefon 08342 911-624 oder per E-Mail unter stephan.vogt(at)lra-oal.bayern.de) wenden.
 
Interdisziplinärer Projektverbund
   
digiDEM Bayern bildet einen Verbund der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, vertreten durch das Interdisziplinäre Zentrum für Health Technology Assessment und Public Health (Leitung: Prof. Dr. med. Peter Kolominsky-Rabas) und dem Lehrstuhl für medizinische Informatik (Leitung: Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch), dem Universitätsklinikum Erlangen durch das Zentrum für medizinische Versorgungsforschung (Leitung: Prof. Dr. med. Elmar Gräßel) und dem Innovationscluster Medical Yalley Europäische Metropolregion Nürnberg (Vorstände: Prof. Dr. Ing. Erich R. Reinhart, Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Schüttler).
 
digiDEM Bayern ist ein Teil der bayerischen Demenzstrategie und auf fünf Jahre ausgelegt (2019-2023).

Mitteilung vom 13.11.2020

Öko-Modellregion Ostallgäu startet neue Initiative: Bio-Kalb aus der kuhgebundenen Aufzucht in Hörmanshofen

Beim Pilotprojekt arbeiten Landwirt Michael Filser, Gastwirt Clemens Höfle und der Lebensmittelladen „Bei Linders“ zusammen

Bio-Landwirt Michael Filser mit Kalb. Bildquelle: Öko-Modellregion Ostallgäu

Bio-Landwirt Michael Filser mit Kalb. Bildquelle: Öko-Modellregion Ostallgäu

Wie kann es sein, dass es in der Gastwirtschaft Stegmühle in Hörmanshofen im Ostallgäu kein Fleisch von Hörmanshofener Bauern gibt? Das fragten sich Landwirt Michael Filser und Gastwirt Clemens Höfle. So entstand die Idee zum Pilotprojekt „Hörmanshofener Bio-Kalb“. Zusammen mit Florian Timmermann von der Öko-Modellregion Ostallgäu entwickelten sie das Konzept zur Aufzucht und Direkt-Vermarktung vor Ort. Mit ins Boot holten sie den Lebensmittelladen „Bei Linders“ im benachbarten Biessenhofen.

 

Die meisten männlichen Kälbchen werden schon 14 Tage nach der Geburt an einen Mastbetrieb verkauft. Michael Filser lässt den Nachwuchs nun bei der Mutter – kuhgebundene Kälberaufzucht nennt sich das. Dabei bleiben Kuh oder in manchen Fällen auch eine Amme und das Kalb monatelang beieinander. Schneller als ihre flaschenaufgezogenen Artgenossen fangen sie an Gras und Heu zu fressen, was für ihre körperliche Entwicklung und Gesundheit nur positiv ist. Die ersten beiden Kälber aus der Aufzucht von Bio-Bauer Filser sind nun schlachtreif. Die Tiere werden im nur rund fünf Kilometer entfernten Schlachthäusle Ruderatshofen von Metzger Bene Fischer fachgerecht zerlegt und zugeschnitten. Clemens Höfle von der Gastwirtschaft Stegmühle in Hörmanshofen, nimmt ein ganzes Kalb. „Das ist schon was ganz besonderes, dass ein Koch noch ein ganzes Tier verwertet“, betont Timmermann. Der passionierte Koch Clemens Höfle freut sich auf die Herausforderung – auch in Corona-Zeiten. Seine Gerichte aus dem Hörmanshofener Bio-Kalb können ab Anfang Dezember „to go“ in seiner Gastwirtschaft bestellt werden. Gerichte und Zeiten sind aktuell auf der Homepage unter www.gasthof-stegmuehle.de zu finden.

 

Ein weiteres Kalb nimmt „Bei Linders“ in Biessenhofen ab. Interessierte Endverbraucher können hier ab sofort Bio-Fleisch aus dem Nachbardorf vorbestellen, die Auslieferung wird voraussichtlich ab dem 30. November stattfinden. Linder bietet verschiedene Kilopakete vom Hörmanshofener Bio-Kalb an, bei denen neben ganzen Fleischstücken auch immer bestimmte Mengen an Hackfleisch dabei sind. So wird die ganze Fleischmenge verwertet und vermarktet. „Ökologischer und regionaler geht’s nicht.“ So bringt es die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker auf den Punkt. Für sie ist das Pilotprojekt wegweisend, um so mit der direkten Umsetzung vor Ort etwas Greifbares zu schaffen, eine Bewusstseinsbildung beim Endverbraucher zu erreichen. Auch der Bioland Verband ist begeistert und begleitet das Projekt. „Kürzer kann die Wertschöpfungskette auf jeden Fall kaum sein“, freut sich auch Timmermann und hofft, dass dieses Beispiel viele Landwirte, Gastronomen und Dorfwirte animiert, auch in ihrem Ort solche Initiativen zu starten. Die Öko-Modellregion Ostallgäu steht dabei gerne mit Rat und Tat zur Seite. Alle Infos und Kontaktdaten unter www.oekomodellregion-ostallgaeu.de.

Mitteilung vom 12.11.2020

Mehr Bio und mehr regional: Coaching für Küchenchefs von Seniorenheimen

„Bei uns sind sogar die Dozenten regional“, freut sich Alexandra Hiebl vom Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung.

Gemeinsam mit den Öko-Modellregionen Ostallgäu und Günztal hatte sie zum Auftakt des Bio-Regio Coachings nach Kaufbeuren geladen. Ihr war es gelungen, den international tätigen Bio-Spitzenkoch Alfred Fahr für die Schulung zu gewinnen. Fahr ist gebürtiger Frankenhofener und ließ sich vor einigen Jahren wieder im Ostallgäu nieder.
 
Beim ersten Treffen ging es darum, den Leiter*innen der Senioren- und Pflegeheime des Landkreises Ostallgäu in Buchloe, Waal und Obergünzburg die grundsätzlichen Vorteile und Möglichkeiten des Einsatzes von regionalen Bio-Produkten in Großküchen aufzuzeigen. Im nächsten Schritt geht Coach Alfred Fahr direkt in die Großküchen der Einrichtungen und erarbeitet dort mit den Küchenchefs vor Ort konkrete Konzepte zur Umstellung.
 
Biologische Produkte aus der Region nachhaltig fördern
 
Anlass des Coachings war der vom Ausschuss für Kreisentwicklung und Umwelt gefasste Beschluss, künftig mehr biologische und/oder regionale Produkte in landkreiseigenen Einrichtungen einzusetzen. Ziel ist es, biologische Produkte aus der Region nachhaltig zu fördern und Nachfrage zu generieren. „Hier müssen alle Beteiligten zusammenarbeiten – Erzeuger und Kunden. So können wir Bio-Produkte in unserer Region produzieren, die auch Abnehmer haben“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Ein weiterer Schritt, um das vom Bayerischen Kabinett beschlossene Langzeitziel mit dem Titel Bio-Regio 2030, das heißt bis 2030 sollen 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Bayern ökologisch bewirtschaftet werden, zu verwirklichen.
 
Was die Region hier schon alles zu bieten hat, wurde den Teilnehmer*innen am Ende der Schulung mit Produktproben von Bio-Landwirten und Bio-Verarbeitern vorgestellt. Darunter zum Beispiel Käse von der Käserei Stich, Gemüse vom Grasserhof Aitrang sowie Müsli und Kekse von den Wertachtal Werkstätten. Aus der Partner Öko-Modellregion Günztal brachte die Projektleiterin Rebecca Schweiß Bio-Joghurt vom Biohof Lerf Ottobeuren und Bio-Kaffeesahne von der Firma Saliter aus Obergünzburg mit. Die Teilnehmer*innen waren begeistert von Vielfalt und Qualität. Bestens informiert und voller neuer Ideen und Anregungen freuen sie sich auf die nächsten sechs Monate Coaching und künftig mehr regionale Bio-Produkte in ihren Küchen. Alle Informationen unter www.oekomodellregion-ostallgaeu.de.

Mitteilung vom 10.11.2020

Schienenausbau in Pasing: Zinnecker und Bosse machen sich bei Verkehrsministerin für Allgäuer Interessen stark

Kernbotschaft war, dass beim geplanten Ausbau der Bahnstrecke zwischen Pasing und Eichenau die Allgäuer Interessen gewahrt werden müssten.

V. l.: Oberbürgermeister Stefan Bosse, Staatsministerin Kerstin Schreyer und Landrätin Maria Rita Zinnecker (Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu)

V. l.: Oberbürgermeister Stefan Bosse, Staatsministerin Kerstin Schreyer und Landrätin Maria Rita Zinnecker (Bildquelle: Landratsamt Ostallgäu)

Auf Initiative von Landrätin Maria Rita Zinnecker haben mit der Bayerischen Verkehrsministerin Kerstin Schreyer erste Gespräche über den vom Freistaat geplanten Schienenausbau auf der Strecke nach München stattgefunden. Zinnecker übergab in ihrer Funktion als Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH einen Brief und eine fachliche Ausarbeitung an Schreyer. Begleitet wurde sie von Oberbürgermeister Stefan Bosse als Vorsitzender des Regionalen Planungsverbands Allgäu. Kernbotschaft der Allgäuer Delegation war, dass beim geplanten Ausbau der Bahnstrecke zwischen Pasing und Eichenau die Allgäuer Interessen gewahrt werden müssten.
 
Das Bayerische Verkehrsministerium plant für die Bahnlinie aus dem Allgäu Richtung München auf einem kurzen Abschnitt zwischen Pasing und Eichenau im Landkreis Fürstenfeldbruck den Ausbau von derzeit zwei auf zukünftig drei Gleise. Anlass für das Vorhaben ist die zukünftige Taktverdichtung im S-Bahnverkehr auf einen 15 Minutentakt für die dort fahrende S 4. Aus diesem Grund sollen zukünftig zwei Gleise für die S-Bahn und ein Gleis, das mittlere, für den Regional-, Fern- und Güterverkehr vorgesehen werden.
 
„Entwicklungschancen dürfen nicht verbaut werden“
 
Genau hier setzt die Initiative von Zinnecker und Bosse in Vertretung für das gesamte Allgäu an. Es soll aus Allgäuer Sicht sichergestellt werden, dass auch zukünftig Verbesserungen der Bahnverbindungen zwischen dem Allgäu und der Landeshauptstadt möglich sind. „Aus unserer Sicht darf ein S-Bahn optimierter Ausbau dieser Bahnlinie nicht zu einer Deckelung der Zugverbindungen mit dem Allgäu führen. Wir wollen kein Nadelöhr. Die Entwicklungschancen für die Einführung von Stundentakten zwischen München und den wichtigen Allgäuer Zielen Kempten, Memmingen und Füssen dürfen nicht verbaut werden.“
 
Von Seiten des Verkehrsministeriums wurde diese Allgäuer Initiative positiv aufgenommen und es wurde zugesichert, dass die Gutachten und Planungen beziehungsweise deren Ergebnisse in weiteren Gesprächsrunden diskutiert werden können, bevor dann in naher Zukunft das Planfeststellungsverfahren eingeleitet wird.

Mitteilung vom 06.11.2020

Jugendsozialarbeit an Schulen: Realschule Marktoberdorf erhält Unterstützung

Der Landkreis Ostallgäu setzt Ingrid Herz als erste Jugendsozialarbeiterin an einer Realschule im Ostallgäu ein.

V.l.: Landrätin Maria Rita Zinnecker, Schulsozialarbeiterin Ingrid Herz und Schulleiter Werner Epp

V.l.: Landrätin Maria Rita Zinnecker, Schulsozialarbeiterin Ingrid Herz und Schulleiter Werner Epp

Der Landkreis Ostallgäu setzt sich weiter für den Ausbau der Sozialen Arbeit an Schulen ein: Die Realschule Marktoberdorf kommt als erste Realschule im Landkreis zum Zug. Die Diplom-Sozialpädagogin Ingrid Herz, Fachkraft des Trägers Arbeiterwohlfahrt Schwaben und Kreisjugendring Ostallgäu, bezog im Oktober ihr Büro an der Schule. Die Schulleitung und das Schulteam sind über diese Unterstützung dankbar, denn auch an den Realschulen gibt es Bedarf.
 
Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) ist ein Angebot der Kinder- und Jugendhilfe am Lebens- und Lernort junger Menschen – den Schulen. Der sozialpädagogische Unterstützungsbedarf der Schüler*innen an den Schulen wird regelmäßig durch den Landkreis geprüft. Landrätin Maria Rita Zinnecker positioniert sich klar: „In den vergangenen Jahren wurde noch deutlicher, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler auch der weiterführenden Schulen Unterstützung in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung benötigen. Daher stattet der Landkreis die Realschule Marktoberdorf bedarfsorientiert mit einer Sozialpädagogin aus.“ Die Teilzeitstelle wird zudem durch das Sozialministerium gefördert und durch den Träger mitfinanziert.
 
Drittgrößte Realschule in Schwaben
 
Die Realschule Marktoberdorf ist mit 782 Schülern und Schülerinnen die drittgrößte Realschule in Schwaben. Die JaS-Fachkraft unterstützt Kinder und Jugendliche in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung und nimmt sich individueller Problemlagen an. Diese stellen Schulen zunehmend vor eine Herausforderung. Schulleiter Werner Epp hofft deshalb schon länger auf die Bewilligung einer sozialpädagogischen Fachkraft. Er bekräftigt: „Die Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe wird zunehmend wichtiger, und wir schätzen den Wert der Jugendsozialarbeit. Viele Kinder tragen Probleme mit sich herum, ohne damit im täglichen Schulbetrieb groß aufzufallen.“ Der Weg zur Jugendsozialarbeiterin stünde zwar allen offen, aber gerade diesen belasteten Schülerinnen und Schülern könne das nunmehr professionell unterstützte pädagogische Team der Realschule noch direkter helfen, sagt Epp und ergänzt: „Deshalb freuen wir uns sehr über die Zusage der staatlichen Förderung durch das Sozialministerium und über den Einsatz des Landkreises.“
 
Sozialpädagogische Fachkräfte begleiten und fördern im Ostallgäu bereits an 27 Schulen junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Dazu sind sie Anlaufstelle für alle Schüler*innen und ihre Fragen, Sorgen und Nöte. Auch Eltern können sich an sie wenden.

Mitteilung vom 05.11.2020

„Leben sehr sicher“: Anzahl der Straftaten im Ostallgäu deutlich gesunken

„Die Menschen im Ostallgäu leben nach wie vor sehr sicher“, bilanziert Landrätin Maria Rita Zinnecker das Sicherheitsgespräch mit der Polizei.

Anwesend waren beim Sicherheitsgespräch, neben Landrätin Zinnecker, Michael Keck (Leiter des Sachgebiets E2-Ordnungs- und Schutzaufgaben, Verkehr beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West), die zuständigen Dienststellenleiter der Polizei sowie die im Landratsamt für die Öffentliche Sicherheit Verantwortlichen. Laut Keck nahm die Kriminalitätsrate im gesamten Präsidiumsbereich im Vergleich zum Vorjahr ab: Im Landkreis Ostallgäu ist die Häufigkeitsziffer (Straftaten pro 100.000 Einwohner) um 17,1 Prozent auf 2.836 gesunken (Jahr 2018: 3.426). Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West hat nur das Oberallgäu eine niedrigere Häufigkeitsziffer.
 
Call-Center-Betrug als Schwerpunktthema
 
Problematisch ist laut Keck derzeit besonders der sogenannte Call-Center-Betrug. Anrufer geben sich beispielsweise als Polizeibeamte oder Bankmitarbeiter aus und rufen, ähnlich wie beim Enkeltrick, bei älteren Menschen an, um bei diesen den Eindruck zu erwecken, deren Vermögen sei in Gefahr. Ein Schwerpunktthema bei der Kriminalitätsbekämpfung in den vergangenen Jahren war laut Keck der Wohnungseinbruchsdiebstahl. In diesem Bereich wurden auch zahlreiche Präventionskampagnen gestartet, die ebenfalls dazu beitrugen, dass die Fallzahlen sanken. Im Jahr 2020 deutet sich, auch aufgrund der Corona-Pandemie, das niedrigste Fallaufkommen der vergangenen acht Jahre an.
 
Bei der Verkehrsstatistik des Landkreises Ostallgäu war ein Anstieg der Verkehrsunfälle auf 4.182 (2018: 3.867) zu verzeichnen. Auffallend ist nach Angaben der Polizei die Zunahme der Unfälle mit Pedelec-Radfahrern. Ebenfalls ist festzustellen, dass es sich bei etwa einem Viertel der Verkehrsunfälle um Wildunfälle handelt. 

Mitteilung vom 05.11.2020

Arbeiten am Steilhang für ein ideales Schmetterlingszuhause

Der Thymian-Ameisenbläuling ernährt sich vom Gewöhnlichen Thymian oder vom Gewöhnlichen Dost und der Säbeldornigen Knotenameise.

Thymian-Ameisenbläuling. Bildquelle: Landkreis Ostallgäu

Thymian-Ameisenbläuling. Bildquelle: Landkreis Ostallgäu

Zum Erhalt des Lebensraumes der gefährdeten Schmetterlingsart sind auf der Südseite des Falkensteins in Pfronten in einem Gemeinschaftsprojekt von Forst und Naturschutz Büsche und kleinere Bäume entnommen worden.
 
Er ist wunderschön anzusehen, der Thymian-Ameisenbläuling. Himmelblaue, mit einzelnen schwarzen Punkten dekorierte Flügeloberseiten, die mit einem ganz feinen, weißen Saum eingefasst sind. Von Mai bis August kann man diesen Schmetterling auf warmen, kalkhaltigen und nährstoffarmen Wiesen fliegen sehen. Der deutschlandweite Verbreitungsschwerpunkt der stark gefährdeten Schmetterlingsart liegt in Bayern entlang der Bayerischen Kalkalpen und auf den Hochflächen und Abhängen der Schwäbischen und Fränkischen Alb.
 
Für seine Entwicklung benötigt der Falter den Gewöhnlichen Thymian oder den Gewöhnlichen Dost als Futterpflanze und eine spezielle Ameisenart, die Säbeldornige Knotenameise. Etwa eine Woche nach der Eiablage an der Blüte seiner Wirtspflanze schlüpft die Raupe und beginnt an der Pflanze zu fressen. Nach zwei Wochen lässt sie sich zu Boden fallen und hofft darauf, aufgrund ihres speziellen Geruchs von einer Knotenameise in deren Nest getragen zu werden. Dort ernährt sie sich räuberisch von der Ameisenbrut, um sich später zu verpuppen und als erwachsener Schmetterling das Ameisennest zu verlassen. Deutschlandweit gehen Lebensräume, in denen sowohl die Wirtspflanzen als auch die Knotenameise in ausreichender Anzahl vorkommen, zurück. Umso wichtiger ist es, vorhandene Lebensräume zu erhalten. Der gesetzliche Schutz für den Thymian-Ameisenbläuling bezieht sich nicht nur auf die Art an sich, sondern auch auf dessen Lebensraum. Denn diesen nutzen noch weitere, streng geschützte Arten, wie beispielsweise die Rotflügelige Schnarrschrecke oder die Gewöhnliche Gebirgsschrecke.
 
Thomas Hennemann, Gebietsbetreuer des Ostallgäuer Alpenrandes, hat nun zusammen mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kaufbeuren an der Südseite des Falkensteins eine Pflegemaßnahme für den Erhalt des Thymian-Ameisenbläulings organisiert und durchgeführt. Auf einer etwa einen Hektar großen Fläche der Gemeinde Pfronten und des Rechtlerverbands Pfronten-Steinach-Ösch konnten sie mit Unterstützung der beiden FÖJ-Kräfte des Walderlebniszentrums Füssen-Ziegelwies sowie Kollegen der Bergwaldoffensive Büsche und kleinere Bäume zurücknehmen, um offene Flächen für den Thymian-Ameisenbläuling zu schaffen. „Der Erfolg derartiger Maßnahmen hängt ganz entscheidend von einer gelungenen Kommunikation aller Beteiligten ab,“ sind sich Hennemann und der Pfrontener Forstrevierleiter Sebastian Baumeister einig.

Mitteilung vom 04.11.2020

Landrätin Zinnecker macht Weg frei für ungeteilten Präsenzunterricht

Grundlage dafür ist, dass die Schulen auf die Einhaltung des 1,5-Meter-Mindestabstandes verzichten können, falls diese nicht möglich ist.

Das Landratsamt hat den Schulen im Landkreis Ostallgäu mitgeteilt, dass zu Schulbeginn nach den Herbstferien der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Schülerinnen und Schülern in Unterrichtsräumen nicht mehr zwingend eingehalten werden muss, es aber soll, wo immer dies machbar ist. Das ermöglicht den Schulen, ab dem 9. November wieder komplett im Präsenzmodus zu unterrichten.
  
„Wir können diesen Schritt wagen, weil die Zahl der Neuinfektionen an unseren Schulen zuletzt nicht weiter angestiegen ist“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Bei der Entscheidung haben wir der Entlastung der Familien den Vorrang vor dem Risiko möglicher Infektionen eingeräumt. Wenn sich alle an die übrigen Schutzmaßnahmen halten, bin ich sicher, dass das funktioniert.“
  
Für die Schulen bedeutet die Entscheidung, dass aus der Pflicht zur Einhaltung des 1,5-Meter-Abstandes eine Empfehlung wird, diesen Abstand einzuhalten. Ob und wie diese Empfehlung umgesetzt wird, obliegt der jeweiligen Schulleitung.
 
Maskenpflicht gilt weiterhin
 
Nach wie vor gilt für die Schulen im Ostallgäu eine Maskenpflicht auf dem gesamten Schulgelände – auch für Grundschülerinnen und Grundschüler. Eine Ausnahme von der Maskenpflicht ist laut Mitteilung der Regierung von Schwaben bei den derzeit in Schwaben vorliegenden Inzidenzwerten fachlich-medizinisch und infektionsschutzrechtlich nicht vertretbar. Der Landkreis weist aktuell einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von rund 187 Infektionen pro 100.000 Einwohnern auf. Am Samstag hatte die Zahl an Neuinfektionen pro Tag mit 88 positiven Tests einen Höchstwert erreicht.
  
„Unser oberstes Ziel ist es, den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten. Masken helfen dabei – insbesondere wenn der Mindestabstand teilweise unterschritten wird“, erläutert Zinnecker. „Ich bitte alle Kinder und Eltern dafür um Verständnis. Sie können sicher sein, dass wir, sobald es das Infektionsgeschehen zulässt, weitere Erleichterungen in den Schulen zulassen werden.“

Mitteilung vom 02.11.2020

Tourismus im Schlosspark seit zehn Jahren im Aufwind

Bei der Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Ostallgäu hat Landrätin Zinnecker als Verbandsvorsitzende eine positive Bilanz über 2019 gezogen.

Die Ankünfte erreichten mit 1.451.670 Gästen und 4.699.338 Übernachtungen neue Höchstwerte. Besonderer Fokus bei den Aktivitäten lag auf der Weiterentwicklung des Erlebnisraums Schlosspark. Hierbei lag auf dem Ausbau des touristischen Netzwerkes, die Erarbeitung einer Kommunikationsleitlinie sowie die qualitative Entwicklung des Rad- und Wanderangebotes besonderes Augenmerk.
 
Die Anzahl der Ankünfte steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent (von 1.423.731auf 1.451.670). Die Übernachtungen verzeichneten im gleichen Zeitraum eine Steigerung um 2,1 Prozent (von 4.600.731 auf 4.699.338). Auch die guten Buchungszahlen nach der ersten Corona-Welle im Sommer 2020 haben gezeigt, dass das gute Image des Allgäus und die ständigen Qualitätsverbesserungen ihre Wirkung nicht verfehlen. „Die positive Tendenz in 2020, mit einer Saisonverlängerung bis in den November hinein, um die Verluste zum großen Teil auszugleichen, hat sich durch die aktuellen Entwicklungen schlagartig verändert“, sagte Landrätin Zinnecker.
  
Der Trend zu Kurzreisen setzt sich weiter fort. Erstmals ist jedoch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer nicht weiter gesunken, sondern im Vergleich zum Vorjahr von 3,23 auf 3,24 Tage leicht gestiegen. Durch die Zunahme der Übernachtungskapazität von 26.408 auf 27.043 Betten waren diese 2019 mit 47,61 Prozent statistisch etwas schlechter ausgelastet (47,73 Prozent 2018).
 
Nachdem in einigen Bereichen des Landkreises die Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen, wurde im Tourismusforum 2019 das Thema Mobilität an erste Stelle gestellt und in mehreren Workshops die Grundlagen für einen Masterplan Mobilität Süd gelegt. Im Februar 2020 folgte dann eine Entscheider-Konferenz zur Erarbeitung der wichtigen Mobilitätsbausteine für eine Grundlagenerhebung. „Die Stärkung der Zusammenarbeit mit allen am Tourismus Beteiligten ist für die Entwicklung der Region wesentlich“, sagte Zinnecker.
 
Geschäftsführer Frei geht in den Ruhestand
 
Neben der quantitativen Tourismusentwicklung ist für den Verband die Steigerung der Qualität der Angebote von wesentlicher Bedeutung. Grundlage dazu soll die neu erarbeitete „Tourismusstrategie für das Ostallgäu und den Erlebnisraum Schlosspark“ sein. Diese ist nicht nur auf den touristisch starken Süden ausgerichtet, sondern legt besonderes Augenmerk auf die zu entwickelnden Potenziale und Stärken des mittleren und nördlichen Landkreises.
 
Geschäftsführer Robert Frei wird Ende 2020 in den wohlverdienten Ruhestand gehen und seinen Posten an den Nachfolger Sebastian Gries übergeben. „Gerade während und nach Corona sind ein koordiniertes Vorgehen und die Unterstützung untereinander besonders wichtig. Mit dem neuen Geschäftsführer sind wir sicher, dass wir die in den Vorjahren gemeinsam geschaffenen Grundlagen weiterentwickeln und auf allen Ebenen umsetzen werden“, sagte Zinnecker zur Strategie für die Zukunft. Dies wird sie gemeinsam mit dem neu gewählten Vorstand (siehe unten), allen 31 Mitgliedsgemeinden und den vielen weiteren touristischen Vertretern anstreben.
 
Der neue Vorstand
  
Vorsitzende: Landrätin Maria Rita Zinnecker (stand nicht zur Wahl, ist lt. Satzung Kraft Amtes Vorsitzende)
Zweiter Vorsitzender: Stefan Rinke, Bürgermeister von Schwangau
Beisitzer: Stefan Fredlmeier FTM Füssens / Alfons Haf Bürgermeister Pfronten / Werner Moll Bürgermeister Lechbruck/ Pirmin Joas Bürgermeister Nesselwang/ Thomas Pihusch Bürgermeister Roßhaupten / Dr. Wolfgang Hell Bürgermeister Marktoberdorf
 
Tourismusverband Ostallgäu e.V.
Schwabenstraße 13
87616 Marktoberdorf
info(at)schlosspark.de
08243 / 911-492

Mitteilung vom 30.10.2020

Förderzusage des Freistaates für Ortsumgehung Ruderatshofen - Baubeginn steht bevor

70 Prozent Förderung des Freistaates Bayern erhält der Landkreis Ostallgäu für den Bau der Ortsumfahrung Ruderatshofen.

„Die Planung steht und die Genehmigung liegt vor, nun können wir dank der Förderung durch den Freistaat mit den Arbeiten beginnen“, freut sich Landrätin Maria Rita Zinnecker über die Finanzhilfe aus München. Damit es den nun zugesagten Fördersatz gab, war viel politisches Engagement der Landrätin auf allen Ebenen notwendig. So hat MdL Klaus Holetschek, noch in seiner Funktion als Verkehrsstaatssekretär die Ostallgäuer Bemühungen maßgeblich unterstützt und ihnen zum Erfolg verholfen.
 
Die Förderung durch den Freistaat ist gerade bei den durch die Coronakrise angespannten öffentlichen Haushalten sehr wichtig. „Die Ortsumfahrung Ruderatshofen ist eines der größten und anspruchsvollsten Straßenbauprojekte, das der Landkreis je in Angriff genommen hat “, erklärt Landrätin Zinnecker. Naturschutz, Lärmschutz, Vorgaben der Deutschen Bahn galt es zu berücksichtigen und in der Planung umzusetzen. Über 22,4 Mio. € Investitionsvolumen sprechen eine deutliche Sprache. Aufgrund der Förderung ergibt sich für den Landkreis ein Eigenanteil von rund 6,5 Mio. €.
 
Neben dem Freistaat spricht Zinnecker auch den Grundstückseigentümern, die die Flächen zur Verfügung gestellt haben ihren Dank aus: „So ein Vorhaben steht und fällt mit der Kooperation der Eigentümer, das hat hier letztlich konstruktiv und zielgerichtet geklappt.“ Mit den ersten Vorarbeiten soll noch heuer begonnen werden. „Richtig los geht es Mitte 2021 und wenn alles wie geplant läuft, können wir Ende 2023 die Verkehrsfreigabe feiern“, gibt Zinnecker einen Ausblick auf die Bauzeit. Der Kreisausschuss hat die Maßnahme am 30.10.2020 einstimmig beschlossen.
 
Nach über 20 Jahren endlich am Ziel- Entlastung und Verkehrssicherheit
 
Die neue Trasse wird sich zukünftig für die Gemeinde Ruderatshofen auszahlen und die Verkehrsinfrastruktur im Landkreis stark verbessern. Nach über 20 Jahren mit Planungen, intensiven Grundstücksverhandlungen und Vertragsgesprächen mit der Deutschen Bahn AG hat der Landkreis Ostallgäu nun durch einen bestandskräftigen Planfeststellungsbeschluss endlich Baurecht für die Ortsumfahrung.
 
Die Bürgerinnen und Bürger in Ruderatshofen werden durch die Maßnahme vom Durchgangs- und Schwerlastverkehr der Achse Marktoberdorf - Kaufbeuren entlastet; beinahe 6000 Fahrzeugbewegungen täglich, davon über 1000 Fahrbewegungen von Lkws oder Transportern sind mehr als deutliche Zahlen. Auch erhöht die künftige Umfahrung die Sicherheit der innerörtlichen Schulwege. Zu guter Letzt wird mit der Maßnahme einer der gefährlichsten Bahnübergange im süddeutschen Raum entschärft und die Verkehrssicherheit deutlich erhöht.

Mitteilung vom 29.10.2020

Wertstoffhöfe im Landkreis Ostallgäu weiterhin geöffnet

Damit die Abfallentsorgung auch bei steigenden Infektionszahlen sichergestellt werden kann, gelten dort strenge Hygiene- und Abstandsregeln.

Dazu zählen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch im Freien und die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern. Sollten zu viele Personen gleichzeitig Wertstoffe anliefern wollen, kann es kurzzeitig zu Besucherbeschränkungen kommen. Das Landratsamt Ostallgäu appelliert an alle Bürger*innen, sich an die geltenden Regeln zu halten und den Aufenthalt auf dem Wertstoffhof zeitlich zu begrenzen.

Mitteilung vom 26.10.2020

Coronavirus: Inzidenz von 100 im Ostallgäu übertroffen – weitere Regeln des Freistaates dadurch in Kraft

Der Landkreis Ostallgäu hat heute die Inzidenz von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen überschritten.

Es gilt damit die am Freitag von der Staatsregierung neu eingeführte Stufe „dunkelrot“ der Bayerischen Corona-Ampel
 
Mit der neuen Stufe treten für die Bürgerinnen und Bürger im Ostallgäu weitere Regeln automatisch in Kraft. Im Bereich der Gastronomie sieht die Änderung der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eine längere Sperrstunde vor. Sie gilt nun von 21 Uhr bis 6 Uhr morgens. Der Verkauf von alkoholischen Getränken an Tankstellen und durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste ist in der Zeit von 21 Uhr bis 6 Uhr untersagt. Während der Sperrstunde ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen oder mitnahmefähigen nichtalkoholischen Getränken jedoch erlaubt.
 
Weniger Zuschauer beim Sport und Teilnehmer bei Veranstaltungen erlaubt
 
Aber nicht nur die Sperrstunde ändert sich: Es gelten nun auch strengere Werte für Veranstaltungen wie beispielsweise Vereins- und Parteisitzungen sowie in Kulturstätten und Kinos. Dort sind – wie für Tagungen, Messen und Kongresse – nun maximal 50 Personen als Teilnehmer erlaubt, unabhängig vom eigenen Hygienekonzept. Auch bei Sportveranstaltungen wird die Zuschauerzahl auf 50 begrenzt.
 
Private Feiern weiter nur mit fünf Personen oder Angehörigen aus zwei Hausständen
 
Private Feiern wie Hochzeiten, Geburtstage oder ähnliche Veranstaltungen, ob zu Hause oder in der Gaststätte, sind weiterhin nur für fünf Personen oder Angehörigen von maximal zwei Hausständen möglich. Sollten die Inzidenzzahlen wieder unter den Wert von 100 fallen, gelten die obigen Regeln nach dem Wortlaut der Verordnung noch weitere sechs Tage vom Zeitpunkt der Unterschreitung an. Diese Nachwirkung der Geltungsdauer ist auch für die Regelungen zu den Inzidenzgrenzwerten 50 und 35 festgelegt.

 

Außerdem trat eine neue Allgemeinverfügung des Landkreises Ostallgäu zur Maskenpflicht an stark frequentierten Orten in Kraft. Diese wurde am 31.10.2020 bis zum 7.11.2020 verlängert.

Mitteilung vom 22.10.2020

Aktuelle Corona-Maßnahmen in Kaufbeuren – Ampel auf Rot

Die Stadt Kaufbeuren hat am Donnerstag, 22.10.2020, den Sieben-Tage-Inzidenzwert von 50 überschritten.

Die zu ergreifenden Maßnahmen richten sich nach den neuen Regeln der Bayerischen Staatsregierung, die am 18. Oktober 2020 in Kraft getreten sind und § 25 a der geänderten 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zu entnehmen sind. Ausschlaggebend für die in Kaufbeuren umzusetzenden Maßnahmen, die ab 23.10.2020 ab 0:00 Uhr gelten, ist die vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege täglich auf seiner Internetseite bekannt gegebene Einordnung in der bayerischen Corona-Ampel: www.stmgp.bayern.de


Bayerische Corona-Ampel
Die Corona-Ampel zeigt an, welche Städte und Landkreise eine Sieben-Tage-Inzidenz höher als 35 oder höher als 50 oder höher als 100 erreicht haben.

Was ändert sich bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 50?
Die bisherigen Regelungen in Bezug auf Hygiene und Abstand beispielsweise in Vereinssport und Kulturveranstaltungen bleiben wie gehabt in Kraft. Sobald die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen einen Wert von 50 pro 100.000 Einwohner überschreiten, gilt zusätzlich:

Private Feiern und Kontakte:
An privaten Feiern (insbesondere Hochzeits– oder Geburtstagsfeiern oder ähnliche Feierlichkeiten) und Treffen dürfen sowohl in öffentlichen als auch in privaten Räumen nur noch maximal fünf Personen oder zwei Hausstände teilnehmen. Dies gilt auch insbesondere für die Gastronomie.

Sperrstunde für Gaststätten und für den Verkauf von Alkohol:
Gastronomische Betriebe dürfen in der Zeit von 22 bis 6 Uhr keine Speisen und Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle abgeben. Parallel dazu ist von 22 bis 6 Uhr der Verkauf von Alkohol an Tankstellen oder durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste verboten.

Maskenpflicht im öffentlichen Raum:
Die Maskenpflicht gilt überall da, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen: auf Begegnungs- und Verkehrsflächen in allen öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel in Eingangsbereichen von Hochhäusern, in Fahrstühlen oder in Kantinen sowie in Parkhäusern. Für die Stadt Kaufbeuren gilt Maskenpflicht während der Wochenmärkte in der Kaiser-Max-Straße und auf dem Bürgerplatz – unabhängig von einem Einkauf.
Im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr und den hierzu gehörenden Einrichtungen (also insbesondere Bahnhof, Busbahnhof/Plärrer und sonstige Buswartestellen) besteht bereits jetzt für Fahrgäste sowie für das Kontroll- und Servicepersonal, soweit es in Kontakt mit Fahrgästen kommt, Maskenpflicht (§ 8 Satz 1 Siebte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung).

Maskenpflicht in Arbeitsstätten:
Es besteht Maskenpflicht auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte, insbesondere in Fahrstühlen, Fluren, Kantinen und Eingängen; Gleiches gilt für den Arbeitsplatz, soweit der Mindestabstand von 1,5 m nicht zuverlässig eingehalten werden kann.

Maskenpflicht in Kultur- und Freizeiteinrichtungen:
In allen Kultur- und Freizeiteinrichtungen, in Museen, Kino oder Theater müssen Sie auch am Platz eine Maske tragen.

Maskenpflicht bei Veranstaltungen:
Bei allen Kultur- und Sportveranstaltungen sowie bei Tagungen müssen Sie auch am Platz eine Maske tragen.

Maskenpflicht in Schulen:
Alle Schülerinnen und Schüler – auch Grundschüler - müssen im Unterricht eine Maske tragen.

Maskenpflicht in der Hochschulen:
Studierende müssen im Lehr- bzw. Vorlesungsbetrieb eine Maske tragen.

Weitere Details unter:
www.stmgp.bayern.de

www.stmgp.bayern.de/coronavirus/rechtsgrundlagen/

www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-562/

www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-588/


Bürgertelefon der Stadt Kaufbeuren
Die Stadt Kaufbeuren hat wieder ein Bürgertelefon eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger können unter 08341 437-444 Fragen rund um die neuen Regelungen und Maßnahmen stellen. Die Hotline ist von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr und von Montag bis Donnerstag von 14 Uhr bis 16 Uhr erreichbar. Zu den Telefonzeiten ist auch eine Auskunft per Mail möglich: corona@kaufbeuren.de
Eingehende Emails werden außerhalb der Telefonzeiten nicht bearbeitet.

Für Gesundheitsfragen und Termine rund um Coronatests und Infektionsfälle ist weiterhin das Gesundheitsamt des Landratsamts Ostallgäu unter 08342 911-623 zuständig. Montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 12.30 Uhr. E-Mail: Hotline@lra-oal.bayern.de

Mitteilung vom 22.10.2020

Wie trifft die Corona-Krise die Wirtschaftsregion Ostallgäu-Kaufbeuren?

Landratsamt und Stadt Kaufbeuren starten Umfrage bei 1.500 Betrieben.

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft sind immens: Zahlreiche Betriebe haben massive Umsatzeinbußen, viele Mitarbeiter müssen in Kurzarbeit, es drohen sogar Insolvenzen. Gleichzeitig gibt es Produkte und Dienstleistungen, die in der Krise gefragt sind wie nie zuvor. Um ein möglichst genaues Bild über die Auswirkungen der Pandemie speziell in der Wirtschaftsregion Ostallgäu-Kaufbeuren zu bekommen, starten der Landkreis Ostallgäu und die Stadt Kaufbeuren eine Unternehmensbefragung.

Die Initiatoren hoffen auf einen guten Rücklauf und setzen auf die Kooperationsbereitschaft der Betriebe: „Wir bitten die Unternehmen in ihrem eigenen Interesse um Mitwirkung“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker und ergänzt: „Gerade in dieser besonderen Zeit wollen wir den bewährten Dialog mit unseren heimischen Betrieben suchen, damit wir ein möglichst genaues Bild über die Auswirkungen der Pandemie haben, vor allem aber über die Themen, die unsere Wirtschaftsförderung künftig bearbeiten muss.“

Die Einladung zur Teilnahme an der Online-Umfrage ergeht in diesen Tagen per Post an knapp 1.500 Betriebe. „Wenn wir wissen, welche Teile unserer Wirtschaft in welchem Ausmaß von der Corona-Krise betroffen sind und welche Anpassungsstrategien erfolgreich sind, können wir in der Wirtschaftsförderung künftig noch gezielter ansetzen“, erläutert Oberbürgermeister Stefan Bosse.

Unternehmen, die nicht angeschrieben werden, haben selbstverständlich ebenfalls die Möglichkeit an der Befragung teilzunehmen. In diesem Fall wird darum gebeten, sich an die jeweils zuständigen Wirtschaftsförderungen zu wenden (Ostallgäu: Andreas Neukam, andreas.neukam@lra-oal.bayern.de, Telefon 08342 911-482 / Kaufbeuren: Peter Igel, wifoe@kaufbeuren.de, Telefon 08341 437-104).

Mitteilung vom 21.10.2020

Inzidenzzahlen im Ostallgäu steigen weiter - vor allem Schulen betroffen

Heute, am 21. Oktober 2020, hat der Landkreis Ostallgäu die Inzidenz von 80 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen erreicht.

Leider ist derzeit keine Entspannung der Situation in Sicht. Es gilt weiterhin die Stufe rot der Bayerischen Corona-Ampel, mit der darin verankerten Maskenpflicht für Schüler aller Jahrgangsstufen.

„Wir müssen davon ausgehen, dass der Wert auch in den nächsten Tagen ansteigt“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Gerade im Bereich aller Schularten haben wir sowohl bei Lehrern als auch bei Schülern ein Infektionsgeschehen über den Landkreis verteilt, und viele Klassen mit Lehrern in Quarantäne“, erklärt Medizinaldirektorin Dr. Michaela Hoffmann vom Ostallgäuer Gesundheitsamt und ergänzt: „Diese Situation im Schulbereich hatten wir selbst zu Hochzeiten der Pandemie im Frühjahr nicht.“

„Die derzeit geltenden Maßnahmen werden sowohl unter den Bürgern, aber auch in der Politik diskutiert“, sagt Zinnecker und zeigt Verständnis für die Wünsche der Eltern nach Erleichterungen, vor allem in den Grundschulen. „Wir sind in täglicher Abstimmung mit den Experten vom Gesundheitsamt und dem Schulamt und machen uns die Entscheidungen nicht leicht. Wir müssen das Wohl der Kinder mit möglichen Infektionsgefahren in geschlossenen Räumen abwägen“, stellt Zinnecker klar. Dr. Hoffmann ergänzt: „Wir versuchen, beim derzeitigen Infektionsgeschehen im Ostallgäu Schulschließungen zu verhindern und mit Einschränkungen offen zu halten.“

Für den Ostallgäuer Schulamtsdirektor Andreas Roth ist klar, dass die Schulen vor Ort für die momentan schwierige Situation gewappnet sind und den Schulbetrieb bestmöglich aufrechterhalten. Die Maßnahmen und Regeln des Freistaates im Ostallgäu werden daher wegen des großflächigen und sprunghaften Infektionsgeschehens noch weiterbestehen. „Zumindest so lange, bis das Infektionsgeschehen Lockerungen zulässt“, ergänzt Landrätin Zinnecker.


Mitteilung vom 21.10.2020

Ostallgäuer Kreisräte geehrt und verabschiedet

Zahlreiche Ostallgäuer Kreisräte wurden von Landrätin Maria Rita Zinnecker vergangene Woche für ihr Engagement im Kreistag Ostallgäu geehrt.

Ehrenringträger Dr. Christian Alex und Benno Bönisch

„Die geehrten und verabschiedeten Kreisräte haben insgesamt 371 Jahre Kreistagserfahrung“, sagte Zinnecker bei der Veranstaltung, die coronakonform und im kleinstmöglichen Kreis im Landratsamt in Marktoberdorf stattfand. Dr. Christian Alex und Benno Bönisch wurden für 24 Jahre im Kreistag mit der höchsten Anerkennung des Landkreises, dem Ehrenring, ausgezeichnet. Irmgard Ablasser, Manfred Rinderle, Waltraud Joa, Kaspar Rager (alle 18 Jahre im Kreistag), Wolfgang Hannig, Christina Räder, Clara Knestel und Angelika Schorer MdL, wurden mit dem Ehrenzeichen für ihr Engagement gewürdigt.

Zinnecker: „Viel verändert, viel bewegt und viel verbessert“

Neben Dr. Alex, Bönisch, Ablasser, Rinderle, Joa und Rager wurden Dr. Hans-Martin Beyer, Fritz Brunhuber, Angelika Endraß, Franz Erhart, Peter Fendt, Winfrid Fichtel, Wolfgang Glas, Peter Grotz, Manfred Hauser, Paul Iacob, Elke Metschar, Dr. Karl Renner, Regina Renner, Manfred Seeboldt, Ulrike Sigfrid und Reinhold Sontheimer verabschiedet. In Richtung der Geehrten und Verabschiedeten sagte Landrätin Zinnecker: „Sie haben in Ihrer Zeit im Kreistag und in den Ausschüssen viel verändert, viel bewegt und viel verbessert. Sie haben zum Wohle des Landkreises, der Gemeinden und der Bürgerinnen und Bürger gehandelt.“